Malaysia Airlines: Wie Geniesser nach Asien fliegen

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Zwei Abstürze in einem Jahr – so stark ist wohl noch nie eine große Airline getroffen worden. 2014 war für Malaysia Airlines mehr als nur ein katastrophales Jahr. Unverschuldet traf es die Fluggesellschaft. Und dennoch entzogen viele Fluggäste dem malaysischen Carrier ihr Vertrauen. Nach dem nach wie vor misteriösen Verschwinden von Flug MH 370, einer Boeing 777-200 ER, auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, und dem höchstwahrscheinlich russischen Abschuss von Flug MH 17, ebenfalls einer Boeing 777-200 ER, auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur, kam der langfristige Verlust vieler Fluggäste. Absolut unbegründet, wie ich mich selbst überzeugen konnte.

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Allerdings ist es nicht mehr so einfach mit Malaysia Airlines von Deutschland aus zu fliegen. Als Reaktion auf die beiden Unglücke, den wirtschaftlichen Niedergang und das daraus resultierende Kostensparprogramm zog sich die Airline aus Deutschland zurück. So musste ich also erst nach London, um ab Heathrow nach Kuala Lumpur zu fliegen. Malaysia Airlines ist allerdings im Oneworld-Verbund, so dass ich meinen Zubringerflug mit British Airways hatte. Vor dem Abflug werfe ich gedankenverloren meinen Blick aufs Rollfeld, und versuche mir vorzustellen, was mich in den nächsten Tagen erwarten würde.

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BigKitchen_Kuala_Lumpur_01_Arrival_Mai_2015_070Ich bin auf dem Weg zum KL Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur auf Einladung der Tourismusorganisation der Stadt Kuala Lumpur. Es ist das erste Food Festival der Stadt und mit sehr großem Aufwand geplant. Die Hauptstadt von Malaysia möchte sich als neue gastronomische Hauptstadt von Südostasien ins Spiel bringen. Einer der Hauptsponsoren ist Malaysia Airlines – und so habe ich einen genialen Platz in der Business Class auf Kosten des Veranstalters. Welche Vorteile es hat, Business Class zu fliegen, habe ich kürzlich hier schon beschrieben.

Mein Start in Frankfurt auf dem Weg nach London mit British Airways im Airbus A319:

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Kaum sitze ich auf meinem sehr bequemen Business-Class-Sessel, wird auch schon das Mittagessen serviert. Ein leichter Salat mit Scampi ist als Vorspeise genau der richtige Einstieg in die kommenden Tage.

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Neben dem üblichen Tomatensaft, zu dem fast wie selbstverständlich eine Flasche Worcestersauce gereicht wird, genehmige ich mir einen Piccolo Heidsieck Monopole.

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Anschliessend gibt es ein sehr gut abgeschmecktes Curry, das mir schon jetzt Appetit auf Malaysia macht. Dabei bin ich doch erst im Flieger von British Airways nach London.

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Kurz vor der Landung in Heathrow dreht der Pilot noch eine kleine Schleife über der Innenstadt von London. Dabei erhasche ich diesen schönen Ausblick.

Meine Landung in London Heathrow mit British Airways im Airbus A319:

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Zwischen dem Terminal von British Airways und dem Terminal von Malaysia Airways nehme ich den Shuttlebus. Der Busfahrer erkundigt sich erstmal über Funk, ob heute nacht wirklich noch ein Flug nach Kuala Lumpur raus geht. Dann chauffiert er mich als einzigen Fahrgast quer über den Flughafen. In der Zwischenzeit unterhalten wir uns sehr nett. Vom Gate aus sehe ich diese schön lackierte Boeing 787.

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Dann ist auch unser Airbus A 380 von Malaysia Airlines bereit zum einsteigen. Einer der Vorteile, wenn man First Class oder Business Class fliegt, ist, dass es überall etwas schneller geht. So müssen wir nicht Schlange stehen, es gibt eine „Priority Lane“, über die ich schnell und unkompliziert direkt zu meinem Platz in der Business Class komme.

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Mein Business-Class Sitz bietet eine Menge Komfort. Der Sitz lässt sich per Knopfdruck in die unterschiedlichsten Positionen fahren. Ich probiere gleich mal die Schlafposition aus: der Sitz legt sich komplett flach, so dass ich ein absolut ebenes und bequemes Bett habe. Das Tischchen an meiner Seite lässt sich je nach Bedarf zur Seite schwenken oder zum Essen optimal zu mir ranschieben. Neben einem Kissen und einer Decke für die Nacht, wird den Fluggästen in der Business Class auch ein kleines Amenity Set zur Verfügung gestellt.

Malaysia Airlines Amenity Kit
Dieser Kulturbeutel über den Wolken, den die Airlines ihren Gästen für die Nacht mit auf den Weg geben, ist immer sehr unterschiedlich ausgestattet. Rudimentär bis garnicht in der Economy, ordentlich in der Business und luxuriös in der First Class, so kann man es grob umschreiben. Das Amenity Kit von Malaysia Airlines in der Business Class enthält besteht aus Zahnbürste, Zahnpasta, Hand-Desinfektionsmittel und Mundwasser sowie einer Body-Lotion, einem Kamm und Socken für die Nacht. Eine Schlafbrille leider nicht. Doch habe ich zum Glück immer meine Schlafbrille von Oman Air in der Tasche. Und auch mit meinen SleepPhones kann ich meine Augen bedecken und dabei gleichzeitig noch Musik hören.

Mein Start in London-Heathrow mit Malaysia Airlines auf dem Weg nach Kuala Lumpur im Airbus A 380:

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Meine Fußspitzen stossen nicht an den Sitz vor mir an. Im Gegenteil, nur mit Mühe komme ich mit meinen Fußspitzen bis an meinen Monitor, der in der Rückenlehne des Sitzes vor mir eingebaut ist, ran. Übrigens: Als Socken trage ich meine Lieblings-Kompressionsstrümpfe, die Laufsocken von CEP, die ich hier schon mal beschrieben habe. Extrem gut bei Langstreckenflügen gegen Blutstau, Blutgerinnsel und dicke Füße an sich. Kurz nach dem Start haben wir einige schöne Ausblicke auf das nächtliche London:

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Und auch dieser Ausblick ist grandios:

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Als das Essen kommt, hat Foodbloggerin Erin aus dem Norden Englands schon einen irren Kohldampf. Die köstlichen Satay-Spiesse von Malaysia Airlines sind angeblich legendär. Die Sauce ist wirklich spitze.

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Entsprechend sind die Hähnchenspiesse auch reichlich zugedeckt von der Erdnusssauce.

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Anschliessend gibt es noch Lachs mit Salat sowie frisches Obst als Dessert.

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Währenddessen schaue ich zum wiederholten Mal Robin Williams in „Club der toten Dichter“.

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Und dann gab es noch diese Köstlichkeit, wobei ich mich nicht mehr an den Namen erinnere.

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Und ein sehr feines Dessertörtchen zum Abschluss. Dann war es allerdings gut für die Nacht.

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Zum Frühstück gibt es Nasi Lemak. Das ist das typische malaysische Frühstück. Für europäische Gaumen und als Frühstück sehr ungewohnt. Doch durchaus köstlich, sehr aromatisch mit einer leichten Schärfe. Als Mittag- oder Abendessen würde ich es jedoch lieber geniessen.

Einige Stunden später landete ich sanft und sicher in Kuala Lumpur mit dem großen, sanften Vogel, dem Airbus A 380:

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Ein Blick beim Verlassen des Flugzeugs von der Gangway auf den Airbus A 380, ein wirklich sehr schöner Vogel.

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Der Flughafen von Kuala Lumpur ist hochmodern und vor noch nicht allzulanger Zeit so aufgebaut worden.

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Zwischen den Terminals fährt eine U-Bahn.

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Erst am zweiten Terminal erhalten wir die Koffer und können dort den Flughafen verlassen.

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Hier wird unsere kleine Gruppe von europäischen Bloggern von einem Mitarbeiter von Kuala Lumpur Tourismus in Empfang genommen und zum Hotel Majestic gefahren.

Über meine Zeit in Kuala Lumpur könnt Ihr gerne meine folgenden Artikel lesen: Ich hatte eine bezaubernden, wenn auch viel zu kurzen Aufenthalt im Hotel Majestic, in dem ich eine Suite mit Butler-Service hatte. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die Ihr unbedingt besuchen solltet, könnt Ihr hier nachlesen. Und das Nightlife in Kuala Lumpur dürft Ihr auch nicht verpassen.

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Nach vier wunderschönen Tagen in Kuala Lumpur hiess es wieder Abschied nehmen von dieser faszinierenden Stadt. Mit Malaysia Airlines ging es wieder zurück im Airbus A 380 von Kuala Lumpur nach London. In der Business Lounge von Malaysia Airlines im Flughafen von Kuala Lumpur gönne ich mir noch eine kleine Suppe.

Natürlich regnet es in London… Meine Landung mit Malaysia Airlines im Airbus A 380 über dem grau-trüben London könnt Ihr Euch hier anschauen – gleichzeitig ein schöner Überblick über den Flughafen Heathrow:

So ein Wetter ist zwar typisch für England, aber ich brauche das nicht. Also schnell wieder ins sonnige Deutschland mit British Airways im Airbus A 319 von London nach Frankfurt:

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Schnell und unkompliziert ist der Flug, die Landschaft auf dem Weg nach Frankfurt ist überaus bezaubernd. Allerdings stört dieses Atomkraftwerk irgendwie die Aussicht. Hier bekommt Ihr einen kleinen Eindruck der Landung in Frankfurt mit British Airways A 319:

Fazit:
Der wirtschaftliche Niedergang nach den zwei traurigen Verlusten hat die Airline zu Unrecht getroffen. Ich würde jederzeit wieder mit Malaysia Airlines fliegen und kann die Fluggesellschaft jedem nur empfehlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, in dem Airbus A 380 zu fliegen, es war ein tolles Gefühl. Und die vier Tage in Kuala Lumpur waren sowieso für mich unvergesslich und werden immer etwas Besonderes bleiben.

Auf Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin bereits erschienen:

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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