Unkrautknödel von der Kräuterhexe Johanna

Unkrautknödel 2 (©iStock.com_ALLEKO)
Verhexte Wintergerichte für die Gesundheit: Die Kräuterhexe Johanna von Leutasch weiss uns mit einem Unkrautknödel gut einzuheizen. In der kalten Jahreszeit steigt der Appetit auf herzhafte Schmankerln. Die Olympiaregion Seefeld in Tirol, bekannt für ihre traditionelle Küche und Lebensart, bringt mit dem Buch „Leutasch tut mir gut“ das Leutascher Lebensgefühl sowie die seit Generationen überlieferten Rezepte auf die Teller der Leser.

Wenn die Tage kälter werden und wir uns nach der Wärme von knisterndem, lauschigem Kaminfeuer sehnen, sorgen Köstlichkeiten wie Frittatensuppe, Schweinsbraten mit Semmelknödel oder Kaiserschmarrn für ein wohliges Gefühl im Magen und für gute Laune in der kalten Jahreszeit.

Unkrautknödel Kräuterhexe Johanna Krug Leutasch
Kräuterpädagogin Johanna Krug (54) kennt Leutasch und jedes noch so kleine vermeintliche Kraut bestens. Die Tirolerin kreiert ihre eigenen kontrolliert-biologischen Produkte aus den Kräutern und Wildpflanzen der Region und ihrem Garten. Ihre pikanten Wildkräuterknödel sind gesunde und wohltuende Begleiter durch die Herbst- und Winterzeit und präsentieren die Geschmacksvielfalt der Region. (mehr…)

Foodvibes: Delikatessen aus ausgesuchten Manufakturen

Das Foodvibes Paket enthält Havelwasser, Kokos-Knusperstreusel, Thai-Koriander Pesto, Pink Rasperry Chocolate Chunk (was für ein Zeug bitte?), Gurkenlimonade, Kakao-Balsamico, Knusprige Käseblattes - die lasse ich mir gleich zu einem #Glenlivet Founders
Köstlichkeiten aus der Kiste: Eine Überraschungs-Box mit den perfekten Drinks für einen lauen Sommerabend und jede Menge Spezialitäten zum geniessen erreichte mich vor einer kleinen Weile. Foodvibes reiht sich ein in die Liste der vielen Start-ups, die uns mit besten Produkten verwöhnen wollen. Wir haben ein paar echt coole Leckereien für Euch verkostet.

Überraschung zum Wochenstart: Foodvibes schickt ein #Carepaket mit leckeren Spezialitäten. #Food #Convenience #Paket
Bei Foodvibes findet der Kunde außergewöhnliche Delikatessen für ein besonderes Geschmackserlebnis. Mit der monatlichen Überraschungs-Box – in der regional produzierte Lebensmittel von handverlesenen Manufakturen präsentiert werden – wird der Kunden jeden Monat auf eine neue Entdeckungsreise durch die Welt der Feinkost geschickt. Dazu werden Inspirationen und Rezepte rund um das Thema Ernährung angeboten.

(mehr…)

Andechser Molkerei Scheitz: Warum ich ein Fan von Andechser Natur geworden bin

Besuch der Andechser Molkerei Scheitz. Milch, Joghurt, Käse und alles in Bio. Neu: Crème Brulée Joghurt.
Denk‘ ich an Andechs, denk‘ ich an Bier – und Milch. Denn das kleine, verträumte Dörfchen südlich von München, mit wunderschönem Blick auf den Ammersee steht zum einen für sein weltberühmtes Kloster Andechs, in dem exzellente Biere gebraut werden. Und es steht für die Andechser Molkerei Scheitz, die seit über 100 Jahren beste Milch- und Käseprodukte herstellt. Bei einem Ortsbesuch lernte ich Frau Scheitz und ihre Molkerei persönlich kennen. Bis dahin hatte ich extrem selten mal zu Produkten von Andechser Natur gegriffen. Seitdem bin ich Stammkunde und Fan. Warum dieser Unternehmensbesuch dazu führte, erzähle ich Euch hier.

Andechser_Molkerei_Scheitz_Muenchen_Sep_2014_001
Andechs ist immer eine Wallfahrt wert. Doch sollten wir nicht nur des guten Bieres wegen zu den Mönchen pilgern. Da sind wir nicht wirklich alleine, die Wirtschaft des Kloster Andechs platzt an schönen Tagen aus allen Nähten. Nur ein wenig weiter, in Sichtweite des Klosters liegt ein beeindruckend schöner, von Friedensreich Hundertwasser inspirierter Bau. Hier sitzt die Andechser Molkerei Scheitz. Wer sich allerdings die Mühe macht, etwas zu guugeln, der stellt schnell fest, dass es in diesem kleinen, beschaulichen Dorf eine sinnlose Konkurrenz gibt: Das Kloster gegen die Molkerei. Mal geht es um den Begriff „Andechser“, mal um das Hundertwasser-Gebäude. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Klosterbrüder mit allen erdenklichen juristischen Mitteln dagegen wehren, dass ein zweites Unternehmen in Andechs Erfolg hat. Während die Inhaberin der Molkerei, Barbara Scheitz, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bevorzugt und bereit ist, den Mönchen entgegen zu kommen, verhält sich das Kloster seit dem Abgang von Pater Anselm Bilgri alles andere als christlich. Von Nächstenliebe und Partnerschaft sind die Mönche seitdem meilenweit entfernt. Man könnte versucht sein zu denken, dass denen der Genuss des eigenen – zugegebenermassen exzellenten – Gerstensaftes wohl zu stark zu Kopf gestiegen ist. Dabei beschäftigen beide Unternehmen ähnlich viele Mitarbeiter. Laut Wirtschaftswoche beschäftigt die Andechser Molkerei Scheitz 190 Mitarbeiter, die Andechser Brauerei und Klostergastronomie 220 Mitarbeiter. (mehr…)

Kochkurs II: 4-Gang-Menü mit Tatar, Currycapuccino, Gänsebrust, Apfel-Birnen-Crumble

Touristische_Runde_Ganserlessen_Dez2012_05
Kochkurse kitzeln kulinarische Kreativität aus uns heraus. Ein Kochkurs im Advent bewirkt da nahezu weihnachtliche Wunder. Wir bekommen Kenntnisse vermittelt und erhalten Inspirationen, die unsere künftigen Kochkünste verbessern kann. Bei diesem Weihnachtsmenü einer Runde Münchner Reisejournalisten im Flemings Hotel München Schwabing kochten wir ein exzellentes Vier-Gänge-Menü, das auch für einen Abend mit Freunden gut vorzubereiten und zu kochen ist.

Touristische_Runde_Ganserlessen_Dez2012_11
Dieses Weihnachtsmenü lässt sich alternativ natürlich auch mit einer Entenbrust zubereiten. Optisch macht jeder Gang etwas her, geschmacklich ist das Menü durchgängig richtig fein. Die Köche im Flemings Hotel München-Schwabing haben uns perfekt zur Seite gestanden und so manchen Trick verraten. Das gute „hands on“, das selbst machen, das anpacken ist in der Küche immer noch das Wichtigste. Und wer über Küche und Keller, über Kochen und Weine viel schreibt und es sich erlaubt Profis, die ihr Handwerk über viele Jahre hart erlernt und ihr Können erarbeitet haben, zu kritisieren, der sollte auch selbst immer wieder in der Küche stehen und die Hände an die Ware legen. Daher war dieser Kochkurs im Flemings Hotel München-Schwabing eine willkommene Erweiterung, Ergänzung und Auffrischung meiner Kenntnisse. Diese Gerichte gehören ab sofort auch zu meinen Festtagsrezepten.

Unser Viergang-Menü bestand aus:

  • Tatar-Variation vom Rinderfilet mit Mango, Avocado und Garnele
  • Capuccino von Curry und Kürbis mit pochierter Jakobsmuschel
  • Lackierte Gänsebrust mit Rosinen-Pfeffer-Sauce, gedünstetem Rosenkohl und bebrütetem Polenta-Baguette
  • Ofenfrischer Apfel-Birnen-Crumble mit Vanille-Zimt-Sauce

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen! (mehr…)

Was macht Neuseelandhirsch so besonders wertvoll?

Restaurant 181 Muenchen Neuseelandhirsch 2015_018
Regional, bio, gesund, nachhaltig – das sind die wichtigsten Stichworte, wenn es derzeit um Lebensmittel, um unser Essen geht. Brutal regional ist so ein Schlagwort, mit dem einzelne Restaurants sich ganz extrem nur auf das beschränken, was as der nächsten Umgebung kommt. Mit Sicherheit gehört Neuseelandhirsch in Europa, im deutschsprachigen Raum nicht dazu. Doch gleichzeitig gibt es eben Köche und Genießer, die nicht auf die immer exzellenteste Qualität verzichten wollen. Und daher unter anderem auch zu Neuseelandhirsch greifen. Wir waren eingeladen zu einem informativen Diner hoch über den Dächern Münchens.

Restaurant 181 Muenchen Neuseelandhirsch 2015_005
Während in Sichtweite – doch weit genug, um nicht von Lärm oder Menschenmassen eingeschränkt zu sein – in der Allianz-Arena der FC Bayern im Champions League-Spiel den FC Porto mit 6:1 nach Hause schickte, sassen wir im Restaurant 181 des Münchner Olympiaturms. Leider ist ja Otto Koch in den wohlverdienten Ruhestand getreten, wir haben es jedes Mal sehr genossen, hier oben zu dinieren. Seine Reihe „Gourmet Towers of the World“ hätte er gern fortsetzen können. Doch zu diesem Gourmetabend kochte eh nicht der Großmeister selbst sondern sein vorheriger Sous-Chef, der mittlerweile die Führung übernommen hat: Küchenchef Karl-Heinz Kellner.

Restaurant_181_Muenchen_Neuseeland_Hirsch_2015_011Ihm assistierte Graham Brown, der „Botschafter“ der Vereinigung Neuseelandhirsch. Karl-Heinz Kellner kocht zwar weiterhin auf sehr hohem Niveau im Restaurant 181, doch eben nicht mit Michelin-Sternen gekrönt wie Otto Koch oder der nur einen Steinwurf entfernte Bobby Bräuer im Esszimmer der BMW Welt.

Bei dem Thema Neuseelandhirsch stellen wir uns natürlich die Frage, was an einem Hirsch bio, regional, nachhaltig und ökologisch wie ökonomisch sinnvoll und vertretbar ist, wenn er tausende von Flugkilometern hinter sich hat. Dabei erinnerten wir uns, dass wir selbst im Restaurant Huber zum Hauptgang einen exzellenten Neuseelandhirsch verzehrt hatten und uns genau diese Frage schon da stellten. Doch wenn selbst der hochgeschätzte Restaurantkritiker Bernd Matthies vom Berliner Tagespiegel den das Hirschfleisch aus Neuseeland explizit lobt, dann wird wohl schon etwas dran sein.

(mehr…)

Delikatessen in München: Feinkost Käfer lädt Foodblogger zum #meinkäfermoment

Delicious macaroons at @feinkostkaefer in Munich - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday
Trüffelschweine und Perlentaucher, Foodblogger, Gourmets und Gourmands werden hier ebenso glücklich wie Liebhaber gehobener Tischkultur und Kenner feiner Küche: Feinkost Käfer ist der Inbegriff für Lebensmittel allerbester Qualität. Der Ruf des Münchner Mittelständlers geht weit über die Stadtgrenzen hinaus, in ganz Deutschland ist das Delikatessgeschäft in der Prinzregentenstrasse bekannt. Inhaber Michael Käfer lud nun Münchens Foodblogger zum Kennenlernen in seine Räume unter dem Stichwort #meinkäfermoment. Es war ein grossartiger Tag. Ein Rückblick.

Michael Käfer begrüßt die Münchner Foodblogger - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday #p
Michael Käfer leitet bereits in dritter Generation das Geschäft. Seine Großeltern Paul und Elsa gründeten 1930 ein Kolonialwarengeschäft mit erlesenen Weinen, Likören und Flaschenbier und nannten es Feinkost Käfer. Deren Sohn Gerd führte das Unternehmen bereits zu deutschem Ruhm mit der Ausrichtung des Delikatessgeschäftes auf absolute Qualität, mit dem Gourmettempel Käfer Schänke in der ersten Etage des Hauses und er erfand den ersten Party-Cateringservice, der weltweit tätig ist. Michael Käfer verdiente seine ersten Sporen mit der Nobeldisco P1 und übernahm nach und nach das Imperium seines Vaters. Mittlerweile bewirtschaftet Käfer in München auch die Villa Stuck, den Genuss-Raum im Modehaus Ludwig Beck, die Messe München, den Audi Dome, die Galopprennbahn in Riem, mehrere Delikatessen Märkte und leitet die Gastronomie in der BMW Welt, in der Bobby Bräuer im Esszimmer zwei Michelin-Sterne erkocht hat. Seit kurzem gehört das Gut Kaltenbrunn im Geniesserland Tegernsee dazu. Und in Berlin speisen die Bundestagsabgeordneten im Dachgarten-Restaurant des Deutschen Bundestages feinste Käfer-Kost. Der Party-Service ist nicht nur an der Formel 1-Rennstrecke in Bahrein tätig sondern überall dort, wo die Kunden ihn wünschen. Und einmal im Jahr gehört das Wiesn-Zelt von Käfer zu den kultigsten Oktoberfestzelten der deutschen A-, B-, C- und Möchtegern-Promis.

#meinkäfermoment: Was Wilmersdorfer Witwen und Grünwalder Gören gemeinsam haben

Feinkost Käfer, das ist für mich als Berliner der Münchner Gegenentwurf zum KaDeWe am Tauentzien. In der siebten Etage des alt-ehrwürdigen Kaufhauses Des Westens liegt die Feinschmeckeretage. Hier ist alles auf einer grosszügigen hochmodernen, neu auf den Altbau aufgesetzten Etage versammelt, feinste Waren in rauen Mengen. Hier gehen die reichen Wilmersdorfer Witwen ihre Tomaten und Zitronen einkaufen. Der Berliner Otto Normalverbraucher leistet sich einen Besuch für Weihnachtsgeschenke oder zu besonderen Geburtstagen, wenn es mal etwas ganz Besonderes und Ausgefallenes sein darf. Oder er führt seinen Besuch dorthin aus. Ich erinnere mich, dass das KaDeWe früher auch besonders dazu taugte mit Besuch aus dem Osten dahinzugehen. Die DDR-Rentner waren dann immer extrem geschockt, wie sehr sie ihr ach so sozialer Arbeiter- und Bauernstaat betrügt und verar*.

Was also der Dahlemer Demoiselle das KaDeWe ist der Grünwalder Göre und Bogenhausener BussiBussi-Gesellschaft das Käfers. Die Schwabinger Schickeria shoppt in dem verwinkelten Altbau zwischen Keller und Erdgeschoss, treppauf, treppab ist der Laden eher ein Labyrinth und mit Sicherheit nicht behinderten- geschweige denn rollstuhlgerecht. Aber die hilfsbereiten Angestellten sind höchstwahrscheinlich jederzeit zur Stelle und erfüllen alle Wünsche, während die Berliner KaDeWe-Mitarbeitern mittlerweile den typischen Karstadt-Charme ausstrahlen… Doch auch der Münchner Otto Normalverbraucher geht zu Käfer wie zum örtlichen Wettbewerber Dallmeyer nur dann, wenn er für Geburtstage, Weihnachten oder als Mitbringsel das Besondere sucht. Die Hemmschwelle das teure Austern-, Champagner- und Kaviar-Paradies zu betreten ist in beiden Städten hoch.

#meinkäfermoment: Qualität aus Leidenschaft

Qualität aus Leidenschaft – so lautet der Leitspruch des Unternehmens. Das Stammhaus von Feinkost Käfer ist eine Art Deluxe-Supermarkt mit feinsten Produkten aus aller Welt mit 160 Mitarbeitern auf 1.400 qm. Bei nur 500 qm Lager führt das dazu, dass über 70% der 9.500 Produkte im Geschäft frisch sind.Die verwinkelte Struktur des ehemaligen Bürgerhauses schenkt jeder Abteilung ihr eigenes kleines Reich, in dem sich die Produktreihe wohl fühlt, wie es so schön blumig in einer Unternehmensdarstellung formuliert ist. Bei 350 Sorten Käse, 800 erlesenen Weinen und Spirituosen, 69 verschiedenen Mineralwasser, allein 10 Sorten Tomaten, 50 Sorten Fleisch oder 25 kostbaren Ölen fällt es sicherlich jedem schwer, sich zu entscheiden. Michael Käfer verbürgt, dass der Familienname für hochwertige Produkte und exklusive Dienstleistung steht: „Unsere fünf Unternehmenswerte einzigartig, hochwertig, überraschend, emotional und liebenswert müssen sich in jedem Produkt in in jeder Dienstleistung wiederfinden“, erklärt der Unternehmer.

Michael Käfer sucht nunmehr den Kontakt zu den Foodbloggern. Er kennt die Hemmschwelle und will diese abbauen. Jeder sei bei Käfer willkommen. So lud er zum gegenseitigen Kennenlernen in seine Heiligen Hallen in Bogenhausen. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Hausherren mit Aperitif inmitten des Kräutergartens auf der Dachterrasse des Hauses überliess er uns seinen Mitarbeitern. Michael Käfer erklärte uns, dass es eine Herausforderung sei, „sich als Unternehmen immer wieder neu zu erfinden, Feinkost Käfer aber den Ehrgeiz habe, sich immer weiterzuentwickeln“. Während früher ausgewählte Früchte von irgendwo her aus der Welt importiert wurden, gibt es heute beispielsweise eine Mango an jeder Obst- und Gemüsetheke. Unter anderem erfuhren wir dabei, dass zehn Prozent der Kräuter im Käfer-Stammhaus auf eben dieser Terrasse selbst angebaut sind. Wir erhielten eine sehr ausführliche und interessante Hausführung durch das Delikatessengeschäft sowie die Käfer Schänke mit Mario Stock, dem charmanten Leiter des Feinkostladens. Anschliessend wurden wir in eine Vorspeisen und eine Hauptgang-Gruppe geteilt. Ich schloss mich der Vorspeisengruppe an, da mich die Zubereitung für ein Saiblingstatar und die neue Züchtung einer bayerischen Garnele sehr interessierten. Die andere Gruppe bereitete das Dessert vor. Doch seht selbst im Video:

(mehr…)

Trado: Italienische Spezialitäten aus exklusiven Manufakturen

Trado Italienische Spezialitäten
img_7997Italienische Spezialitäten für Deutschland: Wieder bestätigt sich, dass München die nördlichste Stadt Italiens ist. Denn Trado , der Händler für erstklassige italienische Lebensmittel, hat sich in der schönen Stadt am Isarstrande niedergelassen. Des Bayernlandes schönste Zier ist nicht nur bekannt für sein schönes Bier. Von hier werden auch Käse, Wein, Wurst, Foie gras und vieles mehr via Trado in Deutschland durch Marco Zamarco repräsentiert.

img_8013
Das Ziel der Firma ist es, italienische Spezialitäten und deren Typizität und zugleich die Unterschiede, die jeder auch noch so kleine Landstrich in Italien aufzuweisen hat, hervorzuheben. Sie möchte die Kenntnisse und das Verständnis der verschiedenen nationalen Gewohnheiten anhand der italienischen Spezialitäten und Weine zeigen, die ein Ausdruck von Tradition und Usancen, aber vor allem ein Zeugnis der Geschichte der Personen und der Landschaften darstellen. (mehr…)

Food Zürich: Kulinarische Kreationen zwischen Rösti, Curry und Uetli

Food Zürich Elsa Honecker guetergarten_2008786

Kunst – Kulinarik – Kreativität: Dass die Kunst affine Schweizer Metropole am Zürich See mehr kann, als gefühlte tausende Galerien und Museen, die Bahnhofstrasse mit Edel-Labeln und dem lebendigsten Nightlife der Schweiz, das zeigte sie über elf Tage lang in diesem September beim 1. „Food Zürich“ Festival. Unsere Co-Autorin Elsa-Maria Honecker schmökerte und schlemmte sich durch ein gut gemixtes Food Zürich Programm.

Food Zürich Elsa Honecker keyvisual_querkathrin_koschitzki3
Wo anfangen bei dieser Programmvielfalt, war meine wichtigste Frage. Die Antwort dazu: Einfach rein ins beliebte Street Food Festival beim ehemaligen Güterbahnhof und die Spezialitäten von den 70 unterschiedlichen Köchen probieren – vom Schweizer Rösti bis zum Indischen Curry. Dabei sein ist alles – lautete hier die Devise des alterslosen Publikums, das bis zum Sonnenuntergang feierte.

Food Zürich Elsa Honecker guetergarten_2008675
Auch in der Altstadt war einiges los: Unter dem Namen «vier & eins» wurde an der Zwinglistrasse 18 das «House of Food» inszeniert. In vier Wohnungen entstanden zur Food Zürich Restaurants und eine Kunstgalerie, „Sushi high above Zurich’s skyline“ hieß es für Japan-Fans auf der Penthouse-Terrasse des „Widder Hotels“ über den Dächern der Zürcher Altstadt.

Food Zürich Elsa Honecker 4786Danach ging´s ab in der „Palette“ bei der „Lollipop & Rhum Party“. Da musste man einfach hin, schon um die versprochene „beste Chocolatière der Welt“ auszuprobieren“, serviert von der charmanten Geraldine. Und das war sicherlich ein einmaliges Erlebnis: Rhumcocktail mit Schoko-Lollipop dazu – frisch aus dem Schoko-Brunnen. (mehr…)

Welttag der Tapas: Spanien inszeniert weltweit sein Nationalgericht als Kulturgut

Gilda - Welttag der Tapas

Am 16. Juni wird bereits zum zweiten Mal weltweit der Welttag der Tapa gefeiert. Im Jahr 2016 liegt der Termin auf Wunsch der Organisatoren Turespaña und Tasting Spain in Spanien und allen anderen teilnehmenden Ländern erstmals auf demselben Datum: Morgen! Zum Welttag der Tapa werden in 29 Ländern und über 70 Städten verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert, um das Konzept Tapa bekannt zu machen. Denn Tapas stehen für die spanische Art des Genießens, Feierns und Zusammenlebens.

Tapas und Afterwork-Party in der Kunsthalle München
In München wird es verschiedene Aktionen zum Welttag der Tapa geben. Bereits heute, am 15. Juni 2016, steht das Afterwork-Treffen in der Kunsthalle München ganz im Zeichen der spanischen Tapas-Tradition: Wer an diesem Abend die Ausstellung „Sorolla – Spaniens Meister des Lichts“ besucht, bekommt im Anschluss eine spezielle Tapa gratis angeboten. Zusätzlich gibt es frisch geschnittenen Serrano-Schinken vom Consorcio del Jamón Serrano Español sowie Cocktails der Marke Licor 43. (mehr…)

DrSlym: So habe ich über 5 Kilo in 14 Tagen abgenommen – ohne Hungergefühl

DrSlym Diät Ernährung

Alle reden von Diäten. In Berlin leben sie davon. Ich mache eine. Mein Entschluss dazu stand schon vor einiger Zeit fest. Ich fühlte mich unwohl: die Bierplautze wurde doch immer sichtbarer, deutlicher. Auf Fotos aus dem Sommer und Herbst 2015 ist leider allzu deutlich der wohl ernährte Bauch zu sehen. Der musste weg. Nur wie? Für mehr Sport habe ich keine Lust und keine Zeit. Für eine komplette Ernährungsumstellung fehlt mir ebenfalls der Wille. Gut, die Kohlenhydrate habe ich schon seit Herbst 2015 weitestgehend eingeschränkt. Doch jetzt, im Mai 2016, fiel mir noch etwas anderes in die Hände: die DrSlym Diät. In den letzten zwei Wochen habe ich diese konsequent täglich getrunken. Und so habe ich über 5 Kilogramm an Körpergewicht verloren. Ohne Hungergefühl. Ohne Fressattacken. Ein Selbstversuch.

Eine kleine Präsentation habe ich für Euch auf Snapchat gedreht:

Als Reise- und Foodjournalist und -blogger haben wir ein hartes Leben. Ich bezeichne mich nicht umsonst als „Genussjournalisten“, denn alles, worüber wir schreiben, hat ja in erster Linie mit Genuss zu tun. Von unseren Schwerpunkten Kulinarisch Reisen, Outdoor Reisen, Wellness Reisen und Familienreisen ist insbesondere der Punkt Kulinarisch Reisen stark im Verdacht zu einer gewissen Gewichtszunahme geführt zu haben. Allerdings steht ebenso das gute Münchner Weissbier im Verdacht. Und wir werden ja nicht jünger. Früher hatte ich eine perfekte Verdauung, konnte essen was ich wollte und nahm nicht zu. Mit etwa 30 Jahren änderte sich das etwas. Und mit über 40 Jahren änderte sich das nochmals. Nicht zum besseren. Denn jetzt muss ich doch deutlich mehr auf meinen Körper achten, um nicht einen fetten, runden Bauch zu bekommen – bei einem sonst relativ schlanken Körper. Es musste also etwas geschehen.

(mehr…)

Delikatessen in München: Eilles: Die Verwandlung vom Traditionshaus zum Flagship Store

Eilles Flagshipstore Opening Muenchen Sep_2015_006
Eilles Flagshipstore Opening Muenchen  Sep_2015_034Aus der Tradition in die Moderne. Ein Quantensprung für das Eilles Spezialitätengeschäft in München. Tempus fugit. Das 1873 von Joseph Eilles eröffnete Geschäft war zu klein geworden – der Umzug in die größeren Räume des ehemaligen Schuhgeschäftes von Ed. Meier nötig. Zurückgelassen werden in dem alten Traditionsgeschäft die handbemalten Delfter Kacheln. Albert Darboven, Inhaber von J.J. Darboven und der Marke Eilles eröffnete den neuen „Flagship-Store“.

Warum muss immer alles einen englischen Begriff aufgestülpt bekommen? Ja, das bisherige Stammhaus von Eilles war zu klein geworden. Und der Sitz des Unternehmens Eilles ist mittlerweile eh in Nürnberg, die Konzernzentrale bei Darboven in Hamburg. Warum also noch an dem alten festhalten. Aus dem früheren Kolonialwarengeschäft ist mittlerweile eine große Feinkost- und Delikatessenmarke geworden.

Eilles Flagshipstore Opening Muenchen  Sep_2015_070
Das neue Spezialitätenhaus in der Münchner Residenzstrasse ist entsprechend repräsentativ und großzügig gestaltet, dass alle Produkte des Unternehmens bestmöglich präsentiert werden können. Der Laden ist eine gelungene Symbiose aus altem Kolonialwarenladen, Feinkosthändler und Souvenirgeschäft. Und der ehem. königlich bayerische Hoflieferant hat seinen Eingang genau gegenüber der Residenz der bayerischen Könige. Standesgemäß. Aber ob Ludwig II. das Wort „Flagship-Store“ zugelassen hätte? (mehr…)

Kukimi: Gesundes Convenience-Essen fürs Büro und daheim

Kukimi 2015 005
Convenience-Food und gesund – geht das überhaupt? Jeder kennt die vielen Möglichkeiten, sich ein schnelles Essen zu bestellen. Sei es mittags ins Büro oder abends nach Hause. Das berühmte Pizza-Taxi, der Asiate um die Ecke, all‘ die aktuellen, coolen, stylishen Anbieter, egal ob sie jetzt Lieferando, Lieferheld, Deliveroo, Foodora, Joeys, CallaPizza oder sonstwie heissen. Das Prinzip ist das gleiche: Das Essen wird woanders gekocht und hoffentlich noch warm angeliefert. Doch gesunder Genuss sieht oft anders aus. Die Gründer von Kukimi haben es sich vor bald zwei Jahren zum Ziel gesetzt, diesen Zustand zu verändern. Köstliche Mahlzeiten sollen auch gesund und leicht sein. Außerdem nach Bedarf auch für eine Diät taugen oder gar vegan sein. Ein hoher Anspruch. Wir trafen Laurent Kaestli, einen der Gründer und testeten etwas vom Tütenfutter.

Tütenfutter? Ja genau, auch wenn das etwas respektlos klingt, nichts anderes macht Kukimi: Das Essen wird bereits soweit fertig gestellt, dass es nur noch im Wasserbad erwärmt werden muss. Das ist bequem, sauber, einfach und lässt sich in jedem Büro und jeder noch so kleinen Bude umsetzen. Es ist sogar eine Möglichkeit für die Gäste in Longstay- oder Serviced Apartments oder auch AirBnB-Gäste, sich etwas in das angemietete Zimmer liefern zu lassen, ohne die Küche nutzen zu müssen. Doch schmeckt das auch? Entspricht es unseren aktuellen Ernährungsgewohnheiten? Passt es in die Zeit, in der alles leicht, lecker, locker, dabei noch zu einem Diät-Programm passen soll oder gar vegan sein muss? Was ist bei Kukimi als Essen-Lieferdienst anders als bei Eismann, Bofrost oder DuDarfst?

Kukimi-Gründer Laurent Kaestli stand uns im Interview Rede und Antwort:

 Mit Sous-vide und ausgefeilten Rezepten sucht sich Kukimi seine Nische

Kukimi_2015_008
Wir machten die Probe aufs Exempel bei einem Pressetermin. Der harte Test auf die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Was ist in diesen Tüten drin? Wie kommt es auf den Teller? Wie groß sind die Portionen? Das Auge ißt mit – wie sieht das Essen in Wirklichkeit aus? So ein Pressetermin ist für ein Unternehmen, dass seine Produkte direkt testen lässt oft ziemlich kritisch. Schließlich sitzt da eine Runde von lauter lästerlustigen Journalisten und Foodbloggern zusammen, die sich gegebenenfalls in ihrem kritischen Urteil noch bestärken. Der Fairness halber betonen wir, dass das Essen auf dem Foto rechts genau eine halbe Portion ist. Wir haben uns an besagtem Testtag durch ein paar Gerichte durchprobiert, daher haben wir von allem nur etwas gekostet. Sonst wäre es ja des Guten wahrlich zuviel gewesen. So also sehen die Medaillons von der Pute an Tomaten-Basilikumsauce mit Zucchini-Bohnengemüse aus. Und ja, es schmeckt gut, auch wenn die Würzung gern intensiver sein dürfte. (mehr…)

Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck - my Christmas duck according to @chefnormanmusa #weihnachten #christmas2015 #malaysian #foodporn #igersmuc #igersfood @klbigkitchenfestival2015
Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

BigKitchen_Kuala_Lumpur_13_chef_Norman_Musa_Mai_2015_031

Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

ITB_Berlin_2015_5_VisitKL_Norman_Musa_025

Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

ITB_Berlin_2015_5_VisitKL_Norman_Musa_027
Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

(mehr…)

10 typische Ernährungsfehler: Was machen wir beim Kochen und Essen falsch?

Achtung! Absolute Suchtgefahr! Marzipankuchen mit Marzipanfüllung. Im Marzipanmuseum zu Keszthely. Extrem genial lecker!  #Heviz  #Ungarn  #Plattensee  #Balaton   #EuropaFit  #HotelEuropaFit   #UngarnTourismus  #VisitHungary #SunnyCars  #Hertz #Familienur
Ich esse, was mir schmeckt. Und das ist auch gut so. Doch essen wir immer alles, was gut für unseren Körper ist? Werden wir zu dick? Oder erliegen wir einem Schlankheitswahn? Was braucht unser Körper? Wenn wir jung sind, denken wir nur ans Ausgehen, ans Feiern, an den Spaß. Später auch an die Familie und die Arbeit. Doch irgendwann denken wir auch an das Essen. Spätestens, wenn wir alleine leben und uns selbst versorgen müssen. Doch kochen und essen wir dann immer das Richtige. Wir haben uns überlegt, welche typischen Fehler junge Erwachsene bei ihrer Ernährung begehen. Wo vernachlässigen wir unseren Körper? Was können wir uns selbst gutes tun? Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin zeigt Euch die 10 beliebtesten Fehler, die wir beim Kochen und Essen machen – und wie wir sie vermeiden.

Delicious street food in #Chinatown. Want some fruits? How about a Som Tam? #streetfood
Wir haben unsere Top Ten mal ganz unspektakulär und unwissenschaftlich nach eigener Methodik und eigenen Präferenzen geordnet. Wir sind gespannt, wie Ihr das seht. Wie sind Eure Erfahrungen? Wie habt Ihr damals im Studentenwohnheim, in der Azubi-Bude, in der ersten eigenen Wohnung, mit der ersten Beziehung gekocht und gegessen? Was habt Ihr eingekauft? Tütensuppen und Pizza-Taxi? Der Imbiss um die Ecke? Oder habt Ihr die Tupperdosen von Muttern am Wochenende bekommen und unter der Woche leer gefuttert? Oder habt Ihr in der Firmenkantine soviel gegessen, dass Ihr abends nur noch eine Kleinigkeit vor der Glotze genascht habt? Folgende zehn Ernährungsfehler haben wir für Euch aufgeschlüsselt:

Oysters - how could a day be better? #LoveCroatia #VisitCroatia #Croatia #dalmatia #Dubrovnik #Mljet #ston #MaliSton #Salzseen #Familienurlaub #wine #wein #travel #travelblog #travelingram #travelphotography #instapassport #travelgram #mytravelgram #trave

  • Getreide
  • Eisen
  • Herz
  • Ballaststoffe
  • Kalorien
  • „Freie“ Mode-Trends
  • Zu wenig Zeit
  • Vitamin D
  • Getränke
  • Google

(mehr…)

Spargel liebt Silvaner: Ein kulinarisches Traumpaar

AlterHof_Muenchen_Eroeffnung_Okt_2013_002
Veronika, der Lenz ist da – und dieser bringt uns nicht nur zartes, frisches Frühlingsgrün und weiße Blütenpracht, sondern auch das mit ebensolchen Farben ausgestattete, heiß begehrte königliche Gemüse – den Spargel! Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin probierte Andrea Gerum die aktuellen Trends. Mitte April war es endlich wieder soweit: Die Schrobenhausener Spargelbauern eröffneten am Münchner Viktualienmarkt mit einem symbolischen Spargelstechen offiziell die Spargelsaison 2015. Die wichtigsten bayerischen Anbaugebiete der delikaten Stangen befinden sich in Franken, die Regionen um Schrobenhausen sowie Abensberg in Niederbayern. Was liegt da näher, als Wein aus heimatlichen Gefilden zur passenden Spargelbegleitung zu wählen.

Seit dem 28. April heißt es deshalb für viele Münchner Wirte und Weinhändler wieder: „Spargel liebt Silvaner“. Gäste und Kunden dürfen sich vier Genießerwochen lang auf kreative Spargelgerichte, feine Weine und spannende Sonderverkostungen freuen. Die Aktion endet am 28. Mai 2015. Allein am Viktualienmarkt sind an vier Terminen fränkische Winzer zu Gast und laden, zusammen mit Käsespezialistin Susanne Hofmann vom Tölzer Kasladen, Besucher ein, die Kombination aus Spargel, Käse und Silvaner auszuprobieren. (mehr…)

Ca’Rainene: Das exklusive Olivenöl vom Gardasee

Gardasee_Fish_Chef_4_CaRainene_Jan_2015_001
Wie macht man ein kleines Vermögen? Indem man ein großes investiert. Der Satz ist nicht neu. Insbesondere in Hotellerie und Gastronomie hören wir ihn fast permanent. Nun haben wir noch ein Beispiel kennengelernt: Olivenöl. Dies scheint wohl eine der teuersten und zeitaufwändigsten Investitionen zu sein, die wir bisher kennen. Wer nicht vorher schon Geld hat sowie ein weiteres Einkommen, der braucht damit nicht erst anzufangen. Bei unserem Besuch am Gardasee lernen wir Ca’Rainene kennen. Eines der wohl exklusivsten Olivenöle, das insbesondere in der Sternegastronomie sehr gern benutzt wird. Der Inhaber Paolo Bonomelli steht uns bei einer Verkostung Rede und Antwort.

Vielleicht ist es gerade dieser Ausblick über den Gardasee, der – zumal bei schönem Wetter – die Einwohner zu Höchstleistungen treibt. Vielleicht ist es auch der Reichtum der Natur, der einen dazu treibt, das Beste aus den Früchten herausholen zu wollen. Vielleicht ist es auch die Langeweile der reichen Erben, die gern irgendetwas machen wollen, etwas anderes als die Vorfahren – und dabei gern einiges investieren. Doch wer es richtig anpackt, so wie Paolo Bonomelli, der holt einige Jahre später ein schönes Vermögen wieder rein. Mit Olivenöl der Extraklasse, das viele Auszeichnungen gewinnt, wie uns Wände und Regale im Verkostungsraum eindrucksvoll zeigen. Bei unserem Besuch zur Fish & Chef Woche an Italiens wohl bekanntestem See erfahren wir mehr über den Gründer und sein exzellentes Olivenöl (mehr…)

Wein und Essen kombinieren: Wie passen deutsche Weine zu asiatischen Köstlichkeiten?

DWI_Asia_Cooking_German_Wine_Nov_2014_001Stilistik, Aromakunde und neue Typisierung: Das sind die wichtigsten Eckpunkte für eine neue Herangehensweise an die systematische Einteilung deutscher Weine in Geschmackskategorien. Zumindest wenn es nach der renommierten Sommelière Christina Fischer geht. Zusammen mit der Sterneköchin Young Sun Sarah Henkel entwickelte sie eine Art Kochbuch mit Weintipps oder besser einen Weinberater zu asiatischen Spezialitäten oder auch einfach nur eine Broschüre mit köstlichen Kombinationen, Anregungen für deutsche Weine mit asiatischem Essen. Das Ziel dieses Heftchens ist es, in Asien deutsche Weine besser zu vermarkten – und in Deutschland in asiatischen Restaurants auch deutsche Weine auf den Tisch zu bringen. Im Auftrag des Deutschen Wein Institutes entwickelten die beiden eine Seminarreihe für Asien – die sie jetzt auch auf dem deutschen Markt anbieten. Gerade für Freunde des Food & Wine-Pairing, also der Kombinatorik von Gerichten und Weinen, ist dieses Brevier eine wunderbare Anregung. „Asiatische Küche trifft Riesling & Co.“ war kürzlich der Anlass für einen Workshop, an dem auch wir teilnahmen.

Als sehr interessanten und gut gemachten Einstieg in die Materie hilft dies Video vom Deutschen Wein-Institut – doch ist es im besten Sinne nur ein Teaser, ein Appetithäppchen, ein Magndratzerl, es fehlt etwas Fleisch:

DWI_Asia_Cooking_German_Wine_Nov_2014_047
Deutsche Weine gelten als ideale Begleiter zu den verschiedenen asiatischen Küchenstilen. Praktische Tipps für die Harmonie der vielfältigen Zutaten mit unseren deutschen Weinen soll uns nun also diese Broschüre geben. Auf 46 Seiten laden 16 Rezepte aus der chinesischen, japanischen, vietnamesischen, thailändischen und indischen Küche mit passenden Weinempfehlungen zum Nachkochen und Verkosten ein. Sie reichen von Schweinefleisch süß-sauer über Tandoori oder Vietnamesische Sommerrollen bis hin zu Yakitori-Spießen und verschiedenen Sushi-Varianten. Die Sommelière Christina Fischer un die Sterneköchin Young Sun Sarah Henke machten sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise durch die Küchen asiatischer Restaurants in Deutschland und London. Auf dieser Basis entwickelten sie ein leicht verständliches System zur Kombination von deutschen Weinen mit den unterschiedlichen asiatischen Küchenstilen. Während des Workshops haben wir folgende spannende Kombinationen getestet: (mehr…)

Angesagter Trend Wintergrillen: Wir kombinieren Entenbrust mit zitroniger Honigglasur und 2011 Diedri Dorigati

Kochbuch_Weber_Wintergrillen_Entenbrust_Jan_2015_009Erinnerungen ans Studentenwohnheim: Angrillen im Winter. Auf der Terrasse des Hauses bei Wind, Kälte und Schnee. Das ist schon einige Zeit her. Mittlerweile ist das Angrillen im Winter oder kurz das Wintergrillen ein Trend geworden. Entsprechend reagieren auch die Grillhersteller. Doch nicht nur die Grillgeräte an sich sind mittlerweile winterfest geworden. Der für seine exzellenten Kochbücher beliebte Verlag Gräfe und Unzer hat jetzt das Buch „Weber’s Wintergrillen – Die besten Rezepte“ von Jamie Purviance herausgebracht. Warum sich der Verlag nicht gegen den Deppenapostroph im Titel gewehrt hat, ist mir unerklärlich. Aber wer zahlt schafft an und wahrscheinlich finden ein paar Typen in der Marketingabteilung des Grillherstellers die falsche US-Grammatik cool. Egal. Wir widmen uns dem Buch und grillen für Euch eine Entenbrust mit zitroniger Honigglasur. Als korrespondierenden Rotwein gönnen wir uns einen 2011er Diedri vom Weingut Dorigati aus dem Trentino.

Kochbuch_Weber_Wintergrillen_Entenbrust_Jan_2015_007 Während der US-amerikanische Grill-Guru in einem Interview mit der FAZ im März 2012 mit dem Begriff „Wintergrillen“ noch nichts anfangen konnte, bringt er zwei Jahre später ein Buch unter diesem Namen heraus. Liegt das Urheberrecht jetzt bei der FAZ? Das Interview ist jedenfalls sehr lesenswert, wir erfahren viel über die Philosophie von Jamie Purviance sowie über die us-amerikanischen Grill-Trends. Eine steile These von ihm: die Männer grillen lieber während die Frauen kochen, weil man für das Grillen keine Koch-Erfahrung haben muss. Die Männer legen also einfach los – und machen ihre eigenen Erfahrungen am Grill. Dass allerdings doch einiges an Erfahrung sowie Zeit und Technik gebraucht wird, sagt er vorher sehr deutlich. Purviance gibt auch ein paar sehr gute Tipps zum Wintergrillen. So empfiehlt er möglichst nur Sachen zu grillen, die sehr schnell gehen, man also nicht allzugange neben dem Grill stehen muss. Oder aber Dinge zu grillen, die sehr langsam sehr lange brauchen, man also wieder ins Haus gehen kann. Außerdem braucht der Grill deutlich mehr Temperatur als im Sommer, gleichzeitig braucht das Grillgut aber mehr Zeit. Nach einigen sehr guten Tipps mehr folgen schliesslich viele Rezepte. Dabei ist das Buch geordnet nach den Kapiteln:

  • Gut aufgelegt
  • Suppen & Eintöpfe
  • Festtagsgerichte
  • Hauptsache Gemüse
  • Beilagen & Saucen
  • Süsses & Getränke

Es kommen also auch Vegetarier und Dessertfreunde auf ihre Kosten und zum Grillvergnügen. Die – laut eigener Aussage vom GU-Verlag – Grill-Bibel ist also ein Rundum-Buch mit sehr praktischen Tipps. Wer mehr zu Jamie Purviance erfahren will, wie er zum Grill-Guru wurde und wie es dazu kam, dass ihn der Grillhersteller Weber so unterstützt, dass seine Bücher alle unter „Weber’s“ laufen und sein Name nur ganz klein erwähnt wird, dem empfehle ich diesen Artikel im Manager-Magazin.

Wir haben uns die Entenbrust mit zitroniger Honigglasur erwählt, zum einen, da wir Ente lieben, zum anderen auch, weil wir aus der Weihnachtszeit noch richtig schöne Entenbrüste im Tiefkühlfach hatten. (mehr…)

Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Fränkische Spezialitätenküche leicht gemacht

Karpfen Kraeuter Kren Kirschen Cover Ein fränkisches KochbuchGebacken, im Bierteig oder blau – der Karpfen ist der liebste Fisch der Franken, eines der kulinarischen Aushängeschilder der Region. Gemeinsam mit Kräutern, Kren und Kirschen steht er seit jeher für die Unverwechselbarkeit der fränkischen Küche. Die erfahrensten Kreisbäuerinnen aus dem Karpfenland haben nunmehr klassische und kreative Rezepte rund um die köstlichen fränkischen Zutaten gesammelt und verführerische Menüs arrangiert. Wir entschieden uns zum Nachkochen für einen Klassiker, eine süße Verführung, die uns an so manche Kindheitstage erinnerte: den Kirschmichel.

Kochbuch_Fraenkische_Kueche_Kirschauflauf_001
Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Diese vier Komponenten bilden nicht nur eine geschmackvolle Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern vor allem exquisite Rezeptkombinationen. Traditionelle und außergewöhnliche Rezepte finden sich in diesem Kochbuch, verbunden mit informativen Essays zu den vier Hauptzutaten. Das Buch ist übersichtlich, leicht verständlich und bringt die fränkische Spezialitätenküche auf köstliche Art und Weise näher. Wir wählten deshalb den Kirschmichel, weil wir an dem Tag Lust auf ein Dessert verspürten.

(mehr…)

Höhepunkte Sowjetischer Kochkunst: Asiatischer Palow aus einem autobiographischen Kochbuch

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_002Puren Widerspruch in sich trägt der Titel: Höhepunkte und Sowjetisch? Sowjetisch und Kochkunst? Das ist schon sehr seltsam. Die Sowjetunion verbinden wir mit vielem, nur nicht Kochkunst. Wir verbinden sie mit viel negativem und bestimmt nicht lukullischen Leckerbissen. Früher, ja früher widmeten Tschechow, Puschkin, Tolstoi und Gogol einige ihrer fesselndsten Passagen dem Essen. Kulinarische Schwärmereien über die Gerichte der Zarenzeit, so verrät es uns Anya von Bremzen in ihrem autobiographischen Kochbuchroman, liess dem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch dieses Russland ging mit der bolschewistischen Revolution 1917 unter und ward nicht mehr gesehen. Die Sowjetzeit, die Zeit hinter dem Eisernen Vorhang verbindet jeder mit Mangel an allem. Wie kann da also eine Kochkunst entstehen?

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_005
Sicherlich hat in der Sowjetunion fast jeder gekocht, fast jeder hat etwas zu essen gehabt. Aber was kann es da für Höhepunkte geben? Die russischstämmige New Yorkerin Anya von Bremzen kocht sich gemeinsam mit ihrer Mutter zurück in ihre Moskauer Kindheit. Dabei geht die amerikanische Kochbuchautorin nicht nur in ihre Kindheit sondern sogar in die ihrer Großeltern zurück und erzählt und verkocht jedes Jahrzehnt für sich.

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_001Das Buch orientiert sich an der Geschichte der Familie ihrer Mutter Larissa, beginnt mit jüdischen Rezepten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Hafenstadt Odessa. Wir erleben Leningrad, Moskau, die Zeit der Familie im Krieg in Lenins Geburtsort Uljanowsk, wir reisen über Aserbaidschan schlussendlich wieder nach Moskau, wo das Mädchen Anya Anfang der 1960er Jahre geboren wird. Und so geht es weiter, die Geschichte der Familie und die Geschichte der Sowjetunion sind eng miteinander verwoben. Sozusagen ein Parforce-Ritt durch die russische Geschichte vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart bei dem die Entwicklung der russischen Küche als Leitfaden dient. Dabei ist die Familiengeschichte wahrlich spannend, denn eigentlich sind von der Großmutter über die Mutter bis zur Tochter hier vor allem die Frauen der Familie die Heroen. Es ist also auch ein Buch über starke Frauen, ein Frauenbuch, ein Frauenroman. So stehen am Ende zehn Kapitel für die zehn Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Und am Ende gibt es zehn Rezepte, für jedes Jahrzehnt eins. Eine spannende, interessante und köstliche Autobiographie. Das wohl opulenteste, spektakulärste, exotischste und anspruchsvollste Rezept ist sicherlich die Kulebjaka, eine Terrine aus der Zarenzeit, gefüllt mit zweierlei Fisch und Waldpilzen. Im vorderen Buchteil kochen Mutter und Tochter ein wahres Festmahl, im Rezept hinten empfiehlt Anya von Bremzen dann eine deutlich leichtere Variante. Wir konnten es natürlich nicht lassen und versuchten anschliessend das Gericht, das für die 1990er Jahre stehen soll, nachzukochen: Palow – Mittelasiatischer Pilaw mit Reis, Lamm und Karotten.

(mehr…)

Leckere Landküche: Entenbrust mit Rosmarin-Honig

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_020
Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_015
Ente gut, alles gut. Ok, Kalauer. Aber immer wieder lecker. Die Ente, nicht der Kalauer. Dass ich ein Liebhaber der Ente bin, habe ich ja hier kürzlich erst geschrieben. Diesmal gab es nicht gleich eine ganze Ente. Allerdings eine richtig schöne große Entenbrust. Und da noch etwas Entensauce mit Rosinen und Apfelstückchen in der Tiefkühle lag, habe ich ein Rezept von Simon Tress aus seinem Buch „Landküche“ mit meiner Sauce ergänzt. Extrem lecker! Diese Sauce kann süchtig machen! Doch bei diesem Rezept habe ich ein paar Tipps, die der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten leider nicht gibt. Diese Tipps helfen Euch, dass Euer Ofen deutlich sauberer bleibt…

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_006Wie schon bei meiner Rezension vom ersten Buch von Simon Tress, so sind mir auch diesmal ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich bei Kochrezepten optimieren würde. Manchmal würde ein unbeteiligter Verlagsmitarbeiter, der die Rezepte selbst kocht, einem Kochbuch gut tun. Das reine, klassische Rezept aufzuschreiben hält zwar das Buch schön schlank. Es produziert keine langen Rezepte. Doch freut sich der Koch, die Köchin daheim am Herd schon, wenn ein paar handwerkliche Tipps kommen, die auch dazu beitragen, dass man nicht nach der Fressorgie eine Putzorgie vor sich hat. Außerdem finde ich dies Originalrezept doch etwas zu fetthaltig – doch dazu am Ende etwas mehr. Zuerst also das originale Rezept meiner mit Rosmarin-Honig gebratenen Entenbrust.

(mehr…)

Kalte Tomatensuppe: Die noch schnellere Gazpacho von Simon Tress

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_009Erfrischend, leicht, gesund: Eine deutsche Gazpacho. Jedenfalls nach der Interpretation von Simon Tress in seinem Kochbuch „Landküche“. Der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten verzichtet auf ein paar typische Zutaten der andalusischen Suppe und zeigt uns, wie wir in weniger als einer halben Stunde eine erfrischende Tomatensuppe auf den Tisch gezaubert haben, die gerade in heißen Sommertagen sehr gut tut. Oder auch mit wenigen Handgriffen Gemüse zu einem wohlschmeckenden Gericht zusammenbringt, die sonst im Kühlschrank vergammelt wären.

Biodyssey_1_BioHotel_Rose_2011_011
„Wanderer, kehr ein zur Rast / wenn Du recht Durst und Hunger hast. / Wir Wirtsleut sind bei Tag und Nacht / stets auf Dein leiblich Wohl bedacht. / Der Speisen viel, auch Wein und Bier, / sogar ein Bett bekommst Du hier.“ So steht es nicht ohne Grund an der Hauswand des Bio-Hotel Rose in Ehestetten. Die Familie hat nicht nur Ahnung vom Stillen von Hunger und Durst. Die Qualität des Hauses ist schon besonders gut. Noch als gesundes, regionales Bio-Essen als Spinnerei verspottet wurde, hat die Familie auf diese Richtung gesetzt. Mit grossem Erfolg, denn mittlerweile gehört der Mutter und den drei Söhnen ein kleines Gastro-Imperium auf der Schwäbischen Alb. Erfrischen wir uns also an der Kalten Tomatensuppe, die als Vorspeise oder auch als schnelles Mittagessen eine besonders gute Figur macht. (mehr…)

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_003
Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_001
Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress „Landküche“ aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

Biodyssey_1_BioHotel_Rose_2011_009
Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: „Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress“. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_002
Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr…)

Holger Stromberg: Der iss(t) einfach gut: Reispfanne mit Hackfleisch und Koriander

Kochbuch_Holger_Stromberg_Basmatireispfanne_002
Erst die Basics, dann das Kochvergnügen! Das ist das Motto des aktuellen Buchs des Kochs der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Vor dem Vergnügen, vor dem Kochen und Essen stellt Holger Stromberg das nahezu gesamte, komplexe Wissen über unsere Ernährung, über unsere Lebensmittel, unseren Körper und die Wechselwirkungen. Und am Ende so mancher Kapitel gibt es ein paar kleine, sehr leicht und schnell zuzubereitende Rezepte. Das Buch wendet sich besonders an Kochneulinge sowie jene, die gerade eine Küche neu einrichten möchten wie auch an jene, die gerne mehr über Ernährung erfahren möchten. Wir haben uns aus den Rezepten die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander ausgesucht und für Euch nachgekocht.

Der Titel beinhaltet gleich zwei Ausrichtungen des Buches: Zum einen das einfache Essen. Einfach zubereiten: also mit wenigen Handgriffen in kurzer Zeit. Für Leute, die nicht lange in der Küche stehen wollen, für Leute, die nicht kochen können oder wollen, es aber müssen. Für Leute, die noch nicht viel über Lebensmittel wissen, die keine Rezepte „daheim“ gelernt haben und jetzt in in ihrer eigenen Bude allein vor Herd und Kühlschrank stehen. Auf der anderen Seite: das gute Essen. Gesund, nachhaltig, köstlich, lecker, gut verdaulich, gut verträglich. Kurzum: mit Genuss. Für viele ist genau das die größte Herausforderung, an der sie scheitern. Einfach wird leider mit Fast Food gleichgesetzt, mit gut wird das teure Nobelrestaurant, der Gourmet-Tempel identifiziert. Doch der Fußball-Weltmeister-Koch zeigt uns, dass es auch anders geht. Nämlich kombiniert, eben einfach und gut. Doch damit wir wissen, was einfach und was gut ist, müssen wir einiges über unser Essen lernen. So ist das Buch eben nicht zuerst ein Kochbuch sondern vor allem ein Ernährungsberater. Zum durchlesen, zum nachlesen, zum hin- und herblättern, zum nochmal reinschauen und zum Rezepte nachkochen. Und vor allem zum Lernen. Doch damit wir bei diesem Artikel nicht verhungern, kommt jetzt das Rezept: die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander. (mehr…)

Die letzte Praline: Schaurig-schöne Schokoladenmorde in Brügge

Carsten Sebastian Henn - Die letzte Praline Buchcover
Für was würdest Du eher morden? Für Schokolade, für die Liebe oder für die Ehre? Ein schokoladig-lecker-lustiger Krimi lag in den letzten Tagen auf meinem Nachttisch. Und ward in kürzester Zeit ausgelesen. Kurzweilig-unterhaltsam, doch auch belehrend-naseweis und zeitweilig allzu professoral-dozierend: dies fällt mir an Stichworten ein zu dem Krimi „Die letzte Praline“ von Carsten Sebastian Henn aus dem Pendo-Verlag. Das Buch macht nicht nur Appetit auf Schokolade – sondern auch auf eine Fahrt nach Flandern ins schöne Brügge.

„Die letzte Praline“ ist ein kulinarischer Krimi. Ein lecker-lustiger, schaurig schoko-süßer kurzweiliger Krimi. Den norddeutsch drögen Professor Adalbert Bietigheim hat es nach Brügge, die selbsternannte Hauptstadt der Schokolade verschlagen. Gleich die erste Leiche wird in bester James-Bond-Manier zwar nicht à la Goldfinger vergoldet, so doch komplett mit Schokolade überzogen. Es findet gerade die Weltmeisterschaft der Chocolatiers statt, der deutsche Professor, den ich mir mit einer Gerd Fröbe-Figur vorstelle, ist als Vorsitzender der Jury geladen – und klärt nebenbei noch eine kleine Mordserie auf. Nebenbei erfahren wir alles, was wir über Schokolade wissen wollten – oder auch nicht. Herkunft, Technik, Arten, Verfeinerungen, gesundheitliche wie auch medizinische Aspekte – so ziemlich alles. (mehr…)

German Delicacy: Der Online-Shop für deutsche Produkte in Asien

German_Delicacy_Gift_Set_with_German_and_European_Organic_Product_003
German_Delicacy_Beer_Giesinger_and_Paulaner_001
Christstollen und Giesinger Bier in Hongkong: Da geht so manchem Deutschen das Herz auf. Vor allem Münchner staunen. Denn selbst in München gibt’s das sehr beliebte Giesinger Bier nicht an jeder Ecke zu kaufen. Ein kleiner Online-Shop mit Sitz in Hongkong macht das Unmögliche möglich: Peter Kieras eröffnete im April 2014  seinen kleinen Webladen German Delicacy . Der pensionierte Lufthansa-Pilot hat sich in seinem zweiten Frühling einen Traum erfüllen wollen: ein deutsches Restaurant in China. Doch daraus wurde (bisher) nichts. Stattdessen hat er eine Marktlücke entdeckt: Deutsche Produkte in Asien, vor allem in China, per Online-Shop zu verkaufen. Ein Start-up mit Potential. Wir finden diese Idee so cool, dass wir Euch diesen Laden gern kurz vorstellen möchten.

German_Delicacy_logo
Deutsche Weihnachtsgeschenke in Asien? So mancher deutsche Expat, der irgendwo in Peking, Shanghai, Hongkong, Changchun, Macau, Singapur oder Bangkok oder in einer der anderen vielen Millionenstädte Asiens arbeitet, wünscht sich, seinen chinesischen Freunden etwas aus seiner deutschen Heimat zu schenken. Doch ist es nicht immer besonders einfach, Lebensmittel via Flugzeug einzuführen. Ein Bayer hilft. Peter Kieras stammt aus Fürstenfeldbruck und liebt nicht nur bayerische, sondern generell typisch deutsche Spezialitäten. Eigentlich wollte er mit seiner Piloten-Rente von der Lufthansa ein Restaurant in China eröffnen. Doch stellte er sehr schnell fest, dass es sehr schwierig sein kann, wenn eine westliche Langnase in China ein Unternehmen gründen möchte.

German_Delicacy_Potato_Sissi_001
Und es gibt vor Ort keine deutschen Kartoffeln. Eine Beratungsfirma riet ihm, er möge doch erstmal einen Wurstladen in Hongkong gründen. Mit dieser Basis und dem dann aufgebauten Wissen könnte er sehr schnell den chinesischen Markt mit einem deutschen Restaurant oder einer eigenen Restaurantkette erobern. Die Idee war geboren. (mehr…)

LMIV: Neue Allergeninformationen für die Gastronomie ab 13.12.2014

Rewe frei von... #3
Allergien: Krankheit, Übel, Last. Nervenaufreibend, gesundheitsgefährdend, tödlich. Eine Strafe Gottes? Ein Umweltrisiko? Eine Zivilisationskrankheit? Wer von einer Allergie betroffen ist, wird wohl zu fast jedem dieser Punkte JA sagen. Mich selbst traf es während des Studiums. Eines Tages, zum Frühlingsanfang und mitten im Klausurstress, war mein Körper über und über mit juckenden Pusteln übersät. Der Hausarzt schickte mich zum Hautarzt, dieser machte einen Allergietest und stellte fest, dass ich an einer Frühblüher-Allergie leide. Aha. Neuerdings, dachte ich mir. Bisher war ich gegen nichts allergisch. Und auf einmal gegen Pollen von Birke, Hasel und Erle. Seitdem „freue“ ich mich auf jedes Frühjahr mit leicht tränenden, geschwollenen Augen und einer dicken, triefenden Nase. Doch damit nicht genug. Ich lernte, dass es Kreuzallergien gibt. Und diese sind bei Frühblühern die Karotten und Sojasprossen. Dies erklärte mir, warum ich plötzlich bei rohen Möhren ein Jucken im Rachen verspürte. Seitdem esse ich nur noch zubereitete Karotten: also mariniert, gekocht, gebraten. Die Möhre mal eben roh in den Mund gesteckt, wie ich es als Kind geliebt habe: vorbei. Auf einen anaphylaktischen Schock habe ich keine Lust. Doch viele andere, die von zig anderen Allergien betroffen sind und wesentlich stärker als ich darunter leiden, müssen mit dieser Gefahr leben. Was essen sie? Was ist in den Lebensmitteln drin, die wir kaufen? Warum steht nicht immer alles klar gekennzeichnet auf dem Essen drauf, was an Produkten alles verarbeitet wurde. Jetzt verspricht der Gesetzgeber Besserung mit dem vorgelegten Entwurf einer Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln.

Bei vielen fertig abgepackten Produkten in den Supermärkten stehen die meisten und wichtigsten Inhaltsangaben ja mittlerweile glücklicherweise drauf. Doch schon im Restaurant wird es schwierig. Nicht immer weiss der Kellner, was alles im Essen ist. Und an fast jeder Suppe sind Zwiebeln und Lauch als Mirepoix, Wurzelgemüse oder auch Suppengrün dabei. Viele Gerichte werden noch mit etwas Zitrone oder Zitronenabrieb verfeinert, um einen Schuss Säure zu gewinnen. Ich kenne das permanente Aufpassen auf Allergie-auslösende Lebensmittel. Zumal auch eine ganz besondere Mitesserin in diesem Haushalt gleich auf soviel verschiedene Lebensmittel allergisch reagiert, dass das Kochen zu einer regelmässigen Denksportaufgabe wird. Für die gute Küche so wichtige Produkte wie Zwiebeln, Knoblauch und alle anderen Laucharten, jegliche Zitrusfrüchte, Nüsse, Kohlsorten etc. wollen umgangen sein.
Was also verspricht uns die neue Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV)? Und was müssen Gastronomen nun tun? (mehr…)

Spargel liebt Silvaner – Zwei, die zusammengehören, werden vermählt

Spargel_liebt_Silvaner_Restaurant_AlterHof_Frankenwein_2014_27
Spargel_liebt_Silvaner_Restaurant_AlterHof_Frankenwein_2014_16Kulinarischer Frühlingsbeginn. Spargelzeit. Silvanerzeit. In München kooperieren erstmals Weinhandlungen, Restaurants und Wirtshäuser unter dem Motto „Spargel liebt Silvaner“. Bis Ende Mai dürfen sich Gäste und Kunden auf interessante Sonderverkostungen und besondere Spargelmenüs freuen. Alle Spielorte der Liebesgeschichte von Spargel und Silvaner stehen auf der Webseite von Spargel liebt Silvaner.

Der Aperitif war schon ein schöner Start in den Abend im Münchner Restaurant Alter Wirt in der Residenz. Doch warum der Cremant Silvaner Sekt Brut vom Winzer Sommerach den französischen Namen Crémant und nicht Sekt trägt, das habe ich immer noch nicht verstanden. Culinarium Bavaricum hatte zusammen mit den fränkischen Winzern und Schrobenhauser Spargel eingeladen, um einen vergnüglichen und informativen Abend mit viel Spargel und noch viel mehr Silvaner zu geniessen. Die lieblichste Begleitung des Abends war allerdings die aktuelle Fränkische Weinkönigin. (mehr…)

Warum nicht mal den Osterhasen zu Ostern servieren?

I Killed The Easter Bunny: Kaninchen À La Crème Mit Backpflaumen Und Rosmarinkartoffeln @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
I killed the easter bunny! Frischer geht es kaum. Draussen aus dem bayerischen Schwabenland, von einem kleinen Hof, bei dem ich mir hin und wieder Kaninchen, Honig, Marmeladen und so manches andere leckere Gedöns hole, da habe ich mir diesen Osterhasen geschnappt. Der Osterhase hier auf dem Bild hatte seine Pflicht und Schuldigkeit für das Jahr getan. Die Eier hatte er gebracht und versteckt. Es war also Zeit, ihm das Fell über die Ohren zu ziehen. Meister Lampe sah das auch ein, zumal wir ihm die Aussicht gaben, von uns besonders lecker zubereitet zu werden. Wir entschieden uns also für Kaninchenschlegel mit Backpflaumen und Rosmarinkartoffeln.

Die Karzeit ist vorbei. Wer bisher gefastet hat, der möchte sicherlich nicht gleich mit einer Schweinshaxn loslegen. Kaninchenfleisch ist leicht und mager. Zudem enthält das Fleisch wenig Cholesterin und versorgt den Körper mit ungesättigten Fettsäuren. Es eignet sich daher besonders für die fettreduzierte Küche. Zusammen mit frischen Kräutern und Backpflaumen wollen wir dieses Karnickel also zu einem wunderbaren Ostersonntagsbraten werden lassen. (mehr…)

Nationalfahnen kochen: Lachsfilet, Estragonsauce, Blattspinat = Italien oder Irland?

Lachsfilet_Spinat_Hofstaetter_Chardonnay_Okt_2013_04
Lachsfilet_Spinat_Hofstaetter_Chardonnay_Okt_2013_05Malen nach Zahlen, Kochen nach Farben: Habt Ihr so eine Spielerei schon mal gemacht? Ich bekam die Idee durch eine Diskussion in meiner Facebook-Timeline. Da fiel mir auf, dass viele Gerichte von drei Hauptzutaten leben, von einer Farbtrilogie angeführt werden. Der beliebte Insalata Caprese, auch als To-Ba-Mo bekannt, also Tomaten-Basilikum-Mozzarella, lebt von der rot-weiss-grünen Kombination. Beim Anrichten meines Lachs mit einer Senf-Estragon-Sauce und Blattspinat dachte ich zuerst an Italien oder Irland. Welche Gerichte fallen Euch ein, die Landesfarben bzw. Nationalfahnen ergeben?

Dies Gericht passt optimal zu einem Karfreitag. Es ist nicht nur ein Fischgericht, sondern hier verzichten wir im Sinne einer Low Carb Diät auch mal auf die Kohlenhydrate als Beilage. Glaubt mir, ein ordentliches Stück Fisch und diese Kombination gibt Euch genügend Glücksgefühle, so dass Ihr keinen Reis, Kartoffeln oder gar Nudeln mehr braucht. Als Wein assistiert uns ein 2011 Chardonnay vom Weingut J. Hofstaetter aus dem Weinort Tramin in Südtirol. (mehr…)