Das Kranzbach: Das wirklich wahre Wellness-Wohlfühl-Hotel – very british

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Als Mary Isabel Portman vor 140 Jahren geboren wurde, ahnte keiner, dass sie eines Tages ein bedeutendes Kulturdenkmal in den bayerischen Alpen hinterlassen würde, weit von ihrer Heimat in London entfernt. Doch Zufall und Weltgeschichte wollten es, dass sie ihr Traumschloss nie bewohnen konnte. Dafür können wir heutzutage in einem historischen Schloss und gleichzeitig hochmodernen Hotel großartig ausspannen und das britischen Flair geniessen. Wir gönnen uns ein paar Tage im alpinen Hideaway Das Kranzbach in den bayerischen Alpen, unweit von Garmisch-Partenkirchen entfernt.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_024Mary Portman wird als hübsche, feingliedrige junge Frau mit ernstem, beinahe ein wenig trotzigem Blick von Zeitzeugen und Bildern beschrieben. Doch muss die Dame auch ein wenig mehr als trotzig-störrisch gewesen sein. Die Nähe zu Persönlichkeiten wie Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf legen nahe, dass sie frauenrechtlerische und eventuell sogar radikalfeministische Theorien vertrat. Ob sie gar lesbisch war…? Und das war damals im konservativen England ein Frevel. Also wurde sie von der Familie finanziell reichlich abgefunden, so dass sie wohl keinerlei Geldmangel litt, aber enterbt und rausgeworfen wurde. Selbst heute noch ist sie auf der Wikipedia-Seite ihres Vaters Henry Berkeley Portman, 2nd Viscount Portman, nicht namentlich erwähnt. Dort steht, er habe nur acht Kinder gehabt, sie war aber sein zehntes Kind. Eine eigene Wikipedia-Seite hat ihr noch keiner gegönnt. So zog Mary Portman über Berlin und Dresden bis sie nach Krün kam.

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In Garmisch erwarb sie 1913 die Kranzbachwiese im romantischen Bergtal 15 km von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Sie war zu dem Zeitpunkt 36 Jahre jung und zweifellos mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet. Noch im gleichen Jahr lieferten ihr die englischen Architekten Detmar Blow und Fernand Billerey die Pläne für ihr „Wohnhaus in Krün“. Sie erbauten das „Englische Schloss“ mit seinen typischen Treppengiebeln ganz im Geiste der britischen „Arts and Crafts“-Bewegung, deren Mitglieder eine Renaissance der mittelalterlichen Handwerkskünste anstrebten. Kranzbachs märchenhaften Äußeres erinnert an schottische oder irische natursteingemauerte Country Houses.

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Vom Bahnhof Klais aus, Deutschlands höchstgelegenen Bahnhof auf 933m üNN, an dem sogar der ICE nach Innsbruck hält, führt eine Privatstrasse den Berg hinauf ins Elmauer Tal. Keine Nachbarn, keine Straßen – sondern rundum geschützte Buckelwiesen, Wälder der Bayerischen Staatsforste und die imposante Bergwelt mit Zugspitze, Wetterstein- und Karwendelgebirge. Die Lage kann kaum traumhafter sein.

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Im südlichen Nebengebäude ließ die künstlerisch begabte Schlossherrin eine hohe holzgetäfelte Konzerthalle einrichten, in der die besten Musiker Europas auftreten sollten. Mary Portman, Schülerin von August Wilhelm, dem Konzertmeister von Richard Wagner, war selbst eine hervorragende Geigerin, eine der besten im Europa ihrer Zeit.

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Ihre kostbare, 1735 vom Italiener Guiseppe Guarneri del Gesu erbaute Violine, befindet sich heute im Besitz der Stradivari-Gesellschaft und trägt den Namen „Mary Portman“. Gespielt wird das mittlerweile über 2 Millionen Dollar teure Instrument derzeit von der in Australien geborenen Violine-Solistin Adele Anthony.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_028Mary, die auch ein Haus in Berlin-Charlottenburg besaß, unterhielt enge Beziehungen zur deutschen und europäischen Musikszene und zu allerhand illustren Persönlichkeiten in Künstlerkreisen und der Frauenbewegung. Der Beginn des ersten Weltkrieges machte Mary Portmans Pläne zunichte. Ihr „Englisches Schloss“ wurde zwar im Großen und Ganzen fertig gestellt, aber wegen des Krieges konnte seine Erbauerin vermutlich nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Da Mary das Geld für den Bau aus England bekam, der Krieg die Auslandszahlungen stoppte und die Bauunternehmen ihr zustehendes Geld forderten, wanderte die junge Multimillionärin sogar für einige Tage ins Gefängnis. Für ihr Verhältnis des Kulturfans zum Land der Dichter und Denker war dies wenig förderlich. Nach dem Krieg kam sie nicht mehr zurück und starb 1931 im schweizerischen Montreux – ohne je ihr Traumhaus gesehen, geschweige denn ausgestattet zu haben. Dies Traumschloss wurde Filmkulisse für die Ganghofer-Verfilmung „Das Schweigen im Walde“, Bildungsstätte, Erholungsheim, Lazarett oder stand einfach leer. Nach seiner wechselvollen Geschichte kaufte 2003 der österreichische Hotelier Jakob Edinger das Hotel und liess umwandeln und eröffnete es wieder 2007 als Vier-Sterne-Superior Hotel & Wellness-Refugium Das Kranzbach nach umsichtiger Sanierung der Bestandsbauten sowie architektonischer Neukonzeption mit 131 Zimmern. Die 31 Zimmer im Haupthaus, dem steinernen Mary Portman Haus, erinnern aber von der Einrichtung her noch an ein englisches Landhaus aus dem vorigen Jahrhundert.

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In memoriam Mary Portman, die als ebenso kunstsinnig wie unkonventionell galt, wurde dabei im historischen Stammhaus ein englisch-exzentrischer Stil verfolgt, dem Stil der „Arts-and-Crafts Bewegung“ nachempfunden.

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Dafür wählte die Londoner Interieur Designerin Ilse Crawford Möbeldesign-Klassiker aus den letzten 100 Jahren, die sie mit kräftigen Farben und Mustern kombinierte.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_126Den Großteil der Einrichtungen (wie Tapeten, Teppiche, Lampen, Böden) ließ sie extra anfertigen und mixte sie dann mit Klassikern aus verschiedensten Epochen: Wie z.B. Egg Chairs von Arne Jacobsen, Chaiselongues aus den 30ern von Poltrona Frau, Thonet-Tischen und Stühlen aus den 60ern, die Midgard-Nachttischlampen aus den 80ern und Bad-Keramik von Aston Matthews von 1890. Der Rosen-Wandteppich ist ein ganz besonderes handgeknöpftes Einzelexemplar. Die Zimmer im »Mary Portman House« sind alle individuell eingerichtet – teilweise mit Hummel- oder Schmetterlingstapeten.

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Wer mag, kann im Games Room eine Runde Schach, Mühle oder Backgammon spielen.

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Die Zielgruppe dieses außergewöhnlich schönen und sehr besonderen Wellnesshotels: Mindestalter 16 Jahre, Kinder sind also unerwünscht. Was nicht gegen die Kinder geht, sondern für diese absolute Ruhe sorgt, die in dem Haus vorherrscht. Als wirklich wahres Wellnesshotel wird hier Wert gelegt auf Ruhe, Entspannung, Entschleunigung. Es gibt keinen Verkehrslärm, keine Straße führt in der Nähe vorbei, kein Flugzeug überfliegt das Tal. Das Kranzbach hat auch kein Problem, seine Gäste, die mit Kindern kommen möchten, an ein perfektes Familienhotel in der Nähe weiterzuleiten: Das Leading Family Hotel Alpenrose in Lermoos. Laut Hoteldirektor Klaus King sind Pärchen die Hauptkundschaft, dabei hat das Haus eine sehr hohe Stammkundschaft. Die Besonderheit: Das Hotel wird hauptsächlich von Frauen gebucht. Zuerst kommen die Frauen mit ihrer Mutter auf ein Mutter-Tochter-Wochenende, anschliessend kommen sie mit der besten Freundin zu einem Wellnesswochenende und erst beim dritten Mal nehmen sie den Partner mit. Von so einer aufschlussreichen Zielgruppe hatte ich bisher noch nicht gehört.

Einen kleinen Eindruck gibt Euch mein Zimmervideo:

Das Kranzbach: Die Zimmer im Englischen Schloss

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Mein Zimmer #52 liegt im historischen Teil, dem Englischen Schloss. Die Möblierung des Zimmers ist „very British“, ein dezent alter, leicht blinder Spiegel, eine Couch zum Versinken, ein traumhaft schöner Alpenblick aus dem Fenster…

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… sowie ein bequemes Bett. Das Zimmer ist wunderschön groß, auch wenn es keine Suite ist. Auf jeden Fall haben wir genügend Platz, uns zu bewegen, auch wenn wir in diesen Tagen eh kaum im Zimmer sind und die Zeit viel lieber draussen in der Natur oder im Wellnessbereich verbringen.

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Auf einem kleinen Schreibtisch steht ein Flatscreen-TV sowie frisches Bergquellwasser.

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Im Badezimmer steht ein Wellnesskorb zur Verfügung mit Bademänteln, Badelatschen und genügend Handtüchern für den Wellnessbereich, in der Dusche wartet eine Quietscheente und lässt den Gast nicht ganz allein. Die Toilette ist Rollstuhlfahrergerecht.

Das Kranzbach: Die Zimmer im Neubau

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Vom neuen Hotel, dessen größter Teil sich dem Blick verborgen und unter der Auffahrt versteckt, bekommt man erst einmal nichts mit. Während das Schloss zusammen mit den Torhäusern als Solitär in seiner alten Außenform blieb, wurden die Zimmer des Gartenflügels und die Tiefgarage unter der davor liegenden Wiese versteckt. Die zwischen 2006 und 2011 ausgeführten Anbauten erfolgten „unsichtbar“ in einer zurückhaltenden naturorientierten Architektur aus Holz, Glas und Naturstein.

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Die 98 Zimmer im Neubau sind umso moderner: Viel helles Holz und eigene Balkone oder Terrassen mit Blick nach Süden. Das Highlight ist natürlich der riesige Wellnessbereich mit Außenpool (im Winter beheizt) und großer Liegewiese.

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Wer sich das ganz besondere Erlebnis gönnen möchte, dem empfehlen wir das Baumhaus. Es ist wirklich in die Baumwipfel hineingebaut. Dabei durfte kein einziger Baum gefällt werden, das Haus ist also exakt so in den Wald gestellt worden, wie gerade Platz zwischen den Bäumen war.

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Mit einer separaten Brücke gelangen die Gäste zu ihrem Baumhaus und wohnen dann nur für sich allein zwischen den Bäumen. Ein ganz spezielles Erlebnis, das man sich auch leisten können muss.

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Einen ganz besonders lieben und kuschligen Freund können die Gäste am Hotelemfpang erwerben: Kuschelbären warten auf Gäste, die eventuell alleine angereist sind und einen Partner brauchen.

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Die Räumlichkeiten des Spas sind aber nicht nur groß, sondern auch sehr gemütlich! Anders als in vielen Wellness-Tempeln haben es die Architekten hier geschafft, trotz der Größe von 3.500 Quadratmetern eine Wohnzimmer-Atmosphäre zu kreieren, die tatsächlich einzigartig ist. Im Badehaus befinden sich die Pools, Saunen und Anwendungsräume. Auf dem Dach wurde eine FKK-Terrasse mit Panorama Sauna gestaltet. Hier hatte ich mein absolutes Highlight: Auf der Dachterrasse ganz alleine splitternackt auf einer Liege liegend, abkühlend und die totale Ruhe geniessend, betrachtete ich das Gebirgsmassiv von Karwendelgebirge, Wendelstein und Zugspitzmassiv. Traumhaft schön, man kann es einfach nur wiederholen und nur so ausdrücken. In den Außenbereichen wurden weitläufige Liegeweisen und Yoga Terrassen um einen Außenpool gruppiert. Ein Lady Spa mit Sauna und Ruheraum ist ebenfalls vorhanden.

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Dieser Bildband von Stefan George (Es lebe das Heilige Deutschland!) wurde von Melchior Lechter, dem bedeutendsten Vertreter von Arts & Craft in Deutschland, illustriert.
Das Angebot an Leistungen ist schwer zu toppen: Es gibt Yoga-Kurse in einem Raum mit freiem Blick in die Natur und 25 Behandlungsräume mit alleine 13 Therapeuten und einer Ärztin. Dazu Workshops mit Spezialisten, die wie artists-in-residence im Hotel weilen.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_160Das reicht von Schlafexperten über Qi Gong Coaches bis zu Astrologie-Gurus und Einführungen in die Ära der Arts & Crafts-Ära. Ich bin sehr dankbar, bei unserem Besuch den sehr wunderbaren und hoch informativen Vortrag von Sonja Schön genossen zu haben. Sie erklärte uns wie die Bewegung in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand und welche Gruppe von Malern, Architekten und anderen Künstlern mitwirkten und sie beeinflussten. In Deutschland ist mit Sicherheit Stefan George zu nennen, in dessen Werk sich der Einfluss der Arts & Crafts-Bewegung wiederfindet. Den oben abgebildeten dreieckigen Stuhl hat sie aus ihrem Privatbesitz als Anschauungsbeispiel für die außergewöhnliche Handwerkskunst dieses Zeitalters mitgebracht. Diese sehr starke und hoch intelligente Frau und sehr liebe Kollegin hat uns vor wenigen Tagen erst für immer verlassen. Danke, Sonja!

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Ein echter Hingucker ist Ilse Crawfords teils skurrile Einrichtung. Ob die überdimensionierte Schreibtischlampe im Blauen Salon, das kuschelige Spielzimmer mit extra ausgewählten Sesseln und Lampen, der gelbe Salon mit seinen amorphen Lampen oder die anheimelnde Bar, die förmlich zu langen Apres Ski-Gesprächen einlädt. Überall sorgen Kamine für die nötige Wohlfühlwärme.

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Ende 2015 hat sich Das Kranzbach eine Erweiterung des Lobbybereichs gegönnt und mit der Gestaltung natürlich keine geringere als erneut die First Lady des britischen Interior Designs beauftragt. Im Gegensatz zu den eher opulenten und stark farbig betonten bestehenden Salons, ist der neue Bereich als Erweiterung des Kräutergartens, der vor der Glasfront beginnt, gedacht.

Wo bislang nur ein halbrunder Gang von der Rezeption zum Restaurant und den Salons im historischen Mary Portman House führte, ließ Ilse Crawford einen neuen, lichten Raum anbauen: die Kräutergarten-Lobby. „Wir wollten ein Stück Natur nach innen bringen und eine zeitgenössische Orangerie schaffen“, so die britische Designerin, die bereits bei der ersten Umgestaltung des Hauses die Zimmer und öffentlichen Räume mit ihrer unverwechselbaren Handschrift geprägt hat.

Über die gesamte Breite heben bodentiefe Panorama-Scheiben die Grenzen nach draußen auf, wo Arnika, Basilikum, Estragon, Koriander, Liebstöckel, Pfefferminze, Salbei, Spitzwegerich, Thymian, Waldmeister oder Zitronenmelisse wachsen. Diese dienen nicht nur der Küche, sondern sind auch hübsch anzusehen.

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It’s time for High Tea! Als eines der wenigen Tophotels in Deutschland wird im Kranzbach die klassische englische Teekultur zelebriert. Klar, wo dann, wenn nicht hier. Bei edlem Darjeeling, optional gab es auch Milch dazu, was für mich ein Frevel ist, Scones und Sandwiches, genossen wir die britische Lebensart. Wer hier stilecht zum Afternoon-Tea sitzt, der fühlt sich ein kleines bisschen wie in Downton Abbey…

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Apropos Gastronomie: Klaus King, der einst in Lindau Deutschlands jüngster Sternekoch war, verzichtet im Kranzbach auf Gourmetküche.

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Dafür bietet das Hotel seinen Gästen eine Superior-Halbpension. Das große aber angenehm unterteilte Restaurant steht ausschließlich den bis zu 235 Gästen des Resorts zur Verfügung.

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Nach dem ausgezeichneten Frühstücksbüffet, das wohl kaum einen Wunsch offen lässt, stillt mittags ein „light lunch“ mit zwei Auswahlsuppen und kleinem Salatbuffet den kleinen Hunger.

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Damit niemand bis zum Abendessen darben muss, steht am Nachmittag eine Auswahl an Kuchen und Strudel bereit.

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Etwas für Geniesser ist das abendliche viergängige Auswahlmenü mit vielen regionalen Spezialitäten.

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Neben Fisch und Fleisch gibt es eine vegetarische Variante.

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Alle Gerichte werden frisch zubereitet. Damit das Warten nicht zu lang wird, steht ein erstklassiges Salat- und Käsebüffet bereit.

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Das Kranzbach: Heiße Tage, kühle Nächte in der Sommerfrische

Einst hatten die wohlhabenden Bürger ihr Stadthaus unter der Woche, am Wochenende und in den Ferien ging es raus in das Landhaus, die sogenannte Sommerfrische. Für die gut verdienenden Bewohner von München, Stuttgart und Innsbruck ist Das Kranzbach eine optimal gelegene Sommerfrische, nur dass es nicht mehr nur ein Privileg reicher Bürger und Adeliger ist. Im Sommer verläßt der hitzegeplagte Stadtmensch sein Heim, um sich auf dem nahen Land zu erholen. Nicht um bei Rekordtemperaturen, wie jetzt im Juni 2017, in der Sonne zu schmoren, sondern zum frei von Alltagslasten und -zwängen die schöne Jahreszeit unbeschwert im Grünen zu genießen.

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Das Kranzbach ist eine Sommer-Residenz für die, die exklusiv und stressfrei urlauben wollen. Im verwunschenen Elmautal, fernab von Rummel und Gedrängel, auf einem 130.000 Quadratmeter großen Naturgrundstück lassen sich Sommertage und -nächte so romantisch verleben, als sei die Zeit stehen geblieben. Die einzigartige Lage auf 1.030 Metern Höhe, umgeben von nichts als Gegen, Wiesen und Wäldern beschert den Gästen nicht nur ungestörte Idylle, sondern auch ein Klima, das mit trockener Wärme am Tag und wohltuender nächtlicher Abkühlung perfekte Erholung ermöglicht.

Am frühen Morgen barfuß über Tau bedeckte Wiesen laufen, einen Sprung in den großen Pool wagen oder einen kühlen Schluck aus der hauseigenen Naturquelle nehmen, so fängt der Tag erfrischend an. Bei gemäßigten Temperaturen macht der Aufenthalt im Freien auch im Hochsommer Lust auf Bewegung in schattigen Wäldern und auf windumspielten Berghängen. Die nahen Seen locken zum Baden oder wollen mit dem Rad umrundet werden. Zahlreiche Ruheplätze rund ums Haus bieten Gelegenheit zum ungestörten Genuss der Urlaubslektüre, zum Gespräch oder einfach ins Blaue gucken. Oder aber man lässt den Geist des englischen Schlosses in sich strömen und spielt eine Runde Crocket (nicht mit Cricket verwechseln!) auf der Wiese vor dem historischen Schloss.

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Fazit:
Herzlichen Dank für diese schönen Tage in diesem wirklich wunderbaren Wohlfühl-Wellnesshotel! Das Kranzbach ist wahrhaft ein traumhafter Platz zum Entspannen. Ein fantastisches Hotel, das wahrlich keine Wünsche offen lässt und uns durch seine ehrliche Herzlichkeit und absolute Professionalität uneingeschränkt überzeugt hat. Eine märchenhafte Landschaft, die einem klar macht, dass es keine langen Reisen braucht, um ein kleines Paradies auf Erden zu finden.

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Service:

Das schreiben die anderen:

  • Was mit Reisen: Hoteltest Das Kranzbach

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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