Konjunkturbarometer Sommer 2008: Hotellerie steigert Preise und Auslastung

Deutlich anziehende Durchschnittspreise und entsprechend höhere Zimmererträge vermeldet der Hotelverband Deutschland (IHA) als Halbjahresergebnis für die Hotellerie in Deutschland bei der Vorstellung des aktuellen IHA-Hotelkonjunkturbarometers in Berlin.

Die durchschnittlichen Zimmerpreise (ARR) zogen um 5,0 Prozent auf 91 Euro an. Die größten Zuwächse konnten hier die Hotels in mittleren Städten sowie Vier-Sterne-Häuser (je +6,7 Prozent) erzielen. Absolut sind die Hotels in Großstädten die Spitzenreiter (102 Euro), gefolgt von Flughafenhotels (95 Euro). Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 57 Euro.

Der Hotelverband verweist zugleich aber auf konjunkturelle Risiken wie stark steigende Energiepreise und den allgemeinen Kaufkraftentzug bei den Bürgern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzte das klassische Beherbergungsgewerbe von Januar bis Juni 2008 nominal 2,6 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum, real bedeutet dies jedoch ein Minus von 0,2 Prozent.

Häuser in mittleren Städten verzeichneten ein Plus von 11,1 Prozent. Auch das Budgetsegment (+8,1%) und die Hotels mit ein bis drei Sternen (+7,8%) konnten zulegen. Die Zahl der Übernachtungen stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres im klassischen Beherbergungsgewerbe um 3,2 Prozent. Die durchschnittliche Zimmerauslastung (OCC) stieg im ersten Halbjahr 2008 nur leicht um 0,3 Prozent auf 62,0 Prozent. Hotels in mittleren Städten (+4,1%) schnitten dabei am besten ab, während Häuser in kleineren Städten nur ein leichtes Plus (+0,6%) verzeichneten.

Das komplette IHA-Hotelkonjunkturbarometer Sommer 2008 kann hier heruntergeladen werden.

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