Trentino: Diese 7 Bio-Produzenten machen den Unterschied für nachhaltige Ernährung

IMG_0510

Kuhglocken bimmeln, Ziegen laufen meckernd über saftig grüne Weiden. Hier duftet es nach Kräutern, dort prangen Äpfel dicht an dicht an den Bäumen, Weintrauben leuchten unter den Reben hervor, dort erstreckt sich ein riesiger Olivenhain. Trentino ist ein Meisterwerk der Natur: Von den Dolomiten bis an den Gardasee könnte die Landschaft nicht vielfältiger sein.

Das Trentino hat nicht nur legendäre Felsspitzen, sondern auch jede Menge kulinarische Gipfel zu bieten. Die saftigen Täler gleichen einem riesigen Garten, der köstliche Produkte hervorbringt: allen voran Trauben für edle Weine, wie den Spumante TRENTODOC, und Trester für Grappa. Oliven, Milch, Mais, Obst und Gemüse sowie Fleisch repräsentieren eine Vielfalt an Qualitätserzeugnissen, die sich weltweit durch ihren einzigartigen Geschmack auszeichnen. Und das Beste: Im Trentino verschmelzen alpine nachhaltige Gourmetprodukte mit dem Esprit der mediterranen Küche.

Ein exponentieller Zuwachs an Bio-Landwirten und -bewirtschafteter Fläche verzeichnet Italiens Norden. Im Trentino stieg die Anzahl der Bio-Landwirte innerhalb der letzten zehn Jahre auf 1.309 Bauern, das entspricht einem dreifachen Zuwachs. Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtfläche an Bio-Landwirtschaft ebenfalls um das Vierfache. Das norditalienische Trentino ist nicht nur geprägt von seinen spannenden Kontrasten, wie den schneebedeckten Berggipfeln der Dolomiten einerseits und den Palmen am Ufer des Gardasees andererseits. Es besticht auch durch seine exzellenten landwirtschaftlichen Bedingungen und das Bewusstsein der Bevölkerung für hochwertige, nachhaltige Bio-Produkte.

Hat man die Landschaft des Trentino vor Augen, sind immer Rohstoffe mit im Bild, die irgendwann in Restaurants und Trattorien auf den Tellern landen und den Gästen ein verzücktes Strahlen ins Gesicht zaubern. Typische Landesprodukte stellen ein köstliches Kapital des Trentino dar und sind Botschafter für Gaumenfreuden und Gesundheit. Jedes Tal hegt und pflegt traditionelle, von einer Generation auf die andere überlieferte Kochrezepte.

Trentino: Einzigartiger Geschmack

Oliven für Olivenöl, Milch für köstliche Käsesorten, Mais für Polenta, Obst und Gemüse als Beilagen, für Suppen, Eintöpfe, Desserts und Obstbrände, Fleisch für köstliche Wurstwaren, Trauben für Wein – kurzum: Das Trentino bietet eine Vielfalt an Rohmaterialien und Qualitätserzeugnissen, die sich weltweit durch ihren einzigartigen Geschmack auszeichnen. Traditionelle Sennereitechniken und althergebrachte Rezepte geben den Produkten eine ganz besondere Note.

Qualität statt Quantität. Auch wenn im Trentino nur rund zwei Prozent der italienischen Weine produziert werden, so ist man doch mit Recht stolz auf seine edlen und autochthonen Tropfen: der weiße Nosiola sowie die beiden roten Sorten Teroldego und Marzemino. Die Reben wachsen im Trentino zwischen 70 und 800 Metern über dem Meeresspiegel und werden von den unterschiedlichsten Mikroklimaten beeinflusst. Die kalten Winde aus den Bergen, die warmen Winde von der Adria bringen eine faszinierende Charakteristik in die Trauben. Denn ganze 85 Prozent der Trentiner Weine tragen die Ursprungsbezeichnung DOC, die für besondere Qualität steht. Das ist einer der höchsten Prozentsätze in ganz Italien. Prickelndes Aushängeschild der Provinz ist der Spumante TRENTODOC, der im Flaschengärungsverfahren „Metodo Classico“ erzeugt wird. Nach dem Champagner hat er als erster Schaumwein den DOC-Status erlangt. Auch beim Grappa sind die Trentiner konsequent qualitätsbewusst. In den heimischen Brennereien werden nur aus dem Trentino stammende Trester destilliert. Der echte TRENTINO GRAPPA ist an dem Gütesiegel „Marchio del Tridente“ zu erkennen, das vom „Istituto Tutela Grappa“ erst nach strengen Kontrollen vergeben wird.

Trentino: Qualität im Einklang mit der Natur

Die Frucht des Trentino schlechthin ist der Apfel. Mit jährlich rund 4,5 Millionen Doppelzentnern Ertrag – das sind 20 Prozent der nationalen Produktion – ist er das führende Exportprodukt der Provinz. Das Trentino ist in Europa das weitläufigste Obstanbaugebiet in Hochlage, drei Sorten von Äpfeln im Val di Non – Golden Delicious, Renetta und Red Delicious – wurden gar von der EU mit der geschützten Ursprungsbezeichnung D.O.P. ausgezeichnet. Die Trentiner Unternehmen AD ChiniLucia Maria Melchiori und Melinda präsentieren ihre Bio-Äpfel-Spezialitäten.

Ebenso unabdingbar für die Trentiner Küche und ein Muss zu fast allen Gerichten ist das Native Olivenöl extra vom Gardasee. Auf den Hügeln rund um Riva del Garda, Arco, Nago, Torbole, Tenno und Dro wachsen die uralten Olivenbäume, deren Früchte von Hand gelesen und anschließend bei 30 Grad Celsius gepresst werden. Charakteristisch für das Öl sind seine goldene Farbe mit leichten Grünreflexen und der leicht scharfe Geschmack. OlioCRU hat kürzlich erst eine neue Ölmühle eröffnet. 

Zwei Winzereien, die ihr Handwerk im Einklang mit der Natur und der Trentiner Tradition verstehen: Die Reben von Pojer e Sandri wachsen auf den Weinbergen des Cembra– und des Etschtals im idealen mediterranen Klima. Die Hänge von Marco und Stefano Pisoni liegen im Valle dei Laghi im Norden des Gardasees. TrentoDOC oder Teroldego Rotaliano kommen hier aus den besten Händen.

Die Firma Bauer ist auf Brühe und Gewürze verschiedener Geschmacksrichtungen spezialisiert. Bauer legt besonderen Wert auf ihre Trentiner Wurzeln und steht als Synonym für Natur und Nachhaltigkeit. Alle Produkte werden aus zertifizierten Rohstoffen und biologischem Anbau hergestellt. Strenge Kontrollen garantieren dabei höchste Qualität.

Auf der Messe Biofach 2020 in Nürnberg treffe ich am Stand des Konsortiums Trentino Sviluppo einige Vertreter dieser Produzenten. In den Gesprächen erfahre ich mehr über die Unternehmen, ihre Philosophie, den hohen Anspruch an die Qualität der Bio-Produkte, die teilweise erstaunlich große Vielfalt der Variationen (Oliven) oder auch die exzellente Qualität des Italien-weit bekannten Verkaufsschlagers (Apfelmus).

Unterhaltsam und interessant war das Unterhaltungsprogramm für den Messestand. Ein italienischer Foodblogger, der durch durchschnittliche Kochkünste und eher unterdurchschnittliche Englischkenntnisse bestach, verwöhnte die Gäste am Messestand mit Pasta con Pesto sowie gebackenen Apfelringen mit Blaubeermarmelade.

Trentino: OlioCru

IMG_0489

Bei OlioCru verriet mir Anna Zotta, was das besondere an den Bio-Olivenölen des Unternehmens sei. Das Besondere bei OlioCru sind die „Abfallprodukte“, die bei anderen Produzenten längst im Müll landen: die Oliven werden erst entsteint, dann gepresst. Somit sind die „Pressabfälle“ pure Oliven. Nachdem diese getrocknet sind, werden sie bei OlioCru zu Pellets verarbeitet und können als kleine Tabletten, als Körnchen oder in jeder anderen Form noch pur oder beispielsweise im Müsli eine Portion Gesundheit rein zaubern.

IMG_0491

Das offizielle Video von OlioCru zur BioFach 2020:

Trentino: Melinda

IMG_0493

Wie ich auf der Messe erfahre, kennt jeder Italiener die Produkte von Melinda. Das Unternehmen gehört angeblich zu den Marktführern in Sachen Äpfeln in Italien. Nun will Melinda gern nach Deutschland expandieren und möchte mit den Bio-Äpfeln hier Fuß fassen. Wie ich von Stefan Mittermair, Export Manager von Melinda, erfahre, ist eines der Erfolgsrezepte des Unternehmens, die Äpfel in einem ehemaligen Bergbunker bei niedrigen Temperaturen zu lagern. Somit spart sich Melinda teure Lagerhallen, die künstlich gekühlt werden müssen. Der Berg ist von Natur aus kühl, hier herrscht automatisch Feuchtigkeit. Die Äpfel werden also in sehr natürlicher Umgebung gelagert.

IMG_0496

Das offizielle Video von Melinda zur BioFach 2020:

Trentino: A.D. Chini

IMG_0497

Melinda macht offensichtlich nicht nur soviel Äpfel, dass sie gar nicht von allen Italienern gegessen werden können. Das Unternehmen A. D. Chini kauft von Melinda einige Äpfel ab und – wie mir Francesco Paolazzi erklärt – verarbeitet diese zu Apfelmus. Und nicht nur zu reinem Apfelmus. Sondern in immer mehr köstlichen Kombinationen zu wunderbaren Desserts. Was an diesen Plastikverpackungen nachhaltig sein soll, muss mir bitte nochmal jemand erklären. Auf jeden Fall ist der Inhalt nachhaltig angebaut und schmeckt verdammt lecker! Die Packungen sind dabei so klein, dass sie in einer Mittagspause oder am Nachmittag oder wann und wo auch immer wunderbar nebenbei gelöffelt werden könne.

Das offizielle Video von A. D,. Chini zur BioFach 2020:

Trentino: Bauer

IMG_0502

Ein typisch deutscher bzw. österreichischer Name in Italien – und dennoch spricht Massimo Di Filippo ausser Italienisch nur Englisch und auch die Webseite des Unternehmens bietet nur Italienisch an. Bauer bietet ein ganz besonders Produkt: Brühwürfel. Bio-Brühwürfel. Wenn jetzt jeder an Chemie-Produkte von Maggi oder Knorr denkt: weit gefehlt. Egal ob Curry, Kurkuma oder Ingwer, Bauer produziert körnige Brühe und Brühwürfel in verschiedenen Geschmacksversionen in bester Bio-Qualität.

Das offizielle Video von Bauer zur BioFach 2020:

IMG_0504

Trentino: Luca Maria Melchiori

IMG_0506

Säfte und Essige: Melchiori hat die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen im Angebot. Egal ob Apfel, Karotte oder Ingwer, oder gar Blaubeere oder Rote Beete: Die Säfte und Essige sind wirklich exzellent und machen geschmacklich sehr viel Spaß, wie mir Matteo Corazzolla mit ein paar Geschmacksproben aufzeigt. Allein schon von dem Apfelsaft könnte ich täglich eine große Flasche vertragen.

IMG_0508

Das offizielle Video von Lucia Maria Melchiori zur BioFach 2020:

IMG_0510

Trentino: Pisoni

IMG_0513

Wenn es um Bio-Wein aus dem Trentino geht, dann geht kein Weg an Pisoni vorbei. Marco Pisoni präsentiert mir eine seiner besten Qualitäten, die perfekt zu roten Fleisch, zu Braten, zu exzellentem italienischem Rindfleisch passt. Nicht umsonst kostet eine Flasche des 2014er Pisoni Reboro IGT um die 40 Euro. Meine Empfehlung: von diesem Wein gleich mal ein paar Kisten in den Keller stellen und für 5-10 Jahre vergessen. Schönes Potential!

Das offizielle Video von Pisoni zur BioFach 2020:

Trentino: Pojer e Sandri

Federico Sandri überzeugt mich mit nur wenigen Degustationsmöglichkeiten seiner Weine und seines Grappas über die Qualitäten seiner Produkte. Ein schöner Beweis der vielseitigen Verwendung des Grappa ist der frittierte Apfel, den es zum Abschluss gibt. Ein guter Schuss Grappa im Teig gibt einen tollen Geschmack.

Das offizielle Video von Pojer Sandri zur BioFach 2020:

IMG_0518

Der italienische Foodblogger kocht für uns alle ein schönes klassisches Pesto. Dabei hat er Brühwürfel von Bauer in das Nudelwasser gegeben. Ausserdem hat er etwas Brühe ins Pesto gegeben.

IMG_0524

Und – wie oben bereits erwähnt – hat der Foodblogger einen schönen Schuß Grappa in den Teig für die Apfelringe gegeben. Extrem feiner Geschmack. Tolle Idee, die ich so bisher noch nicht gehabt habe.

Das Konsortium Trentino Sviluppo versammelt wirklich ein paar sehr gute nachhaltige Produzenten, die sehr köstliche Produkte herstellen. Herzlichen Dank für die vielen aufschlussreichen Gespräche und das gute Essen am Stand!

Service:

Authentic Italian Table: Was ist authentisch italienisch?

IMG_6735

Woran erkennen wir echte, exzellente italienische Lebensmittel und Gerichte? Was macht den Unterschied zu Produkten, die nicht original sind? Das italienische Wirtschaftsministerium hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Qualität originaler italienischer Lebensmittel hinzuweisen. Dafür wurde die Initiative „Authentic Italian TableTrue Italian Taste“ ins Leben gerufen und seit Jahren verschiedene kulinarische Veranstaltungen abgehalten. 

Keine deutsche Stadt repräsentiert den italienischen Lebensstil authentischer als München, wo besonders die traditionelle italienische Küche wertgeschätzt wird. Das Eataly München bot seinen Gästen die einzigartige Gelegenheit an einer exklusiven Eventreihe bestehend aus vielseitigen Seminaren sowie einem Show-Cooking-Wettbewerb teilzunehmen, um die Authentizität italienischer Qualitätsprodukte zu würdigen.

Authentic Italian Table: Ivan Bombieri kocht zum Auftakt

IMG_6691
Risotto mit Tomaten und Prosecco, mediterranes Pesto, Zitrone, Majoran

Bereits bei der Auftaktveranstaltung mittags präsentierten Ivan Bombieri Chefkoch aus dem mit einem Michelin-Stern gekrönten Ristorante La Taverna, Udine, und der General-Konsul in München, Enrico de Agostini, wie italienischen Köstlichkeiten serviert werden können. Sie bereiteten ein wundervolles Risotto mit Tomaten und Prosecco sowie mediterranem Pesto zu. Dabei wurden, wie während der gesamten Veranstaltung, Zutaten verwendet, die eine geschützte Ursprungsbezeichnung haben. Dieser „Markenschutz“ der EU dient dem Verbraucher um sicher sein zu können, dass typische regionale Spezialitäten auch aus dieser Region stammen und nicht woanders „kopiert“ werden kann. Die deutsche Abkürzung „g. U.“ hat sich kaum durchgesetzt. Bei italienischen Lebensmitteln sollte man auf die Kürzel IGP und AOP achten. Nur so kann man sich sicher sein, dass z. B. der Parmesan auch aus einer der zugelassenen italienischen Regionen stammt.

Authentic Italian Table: Die Ziele dieser internationalen italienischen Aktionen:

  • Die Bekanntheit der authentischen italienischen Produkte, die bereits auf den Märkten präsent sind, zu festigen, insbesondere Produkte mit zertifizierten Herkunftsbezeichnungen DOP und IGP.
  • Neugierig machen auf neue italienische Produkte.
  • Verstärkt die Aufmerksamkeit lenken auf die ureigene Charakteristik authentischer italienischer Lebensmittel, die ganz wesentlich mit der jeweiligen Region verwurzelt ist.
  • Der Gastronomie, die eng mit der italienischen Tradition verbunden ist, immer wieder aufs Neue zu motivieren, nur beste italienische Lebensmittel mit Herkunftsbezeichnung zu verwenden.

Authentic Italian Table: Die hochkarätig besetzte Jury

Im Rahmen der Eventreihe fand im Juni 2019 ein Show-Cooking-Wettbewerb in der Kochschule des Eataly statt. Vier Köche renommierter italienischer Restaurants in München (Ristornate Galleria – Ristorante Puro – Ristorante Katzlmacher – Ristorante La vecchia Lanterna) traten vor einer Jury, bestehend aus Journalisten und Food-Bloggern  (Dorothea Beil / Jörg Bornmann / Franz Kotteder / Götz A. Primke / Harald Scholl), gegeneinander an und konkurrierten um die Kreation des kreativsten Gerichts aus authentischen italienischen Spezialitäten.

IMG_6735
Vitello tonnato e viceversa

Authentic Italian Table: Andrea Pomiato Colesso, Ristorante Galleria

Andrea Pomiato Colesso vom Ristorante Galleria startete mit dem „Vitelli Tonnato e viceversa“, einer Interpretation von Vitelli Tonnato mit Schichten von Kalbfleisch-Filet, Thunfisch-Carpaccio und leicht geröstetem Pan Carasau.

IMG_6753
Lucania 19

Authentic Italian Table: Angelo Monaco, Euro Bar e Cecina

Angelo Monaco von der Euro Bar e Cecina folgte mit seinem „Lucania 19“. Darunter versteht er Strascinati Pasta mit Brotkrume, Peperoni Cruschi (geröstete und krokante Paprika) in Caciocavallo-Sauce.

IMG_6770
Fassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, Grüner Spargel, Polenta-Chips

Authentic Italian Table: Antonino Denali, Vecchia Lanterna

Als dritter Kandidat folgte Antonino Denali von der Vecchia Lanterna mit einem Rassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, grünem Spargel und Polenta-Chips.

IMG_6796
Karamellisierte Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, Olivenöl vom Gardasee, Melisse, Prosecco DOCG

Authentic Italian Table: Gianluca Polo, Osteria Der Katzlmacher

Abschließend startete Gianluca Polo von der Osteria „Der Katzlmacher“ mit einer karamellisierten Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, nativem Olivenöl aus Garda, Melisse und Prosecco DOCG.

IMG_6824

Gewonnen hat Angelo Monaco mit seinem schlichten, aber sehr raffinierten Gericht.

Authentic Italian Table: Die Workshops

Parallel zum Kochwettbewerb wurden verschiedene Workshops und Seminare angeboten. Aus zeitlichen Gründen konnte ich leider nur die Veranstaltung zum Prosecco besuchen. Die beiden anderen Themen Olivenöl und Espresso hätten mich auch sehr interessiert. Einer der Sponsoren der Veranstaltung ist die Vereinigung der Prosecco DOC-Produzenten. Leider ist die DOC-Qualität deutlich profaner und simpler, charakterloser gestrickt als der DOCG – und der ist schon deutlich weniger spannend als Champagner, TrentoDOC oder ein guter deutscher Winzersekt.

Authentic Italian Table: Das Abschlussdinner

IMG_6805
Prosciutto Veneto Montagna DOP, Melone Mantovana IGP, Grana Padano DOP, dreierlei Radicchio Treviso IGP

Die Abendveranstaltung stand ganz unter dem Zeichen des Lieblingssees der Münchner. Köche und Winzer sind vom Gardasee gekommen, um ein schönes Menü zu servieren und ihre Weine vorzustellen. Auch hier standen natürlich die authentischen italienischen Lebensmittel im Fokus, wie Melone Mantovana IGP oder Prosciutto Veneto di Montagna DOP.

Wir starteten mit Antipasto mit Prosciutto, Melone, Grana Padana, dreierlei Radicchio Treviso und Olivenöl.

IMG_6808
Tortelli mit Oliva d’Oliva extra vergine Garda DOP

Anschließend genossen wir Überraschungs-Tortelli in den Farben der italienischen Flagge mit Olivenöl von Nadia Pasquali aus dem Ristorante Alla Borsa in Valeggio sul Mincio am Gardasee.

IMG_6811
Alpensaibling mit Gemüse, Kirschen von Marostica IGP, Apfel Val di Non IGP, Aceto tradizionale di Modena DOP, Speck aus Südtirol IGP

Als Hauptgang genossen wir Alpensaibling mit pulverisiertem Speck, Gemüse, mariniert in Olivenöl, Kirschen und Apfel mit Aceto tradizionale von Andrea Costantini, Küchenchef im Regio Patio des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide in Garda.

IMG_6814
Gestürzter Plan aus Risotto Vialone Nano IGP, Pfirsichspalten aus Verona, Mürbeteig

Den Abend beendete ein gestürzter Flan aus Riso Vialone, umhüllt mit Pfirsichspalten aus Verona auf knusprigem Mürbeteig von Giancarlo Moranduzzo, Chef Patissier im „Regio Patio“ des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide.

Begleitet wurden das feine Menü von authentischen DOC Weinen vom Lago di Garda:

  • Nosiola Trentino DOC und Vino Santo Presidio Slowfood vom Weingut Pisoni in Sarche
  • Bardolino Chiaretto DOC und Bardolino classico DOC vom Weingut Zeni in Bardolino
  • Custoza DOC und Ca´del Magro DOC (superiore) vom Weingut Monte del Fra in Sommacompagna
  • Lugana DOC zwei verschiedener Weinlagen vom Weingut Citari in Sirmione
  • Groppello Chiaretto DOC und Groppello DOC aus dem Valtenesi vom Weingut Cantrina in Bedizzole.

Disclosure:

Es war meine erste Teilnahme an einer Veranstaltung als Jurymitglied. Herzlichen Dank an die Organisatoren für diese Einladung. Selbstverständlich bleiben meine Meinung, mein Geschmack und meine Artikel völlig unabhängig und unbestechlich.

San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

San_Daniele_Schinken_PopUp_Store_20Nov2012_008
Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

San_Daniele_Schinken_PopUp_Store_20Nov2012_032
Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

San_Daniele_Schinken_PopUp_Store_20Nov2012_025
Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

San_Daniele_Schinken_PopUp_Store_20Nov2012_005
Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr …)

Grandi Marchi d’Italia: Große Marken voll Passion und Hingabe

Grandi_Marchi_dItalia_Sep2009_068Wenn italienische Weingüter zur Verkostung bitten, dann kommen zumeist feine Tropfen auf den Tisch. Wenn es dazu noch italienische Traditionsweingüter sind, dann steht sicher etwas feines auf dem Tisch. Bei den Grandi Marchi allerdings sind ausnahmslos die edelsten Tropfen versammelt. Die Vermarktungsgesellschaft von 17 italienischen Weingütern, die ausschließlich in Familienhand sind, hat sich zum Ziel gesetzt, Kultur und Vermarktung von hochwertigem italienischen Wein auf den internationalen Märkten zu fördern. Bei einer exklusiven Verkostung für Fachhandel und Gastronomen präsentierte sich kürzlich Grandi Marchi im Münchner HVB Forum.

Dr. Jens Priewe führte im Rahmen einer kommentierten Verkostung durch die Flaggschiff-Weine, die jedes Weingut präsentierte. Einmal quer durch den italienischen Stiefel, von Südtirol bis Sizilien hatten die jeweiligen Winzer die Charakteristika ihrer Weinreben mit dem jeweiligen Boden herausgearbeitet. (mehr …)

SalumiAmo: Italienische Antipasti zum Apéritif

SalumiAmo_02
Den Italienern werden offensichtlich zu wenige italienische Antipasti in Deutschland gegessen. Um dies zu ändern startet das Italienische Institut für Außenhandel zusammen mit dem Institut zur Imageförderung italienischer Schinken und Wurstwaren eine Promotion-Tour durch Deutschlands Szene-Gastronomie. Das Motto „SalumiAmo“ mit der Unterzeile: „Italienische Lebensart zum Aperitif“ soll dem deutschen Nachwuchs verdeutlichen, um was es geht: Wurst und Schinken zum Aperitif. Vom 11. bis 17. Mai können die Spezialitäten nun in München kostenlos erlebt werden. Gestern fand die Auftaktveranstaltung in Schuhbecks Orlando-Keller statt.

Italienische Schinken- und Wurstspezialitäten wie Mortadella, Schinken und Südtiroler Speck genießen einen ausgezeichneten Ruf und haben sich einen festen Platz in der Gastronomie erobert. Vier dieser Spezialitäten, Bresaola della Valtellina g.g.A., Mortadella di Bologna g.g.A., Salame Cacciatore g.U. und Südtiroler Speck g.g.A., stehen jetzt im Mittelpunkt der Promo-Tour. Außerdem wird ein Gewinnspiel veranstaltet, der erste Preis ist eine Reise nach Italien. (mehr …)

NH Collection Milano President: Mailand vom Hotel zu Fuß erobern

IMG_6357

Genau im Herzen von Mailand, nur wenige Fußminuten vom Mailänder Dom entfernt, liegt das NH Collection Milano President. Äußerlich ein potthässlicher Kasten aus den 50er oder 60er Jahren, entpuppt sich das Hotel innen als stylisch hochmodernes und cooles Hotel. Es ist der perfekte Ort für einen unvergesslichen Aufenthalt in der Stadt. Insbesondere, wenn man nur zu einem kurzen Stadtbesuch vor Ort ist und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß besuchen möchte.

Die 274 elegant eingerichteten Zimmer des Hotels werden von Tageslicht durchflutet und sind in einladenden, warmen Farben gehalten. Ich habe ein schönes Standard-Doppelzimmer erhalten, das mit Designermöbeln italienischer Hersteller eingerichtet ist.

SAM_4098

Das muss man der NH Hotel Gruppe durchaus lassen: Sie verstehen es, aus hässlichen alten Hochhäusern edle Top-Hotels zu kreieren. Diesen Eindruck habe ich bereits im NH Collection Eurobuilding Madrid erhalten. Außerdem hat die NH Gruppe das ehemalige Hotel Deutscher Kaiser am Münchner Hauptbahnhof zum auch äußerlich sehr ansprechenden NH Collection München Bavaria verwandelt. Nun bin ich also im NH Collection Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in mein Hotelzimmer:

Mein Zimmer ist zwar nicht annähernd so groß und bietet auch nicht so einen schönen Ausblick wie jenes, das ich in Madrid hatte. Doch beide Hotels haben ein sehr aktuelles und farblich schönes Designkonzept, bieten alles, was der Gast für ein oder zwei Nächte vor Ort braucht.

SAM_4101

In dem Hotelzimmer könnte ich es auch gern länger aushalten, doch leider bin ich nur für eine Nacht hier abgestiegen. Ich komme von meiner dreitägigen Tour durch die Schweiz mit Relais & Châteaux von Zürich über Ascona nach Lugano. Von dort aus fährt der Regionalzug direkt nach Mailand. Die wenigen Stunden, die ich in Mailand zubrachte, habe ich eine kleine Food-Tour gemacht, über die ich hier an anderer Stelle noch berichten werde. Für den Dom blieb leider keine Zeit. Die Schlange vor der Tür war eh viel zu lang. Das nächste Mal werde ich vorher per Internet ein Ticket buchen.

Für einen Citytrip nach Mailand ist das NH Collection Milano President ein perfekter Ausgangspunkt: eine U-Bahnstation liegt nur wenige Minuten entfernt. Und fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind in absoluter Laufnähe erreichbar.

Für den Rückreise nach München bin ich am nächsten Tag von Mailand-Malpensa nach München geflogen. 

SAM_4104

Auch das Badezimmer ist schön hell und farbenfroh eingerichtet, das helle Holz kontrastiert sehr gut mit den dunklen Kacheln. Der beleuchtete Spiegel gibt genügend Licht für das Bad. 

SAM_4105

Sehr cool ist auch die Gravur in der Duschabdeckung.

IMG_6359

Das Frühstücksrestaurant ist wider Erwarten nicht allzu groß, die Möbel sind bequem, der Raum ist farbenfroh eingerichtet. So beginnt der Morgen schon mal bunt und Morgenmuffel wie ich bekommen gute Laune.

IMG_6364

Herzlichen Dank an die NH Hotels und das NH Collection Milano President für den leider kurzen, dennoch sehr angenehmen Aufenthalt.

Service:

Valtellina: Das Geniesser-Kleinod zwischen Livigno und Sondrio

IMG_9700

Veltliner Weine kennt jeder. Doch das Tal Veltlin ist ein Geheimtipp. Denn das Valtellina versteckt sich in Norditalien im Dreiländereck zwischen Österreich im Norden und der Schweiz im Westen. Der Hauptort Livigno bietet dem Urlauber in einem Tal auf etwa 2.200 m üNN perfekte Voraussetzungen für Outdoor-Sport wie Wandern und Radfahren im Sommer und Skifahren im Winter. Sportler und Familien werden hier glücklich. Halligalli ist woanders. Livigno ist vor allem auch ein Shoppingparadies, im Ortskern bietet ein Laden neben dem anderen edelste Markenklamotten zu günstigsten Preisen an.

IMG_9505

Grüner Veltliner ist jedem bekannt, zumindest jedem Liebhaber österreichischer Weine. Was wohl die allerwenigsten wissen: Der Name der wichtigsten und verbreitetsten Rebsorte Österreichs und wichtigsten autochthonen Rebsorte aus Niederösterreich entspringt dem Veltlin – doch das liegt in Italien und ist bekannter unter dem Namen Valtellina. Hier gedeihen auch einige Weine. Doch habe ich keinen einzigen Grünen Veltliner gefunden. Der Wein des Valtellina wird in der Schweiz als Veltliner bezeichnet, der aber in keinerlei Verbindung zur gleichnamigen österreichischen weißen Rebsorte steht.

Das Valtellina ist ein kleines, schmales Tal in den Alpen, das sich von der Nordspitze des Comer Sees 40 Kilometer nach Osten erstreckt. Dort gibt es Weinbau auf steil terrassierten Terrassen. Das Valtellina ist ein wahres Kleinod in Italiens vielfältiger Weinwelt. In dem schmalen Alpental schmiegen sich die terrassierten Weinberglagen in bis zu 600 m Höhe überwiegend an die Südhänge der Alpen. Tausende von Trockenmauern schützen die Böden vor Erosion: Pittoresker kann eine Weinlandschaft kaum sein!  Der Valtellina wird überwiegend aus der Nebbiolo-Rebe gekeltert, die hier auch Chiavennasca genannt wird. Die Nebbiolo-Traube zeigt im Valtellina ganz andere Stärken. Hier fallen die Weine wesentlich feingliedriger, finessenreicher, subtiler aus als im Piemont.

IMG_9811

Am bekanntesten sind der Sforzato (oder Sfursat) di Valtellina – ein Strohwein, der durch Antrocknung der Trauben gewonnen wird – und der Valtellina Superiore, ein trockener Rotwein. Beide Weine besitzen DOCG-Status. Weiterhin werden in der Region der Rosso di Valtellina DOC und der Terrazze Retiche IGT produziert. Das Produktionsgebiet für den Valtellina Superiore DOCG befindet sich in den besten Lagen zwischen den Orten Buglio in Monte und Tirano. In dieser Anbaufläche sind auch die fünf besonders geschätzten Unterzonen Grumello (78 ha), Inferno (55 ha), Maroggia (25 ha), Sassella (14 ha) und Valgella (137 ha) enthalten.

Valtellina: Outdoor-Sport in Livigno

Auf dem Weg von Deutschland ins Valtellina müssen wir zwischen Österreich, der Schweiz und Italien quer durch die Berge. Der Munt-la-Schera-Tunnel ist einspurig und irgendwie abenteuerlich. Aber wer mit dem Auto vom schweizerischen Zernez nach Livigno gelangen will, muss da durch. Livigno ist ein beliebter Ort für die Sommerfrische und den Wintersport.

IMG_9585

Am Ende finden wir uns in einem breiten Tal wieder, durch welches das Flüsschen Spöl fließt. Noch bis in die 1950er Jahre war der Ort zwischen Herbst und Frühling fast ein halbes Jahr von der Außenwelt abgeschnitten. Längst werden die Zufahrtswege im Winter geräumt. Livigno ist also das ganze Jahr über erreichbar. Motorradfahrer und Mountainbiker kommen dennoch lieber in der warmen Jahreszeit. Dann finden Downhill– und Freeride-Fans im Bikepark Mottolino den Kick. Doch in Livigno kann man auch auf halber Höhe über Panorama-Wege wandern. Das ist dann die gemütliche Tour.

IMG_9653

Wir wandern auf den Crap de la Parè, einen Berg zwischen dem grossen Stausee und Livigno. Von hier aus haben wir wunderbare Aussichten in alle Richtungen.

SAM_5050

Natürlich ist das der perfekte Platz für einige Fotos.

SAM_5051

SAM_5055

Die kleine Journalisten-Wandergruppe vor dem spektakulären Panorama.

SAM_5059
IMG_9667

Der Blick von oben auf Livigno herunter ist ebenso großartig wie auf den See. Unten im Tal können wir den neuen Sportplatz sehen, der extra für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand angelegt wird.

IMG_9668

Die Wettkämpfe für die XXV. Olympischen Winterspiele werden teilweise auch in Livigno stattfinden. Bis dahin wird in Livigno noch einiges gebaut werden. Mit Sicherheit werden auch einige neue Hotels entstehen.

Valtellina: Herbstzeit ist Bikezeit in Livigno

IMG_9693

Mit dem Mountainbike geht`s auch, ist aber anstrengender, wenn es über schmale Pfade geht. Sogenannte „Ungeübte“ müssen bei so einer Tour öfters mal absteigen und schieben. Macht aber nichts.

IMG_9690

Wir empfehlen allerdings das Mountain e-Bike, mit dem wir einen Teil des Tals kennenlernen. Bei der Gelegenheit ist zumindest Zeit, mal die schöne Landschaft zu betrachten – samt Berggipfeln und Blick auf den Stausee.

Eine Tour bis an das andere Talende führt uns durch Kuhherden, Wälder und Wiesen und macht der ganzen Gruppe richtig viel Spaß.

IMG_9689

Für Mountainbiker ist der goldene Herbst wohl eine der schönsten Zeiten, um auf zwei Rädern die Livigno-Alpen am Dreiländereck von Italien, Österreich und der Schweiz zu erkunden. Bei milderen Temperaturen und weiter Fernsicht ist das Radeln in den Bergen ein herrliches Erlebnis. Unter dem tiefblauen Herbsthimmel lässt die Sonne die Lärchen in flammenden Gelbtönen aufleuchten.

Livigno gilt europaweit als eine Top-Destination für Downhill- und Freeride-Fans. Danny MacAskill, Hans Ray, Brian Lopes und Karl Platt sind einige der prominenten Biker, die sich schon von den atemberaubenden Downhills und Singletrails von Livigno begeistern ließen. 3.200 km GPS-System kartierte Routen erwarten hier die Mountainbiker. Ab besten sind sie mit den Guides von Lungolivigno MTB zu erkunden. Sie sind professionelle Lehrer für Freeriding, Downhill und Cross Country und kennen die schönsten Strecken und passenden Touren für jede Könnerstufe. Wer es hingegen ruhiger angehen lässt, kann rund um Livigno auf ruhigen Radwegen radeln.

Der Bikepark Mottolino ist einer der größten und höchstgelegenen Bikeparks in Europa. Mit seinen 600 Höhenmetern und 14 bis zu 4,5 km langen Abfahrten bietet er Trails für jedermann. Zu den leichtesten Routen gehört „Take it Easy“, ein 4.400 m Waldweg. Schwarz, steil und technisch anspruchsvoll ist dagegen die Rennstrecke der MTB-Weltmeisterschaften, auf die sich nur die erfahrensten Bikerinnen und Biker wagen.

IMG_9849

Valtellina: Zollfreies Shoppen bis die Kreditkarte glüht

Livigno ist zollfreie Zone. So gesehen kann man dort das ganze Jahr über preiswert einkaufen. Der Einkaufsbummel in über 1.800 Metern Höhe hat natürlich auch was Besonderes. Es gibt eine Fußgängerzone voller Fachgeschäfte, in der man sich quasi zum „Schnäppchen-Preis“ mit namhaften Mode-Marken einkleiden kann.

IMG_9847

Wer gerne einkauft, kann hier stundenlang verweilen, immer wieder was anprobieren und zwischendurch irgendwo einkehren.

Lungolivigno

Unter dem etablierten Namen „Lungolivigno“ betreibt die Familie Giacomelli ein ganzes Genusseldorado in Livigno. Vater Emilio Giacomelli gründete das Hotel Concordia. Und eine Familie. Aus den sieben Kindern wurden mit den Jahren junge Erwachsene, sie studierten im Ausland und kehrten anschließend nach Hause zurück, um ihren Platz im Unternehmen einzunehmen. Es entstanden weitere Hotels und Fashion-Stores im Ortskern – aus dem einstigen kleinen Familienbetrieb wurde das Aktienunternehmen Lungolivigno SPA. Mit dem Unternehmen wuchs auch die Familie: 18 Enkel und fünf Urenkel gehören mittlerweile dazu. Fabio Giacomelli führt heute die Hotelgruppe. Neben dem Hotel Lac Salin gibt es noch drei weitere Hotels und sechs Boutiquen mit außergewöhnlichen Shoppingmöglichkeiten zu Duty-free-Preisen, in denen namhafte Mode- und Sport-Labels angeboten werden. In einem „Outlet-Store“ gibt`s dann trotz zollfreier Zone nochmals Rabatt. Dennoch ist die Fußgängerzone nur ein Bruchteil des Ortes.

Valtellina: Hotel Lac Salin Livigno

IMG_9859

Das Hotel Lac Salin SPA & Mountain Resort, geführt von der Familie Giacomelli. Die „Luxus-Herberge“ (ein Vier-Sterne-Superior-Haus) ist der beste Beherbergungsbetrieb, den die Familie am Ort betreibt. Zum Hotel Lac Salin SPA & Mountain Ressort gehört nicht nur ein schöner Wellness-Bereich. Dieses Hotel ist der ideale Ort für eine regenerierende Pause für Körper und Geist.

SAM_5025

Es verfügt über 65 luxuriöse Zimmer. Es gibt auch sieben „Chakren- Zimmer“ oder auf italienisch „7 camere per 7 Chakra“. Die Restaurants bieten traditionelle einheimische Gerichte, spezielle Menüs für Sportler und Vegetarier sowie mediterrane und internationale Speisen. Für Wintersportler ist das Resort ideal gelegen, da es sich direkt an den Skipisten befindet. 

IMG_9620

Das Mandarin Spa des Hotel Lac Salin Spa & Mountain Resort lässt keine Wünsche offen. Mehrere Saunen, Pool, Ruheräume und eine wirklich grosse offene Bar mit Kräutern, Knabberkram und Tees stehen den Gästen zur Verfügung.

Im Winter bietet das Hotel Lac Salin etwas besonders außergewöhnliches: Wer möchte, der kann sich eine der Snow Suiten mieten und dann in seinem persönlichen „Palast“ aus Eis und Schnee übernachten.

Am Abend werden wir verwöhnt mit klassischen Valtelliner Gerichten.

IMG_9633
Amuse Bouche
IMG_9638
Traditionelle Aufschnittplattte mit „Sciatt“ Buchweizenkrapfen mit Bergkäsefüllung
IMG_9642
Klassische „Pizzocheri“ Buchweizenbandnudeln mit Käse, Kohl, Kartoffeln und frischem Salbei
IMG_9645
Rinderschmorbraten mit „Inferno“ Rotweinsauce, Polenta, Steinpilze
IMG_9649
Vanilleeis mit heißen Heidelbeeren
IMG_9880

Valtellina: Hotel Concordia Livigno

Das „Concordia“, das Emilio und Domenica Giacomelli, Eltern von sieben Kindern, im Jahr 1962 gründeten, feierte sein 50-jähriges Bestehen. Dies Hotel ist etwas kleiner und günstiger als sein „grosser Bruder“ Lac Salin und liegt mitten in der Shoppingmeile und Fußgängerzone des Ortes. Als Emilio Giacomelli das Hotel Concordia eröffnete, war er damit einer der ersten Hotelbetreiber im Ort. Es ist praktisch der Nukleus der Giacomelli-Häuser, doch ist vom alten Hotel nichts mehr übrig. Fabio Giacomelli hat das Hotel Concordia komplett top modern errichtet und eingerichtet. Wir sind zum Dinner vor Ort und geniessen wieder regionale Spezialitäten.

IMG_9703
Pökel-Rindfleisch aus Trentino mit Lakenkräutern, Zimt, Gewürznelke mit Salat und schwarzem Trüffel
IMG_9706
Burrata Ravioli mit frischen Tomaten und Basilikumsauce
IMG_9709
Hirschfilet Tagliata in roter Weinsauce, Waldfrüchte, Gemüse
IMG_9711
Naturjoghurt mit Waldbeeren und knusprigem Müsli
IMG_9871

Valtellina: Montivas Lodge Livigno

Die Montivas Lodge ist das jüngste und günstigste Kind der Giacomelli Familie und ihrer Lungolivigno Gruppe. Sie ist etwas besser als ein Hostel, richtet sich vornehmlich an junge Gäste sowie Familien mit Kind, die auf den Geldbeutel achten müssen. Die Zimmer sind hell, freundlich, farbenfroh eingerichtet, statt eines Schrankes steht ein grosses, offenes Regal im Schrank.

IMG_9875

Outdoor-Freaks werden hier glücklich, denn der grosse Kellerraum bietet reichlich Platz für Bikes aller Art oder Skier. Kleinere Reparaturen können hier sofort vorgenommen werden. Oder die Gäste hängen hier die Wäsche auf, die sie im Nachbarraum in den Waschmaschinen waschen können. Das stylishe Restaurant erinnert eher an einen Coffee-Shop oder eines der vielen coolen Metropolen-Hostels.

IMG_9749

Valtellina: Grand Hotel della Posta Sondrio

Wir fahren von Livigno nach Sondrio, den Hauptort des Valtellina. Mit dem Auto geht es entweder mit einem großen Umweg über Bormio – im Winter der einzig mögliche Weg – oder über die Schweiz. Die Passstrasse über den Forcola di Livigno führt uns bis auf 2.315 Meter. Hier verläuft die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, auch als Donau-Po-Wasserscheide bekannt. Er ist der einzige Pass zwischen der Schweiz und Italien, wo man aus der Alpensüdseite aus der Schweiz auf die Alpennordseite nach Italien hin wechselt. Auf der Schweizer Seite stösst die Passstrasse auf die Bernina Passstrasse bis hinunter nach Tirano, das schon wieder in Italien liegt. Wer Glück hat, der begegnet hier dem berühmten Bernina-Express, der hier einige seiner spektakulärsten Kurven zieht. Aber Vorsicht: stellenweise teilt sich der Zug mit den Autos die Straße.

IMG_9747

Sondrio, die Provinzhauptstadt des Valtellina, liegt malerisch schön in einem Tal, bewacht von einer kleinen Burg und umgeben von vielen Weinbergen. Hier gehört das beste Hotel der Stadt der kleinen Hotelgruppe von Fabio Giacomelli: das Grand Hotel della Posta.

SAM_5066

Auf dem Terrassenrestaurant geniessen wir ein kleines Mittagessen, natürlich begleitet mit bestem Wein aus dem Valtellina.

IMG_9751
IMG_9753
IMG_9759
IMG_9763

Wir besichtigen ein Zimmer des Grand Hotel della Posta: großzügig, modern eingerichtet –

IMG_9764

und mit einem grossartigen Blick aus dem Fenster auf den zentralen Stadtplatz und die Berge.

IMG_9772

Vom Grand Hotel della Posta Sondrio sind es nur wenige Fußminuten bis zur Azienda Agricola Marsetti Alberto.

IMG_9779

Die Familie Marsetti produziert hier Weine in Edelstahltanks sowie im großen Holzfaß. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit zu einer Degustation. Barrique-Fässer habe ich nicht gesehen.

IMG_9783

Die Raritäten im Keller sehen vielversprechend aus.

IMG_9813

Vater Alberto Marsetti und Tochter haben ihre Reben in sensationeller Lage:

IMG_9800

Direkt zu Füßen des Castel Masegra wachsen die Nebbiolo-Trauben der Familie. Es ist das einzige der drei Stadtschlösser, das den Abbau aller 1639 von Graubünden angeordneten Veltliner Befestigungsanlagen überstanden hat. dies ist darauf zurückzuführen, dass es zu dieser Zeit der Wohnsitz der mächtigen Familie Graubünden Salis war.

IMG_9802

Alberto Marsetti versichert uns, dass die Weine nachhaltig angebaut werden. Zu gerne hätten wir noch die Weine verkostet, doch die Zeit drängt und wir müssen wieder zurück.

IMG_9737

Tirano: Contrada Beltramelli

IMG_9716

Auf halbem Wege zwischen Livigno und Sondrio liegt Tirano. Es ist die Endstation der rhätischen Bernina-Bahn und Grenzort zur Schweiz. Hier liegt die Contrada Beltramelli, ein historisches Gebäude an den rhätischen Hängen von Villa di Tirano. Die Familie Giacomelli hat das Haus übernommen und sorgsam renoviert.

IMG_9727

Die teilweise eingefallenen Mauern sind sorgsam geschützt, dahinter sind grosse Glasscheiben, die aus den Zimmern einen wunderschönen, romantischen Blick nach draussen geben. In diesem kleinen Refugium befinden sich wenige hochmoderne und schön eingerichtete Zimmer,

IMG_9728

mehrere Veranstaltungsräume sowie ein Restaurant. Der schönste Platz zum Essen ist jedoch im Innenhof.

Valtellina: La Tresenda Agriturismo Mountain Farm

IMG_9686

Ein weiterer Sproß der Giacomelli Familie hat 4 km außerhalb von Livigno ein Bauernhofhotel mit ein paar sehr seltenen Tieren: das La Tresenda Agriturismo Mountain Farm. Zumindest selten in Europa: Lamas und Alpakas. Ein sehr schönes, eher rustikales Hotel, ideal für Familien mit Kindern, die gern mit Tieren spielen wollen.

IMG_9829
IMG_9835

Leider sind auch die schönsten Tage irgendwann mal zu Ende.

IMG_9863

Disclosure: Herzlichen Dank an Fabio Giacomelli und die Lungolivigno-Gruppe für die wirklich außergewöhnlich schönen Tage in Livigno und im Valtellina, die wir auf Einladung geniessen konnten. Unsere persönliche Meinung bleibt dennoch unabhängig.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Hotel Rosskopf Sterzing: Stop-over am Brennerpass

Gleich nach dem Brennerpass kommt der Reisende auf dem Weg von Österreich nach Italien an dem wunderschönen Ort Sterzing/Vipiteno vorbei. Das erste Südtiroler Städtchen grüßt nicht nur mit einer historischen und gut erhaltenen Altstadt, mit exzellenter Gastronomie und einigen Hotels. Sondern auch mit einem eigenen Skigebiet: Der Rosskopf. Wir haben in Sterzing im Hotel Rosskopf übernachtet, waren Gast bei der Einweihung des neuen Panorama-Skiliftes am Rosskopf selbst und haben die Fertigung von Leitner Ropeways besucht.

Nur wenige wissen, dass Sterzing auch der Sitz eines Weltmarktführers ist: Leitner Ropeways. Die Firma Leitner fertigt Sessellifte, Gondelbahnen, Schneekatzen und vieles mehr für Verkehrssysteme in den Bergen. Viele von uns kennen nur die Lifte und Gondeln in den Bergen. Doch schon einige südamerikanische Städte haben angefangen, Gondeln als schnelle und günstige Massentransportmittel für die Millionenstädte einzusetzen, bspw. Medellin in Kolumbien. Und in Deutschland überlegen bereits München und Berlin, wie man Gondeln einsetzen kann. Denn der Bau dieser Systeme ist allemal günstiger und schneller als ein U-Bahn-Bau. Weltweit gibt es eigentlich nur zwei nennenswerte Anbieter: Doppelmayr in Österreich und eben Leitner in Südtirol.

Südtirol glänzt mit einigen der schönsten Berge und damit auch Pisten der Alpen. Direkt vor der Tür von Leitner liegt der Rosskopf. Ein Berg, der eigentlich als Paradeparadies und Teststrecke von Leitner dienen könnte. Mit der neuen Telemix-Bahn, der neuen fünf-Kilometer-Talabfahrt, der Beschneiungsanlage und den neuen Pistenbullys wird das Skigebiet Rosskopf in Sterzing-Südtirol in ein neues und modernes Schneezeitalter katapultiert. Was jetzt noch dringend modernisiert werden sollte, ist die Gondelbahn von Sterzing hoch auf den Rosskopf. Denn die geht auch direkt über die Brennerautobahn und wäre somit eigentlich ein perfektes Aushängeschild für Leitner. Denn oben erwartet den Skifahrer ein zwar kleines, doch wunderschönes Skigebiet.

Sterzing ist geprägt von vielen Jahrhunderten Durchgangsverkehr durch die Alpen. Der Brennerpass in unmittelbarer Nähe, die Tiroler Tradition, die nahezu unzählbar vielen Völker und Stämme, die hier durchzogen, lebten und – leider – sich auch zeitweilig bekämpften, hinterliessen alle ihre Spuren. Reichverzierte Bürgerhäuser mit Erkern kennzeichnen den Charakter der Altstadt in Sterzing. In der Fußgängerzone kann man gut bummeln, in vielen kleinen Geschäften einkaufen und in Cafés und Restaurants hervorragend speisen.

Gleich in der Nähe der Aufstiegsanlagen des Rosskopf und zugleich unweit der Ortschaften Ratschings, dem Ridnauntal und dem Pfitschtal, bietet das 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf gepflegte, gemütlich eingerichtete Zimmer und Suiten und wird somit zur idealen Unterkunft für einen Aktivurlaub mit Wellness im wundervollen Eisacktal.

Einen Einblick in mein Zimmer im 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf Sterzing gibt Euch mein kleines Video:

Benannt nach dem sonnigen Bergmassiv hoch über der Stadt, lädt das familiäre Hotel in Sterzing zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt in Südtirol ein. Traditionelle Gastlichkeit, die kreative Küche im hoteleigenen Restaurant und der herzliche Charme sind die besonderen Stärken des reizvollen Hotels mit seinen 40 Zimmern, welches mit einem Relaxbereich und einem idyllischen Garten einen Ruhepunkt in der Hektik des Alltagslebens bildet.

Morgens der Blick aus dem Bett.

Hotel Rosskopf: 4 Sterne Wellness und Restaurant

Fotos in Wellnessbereichen sind immer ein Problem: Wenn Gäste drin sind, ist es heiss und dampfig.

Die Saunaanlage und vor allem die Küche haben eigentlich 4-Sterne-Niveau. Für die gute Küche spricht, dass mittags Einheimische sowie Arbeiter und Angestellte der Firma Leitner, die Seilbahnen bauen, zum Essen kommen. Die Sauna ist sehr modern, hier kann man herrlich entspannen. Es gibt eine Bio- und eine finnische Sauna, ein Dampfbad, eine Rotlichtkabine, einen Whirlpool und einen großen Ruheraum.

Nach einem erfolgreichen Skitag und dem Saunabesuch, um die Muskeln zu relaxen, ist man bereit für das Abendessen. Das Menü am Abend startet für uns mit einem Knödel Tris. Als Vorspeise ist das Tris der Renner, es besteht aus einem Spinatknödel, einer Kasnocke und den für Südtirol so typischen Schlutzkrapfen.

Tagliata di Manzo, Ruccola, Gemüse, Bratkartoffeln

Der Hauptgang ist Tagliata di Manzo auf Ruccola mit Gemüse und Bratkartoffeln, dazu passt der Merlot Black von der Winzergenossenschaft Bozen von 2015 hervorragend.

Apfelstrudel mit Vanillesauce

Und der perfekte Abschluss wird gebildet von einem Apfelstrudel mit Vanillesauce, dazu ein wunderschöner italienischer Espresso.

Hotel Rosskopf: Das Stop-over-Hotel

Das Drei-Sterne-Superior Hotel Rosskopf in Sterzing bietet sich auch perfekt als Zwischenstation an für Reisende auf dem Wege von Nord nach Süd oder umgekehrt. Das Hotel ist in Sichtweite der Brennerautobahn – und eigentlich auch in Hörweite, doch die Fenster sind glücklicherweise sehr schalldicht. Während unseres Aufenthaltes war eine größere Gesellschaft anwesend, die täglich bis nach Antholz zum Biathlon-Weltcup gefahren ist. Ja, kann man machen, aber dann muss man täglich schon sehr früh in Richtung Antholz aufbrechen, da man sonst im Stau steht.

Service:

Vergesst Venedig!

Nur wenige Kilometer von den überlaufenen Touristenzielen Venedig, Jesolo & Co tut sich eine ganz eigene Welt auf: eine fast unberührte Lagunenlandschaft, die sich am schönsten per Fahrrad oder Boot erkunden lässt und in der Landgasthöfe mit herzlichen Gastgebern zum Schlemmen und Schlummern einladen. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Gast-Autorin Rozsika Farkas rund um Noventa di Piave unterwegs.

Backen ist Sabrinas Leidenschaft, das bekommen die Gäste beim Frühstück zu schmecken. Die Kuchenauswahl am morgendlichen Buffet – Walnusskuchen, Feigentorte, Torta della nonna, Ricotta-Torte, Apfelkuchen – würde jeder Konditorei zur Ehre gereichen, auch die Brote sind hausgemacht. Dazu gibt es Erlesenes aus handwerklich arbeitenden Käsereien und Metzgereien der näheren Umgebung. Sabrina Vitoli ist auch eine fabelhafte Köchin, das lässt sie einen abends erleben, wenn sie pikante Cannoli mit Kürbisfüllung auftischt und Auberginenlasagne, in Rotwein marinierte Schweinebäckchen und warme Schokotörtchen mit eingelegten Kirschen. 

Zusammen mit ihrem Mann Giorgio Turini führt Sabrina das Settecentoalberi („Siebenhundert Bäume“) in Noventa di Piave in Venezia orientale, dem östlichen Hinterland von Venedig. Dass das gastliche Anwesen unter agriturismo firmiert, ist eine schamlose Untertreibung – der Begriff ist die Entsprechung zu unserem „Urlaub auf dem Bauernhof“. Landsitz träfe es schon eher, die fünf Gästezimmer sind komfortabel und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet, im Frühstücks- und Speiseraum fühlt man sich eher wie in einem großzügig dimensionierten Wohnzimmer – oder besser: einem Salon – bei Freunden. Ein weitläufiger Park umgibt das Haus, und vieles, was Sabrina auftischt, stammt aus eigenem Anbau. 

Das Settecentoalberi ist keineswegs die einzige Wohlfühladresse in Venezia orientale. Die Gegend ist Sitz einiger äußerst angenehmer Landgasthöfe, von denen aus sich die Lagunenlandschaft erforschen lässt. Mehr feudal als rustikal residiert es sich etwa in der Casa dei Racconti, wo sechs individuell ausstaffierte Zimmer, ein weitläufiger Garten samt Pool sowie ein Restaurant, das die typischen Gerichte der Region anbietet, die Gäste empfangen. Das Motto des Restaurants lautet kilometro zero, „null Kilometer“; gemeint ist damit, dass die Küche nur Produkte aus dem allerengsten Umkreis verarbeitet.

Weiße Polenta mit Garnelen

Dazu gehört zum Beispiel die weiße Polenta aus der raren Maissorte Biancoperla, die praktisch nur noch in ein paar Winkeln des Veneto angebaut wird und von Slowfood zu den schützenswerten Schätzen der norditalienischen Landwirtschaft gezählt wird. Hausherr Gianni Pasin beschäftigt sich eingehend mit solchen kulinarischen Kostbarkeiten. Es ist ihm ein, wie er sagt, ethisches Anliegen, Biodiversität zu fördern und altes Saatgut zu erhalten. Im Moment hat es ihm eine bestimmte Bohnensorte angetan, die Mame Gialle, auch sie eine vom Verschwinden bedrohte Spezies. Dass es sich – auch in kulinarischer Hinsicht – unbedingt lohnt, sie zu erhalten, beweist die köstlich-deftige Bohnensuppe, die Gianni in seinem Restaurant servieren lässt.

Im Zimmerpreis ist – sowohl in der Casa dei Racconti wie im Settecentoalberi – nicht nur das fabelhafte Frühstück, sondern auch die Nutzung der Fahrräder enthalten. Denn die Landschaft hinter der Lagunenstadt eignet sich wie kaum eine andere in Italien dazu, mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Reizvoll, verträumt und abwechslungsreich, von Kanälen und mäandernden kleinen Wasserläufen durchzogen, dabei topfeben, bietet sie fernab von Autoverkehr idyllische Panoramen, nur unterbrochen durch lohnende Einkehrmöglichkeiten. Eine davon ist der Agriturismo La Barena, wo deftige Fleischgerichte und Fisch aus der nahen Lagune auf den Tisch kommen. La Barena ist nur 12 Kilometer von Jesolo entfernt, und dennoch wirkt der Ort, als sei er völlig der Welt entrückt. 

Oder man radelt zum Bioweingut Tessère, das ebenfalls über einen in feinstem Landhausstil ausstaffierten Agriturismo verfügt, und besucht dort Winzerin Emanuela Bincoletto und ihre Mitarbeiterinnen – der Betrieb ist fest in weiblichen Händen. Wer mag, kann dort lernen, wie man leckere Gebäckkringel oder andere Rezepte aus der cucina della nonna („Omas Küche“) zubereitet, oder sich in der Kunst des Mosaiks unterweisen lassen.

Emanuela Bincoletto
Raboso

Was man aber keinesfalls versäumen darf, ist eine Weinverkostung. Denn hier gibt es den Raboso, und Emanuela Bincoletto ist die unbestrittene Nummer Eins, die Königin des Raboso. Die Trauben mit der fast schwarzblauen Haut und dem hohen Säure- und Gerbstoffgehalt werden ausschließlich hier in Venezia orientale und in Treviso kultiviert. Damit die daraus entstehenden Weine nicht rustikal und kantig ausfallen, benötigten sie Zeit, und die lässt Emanuela ihnen. Der wunderbare, zwiebelschalengoldene Spumante Redentore („Befreier“) durfte acht Jahre auf der Hefe reifen, der aktuell gehandelte Jahrgang ist 2010. Er duftet würzig, ein wenig salzig, ist kraftvoll und gleichzeitig harmonisch-fein, mit appetitlich-frischer Säure – ein faszinierender Schaumwein, der sich nicht nur als Aperitif, sondern mehr noch als Essensbegleiter eignet. Auch kräftigen trockenen Roten und sogar edlen Süßwein gewinnt Emanuela aus dem Raboso.

Das Fahrrad ist aber nur eins von zwei idealen Fortbewegungsmitteln – das andere ist das Boot. Mit Elektrobooten, auf denen sechs Personen bequem Platz finden, lässt es sich gemächlich und geräuschlos den Piave entlangschippern. Von der Mitte des Flusses aus bieten sich traumhafte, ungewohnte Einblicke in eine unberührt erscheinende Landschaft – Romantik pur! Als Anlegestelle für einen Zwischenhalt zu empfehlen ist die Schokoladenmanufaktur Cioccolateria veneziana in San Donà di Piave, wo es neben feinsten Pralinen auch bestes Speiseeis zu naschen gibt, bevor es weiter mit dem Boot durch die Lagunenlandschaft mit ihrer Vielfalt an Pflanzen und Vögeln geht. Wen nach so viel Naturerlebnis die Lust auf einen Stadtspaziergang überkommt, der findet im idyllischen mittelalterlichen Städtchen Portogruaro ein lohnendes Ausflugsziel.

Service:


(c) Fotos: Rozsika Farkas und Susanne Wess

Barcolana: Die größte Regatta der Welt bittet nach Triest

10 Tage Regatta im Golf von Triest, 17.000 Segler auf Segelbooten, Einrumpfbooten, Optimisten, Katamaranen und Surfbrettern verwandeln die Adria-Bucht in ein schier unendliches Meer aus Segeln. Bis zu 400 Veranstaltungen laden an fast 100 Orten ein zu Konferenzen, Workshops, Theater, Führungen, Verwüstungen und mehr. Vom 4. – 13. Oktober 2019 sollte sich jeder Liebhaber des Segelsportes zur Barcolana in Triest aufhalten.

Nein, nicht Barcelona. Barcolana! Nach dem großen Erfolg der 50. Barcolana und der Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde als „größte Segelregatta der Welt“ steht nun die 51. Regatta bevor. Sie richtet sich an das Publikum, das leidenschaftlich segelt und sich für Meerestraditionen interessiert. Ziel ist es, eine öffentliche Diskussion über das Meer und die Umwelt anzuregen und wie jedes Jahr alle Segelbegeisterten in Triest zusammenzubringen.

Das Plakates der 51. Barcolana zeichnete die Illustratorin Olimpia Zagnoli, die kürzlich das Cover des renommierten US-Magazins New Yorker gestaltete. Dabei sollen die Emotionen der Barcolana zum Ausdruck gebracht werden, die im vergangenen Jahr von 300.000 Menschen in Triest und von tausenden Segelfreunden auf der ganzen Welt geteilt wurden.

Das diesjährige Plakat ist eine Einladung, nach Triest zu kommen und Teil der Veranstaltungen zu werden – sowohl auf See, als auch an Land. Das Plakat zeigt den Golf von Triest und sein Schloss Miramare (eines der beliebtesten und meistbesuchten Reiseziele in Italien, insbesondere bei deutschen Gästen) zum Zeitpunkt des Startschusses der Regatta. Im Vordergrund hat Olimpia Zagnoli eine Blume entworfen – als Symbol für die Schönheit, aber auch für die Verletzbarkeit unseres Meeres und des Ökosystems, das geschützt werden muss.

Um sich die Barcolana auf möglichst unterschiedliche Arten anzuschauen können die Zuschauer die vielen Segelboote aus dem Hubschrauber anschauen, von Terrassen am Ufer, vom Bord eines Ausflugsdampfers auf dem Wasser oder aber direkt an Bord eines der vielen Segelboote als Mitsegler.

Da jedes Jahr auch viele Deutsche an der Barcolana teilnehmen, ist der ADAC ab sofort Partner der Segelregatta. Axel Brinkmann, Redaktionsleiter ADAC Sportschifffahrt übergab anlässlich der Pressekonferenz von Barcolana im Hotel Bayerischer Hof München einen Wimpel des ADAC zur Besiegelung der Partnerschaft.

Segler, die an der 51. Barcolana teilnehmen wollen, können sich immer noch melden. Dabei sollten die Besucher der Barcolana sich auch unbedingt noch die Schönheiten der abwechslungsreichen Landschaft von Friaul-Julisch-Venetien nicht entgehen lassen. Denn das Land hat neben Schinken aus San Daniele und Prosecco DOC noch jede Menge mehr zu bieten.

Infos:

Quelle / Copyright: Fast alle Fotos (c) TAL / Barcolana – nur das oberste Bild ist von mir.

Slow-Food meets Yoga – Lebenskunst in Südtirol

Im familiengeführten 4 Sterne Hotel Schwarzschmied, dem ersten Lebenskunst-Hotel Südtirols, ist Genuss Programm. Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit das perfekte Urlaubsdomizil.

Die Zimmer des Hotels Schwarzschmied sind mit Möbeln aus Naturmaterialien ausgestattet

Schon eine alte Volksweisheit besagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Deshalb sollten wir Körper und Geist öfter mal eine Verwöhnpause gönnen – uns zwischendurch Zeit nur für uns selbst nehmen, einfach mal treiben lassen und den Moment genießen.

Traumhafte Ausblicke vom Hotel-Garten auf die wunderschöne Bergwelt des Meraner Landes

Eingebettet in die Bergwelt des wunderschönen Meraner Landes in Südtirol können sich sowohl Aktivurlauber als auch Ruhesuche im historischen und doch innovativen Ambiente des Schwarzschmied besonders wohlfühlen. Hier vereinen sich italienischer Lebensstil und das Bewusstsein für Natur und Umwelt.

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.“ 

Genuss nach dem Slow Food-Prinzip

Leicht, vollwertig, vegetarisch, vegan, laktose- oder glutenfrei – die Küche des Restaurants „La Fucina“ bietet Genuss vom Feinsten für individuelle Bedürfnisse. 

In der ehemaligen Schmiede zaubert Küchenchef Stefan Brida köstliche und gesunde Gerichte auf Ihren Teller. Das Besondere: Hier wird gekocht nach dem Slow Food-Prinzip – das heißt, es gilt der Grundsatz „zurück zur Natur“, wobei besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit und den regionalen Bezug von Zutaten und Speisen gelegt wird. 

Lecker! Hier wird sogar die Pasta hausgemacht

So stammen Butter und Honig von ausgewählten Almen und Bauernhöfen aus dem Ultental. Die Eier liefert der Bauer aus der Nachbarschaft. Frisches Gemüse, Obst und Kräuter kommen größtenteils von lokalen und regionalen Produzenten oder aus dem hoteleigenen Schwarzbauergarten. Auch die Pasta für die leichten italienischen Vorspeisen, die in Südtirol zu den traditionellen Gerichten zählen, sind selbstverständlich hausgemacht. 

Den Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück mit Produkten von regionalen Bauernhöfen beginnen

Und weil „gesundes Leben mit belebtem Wasser beginnt“ (Johann Grander) fließt in den Schwarzschmied-Bädern und aus den Wasserhähnen ausschließlich vitalisiertes Granderwasser – womit natürlich auch gekocht wird. 

Der beheizte Außenpool ist ganzjährig benutzbar

Wahren Reichtum hat man, wenn man seinen inneren Ausgleich gefunden hat.“ 

Im Spa- und Wellness-Bereich mit einer großzügigen Beauty- und Saunalandschaft, einem Fitnessraum sowie einem Innen- und beheizten Außenpool stehen Wohlbefinden und Gesundheit im Mittelpunkt.

Mit Yoga den Tag ausklingen lassen

Um Körper und Seele in Einklang zu bringen, war es Junior-Chef Klaus Dissertori eine Herzensangelegenheit das Thema Yoga zu einem wesentlichen Bestandteil des Schwarzschmied zu machen. So stehen im 70m² großen Yogaraum nicht nur tägliche Yogaklassen – vom „Gentle wake up Yoga“ bis zum Sivananda Yoga auf dem Programm, sondern es können auch Yoga-Workshops und -retreats oder Privatstunden bei qualifizierten Yogalehrern gebucht werden. 

Auch Wandern in der traumhaften Natur rund um das Hotel fördert das bewegte Innehalten. Entsprechend bietet das Hotel drei geführte Wanderungen pro Woche an. Rund um Lana finden sich zahlreiche Wanderziele. Hier liegt der Eingang ins urige Ultental, am Rand zum Nationalpark Stilfserjoch mit seinen hohen Gipfeln und den 2000 Jahre alten Ultner Urlärchen in St. Getraud. 

Der Ruheraum des Lebenskunst-Hotels

Wer lieber auf das Rad umsteigen möchte, kann sich im Hotel kostenlos hochwertige Mountain- und Citybikes ausleihen. 

Auch Golfern wird es nicht langweilig: Drei Golfplätze mit mediterranem bis hochalpinem Charakter stehen Profis und Freizeitgolfern im Umkreis von 30 Kilometern zur Verfügung. 

Ob Sommer oder Winter, im vielfältigen Meraner Land kann man das ganze Jahr Natur pur auf seine individuelle Weise genießen. 

Kleinod im Zentrum Lanas: Hotel-Chef Klaus Dissertori vor seinem neuen Hotel 1477 Reichhalter


Für Retro- und Kulinarik-Fans

Als Erweiterung für ihr Lebenskunst-Hotel Schwarzschmied baute Familie Dissertori ein altes Schmuckstück – das Gasthaus Reichhalter im historischen Zentrum Lanas – um und ließ es im Sommer 2018 als „Eat & Sleep“ Location am Fuße von Schloss Braunsberg mit acht Zimmern neu aufleben. 

Romantisch! Die Dachterrasse vom Hotel Reichhalter


Service:


Fotos: © Anke Sieker/ Hotel Schwarzschmied

Winterurlaub in Verona

Weihnachten in Verona? Warum denn nicht? Die meisten Deutschen verbringen den Sommer gern am Gardasee. Die Arena di Verona ist nicht nur Kunstliebhabern ein Begriff. Doch im Winter? Die Region Verona lud Münchens Reisejournalisten zum Lunch ins Hofbräuhaus.

Verona hat sich selbst zur „Weihnachtshauptstadt“ Norditaliens erkoren. Der Veranstaltungskalender von Verona und Umgebung sind für dieses Jahr ganz besonders abwechslungsreich gestaltet. 

Einen kleinen Einblick gibt das Video der Pressekonferenz:

In Verona können die Touristen einen der größten Weihnachtsmärkte Italiens besuchen. Außerdem können die Besucher Gardaland, einen der berühmtesten Vergnügungsparks Italiens, besuchen. Er ist nur eine halbe Autostunde entfernt. Das Weihnachtsdorf Flover in Bussolengo ist ebenfalls in der Nähe. 

Ein besonderer Ausflugstipp ist der Park Natura Viva, ein wichtiges Schutzzentrum für Tierarten. 

Ganz besonders traumhafte Ausblicke haben die Gäste von Malcesine: Dort fährt die Seilbahn mit neuesten Kabinen auf den Gipfel des Monte Baldo, von dem man einen atemberaubenden Panoramablick geniessen kann. 

Der Gardasee und sein Hinterland präsentieren eine ganze Reihe von Aktionen wie Weihnachtsmärkte, Eislaufbahnen, Straßenshows und beleuchtete Schlösser. Das Weihnachtsfest unter den Olivenbäumen des Gardasees zwischen Lazise, Bardolino und Malcesine ist mit Sicherheit für deutsche Augen komplett ungewohnt und bietet ein unvergessliches Erlebnis. 

Service:

Gourmet Skisafari: Genußvoll Skifahren in Alta Badia

Gourmet Skisafari Alta Badia Adelheid Wanninger

Bestgepflegte Pisten, stahlblauer Himmel – das ist einfach Skifahren mit Genuss. Dazu noch kulinarische Köstlichkeiten und regionale Weine, schon wird der Wintersport zum Hochgenuss! Unsere Autorin Adelheid Wanninger ging in Alta Badia auf Genussreise.

Gourmet Skisafari Alta Badia Adelheid Wanninger
Als Hot Spot für Gourmets hat sich die Region Alta Badia entwickelt, die inmitten der Dolomiten und somit im UNESCO Weltnaturerbe liegt. Bei der diesjährigen Vergabe der begehrten Michelin Sterne wurden gleich zwei Restaurants in St. Kassian mit zusätzlichen Sternen dekoriert. Norbert Niederkofler wurde für das Restaurant St. Hubertus mit dem dritten Stern dekoriert. Somit ist das einzige Südtiroler 3 Sterne Restaurant in St. Kassian in Alta Badia beheimatet. Matteo Metullio erkochte für das La Siriola den zweiten Michelin Stern. Auch für Nicola Laera vom Restaurant La Stüa im Hotel La Perla in Corvara wurde der Michelin Stern erneut bestätigt.

Aber wie kommt es zu einer so hohen Sternedichte mitten in einer Bergregion?
Genau hier hat man seit jeher mit den Zutaten gearbeitet, die es hier in der Umgebung gab. Produkte aus der Region, saisonal und unverfälscht.
Und genau das wird heute wieder geschätzt.
Dass man diese Geschmäcker, die einen an Kindertage erinnern, wiedererleben darf, ist das Konzept der diesjährigen „Gourmet Skisafari“, die heuer bereits in die sechste Saison geht. Ausgesuchte Skihütten warten nun diesen Winter mit kreativen Gerichten auf, zubereitet aus frischen Südtiroler Zutaten. Serviert selbstverständlich mit ausgewählten Südtiroler Weinen. (mehr …)

Primavera del Prosecco: 5 Jahre DOCG sind ein Grund zum feiern

Primavera del Prosecco Prosecco_3_Weinschule_G_B_Cerletti_2010_032
Blubberwasser in Dosen, blaue Flaschen mit Paketband verschnürt: Der Prosecco-Boom des letzten Jahrzehnts hat absonderliche Abscheulichkeiten produziert. Paris Hilton, die wahrscheinlich von Wein oder gar Prosecco ebensowenig Ahnung hat wie von Hotelmanagement, als Testimonial für Prosecco in Dosen, die diesen dann auch noch in einem knallgelben Dirndl auf dem Münchner Oktoberfest präsentierte: das war wahrscheinlich die absolute Spitze der Perversion. Ich vermute, dass sich spätestens zu diesem Zeitpunkt die Winzer in der Prosecco-Region zwischen Conegliano und Valdobbiadene zusammensetzten und beschlossen, etwas zu tun. Seit nunmehr fünf Jahren sind die Spielregeln geändert. Beim alljährlichen Prosecco-Frühling, dem Primavera del Prosecco, kann jetzt gefeiert werden. Ein Hoch auf die Qualität!

Primavera del Prosecco Prosecco_4_Cartizze_2010_001
Wir bekommen Einblick in die Welt des Prosecco bei einem Besuch vor Ort: Das Festival „Primavera del Prosecco DOCG“, der Prosecco-Frühling, ist jedes Jahr das weingastronomische Ereignis im nördlichen Veneto. Im traditionellen Anbaugebiet der ProseccoGlera-Traube, auf den Hügeln zwischen Valdobbiadene und Conegliano, lautet das Motto dann: Probieren, Plaudern und Prämieren. In diesem Jahr vom 14. März bis 14. Juni 2015 präsentieren rund 400 größere und kleinere Winzerbetriebe in 16 Ausstellungen ihre „Schätze“. Dieses Festival ist ein „Fest des Weins“ bei dem von Ort zu Ort, von Valdobbiadene bis Conegliano, das „offizielle“ Debüt der Weine der letzten Weinlese gefeiert wird. Wein- und Proseccogenießer können dabei die „Proseccostraße“ entdecken: eine Weingegend, die teils zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Eine sanfte Hügellandschaft, die stellenweise von antiken Abteien, jahrhundertealten Bäumen und Gehöften unterbrochen wird. Neben Degustationen des Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore werden auch die “Nischenprodukte” des Cartizze DOCG, des Refrontolo Passito DOC, des Torchiato di Fregona DOC, des roten und weißen Colli di Conegliano DOCG und des Verdiso näher vorgestellt. Des Weiteren können die Touristen die passend zu jeder Ausstellung vorgeschlagenen Routen entlangfahren, die Gipsoteca von Canova (Possagno) und andere wunderbare Sehenswürdigkeiten dieser Hügellandschaft besuchen. Eine weitere Besonderheit der Gegend sind die alten herrschaftlichen Villen. Reiche Venezianer bauten sich auf dem Festland in Treviso prächtige Häuser – die Serenissima ist gerade mal 30 Kilometer entfernt. Inzwischen wurden viele von diesen Prachtbauten liebevoll restauriert und etliche in Hotels oder Restaurants umgewandelt.

Primavera del Prosecco Prosecco_1_Hotel_CanondOro_Conegliano_2010_001
Prosecco_2_Conegliano_2010_001Wir übernachten im Best Western Hotel Canon d’Oro und gehen mal stark davon aus, dass das Hotel auch andere, modernere Zimmer hat. Zumindest laut Webseite ist dem so. Vielleicht wurde dieses Zimmer ja mittlerweile auch schon renoviert. Jedenfalls ist das Vier-Sterne-Hotel mit allem eingerichtet, was der Gast so braucht und für eine kleine Entdeckungsreise in zwischen Conegliano und Valdobbiadene reicht es völlig aus. Der renovierte, fresken-geschmückte Palazzo aus dem 15. Jahrhundert liegt wunderbar ruhig. Die Altstadt von Conegliano ist auf jeden Fall an sich schon einen Besuch wert.
Prosecco_1_Hotel_CanondOro_Conegliano_2010_002

(mehr …)

Dolomitenregion Drei Zinnen: Was machen Rentiere auf der Rotwand?

Hochpustertal_Sexten_Langlauf_Marathon_Jan2013_06Familienparadies Hochpustertal, Aktivtourismus in der Dolomitenregion Drei Zinnen: Dieses wunderschöne Fleckerl Erde mitten im Dreieck zwischen Österreich, Südtirol und Italien ist eine perfekte Mischung aus allen Einflüssen und bietet für jeden Anspruch und Geschmack etwas. Und ganz nebenbei entdecken wir Tiere, die für die Alpen eher untypisch sind: Rentiere leben auf der Rotwand und lassen sich im Winter für Schlittenkutsch-Fahrten einspannen. Und im Fischleintal trainiere ich für den Skilanglauf-Marathon.

Hochpustertal Dolomitenregion Drei Zinnen Sexten Langlauf Marathon Jan2013_02
Hochpustertal Sexten Langlauf Marathon Jan2013_05

Dolomitenregion Drei Zinnen: Langlauf im Fischleintal

Morgens um 9 Uhr treffe ich Christian Schwienbacher. Er ist Langlauflehrer an der Ski- und Snowboardschule Sextner Dolomiten. Wir sind miteinander an der Talstation Helm verabredet, die nur wenige Laufminuten von meiner Unterkunft, dem Hotel Monika in Sexten entfernt ist. Christian, in den Bergen ist man immer gleich beim Du, will mich vorbereiten auf den 37. Pustertaler Ski-Marathon am nächsten Tag. Ich bin da als Läufer gemeldet. Also brauche ich auch etwas Vorbereitung und dafür stellt mir die Dolomitenregion Drei Zinnen, wie sich der Tourismusverband des Hochpustertals neuerdings nennt, ein kleines Langlauftraining zur Verfügung. Wir schwingen uns in den alten Lada des Tourismusverbandes. Die alte Mühle will man nicht geschenkt haben, aber diese russischen Kisten sind absolut perfekt, wenn es in das Gelände geht. Da lässt Christian, wie er mir gesteht, auch gern seinen privaten Wagen stehen, da der Lada bei allen Geländearten und selbst härtesten Schneebedingungen keine Gnade kennt und seinen Weg durchzieht.

(mehr …)

Der Waldhof²: Wellness am Waldesrand bei Meran

DerWaldhof2_Voellan_Okt_2009_025  Der Waldhof Völlan Lana Meran Südtirol Alto Adige Merano Italien Italia bekam Zuwachs
Familienhotels wachsen langsam. Pläne und Geld, Konzepte und Finanzierung lassen so manchen Hotelier seine Anbau- und Wachstumspläne oder gar nur das Anschaffen neuer Möbel immer wieder verschieben. Die Familie Mahlknecht hat sich vor wenigen Jahren einen Ruck gegeben. Das Traditionshotel Der Waldhof im Ort Völlan bei Lana, unweit von Meran, bekam Zuwachs. Es wurde der ganz große Wurf: Der Waldhof² ist ein komplett neuer hochmoderner Anbau, der keine Wünsche mehr offen läßt.

DerWaldhof2_Voellan_Okt_2009_018
Krasser kann der Bruch eigentlich kaum noch ausfallen. Das typische alpenländische Traditionshotel zur rechten, der hypermoderne, designorientierte, holzverkleidete Hoteltrakt zur linken Seite. Dabei ist der Anbau des Vier-Sterne-Superior-Hotels edel und geschmackvoll in die Natur integriert und mit dem Stammhaus unterirdisch mit einem Bademantelgang verbunden. (mehr …)

Hotel Schloss Sonnenburg: Licht und Schatten in malerischer Kulisse

Bruneck 1 Hotel Schloss Sonnenburg Juni_2013_004
Der wahre Luxus ist Zeit – dies ist der Leitspruch des Hotel Schloss Sonnenburg bei Bruneck. Das ist wahr: dies Hotel braucht noch viel Zeit, um den wahren Luxus zu erreichen. Doch für einen guten Vier Sterne Standard reicht es auf jeden Fall. Besonders beeindruckend ist das Schloss an sich, das alte Gemäuer, die Lage. Hoch über der Rienz gelegen überschaut und überwacht diese Burg das Pustertal. Wahrlich ein schönes, altes Refugium. Ein Hotel, das gemischte Gefühle in mir auslöst. So wie das Wetter bei meinem Besuch: es hatte sonnige, doch auch regnerische Stunden.

Bruneck 1 Hotel Schloss Sonnenburg  Juni_2013_011
Zugegeben, das ist Jammern auf hohem Niveau. Doch wenn sich ein Hotel diesen Leitspruch, neudeutsch: Claim, gibt, dann muss es auch sein Versprechen erfüllen. Nun gut, „wahrer Luxus ist Zeit“, das können wir auch so interpretieren: die Kellner brauchen eben etwas mehr Zeit zum servieren. Dafür hat das Essen eine Topqualität. Bis das Frühstücksbuffet wieder aufgefüllt ist, obwohl nicht viel los ist, brauchen wir auch etwas mehr Zeit. Dafür sitzen wir in den sonnigen Morgenstunden im romantischen Innenhof der Burg. Und warum im meinem historischen Zimmer des Hotel Schloss Sonnenburg zwei Stehlampen ohne jeglichen Stromanschluss in der Nähe völlig unmotiviert herumstanden, das habe ich bis heute noch nicht verstanden. Ein Hotelzimmer als Möbellager? Mein Zimmer im Hotel Schloss Sonnenburg ist wohl eines der Ältesten. Durchaus möglich, dass dies Zimmer eines der absoluten historischen Schmuckstücke des Hauses ist. Das Zimmer, vielmehr die Suite, besticht durch seine historische Holztäfelung von 1825.

Bruneck 1 Hotel Schloss Sonnenburg  Juni_2013_013
Eine andere Inschrift in der Holzvertäfelung weist auf das Jahr 1744 hin. Auch der alte Schreibtisch imponierte mir. Der alte Schrank im Zimmer schon etwas weniger, er liess sich nicht ordentlich komplett verschliessen. Und werft bitte einen Blick auf die Couchgarnitur. Ähm nein, das ist für mich kein Vier Sterne-Standard, das ist veraltet. Die Couch ist bequem… aber sie passt einfach nicht zu dem Zimmer und in ein Hotel dieser Kategorie. Schaut Euch doch mein Zimmer im Video an:

Und dann der totale Stilbruch in meinen Augen: (mehr …)

Restaurant Hellwegers: Ein cooles Restaurant in Meran

Restaurant Hellwegers Partyband Barcamp Südtirol #bcs12
Entspannt chillen und essen in Meran: Das Restaurant Hellwegers ist dafür ein kleiner Geheimtipp. Meran hat viele schöne, doch wenig coole Restaurants, die sich an ein eher junges Publikum wenden. Etwas abseits in einem Innenhof liegt das Bistro-Restaurant versteckt. Ich finde: das Lokal ist auch ein ganz heißer Tipp für Touristen, Geschäftsleute und Gäste, die leckere Südtiroler Spezialitäten und Pizza geniessen wollen. Gerade in der Innenstadt von Meran schließt das Hellwegers eine Lücke im Gastro-Angebot. Cocktail-Bar, Disco, Restaurant, Pizzeria – alles in einem. Kein Wunder, dass sich hier auch Südtirols Barcamper trafen.

Restaurant Hellwegers Meran 2_Nov2010_002
Gelegen in der malerischen, historischen Altstadt von Meran hat dieses Restaurant das Zeug, zum neuen In-Treffpunkt für jung und alt zu werden. Es liegt am Anfang der berühmten Laubengasse – eine absolute Top-Location. Die italienisch-südtirolerische Küche ist auf einem sehr guten Niveau, bleibt aber dabei auf dem Boden und ist finanzierbar. Bei meinem Besuch in Meran erklärte mir Paul Hellweger das neue Konzept seines Restaurants so:

(mehr …)

Golf im Passeier Tal: Südtirols erster 18-Loch-Golfplatz in Andreas Hofers Heimat

Suedtirol Fruehling 3 Golf Passeier Tal Meran 002
Golfplatz mit Schienenbahn – wo gibt’s sowas? Im Passeier Tal, auf Südtirols erstem 18-Loch-Golfplatz. „Das Passeirer-Bahnl“ als kleinste Schienenbahn Südtirols bringt die Golfer vom Parkplatz direkt ins Clubhaus und zum Golfplatz. Doch von da an heisst es bergab, bergauf laufen – oder lieber gleich ein Golfcart nehmen. Der Golfclub Passeier Meran liegt in so idyllischer Hanglage mit Blick auf die mächtige Dolomitenwelt zwischen den imposanten Sarntaler-, Stubaier- und Ötztaler-Alpen, dass es einfach traumhaft ist, hier zu spielen.

So funktioniert der Aufzug für die Golfer, die zu faul sind, die paar Meter auf dem Fußweg bergan zu laufen:

Mit einer Gesamtlänge von 5.755 m und Par 71 öffnet die Anlage eine neue Dimension im Südtiroler Golfsport.

Suedtirol Fruehling 3 Golf Passeier Tal Meran 006
Der 18-Loch Platz ist von Februar bis Dezember bespielbar. Die Fairways und Greens der Anlage sind sehr gepflegt und lassen das Golfspielen zu einem Naturerlebnis der besonderen Art werden. Die teilweise recht schmalen Bahnen erfordern genaues Golfen. Der Golfplatz ist für Anfänger wie auch für gute Golfer eine Herausforderung. (mehr …)

Gardenissima: Sonne, Schnee und Skivergnügen beim längsten Riesentorlauf der Welt im Grödner Tal

Groedner Tal Gardenissima St Christina 09Einmal mit Weltcup-Athleten sich messen. Einmal gemeinsam mit Skirennläufern die gleiche Piste beim gleichen Rennen ins Tal sausen. Ein Traum? Nein, mitnichten. Der längste Riesentorlauf der Welt, die Gardenissima ist ein Jedermann-Rennen. Sie findet dieses Jahr zum 15. Mal im Weltcup-Skiort Gröden statt. Am 3. April 2011 treten auf der Seceda Alm 650 Skifahrer ab 14 Jahren an, um sich mit der Weltelite des Skisports zu messen.

Groedner Tal Gardenissima St Christina 16Der längste Volks-Riesenslalom der Welt ist dabei in mehrfacher Hinsicht ein Superlativ: 650 Teilnehmer werden bei der Jubiläums-Ausgabe der Südtirol Gardenissima um Podiumsplätze und wertvolle Sachpreise kämpfen und in einer spektakulären Streckenführung über 1.033 Höhenmeter, eine sechs Kilometer lange Riesenslalom-Rennstrecke mit bis zu 110 Toren überwinden. Hier stehen Hobbyrennfahrer, Ex-Renn-Profis und aktuelle Weltklasse-Athleten gemeinsam am Start und messen sich im direkten Zeitvergleich. Konditionsstärke müssen auf dieser speziellen Rennstrecke alle Läufer beweisen, denn das Rennen ist drei bis vier Mal so lang wie ein Weltcup-Riesenslalom.

Groedner Tal Gardenissima St Christina 17Es ist daher selbst für Profis wie Denise Karbon, Isolde Kostner, Kristian Ghedina oder Pepi Strobl, die bereits auf dem Gardenissima-Treppchen standen, eine konditionelle Herausforderung. Für echte Weltcup-Atmosphäre und eine weltweite Ausstrahlung der Gardenissima sorgt eine „realtime-webcam„, die so positioniert ist, dass der Start jedes einzelnen Rennläufers im Internet auf www.valgardena.it verfolgt werden kann.

Groedner Tal Gardenissima St Christina 05Im letzten Jahr habe ich mich selbst noch nicht getraut, an dem Rennen teilzunehmen. Doch ich habe mir fest vorgenommen: sobald ich wieder dort bin, werde ich mich auch in das Getümmel stürzen. Auch wenn meine Zeit mit Sicherheit nicht ganz vorne dabei sein wird: Hauptsache ich komme in weniger als zehn Minuten runter, verpasse – im Gegensatz zu gewissen rasanten Kollegen – kein Tor und jage das Feld vor mir her… Einen kleinen Eindruck des Rennens und der landschaftlichen Schönheit bietet Euch mein Film, den ich im letzten Jahr bei der Gardenissima mit meiner flip mino HD gedreht habe:

GroednerTal_Gardenissima_StChristina_04Schade ist es dabei um die wirklich schöne Aussicht. Drüben auf der anderen Talseite steht der Langkofel breit und mächtig. Ein Koloss von einem Berg. Daneben das Sella-Massiv und andere zackige Dolomitengipfel. Aber die Skiläufer auf der Seceda haben zum Ausklang der Wintersaison kein Auge für die landschaftliche Schönheit. Der spektakuläre Saisonabschluss im Grödner Tal ist geprägt vom Rennfieber und dem Kampf um Hundertstelsekunden.

GroednerTal_Gardenissima_StChristina_10Wem auch nach kulinarischen Leckerbissen der Sinn steht, der kommt ebenfalls nicht zu kurz. Rund um das Grödner Tal und die Sella Ronda befindet sich eine der wohl besten Hütten: die Comici-Hütte. Ein wahrer Gourmet-Tempel! Allerdings für jedermann: Hier kann auch eine Familie mit günstigen, leckeren Pastagerichten glücklich und satt werden. Kollege Titus Arnu war kürzlich auch in der Ecke. Er kam ebenfalls an dieser Berghütte vorbei und beschrieb in seinem Artikel „Tour de Mampf“ für die Süddeutsche Zeitung die Hütte so:

GroednerTal_Gardenissima_StChristina_11

Zum Glück ist die nahe gelegene Comici-Hütte so gerammelt voll, dass um 14 Uhr noch kein Platz frei ist. Also noch eine Runde Skifahren! Und Appetit holen für den kulinarischen Höhepunkt. Die 120 Plätze der Comici-Hütte sind meistens ausgebucht, die Wände des Restaurants tapeziert mit Fotos von Prominenten, die hier schon zu Besuch waren – Ski-Legenden wie Ingemar Stenmark und Franz Klammer, Formel-1-Piloten wie Fernando Alonso und Adelige wie Albert von Monaco.

GroednerTal_Gardenissima_StChristina_12

Die Comici-Hütte ist bekannt für ihre Fischgerichte, jeden zweiten Tag werden Muscheln, Scampi, Goldbrassen und andere maritime Köstlichkeiten aus Grado an der Adria auf die Berghütte geliefert. Es ist ein Hochgenuss, aber auch ein wenig seltsam, auf 2154 Metern über dem Meer frische Meerestiere zu verzehren. Andererseits: Es ist auch ziemlich seltsam, die Sellaronda hoch- und runterzurennen und dabei nur isotonische Wässerchen zu schlürfen.

Noch mehr Wissenswertes zur Gardenissima: (mehr …)


GAP

Piroche Cosmetics: Bioenergetische Behandlung zur Blockadelösung

Suedtirol_Fruehling_4_Therme_Meran_009
Schön ist es angeblich, wenn der Schmerz nachlässt. Doch das tut er gerade nicht. Die Finger der Masseurin finden gekonnt die Stellen an meinem Rücken, die komplett verspannt sind. An ganz besonderen Stellen nimmt sie noch eine Art Spatel zur Hilfe. Ich bin im Hotel Therme Meran und geniesse gerade eine neuartige Massage. Body Renaissance wurde von der Südtiroler Firma Piroche Cosmétics entwickelt. Es ist eine bioenergetische Behandlung spezifischer Zonen und Punkte am Nacken und Kopf, die energetische Blockaden sanft lösen soll.

Anschließend unterhielt ich mich mit Deborah Pirone, Eigentümerin und Verantwortliche für Forschung und Entwicklung bei Piroche Cosmétiques:

(mehr …)

37. Pustertaler Ski-Marathon: Wie ich mein erstes Langlauf-Rennen im Hochpustertal überstanden habe

Hochpustertal_Sexten_Langlauf_Marathon_Jan2013_02
Hochpustertal_Sexten_Langlauf_Marathon_Jan2013_44
Alles begann mit einem Sturz. Ich wollte schon immer mal so eine Brücke in einem Langlauf-Stadion runterfahren. Doch in der Kurve unten vergass ich offensichtlich umzusetzen. Aber eigentlich fing es etwas früher an: An einem Sonntag morgen war ich früh um 7 Uhr aufgestanden, quälte mich in meine Langlauf-Klamotten, frühstückte und verliess das Hotel Monika und stand jetzt um 8.25 Uhr an der Bushaltestelle in Sexten und wartete auf den lokalen Bus nach Toblach. Hier unterhielt ich mich mit einem Italiener aus Parma. Nun, das was man „unterhalten“ nennen kann mit meinen rudimentären Italienisch-Kenntnissen und seinen nicht-vorhandenen Englisch- oder Deutsch- oder sonstwas Kenntnissen. Augenscheinlich hatten wir das gleiche Ziel. Warum sonst sollte er so früh in Langlauf-Klamotten an dieser Bushaltestelle stehen?! Wir strebten den Pustertaler Langlauf-Marathon in Toblach an.

Hochpustertal_Sexten_Langlauf_Marathon_Jan2013_05Oder fing alles sogar mit drei Stürzen an? Ich war am Vortag mit Langlauf-Guide Christian Schwienbacher durch das malerisch-schöne Fischleintal unterwegs. Sexten liegt in einer Art Dreiländereck: auf dem Bergkamm gen Norden ist die Grenze zu Osttirol, also Österreich. Und gen Süden über den Pass geht es ins Veneto. Aus dieser ärmeren Ecke der Alpen kommen viele Italiener in das reichere Südtirol rüber, so erfahre ich es bei unserer Tour.

Hier erklärt mir Christian die Berglandschaft:

Wir liefen diese Loipe bis hinter zum Talschluss, wo es nur noch mit Tourenski in die Berge hoch geht. Rings um uns herum die Sextener Sonnenuhr. Die Loipe geht am Anfang fast nur bergauf. (mehr …)

Therme Meran: Alpine und mediterrane Wohlfühl-Wellness nicht nur für Winterwochen

Suedtirol Fruehling 4 Therme Meran 018
Wohin wenn’s regnet? Auch in Südtirol ist mal schlechtes Wetter. Doch die Therme Meran lockt mit ihrem grandiosen Angebot auch bei gutem Wetter. Da wehren sich die Beine, auf die Berge hochzustürmen, viel lieber hockt der sonst eifrige Wanderer im Thermenpark und genießt das großzügige Angebot. Die im Dezember 2005 eröffnete Therme Meran hat es geschafft, das unverfälschte Südtirol mit dem modernen Mediterranen zu verbinden. Designer und Innenarchitekt Matteo Thun schuf eine „Naturoase im Herzen der Stadt“, die wegen ihrer modernen Architektur auffällt, sich aber dennoch harmonisch ins Stadtbild von Meran einfügt. Die gläserne Architektur der Therme Meran gibt dem Besucher freien Blick auf die umliegenden Bergketten, so dass der Gast im Dialog mit der Landschaft, dem Wasser und den ursprünglichen Elementen Südtirols steht.

Gleich am Ufer des Gebirgsflusses Passer vis à vis von Stadtzentrum und Kurhaus haben die Therme Meran und das angeschlossene Hotel Therme Meran ihren Platz gefunden. Klare Linien in der Architektur, die Verwendung von wertvollen Natursteinen und Hölzern beim Bau sowie die Nutzung von regionalen Produkten im Spa & Vital Center zeugen vom Verständnis und dem Respekt vor der Natur. (mehr …)

Bacherhof Meransen: Wo Gaumen und Seele verwöhnt werden

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_1_Bacherhof_Okt2013_001
Hier wäre ich gern geblieben. Ein Hotel, das deutlich mehr hält, als es verspricht. Viele Hotels, die vier Sterne haben, halten so gerade mal diesen Anspruch, erfüllen alles das, was die Standardkriterien für ein Hotel dieser Kategorie erfordern. Doch der Bacherhof in Meransen in der Almregion Gitschberg Jochtal toppt das locker. So mancher Bereich hätte hier durchaus einen fünften Stern verdient, vor allem die Küche. Doch der Reihe nach.

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_1_Bacherhof_Okt2013_025
Ein grosses, geräumiges Zimmer mit eigenem Kamin, ein Ausblick zum Träumen und eine Küche für Geniesser: Herz, was willst Du mehr? Selten habe ich es erlebt, dass ein neu eröffnetes Hotel in mehrfacher Hinsicht eine Top-Leistung abruft. Hier ein kleiner Video-Einblick in unser Zimmer:

Doch das ist eben nicht alles, was der Bacherhof zu bieten hat. Schon beim Betreten des Hotels ist klar, an welche Zielgruppen sich das Haus wendet: (mehr …)

Kloster Neustift: Wo Wohlstand und Wein zu Weltruhm führen

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_4_KlosterNeustift_Okt2013_059
Ein Kloster wie eine Burg. Wehrmauern gegen die Türken. Und schönste Weinreben drumherum. Dieses alte Kloster hat eine belebte, sehr wechselhafte Geschichte hinter sich. Und es wurde durch Schenkungen, Besitztümer und glückliche Fügungen sehr reich. Das Kloster Neustift in Südtirol wird heute allerdings weltweit für seine edlen Weine geschätzt. Die Lage war vor bald 900 Jahren, als das Kloster gebaut wurde, absolut strategisch. Auch heute noch liegt es optimal: Am Eingang zum Pustertal und am Nordende des Brixener Talkessels.

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_4_KlosterNeustift_Okt2013_019
Auf unserer Rückfahrt in die Heimat sahen wir die roten Bremslichter der Autos auf der Autobahn. Bereits auf der Bundesstrasse aus dem Pustertal heraus zur Autobahn stockte der Verkehr. No way, das machen wir nicht mit. Ein wunderschönes Herbstwochenende neigte sich dem Ende zu. Wir kamen aus der Almenregion Gitschberg Jochtal, verbrachten wunderschöne Tage im Hotel Bacherhof in Meransen. Doch jetzt wollten wir vieles, nur mit Sicherheit nicht im Stau stecken und langsam über den Brenner schleichen. Unser Blick fällt zufällig auf das Hinweisschild nach Kloster Neustift. Hey, denke ich mir, davon habe ich schon mehrfach gehört. Ein sehr bekanntes Weingut. Angeblich ein schönes Kloster. Also, Blinker rechts, runter von der Bundesstrasse, Kultur tanken.

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_4_KlosterNeustift_Okt2013_006
Werfen wir einen Blick rein ins Kloster Neustift. Als das Kloster 3 km nördlich von Brixen erbaut wurde, war dies ein damals noch unsicherer und rauer Ort, „in wilder Einsamkeit“ gelegen, wo die „Unwirtlichkeit des sich beliebig sein Bett schaffenden Eisackflusses alles andere als einladend schien“, so verrät uns die Webseite des Klosters. Hier war und ist nach wie vor der Schnittpunkt der wichtigen Nord-Süd-Verbindung über die Alpen und der Ost-West-Verkehrswege aus dem Pustertal. Letztere hat allerdings die strategische Wichtigkeit von ehedem eingebüsst. (mehr …)

Delikatessen, Feinkost, Weine, Biere: Harpf präsentiert feinste Versuchungen

Bruneck_2_Harpf_Feinkost_Delikatessen_Juni_2013_006
KaDeWe Feinschmeckeretage fällt mir sofort ein, Dallmayr oder Käfer. Und: Es ist ja alles so lila hier. Ja, die Corporate Design Farben Lila und Weiß ziehen sich stringent durch den Laden durch. Das wirkt jung, das wirkt frisch, das wirkt auch etwas weiblich. Vor allem aber wirkt das ganze Ladengeschäft geschmackvoll eingerichtet. Harpf steht für Essensgenuss, Harpf steht auch für mehr Trinkgenuss. Und Lukas Harpf, der Eigentümer, steht für ein Lebensmittelgeschäft, wie wir uns wesentlich mehr davon wünschen. Doch dann wäre dieses Geschäft ja nichts besonderes mehr.

Bruneck_2_Harpf_Feinkost_Delikatessen_Juni_2013_005
Bruneck_2_Harpf_Feinkost_Delikatessen_Juni_2013_004Mitten in der Fußgängerzone von Bruneck, in einem wunderschönen Altbau gelegen, hat Lukas Harpf ein Kleinod erschaffen. Seine Liebe zu guten Essen, gutem Wein, zu der eindeutigen Herkunft der Produkte und sein Bekenntnis ausschliesslich beste Qualität anzubieten ist dem Laden von vorne bis hinten anzusehen. Hier wird nicht Massenware präsentiert, hier wird der Kunde nicht erschlagen von einem Überangebot von allem. Von jedem steht etwas da. Und wenn ein Produkt gerade ausverkauft sein sollte, dann kann der Kunde sicher sein, dass es frisch wieder beschafft wird. Dabei liegt der Fokus der Lebensmittel ganz klar zuerst auf Südtirol, dann auf Italien. Weine und Biere kommen hingegen aus ganz Europa. Harpf gilt mittlerweile, insbesondere in Deutschland, als Geheimtipp in der Craft Bier Szene. (mehr …)

Regiohof Gsieser Tal: Wie koche ich selbst frische Marmelade ein?

Bruneck_5_Gsieser_Tal_Regiohof_Juni_2013_024
Frische selbst eingekochte Marmelade: Das erfreut jeden Gaumen, jede Brotscheibe. Da wird das Frühstück zum Erlebnis. Und wertet jeden Käse auf. Der Regiohof im Gsieser Tal belebt Traditionen und Rezepturen von Berghöfen. Das Wissen der Mütter ist ein Schatz den die Gründer bewahren und gerne weitergeben. Rezepte und Verarbeitung wie anno dazumal. Regional und Bio-Qualität. Der Lohn kommt auf dem Gaumen: Es schmeckt einfach superlecker und ist eine wahre Wohltat. Wir schauten im Regiohof auf 1.400 Meter Höhe im Gsieser Tal über die Schultern bei der Erdbeermarmelade-Produktion.

Bruneck_5_Gsieser_Tal_Regiohof_Juni_2013_027
Na, bekommt Ihr bei dem Anblick auch Appetit? Eine Käseplatte mit frischem Südtiroler Bergkäse, frische selbst gemachte MarmeladenKonfitüren, das ganze in malerischer Landschaft nach einer schönen Wanderung durch die Südtiroler Bergwelt. (Über die dank der EU gesetzlichen Vorschriften und Unterschiede zwischen Marmelade und Konfitüre verweise ich auf diesen Wikipedia-Artikel.)

Bruneck_5_Gsieser_Tal_Regiohof_Juni_2013_018
Herz, was willst Du mehr? Die perfekte Jause: Schinken, Speck, Schüttelbrot und frische Erdbeeren. Daneben noch eine Karaffe mit frischem Quellwasser.

Bruneck_5_Gsieser_Tal_Regiohof_Juni_2013_019
Dazu noch ein paar frische Schlutzkrapfen mit Südtiroler Bergkäse. Und jetzt kommen wir zur Marmelade… (mehr …)

Forte Village Sardinien: Sterneküche mit Alfons Schuhbeck

Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_04
Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_09Schuhbeck im Urlaub geniessen: Der ubiquitäre Koch kann in diesem Jahr auch in Eurem Hotel am Herd stehen. Vorausgesetzt, Ihr bucht den Urlaub im Forte Village Hotel auf Sardinien. Und das im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni 2014. Denn dann kocht einer der bekanntesten deutschen Sterneköche als Gastkoch für die Gäste des Fünf-Sterne-Resorts. Der deutsche Sternekoch wird im Sternerestaurant La Cantina seine berühmte Küche präsentieren.

Zu diesem Anlass luden kürzlich das Hotel und Alfons Schubeck in die Südtiroler Stuben am Platzl in München. „Wir freuen uns außerordentlich mit Alfons Schuhbeck einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur ein Meiste rseines Fachs ist sondern zudem eine Leidenschaft ausstrahlt, die Gäste einfach überzeugt“, erklärte Lorenzo Giannuzi, General Manager des Forte Village der versammelten Münchner Gastro-Presse. „Mit Alfons Schuhbeck haben wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe geschaffen, die dem Gast das Beste aus beiden Welten präsentiert.“ (mehr …)

Restaurants in München: Brenner München: Advent feiern auf Italienisch

Bauli_Panettone_Brenner_Muenchen_Nov_2014_002
Monaco di Baviera: Nördlichste Stadt Italiens – diesen Titel trägt München nicht ganz unberechtigt. So manch edles italienisches Restaurant kann sich schon sehr lange in München halten. Und so manches Restaurant lässt zwar die italienische Lebensart, die Ausrichtung nicht auf den ersten Blick erkennen, ist aber in der Küche stark italienisch geprägt. So ein Restaurant versteckt sich hinter der teuersten Strasse Münchens: Der Brenner Grill in der Maximilianstrasse. Der ideale Ort, um stilgerecht italienisch das erste Adventswochenende einzuläuten.

„Ja wir sind schon über’n Brenner…“ Das Brenner, wie der Münchner nur sagt, ist eigentlich schon von Anfang an ein angesagter Szene-Treffpunkt. In bester Nachbarschaft von Münchner Residenztheater, Bayerischer Staatsoper und dem Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten, doch vornehm zurückgenommen nicht direkt an der Strasse, sondern im Hinterhof. Naja, die moderne Art eines Münchner Hinterhofs, den Maximilianhöfen eben. Reservierung ist also absolut Pflicht. Wobei sich das Brenner in drei verschiedene Bereiche aufteilt, die nur wenig voneinander getrennt sind. Im vorderen Bereich, gleich nach der Eingangstür, ist die Lounge. Hier sitzen die Gäste ungezwungen für einen Drink, für den Aperitif, den Digestif – oder sind auf der Warteliste für einen Tisch im Restaurant. Mittig in diesem Lounge-Bereich ist ein Grill, dort sitzen auch einige Gäste und geniessen Steaks und Loup de Mer direkt vom Holzkohlengrill. Hinter einem kleinen Raumteiler dann das eigentliche Restaurant. Selbstverständlich mit kleinem Empfang, damit die Gäste auch ihren richtigen Tisch zugewiesen bekommen. (mehr …)

Kloster San Giorgio: Die Eremiten vom Gardasee

Gardasee_Fish_Chef_1_Eremo_di_San_Giorgio_Jan_2015_019
Hinter dieser Pforte herrscht Schweigen. Zypressen, Olivenbäume und Palmen rahmen den Weg zum Kloster Eremo di San Giorgio bei Bardolino. Der Gardasee ist in Sichtweite, das süße Leben, die guten Weine sind greifbar nah. Und doch gibt es immer noch Mönche, die hier weitestgehend abgeschieden leben und fast alle Lebensmittel, die sie brauchen, selbst herstellen. Und sogar soviel und so gute Sachen herstellen, dass der kleine Klosterladen eine wahre Fundgrube edelster Produkte ist.

Gardasee_Fish_Chef_1_Eremo_di_San_Giorgio_Jan_2015_010
Acht Mönche leben im Kloster Eremo di San Giorgio. Sie stellen Olivenöl, Schokolade, Lakritze, Seife, Rasierschaum…

Gardasee_Fish_Chef_1_Eremo_di_San_Giorgio_Jan_2015_011
Grappa,

Gardasee_Fish_Chef_1_Eremo_di_San_Giorgio_Jan_2015_014
Honig und noch so manches mehr her. Doch es gibt noch einige andere Schätze in diesem Kloster zu entdecken. (mehr …)