Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

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Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

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Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

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Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

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Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

Malaysische Zitronengras-Ente / Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

Zutaten:

  • 1 ganze Ente
  • 4 rote Zwiebeln, geschält und geviertelt
  • 1 Ananas, geschält, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • Salz

Marinade:

  • 5 Stängel Zitronengras
  • Kurkuma/Gelbwurz/Tumeric: entweder von der frischen Wurzel ein paar Zentimeter oder 1 TL Pulver oder Paste
  • 6 Chili-Schoten
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauch-Zehen
  • Ingwer: ein paar Zentimeter
  • 2 EL Kokosmilch (nach Möglichkeit Bio-Qualität)
  • 2 EL Honig
  • 1 Limette
  • Rosinen nach Belieben
  • 100ml Wasser
  • Salz

Zubereitung:

  • Ofen auf 200°C vorheizen
  • Für die Marinade alle Zutaten im Mixer fein pürieren, bis eine homogene Paste entsteht.
  • Die Ente waschen, auf ein Backblech oder in eine Kasserolle (Bräter, Reine, Reindl) setzen und großzügig rundum salzen.
  • Anschliessend mit etwa der Hälfte der Marinade komplett einpinseln.
  • Die Ente mit Alufolie bedecken oder den Deckel auf den Bräter setzen. Dabei die Brustseite nach unten setzen.
  • 40 Minuten im Ofen garen lassen.
  • Die Ente aus dem Ofen nehmen, die geviertelten roten Zwiebeln sowie die Ananas-Scheiben um die Ente herumlegen. Die Ente mit dem Bratensaft sowie der restlichen Marinade rundherum bestreichen.
  • Weitere 40 Minuten garen lassen. Etwa 10-15 Minuten vor dem Ende den Deckel/die Albfolie abnehmen und beim Ofen (wenn vorhanden) den Grill oben anschalten, die Ente umdrehen, so dass die Brust oben liegt. Dadurch wird die Entenhaut noch schön kross.
  • Die Ente aus dem Ofen nehmen, nochmals rundherum mit dem Bratensaft, der Marinade bestreichen und zugedeckt etwa 15 Minuten ruhen lassen.

Dazu passt am besten Reis. Und natürlich Wein. Oder Champagner. Je nach Gusto.

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Das Original-Rezept von Norman habe ich an folgenden Punkten verändert:

  • Norman nimmt eigentlich ein Huhn, für Weihnachten habe ich meine geliebte Weihnachtsente eingesetzt.
  • Laut Original, siehe oben, sollen 6 Chilli-Schoten in die Marinade. Aufgrund bestimmter Mitesser habe ich diese komplett weggelassen. Bei Gelegenheit werde ich es liebend gerne mal mit Chillies ausprobieren.
  • Da ich die Kombination von Ananas und Rosinen, insbesondere in Verbindung mit Ente, liebe, außerdem noch eine Packung Rosinen offen war, habe ich hier die süße Note noch verstärkt.
  • Norman nutzt nur 2 EL Kokosmilch. Ja, hallo?! Dann habe ich eine angefangene Dose Kokosmilch hier rumstehen… Also habe ich die restliche Kokosmilch nach den ersten 40 Minuten dem Fond hinzugefügt. So gibt das eine richtig köstliche Sauce.

Was man besser machen könnte:

  • Ich habe für die Ente genau die gleiche Zeit angesetzt, die Norman für das Huhn nimmt. Insgesamt 80 Minuten bei 200°C. Ich denke, dass das schon für ein Huhn zuviel ist. Jetzt weiss ich, dass auch die Ente deutlich weniger Zeit und/oder Hitze vertragen könnte, wenn man das Fleisch noch rosa haben möchte. Es war zwar noch saftig, aber eben nicht mehr rosa.
  • Optisch könnte man hier noch verfeinern. Die Ente rausnehmen, ebenso Ananas und Rosinen durch passieren trennen, dann die Sauce ggf. erst noch entfetten und/oder mit Saucenbinder mixen, damit sie etwas homogener gelingt.

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Rezept? Was sind Eure Anregungen, Variationen? Schreibt mir diese in den Kommentaren unten drunter!

Die Kochbücher von Norman Musa könnt Ihr hier beziehen.

Guten Appetit!

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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  • Karl-reist

    Wow, das hört sich sehr lecker an! Mal echt eine tolle Idee für Leute, die keine Lust auf klassische Weihnachtsente haben 🙂

  • Richtig, danke, dass Du mich daran erinnerst, das Rezept zum nächsten Weihnachten mal wieder vorzuholen. Es hat absolut spitze geschmeckt! Liebe Grüße, Götz