Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau: Familienurlaub und Kinderskikurs im Galtenberg Family & Wellness Resort

Und dann bist Du in dem Alter, in dem Party und After-Ski unwichtig sind. Du kümmerst Dich viel lieber um blaue Pisten, die schwarze Buckelpiste kann warten. Familienurlaub statt Partypiste. Kinderbetreuung statt Clubbing. Du suchst das ruhige Seitental. Beispielsweise das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau statt Party-Zone Ischgl. Um die Ecke von München, vier Berge, zwei Täler, ein Skierlebnis für die ganze Familie. Ein Familienhotel mit Kinderskischule: Das Galtenberg Family & Wellness Resort. Kurze Anreise, maximales Kinder-Skivergnügen. 

Das Tal erwacht: Frühmorgens liegt das Tal noch im Schatten.

Die Koffer fürs Wochenende sind schnell gepackt. Skier nehmen wir nicht mit, die leihen wir uns vor Ort aus. Und ein Auto brauchen wir auch nicht. Von München fahren wir mit dem Eurocity in Richtung Venedig bis nach Wörgl. Papa chillt. Denn die Anreise mit der Bahn ist total tiefenentspannt, ohne Stau auf der Autobahn, ohne Mautgebühr für das kleine Stück Autobahn zahlen zu müssen. Und kinderfreundlich, da der Nachwuchs im Zug genügend Bewegung, Auslauf hat. Wir steigen um in den lokalen Regionalexpress bis nach Brixlegg. Dort wartet ein Mitarbeiter vom Kinderhotel Galtenberg, er nimmt uns dienstbeflissen die Koffer ab, mit seinem Hotelshuttle fährt er uns bis zum Hotel.

Das imposanten Bergmassiv im blau-grauen Morgenlicht.

Das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau

Das Alpbachtal ist ein Tal mit 10 kleinen Dörfern. Alpbach wurde zum schönsten Dorf Tirols gewählt sowie zum  „schönsten Blumendorf Europas“. Und auch der Spiegel empfiehlt es als eines der schönsten kleinen Skigebiete. Alle Häuser hier müssen im typischen Alpbachtaler Holzbaustil gebaut werden: ab dem ersten Stock mit Holz und Balkon, die Fenster müssen Sprossen haben und dürfen nicht groß sein. Die Dächer sind nicht grell sondern in anthrazit gedeckt, als Putz ist nur klassisches Weiß erlaubt. Die Hauptgemeinde Alpbach hat lediglich 2.700 Einwohner, im Alpbachtal insgesamt wohnen 25.000 Einwohner. Hinzu kommen etwa 8.000 Gästebetten. Das ist ein deutlich anderes, normaleres, vor allem aber gesunderes Verhältnis als in anderen touristischen Tälern.

Langsam, fast unmerklich, ändert sich das Licht im Tal.

Durch das Congress Centrum Alpbach ist das Tal zu einer Ganzjahresdestination auch für Businessgäste geworden. Im Sommer und Winter kommen die Touristen – und in der Nebensaison sind die Hotelbetten mit Geschäftsreisenden gefüllt, die zu Seminaren und Kongressen in das Alpbachtal kommen. Die Lage am Inntal zwischen München und Innsbruck ist dafür optimal. Bei der einzigartigen Kongress- und Tagungsdestination steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Durch die Einbettung des Gebäudes in den Berg blieb das einzigartige Ortsbild gänzlich unberührt. Die Green Meeting-Destination überzeugt mit einer mietbaren Gesamtfläche von 2.796m² und modernster Technik. Gestalterische Höhepunkte des hellen und freundlichen Gebäudes sind eine Spirale aus Glas, die die Foyers und Räume mit viel Tageslicht versorgt, sowie große Fensterfronten mit Blick auf die beeindruckende Alpbacher Bergwelt. 

Die Bauernhöfe und Wiesen liegen noch im Morgengrau.

Die Struktur des Tales ist noch sehr ursprünglich. Es gibt noch über 100 aktive Bauernhöfe, ein großer Teil davon sind noch Erbhöfe, die seit über 200 Jahren in Familienhand sind. Im Sommer sorgen drei große Campingplätze für Urlauber aus ganz Europa.

Plötzlich zeigt sich die Sonne, die Berggipfel erglühen im morgendlichen Rosa.

Doch die grandiosen Zeiten des Alpbachtales sind lange vorbei. Früher wurde hier richtig Geld gemacht. Die Familie Fugger hatte im Ort die Fuggerverwaltung und liess aus dem Gradlspitz nach Kupfererz schürfen. Die Geschichte dazu können die Touristen im Bergbau- und Hüttenerzmuseum in Brixlegg nachvollziehen. Und die einstige Fuggerstube gibt es heute immer noch: Sie ist integriert im Böglerhof.

Langsam wechselt das Rosa zu Weiß, das Sonnenlicht wird stärker.

Heute wird nicht mehr nach Gold, Silber oder Eisenerzen im Berg geschürft. Das Geld kommt hauptsächlich über die Touristen ins Tal. Die Zielgruppen sind Familien, Freunde und Paare ab 40 Jahren aufwärts. Das Alpbachtal bietet vieles – nur keinen Extremsport. Im Sommer bieten sich hier die besten Gelegenheiten zum Wandern, Sommerrodeln, Wildwasser-Rafting, Biking oder auch im Outdoor-Zentrum in Gramsach. Apropos Sommerrodeln: Der Alpbachtaler Lauser Sauser ist der neue Alpine Coaster am Wiedersbergerhorn. Beim nächsten Mal muss ich den unbedingt fahren!

Schließlich präsentiert sich der Berg im morgendlichen Schneeweiss.

Im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach erwarten 37 wieder errichtete Originalbauten – Bauernhöfe und Nebengebäude aus verschiedenen Talschaften – die reizvoll ins Hügelland mit imposanter Bergkulisse eingebettet sind. 

Langsam erwachen auch die Almen, Bauernhöfe und Skipisten.

Und im Winter begeistert das Alpbachtal mit Abfahrtsski, Langlauf, Rodeln, Winterwandern und Schneeschuhwandern. Im Winter 2012/2013 schlossen sich das Nachbartal Wildschönau und das Alpbachtal zusammen zum Ski Juwel. Seitdem heisst es Ski Heil! auf 109 km Pisten, 326 ha Pistenfläche bei 85% beschneiten Pisten und 45 Liftanlagen. Der nötige Einkehrschwung macht in 25 Skihütten Spaß. Doch dazu später mehr. Für die Kids gibt es 2 Snowparks und 1 Familypark. Die höchsten Bergstationen sind auf dem Wiedersbergerhorn auf 2.025m und auf dem Schatzberg auf 1.903m. Dabei können die Gäste aus ganz Europa aufatmen: Es gibt gratis WiFi im gesamten Skigebiet. Und einen kostenlosen Skibusservice im gesamten Tal.

Blick aus der Schatzbergbahn.

Seit einem Jahr gibt es nun die neue Schatzbergbahn. 18 Millionen Euro wurden in diese hochmoderne 8er-Gondelbahn investiert, die von Auffach auf den Schatzberg führt. Es ist eine Einseilumlaufbahn mit Mittelstation. Die über 4km lange Bahn befördert 2.650 Personen pro Stunde auf den Berg. Zu den Annehmlichkeiten zählen ein komfortabler, barrierefreier Zugang, Indoor-Kassen sowie ein großer Sportshop.

Galtenberg Family & Wellness Resort

Wir wachen im Galtenberg Family & Wellness Resort in unserem Zimmer auf und fühlen uns gleich sauwohl! Der Blick aus dem Fenster zeigt uns diese traumhafte Bergwelt, die sich fast minütlich verändert. Hier hätte ich mir ein Stativ zur Hand gewünscht, um den Sonnenaufgang permanent festzuhalten. Doch die Bilder oben geben Euch hoffentlich einen guten Einblick.

Unser Familienzimmer im Galtenberg, einem Mitglied der Kinderhotels, lässt keine Wünsche offen. Es gibt ein extra Kinderzimmer für drei Kinder mit einem Stockbett und einem normalen Bett. Im Badezimmer steht für die Kinder ein eigenes Set mit Zahnpasta etc. zur Verfügung. Außerdem steht ein kleiner Tritt vor dem Waschbecken, so dass die lieben Kleinen problemlos ans Waschbecken kommen. Zu gemütlichen Spielstunden zusammen lädt eine Sitzecke ein. Der Tisch ist groß genug, dass man dort auch essen könnte. Für den Wellnessbereich liegen Bademäntel und Crocks-Schuhe bereit.

Im Skikeller des Hauses finde ich eine genügende Anzahl an Schlitten. Dort steht für jedes Zimmer ein eigener Skischrank zur Verfügung, so dass wir unsere Skier, Skischuhe und Stecken dort zum Trocknen einschliessen können.

Und im betreuten Kinderparadies können die Eltern ihre lieben Kleinen mit bestem Gewissen absetzen. Die Kinder können dort spielen, toben, basteln und Sport treiben unter erfahrener Anleitung. Eine Kletterwand lädt zum Kraxeln ein. Im Wellnessbereich habe ich natürlich Kamera und iPhone nicht mitgenommen. Doch auch hier finden Kinder und Eltern genau die richtige Mischung aus Plantschen, Wasserrutschen, Sauna und Ruhebereich.

Einen kleinen Einblick bekommt ihr hier in diesem Video:

Unsere Maus muss raus! Sie will zum Skikurs! Das erste Mal auf die Bretter, die den Winter bedeuten. Bis heute stand sie noch nicht auf Skiern, im Kindergarten ist der erste Skikurs schon angemeldet. Doch wir wollen sie gern etwas vorbereiten – und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Ein Gefühl für die Latten und den Füßen entwickeln. Die Skier für die Maus und für mich haben wir in der Skischule schon am Vorabend reserviert und angepasst. Jetzt müssen wir sie nur abholen. Das geht schnell. Gleich nach dem erstklassigen Frühstück im Galtenberg schmeissen wir uns in die Skiklamotten und stapfen durch den Neuschnee hinüber zur Skischule, die gleich neben dem Hotel liegt – und auch zur Familie gehört. Rein in die Skischuhe, die Latten und Stecken nimmt der Papa und dann geht es gleich rüber zum Kinder-Skikurs.

Einen kleinen Einblick gibt Euch dieses Video:

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich erst vergewissert, dass der erste Skikurs wirklich etwas bringt und sich die kleine Maus zumindest halbwegs auf den Skiern halten kann. Dann hat es sich der Papa nach einer kleinen Weile der Beobachtung nicht nehmen lassen, das Skigebiet zwischen Alpbachtal und Wildschönau selbst zu erobern. Zuerst bin ich so ziemlich jeden Lift auf der Alpbachseite gefahren, inklusive der langen Talabfahrt, auf der nur sehr wenige andere Skifahrer anzutreffen sind.

Anschliessend bin ich mit der Schatzbergbahn hoch in Richtung Wildschönau gegondelt. Am Schatzberg in Auffach geht es eher gemütlich zu. In dem offenen Gelände fühlen sich vor allem Genuss-Skifahrer sowie Snowboarder im Funpark wohl. Über der Waldgrenze liegen breite und sonnige Abfahrten, abseits davon gibt es die eine oder andere Buckelpiste und Tiefschneeabfahrt. Der Ausblick von dort oben ist genial. Durch neue Beschneiungsanlagen am Schatzberg / Wildschönau ist die Schneesicherheit im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zu 85 % abgedeckt. Zum Mittag bin ich dort oben in die „Gipfö Hit„, die Gipfelhütte, eingekehrt. Die kulinarischen Spezialitäten sind von alten Zeiten geprägt, als die Knechte an den Höfen den ganzen Tag hart arbeiten mussten. Deftige Süßspeisen wie Kaiserschmarrn oder Melchermus sorgen dabei für die nötige Energie und sind ein süßer Hochgenuss.
 

Als Vorspeise empfehlen wir eine deftige, wärmende Leberknödelsuppe,

anschliessend bietet sich ein klassisches Tiroler Bauerngröstl an.

Und den süßen Abschluss bildet ein köstlicher Kaiserschmarren.

Mit der Schatzbergbahn am Nachmittag aus der Wildschönau zurück ins Alpbachtal.

Die tief verschneite Winterlandschaft könnte noch traumhafter sein, wenn der Himmel sich sonnig blau präsentieren würde. Doch damit es sich so schön weiss präsentiert, muss es auch schneien.

Am Nachmittag ist der Nebel zurück im Tal.

Die Pisten sind im besten Zustand und laden zu schönen Schwüngen ein. Das Ski Juwel ist einfach ein perfektes, kleines, feines und ruhiges Skigebiet. Wer die Pistengaudi sucht, der ist hier sicherlich total falsch. Wer aber Ruhe und einfach exzellente Pisten mit tollen Ausblicken liebt, der wird sich hier richtig wohl fühlen. In Österreich muss man sich in Sachen Kulinarik eh keine Sorgen machen. Ich habe – insbesondere in Tirol – noch kein einziges Mal schlecht gegessen. Und im Galtenberg Hotel fühlten wir uns als Familie richtig wohl.

Herzlichen Dank an das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau und das Galtenberg Family & Wellness Resort für das Wochenende!

Service:

Gastronomie im Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau:

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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