Salzburger Land: Zur Adventszeit Kuscheln in Fuschl und Weihnachtsmärkte am Wolfgangsee

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Adventszeit ist Kuschelzeit: Verführerische Düfte nach Weihrauch, Zedernholz, Orangen und Zimt empfangen uns auf den Weihnachtsmärkten. Einen ganz besonderen Reiz übt das Salzburger Land zwischen Fuschlsee und Wolfgangsee aus. Zeit wird’s für einen Abstecher in das Schloss Fuschl Resort & SPA sowie das Weiße Rössl am Wolfgangsee. Zwei Hotels, zwei Legenden, zwei Seen: Jeweils Nachbarn, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

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Entspannende Stunden am märchenhaften Fuschlsee versprechen die Seeterrasse des Schloss Fuschl Resort & SPA mit ihren luxuriösen Strandkörben und kuscheligen Felldecken, der inspirierende Adventsmarkt im Hotel, die kostbaren Krippen und natürlich der imposante Weihnachtsbaum vor dem Schlossturm.

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Der Adventsmarkt
Der Adventsmarkt und damit die Adventszeit im Schloss Fuschl wird feierlich
begangen mit der festlichen Beleuchtung des Weihnachtsbaumes, Turmbläsern und einer winterlichen Modenschau, präsentiert von den Mitarbeitern des Schloss Fuschl höchstpersönlich. Der Adventsmarkt im Schloss Fuschl sowie die Adventausstellung Blumen & Gartendesign in der Remise nebenan gehören zu den Highlights der Weihnachtsmärkte rund um Salzburg. Advent, wo schon Romy Schneider sich wie zu Hause fühlte.

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Hotel_Schloss_Fuschl_Dez2012_014Adventzauber im Schloss Fuschl
Hier wurden die Sissi-Filme gedreht. Die echte, wirkliche Sisi verbrachte ihre frühen Jahre eigentlich im Schloss Possenhofen am Starnberger See, doch erhielten die Filmemacher damals dafür keine Drehgenehmigung. Also wichen sie aus auf das ähnlich kleine, ähnlich malerisch am See gelegene Schloss Fuschl. Das exklusive Haus mit seinem denkmalgeschützten Schlossturm aus dem 15. Jahrhundert bildet eine ebenso perfekte Kulisse für den Weihnachtsmarkt. Unabhängig vom Wetter flaniert der Adventsgast durch die historischen Schloss-Räumlichkeiten und erfreut sich der Besonderheiten vieler Aussteller, Sissi-Lebkuchen oder Pralinen an den Adventsamstagen- und -sonntagen feil bieten. Filz und Loden, Hirsch und Hornaccessoires sind nur einige der zahlreichen schönen Dinge, die zum Einkaufen verführen.

Eröffnung des Weihnachtsmarktes mit einer Modenschau.
Musikalisch umrahmt wird der Weihnachtsmarkt im Schloss Fuschl jeden Samstag, wenn Turmbläser vor dem historischen Schloss Turm für Gänsehautstimmung vor dem hell erleuchteten Christbaum sorgen. Sonntags kommen die Gäste dank der weihnachtlichen Lesung in der Zigarren Lounge in besinnliche Stimmung. Traditioneller Weise dürfen natürlich auch Krampusse zu Weihnachten nicht fehlen.

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Rustikal wird es zum Abendessen. Leckere Steaks zum selbst grillen auf dem heißen Stein: Das ist mal eine etwas andere, deutlich kommunikativere Form der Abendgestaltung. Es geht absolut nicht steif zu, die Gäste sind gefordert sich mit den Tischnachbarn zu unterhalten und die Kellner scharwenzeln nicht pausenlos um einen herum.

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Frische Steaks von Huhn, Schwein, Rind und Lamm liegen vor uns, wir können selbst auswählen, was wir möchten und wie wie lange wir das Fleisch grillen möchten.

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Ähnlich unterhaltsam wie beim Fondue oder Raclette ist so ein Tischgrillen. Unsere kleine Runde hat sichtlich Spaß und wir lassen es uns sehr gut schmecken. Natürlich begleitet von besten Weinen aus dem reichhaltigen Keller des Schloss Fuschl.

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Die Salzburger Nockerln zum süßen Abschluß sind dann der absolute Hit. Die müssen ja wirklich ganz frisch aufgeschlagen sein. Ein Grund, warum es sie heute leider nicht mehr überall gibt. Dies Gericht braucht Zeit und Liebe in der Küche. Und sie sind am Gaumen ein absoluter Hochgenuss. Und zum Abschluss des Abends genossen wir noch die Feuerzangenbowle an der Hotelbar.

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Adventsmärkte rund um den Fuschlsee
Unter dem Motto „Advent der Dörfer“ feiert die Region Fuschlsee jährlich in sieben Orten das überlieferte Brauchtum auf klassische Weise. Ob Adventmarkt, Christkindlmarkt oder mittelalterlicher Weihnachtsmarkt – in jedem Ort erwartet den Gast gelebte Tradition. Der Salzburger Christkindlmarkt am Domplatz in der Stadt gilt beispielsweise seit jeher als wahrer Publikumsmagnet und beim Wolfgangsee Advent gelangen die Besucher per Schiff zu den schmucken Weihnachtsmärkten in St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang. Ein künstlerisches Rahmenprogramm, begleitet von Düften nach Glühwein, köstlichen Maronen und gebrannten Mandeln, lässt keine Langeweile aufkommen, ob Musik, Kunst oder Lesungen – auch für Kinder ist etwas mit dabei. Wir beginnen mit St. Gilgen, wo schon unser Altkanzler Helmut Kohl seinen Urlaub verbrachte. Wie wir erfahren, wusste jeder im Ort davon, jeder wusste, in welcher Appartementwohnung er mit seiner Hannelore wohnte, in welcher Bäckerei er regelmässig seinen Lieblingskuchen gegessen hat. Er war ein ganz normaler Urlaubsgast – und natürlich ein ganz spezieller Ehrengast.

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Das Café Nannerl hingegen wurde nach der Schwester Wolfgang Amadeus Mozarts benannt, die hier in St. Gilgen gelebt und mit dem Rechtspfleger Johann Baptist von Berchthold zu Sonnenburg verheiratet war.

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Der Weinachtsmarkt von St. Gilgen hat natürlich auch diverse kleine Freßbuden, doch sind sie hier noch etwas netter dekoriert.

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Da darf ein ordentlicher Kaiserschmarrn ebensowenig fehlen…

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… wie die geistigen Ergüsse des Salzburger Landes.

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Nun ist der Marktplatz von St. Gilgen zwar nicht gross, doch die kleinen Buden inmitten der schönen alten Häuser bringen ein wunderschönes Flair in den Advent. Auch wenn der Schnee und die wirklich kalten Temperaturen leider fehlen.

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Doch ein ganz besonderes Highlight ist die Krippenausstellung. Hier sind wirklich besonders schöne, mit viel Liebe und handwerklichem Können gestaltete Krippen zu bewundern. Sie sind aus allem, was die umliegenden Wälder bieten gefertigt: Holz, Stein, Moos, Kiefernzapfen.

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Natürlich ist das alles käuflich, nur eine Frage des Geldes. Wie so vieles hier in unmittelbarer Nähe der Konzernzentrale von Red Bull.

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Da darf es dann auch gern mal etwas mehr und etwas größer sein, da wird die Krippenszene in ein Salzburger Bauernhaus verlegt, mit allem, was dazu gehört.

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Oder stellen wir uns die Krippenszene so vor: unter einer Wurzel im Wald?

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Ganz besonders schönes Kunsthandwerk. Das trifft ebenfalls zu auf die liebevoll gestalteten Keramikarbeiten…

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wie auf die kleinen Engelsfiguren.

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Und wer sich die Krippenszene doch eher in einer römisch-italienischen Umgebung vorstellt, der ist hier mit schlappen 600 €uronen locker dabei…

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Weiter gehts von St. Gilgen nach St. Wolfgang über den namensgebenden Wolfgangsee.

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Wer Zeit hat, dem sei das Mozarthaus zu St. Gilgen empfohlen, direkt neben dem Anleger.

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Doch uns zieht es über den See. Der Fährmann wartet nicht lang, die Fahrt ist malerisch schön. So entspannt wünscht man sich zeitweilig seinen Arbeitsweg. In dem einen Ort wohnen, mit der Fähre zur Arbeit in den anderen Ort fahren, sich während der Fahrt den Wind um die Ohren sausen lassen, die Gedanken schweifen lassen und die herrliche Aussicht geniessen. Hier im Salzburger Land bietet es sich einfach an.

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Leider wird die Aussicht auf St. Wolfgang von diesem ehrlich gesagt potthässlichen Hotelklotz verstellt und verbaut, zumal er auch höher wirkt oder ggf. auch ist als die Stadtkirche. Das passt hier nicht in die Gegend. Welche irren Stadtväter dies genehmigt haben? Ob hier Brausemillionen eine Rolle gespielt haben? Ich weiss es nicht. Ich finde jedenfalls, dass dieser Scalaria-Klotz von aussen eine Zumutung ist. Dass es innen drin nett sein mag, lasse ich mal dahingestellt. Es ist eben eine Tagungs- und Eventlocation, der MICE-Markt winkt. Die Aussicht auf den See und die Bergwelt ist natürlich spektakulär. Doch die geniesse ich dann lieber aus einem anderen Hotel.

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Vom Anleger in St. Wolfgang sind es nur wenige Schritte bis zum Weihnachtsmarkt des Ortes. Im Gegensatz zu dem beschaulich-ruhigen St. Gilgen ist hier in St. Wolfgang so richtig viel los.

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An einem der kleinen Plätze in der Fußgängerzone von St. Wolfgang prangt ein grosses Schild: FREE WIFI. Hier hat jemand an die internationalen Gäste gedacht, hier ist einer so richtig vorbildlich. Schade, dass es das in Deutschland noch viel zu selten gibt. So ist es kein Problem, mal eben per Wlan die eigenen Mails zu checken und Grüße vom Weihnachtsmarkt am Wolfgangsee in die Welt zu versenden.

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Der Budenzauber in St. Wolfgang ist ungleich größer als der in St. Gilgen. Hier drängelt sich internationales Publikum, Österreicher, Deutsche, Holländer, Belgier, Amerikaner, Japaner… – wer in Salzburg etwas Zeit verbringt, sollte auch unbedingt nach St. Wolfgang auf einen Abstecher fahren. Nicht von ungefähr halten hier auch viele Busgruppen für einen kurzen Ausflug an.

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Der Wolfgangsee und St. Wolfgang verdanken ihre weltweite Berühmtheit natürlich der Operette, dem Musical über das Romantik-Hotel Weisses Rössl am Wolfgangsee. Dieses Lustspiel erfreut sich sehr großer internationaler Beliebtheit und wird auch heute noch immer wieder gern neu interpretiert. Nicht ganz unschuldig an seinem exzellenten Ruf ist der jetzige Altwirt und hervorragende Hotelier und Gastgeber Helmut Peter. Doch zu diesem einmalig wunderschönen, romantischem, kuschligem Hotel schreibe ich gern ein anderes Mal mehr. Nicht nur, weil die Hotelzimmer besonders schön kuschlig sind. Sondern auch weil ich die besondere Ehre und das Vergnügen hatte, mit Helmut Peter eine Wanderung zu unternehmen. Dies alles steht auf einem anderen Blatt und wird Euch ein anderes Mal erzählt.

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Dem über die vielen Jahrzehnte langsam doch stetig gewachsenen Familienhotel ist dabei etwas ganz besonderes gelungen: Das Hotel wurde „gedreht“. Durch den Zukauf eines anderen Hotels, das direkt gegenüber der Pilgerkirche St. Wolfgang gelegen ist, baute die Familie Peter den gesamten Empfangsbereich sowie einige neue Suiten in das neu erworbene und völlig umgebaute Haus. Sämtliche Häuser, die zu dem Hotel gehören sind per Brücken oder Treppen miteinander verbunden. Einzig die Tiefgarage verbirgt sich in einem anderen Haus, das etwas abseits steht.

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Und während die vielen Tages- und Ausflugsgäste den Blick über den Wolfgangsee geniessen, sei es vom Ausflugsrestaurant des Weissen Rössl oder von der Terrasse direkt daneben, sind die Hotelgäste in der Etage darüber oder aber im Hotelpool, der direkt im Wolfgangsee liegt. Beide doch sehr unterschiedliche Gäste können sich dabei nicht kreuzen, über den Weg laufen, im Weg stehen. Das Ausflugsrestaurant ist nur von aussen, das Hotelrestaurant ist nur über das Hotel selbst erreichbar.

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Zurück im Schloss Fuschl und kurz vor der Abreise steht mir noch der Sinn nach einer Kleinigkeit: Ein Club-Sandwich, der Klassiker schlechthin in internationalen Top-Hotels. Dass sich das Schloss Fuschl, immerhin im Besitz der Schörghuber-Gruppe und ein Mitglied der Starwood Hotels & Resorts und dort in der Luxury Collection untergebracht, es sich nehmen lässt, hier ein außerordentlich leckeren und frischen Snack auf den Tisch zu zaubern, liegt fast auf der Hand. Das Besondere: er ist gefüllt mit Forellenfilets aus dem Fuschlsee aus der eigenen Fischerei. Was ganz was besonders Leckeres!

Omelette mit grünem Spargel und Trüffelöl zum Frühstück
Umso enttäuschender allerdings war ich beim Frühstück – und dies sei nur der Vollständigkeit halber aus Chronistenpflicht erwähnt, dass zum Frühstück ein frisches Omelett mit Trüffeln angeboten wird. Ja, auf der kleinen Speisekarte auf dem Frühstückstisch stand klar und deutlich drauf, dass das Omelett mit Trüffeln gemacht wird. Doch als es dann vor mir stand, war ich sehr enttäuscht: keine Spur von Trüffeln. Nichts weisses, nichts schwarzes. Doch klar, es roch nach Trüffel, es schmeckte nach Trüffel. Auf Nachfrage bestätigte die Kellnerin mir, dass hier simples Trüffelöl verwendet wurde. Wir geben also eine teure, exquisite Zutat vor, nehmen dann aber eine der billigsten Zutaten? Sorry, das passt nicht zu dem Fünf-Sterne-Standard des Schloss Fuschl. Doch das nur am Rande.

Insgesamt also ein wundervoller Adventsausflug nach Österreich ins Salzburger Land. Auch wenn St. Wolfgang eigentlich im Salzkammergut liegt. Doch wer will denn schon so kleinlich sein.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zum Reiseblogger-Adventskalender auf Teilzeitreisender.de.
In dieser Reihe sind bisher erschienen:

Disclosure:
Wir danken dem Schloss Fuschl Resort & SPA sowie dem Romantik-Hotel Weißes Rössl am Wolfgangsee für die überaus grosszügige und herzliche Gastfreundschaft.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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