Regiohof Gsieser Tal: Wie koche ich selbst frische Marmelade ein?

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Frische selbst eingekochte Marmelade: Das erfreut jeden Gaumen, jede Brotscheibe. Da wird das Frühstück zum Erlebnis. Und wertet jeden Käse auf. Der Regiohof im Gsieser Tal belebt Traditionen und Rezepturen von Berghöfen. Das Wissen der Mütter ist ein Schatz den die Gründer bewahren und gerne weitergeben. Rezepte und Verarbeitung wie anno dazumal. Regional und Bio-Qualität. Der Lohn kommt auf dem Gaumen: Es schmeckt einfach superlecker und ist eine wahre Wohltat. Wir schauten im Regiohof auf 1.400 Meter Höhe im Gsieser Tal über die Schultern bei der Erdbeermarmelade-Produktion.

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Na, bekommt Ihr bei dem Anblick auch Appetit? Eine Käseplatte mit frischem Südtiroler Bergkäse, frische selbst gemachte MarmeladenKonfitüren, das ganze in malerischer Landschaft nach einer schönen Wanderung durch die Südtiroler Bergwelt. (Über die dank der EU gesetzlichen Vorschriften und Unterschiede zwischen Marmelade und Konfitüre verweise ich auf diesen Wikipedia-Artikel.)

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Herz, was willst Du mehr? Die perfekte Jause: Schinken, Speck, Schüttelbrot und frische Erdbeeren. Daneben noch eine Karaffe mit frischem Quellwasser.

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Dazu noch ein paar frische Schlutzkrapfen mit Südtiroler Bergkäse. Und jetzt kommen wir zur Marmelade…

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Schauen wir Sandrina und Albert zu, wie Erdbeermarmelade produziert wird. Das Video mag mit 18 Minuten zwar lang sein. Doch in dieser Zeit bereitet Sandrina uns die leckere Marmelade zu. Außerdem erklärt Albert zwischendurch, warum die Produkte vom Regiohof besser als Bio sind. Frische Die Erdbeeren sind vom Regiohof selbst. Die Bergbauern pflanzen noch weitere Obstsorten selbst an, wie etwa Johannisbeeren, Brombeeren, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Marillen, Kirschen, Zwetschgen, außerdem werden Konfitüren/Marmeladen hergestellt, die eine Cuvée, eine Mischung aus verschiedenen Sorten sind.

Also schaut selbst:

Nochmal zum Mitschreiben das Wichtigste:

70% Frucht, biologischer Rohrzucker – und mit Apfelpektin wird geliert. Ein einfaches und gleichzeitig altes Rezept. Dafür dauert der Vorgang insgesamt etwa drei Tage. Am ersten Tag werden die Erdbeeren gewaschen und geviertelt und dann mit biologischem Rohrzucker eingelegt, etwas frische Zitrone dazu und über Nacht stehen gelassen.

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Am nächsten Tag werden die Früchte, in diesem Fall Erdbeeren, im Topf eingekocht. Maximal werden 30kg Frucht eingekocht, das ergibt max. 100 Gläser im Regiohof. Die Erdbeeren werden nur drei Minuten eingekocht. Es wird eben keine Pampe hergestellt, die Früchte sollen noch vorhanden sein. Nach Ablauf der drei Minuten wird der biologische braune Rohrzucker hinzugefügt. Besonders wichtig ist in der Zwischenzeit das Rühren, damit nichts anbrennt. Ganz zum Schluß wird das Pektin zum Gelieren hinzugefügt. Dies wird ganz vorsichtig unter die Masse hinuntergerührt, so dass keine Früchte kaputt gehen. Die Menge des Pektins ist eine Gefühlssache. Es muss zähflüssig sein, doch nicht zu fest. Alle 3-4 Sekunden wird die Masse zäher. Das Pektin geliert erst beim Abkühlen richtig.

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Dann wird die Marmelade in Gläser, die vorher ausgekocht wurden, abgefüllt. Da die Gläser kalt sind, sacken die Erdbeeren auch nicht weiter ab, es geliert sofort. Die Deckel kommen direkt aus dem heissen Wasser, werden sofort aufgedreht. Das Marmeladeglas wird für wenige Minuten kopfüber hingestellt. Diese Zeit reicht, damit die gesamte Luft entweicht, die Gläser sind jetzt bombendicht verschlossen. Umgedreht, in einen Karton verpackt, in den Keller gestellt – warten die Gläser auf Euch, auf die Kunden. Die Marmelade will gegessen, verspeist, vernascht werden.

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Übrigens: Die leckeren Marmeladen vom Regiohof könnt Ihr auch im Delikatessenladen von Lukas Harpf in Bruneck kaufen.

Mehr Infos gibts hier.

Wer jetzt Appetit bekommen hat und gern ein Hotels im Gsieser Tal buchen möchte, findet ein paar Angebote unter dem Link.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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