Zwetschgen-Chutney: Der verlängerte Herbst

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Die Indische Küche bereichert unsere Gerichte. Vegan oder vegetarisch sind dabei viele Speisen. Oder manchmal sind es auch nur Zutaten. Wie etwa ein Dhal – oder ein Chutney. Ein Dhal kann auch alleine als Hauptgericht stehen. Zwetschgen-Chutney im speziellen, ein Chutney im Allgemeinen hingegen ist immer nur ein Begleiter. Jedoch ist Chutney so extrem vielseitig verwendbar, beispielsweise für Fleisch oder auch Käse, für herzhafte oder für süße Speisen. Und ein Glas mit selbstgemachtem Chutney ist auch ein schönes Mitbringsel bei Einladungen. Wir verlängern den Spätsommer und Herbst und retten uns ein paar köstliche Zwetschgen in den Winter hinein.

An einem der letzten schönen Spätsommertage habe ich auf meinem Münchner Bauernmarkt eine grosse Ladung Zwetschgen gekauft. Und dann erst überlegt, ob ich die wirklich alle einfach so aufessen möchte. Doch dann fiel mir ein Rezept ein, das ich schon immer mal ausprobieren wollte. Mein erstes selbstgemachtes Chutney. Ein köstlicher Ausflug in die Erweiterung unserer Geschmackswelten.

Was sind Zwetschgen?

In meiner Kindheit habe ich oft gedacht, dass Pflaumen und Zwetschgen das gleiche sind – nur Zwetschgen wäre ein süddeutscher Begriff. So wie Buletten, Frikadellen und Fleischpflanzerl ja auch das gleiche sind. Aber seit ich in Bayern sowohl Pflaumen und Zwetschgen auf den Märkten finde, habe ich mich etwas besser informiert. Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaumen, sie sind im Vergleich länglicher, haben ein festeres Fruchtfleisch und der Stein lässt sich leichter lösen.sie behalten ihre Form beim Kochen, so dass sie perfekt für ein dickflüssiges Chutney geeignet sind.  In Österreich schreibt man die Frucht übrigens mit k: Zwetschke. Und im Elsaß liebt man die Quetsche für köstliche Obstbrände. Wer mehr wissen möchte, der kann hier bei Wikipedia gern weiterlesen.

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Was ist ein Chutney?

Ein Chutney ist nicht einfach nur ein “eingekochtes Obst”. Chutneys können wir durchaus zu den “comfort foods” zählen, den herzhaften, würzigen, teilweise auch schärflichen Zutaten für Gerichte, die uns die regnerischen, windigen Herbsttage und auch die kalten Wintertage versüßen. Ein Chutney ist absolut einfach zu machen. Die 40 Minuten Zubereitungszeit sind hauptsächlich mit Zwetschgen entkernen schnell vorüber – und dann köchelt das Chutney munter ein. Eigentlich kann jeder ein Chutney machen, es ist absolut einfach. Wahrscheinlich haben deshalb die Engländer das Chutney aus Indien nach Europa gebracht. Es gibt der englischen Küche den nötigen Pfiff, damit so manche Gerichte geniessbar sind.

Chutneys sind fruchtig-süß bis würzig-herzhaft und nicht selten auch ein bisschen scharf.  Sie sind der letzte geschmackliche Pfiff zu so manchen Speisen. Für so ein richtig gutes Zwetschgen-Chutney schiebt man beim Grillen den stinknormalen Industrie-Ketchup gerne beiseite. Das Chutney macht sich auch ausgezeichnet zu kräftigem Käse oder kaltem Braten.

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Woher kommt Chutney?

Der Name Chutney stammt aus dem Hindi: caṭnī. In Indien wird Chutney oft als Sauce serviert. Zum Neutralisieren wird oft Reis dazu verspeist. Als Basis müssen es nicht immer Zwetschgen sein. Chutneys können auch erstellt werden aus Mango, Marillen, Tomaten, Rhabarber und vielen anderen Früchten und Fruchtmixen. Birne und Feige ist bspw eine köstliche Kombination. Holunderbeeren lassen sich Dank leichter Toxizität nicht roh verzehren, doch ihr Saft ist dafür umso gesünder und köstlicher. Vor allem das enthaltene Vitamin C und der tiefrote Farbstoff Sambucyanin helfen dem Immunsystem vorbeugend gegen Erkältungen. Wie wäre es also mal mit einem Holunder-Chutney? So wie es nicht das eine Buletten-Rezept oder Dhal-Rezept gibt, so gibt es nicht das eine Chutney-Rezept. Variatio delectat!

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Woraus besteht Chutney?

Die Fruchtbasis wird begleitet von Zwiebeln – viel roten Zwiebeln – sowie Knoblauch (das haben wir in unserem Rezept weggelassen), Ingwer, Zucker, Essig und nach Geschmack auch Chili. Den haben wir auch weggelassen. Die Schärfe im Zwetschgen-Chutney hier kommt voll aus dem Ingwer. Wer mag, kann auch Zucker hinzufügen. Wir haben den Fruchtzucker aus Zwetschgen und Äpfeln wirken lassen, aber zum karamellisieren dennoch etwas braunen Biozucker genommen.

Zum Ablöschen haben wir uns für eine Cuvée von Portwein, Reisessig und Balsamico entschieden.

Als Gewürze kommen viel trockene Gewürze hinzu, die in Asien sehr beliebt sind. Mein Tipp: Alle Gewürze im Mörser ordentlich fein stösseln oder in einem elektrischen Mixer, etwa einer Kaffee- und Gewürzmühle, fein mahlen. Oder man kann die Gewürze auch in einem Teebeutel oder Gewürzei verschlossen in den Sud geben.

Die “feuchten” Gewürze, wie etwa Ingwer, Knoblauch, Zitronengras, Limettenblätter, Lorbeerblatt und frischer Chili kommen dann in den Sud.

Als kleine Variante könnt Ihr übrigens auch Rosinen und Chili zu den Zwetschgen geben. Probiert das mal aus!

Wozu passt Chutney?

  • viele Käsesorten
  • Grillkäse
  • Ziegenkäse
  • kurz gebratenes Fleisch, wie Rindersteaks und Wild, Kaninchen, Ente
  • Leber
  • Schnitzel – als Preiselbeeren-Ersatz und statt Ketchup
  • Gänsestopfleber
  • Gebäck
  • Salat als Topping
  • Unter ein Gulasch untergerührt
  • oder ganz simpel als Brotaufstrich
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Wie mache ich Chutney haltbar?

Wenn alles fertig zu einer dickflüssigen Masse eingekocht ist, kann das Chutney am besten auf mehrere Weck-Gläser aufgeteilt werden. Das hält dann locker mehrere Monate. Wenn du sterile Gläser verwendest und dein Chutney heiß einfüllst, ist das auch kein Problem. Dann noch fest verschließen, 5-10 Minuten auf den Kopf stellen und fertig

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So ein Zwetschgen-Chutney ist dann der perfekte Begleiter für ein Wildschweinfilet mit etwas persischem Reis. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

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In 10 Schritten zum perfekten roten Dhal

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Vegan oder vegetarisch – das perfekte Dhal bereichert jede gesunde Küche. Ob als Hauptgericht oder abwechslungsreiche Beilage, ein Dhal – oder auch Dal – ist die Prise Exotik aus Indien für unsere Küche. Wir zeigen Euch, wie ihr in 10 Schritten zum perfekten Dhal kommt.

Wir haben mittlerweile mehrere Versionen ausprobiert und sind von der Vielfältigkeit dieses Gerichtes fasziniert. Ein schnelles Mittagessen, ein leichtes Abendessen – oder die perfekte Beilage zum Fleisch – Dhal ist aufgrund seiner Zutaten absolut bekömmlich. Bei keiner Reise durch Indien, Sri Lanka oder Pakistan und Umgebung darf Dhal fehlen.

Für mich ist Dhal auch die Erinnerung an eine wunderschöne und intensive Ayurveda-Kur im Devaaya Ayurvedic & Nature Cure Centre in Goa, Indien. Der dortige Ayurveda-Arzt hat mir im Konsultationsgespräch am Ende der Ayurveda-Kur mit auf den Weg gegeben, dass ich daheim zurück in Deutschland mehr Dhal essen sollte, da das für mein Vata-Pitta-Dosha gut sei.

Was ist Dhal?

Dhal – manchmal auch Dal oder Daal geschrieben – ist nichts anderes als ein würziger Linseneintopf. Der wichtigste Bestandteil eines Dhals sind Hülsenfrüchte, beispielsweise rote Linsen, Bohnen oder Kichererbsen. In der traditionellen vegetarischen Küche Indiens nehmen Hülsenfrüchte eine große Rolle ein, da sie für die pflanzliche Ernährung viele Inhaltsstoffe liefern. Das Gericht ist beinahe vegan. Tierischen Ursprungs ist nur das “Ghee”, das geklärte Butterfett. Aber stattdessen kann man ja auch nur Olivenöl nehmen. Doch Butter bzw. Butterfett bereichern den Geschmack. Regionale Unterschiede finden sich in Farbe, Konsistenz und Gewürzmischung – vergleichbar zu den Buletten in Deutschland – eines ist ihnen aber gemeinsam: Sie schmecken alle himmlisch.

Am einfachsten ist die Kombination von roten Linsen und Kokosmilch. Rote Linsen brauchen keine Einweichtest und sind innerhalb von etwa 20 Minuten genau bissfest und gleichzeitig leicht matschig. Das perfekte rote Dhal. Natürlich können auch andere Linsen dafür verwendet werden, dann muss die Kochzeit je nach Garzeit der Linsen erhöht werden und etwas mehr Flüssigkeit zum Garen verwendet werden.

Welche Gewürze kommen in Dhal?

Je nachdem, welche Hülsenfrüchte und weitere Zutaten verwendet werden, wird ein Dhal kräftig gewürzt. Üblicherweise sind Zwiebeln oder Schalotten, Knoblauch und Ingwer dabei – Zitronengras oder Curryblätter können ebenfalls hinzugefügt werden. Chili kann selbstverständlich auch rein – je nach Geschmack und Gewohnheit. Außerdem werden im Mörser oder Mixer vorher Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriandersamen, Sternanis, Kardamom, Curry, Curcuma, Fenchelsamen, Senfsamen, Zimtstange und Nelken fein zerstösselt bzw. gemahlen. Die Gewürzmischung Garam Masala kann ebenso als Grundlage für das Dhal verwendet werden. Die Gewürzmischung ist schon deshalb wichtig, damit die blähenden Eigenschaften der Hülsenfrüchte reduziert werden. Im Dhal kann auch ein Lorbeerblatt mitköcheln.

Die andere wichtige Zutat ist das Gemüse. Gerade Tomaten kommen in den meisten Dhal-Rezepten vor. Alles andere ist ein Kann, kein Muß. Es geht um den eigenen Geschmack oder auch das, was gerade im Kühlschrank ist.

Kurz vor dem Schluss bringt ein Schuß Zitronensaft etwas Frische in das Dhal. Verfeinert wird ein Dhal am besten mit frischem Koriander und/oder Petersilie. Wem das Dhal wider Erwarten doch zu scharf oder intensiv geworden sein sollte, der könnte auch einen Schlag Joghurt nehmen. Aber dann ist das Dhal nicht mehr vegan.. Und wer sein Dhal gern etwas mehr “crunchy” mag, der kann sich geröstete Cashewkerne oder Sonnenblumenkerne drüberstreuen.

Als Beilage passt zum Dhal immer Reis, aber auch das typische indische Nam-Brot, Chapati oder Roti. Hier ergeben sich viele Kombinationsmöglichkeiten.

Wie lange kocht Dhal?

Dhal sollte immer eine eher etwas cremige bis matschige Konsistenz haben. Das liegt daran, dass die Hülsenfrüchte durchgegart werden sollten. Da rote und gelbe Linsen zu den geschälten Hülsenfrüchten gehören, müssen sie nicht erst eingeweicht werden und sind in ca. 20 Minuten gar und zu einem perfekten Brei gekocht. Wer mag, könnte nochmal mit einem Zauberstab durch das Dhal durchgehen. Aber wir können davon nur abraten, das zerstört die Textur des Dhal, das ja auch noch etwas knackig-bissfeste Teile haben sollte.

Wie gesund ist Dhal?

Linsen sind nicht nur für vegetarisch und vegan lebende Menschen eine gute Eiweißquelle, sondern für jedermann vorteilhaft: Sie bieten Abwechslung zu tierischen Produkten und sind aufgrund ihres hohen Ballaststoffanteils langanhaltend sättigend sowie gut für die Verdauung. Das enthaltene Eisen ist an Blutbildung und Sauerstofftransport beteiligt und kann in Kombination mit dem im Zitronensaft enthaltenen Vitamin C besser genutzt werden.

Eine Besonderheit der Hülsenfrüchte ist, dass die enthaltenen Kohlenhydrate sehr langsam abgebaut werden. Das ist gerade für Diabetiker von Vorteil, die nur die Hälfte der Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten anrechnen müssen. Die langsam verdaulichen Kohlenhydrate und reichliche Ballaststoffe sorgen auch für eine lang anhaltende Sättigung, was beim Abnehmen helfen kann. Linsen sind reich an Eisen und Magnesium, enthalten aber kein Fett. Außerdem enthalten sie wichtige B-Vitamine. Aus diesem Grund sind Linsen gerade für das Nervensystem ein wertvolles Lebensmittel, das regelmässig auf dem Teller landen sollte.

Bei welchem Wetter ist Dhal ideal?

Indisches Dhal ist perfekt bei jedem Wetter. An heißen Sommertagen ist es grundsätzlich sinnvoll, nicht zu kalte Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Warmes Essen ist leichter verdaulich, da die Kälte dem Körper Energie entzieht. Wer besonders unter heißen Sommertagen leidet, sollte daher eher ein warmes Dhal geniessen statt mit einem Eis seine Körpertemperatur noch zu senken und den Körper noch mehr zu belasten. Im Winter wiederum wärmt das Dhal den Körper, regt den Stoffwechsel an, liefert die nötigen Ballaststoffe und Mineralien und macht auch so einfach Spaß.

Die perfekte Abwechslung in ein simples rotes Dhal, das nur eine Beilage wäre, ist die Zugabe von Früchten und Gemüse. Farblich und geschmacklich empfehlen wir Tomaten und Spinat oder Mangold.

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Ist Dhal ayurvedisch?

Alle Zutaten eines Dhal sind vegan. Die einzige Konserve – und somit nicht ayurvedische Zutat – ist Kokosmilch. Die gibt es in Europa leider nicht frisch. Wer sie einmal frisch in Südostasien gekostet hat, kennt den Unterschied. Kompromisse müssen manchmal sein. Die restlichen Zutaten für den Dhal sind perfekt haltbar. Tierischen Ursprungs ist nur „Ghee“, das ist geklärtes Butterfett. Ghee findet ihr in Bio-Läden. Günstiger ist Ghee, wenn er selbst gekocht wird.

Was bewahre ich Dhal auf?

Sollte der – bei mir bisher noch nicht eingetretene – Zufall es wollen, dass etwas übrig bleibt, dann lässt sich Dhal im Kühlschrank aufbewahren und später als Brotaufstrich verwenden oder mit einem Schuss Wasser wieder aufwärmen. Angeblich lässt sich Dhal sogar einfrieren.

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Das perfekte Dhal: So schmeckt es

So ein Dhal ist unheimlich vielfältig. Je nachdem, welche Gewürze verwendet werden, welcher Chili genommen wird und wie scharf er ist, welche Gemüse genommen werden und welche Speisen das Dhal begleiten – entsprechend anders schmeckt das Dhal. Und vor allem natürlich auch: welche Linsen genommen werden. Ein Dhal ist eine Bereicherung für den Esstisch. Als Hauptspeise steht es für sich, als Begleiter erweitert es das Gericht. In nur 10 einfachen und schnellen Schritten lässt sich in einer knappen halben Stunde ein wohlschmeckendes, veganes Essen zaubern.

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Die Weinempfehlung zum Dhal

Als Wein verlangt das Dhal auf jeden Fall nach einem kräftigen, knackigen Weißwein. Die Schärfe des Chili, die Würze der Zutaten, die Säure von Tomaten und Zitrone – das verlangt nach einem Weißwein mit Charakter.

Wir entschieden uns für den 2019er Hermes Diactoros II vom Weingut Omina Romana. Kreativität und Spontaneität geben diesem Wein den Namen „Hermes“, der griechische Götterbote. Die frische, aromatische und leichte Cuvée spiegelt den Reichtum und die mineralische Vielfalt der vulkanischen Böden seiner Heimat wider. Hermes Diactoros II lässt intensive Geschmackserlebnisse schon beim ersten Probieren entdecken.

Die Trauben der einzelnen Rebsorten werden jeweils im optimalen Reifezustand getrennt geerntet, im Anschluss daran selektiert und entrappt. Nach einer Kaltmazeration von etwa 48 Stunden werden die Trauben leicht gepresst und der so gewonnene Most in Edelstahltanks sortenrein vergoren. Sobald die alkoholische Gärung abgeschlossen ist, wird der Wein in Stahltanks für etwa drei Monate auf der Feinhefe sortenrein belassen. Erst nach dem Abschluss der Vinifikation der einzelnen Sorten werden die Weine assembliert und abgefüllt. 

Das Weingut Ômina Romana wurde 2007 von der Familie Börner in der Gegend von Velletri, 40 km südöstlich von Rom, inmitten der vulkanischen und grünen Hügeln der Castelli Romani gegründet. Die Familie realisiert die Vision, mit Präzision und Wissen an die über 2500-jährige Geschichte des Weinbaus mit höchster Qualität anzuschließen. Nach dem Ersten Weltkrieg ist diese Tradition in Vergessenheit geraten. Das Ergebnis sind heute wieder Spitzenweine auf der Grundlage von Erfahrung und Wissenschaft, Einsatz und Leidenschaft, gepaart mit Liebe zur Natur. Die Familie fühlt sich der antiken Tradition des „Vinum Velletrum“ verpflichtet.

Welttag der Tapas: Spanien inszeniert weltweit sein Nationalgericht als Kulturgut

Gilda - Welttag der Tapas

Am 16. Juni wird bereits zum zweiten Mal weltweit der Welttag der Tapa gefeiert. Im Jahr 2016 liegt der Termin auf Wunsch der Organisatoren Turespaña und Tasting Spain in Spanien und allen anderen teilnehmenden Ländern erstmals auf demselben Datum: Morgen! Zum Welttag der Tapa werden in 29 Ländern und über 70 Städten verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert, um das Konzept Tapa bekannt zu machen. Denn Tapas stehen für die spanische Art des Genießens, Feierns und Zusammenlebens.

Tapas und Afterwork-Party in der Kunsthalle München
In München wird es verschiedene Aktionen zum Welttag der Tapa geben. Bereits heute, am 15. Juni 2016, steht das Afterwork-Treffen in der Kunsthalle München ganz im Zeichen der spanischen Tapas-Tradition: Wer an diesem Abend die Ausstellung „Sorolla – Spaniens Meister des Lichts“ besucht, bekommt im Anschluss eine spezielle Tapa gratis angeboten. Zusätzlich gibt es frisch geschnittenen Serrano-Schinken vom Consorcio del Jamón Serrano Español sowie Cocktails der Marke Licor 43. (mehr …)

Miesmuscheln in Roquefort-Weissweinsauce mit tollen Weissweinen von Johner Estate und Kiefer

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Muscheln in Käsesauce? Ja, richtig! Schmeckt sagenhaft gut! Während in diversen italienischen (und sicher auch anderen) Restaurants Miesmuscheln immer nur mit Tomatensauce oder einer Weißwein-Gemüse-Sauce serviert werden, sind unsere französischen Nachbarn etwas kreativer. Ich habe dies Gericht zum allerersten Mal bei einem Studenten-Austausch 1997 in Orléans gegessen. Die französischen Freunde schwärmten uns deutschen Studenten vor von den “Moules frîtes”. Fritierte Muscheln, verstand ich zuerst. Irrtum: Muscheln mit Pommes. Und die Stäbchenkartoffeln “à volonté”, also Nachschlag bis zum Abwinken. Auf der Speisekarte des Restaurants waren noch andere Saucen wie etwa Currysauce. Doch ich bin seitdem ein Fan der Roquefortsauce. Und die habe ich für Euch nachgekocht, dazu gab es zwei komplett verschiedene Weißweine, die beide hervorragend passten: ein 2010er Riesling von Johner Estate und ein 2010er “Mit den Wolken ziehen” vom Weingut Kiefer.

Ein zweiter Besuch in Orléans im Sommer 2009 führte meine Schritte in ein absolutes Szeneviertel der jungen Studentenstadt. Mehrere Straßen sind hier umgebaut zu Fußgängerzonen, Kneipen, Restaurants, Clubs, diverse Läden reihen sich dicht an dicht. Wer hier essen gehen will, sollte vorher reserviert haben. Oder früher oder reichlich später essen. Wir entschieden uns für die Spätvariante, reservierten in einem typisch französischen Restaurant einen Tisch für 21 Uhr und genossen das Nachtleben. Warum wir uns genau für dies Restaurant entschieden? Ich hatte auf der Speisekarte die Muscheln in Roquefort-Sauce gelesen. Die wollte ich unbedingt wieder essen, diesmal auch unter dem Aspekt, sie mal nachzukochen. Der Abend endete nach einem leckeren, reichhaltigen und langen Essen damit, dass wir uns mit dem Wirt anfreundeten, wir als letzte Gäste gingen und er mit uns in seinen zweiten Laden ging: eine angesagte Disco mit toller Bar. On s’est bien amusé! (mehr …)

Das Prinzip Kochen: Osso Buco mit 2017 Mas Andes Reserva

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Es ist Zeit, italienische Klassiker neu zu entdecken. Risotto haben wir hier nun wirklich oft genug in verschiedensten Variationen präsentiert. Doch das ist meistens nur eine Vorspeise oder Beilage. Es wird Zeit für echte Hauptgerichte. Wie etwa das klassische Osso Buco. Das traditionelle Osso Buco alla Milanese wird eigentlich in 1,5 bis 2 Stunden Fleisch im Ofen gegart. Doch Matthias F. Mangold bringt mich in seinem Buch Das Prinzip Kochen auf die Idee, das Osso Buco nach dem Niedrigtemperaturprinzip für 5 Stunden im Ofen zu vergessen. Als Beilage passt dazu übrigens ein Risotto.

Osso buco – oder auch Ossobuco – ist ein traditionelles Schmorgericht der italienischen bzw. speziell der Mailänder Küche, weswegen es manchmal den Zusatz alla Milanese trägt. Osso buco heißt wörtlich “Knochen mit Loch”, nach dem Hohlknochen, der die im Gericht verwendete Kalbshachse durchzieht. Das Rezept hat mir so gut gefallen, dass ich es kürzlich noch einmal kochte – und die Bilder hier hinzufüge.

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Osso buco: Die Spezialität aus der Lombardei

Osso buco ist typisch für Norditalien, von Mailand über die Lombardei bis zur Po-Ebene. Hier gibt es Rinderzucht, von hier stammt das saftige Kalb- und Rindfleisch, die italienische Milchwirtschaft, aus der feinste Butter hervorgeht, frische Kräuter und Tomaten sowie Reisanbau, der Norditalien zur Heimat des Risottos macht.

Alles zusammen ergibt ein perfektes Osso Buco alla Milanese. Ossobuco ist also nicht irgendein italienisches Gericht. Ossobuco ist auch nicht irgendein Schmorgericht. Ossobuco ist DAS Schmorgericht der italienischen Großmutter, an das sich jeder Italiener und jede Italienerin gern erinnert. Der Zusatz „alla milanese“ weist nur auf die Herkunft dieser Traditionsspeise hin – Mailand. Von Mailand aus eroberte das Ossobuco die Welt der Foodies und wurde so zu einer der Nationalspeisen Italiens. 

In der italienischen Küche ist das Ossobuco alla Milanese, ein deftiges Fleischgericht mit Kalbshaxe, ein echter Klassiker! Damit das Ossobuco alla Milanese schön saftig wird, benötigen die „Knochen mit Loch“ (wie Ossobuco wörtlich übersetzt heißt) viel Zeit: Mindestens zwei Stunden bei niedriger Hitze müssen die Zutaten in einer Kasserolle oder einem flachen Bräter mit Deckel schmoren. So entfaltet sich das charakteristische Aroma, das vom ausgebratenen Fett des Markknochens herrührt, am besten.

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Osso Buco: Niedrigtemperatur-Garen oder Sous Vide?

Osso Buco eignet sich sehr gut für das Niedrigtemperatur-Garen bzw. das Sous Vide Garen. Die Muskelfasern in diesem Fleisch werden nämlich von der Kuh häufig und stark bewegt, deswegen werden sie beim normalen Garen gerne zäh. Das Gericht ist dann keine Freude. Bei meinem Rezept für das Niedrigtemperatur-Garen wird das Osso Buco dagegen garantiert immer butterzart. Man kann außerdem fast nichts falsch machen – allerdings muß man sich für das Niedrigtemperatur-Garen schon ein paar Stunden Zeit nehmen.Wir reduzieren also die Temperatur des Ofens auf 90°C und geben dafür dem Fleisch ganze fünf Stunden, um im Ofen langsam zu schmoren.

Sous Vide Garen, also Garen von Lebensmitteln in einem vakuumierten Plastikbeutel in einem Wasserbad bei etwa 60°C, wäre nochmal etwas aufwändiger. Doch mit Sicherheit würde das ein ebenso zartes und geschmacksintensives Erlebnis bringen. Aber mal unter uns: Wer legt sich schon für seinen privaten Haushalt eine Vakuumgarer, einen Vakuumierstab und ein Vakuumiergerät zu für nur ein paarmal Ausprobieren? Da sind schnell mal 200 Euro ausgegeben – und letztlich stehen die Geräte die meiste Zeit in der Küche nur rum. Wer allerdings gerne das Sous Vide Kochen erlernen möchte, dem legen wir das Grundlagenbuch von Peter Wagner über “Sous Vide” ans Herz. Wir beschränken uns also auf das Niedrigtemperatur-Garen, wie es Matthias F. Mangold in seinem Basiskochbuch “Das Prinzip Kochen” beschreibt.

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Osso Buco: Welches Fleisch?

Das traditionelle Osso Buco besteht immer nur aus Kalbfleisch, genauer aus Scheiben von der Kalbshaxe. Aber natürlich sind auch Alternativen möglich. Eine grossartige Alternative sind Rinderbeinscheiben. Der Unterschied zum Kalbs-Ossobuco ist der wesentlich intensivere Fleischgeschmack des Rindfleisches. Kalbfleisch schmeckt eher mild und fein.

Weitere Alternativen zum Kalb sind z. B. Beinscheiben vom Schwein oder auch vom Lamm.

Eine andere Sorte Fleisch (Pute oder Huhn) ist eher nicht zu empfehlen. Da das Fleisch bei diesem Gericht lange geschmort wird, empfiehlt es sich definitiv ein muskulöses Fleisch zu verwenden, das von Bindegewebe durchzogen ist. Durch das enthaltene Bindegewebe und durch den mitgegarten Knochen wird das Fleisch nämlich besonders zart und das Ossobuco besonders aromatisch. Mageres Fleisch kann bei dieser Zubereitungsart schnell trocken werden.

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Osso buco: Was passt dazu?

  • Klassisch wird das Ossobuco alla Milanese mit Gremolata bestreut serviert: Die Mischung aus zwei Bund gehackter Petersilie, Zitronenabrieb und fünf gewürfelten Knoblauchzehen verleiht dem Gericht die nötige Frische und nicht zuletzt einen unwiderstehlichen Duft. Und sie gehört als Topping auf das fertig geschmorte Ossobuco
  • Die passende Beilage zu Ossobuco alla Milanese ist ein Risotto – zum Beispiel nach Mailänder Art mit Safran gewürzt. Für mich hat an diesem Tag allerdings auch einfach dieses Gericht für sich gewirkt. Da brauchte ich nicht noch Beilagen, die Beinscheiben waren gross genug, die Gemüsebeilage absolut köstlich.
  • Polenta: Eine buttrig-cremige Polenta (Maisgrieß) passt auch ideal. Dank der smoothen Konsistenz und dem milden Geschmack kann die Polenta die Aromen des Ossobucos perfekt aufnehmen.
  • Kartoffeln: Egal in welcher Version, auch Kartoffeln schmecken super zu Ossobuco. Ob Salzkartoffeln, Kartoffelspalten aus dem Ofen oder Kartoffelpüree – Kartoffeln sind ein echtes Ossobuco-Match!
  • Reis: Einfach und schnell gemacht ist der gute alte Reis. Was soll man an dieser Stelle groß sagen: Ossobuco mit Reis schmeckt einfach.
  • Brot: Das ist wohl die unkomplizierteste Beilage. Ein krosses Ciabatta zum Beispiel, simpel und italienisch lecker. Schön in den Sud tunken und die letzten Saucenreste damit vom Teller aufwischen – so mögen wir es doch alle am liebsten!
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Osso Buco: Das Rezept nach dem Prinzip Kochen

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Das Prinzip Kochen: Das Kochbuch für Einsteiger

Wir haben das Kochbuch Das Prinzip Kochen von Matthias F. Mangold mit Genuss und Gewinn von vorn bis hinten gelesen. Wer keine Lust mehr auf Fertigprodukte und die ewig selben Nudeln mit Tomatensauce hat, der sollte sich das Buch gönnen. Die ganze Welt bloggt übers Kochen, schaut Kochshows und wirkt dabei, als ob es ganz einfach wäre, selbst zu kochen. Es ist ja auch in Wirklichkeit sich ganz einfach freizumachen vom Lieferservice, Mamas Küche oder der Mensa. Ganz nach dem Motto “Schmeiß’ Dich rein ins Vergnügen und ran an den genialsten Experimentiertisch: Deine Küche!” Das junge Grundkochbuch Das Prinzip Kochen hilft dabei, kulinarisch frei und glücklich zu werden.

Dabei bleibt man dem Prinzip Kochen treu und wird künftig sogar Prinzipienreiter, für den mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen alles locker in der Küche läuft. 50 Grundrezepte wie z.B. das Prinzip Kartofflegratin, das Prinzip Schmorbraten, Gemüsecurry, Sauce, Pudding oder Muffin sind die Basis… Und ist der innere Tiger erst mal geweckt, setzt man noch eins drauf: Fröhlich experimentieren im Kreativlabor mit den geübten Klassikern oder unter Anleitung einfach loslegen. Und schon gibt’s Gratin aus Roter Beete, Kürbis oder Birne. Oder man kreiert zum nächsten Schmorbraten eine feurigscharfe Sauce oder lässt ein Gemüsecurry aus Kraut und Rüben vor sich hin köcheln.

“No risk – no fun” für alle, die etwas erleben wollen. Und genau darauf zielt dieses Kochbuch ab: Locker-leichtes Know-how zu allen wichtigen Prinzipien des Kochens, angerichtet mit tollen Ideen für Variationen, auf einem Sößchen aus frischer Fotografie – dazu: null Chichi.

Als Extra-Beilage serviert das Kochbuch eine Auswahl an Küchenhacks, schlauen Videos, die Webseite Das Prinzip Kochen und den Hashtag #dasprinzipkochen auf Instagram. Na, da sollte doch selbst jeder Kochmuffel und jeder genussfreudige Student Lust bekommen, das Buch auszuprobieren und loszulegen.

Der Autor: Matthias F. Mangold

Matthias F. Mangold ist gebürtiger Franke, hat sich in jungen Jahren ausgiebig in der Welt umgeschaut, bevor er seine jetzige Wahlheimat in einem 1.000-Seelen-Dorf in der Pfalz fand. Dort betreibt er die erfolgreiche und viel gelobte kleine Kochschule “genusstur” nach dem Prinzip “einmal gemacht, für immer kapiert”. Er bietet Weinseminare und -touren an. Auch im TV konnte man ihn schon mehrfach in Portraits und Reportagen sehen.

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Der Wein: 2017 Mas Andes Reserva

Ob Gans oder Rinderbraten – an Weihnachten soll es schmecken. Zum liebevoll zubereiteten Festessen darf ein vollmundiger Rotwein nicht fehlen. Und der muss nicht unbedingt teuer sein: Für seine Preisklasse überzeugt der fünf Jahre gereifte Reserva Carménère von Mas Andes aus dem Hause Rothschild mit einer herausragenden Qualität.

An den Feiertagen versammelt sich die ganze Familie am Tisch um ein herrliches Weihnachtsessen zu genießen. Nicht fehlen darf dabei ein kraftvoller, fein ausbalancierter Wein, der das Mahl perfekt abrundet. Ein Preistipp für clevere Genießer ist Mas Andes aus Chile. Der reine Rebsortenwein Reserva Carménère aus dem Hause Baron Philippe de Rothschild vereint den intensiven Geschmack des chilenischen Terroirs mit französischem Know-how und bietet auch für den kleinen Geldbeutel ein Fest für die Sinne. Darüber hinaus erhielt der chilenische Rotwein bereits mehrere Gold-Auszeichnungen, zum Beispiel 2015 bei Mundus Vini oder zuletzt bei der Berliner Wine Trophy 2017.

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Der Reserva Carménère harmoniert ideal mit Braten oder gewürztem Rinderfilet und gegrilltem Fleisch. Dabei verzaubert der Wein mit der intensiv rot-violetten Färbung Genießer mit Aromen von schwarzen Früchten und Pfeffer bis zu einer leichten Vanillenote. Am Gaumen finden sich Noten von dunklen Früchten wie Heidelbeeren und Schwarzkirschen sowie von frischen Gewürzen. Ein Hauch von gerösteten Mandeln rundet das Geschmackserlebnis ab.

Am Fuße der Anden verschmelzen die außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen Chiles mit dem über Dekaden erworbenen Know-how der Familie Rothschild. Weinmacher des französischen Familienunternehmens aus dem Bordeaux hatten 1997 für das visionäre Projekt Mas Andes – zu Deutsch: jenseits der Anden – über zwei Jahre in ganz Chile nach bestmöglichen Lagen und Böden gesucht. Im Herzen von Chile herrschen durch die Lage zwischen Anden und Pazifik hervorragende Voraussetzungen, um außergewöhnlich kraftvolle Weine voller Frucht und Eleganz zu erzeugen, die immer auch die Handschrift ihrer französischen Wurzeln tragen. Diese Rebsortenweine werden unter der Leitung von Emmanuel Riffaud direkt im Valle de Maipo, in der 2002 neu errichteten Bodega, vinifiziert und abgefüllt.

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Fazit:

Das Osso Bucco und der französisch inspirierte Chilene sind eine perfekte Kombination. Das Osso Bucco mal ganz langsam über fünf Stunden im Ofen garen zu lassen bei niedriger Temperatur bringt ein ganz grosses Geschmackserlebnis.

Buchtipp:


deutschlank: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen und 99 weitere Diät-Rezepte

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Abnehmen ohne Sport? Genau das richtige für mich! Köstlich essen und dabei abnehmen? Wow, ich bin interessiert. Kürzlich fiel mir ein neues Diät-Konzept in die Hand: Deutschlank – Das Kochbuch von Achim Sam und Michael Hamm.

Dabei handelt es bei Deutschlank nicht nur um ein weiteres Kochbuch mit Diät-Tipps und Abnehm-Rezepten. Es handelt sich um ein komplett neuartiges Konzept, das sich auf den einzelnen Menschen einstellen möchte und wirklich zu Erfolgen führen möchte. Vor geraumer Zeit habe ich ja schon einmal eine kurze und intensive Diät ausprobiert. Daher habe ich das Buch mal genauer unter die Lupe genommen.

Allerdings habe ich mich nicht en Detail mit der Diät befasst, kann Euch also nicht sagen, ob das Konzept funktioniert oder nicht. Doch zumindest habe ich das Buch gelesen und mir ein Rezept vorgenommen, das sehr köstlich ist. Soviel vorab: Bei diesem Programm wird ganz ohne Sport abgenommen.

Deutschlank: In den Genen liegt das Geheimnis

Warum ist Abnehmen so schwer? Warum wirken die meisten Diäten nicht? Die beiden Ernährungs-Experten Achim Sam und Professor Michael Hamm behaupten nach eigenen Angaben mit Deutschlank das Rätsel ums Abnehmen geknackt zu haben. Der Figur-Schlüssel liegt nicht nur in den Genen und der Lebensweise, sondern auch im individuellen Stoffwechsel-Typ. “Lüfte das Schlank-Geheimnis und entlarve deine Dickmacher”, sagen die Autoren und haben einen Test entwickelt, mit dem jeder seinen Figur-Code entschlüsseln kann. Alles ist erlaubt, solange es zum persönlichen Stoffwechsel-Typus passt.

Deutschlank – Das Kochbuch bietet einen individuellen Stoffwechsel-Test und eine Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen. Über 100 einfache Rezepte, mit Varianten für jeden der drei Stoffwechsel-Typen, schmecken garantiert, denn auch Burger und Schnitzel sind dabei. Ohne Kalorienzählen, garantiert lecker und absolut individuell. So geht genussvoll und erfolgreich Abnehmen heute.

Technisch gesehen ist auch deutschlank ein Online-Programm, wie die meisten Ernährungsprogramme heutzutage, die Abnehmen zum Ziel haben.

Deutschlank bedeutet entspannt abnehmen ohne anstrengende Sportprogramme. Deutschlank arbeitet auf wissenschaftlicher Basis und findet mit Ernährungsanalysen die richtigen Rezepte für den Anwender um die Pfunde purzeln zu lassen. Ziel des ganzen Programms ist es langfristig und schonend abzunehmen ohne Jojo-Effekt und lästiges Kalorien zählen. Es soll sich von anderen Diäten abheben, indem es einfacher wird und vor allem nachhaltig bleibt.

Deutschlank wurde wissenschaftlich geprüft und bestätigt. Die Ernährungsanalysen beziehen sich auf eine durchgeführte ausgiebige Studie mit Forschungsschwerpunkten auf Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Ernährung, Stoffwechsel und Immunsystem.

Woher bezieht Deutschlank die Erfahrungen?

Die Frage stellt sich natürlich als erstes: woher bezieht das Abnehmprogramm „Deutschlank“ die Erfahrungen? Das ganze Programm stützt sich auf eine umfassende Studie zum Thema Ernährung. Diese wurde durchgeführt an der Universität Lübeck. 

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Christian Sina, haben Ernährungsmediziner des Institutes für Ernährungsmedizin der Universität zu Lübeck den Deutschlank Test entwickelt. Die Universität hat über 150 Freiwillige für 2 Wochen beobachtet, wie sich der Blutzuckerspiegel bei verschieden Lebensmitteln verhält. Die Freiwilligen schrieben Protokolle darüber was sie gegessen hatten und auch in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt.

Was ist der Deutschlank Test?

Der Deutschlank Test zeigt dir welcher Abnehmtyp du bist. Der Deutschlank Test unterscheidet in 3 Typen:

  •  Der Speichertyp,
  • der Mischtyp,
  • der Verbrennertyp. 

Der Test wird dir dabei helfen langfristig und effektiv abzunehmen.

Um den Deutschlank Test zu machen, muss man sich allerdings zuerst für eine der drei Abo-Versionen entscheiden. Erst dann erhält man den Test. In einer anderen Rezension lese ich, dass es wohl mal einen kostenlosen Blitzcheck mit fünf Fragen gegeben haben muss, davon lese ich aber nichts auf der Webseite. Der wurde also wohl schon wieder eingestellt. Oder Du legst Dir das Kochbuch zu, denn hier versteckt sich der Deutschland-Test auf den Seiten 16/17. Bewertet wird die Anzahl der Nein-Antworten für die Fragen, dabei sind die Fragen mit Dreieck, Kreis oder Quadrat gekennzeichnet. Mein persönlicher Test ergibt jeweils 5 Nein-Antworten bei Dreieck, Kreis oder Quadrat. Demnach bin ich also ein Mischtyp. Der Test funktioniert also so einfach und unkompliziert wie die Flirt-Tests in der Bravo – aber wer liest die eigentlich noch?

Sammel mit Deutschlank Erfahrungen für den Alltag, um immer am Ball zu bleiben. Einfach den Fragebogen ausfüllen und sich verblüffen lassen, du wirst es nicht glauben was du trotzdem alles essen darfst und was immer die Dickmacher im Alltag waren. Oft sind es nicht die Dinge, die man vermutet, manchmal sind es die Dinge die man am wenigsten vermutet hätte. Unter anderem bietet Deutschlank auch noch andere Tests an, wo es zum Beispiel darum geht wie gesund ernähre ich mich? Auch das eigene Ernährungsverhalten sollte man im Auge behalten. Ein weiter Test von Deutschlank analysiert diesen und zeigt dir auf diesem Wege wie du Pfunde verlierst. Probier es aus und mach mit den wissenschaftlichen Tests, die Erfahrungen der Wissenschaftler zu deiner deinen persönlichen Deutschlank Erfahrung.

Wissenschaftliche
Ernährungsanalysen
Bis zu 100
Lieblingsrezepte
Wöchentliche
Abnehmtipps
Ermittlung Deines individuellen
Stoffwechseltypen
Die besten Schlankmacher-
Rezepte speziell für Dich
Mit wöchentlichen Videos und Tipps von Foodprofi Achim Sam
Umfangreiche persönliche
Nährstoffanalyse
Mit extra Turbo-Rezepten für schnellstmögliche ErfolgeNützliches Expertenwissen und Insider-Tricks für den Alltag
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Ernährungsverhalten
Schnell zuzubereiten – in max.
30 Minuten auf den Tisch
Zum schnellen Abnehmen und Schlankbleiben
Auswertung zu Deinem
Ernährungsverhalten
Supergünstig – alle Gerichte unter 5 Euro24 smarte Strategien für langfristige Erfolge
Großer Check – esse ich
gesund?

Zu wem passt Deutschlank?

Deutschlank ist für alle ab 16 Jahre geeignet, die schonend und nachhaltig abnehmen möchten und sich natürlich auch gesund ernähren möchten. Du kannst dich mit den Rezepten auch vegan oder vegetarisch erzählen, auch daran hat Deutschlank gedacht. Es geht dabei auch nicht nur um Abnehmen sondern auch sich bewusst gesund zu ernähren und seinen Stoffwechsel zu verstehen.

Was bekomme ich von Deutschlank?

Du erhältst die Testergebnisse und erfährst welcher Abnehmtyp du bist. Das ist der Schlüssel zum erfolgreichen abnehmen. Es werden mit dir umfangreiche Ernährungsanalysen durchgeführt, um genau für dich ein Programm zu entwickeln. Diese Tests zeigen dir wie gesund du im Moment isst.

Dazu erhältst du 100 Rezepte persönlich auf deine Bedürfnisse zugeschnitten. Diese werden dir das abnehmen leichter machen und vor allem sind alle 100 Gerichte für wenig Geld zu realisieren damit der Geldbeutel nicht unnötig beansprucht wird. Auch brauchst du nicht stundenlang in der Küche zu stehen, denn alle Gerichte werden in unter 30 Minuten tischfertig sein.

Desweiteren erhältst du wöchentlich Videos und vom Experten Achim. Auch wertvolle Tricks für den Alltag erhalten Sie um auch langfristige Erfolge zu generieren. Insgesamt stehen 24 Strategien für langfristige Erfolge zur Verfügung.

Was kostet mich Deutschlank?

Es gibt im wesentlichen zwei Programme die für dich zu Auswahl stehen. Du kannst zwischen einem Programm für 3 Monate und für 6 Monate wählen. Du bist keine 24 Monate an einen Vertrag gefesselt, lediglich 1 Monat Kündigungsfrist besteht bei dem Deutschlank Programm. Wenn man bedenkt was man für diesen geringen monatlichen Beitrag bekommt kann man dem nix entgegen setzen. Und noch ein kleiner Tipp: Sie erhalten Rezepte zu Gerichten die alle für unter 5 Euro zu realisieren sind. Meist gibt man jetzt schon mehr Geld für essen aus und holt sich durch die Ersparnisse den monatlichen Beitrag wieder automatisch rein.

Wenn du keine Lust drauf hast dich im Fitnessstudio abzumühen oder beim Programm teilzunehmen, wäre vielleicht das Deutschlank Programm was für dich? Ein weiterer Vorteil ist, egal welches Programm ihr auswählt – es endet immer automatisch nach 3,6 oder 12 Monaten – es gibt keine automatische Verlängerung! Aber natürlich lassen sich alle Programme nach Wunsch verlängern.

  • Der „Kickstart“ geht über drei Monate. Er kostet momentan 4,17 Euro wöchentlich bzw. 50 Euro insgesamt.
  • Schlank werden und schlank bleiben“ geht über sechs Monate und kostet 3,13 Euro pro Woche oder 75 Euro insgesamt.
  • Schlank durchs Jahr” ist die komplette Jahresdiät mit einer Dauer von 12 Monaten. Dieser Dauerbrenner kostet 2,06 Euro pro Woche bzw. 99 Euro für das ganze Jahr insgesamt.

Fazit:

Bei Deutschlank handelt es sich in meinen Augen weniger um eine klassische Diät, die man ein paar Wochen durchzieht, sondern mehr um die Idee einer längerfristigen Ernährungsumstellung. Angesichts meiner eigenen Pfunde, die ich zuviel habe und die mich schon etwas stören, werde ich mich vielleicht mal für das Programm anmelden. Der Unterschied zu anderen Kochbüchern: Jedes Rezept ist mit drei unterschiedlichen Zutatenmengen aufgeführt, die je zu einem der drei Stoffwechsel-Typen passen. 

Deutschlank: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen

Doch zuerst einmal habe ich das Kochbuch mit den vielen Rezepten vor mir und habe mir für Euch eine köstliche und doch auch klassische Kombination herausgesucht: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen. In dem Rezept sind für die drei Stoffwechsel-Typen drei Variationen dargestellt: 1) Mit 150g Hähnchen und Pilzen sowie 160g Reis, 2) Mit Pilzen und 200g Reis oder 3) Mit 200g Hähnchen und Pilzen sowie 120g Reis. Bei diesem Rezept dreht sich alles um den Reis. Der Verbrennertyp greift beherzt zu, weil er kein Fleisch bekommt, der Speichertyp bekommt ihn wohldosiert und dafür etwas mehr Fleisch. Dabei ist die Portion so bemessen, dass man nur die Hälfte davon gleich isst, die andere Hälfte für den nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahrt. Dabei wird mir auch klar, warum ich so nicht abnehmen kann: Ich esse immer die ganze Portion auf…

Wir holen also unseren Wok und den Topf von Cristel aus dem Schrank, die wir im Frankreich-Urlaub in der Fabrik gekauft haben und legen los.

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Während die in kleine Stückchen geschnittene Hähnchenbrust in etwas Öl anbrät, simmert im Topf daneben der Reis zusammen mit einer kleinen Scheibe Ingwer.

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Wir nehmen das Hähnchenfleisch aus der Pfanne und braten nunmehr die Pilzmischung an. Wir haben Egerlinge und Austernpilze gefunden. Im Rezept werden Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge sowie Pfifferlinge vorgeschlagen. Ich bin überzeugt, dass es mit allen diesen Pilzen hervorragend schmeckt.

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Gewürze und Gemüsebrühe rein, zudecken und köcheln lassen.

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Fleisch und Frischkäse zu den Pilzen geben und alles nochmal kurz aufkochen lassen.

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Für eine funktionierende Diät sollte ich mir allerdings meine Portionsgrößen nochmal überlegen.

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Mehr Infos:

Service:

Das Buch von deutschlank – Das Kochbuch von Achim Sam und Prof. Michael Hamm kann mit dem unten stehenden Link erworben werden. Dies ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Euch kostet das keinen Cent mehr, ich bekomme ein paar wenige Cent zur Finanzierung dieses Online-Magazins. Herzlichen Dank also im voraus!



Angesagter Trend Wintergrillen: Wir kombinieren Entenbrust mit zitroniger Honigglasur und 2011 Diedri Dorigati

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Erinnerungen ans Studentenwohnheim: Angrillen im Winter. Auf der Terrasse des Hauses bei Wind, Kälte und Schnee. Das ist schon einige Zeit her. Mittlerweile ist das Angrillen im Winter oder kurz das Wintergrillen ein Trend geworden. Entsprechend reagieren auch die Grillhersteller. Doch nicht nur die Grillgeräte an sich sind mittlerweile winterfest geworden. Der für seine exzellenten Kochbücher beliebte Verlag Gräfe und Unzer hat jetzt das Buch “Weber’s Wintergrillen – Die besten Rezepte” von Jamie Purviance herausgebracht.

Warum sich der Verlag nicht gegen den Deppenapostroph im Titel gewehrt hat, ist mir unerklärlich. Aber wer zahlt schafft an und wahrscheinlich finden ein paar Typen in der Marketingabteilung des Grillherstellers die falsche US-Grammatik cool. Egal. Wir widmen uns dem Buch und grillen für Euch eine Entenbrust mit zitroniger Honigglasur. Als korrespondierenden Rotwein gönnen wir uns einen 2011er Diedri vom Weingut Dorigati aus dem Trentino.

Wintergrillen: Der neue Trend

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Während der US-amerikanische Grill-Guru in einem Interview mit der FAZ im März 2012 mit dem Begriff “Wintergrillen” noch nichts anfangen konnte, bringt er zwei Jahre später ein Buch unter diesem Namen heraus. Liegt das Urheberrecht jetzt bei der FAZ? Das Interview ist jedenfalls sehr lesenswert, wir erfahren viel über die Philosophie von Jamie Purviance sowie über die us-amerikanischen Grill-Trends.

Eine steile These von ihm: die Männer grillen lieber während die Frauen kochen, weil man für das Grillen keine Koch-Erfahrung haben muss. Die Männer legen also einfach los – und machen ihre eigenen Erfahrungen am Grill. Dass allerdings doch einiges an Erfahrung sowie Zeit und Technik gebraucht wird, sagt er vorher sehr deutlich. Purviance gibt auch ein paar sehr gute Tipps zum Wintergrillen.

So empfiehlt er möglichst nur Sachen zu grillen, die sehr schnell gehen, man also nicht allzugange neben dem Grill stehen muss. Oder aber Dinge zu grillen, die sehr langsam sehr lange brauchen, man also wieder ins Haus gehen kann. Außerdem braucht der Grill deutlich mehr Temperatur als im Sommer, gleichzeitig braucht das Grillgut aber mehr Zeit. Nach einigen sehr guten Tipps mehr folgen schliesslich viele Rezepte. Dabei ist das Buch geordnet nach den Kapiteln:

  • Gut aufgelegt
  • Suppen & Eintöpfe
  • Festtagsgerichte
  • Hauptsache Gemüse
  • Beilagen & Saucen
  • Süsses & Getränke

Wintergrillen für Vegetarier und Dessertfreunde

Es kommen also auch Vegetarier und Dessertfreunde auf ihre Kosten und zum Grillvergnügen. Die – laut eigener Aussage vom GU-VerlagGrill-Bibel ist also ein Rundum-Buch mit sehr praktischen Tipps. Wer mehr zu Jamie Purviance erfahren will, wie er zum Grill-Guru wurde und wie es dazu kam, dass ihn der Grillhersteller Weber so unterstützt, dass seine Bücher alle unter “Weber’s” laufen und sein Name nur ganz klein erwähnt wird, dem empfehle ich diesen Artikel im Manager-Magazin.

Wir haben uns die Entenbrust mit zitroniger Honigglasur erwählt, zum einen, da wir Ente lieben, zum anderen auch, weil wir aus der Weihnachtszeit noch richtig schöne Entenbrüste im Tiefkühlfach hatten.

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Wintergrillen: Entenbrust mit zitroniger Honigglasur

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Wintergrillen mit 2011 Diedri Dorigati

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Als Wein haben wir dazu einen 2011er Diedri von Dorigati erwählt. Der Teroldego Rotaliano ist ein typischer Vertreter der Weine des Trentino. Der Wein lag nach dem Keltern lange auf der Maische. Er reifte 12 Monate in kleinen Eichenfässern, anschliessend 6 Monate im Stahl sowie nochmal 6 Monate in der Flasche. Bei guter Lagerung hat er ein Potential von 8 – 10 Jahren – wenn er nicht, wie in unserem Fall, vorher ausgetrunken wird. Im Glas präsentiert er sich in einem kräftigen Rubinrot mit violetten Reflexen.

Das Bouquet duftet nach frischem Obst, Brombeeren, Himbeeren und Blaubeeren. Wir nehmen eine würzige Note nach Minze und einen blumigen Duft nach Veilchen wahr. Am Gaumen schmecken wir einen kräftigen, runden Körper mit einem gewissen Tanningefühl, der diesem Wein mit seiner guten Struktur eine schöne Tiefe verleiht.

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Das Weingut Dorigati hat in den letzten Jahrzehnten einen beachtlichen Aufschwung von billiger Masse zu exzellenten Qualitätsweinen geschafft. Gut erkennbar sind hier auf dem Foto im Weinkeller von Dorigati die alten riesigen eingemauerten Betontanks auf der linken, die modernen kleinen eleganten Holzfässern aus französischer Eiche auf der rechten Seite.

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Das Trentino ist für seine besonders charaktervollen Schaumweine berühmt, die starke Ähnlichkeiten zum Champagner aufweisen. Das liegt zum einen daran, dass der Boden im Trentino ähnlich wie der in der Champagne ist. Zum anderen werden für den TrentoDOC ausschliesslich die gleichen Weine genommen, aus denen auch der Champagner besteht: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Das Weingut Dorigati ist bekannt für seinen Methius TrentoDOC.

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Doch zurück zum 2011er Diedri von Dorigati: Der Wein hat auf jeden Fall Kraft, Fülle und eben Potiental. Doch da wir ihn so jung schon geöffnet haben, haben wir ihn dekantiert und etwas Zeit gegeben. So konnte er seine Qualitäten ausspielen und hat sich mit der Ente mit zitroniger Honigglasur, diesem köstlichen Zusammenspiel von frischer Säure und Süße, als hervorragender Begleiter präsentiert.

Wintergrillen für Männer, Frauen, Vegetarier

Das Buch Wintergrillen mag vor allem ein Männerbuch sein. Doch ist es bestimmt auch ein Frauenbuch. Und es ist ein Grillbuch für Vegetarier. Es sind viele köstliche Rezepte enthalten, von ganz einfach bis sehr aufwändig. Und so manche Idee ist verblüffend, da man bisher überhaupt nicht daran gedacht hat, so manches Gericht im Winter nicht zu kochen, sondern eben auf dem Grill zuzubereiten. Wintergrillen ist mittlerweile mehr als ein Trend. Das Buch hat dazu eine Vielfalt an Rezepten. Ob jetzt dazu zwingend der Grill des US-Produzenten Weber benötigt wird, lasse ich mal dahingestellt, es gibt schliesslich auch andere Hersteller.

Guten Appetit!



Was macht die Barbarie-Ente so besonders wertvoll?

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Was ist die Barbarie-Besonderheit? Warum legen Köche so viel wert auf die Barbarie-Ente? Was macht sie für Feinschmecker so begehrenswert? Fragen, denen eine Runde von Journalisten im Rahmen eines Enten-Menüs bei Alfons Schubeck auf den Grund ging. Der im voraus groß angekündigte Maître höchstselbst allerdings war verhindert, was der Qualität des Essens in den Südtiroler Stuben jedoch keinen Abbruch tat. Schließlich ist der Sternekoch eh fast immer und überall gleichzeitig – nur fast so gut wie nicht mehr hinter seinem eigenen Herd. Die Sterne erkochen längst seine bestens ausgebildeten Köche für ihn. Bei aller Verehrung für den von mir hoch geschätzten Alfons Schuhbeck und seinen Leistungen, doch empfinde ich seine ubiquitäre Verfügbarkeit mittlerweile als etwas zuviel…

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Barbarie-Ente: Welche Entensorten gibt es?

Doch ad rem: Wir waren eingeladen von CICAR, das ist keine Cigarren-Rauchervereinigung, auch hat es nichts mit Zykaden zu tun. Es ist die “berufsübergreifende Vereinigung der Barbarie-Ente“. Also eine Art Vermarktungskonsortium. Dieses hatte in die das Sternerestaurant Südtiroler Stuben am Münchner Platzl eingeladen. Wir erfuhren, dass die Barbarie-Ente nur wenig mit unserer Hausente zu tun hat. Die Stammform der Hausente ist die Stockente, sie ist für fast alle europäischen und asiatischen Entenarten die Basis.

Daneben wird auch die aus Südamerika stammende Warzenente, eine Zuchtform der Moschusente, als Haustier gehalten, sowie Hybriden aus beiden, sogenannte Mulardenten. In Frankreich werden die südamerikanischen Warzenenten allerdings Barbarie-Enten genannt. Sie kommt somit aus einer ganz anderen Gegend und unterscheidet sich durch zahlreiche anatomisch Eigenschaften von den gewöhnlichen Enten.

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Espresso einer Entenreduktion

Barbarie-Ente: Warum ist die Qualität des Fleisches so besonders gut?

Derweil wir den Espresso einer Entenreduktion als kleinen Gruß aus der Küche geniessen, erfahren wir, dass das Fleisch der Barbarie-Ente wird wegen des geringeren Fettanteils geschätzt wird. Die Weibchen sind doppelt so leicht wie die Männchen. Die Qualität des Fleisches ist deutlich besser als bei anderen Entenarten. Die weibliche Barbarie-Ente stellte früher mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm ein familiäres Festgesessen für vier bis fünf Personen dar. Doch heutzutage sind auch Teilstücke wie etwa Filets, Keulen und Flügel sehr geschätzt, da sie sich besser in Menüs einbringen lassen.

Insbesondere in Frankreich wird für eine gebratene Ente nur die Barbarie-Ente genommen. Schließlich sind ihre Nährwerte so optimal, dass sie zur ausgewogenen Ernährung des Menschen beiträgt. Sie verfügt über einen Reichtum an Nährstoffen, Vitaminen, Eisen, Phosphor, Selen, Kupfer und ungesättigten Fettsäuren, dabei bleibt der Energiewert durch den Fettgehalt von 10g/100g relativ niedrig. Die ungesättigten Fettsäuren gelten der Prävention von Herz-Kreislaufbeschwerden.

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Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen

Barbarie-Ente: Wo lebt sie, wo kommt sie her?

Die Crew von Sternekoch Alfons Schuhbeck tischt mittlerweile ein “Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen” auf. Die Barbarie-Ente, so lernen wir, stammt allerdings nicht ausschliesslich aus Frankreich. Es ist keine Herkunftsbezeichnung, sondern eine Art. In ganz Europa, auch in Deutschland, werden Barbarie-Enten gezüchtet. Gerade für Bauernhöfe ist es nicht schwierig, diese Enten zu züchten, da sie beim Verbraucher sehr beliebt sind, für wundervolle rustikale, deutsche Traditionsgerichte stehen und in puncto Umweltverträglichkeit eine der anspruchslosesten Geflügelarten sind.

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Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel

Barbarie-Ente: Der Klassiker von Alfons Schuhbeck

Rustikal geht es auch in den Südtiroler Stuben weiter – doch mit der erwarteten Eleganz des genius loci. Die Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel ist ein typischer Schuhbeck-Klassiker: Ein bayrisches Traditionsgericht elegant und edel interpretiert. Hier kommt nicht der ganze Breznknödel auf den Teller, so dass dieser Gang alleine schon satt macht. Eine schöne Scheibe davon reicht vollkommen, die Ente spielt die Hauptrolle mit je einem Stück Schenkel und Brust. Die grünen Rosenkohlblätter geben noch einen optischen Kontrapunkt.

Das Filet der Barbarie-Ente ist praktisch und einfach zuzubereiten und hat ein festes, dichtes und geschmackvolles Fleisch. Die Keule wird durch ihre Zartheit und den feinen Geschmack geschätzt.

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Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten

Barbarie-Ente: Der berühmte Geeiste Kaiserschmarrn von Alfons Schuhbeck

Wir erfuhren noch so einiges mehr über die Barbarie-Ente, doch will ich Euch hier nicht mit nackten Zahlen zu Produktion und Verzehr langweilen, die sich eh über die Jahre auch mal ändern können. Zum süßen Abschluss, zum Dessert taugt dann auch eine so feine und sehr leckere Ente nicht. Da gibt es einen absoluten Schuhbeck-Klassiker, für den der Meister auch schon oft geehrt wurde: Ein Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten. Dazu habe ich dieses leckere Rezept aus Schubecks Kochschule gefunden. Diese Interpretation hat natürlich nichts mit einem richtigen Kaiserschmarrn zu tun. Es sieht nur so aus. Und ist absolut lecker.

Natürlich lassen sich auch noch viele andere Entengerichte mit einer Barbarie-Ente zaubern:

Mehr Informationen zur Barbarie-Ente gibt’s hier.

Warum nicht mal den Osterhasen zu Ostern servieren?

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I killed the easter bunny! Frischer geht es kaum. Draussen aus dem bayerischen Schwabenland, von einem kleinen Hof, bei dem ich mir hin und wieder Kaninchen, Honig, Marmeladen und so manches andere leckere Gedöns hole, fing ich den Osterhasen. Der Osterhase hier auf dem Bild hatte seine Pflicht und Schuldigkeit für das Jahr getan. Die Eier hatte er gebracht und versteckt. Es war also Zeit, ihm das Fell über die Ohren zu ziehen. Meister Lampe sah das auch ein, zumal wir ihm die Aussicht gaben, von uns besonders lecker zubereitet zu werden. Wir entschieden uns also für Kaninchenschlegel mit Backpflaumen und Rosmarinkartoffeln.

Die Karzeit ist vorbei. Wer bisher gefastet hat, der möchte sicherlich nicht gleich mit einer Schweinshaxn loslegen. Kaninchenfleisch ist leicht und mager. Zudem enthält das Fleisch wenig Cholesterin und versorgt den Körper mit ungesättigten Fettsäuren. Es eignet sich daher besonders für die fettreduzierte Küche. Zusammen mit frischen Kräutern und Backpflaumen wollen wir dieses Karnickel also zu einem wunderbaren Ostersonntagsbraten werden lassen.

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Osterhase mit Backpflaumen und Rosmarinkartoffeln: Die Zutaten

Kaninchen in Backpflaumensauce:

  • Kaninchenschlegel
  • Zwiebel oder Schalotte
  • Karotten
  • Sellerie
  • Lauch
  • Speck
  • Cognac
  • Weisswein
  • Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • Backpflaumen
  • Lorbeerblatt
  • Sahne
  • Olivenöl
  • Puderzucker

Rosmarinkartoffeln:

  • festkochende Kartoffeln
  • 1 Zweig Rosmarin
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Osterhase mit Backpflaumen und Rosmarinkartoffeln: Zubereitung

Rosmarinkartoffeln:

  • kleine, festkochende Kartoffeln kochen, so dass sie noch einen schönen Biß haben
  • mit einem Rosmarinzweig und ggf. einer angedrückten Knoblauchzehe in etwas Olivenöl in einer Pfanne rundherum anbraten
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Kaninchenschlegel:

  • Die Kaninchenkeulen waschen, trocken tupfen
  • Wurzelgemüse (Zwiebel, Karotten, Sellerie, Lauch) in kleine Würfel schneiden
  • Speck sehr fein würfeln
  • In einem großen Bräter etwas Öl erhitzen
  • Speck darin anschwitzen
  • Kaninchenschlegel darin ringsum 10 Minuten anbraten, herausnehmen
  • Anschliessend im Bratenöl das Wurzelgemüse hellbraun rösten. Mit etwas Puderzucker bestäuben, karamelisieren lassen. Jetzt bilden sich die hervorragenden Röststoffe, die ein feines Aroma geben.
  • Erst mit etwas Cognac ablöschen, einreduzieren lassen, dann mit Weißwein ablöschen, wieder etwas einreduzieren lassen,
  • Nun die Keulen wieder dazu geben
  • Dann mit Hühner- bzw. Gemüsebrühe ablöschen
  • Mit Rosmarin, Thymian, Lorbeerblatt aufkochen lassen
  • Ca 15 Minuten leicht köcheln lassen
  • Kaninchenschlegel herausnehmen, mit Stabmixer die Sauce pürieren, durch ein Sieb passieren
  • Die Backpflaumen hinzufügen, mit etwas Sahne angiessen und nochmal leicht aufkochen lassen, salzen und pfeffern nach Geschmack
  • Die Schlegel abschliessend nochmal kurz in die Sauce legen, es sollte jetzt nicht mehr kochen
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Ich freue mich, wenn Ihr hier Eure Kommentare, Eure Meinung zu diesem Rezept hinterlasst. Hat es Euch Appetit gemacht? Habt Ihr es nachgekocht?

Andere Rezepte für die Osterzeit findest Du hier:

Guten Appetit!

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

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Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress “Landküche” aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

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Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: “Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress”. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

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Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr …)

San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

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Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

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Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

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Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

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Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr …)

Bayerisches Genussfestival: Alfons Schuhbeck und Frankenweine für Jedermann – Mein Rundgang

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Bayern = Bier, Brezn, Bratwurst? Nicht ganz, es ist auch Wein, Weib und Gesang, äh Milch und Käse. Und Schuhbeck sowieso. Der liess es sich richtig gut gehen auf Münchens Odeonsplatz. Das Bayerische Genussfestival fand dort am vergangenen Wochenende statt und Bayerns wohl bekanntester Sternekoch sonnte sich inmitten der Traube aus fränkischen Weinprinzessinnen und der Fränkischen Weinkönigin Melanie Dietrich. Denn gerade der feine Frankenwein stand im Mittelpunkt des Genussfestivals, schließlich war ja auch das Motto:”Feines aus Bayern genießen”.

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Bis Sonntagabend besuchten nach offiziellen Angaben 15.000 Menschen das Bayerische Genussfestival und informierten sich in den verschiedenen Zelten über den Frankenwein und seine verschiedenen Facetten. Bei schönstem Sommerwetter unter bayerisch weiß-blauem Himmel waren sich Veranstalter, Gäste und Aussteller einig: Eine solche Qualität und Kulisse, wie sie das Bayerische Genussfestival auf dem Odeonsplatz bietet, ist einzigartig in der Stadt. (mehr …)

Flos Olei: Der neue Olivenölführer für Feinschmecker stellt sich vor

Flos Olei Tour Juni 2012 #1
Öl wie Wein degustieren? Zuviel Tamtam und Aufwand? Nein, zumindest nicht für Feinschmecker, die nicht nur Livio oder Mazola benutzen. Denn in den letzten Jahren haben die Produzentenländer rund um das Mittelmeer erhebliche Qualitätssprünge gemacht. Wunderbare Cuvées, sorten- oder gar lagenreine Olivenöle – es gibt mittlerweile nichts, was es nicht auch bei den Weinen gibt. Für mich ist Olivenöl nicht nur zum braten oder für das Dressing gedacht, sondern ein kleiner Schuss passt auch perfekt als Abschluss über ein Steak, die Pasta oder den Fisch. Je nach Gericht ist dann ein eher fruchtiges oder ein eher kräftigeres Olivenöl gefragt. Doch welches Öl nehme ich? Hier gibt der neue Olivenölführer Flos Olei eine gute Hilfe an die Hand – als Buch und auch als App.

Erstmals präsentierten 23 Olivenölproduzenten aus Frankreich, Italien und Spanien ihre auserlesenen extra nativen Olivenöle auf der Flos Olei Tour in München und Berlin. Sie alle sind in dem ersten internationalen Guide Flos Olei 2012 über extra native Olivenöle aus der ganzen Welt aufgeführt, bewertet und prämiert. Flos ist lateinisch und bedeutet Blume oder Blüte. Olei ist das Öl – zusammengesetzt bedeutet Flos Olei also: der beste Teil des Öls.

Flos Olei ist das einzige Nachschlagewerk, das sich den besten Olivenölen Extra Vergine aus aller Welt widmet. Er wird von dem italienischen Olivenöl-Experten und Journalisten Marco Oreggia in Zusammenarbeit mit der Journalistin Laura Marinelli herausgegeben. (mehr …)

Münchner Stockwurst: Die Rückkehr einer vergessenen leckeren Münchnerin

Muenchner StockwurstSchaut sie nicht schön aus? Eine perfekte Rundung, eine herrliche Figur. Klein, knackig, heiss – und man kann davon mehrere hintereinander geniessen, ohne dass man es hinterher bereut. Leider war sie in den letzten Jahrzehnten untergetaucht. Sie wurde verdrängt, vergessen, verschwand von den Speisekarten und aus den Metzgerangeboten Münchens. Die Rede ist von der Münchner Stockwurst. Jeder kennt die Weißwurst, München ist ohne Weißwurst fast nicht denkbar. Weißwurst und Weißbier sind ein perfektes Frühstück – äh Brotzeit, etwas süßer Senf und eine Brez’n dazu, der Tag kann beginnen. Doch die Stockwurst? Nur ältere Münchner erinnern sich noch daran, dass es da mal was gab, so bis kurz nach dem letzten Krieg. Slow Food München hat jetzt das alte Rezept wieder ausgegraben und ein paar Metzger zum Probeverwursten gebeten. Gestern nun gab es die erste Verkostung im Pschorr Bräu am Viktualienmarkt.

Slow Food München will also die Stockwurst wieder als traditionelles Schmankerl in der Münchner Gastronomie verankert wissen. In dem Wirt Jürgen Lochbihler vom Wirtshaus Der Pschorr am Viktualienmarktfand das Convivium München (so heißen bei Slow Food die einzelnen Ortsverbände) einen Förderer dieses Projekts, der die Stockwurst auf seine Speisekarte setzen und sie mit wechselnden Beilagen anbieten will. Denn bislang ist sie nur noch “Insidern”, alten Münchnern ein Begriff. Früher war sie fester Bestandteil einer richtigen Münchner Brotzeit. Ich habe die Stockwurst gestern getestet und sage Euch, wie sie am besten schmeckt und was dahintersteckt. (mehr …)

Vive-le-Käse: Facebook App für französische Käsewerbung

Pünktlich zur Fußball WM 2010 in Südafrika starten diverse Anbieter jetzt kleine Spielchen. So auch die französische Vermarktungsgesellschaft Sopexa. Für französischen Käse haben die Marketender jetzt sogar eine Facebook-Applikation erstellt. Doch mir ist es gleich, ob es französischer oder ein feiner Schweizer Käse ist, die schmecken alle sehr lecker. Die Franzosen stellen allerdings die kühne Behauptung auf, dass der schönste Liebesbeweis ein Stück Käse sei, da Liebe bekanntlich durch den Magen ginge. So soll man also einen virtuellen Käsegruß senden.

Mehrere witzige Käseliebe-Motive stehen zur Auswahl und bei der Wahl zum Lieblingsmotiv, wird als Gewinn zusätzlich ein unvergesslicher Käsekochkurs verlost! (mehr …)

11.1.2010 Tag des Deutschen Apfels: Aktionstag für Lieblingsobst der Deutschen

Aepfel aus Deutschland Genau Dein ObstIch sage JA! zu deutschem Wasser Apfel! In Anlehnung an Harald Schmidts Spruch schliesse ich mich gerne der Initiative für deutsche Äpfel “Genau Dein Obst” an. Denn Apfel-Fans in Deutschland haben allen Grund zur Freude: Ab sofort gibt es für ihr Lieblingsobst einen eigenen Aktionstag! Am 11.1. dreht sich alles um die knackigen Früchte. Ihre Anhänger sind zahlreich: 95 Prozent aller Haushalte kaufen frische Äpfel; pro Haushalt sind es etwa 20 Kilogramm jährlich. Und zum Start gibt es eine große Verteilaktion: Mehr als 40.000 Äpfel auf den Hauptbahnhöfen in Hamburg, Köln, Leipzig und München, in Berlin vor den Potsdamer Platz Arkaden!

Der für sie bestimmte „Feiertag“ soll auf das breite Angebot im Handel aufmerksam machen. Zwar wird bereits im Herbst geerntet, aber als heimisches Produkt haben Äpfel auch im Winter Hochsaison. Dies ist dank sorgfältiger Lagerung in kontrollierter Atmosphäre möglich. Das bedeutet, dass die Temperatur und die natürlichen Bestandteile der Luft wie beispielsweise Sauerstoff und Kohlendioxyd ständig überprüft und optimiert werden. Dieser „Dornröschenschlaf“ beschert den Konsumenten bis in den Frühsommer hinein knackfrische Äpfel! Durch die idealen Lagereigenschaften vieler Sorten sind Äpfel auch nach dem Jahreswechsel ein schmackhaftes Obst, das den Vitaminhaushalt unterstützt. (mehr …)

SalumiAmo: Italienische Antipasti zum Apéritif

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Den Italienern werden offensichtlich zu wenige italienische Antipasti in Deutschland gegessen. Um dies zu ändern startet das Italienische Institut für Außenhandel zusammen mit dem Institut zur Imageförderung italienischer Schinken und Wurstwaren eine Promotion-Tour durch Deutschlands Szene-Gastronomie. Das Motto “SalumiAmo” mit der Unterzeile: “Italienische Lebensart zum Aperitif” soll dem deutschen Nachwuchs verdeutlichen, um was es geht: Wurst und Schinken zum Aperitif. Vom 11. bis 17. Mai können die Spezialitäten nun in München kostenlos erlebt werden. Gestern fand die Auftaktveranstaltung in Schuhbecks Orlando-Keller statt.

Italienische Schinken- und Wurstspezialitäten wie Mortadella, Schinken und Südtiroler Speck genießen einen ausgezeichneten Ruf und haben sich einen festen Platz in der Gastronomie erobert. Vier dieser Spezialitäten, Bresaola della Valtellina g.g.A., Mortadella di Bologna g.g.A., Salame Cacciatore g.U. und Südtiroler Speck g.g.A., stehen jetzt im Mittelpunkt der Promo-Tour. Außerdem wird ein Gewinnspiel veranstaltet, der erste Preis ist eine Reise nach Italien. (mehr …)

Genussblogs im Aufwind – Wer liest noch Zeitschriften?

Es ist schon alles gesagt worden. Nur nicht von jedem. In den Kanon der diversen Artikel in Zeitschriften, Online-Portalen und Blogs, der in den vergangenen Wochen über sich selbst resp. die Kollegen reflektierte, ob Profi-Journalisten in Print-Titeln oder Online-Portalen besser sind als Blogger, oder ob Blogger überhaupt Journalisten sind, wollte ich mich bewusst nicht einmischen. Zu sehr hat mich die arrogante Haltung von Spiegel Online genervt, zu viele andere Blogger sind sofort auf diesen Zug aufgesprungen und haben ihre Stimme erhoben. Wer sich bisher noch nicht dazu äußerte, das waren die Genuss-, Wein-, Bier-, Food- und Kochblogger. Oder sollte ich da was überlesen haben? Doch nun haben sich auch in unserem Bereich die ersten Kollegen mit exzellenten, lesenswerten Beiträgen geäussert.

Im Herrn Paulsen seinem Kiosk ist dieser Artikel erschienen, der meines Erachtens sehr richtig differenziert, dass einige gute monothematische Blogs durchaus eine Konkurrenz zu Special Interest Titeln sein können. Und am Beispiel der verschiedenen beliebten Kochblogs im Vergleich zu den sinkenden Auflagenzahlen der Kochzeitschriften zeigt er auf, dass die Schnelligkeit, Flexibilität und vor allem Authentizität und Glaubwürdigkeit ein Vorteil der Genussblogs ist. Er schlussfolgert: (mehr …)

Columbia Hotels: Zwei Sterne, 48 Punkte für drei Hotels

Columbia Hotels Drei KoecheBrilliante Bilanz für die Küchenchefs der Columbia Hotels & Resorts: In den neuen Ausgaben der Gourmetführer Michelin und Gault Millau erreichen die drei deutschen Häuser der Gesellschaft hervorragende Bewertungen.

Kevin Fehling erkochte sich für das Columbia Hotel Casino Travemünde seinen ersten Stern und steigerte sich von 15 auf 16 Punkte im Gault Millau. Denis Feix aus dem Columbia Hotel Bad Griesbach – Gault Millau-„Entdeckung des Jahres 2007“ – erhielt erneut einen Stern und 16 Punkte. Als Senkrechtstarter erwies sich Volker Drkosch, der erst im Sommer die Leitung des Restaurants Navette im Columbia Hotel Rüsselsheim übernommen hatte: Der Gault Millau verlieh ihm auf Anhieb 16 Punkte, Michelin Deutschland führt ihn in der Liste der „Hoffnungsträger“ für das kommende Jahr.

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Restaurants in München: Steinbeisser mit Kürbis im Grissini

Mit Steinbeisser in Kürbis will uns das Grissini in dieser Woche in die Ungererstraße locken. Na, mal schau’n.

Restaurants in München: Grissini: Vollkornpizza mit Kürbis und Lachs

Pizza kennt jeder. Aber Vollkornpizza? In der Trattoria Grissini serviert Chefkoch Samir seine aktuelle Kreation: Vollkornpizza mit Lachs und Kürbis. Claudia Scott ist begeistert: hauchdünner Teig, knackig und kross, garniert mit zartem Lachsfilet, dünnen Tomatenfilets und Scheiben von Hokkaidokürbis.

Das Geschmackstrio von Tomatensäure, Fisch und knackigem Kürbis harmoniert wunderbar auf dem Vollkornteig. Und auch sonst hat die aktuelle Spezialitätenkarte wieder ein paar leckere Gerichte zu bieten, wie etwa Tiroler Bio-Milchkalbscarrée gebraten auf Pfirsich und Kräuterseitlingen oder Goldbrasse gebraten mit verschiedenen Meeresfrüchten.

Chefkoch Samir serviert Claudia Scott die Pizza mit Kürbis und Lachs
Ursprünglich hochgeladen von GAP089

Und hier noch ein Blick auf die Vollkornpizza mit Lachs und Kürbis:

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Invasive vs. indigene Arten: Würdest Du Waschbären, Biberratten, Feuerfisch oder Sumpfkrebs essen?

Feuerfisch Pez Leon

Waschbären essen? Diese süßen, niedlichen Kuscheltiere? Die tun doch nix?! Doch, tun sie. Sie sind aggressive Einwanderer, die unsere einheimischen Tiere auffressen. Das gleiche betrifft andere Tierarten, die zu uns eingeschleppt wurden: Nutria, Wollhandkrabbe, Waschbären, Roter Amerikanischer Sumpfkrebs und Nilgans. In der Karibik betrifft es vor allem den Feuerfisch, der dort die Korallenriffe kaputt macht. Wie wir sie bekämpfen können? Aufessen! Denn sie schmecken alle gut.

Allein in Deutschland sind etwa 1.150 nicht-heimische Tier- und 12.000 Pflanzenarten registriert. Die meisten können sich in Deutschland nicht fortpflanzen oder überleben den Winter nicht, aber über 600 eingeschleppte Pflanzen (Neophyten) und über 260 Tiere (Neozoen) haben sich fest etabliert. Davon geht man aus, wenn diese Arten sich etwa 100 Jahre im geographisch neuen Lebensraum etabliert haben. Stellenweise kann dadurch die Artenvielfalt zunehmen. Oft haben Neozoen und Neophyten aber negative Auswirkungen. Bei Pflanzen und Tieren, welche sich vor dem Jahr 1492 aus anderen Gebieten der Erde bei uns angesiedelt haben, spricht man von Archäobiota. Inzwischen gibt es 252 Arten, die sich auf diese Weise dauerhaft etabliert haben.

Alle Arten, die sich nach 1492 bei uns niedergelassen haben zählen zu den Neobiota. Aktuell geht man beim Bundesamt für Naturschutz in Deutschland von rund 800 invasiven Arten aus. Das bedeutet einen Anteil von etwa 1% des gesamten Artenbestands.

Darüber hinaus beobachtet man aber auch eine Vielzahl an Arten, die sich bisher noch nicht fest in unserem Ökosystem etablieren konnten. Offizielle Zahlen sprechen hier von 1.600 fremden Pflanzenarten und über 450 Tierarten. Die Dunkelziffer, also Neobiota von denen man noch nichts weiß, ist darin allerdings noch nicht eingerechnet.

Durch den seit Jahrzehnten steigenden globalen Schifffahrtsverkehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich an Bord blinde Passagiere befinden. Am Rumpf von Tankern und Containerschiffen überstehen zahlreiche Arten die lange Reise unbeschadet, welche diese Reise ohne diese Hilfe wohl niemals geschafft hätten. Besonders betroffen sind Gegenden mit einem hohen Schifffahrtsverkehrsaufkommen. Gerade das hohe Verkehrsaufkommen mit China und Japan wird hier zunehmend zum Problem. An den dortigen Küsten und Meeren finden sich ähnliche klimatische Bedingungen vor. Das steigert entsprechend die Überlebenswahrscheinlichkeiten der mit eingeschleppten Pflanzen und Tierarten. Auch die amerikanische Pazifikküste ist durch den enormen Schifffahrtsverkehr durch invasive Arten aus Asien bedroht. Zwar sind hier die klimatischen Verhältnisse an den Küsten sehr unterschiedlich, was es den eingewanderten Pflanzen und Tierarten grundsätzlich erst einmal schwerer macht zu überleben. Allerdings sind auch dort, aufgrund der durch den Klimawandel bedingten steigenden Wassertemperaturen ebenfalls erste invasive Arten zu beobachten. 

Auswirkungen und Gefahren invasiver Arten

Nicht alle invasiven Arten bedrohen unser Ökosystem, unsere Gesundheit oder unsere Wirtschaft. Aktuell geht das Bundesamt für Umweltschutz davon aus, dass etwa 10% der invasiven Arten negative Auswirkungen haben. Global betrachtet gelten Neobiota, nach der Zerstörung von natürlichen Lebensräumen durch den Menschen, als die zweitgrößte Bedrohung unserer biologischen Vielfalt auf unserem Planeten. Es werden fünf Möglichkeiten unterschieden, wie invasive Arten bei uns zu einer Gefährdung der Umwelt werden können:

  • Interspezifische Konkurrenz: invasive Arten verdrängen heimische Arten, dadurch dass sie mit ihnen in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen treten
  • Prädation und Herbivorie: invasive Tierarten werden zum Fressfeind heimischer Tiere
  • Hybridisierung: invasive Arten kreuzen sich mit einheimischen Arten, was zum Verlust von Genen führt.
  • Krankheits- und Organismenübertragung: invasive Arten übertragen Krankheiten bzw. Organismen oder sind Parasiten
  • Negative ökosystemare Auswirkungen: invasive Arten verändern Lebensräume grundlegend, sodass heimische Arten an dieser Stelle gefährdet werden

Invasive Arten: Der Waschbär

Bis vor kurzem war ich der Ansicht, dass es Waschbären nur in Hessen geben würde. Doch dann fuhr ich eines Nachts mit dem Auto in der Nähe des Hauses meiner Eltern durch Spandau an der Havel entlang, ganz nah an der Insel Eiswerder – und musste eine Vollbremsung hinlegen, da mir ein Waschbär über den Weg lief. Danach habe ich im Internet recherchiert und festgestellt, dass es Waschbären schon fast überall gibt.

Der nordamerikanische Waschbär wurde bereits 1927 als Pelztier nach Deutschland eingeführt. Ausgesetzte oder aus Pelz-Farmen entflohene Tiere vermehren sich in Deutschland und haben sich in Europa nicht nur etabliert. Er weitet sein Areal seither deutlich aus. Der Waschbär ernährt sich von Pflanzen, Wirbellosen und Wirbeltieren, darunter auch Vögel. Aufgrund seiner hervorragenden Kletterkünste macht er sich auch an Vögel heran, die in hohen Bäumen nisten. Sie sind Allesfresser, durchstöbern Mülltonnen, Garagen und Häuser der Menschen, erbeuten aber auch Eier von Vögeln und Schildkröten. In Teilen Brandenburgs, in denen noch Vertreter der vom Aussterben bedrohten Europäischen Sumpfschildkröte vorkommen, ernähren sich Waschbären auch von Schildkröten. Wenn aber die Waschbären gefährdete Schildkröten fressen, warum essen wir dann nicht die Waschbären? Waschbären sollen angeblich nach Reh schmecken. Und in den südlichen USA und in Kanada werden Waschbären als ganz normales Wildtier neben Reh auf den Teller gebracht.

Invasive Arten: Der Feuerfisch oder Pez León, Lionfish

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Jorge Rausch, Masterchef, Star- und Fernsehkoch aus Bogota, Kolumbien, führt den Kreuzzug gegen den Feuerfisch an. Er will, dass zumindest die lateinamerikanische Welt den “pez león” aufisst. Was steckt dahinter?

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Schön und bizarr, elegant und tödlich. Das ist er zwar nicht direkt für den Menschen. Aber für viele andere. Sie stehen an der Spitze der Nahrungskette. Ein Löwe im Unterwasserdschungel. Und sie verschlingen alles auf ihrem Weg.

In den letzten zehn Jahren hat der Feuerfisch seinen Samen verbreitet. Viel. Die Population ist in der Karibik, im Golf von Mexiko und an der Ostküste der USA angewachsen. Ein Weibchen kann alle vier Tage 30.000 Eier legen, das macht über zwei Millionen Eier pro Jahr und ohne natürliche Raubtiere und ohne großen Appetit dezimieren sie andere einheimische Meerestiere und Korallenriffe. Und das ganze Paaren macht das Weibchen hungrig.

Heimisch in der indopazifischen Region, nimmt man an, dass der Pez León höchstwahrscheinlich von Tierbesitzern in Florida eingeschleust wurde, die des Fisches im privaten Aquarium überdrüssig wurden. Vielleicht konnten sie den Appetit nicht mehr stillen – jeder Fisch kann täglich das 30-fache seines Magenvolumens verzehren. Andere Quellen behaupten, dass Hurrikan Andrew 1992 ein Aquarium in Südflorida zerstörte und sechs Feuerfische in die Biscayne Bay entließ. Egal, man wird es nicht mehr herausfinden. Eine Studie hat gezeigt, dass in den Bahamas durch den Feuerfisch die Bestände von 42 Arten in nur zwei Jahren um 65 Prozent zurückgegangen sind.

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Auftritt Jorge Rausch. Ein Mann auf der Mission, die Welt aufzufordern den Feuerfisch zu essen. Jorge und sein Bruder Mark stehen an der Spitze eines kleinen Restaurant-Imperiums. Deren Gourmet-Restaurant Criterion steht auf der Liste der 50 besten Restaurants in Lateinamerika und gehört zu den Top-Restaurants in Kolumbien. Außerdem ist er Richter bei der TV-Sendung Master Chef Colombia. Jorge Rausch und ich treffen uns im NH Collection Madrid Eurobuilding zum Event “Colombia in Residence”. In der Executive Lounge der Suitenetage erklärt er mir seinen Kampf gegen den Feuerfisch. “Der Pez León ist zu einem großen ökologischen Problem in der Karibik geworden. Und wir haben die gastronomische Lösung gefunden.” Feuerfische haben einen unersättlichen Appetit und fressen fast alles auf ihrem Weg – von wirtschaftlich wichtigen Fischen wie Zackenbarsch und Snapper bis zu Krabben, Garnelen und Algen. Ein einzelner Feuerfisch, der sich auf einem Korallenriff befindet, kann den Nachwuchs einheimischer Rifffische um 79% reduzieren. Dies wirkt sich negativ aus auf Korallen und Fischpopulation. Die Rifffische reduzieren unter anderem das Algenwachstum, doch wenn sie unverhältnismäßig stark von Feuerfischen aufgefressen werden, dann wird das Algenwachstum unkontrolliert. “Wenn wir jetzt nichts gegen den Pez León tun”, sagt mir Jorge Rausch, “dann ist er in 20 Jahren der einzige Fisch in unseren Gewässern.” Die Rettung: Der Feuerfisch ist köstlich.

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Das Kochbuch “Pez León” soll das Bewusstsein für die kulinarische Vielseitigkeit des Fisches stärken. Leider ist es bisher nur auf Spanisch und derzeit nicht auf Amazon erhältlich. Sein Ceviche von Pez León, das er mir in Madrid servierte, war großartig. Der Feuerfisch hat ein weißes, festes und zartes Fleisch. In dem Kochbuch befinden sich einige sehr köstliche Rezepte, die Appetit darauf machen, sie mal auszuprobieren.

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Jorge Rausch arbeitet mit den Behörden von Kolumbien zusammen und versucht die Aufmerksamkeit in allen Staaten rund um die Karibik auf den Feuerfisch zu lenken. In Madrid hält er einen als Gastdozent einen Vortrag vor interessierten Studenten und dem zuständigen Professor. Leider habe ich aufgrund meiner mangelhaften Spanischkenntnisse nicht viel von der Diskussion verstanden. Doch seine Mission ist klar: Er möchte, dass sich alle Menschen mehr sensibilisieren, beispielsweise mehr Fischer auf den Feuerfisch spezialisieren und ihn an mehr Supermärkte ausliefern. Einige Fischer haben Angst vor den Feuerfischen, da sie an den Flossen am Rücken, Bauch und, wie charmant, an ihrem After lange, mit Gift gefüllte Stacheln besitzen. Das Gift ist zwar nicht tödlich und auch nicht von der Klasse eines Kugelfischs, aber die Stacheln tun so dermaßen weh, dass du dir wünschst, tot zu sein. Die Fischer denken, das Fleisch wäre ebenfalls giftig. Doch Feuerfische sind essbar – und relativ unaufgeregt: Sie schmecken so mild, dass das Fleisch die Aromen anderer Zutaten aufnimmt. Und natürlich wendet sich Jorge Rausch auch an die Medien.

Deshalb enthält sein Kochbuch nicht nur kolumbianische, sondern auch internationale Rezepte. Neben Ceviche also auch Currys, mexikanische Eintöpfe und klassische französische Rezepte. “Wir möchten, dass die ganze Welt mit diesem köstlichen Fisch kocht”, schwärmt er. Und warum auch nicht? Diese Nahrungsquelle liegt in der Karibik im Übermaß vor.

Für das Noma in Kopenhagen allerdings ist der Fisch nicht besonders umwerfend. Laut VICE sagte Thomas Frebel, beim Noma für Forschung und Entwicklung zuständig: “‘Der schmeckt einfach nicht nach viel. Das hat uns nicht wirklich umgehauen. Königskrabben gehören auch zu den invasiven Arten, aber die sind köstlich. Feuerfische…” Er macht eine Pause. „Wir dachten, vielleicht können wir daraus was für unser Team kochen.'”.

Invasive Arten: Die Nutria

Die Nutria werden im Deutschen auch als Biberratten oder Sumpfbiber bezeichnet. Aber dann würde sie wohl keiner mehr essen. Wer mag schon Ratten essen? Daher steht überall nur Nutria auf der Speisekarte. Diese Biberraten standen schon in der DDR auf dem Speisezettel. In Ostdeutschland, etwa in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, bieten einige Metzgereien und Gasthöfe noch immer Nutriafleisch an. Die Tiere waren zu DDR-Zeiten wegen ihrer Pelze gehalten worden und kamen damals recht häufig auf den Teller. Nutria schmecken etwa wie Kaninchen.

Invasive Arten: Der Amerikanische Sumpfkrebs

In den letzten Jahren hat eine Krebsart Berühmtheit erlangt, weil sie in Massen durch den Berliner Tiergarten krabbelte. Diese Krustentierchen haben sich teilweise schon vor Jahren in Berliner Gewässern einquartiert und bedrohen seitdem die heimische Flora und Fauna. Als Reaktion setzte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz rund 5.000 Jungaale aus, die den Nachwuchs der Krebse fressen sollten, die bis zu zwölf Zentimeter groß werden können. Das möge in kleinerem Maßstab funktioniert haben, sagt Derk Ehlert, der Sprecher der Senatsverwaltung. Wirklich geholfen habe es nicht. 2017 hätten Mitarbeiter des Berliner Fischereiamts deshalb zunächst selbst mehr als 4.000 Tiere gefangen, die damals noch in der Biogasanlage entsorgt wurden. Um der Situation in Berlin Herr zu werden, hatte die Stadt entschieden, die Tiere zu fangen und zum Verzehr frei zu geben.

Denn das Food-Startup “HolyCrab” spezialisiert sich auf invasive Arten und produziert Delikatessen für „Plagitarier“, also Menschen, die mit ihrem Konsum helfen, Plagen zu bekämpfen. Neben dem Amerikanischen Sumpfkrebs haben Lukas Bosch, Juliane Bublitz und Andreas Michelus von „Holycrab“ noch andere Plagegeister auf ihrer Liste der möglichen Delikatessen. Nilgänse zum Beispiel, oder vielleicht sogar Eichhörnchen. Das Trio investierte in einen Food Truck, wo die wild lebenden Krebse und Krabben sowie Fisch mit Delikatessen-Status als hyperlokales Gourmet-Streetfood in Bio- bzw. Wildtierqualität angeboten werden. Sie bereiten aus den Sumpfkrebsen etwa Bouillabaisse, Crab Rolls, einen Salat mit Fenchel, Aioli und Spitzkohl-Cannelloni oder eine “Pasta Frutti di Plage”.

Das Berliner Startup hat den Gastro-Gründerpreis 2019 gewonnen. Wie der Name Holycrab andeutet, verarbeitet das Gründertrio vor allem Krebse und Krabben.

Invasive Arten: Die chinesische Wollhandkrabbe

Die Wollhandkrabben aus der Havel stehen in China auf der Speisekarte von Gourmetrestaurants. Dort gelten sie als Delikatessen. Doch ihr Verspeisen wird in Deutschland noch mit Skepsis gesehen. Allerdings lebt die chinesische Wollhandkrabbe mittlerweile an der Havel. Wollhandkrabben schmecken wie Krebse, nur etwas intensiver, süßlich und saftig.

Invasive Arten: Die Nilgans

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) führt auf ihrer Homepage das “hochwertige Wildbret” von Wildgänsen an. Nicht nur junge Tiere “schmecken hervorragend”, heißt es dort, auch “Gänse mit mehr Flugstunden” hätten bei richtiger Zubereitung das Zeug zum exzellenten Braten. Die stark gestiegenen Bestände der invasiven Kanada-, Grau- und Nilgänse in Teilen Bayerns, etwa im Maintal und in den Landkreisen Bamberg und Haßberge, führten zu Konflikten mit Landwirtschaft und Naherholung. Und anschließend empfiehlt die Webseite zum Erhalt der Saftigkeit, die Vögel wegen ihrer vergleichsweise dünnen Fettschicht bei geschlossenem Deckel und ohne Zeitdruck im Ofen zu garen.

Fazit:

Die invasiven Arten müssen irgendwie gestoppt werden. Und wenn es schon eh nicht gelingt, sie zu vertreiben, so müssen sie wenigstens in unsere Nahrungskette integriert werden. Insbesondere dann, wenn sie eh wohlschmeckend sind.

Bleibt nur noch eine Frage: Wo bekommen wir sie her? Welche Feinkosthändler oder Supermärkte bieten uns Waschbären, Nutria, Feuerfisch oder Sumpfkrebse und Wollhandkrabben an?

Meine Frage an Dich, lieber Leser:

  • Invasive Arten essen: Was hälst Du davon? Berliner Tiergartenkrebse? Waschbären – auch wenn sie noch so niedlich sind? Oder den Feuerfisch in der Karibik? 
  • Welche anderen Restaurants haben schon Gerichte mit invasiven Arten auf der Karte?

Meine Artikel in der Reihe “Colombia in Residence”:

Mehr Infos:

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Herzlichen Dank an Jorge Rausch für das exzellente Gespräch und das wunderbare Menü in Madrid! Ich hoffe, wir werden uns mal in Kolumbien wiedersehen!

Colombia in Residence: Jorge Rausch kocht in Madrid

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Sternekoch, TV-Koch, Inhaber einer Restaurantkette: Jorge Rausch ist in Kolumbien mindestens so bekannt wie Alfons Schuhbeck und Johann Lafer zusammen. Sein Top-Restaurant Criterion in Bogota ist in der Liste der 50 besten Restaurants in Lateinamerika die Nummer 1 in Kolumbien und die Nummer 19 in gesamt Lateinamerika. Fünf Tage präsentierte Jorge Rausch seine Küche im NH Collection Madrid Eurobuilding.

Insgesamt präsentierten sich unter dem Motto “Colombia in Residence” vier der besten Köche des Landes mit der größten Artenvielfalt pro Quadratkilometer der Welt in Madrid. Kolumbien brachte seine Haute Cuisine für eine der wichtigsten gastronomischen Veranstaltungen in die spanische Hauptstadt. Colombia in Residence wird von ProColombia betrieben und ist eine Initiative von Mateo & Co, Lateinamerikas 50 besten Restaurants und dem Hotel NH Collection Madrid Eurobuilding. Die von S.Pellegrino & Acqua Panna gesponserte Veranstaltung führte die besten Restaurants, Bars und Sommeliers Lateinamerikas zusammen.

Kolumbianische Gastronomie: Biodiversität, Tradition – und Kreativität

Die kolumbianische Gastronomie ist eine Kultur, die so bunt ist wie die Kolumbianer. Viele ihrer Restaurants, die heute zu den renommiertesten der Welt zählen, kreieren außergewöhnliche Gerichte, indem sie auf immer innovativere Weise mit traditionellen und überlieferten Zutaten experimentieren.

Das kulinarische Potenzial des Landes liegt in seiner großen Vielfalt. Das Land hat fünf Klimazonen, in denen das ganze Jahr über alle Arten von Pflanzen angebaut werden. Zusätzlich sind in der Region 50.000 Pflanzen- und Tierarten beheimatet. Die gastronomischen Wurzeln sind indigenen, afrikanischen und gemischten Ursprungs, die es ermöglichen, eine ungewöhnliche und authentische Küche zu genießen.

Jorge und Mark Rausch

Criterion ist das Markenzeichen des berühmten Restaurantimperiums der Brüder Rausch. Als jüngster Sproß kam zuletzt das Restaurant “Local by Rausch” in Bogota hinzu. Die Rausch-Brüder Jorge und Mark sind Starköche, die die klassische französischen Küche durch Erkundung und Experimentieren mit der kolumbianischen Küche vermählt haben und sich dadurch einen Namen gemacht haben. Das Ergebnis ist eine moderne, persönliche Speisekarte mit klassischen Gerichten, die mit vertrauten Aromen aufwarten. Mit einer umfangreichen Speisekarte und zwei Degustationsmenüs bieten die Brüder Jorge, Küchenchef, und Mark, Konditor, ihre einzigartigen Kreationen bei Criterion. Außerdem bieten sie einen umfangreichen internationalen Weinkeller.

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Das Menü von Jorge Rausch zu “Colombia in Residence”

Jorge Rausch servierte uns im NH Collection Hotel Madrid Eurobuilding im Rahmen der Veranstaltung “Colombia in Residence” ein sensationelles Menü. Die Location: Das Restaurant DiverXO, das einzige mit 3 Michelin-Sternen gekrönte Restaurant von Madrid. Ein kleines Video davon könnt Ihr hier anschauen:

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Copa de Bienvenida: Elyssia, Cava, cortesia de Freixenet
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Amasijos Colombianos: Almojábanas | Pan Queso | Pan de Yuca
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Entradas: Crema de Guasca con Espuma de Maíz
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Entradas: Ceviche de Pez León
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Entradas: Escalop Maíz
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Primero: Encocado de Langostinos
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Fuerte: Puré de Plátano Verde con Costilla de Res
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Postre: Carpaccio de Mago Biche
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Postre: Textura de Cuajada con Melao

Jorge RauschZur Person

Er absolvierte eine Ausbildung an der Tante Marie Culinary Academy in London und arbeitete bei Le Manoir au Quattre Saisons in Oxford und bei Sally Clarke in London. Mit dem Criterion wurde er 2009 und 2010 bei den La Barra Awards als bestes Restaurant und bester Koch ausgezeichnet. Er gewann den „Five Diamond Star Award“ und entwickelte zusammen mit seinem Bruder Mark weitere gastronomische Konzepte in Bogotá wie etwa für das Rausch Patistier und Bistronomy Restaurant. Außerdem ist Rausch in Panama und in Ecuador tätig. Und er war Mitglied der Jury des MasterChef und MasterChef Junior Wettbewerbs.

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In den letzten Jahren hat sich Jorge Rausch den Kampf gegen eine invasive Fischart in der Karibik vorgenommen: der Feuerfisch, auf spanisch: Pez León englisch: Lionfish, kommt eigentlich aus dem Indischen Ozean. Seit er in der Karibik “eingewandert”, vielmehr eingebracht worden ist, frisst er andere Fische und zerstört die Korallen. Jorge Rausch setzt diesen wohlschmeckenden Fisch auf die Speisekarte und hat ihm sogar ein Kochbuch mit Feuerfisch-Rezepten gewidmet.

In dem grandiosen Menü, das Jorge Rausch uns im Rahmen des “Colombia in Residence” Events servierte, war der Pez León, der Feuerfisch als Ceviche in der Vorspeise Bestandteil unseres Essens. Ein sehr feines, elegantes, köstliches Fischfleisch. Und ja, er ist es Wert, aufgegessen zu werden. Zumindest in der Karibik, wo er nicht hingehört.

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Disclosure: Ich war eingeladen von ProColombia zu der Veranstaltung “Colombia in Residence” in Madrid, einschliesslich Flug und Übernachtung. Selbstverständlich bleibt meine persönliche Meinung davon unabhängig. Ich danke den Mitarbeiterinnen von ProColombia und Jorge Rausch persönlich sehr herzlich für die exzellente Betreuung, die persönlichen Gespräche und das sensationelle Essen.

Kochbücher von Jorge Rausch:

  • Pez León
  • Criterión
  • Yo también quiero ser Chef

Service:

Meine Artikel in der Reihe “Colombia in Residence”:

Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck - my Christmas duck according to @chefnormanmusa #weihnachten #christmas2015 #malaysian #foodporn #igersmuc #igersfood @klbigkitchenfestival2015
Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

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Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

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Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

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Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

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Südtirol: Die Heimat von Speck, Käse, Apfel und Wein

Roland Trettl ist landesweit bekannt als Fernsehmoderator und Fernsehkoch. Mit den Shows The Taste, Kitchen Impossible, Grill den Profi  und First Dates – Ein Tisch für zwei ist er einem Millionenpublikum bekannt geworden. Doch sein Vorleben ist viel interessanter: Roland Trettl stammt aus Südtirol und war vom Guide Michelin mit einem Stern gekrönt – bevor er sich dem schnöden Mammon zuwandte. 

Roland Trettl ging durch die exzellente Schule von Küchengott Eckart Witzigmann, er kochte im Aubergine, im Tantris, war für Witzigmann im Restaurant Ca’s Puers auf Mallorca und führte das Restaurant Ikarus in Salzburg. Die exzellente Kochkunst liegt dem Südtiroler also im Blut. Die Liebe zu den Produkten vor allem – oder besser: zu den Lebensmitteln. Denn darauf legt er selbst allergrößten Wert: Wir leben von Lebensmitteln, wir kochen und essen, damit unser Körper funktioniert, damit wir gut leben können. Das Wort “Produkt” hört sich künstlich an, eher wie ein maschinell hergestelltes Teil. Wir essen jedoch natürliche Dinge, die auf bzw. in unserer Erde wachsen. 

Vor wenigen Tagen präsentierte Roland Trettl einige der besten Lebensmittel aus seiner Heimat: Speck, Käse, Äpfel und Wein. Genau diese Lebensmittel spiegeln die traditionelle Lebensweise und Geschichte Südtirols. 

Roland Trettl ist ein waschechter Südtiroler. Er ist in Bozen geboren und aufgewachsen. So ist er perfekt geeignet, um Südtiroler Lebensmittel vorzustellen. Mit 16 Jahren hat er eine Kochlehre begonnen, da es zum Eishockey-Profi nicht gereicht hat. Mit 21 Jahren hat er Südtirol verlassen, und zu Eckart Witzigmann gegangen. Jetzt ist Roland Trettl das Gesicht der Kampagne zu EU-Gütesiegeln “Europa, wo Qualität zu Hause ist”. 

Das Förderprogramm informiert drei Jahre lang über die Qualitätsversprechen, die mit den europäischen Gütesiegeln geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützte geografische Angabe (g.g.A.) sowie der Auszeichnung DOC (Italienisch: „Denominazione di origine controllata“ für kontrollierte Herkunftsbezeichnung) verbunden sind.

Von 2018 bis 2020 klärt die Kampagne mit dem Untertitel „Authentischer Geschmack mitgarantierter Herkunft“ am Beispiel von Südtirol DOC Wein, Südtiroler Apfel g.g.A.,Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser g.U. Käse Fachleute aus Handel und Gastronomie sowie Verbraucher darüber auf, welche Garantien die EU-Gütesiegel geben und welchen Mehrwert sie für Konsumenten und Produzenten bergen. Initiatoren der Kampagne sind das Südtiroler Apfelkonsortium, das Konsortium Stilfser Käse, das Südtiroler Speck Konsortium und das Konsortium Südtirol Wein. Das von der Europäischen Union geförderte Programm umfasst Aktionen im Heimatmarkt Italien und in den Exportmärkten Deutschland, den Niederlanden und Schweden.

Für den Handel sind insgesamt 540 Verkostungstage mit Südtiroler Apfel, Südtiroler Speck und Stilfser Käse geplant. Dabei sollen Endverbraucher sich davon überzeugen können, dass Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung auch geschmacklich den Unterschied machen. Zudem sind 12 Seminare zur Schulung von angehenden Wein-Profis vorgesehen. Darüber hinaus setzt die Kampagne auch auf die Zusammenarbeit mit Influencern. So erhalten mehrere Food- und Weinblogger die Gelegenheit, die vier Produkte mit EU-Gütesiegel kennenzulernen und sich bei Studienreisen nach Südtirol von den traditionellen und kontrollierten Herstellungsmethoden zu überzeugen.

EU-Gütesiegel stehen für garantierte Herkunft und Qualität

Die Gütesiegel der Europäischen Union zeichnen landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel aus, die eng mit ihrer Herkunftsregion, handwerklichen Traditionen und den Menschen, die sie herstellen, verbunden sind. Sie geben Verbrauchern die Sicherheit, ein authentisches und kontrolliertes Qualitätsprodukt zu kaufen. So garantiert die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), dass alle Produktionsschritte nach traditionellen Methoden in der Herkunftsregion erfolgt sind. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) dokumentiert, dass mindestens ein Produktionsschritt nach festgelegten Kriterien in der Herkunftsregion stattgefunden hat. Damit sind die Erzeugnisse rückverfolgbar – ein Aspekt, der für Konsumenten immer wichtiger wird. Das gilt auch für den Südtirol DOC Wein, den Südtiroler Apfel g.g.A., den Südtiroler Speck g.g.A. und den Stilfser g.U. Käse. Mit EU-Gütesiegel ausgezeichnet, stehen diese Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung für Qualität aus der Region Südtirol und beispielhaft für Qualität aus Europa.

Qualitätsprodukte Wein, Apfel, Speck und Käse

Die DOC-Herkunftsbezeichnung für Südtiroler Weine existiert seit 1971. Heute sind mehr als 98 Prozent der gesamten Rebfläche Südtirols DOC-klassifiziert. Alle Weine aus dem DOC-Gebiet unterliegen strengen Qualitätskontrollen – beispielsweise mit einer Begrenzung des Höchstertrags, Mindestwerten für Alkohol- und Säuregehalt und vieles mehr. Dank seiner geografischen Lage und dem milden, alpin-kontinentalen Klima stellt Südtirol auf 5.400 Hektar Rebfläche ein überaus facettenreiches Weinanbaugebiet dar. Hier wachsen 20 verschiedene Rebsorten – etwa 60 Prozent davon sind weiß, 40 Prozent davon sind rot.

Der Südtiroler Apfel g.g.A. ist seit 2005 von der EU als geschützte geografische Angabe anerkannt. Mit 300 Sonnentagen im Jahr, viel Regen im Frühling, einem in der Regel milden Sommer und Herbst bietet die Region ideale Bedingungen für den Apfelanbau auf bis zu 1.000 m Höhe. Dieses einzigartige Klima, gepaart mit einem kontrollierten, naturnahen und ökologischen Anbau, verleiht dem Südtiroler Apfel seine typische saftige und knackige Qualität. Aktuell tragen 13 Sorten das g.g.A.-Siegel: Braeburn, Elstar, Fuji, Gala, Golden Delicious, Granny Smith, Idared, Morgenduft, Jonagold, Pinova, Red Delicious, Topaz, Winesap.

Der Südtiroler Speck g.g.A. trägt seit 1996 die geschützte geografische Angabe. Die sorgfältige Auswahl des Schweinefleischs sowie klare Leitlinien und Kontrollen bei der Produktion machen den Südtiroler Speck unverwechselbar. Der Leitsatz der Hersteller„Wenig Salz, wenig Rauch und viel frische Luft“ ist Teil der gelebten Handwerkstradition,die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Typisch für den Südtiroler Speck sind sein würziger und leicht rauchiger Geschmack – nur der beste Speck bekommt das historische Brandsiegel.

Der Stilfser g.U. Käse ist seit 2007 von der EU als einziger Käse Südtirols mit geschützter Ursprungsbezeichnung anerkannt. Das spricht für traditionelle Qualität und den historischen Bezug zum Ursprungsgebiet: Die Herstellung des „Stilfser“ lässt sich bis ins Jahr 1914 zurückverfolgen. Es handelt sich um einen für die Region typischen Käse, der mindestens 60 Tage gereift ist. Hierfür wird frische Kuhmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen, die größtenteils oberhalb von 1.000 Metern Höhe liegen, innerhalb von 48 Stunden verarbeitet. Derzeit wird der Stilfser von Mila im Werk Bruneck und in der Sennerei Burgeis produziert.

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Bayerischer Kartoffelkalender 2019: Die Bayerische kARToffel

Die tolle Knolle wird zum Kunstobjekt. Und zum Kalender. Zum Kartoffelkalender. Denn statt halbnackten Mädchen in aufreizenden Posen, statt des schon fast traditionellen Pin-up-Kalenders “Heiße Kartoffel” gibt es jetzt den Kunstkalender 2019. Nach fünf Jahren “Sex Sells” geht die Marketing-Initiative “Bayerische Kartoffel” neue Wege. 

Der Launch des Kalenders 2019 wurde bereits mit Spannung erwartet. Während die Kalenderedition „Heiße Kartoffel“ bislang auf nackte Haut und Augenzwinkernde Erotik am Arbeitsplatz setzte, bekommen die Darsteller in der Neuauflage 2019 ein kunstvolles Gewand.

Die Marketing-Initiative hebt den Kalender mit „bayerische kARToffel“ in eine neue künstlerische Dimension. Mit Hilfe des kunstsinnigen Profi-Fotografen Dominik Parzinger und eines Beamers verschmelzen die jungen Damen und Herren förmlich mit einem Motiv aus der Kartoffelszene. Das Ergebnis, 13 künstlerisch verfremdete Bilder, lässt sich sehen. Die Models tragen mit den Motiven aus der Kartoffelbranche ihre Heimat gewissermaßen auf der Haut – und machen aus der„Heißen Kartoffel“ einen coolen Kalender mit künstlerischem Anspruch. Mit dem revolutionären Refresh „bayerische kARToffel“ beweist die Marketing-Initiative Mut zur Veränderung und zeigt, dass eine große Stärke der Knolle in ihrer Vielseitigkeit liegt.

Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir wollten einfach mal nach fünf Jahren neue Wege gehen und das Produkt neu, moderner aufziehen. Wichtig war uns bei dem Relaunch, das wir unserer Philosophie treu bleiben. Alle haben einen direkten Bezug zur Knolle oder stammen sogar von einem Hof mit Kartoffelerzeugung.“

In einem dunklen Raum werden mittels eines Beamers Fotos von Kartoffelpflanzen, von Knollen oder von einem Kartoffelacker direkt auf den Körper des Models und auf die Leinwand dahinter projiziert. Das Ziel sei “ein cooler Kalender mit künstlerischem Anspruch”, wie es in der Ankündigung heißt. Passend dazu hat die Aktion den Namen “Heiße Kartoffel” abgelegt und firmiert nun als “bayerische kARToffel”.

Dies Video von unseren Kollegen von ganz-muenchen.de gibt einen kleinen Einblick in die Veranstaltung:

Den Spaß können wir Journalisten uns natürlich nicht nehmen lassen und haben ebenfalls die Gelegenheit, Bilder von uns zu machen, auf denen Kartoffelmotive auf uns projiziert werden. 

Die Models 2019 im Überblick:

  • Titelbild: Annika Flamensbeck (Habertshausen)
  • Januar: Ramona Glöckl (Karlshuld)
  • Februar: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • März:  Johannes Westner (Kühbach/Haslangkreit)
  • April: Martina Maurer (Pömbach)
  • Mai: Christine Karrer (Erding)
  • Juni: Christina Lanzl (Weichering)
  • Juli: Julia Feigl (Hagenhill)
  • August: Freddy Killensberger (Wortelstetten)
  • September: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • Oktober: Anna Weigelt (Pflugdorf)
  • November: Philip Killensberger (Wortelstetten)
  • Dezember: Annika Flamensbeck (Habertshausen)

Das Kunstwerk ist mit hochwertiger Spiralbindung im Format DIN A 3 zum Preis von 15 Euro erhältlich. Die „kARToffel“ ist ein Projekt der Bayerischen Kartoffelanbauer und ihrer Vermarkter.

Buchtipp:

Service:

Heiße Kartoffel: Die dolle Knolle macht ‘ne dufte Figur

Heiße Kartoffel

“Op dem Maat, op dem Maat, Stonn die Buure, Decke Eier, fuhle Prumme, Lange Muhre.” Jeder Kölner Jeck kann das Lied von den Räubern sofort mitsingen, gehört es doch zu den absoluten Klassikern des Karnevals. Wer nicht des Kölschen mächtig ist, staunt und wundert sich, worum es eigentlich geht: Über den Einkauf auf einem Markt – natürlich! Uns fällt es wie eine heiße Kartoffel von den Augen.

Heiße Kartoffel Kartoffelkalender

Zu Hochdeutsch: “Auf dem Markt, auf dem Markt, Stehen die Bauern, Dicke Eier, faule Kartoffeln, Lange Möhren.” Nun, faule Kartoffeln will wohl keiner von uns einkaufen. Aber die kleinen jungen oder auch die richtig grossen dicken Kartoffeln machen zu vielen Gerichten eine gute Figur als Begleiter. Und sie sind eine runde Sache: Während der typisch bayerische Kloß jeweils zur Hälfte aus rohen und gekochten Erdäpfeln besteht, kommt der „Heiße Kartoffel“-Kalender heuer auch zweiteilig daher.

Heiße Kartoffel Kartoffelkalender
Denn erstmalig standen dieses Jahr neben den jungen Damen aus der Kartoffelbranche auch männliche Models vor der Kamera. Schließlich soll – der Vielfalt der Kartoffelsorten entsprechend – für jeden Geschmack etwas dabei sein. Während also der Jungwinzerinnen-Kalender ausschliesslich mit Winzer-Nachwuchs produziert wird, besorgten sich die Kartoffelbauerinnen noch ein paar knackige männliche Models.

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Unkrautknödel von der Kräuterhexe Johanna

Unkrautknödel 2 (©iStock.com_ALLEKO)
Verhexte Wintergerichte für die Gesundheit: Die Kräuterhexe Johanna von Leutasch weiss uns mit einem Unkrautknödel gut einzuheizen. In der kalten Jahreszeit steigt der Appetit auf herzhafte Schmankerln. Die Olympiaregion Seefeld in Tirol, bekannt für ihre traditionelle Küche und Lebensart, bringt mit dem Buch „Leutasch tut mir gut“ das Leutascher Lebensgefühl sowie die seit Generationen überlieferten Rezepte auf die Teller der Leser.

Wenn die Tage kälter werden und wir uns nach der Wärme von knisterndem, lauschigem Kaminfeuer sehnen, sorgen Köstlichkeiten wie Frittatensuppe, Schweinsbraten mit Semmelknödel oder Kaiserschmarrn für ein wohliges Gefühl im Magen und für gute Laune in der kalten Jahreszeit.

Unkrautknödel Kräuterhexe Johanna Krug Leutasch
Kräuterpädagogin Johanna Krug (54) kennt Leutasch und jedes noch so kleine vermeintliche Kraut bestens. Die Tirolerin kreiert ihre eigenen kontrolliert-biologischen Produkte aus den Kräutern und Wildpflanzen der Region und ihrem Garten. Ihre pikanten Wildkräuterknödel sind gesunde und wohltuende Begleiter durch die Herbst- und Winterzeit und präsentieren die Geschmacksvielfalt der Region. (mehr …)

Sex sells: Die Lebende Speisekarte

Lebende Speisekarte Sex sells, Kulinarik und Erotik liegen dicht beieinander. Wer erinnert sich nicht gerne an die Kühlschrankszene von “9 1/2 Wochen” oder die Persiflage dazu in “Hot Shots”. Doch im Speisekarten-Blog habe ich folgenden Artikel mit diesem superleckeren Foto gefunden:

“Nach Kühen und T-Shirts jetzt die lebende Speisekarte. Irgendwie allerdings nicht wirklich überraschend für mich. Trotzdem fällt diese Karte in die Könner-Klasse.”

Das kann ich meinen Lesern doch nicht vorenthalten…
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Foodvibes: Delikatessen aus ausgesuchten Manufakturen

Das Foodvibes Paket enthält Havelwasser, Kokos-Knusperstreusel, Thai-Koriander Pesto, Pink Rasperry Chocolate Chunk (was für ein Zeug bitte?), Gurkenlimonade, Kakao-Balsamico, Knusprige Käseblattes - die lasse ich mir gleich zu einem #Glenlivet Founders
Köstlichkeiten aus der Kiste: Eine Überraschungs-Box mit den perfekten Drinks für einen lauen Sommerabend und jede Menge Spezialitäten zum geniessen erreichte mich vor einer kleinen Weile. Foodvibes reiht sich ein in die Liste der vielen Start-ups, die uns mit besten Produkten verwöhnen wollen. Wir haben ein paar echt coole Leckereien für Euch verkostet.

Überraschung zum Wochenstart: Foodvibes schickt ein #Carepaket mit leckeren Spezialitäten. #Food #Convenience #Paket
Bei Foodvibes findet der Kunde außergewöhnliche Delikatessen für ein besonderes Geschmackserlebnis. Mit der monatlichen Überraschungs-Box – in der regional produzierte Lebensmittel von handverlesenen Manufakturen präsentiert werden – wird der Kunden jeden Monat auf eine neue Entdeckungsreise durch die Welt der Feinkost geschickt. Dazu werden Inspirationen und Rezepte rund um das Thema Ernährung angeboten.

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