Leckere Lust auf Ligurien: Die magischen 7 für traditionelles Pasta alla Genovese

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Leicht, locker, Lebensfreude: Ligurien. Basilikum und Pasta! Wenn Nudeln nach Frühling schmecken, nach Frische und mediterraner Unbeschwertheit, dann ist es der Klassiker Pasta alla Genovese. Wir durften an einer kleinen Koch-Session mit dem Pesto-Weltmeister Sergio Muto teilnehmen und erlernten, wie dieser Klassiker richtig gemacht wird. Natürlich probierten wir das daheim auch gleich aus.

Wer gerne exzellente Pasta isst, der weiss nur zu gut, dass es nur wenige Zutaten braucht, um ein köstliches Essen zuzubereiten. Pasta alla Genovese braucht nur genau sieben Zutaten. In der Qualität, der Frische und der optimalen Zubereitung liegt die Magie dieses köstlichen Essens. Sergio Muto zeigte uns, wie einfach es funktioniert – und wie schnell man sich sein Essen durch die falschen Zutaten ruinieren kann.

Pasta alla Genovese: Die Pesto-Weltmeisterschaft

Sergio Muto ist dagegen Weltmeister in einer Disziplin, von der ich bis zu diesem Tage nicht wusste, dass es sie gibt. Alle zwei Jahre findet in der italienischen Region Ligurien, der Heimat des köstlichen Pestos, die „Campionato Mondiale di Pesto Genovese al mortaio“, die sogenannte Weltmeisterschaft des Pesto, statt.

Über 100 Profi- und Hobbyköche aus der ganzen Welt gehen hier mit ihren Mörsern und Stößeln an den Start, denn Ehrensache, ein Sieger-Pesto muss mit eigener Kraft von Hand zerdrückt und nicht einfach durch einen handelsüblichen Mixer gejagt werden. Speziell geht es bei der Meisterschaft um das Pesto alla Genovese, benannt nach Liguriens Hauptstadt Genua, der Wiege des Pesto. Hier wurde das traditionelle Pesto-Rezept bereits in historischen Dokumenten aus dem Jahre 1863 gefunden.

Bei einem Showcooking „Ligurien nicht nur für Feinschmecker“ in der Kochschule Kustermann lernten wir vom Weltmeister Sergio Muto wie man Pesto richtig von Hand macht.

Aber zurück zu Sergio, der im Jahr 2012 die Pesto-Weltmeisterschaft im Palazzo Ducale in Genua für sich entscheiden konnte. Eigentlich stammt Sergio aus Kalabrien und ist gelernter Stuckateur, aber von Kindesbeinen an hat er ein Gespür für feine Speisen, ist leidenschaftlicher Hobbykoch und erfährt 2008 eher durch Zufall von der Weltmeisterschaft in Genua. Aus Interesse nimmt er teil, kann aber nicht auf ganzer Linie punkten und landet auf einer der hinteren Platzierungen.

Doch nun ist sein Ehrgeiz geweckt, in den kommenden Monaten feilt er an der idealen Zusammensetzung, experimentiert in seiner Küche mit den Zutaten und hält schließlich sein persönliches Siegerrezept in den Händen. Er qualifiziert sich, gewinnt die Deutsche Pesto-Meisterschaft und fliegt 2012 zum zweiten Mal in Richtung Genua. Dass er schließlich mit dem Weltmeistertitel in der Tasche wenige Tage später zurückfliegen wird, davon weiß Sergio in diesem Moment noch nichts.

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Pasta alla Genovese: Genusserlebnisse im Handumdrehen

In der Kochschule Kustermann, zentral in München direkt am Viktualienmarkt gelegen, zeigt uns Sergio, mit wie wenigen Zutaten wir in kürzester Zeit dieses köstliche Gericht zaubern können. Alles was wir brauchen ist ein ordentlicher schwerer Mörser, möglichst aus Marmor, ein hölzerner Stössel und die sieben magischen Zutaten für das Pasta alla Genovese. Denn eines der Geheimnisse eines guten Pestos ist, dass es von Hand zubereitet wird, mit Muskelkraft und Schweiss gemörsert wird. Im elektrischen Mixer werden die Zutaten zu schnell zu sehr erhitzt, so dass durch Oxidation bereits beste Geschmacksstoffe verloren gehen können.

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Pasta alla Genovese: Die magischen 7 Zutaten

  • Basilikum
  • Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Salz
  • Parmesan
  • Pecorino
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Pasta alla Genovese: Zubereitung

  • Zuerst rösten wir in einer trockenen Pfanne die Pinienkerne.
  • Wir nehmen eine gute Prise Meersalz in den Mörser, geben die 2 Knoblauchzehen dazu und zermörsern diese.
  • Anschliessend geben wir die Pinienkerne in den Mörser und zerstossen diese ebenfalls mit dem Stössel.
  • Dann kommen reichlich von den besten, handgezupften Basilikumblätter hinzu. Erst stoßen, danach zerreiben, bis die ätherischen Öle des Basilikums herauslaufen und die Blätter zerkleinert sind.
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  • Anschliessend geben wir die zwei Käsesorten, Parmesan und Pecorino, hinzu. Diese geben dem Pesto reichlich Bindung, Geschmack und noch etwas Salzigkeit.
  • Ganz zum Schluss wird reichlich bestes Olivenöl hinzugefügt.
  • Dabei ständig weiter reiben bis sich alles perfekt miteinander zu einer cremigen Masse verbunden hat. Notfalls nochmals etwas Olivenöl hinzufügen, das Pesto sollte nicht zu dickflüssig sein. Jetzt ist das Pesto fertig! 
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Mein eigenes Pesto sieht dann auch schon so richtig klassisch aus und harrt der Dinge, die da noch kommen bei dieser Medienpräsentation.

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Luigi Totaro, Küchenchef der Kustermann Kochschule, zeigte uns anschliessend die  Zubereitung von Castagnaccio di farina di castagne, ein Maronenkuchen. Dies ist ein toskanisches Dessert aus Kastanienmehl mit Rosinen, Pinienkernen und Rosmarinnadeln.

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Die Journalistenrunde freut sich schon auf das Essen.

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Trofie con Pesto alla Genovese

Die ausgewählte Pasta, Trofie, ist eine Spezialität der ligurischen Küche. Trofie sind gedrehte Nudeln aus Hartweizengrieß und Wasser mit spitz zulaufenden Enden. Sie sind insbesondere in der Region um Genua bekannt und wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts erfunden. Trofie werden häufig mit Pesto alla Genovese, mit Kartoffeln, Bohnen und Pesto oder mit Rinderfiletspitzen serviert.

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Castagnaccio di farina di castagne

Der Castagnaccio, ist ein kulinarisches Erlebnis und einer der ältesten Kuchen Italiens. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts backte man diesen sehr flachen Kuchen der in der Toskana. In der Vergangenheit glaubte man, dass Rosmarin eine wichtige Rolle bei allem spielte, was sich um die Liebe oder die Leidenschaft drehte. So glaubte man, dass wenn ein Gentleman ein Stück von Castagnaccio (mit Rosmarin) von einer jungen Dame annahm, er sich auf der Stelle in dem Mädchen verliebt und sie geheiratet hätte.

Mit seinem nussig-erdigen Geschmack passt er wunderbar zu einem Glas Vin Santo – einem italienischen Dessertwein. Er schmeckt herrlich zu geschlagenem Ricotta und Honig.

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Im Anschluss an diesen köstlichen Abend erhielten die Teilnehmer alle eine Art Care-Paket gefüllt mit Köstlichkeiten aus Ligurien: Trofie, Pesto und Olivenöl.

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Und da das Zubereiten dieser fast schon fertigen Mahlzeit ein grandioses Vergnügen versprach, habe ich die Trofie alla Genovese natürlich sehr genossen.

Pesto-Variationen:

  • Spaghetti mit Avocado-Spinat-Pesto
  • Pesto alla calabrese: mehr Schärfe durch Pfeffer und Paprika
  • Pistou: ohne Pinienkerne
  • Pesto alla siciliana: Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten, Mandeln statt Pinienkernen

Mehr Infos:


Disclosure: Herzlichen Dank an Ligurien Tourismus für die Einladung zu diesem Kochevent. Vielleicht ergibt sich ja eines Tages mal eine Reise nach Genua und das schöne Ligurien.

Frankfurter Grüne Sauce: Mit diesen 7 Kräutern gesund in den Frühling starten

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Hessen, Frankfurt: Ebbelwoi und Grie Soß! Gesundheit pur, der Frühling bringt seine gesamte Kraft auf den Teller. Frankfurter Grüne Sauce stärkt unsere Abwehrkräfte durch die Kombination aus Vitamin C und Eisen. Gerade jetzt, in der Zeit, in der der Corona Virus auf der ganzen Welt Menschenleben einfach auslöscht, brauchen wir eine gesunde Ernährung, die uns Kraft und Energie gibt. Die Frankfurter Grüne Sauce startet eigentlich offiziell erst ab Gründonnerstag. Doch fangen wir sehr gern schon jetzt an, den Körper gegen alle Viren und Bakterien zu stärken.

Natürlich ist es für mich persönlich schwierig und eine Gratwanderung ein Gericht zu würdigen, das ich nur aus der Ferne und dem Nachmachen kenne. Als Berliner in München geniesse ich diese Spezialität jedes Mal, wenn ich in Frankfurt bin. Doch das passiert leider nicht häufig. Auf meinem Münchner Bauernmarkt bekomme ich an meinem Gemüsestand vom Kreilingerhof in der Saison ein fertiges Bündel Kräuter für die Frankfurter Grüne Sauce. Doch sind das natürlich bayerische Kräuter – die Hessen mögen uns verzeihen. Ich bevorzuge das regional nächstliegende Produkt.

Frankfurter Grüne Sauce: Welche 7 Kräuter gehören dazu?

Genau sieben müssen es sein! Die Frankfurter nehmen es mit den Kräutern ihrer Soße ganz genau und haben sogar offizielle Regeln zur Herkunftsbezeichnung beantragt. So darf sich die Frankfurter Grüne Soße offiziell nur als solche bezeichnen, wenn mindestens 70 Prozent der Kräuter aus der Region Frankfurt kommen und keine Art mehr als 30 Prozent der Gesamtmenge für sich beansprucht. Diese gehören in die Frankfurter Grüne Soße:

  • Borretsch: Hat einen erfrischenden Geschmack, der an Gurke erinnert.
  • Kerbel: Schmeckt leicht pfeffrig, süßlich und der Geruch erinnert an Anis.
  • Kresse: Scharf, erinnert an Rettich und Senf.
  • Petersilie: Besonders würzig mit dezenter Schärfe.
  • Pimpernelle: Das wohl unbekannteste Würzkraut der Grünen Soße besticht mit nussigem Aroma und leichter Bitternote.
  • Sauerampfer: Schmeckt säuerlich-frisch.
  • Schnittlauch: Lauchartig, kräftig würzig und scharf.

Andere Regionen in Hessen setzen auf eine andere Kombination der Küchenkräuter. So können je nach Rezept auch Dill und Zitronenmelisse zum Einsatz kommen. Doch angeblich ist Dill bei den Frankfurtern verpönt.

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Frankfurter Grüne Sauce: Wer sind die perfekten Begleiter?

  • Der Klassiker: Hartgekochte Eier mit Salzkartoffeln
  • Gebackenes Kotelett
  • Tafelspitz
  • kalter Braten
  • Rösti und Räucherlachs
  • Roastbeef und neue Kartoffeln
  • Gemischter Salat mit Grüner Sauce
  • Spargel
  • Frankfurter Schnitzel
  • Kassler
  • Fisch

Die Frankfurter feiern ihre Grüne Sauce echt hart. Neben einem Frankfurter Grüne Sauce Denkmal gibt es auch ein Grüne Sauce Festival. Auf deren Webseite finden wir noch ein paar andere Rezeptvarianten, sogar mit Avocado und Gurkensticks.

Frankfurter Grüne Sauce: Das Geheimnis der Gesundheit der Kräuter

Viele Frühlingskräuter stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe, die uns mit frischer Energie und Vitaliät versorgen. Bei vielen dieser Kräuter sorgt insbesondere die Kombination aus Vitamin C und Eisen für den powervollen Energie Kick. Und das tolle daran: Die hohe Dichte an fast allen lebenswichtigen Vitalstoffen macht sie zu Superfoods, die auf jedem Fensterbrett gedeihen können. Je nach Witterung sprießen sie ab März aus dem Boden und im April, Mai und Juni wachsen sie zu voller Kraft. Durch die Kombination an wertvollen Inhaltsstoffen, von Mineralien, sekundären Pflanzenstoffen, ätherischen Ölen bis hin zu Vitaminen, wie Vitamin B, C und Provitamin A, ist dieses Frühlingsessen ein wahrer Energiebooster. 

Kresse:

Kresse ist reich an vielen lebenswichtigen Vitalstoffen, wie den Vitaminen A, B und C, Eisen, Kalzium und Folsäure. Ihre besondere Note im Hinblick auf Schärfe und Würze geben ihr die Senfölglykoside. Da bereits kleine Mengen enorm zur Nährstoff- und Vitalstoffversorgung beitragen können, kann man von einem echten einheimischen Superfood sprechen.

Schnittlauch:

Schnittlauch ist ebenfalls ein guter Vitamin C Lieferant. Er ist außerdem reich an Senfölen und Saponinen, besonders gesunden Schleimstoffen. Zudem verfügt er über alle Mineralstoffe und Spurenelemente. Die hervorragende Kombination aus Vitamin C und Eisen macht Schnittlauch zu einem guten Energiespender und natürlichem Feind der Frühjahrsmüdigkeit.

Petersilie:

In der Petersilie finden sich alle wichtigen Vitamine. Um nur einige zu nennen: Vitamin A, B1 bis B6, C, D und Vitamin K, sowie viele Mineralstoffe und Spurenelemente etwa Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Schwefel, Eisen und Mangan. Sie gilt darüberhinaus als absolute Vitamin-C-Bombe (160 Milligramm pro 100 Gramm). In der Naturmedizin wird die Petersilie zur allgemeinen Stärkung der Blase, der Nieren und Harnwege eingesetzt. Durch ihre wassertreibende Eigenschaft werden die Harnwege durchgespült und somit Krankheitserreger vermehrt ausgeschieden.

Frankfurter Grüne Sauce: Gesundheit mit dem Gütezeichen „geographisch geschützte Angabe“

Seit 2017 trägt die Frankfurter Grüne Sauce das EU-Gütezeichen „geographisch geschützte Angabe“.

Den EU-Vorgaben zufolge müssen zum Beispiel die sieben Kräuter für die Soße in Handarbeit in ein blickdichtes Spezialpapier eingeschlagen werden. Auch müssen Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle, Borretsch und Sauerampfer in einem vorgegebenen Mengenverhältnis zueinander stehen, zudem müssen sie aus Frankfurt oder einem von 21 Nachbarorten kommen. Nur Petersilie darf in Ausnahmefälle aus anderen Gebieten geholt werden.  

Keine Kräuterart darf mit mehr als 30 Prozent vertreten sein. Nicht eingemischt haben sich die EU-Juristen in den uralten Streit, was außer den Kräutern in die Soße gehört. Ob mit Mayonnaise, Schmand, Eiern oder Senf bleibt weiter dem Geschmack jedes einzelnen überlassen. 

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Frankfurter Grüne Sauce: Die Zutaten

  • 1 Bündel Kräuter “Frankfurter Grüne Sauce”
  • 200 ml saure Sahne (20 % Fettgehalt) oder Schmand
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 1 kg Naturjoghurt
  • 1 TL Zucker (nach Geschmack)

Frankfurter Grüne Sauce: Das Rezept

  • Die möglichst frische Kräutermischung „Frankfurter Grüne Soße“ wird verlesen, gewaschen, die groben Stiele entfernt.
  • Mit dem Sauerrahm, Salz (vorzugsweise Meersalz), Senf und Zucker in einen Küchenmixer geben und fein mixen.
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  • In eine Schüssel umfüllen, den Joghurt zufügen. Gut umrühren.
  • Es kann auch etwas Zitronensaft zugefügt werden.
  • Anschliessend im Kühlschrank für 2-3 Stunden ziehen lassen.
  • Mit Kartoffeln und Ei oder einer der anderen Versionen servieren.

Fazit: Frischer und gesünder könnte es kaum sein, sich gegen Bakterien und Viren zu stärken, die uns umbringen wollen. Egal, ob wir in Frankfurt wohnen oder in einem anderen Ort in Deutschland oder Europa. Geniessen wir es, gesund zu leben.

Guten Appetit!

Mit diesen 6 Tipps gelingt ein saftiges Hähnchen Cordon Bleu

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Cordon Bleu – trocken, belanglos, langweilig. So habe ich es oft in Restaurants und Kantinen gegessen. Vor allem Hähnchen Cordon Bleu. Bis ich es nicht mehr gegessen habe. Billiger Kochschinken, geschmacksfreier Käse – mit der Füllung macht man die ersten Fehler. Doch es gibt noch mehr Fehlerquellen. Oder sagen wir es positiv: Wir verraten Euch mit 6 Tipps, wie Euch ein Hähnchen Cordon Bleu saftig und köstlich gelingt.

Als Beilage haben wir uns heute einfach nur Vichy-Karotten gemacht. Doch selbstverständlich schmecken allerlei andere Beilagen dazu. Das überlasse ich ganz Eurem Geschmack. Unser Augenmerk liegt heute vielmehr darauf, einen Klassiker der deutschen Küche mit etwas mehr Liebe und Qualität so zuzubereiten, dass er so richtig gut schmeckt. Was brauchen wir dafür?

Als allerwichtigstes sollten wir immer die beste Qualität aller Produkte nehmen. Regelmässige Leser dieser Seite wissen, dass wir immer Wert auf Qualität und Frische legen. Wir sind das, was wir essen, was wir an Nahrung, an Nährstoffen, an Vitaminen und Mineralien zu uns nehmen. Wir haben bspw. fast alle Produkte auf einem der Münchner Bauernmärkte gekauft.

Unsere sechs Tipps für Euch vorweg:

  1. Unbedingt Wiener Griessler als Mehl verwenden. Das hat eine doppelte Griffigkeit als das übliche 405er Mehl. Wer gerne paniert, wie etwa auch Wiener Schnitzel, sollte dafür Wiener Griessler zur Hand haben.
  2. Mit dem Ei etwas Sahne mit einer Gabel verquirlen.
  3. Reichlich Butter und Öl in der Pfanne erhitzen.
  4. Die Hähnchenbrüste doppelt in Ei und Semmelbröseln wenden.
  5. Die Filets je Seite nur kurz anbraten – oder nicht wenden und dafür die obere Seite mit viel Butter-Öl-Mischung übergiessen.
  6. Unbedingt das Cordon Bleu nach nur kurzem anbraten im Ofen zu Ende garen lassen.
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Hähnchen Cordon Bleu: Zutaten

  • 2 Hähnchenbrustfilets
  • Kochschinken
  • Emmentaler oder anderer Schnittkäse mit guten Schmelzeigenschaften (bspw. Cheddar, Gouda)
  • Wiener Griessler als Mehl
  • 2 Eiern
  • etwas Sahne
  • Semmelbrösel

Für die Beilagen benötigen wir:

  • Karotten
  • Butter
  • Zucker
  • etwas Wasser

Das sind alles nur wenige Zutaten – doch wie gesagt: die Frische und Qualität der Produkte ist wichtig. Die Hähnchenbrustfilets, die Butter und die Eier stammen vom Egeler Hof, der Kochschinken ist vom Sonnenhof, die Möhren von Kreilingerhof. Auch und gerade jetzt in diesen sehr harten Zeiten, in denen der Corona-Virus unser Leben einschränkt und behindert, sollten wir weiterhin – oder: jetzt erst recht noch viel mehr – unsere Lebensmittel bei unseren regionalen Bauern einkaufen.

Hähnchen Cordon Bleu: Rezept

  • Den Backofen auf 60 – 70°C Umluft vorheizen
  • Die Hähnchenbrustfilets salzen und pfeffern.
  • Hähnchenbrustfilets seitlich aufschneiden, so dass sich eine Tasche bildet
  • Je eine Scheibe Emmentaler in eine Scheibe Kochschinken einrollen
  • Kochschinken und Emmentaler in die Tasche der Hähnchenbrustfilets einschieben.
  • Auf drei Schüsseln verteilen: 1x Wiener Griessler Mehl, 1x 2 Eier mit etwas Sahne verquirlt, 1x Semmelbrösel
  • Die Hähnchenbrustfilets zuerst im Wiener Griessler Mehl wenden, anschliessend in der Ei-Sahne-Mischung wenden, dann in den Semmelbröseln. Daraufhin zum zweiten Mal in der Ei-Sahne-Mischung und in den Semmelbröseln. Das doppelte Wenden verbessert die Qualität der Panade und verhindert das Austrocknen des Hühnerfleisches.
  • Die Filets sofort in einer Pfanne anbraten, die mit reichlich Butter und Öl gemischt ist. Dabei die Filets nicht wenden, sondern die Seite, die oben liegt, mit einem Löffel mit reichlich heisser Butter-Öl-Mischung übergiessen.
  • Anschliessend die Filets in den Ofen schieben und für etwa 15 Minuten garen lassen.
  • Während die Filets im Ofen garen, die Möhren auf einer Mandoline in feine Scheiben schneiden.
  • In einem Topf zusammen mit reichlich Butter, Zucker und etwas Wasser zugedeckt dünsten lassen.
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Die Panade der Hähnchenbrustfilets sollte sich jetzt richtig schön mit Butter und Öl vollgesogen haben. Dabei wurde das Fleisch wunderbar davor geschützt, dass es austrocknet. Das Fleisch bleibt saftig. Der Schinken und der Käse ergeben eine perfekte Kombination und machen das Cordon Bleu zu dem, was es ist: ein saftiges Stück Fleisch mit einer köstlichen Füllung. In unserem Fall waren die süßen Karottenscheiben noch eine ausserordentlich feine Kombination.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim nachkochen!

Guten Appetit!

Kochbuch Amazing Malaysian von Norman Musa: Gulai Ayam Malay Chicken Curry mit 2012 Tscheppe Sauvignon Blanc

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Currys gibt es wie Sand am Meer. Bei uns sind vor allem die thailändischen Currys in Rot und Grün bekannt. Profis kennen vielleicht noch das gelbe, das Massaman Curry. Doch die wenigsten kennen die Currys aus Malaysia. Wir haben für Euch Gulai Ayam probiert, ein Malay Chicken Curry. Wir entnehmen das Rezept dem Buch „Amazing Malaysian“ von Norman Musa.

Wie in Thailand gibt es auch in Malaysia viele verschiedene Arten von Curries. Und sie werden alle fast täglich gegessen. Norman Musa, bekannter Koch in Malaysia, der schon seit vielen Jahren erst in England, jetzt in den Niederlanden Restaurants betreibt, empfiehlt uns ein Curry, das die Gewürzmischung in den Vordergrund stellt. Wie jedes gute Curry, so ist auch dieses eine Mischung aus Gewürzen, Tamarinde und nicht zu viel erdrückend cremiger Kokosnuss. Norman, der Botschafter des KL Big Kitchen Festivals in Kuala Lumpur war, liebt die Currysaucen etwas dicker, so dass die Sauce einen kleinen Extra-Kick zum Reis gibt. Dieses Gericht schmeckt mit Huhn, aber auch genauso exzellent mit Rind, Lamm oder einfach nur Gemüsen wie Kürbis, Auberginen und Süßkartoffeln.

Gulai Ayam Malay Chicken Curry: Zutaten

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Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2,5 cm frischer Ingwer
  • 3 TL Gewürzmix für Fleisch
  • 4 EL Öl
  • 1 Sternanis
  • 5 cm Zimtstange
  • 1 Pandan Blatt, zu einem Knoten zusammengebunden (oder 3 Lorbeerblätter)
  • 2 TL Tamarindenpaste (oder Limonen- bzw. Limettensaft)
  • 1 TL Meersalz
  • 1 Möhre
  • 1 Kartoffel
  • 400g Hühnerbrust ohne Knochen, fein geschnitten
  • 50 ml Kokosnussmilch

Gulai Ayam Malay Chicken Curry: Gewürzmischung

Zutaten für den Gewürzmix für Fleisch:

  • 2 TL Koriandersamen
  • 2 TL Kümmelsamen
  • 2 TL Fnechelsamen
  • 1 Zimtstange, in Stücke zerbrochen
  • 1 Sternanis, in Stücke zerbrochen
  • 2 Nelken
  • 2 Kardamom
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Chili

Auf Malaysisch heisst dieser Mix: Rempah Ratus Untuk Daging. Dieses ist eine Gewürzmischung, die zu fast allen Fleischgerichten perfekt passt. Insbesondere bei Currys, ob mit oder ohne Fleisch, gibt sie noch eine gute Spur Power hinzu. Bei diesem Rezept kann jeder selbst entscheiden, ob er es schärfer oder weniger scharf mag – je nachdem, wieviel Chili hinzugefügt wird. Für diejenigen, die es weniger scharf mögen: Paprikapulver ist eine sanftere Alternative. In einem luftdichtem Behältnis untergebracht, hält sich dieser Gewürzmix für einige Wochen.

  • In einer trockenen Pfanne bei milder Hitze, den Koriander, Kümmel, Fenchel, Zimt, Sternanis, Nelken, und Kardamom für 1 Minute rösten bis die Aromen aufsteigen.
  • In einem Gewürzmixer die Gewürze zu einem feinen Pulver mixen, dann in einer Schüssel zusammen mit Kurkuma und Chili vermischen und gut umrühren.

Gulai Ayam Malay Chicken Curry: Rezept

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  • Die Hühnerbrust in dünne Scheiben schneiden. Meine Empfehlung ist, die Hühnerbruststücke mit etwas Kartoffelstärke zu bepudern und etwas ziehen zu lassen.
  • Kartoffel und Möhre schälen und in Scheiben schneiden.
  • Schalotte, Knoblauch und Ingwer sehr fein würfeln oder in einem Mixer klein machen.
  • In einer Schüssel die Gewürzmischung mit 100 mil Wasser vermischen.
  • Etwas Öl in einem Wok erhitzen.
  • Die gemischten Gewürze anrösten bis sie leicht goldbraun angeschwitzt sind.
  • Dann den Sternanis, Zimt und das Pandan Blatt hinzufügen.
  • Für etwa 30 Sekunden anrösten, dann die Gewürzmischung hinzufügen. Zusammen mit Tamarinde und Salz für 2-3 Minuten kochen.
  • Möhre und Kartoffel hinzufügen.
  • Die Hühnchenstücke hinzufügen und zusammen mit 150 ml Wasser leicht kammern bis das Huhn durchgekocht ist.
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  • Soweit einkochen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist.
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  • Schliesslich die Kokosnussmilch hinzufügen und zum kochen bringen.
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  • Leicht köcheln lassen, bis das Essen perfekt durch ist. Nach Geschmack nochmal leicht würzen.
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  • In eine Schüssel geben und mit Reis servieren.
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Gulai Ayam: 2012 Tscheppe Sauvignon Blanc

Als Wein passt zu diesem intensivem Gericht ein fruchtiger Sauvignon Blanc von Tscheppe. Das Weingut Tscheppe befindet sich in der Südsteiermark in Österreich. Der 2012er Sauvignon Blanc kommt vom Pössnitzberg und ist sortentypisch aus gereiften Trauben vollfruchtig und reintönig gekeltert. Seit mehr als 150 Jahren kultiviert die Familie Tscheppe in der Südsteiermark Wein. Das heute stattliche 46 ha Weingärten umfassende Weingut Eduard Tscheppe war stets ein Zugpferd für den steirischen Wein. Die Weingärten umfassen insgesamt 32 Hektar Rebfläche in den Rieden Czamillonberg (10 Hektar) und Pössnitzberg. Sie sind zu 80% mit den Weißweinsorten Sauvignon Blanc, Morillon, Pinot Gris, Gelber Muskateller und Gewürztraminer, sowie zu 20% mit den Rotweinsorten Cabernet Sauvignon, Zweigelt und St. Laurent bestockt.

Die Weine vom Pössnitzberg werden duftig, fruchtig und sortentypisch ausgebaut. Die Lagenweine vom Czamillonberg reifen zum Teil in Barriques. Jährlich werden rund 200.000 Flaschen Wein erzeugt. Es können Weine bis zurück zum Jahrgang 1949 erworben werden. Der Pössnitzberg ist der ideale Ort für wunderbare Tage im Sinne der Genusskultur.

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Authentic Italian Table: Was ist authentisch italienisch?

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Woran erkennen wir echte, exzellente italienische Lebensmittel und Gerichte? Was macht den Unterschied zu Produkten, die nicht original sind? Das italienische Wirtschaftsministerium hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Qualität originaler italienischer Lebensmittel hinzuweisen. Dafür wurde die Initiative „Authentic Italian TableTrue Italian Taste“ ins Leben gerufen und seit Jahren verschiedene kulinarische Veranstaltungen abgehalten. 

Keine deutsche Stadt repräsentiert den italienischen Lebensstil authentischer als München, wo besonders die traditionelle italienische Küche wertgeschätzt wird. Das Eataly München bot seinen Gästen die einzigartige Gelegenheit an einer exklusiven Eventreihe bestehend aus vielseitigen Seminaren sowie einem Show-Cooking-Wettbewerb teilzunehmen, um die Authentizität italienischer Qualitätsprodukte zu würdigen.

Authentic Italian Table: Ivan Bombieri kocht zum Auftakt

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Risotto mit Tomaten und Prosecco, mediterranes Pesto, Zitrone, Majoran

Bereits bei der Auftaktveranstaltung mittags präsentierten Ivan Bombieri Chefkoch aus dem mit einem Michelin-Stern gekrönten Ristorante La Taverna, Udine, und der General-Konsul in München, Enrico de Agostini, wie italienischen Köstlichkeiten serviert werden können. Sie bereiteten ein wundervolles Risotto mit Tomaten und Prosecco sowie mediterranem Pesto zu. Dabei wurden, wie während der gesamten Veranstaltung, Zutaten verwendet, die eine geschützte Ursprungsbezeichnung haben. Dieser „Markenschutz“ der EU dient dem Verbraucher um sicher sein zu können, dass typische regionale Spezialitäten auch aus dieser Region stammen und nicht woanders „kopiert“ werden kann. Die deutsche Abkürzung „g. U.“ hat sich kaum durchgesetzt. Bei italienischen Lebensmitteln sollte man auf die Kürzel IGP und AOP achten. Nur so kann man sich sicher sein, dass z. B. der Parmesan auch aus einer der zugelassenen italienischen Regionen stammt.

Authentic Italian Table: Die Ziele dieser internationalen italienischen Aktionen:

  • Die Bekanntheit der authentischen italienischen Produkte, die bereits auf den Märkten präsent sind, zu festigen, insbesondere Produkte mit zertifizierten Herkunftsbezeichnungen DOP und IGP.
  • Neugierig machen auf neue italienische Produkte.
  • Verstärkt die Aufmerksamkeit lenken auf die ureigene Charakteristik authentischer italienischer Lebensmittel, die ganz wesentlich mit der jeweiligen Region verwurzelt ist.
  • Der Gastronomie, die eng mit der italienischen Tradition verbunden ist, immer wieder aufs Neue zu motivieren, nur beste italienische Lebensmittel mit Herkunftsbezeichnung zu verwenden.

Authentic Italian Table: Die hochkarätig besetzte Jury

Im Rahmen der Eventreihe fand im Juni 2019 ein Show-Cooking-Wettbewerb in der Kochschule des Eataly statt. Vier Köche renommierter italienischer Restaurants in München (Ristornate Galleria – Ristorante Puro – Ristorante Katzlmacher – Ristorante La vecchia Lanterna) traten vor einer Jury, bestehend aus Journalisten und Food-Bloggern  (Dorothea Beil / Jörg Bornmann / Franz Kotteder / Götz A. Primke / Harald Scholl), gegeneinander an und konkurrierten um die Kreation des kreativsten Gerichts aus authentischen italienischen Spezialitäten.

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Vitello tonnato e viceversa

Authentic Italian Table: Andrea Pomiato Colesso, Ristorante Galleria

Andrea Pomiato Colesso vom Ristorante Galleria startete mit dem „Vitelli Tonnato e viceversa“, einer Interpretation von Vitelli Tonnato mit Schichten von Kalbfleisch-Filet, Thunfisch-Carpaccio und leicht geröstetem Pan Carasau.

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Lucania 19

Authentic Italian Table: Angelo Monaco, Euro Bar e Cecina

Angelo Monaco von der Euro Bar e Cecina folgte mit seinem „Lucania 19“. Darunter versteht er Strascinati Pasta mit Brotkrume, Peperoni Cruschi (geröstete und krokante Paprika) in Caciocavallo-Sauce.

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Fassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, Grüner Spargel, Polenta-Chips

Authentic Italian Table: Antonino Denali, Vecchia Lanterna

Als dritter Kandidat folgte Antonino Denali von der Vecchia Lanterna mit einem Rassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, grünem Spargel und Polenta-Chips.

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Karamellisierte Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, Olivenöl vom Gardasee, Melisse, Prosecco DOCG

Authentic Italian Table: Gianluca Polo, Osteria Der Katzlmacher

Abschließend startete Gianluca Polo von der Osteria „Der Katzlmacher“ mit einer karamellisierten Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, nativem Olivenöl aus Garda, Melisse und Prosecco DOCG.

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Gewonnen hat Angelo Monaco mit seinem schlichten, aber sehr raffinierten Gericht.

Authentic Italian Table: Die Workshops

Parallel zum Kochwettbewerb wurden verschiedene Workshops und Seminare angeboten. Aus zeitlichen Gründen konnte ich leider nur die Veranstaltung zum Prosecco besuchen. Die beiden anderen Themen Olivenöl und Espresso hätten mich auch sehr interessiert. Einer der Sponsoren der Veranstaltung ist die Vereinigung der Prosecco DOC-Produzenten. Leider ist die DOC-Qualität deutlich profaner und simpler, charakterloser gestrickt als der DOCG – und der ist schon deutlich weniger spannend als Champagner, TrentoDOC oder ein guter deutscher Winzersekt.

Authentic Italian Table: Das Abschlussdinner

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Prosciutto Veneto Montagna DOP, Melone Mantovana IGP, Grana Padano DOP, dreierlei Radicchio Treviso IGP

Die Abendveranstaltung stand ganz unter dem Zeichen des Lieblingssees der Münchner. Köche und Winzer sind vom Gardasee gekommen, um ein schönes Menü zu servieren und ihre Weine vorzustellen. Auch hier standen natürlich die authentischen italienischen Lebensmittel im Fokus, wie Melone Mantovana IGP oder Prosciutto Veneto di Montagna DOP.

Wir starteten mit Antipasto mit Prosciutto, Melone, Grana Padana, dreierlei Radicchio Treviso und Olivenöl.

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Tortelli mit Oliva d’Oliva extra vergine Garda DOP

Anschließend genossen wir Überraschungs-Tortelli in den Farben der italienischen Flagge mit Olivenöl von Nadia Pasquali aus dem Ristorante Alla Borsa in Valeggio sul Mincio am Gardasee.

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Alpensaibling mit Gemüse, Kirschen von Marostica IGP, Apfel Val di Non IGP, Aceto tradizionale di Modena DOP, Speck aus Südtirol IGP

Als Hauptgang genossen wir Alpensaibling mit pulverisiertem Speck, Gemüse, mariniert in Olivenöl, Kirschen und Apfel mit Aceto tradizionale von Andrea Costantini, Küchenchef im Regio Patio des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide in Garda.

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Gestürzter Plan aus Risotto Vialone Nano IGP, Pfirsichspalten aus Verona, Mürbeteig

Den Abend beendete ein gestürzter Flan aus Riso Vialone, umhüllt mit Pfirsichspalten aus Verona auf knusprigem Mürbeteig von Giancarlo Moranduzzo, Chef Patissier im „Regio Patio“ des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide.

Begleitet wurden das feine Menü von authentischen DOC Weinen vom Lago di Garda:

  • Nosiola Trentino DOC und Vino Santo Presidio Slowfood vom Weingut Pisoni in Sarche
  • Bardolino Chiaretto DOC und Bardolino classico DOC vom Weingut Zeni in Bardolino
  • Custoza DOC und Ca´del Magro DOC (superiore) vom Weingut Monte del Fra in Sommacompagna
  • Lugana DOC zwei verschiedener Weinlagen vom Weingut Citari in Sirmione
  • Groppello Chiaretto DOC und Groppello DOC aus dem Valtenesi vom Weingut Cantrina in Bedizzole.

Disclosure:

Es war meine erste Teilnahme an einer Veranstaltung als Jurymitglied. Herzlichen Dank an die Organisatoren für diese Einladung. Selbstverständlich bleiben meine Meinung, mein Geschmack und meine Artikel völlig unabhängig und unbestechlich.

Spargel-Möhren-Risotto mit Sauvignon Blanc von Tscheppe

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Vor dem Frisotto steht das Risotto. Wie kam ich auf die Idee, ein Frikassee und ein Risotto miteinander zu vermählen? Ganz einfach: Früher bei meinen Eltern habe ich oft genug klassisches Frikassee gegessen. Jetzt bereite ich in der Spargelzeit liebend gern Risotto zu. Und habe auch immer wieder frische Hühnerbrust dabei. Nun, das führt dann eben gern zu einer köstlichen Kreation. Ostern, Himmelfahrt bzw. Vatertag, Muttertag, Pfingsten und Fronleichnam liegen vor uns. Genug Zeit, ausführlich Spargelgerichte und unterschiedliche Kochrezepte auszuprobieren und zu geniessen. Vorher geben wir Euch gern noch an die Hand, wie ein köstliches Risotto zubereitet wird. Heute also ein Spargel-Möhren-Risotto mit Sauvignon Blanc vom Weingut Tscheppe aus der Steiermark.

In den wenigen Wochen bis zum Johannistag am 24. Juni lacht uns überall der weisse Spargel an. Grüner Spargel ist das ganze Jahr über verfügbar, er wächst weltweit in unterschiedlichen Qualitäten – und er ist kein wirklich klassisch deutsches Gericht. Der weisse Spargel hingegen ist so eine typisch deutsche Angelegenheit. In unseren Sandböden wächst das Gemüse perfekt, die geschickten Hände der polnischen und ukrainischen Erntehelfer, die jedes Jahr durch ganz Europa ziehen, holen ihn so rechtzeitig frühmorgens aus der Muttererde heraus, so dass die weissen Spitzen sich nicht von den ersten Sonnenstrahlen violett färben können. Wir können Euch sehr empfehlen, mal bei einer Spargelernte zu helfen. Wir waren einmal im Gäuboden dabei und haben die Knochenarbeit auf dem Feld getestet. Dieser Ausflug in das schöne Niederbayern in der Nähe von Straubing war sehr lehrreich. Woher der Spargel letztlich kommt, ist unserer Ansicht nach egal. Schwetzingen, Schrobenhausen, Gäuboden, Beelitz… Schmeckt Ihr den Unterschied heraus? Ein Spargelbauer hat uns erklärt, dass die unterschiedlichen Arten weisser Spargel alle zusammen angepflanzt werden. Sie unterscheiden sich insbesondere im Zeitpunkt der Reife. So wachsen in den gleichen Feldern die einen Sorten früher, schon im März/April, die anderen eben erst später bis in den Juni herein. Der geschmackliche Unterschied sei minimal.

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In den letzten Jahren haben wir bereits einige sehr schöne Spargelrezepte für Euch veröffentlicht. Zur weiteren Variation könnt Ihr Euch ja beispielsweise auch mal an einem Frisotto versuchen. Oder doch lieber ein Risotto mit Prosecco? Oder Spargel bei Königsberger Klopsen dabei? Daher verweisen wir Euch sehr gern auf dieses Rezept von Spargel in Alufolie. Es ist die wohl schonendste Zubereitung für den Spargel. Denn er behält alle seine Inhaltsstoffe, seine Energie in sich. Nichts wird ins Kochwasser abgegeben. Und je nach gusto kann der Spargel in der Alufolie individuell gewürzt werden. Für Risotto empfehlen wir Euch beim Spargelbauern Eures Vertrauens Spargelbruch zu kaufen. Der ist deutlich günstiger, schmeckt ebenso gut und ist schon zerbrochen. Er sieht oft nur etwas komisch aus. Denn hier findet Ihr die Spargelstücke, die sonst nicht verkäuflich wären. Für unser Spargel-Möhren-Risotto oder auch für das Einkochen einer Spargelsuppe sind sie perfekt!

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Im heutigen Risotto variieren wir lediglich einen schönen knackigen, geschmacklich und farblich auffälligen Kontrapunkt: Zum Anrösten zusammen mit der gewürfelten Schalotte und dem Reis geben wir auch eine gewürfelte Karotte dazu. Ausserdem haben wir dem Risotto eine gute Prise Safranfäden beigegeben. Das gibt die schöne, kräftige gelbe Farbe sowie ein tolles Aroma.

Spargel-Möhren-Risotto mit Sauvignon Blanc von Tscheppe

Zutaten:

  • 1kg Spargel
  • 1 Schalotte
  • 0,25 Liter Weißwein (mind.)
  • ein gutes Stück Butter
  • 1 Liter Spargelsud (ersatzweise Gemüsebrühe)
  • 400g Risotto- (Arborio-, Carnaroli oder Vialone Nano)-Reis
  • Karotten
  • 200g Parmesan oder Pecorino, gerieben
  • Zucker, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
  • einige Safran-Fäden

Zubereitung:

  • Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden.
  • Karotten schälen und in feine Würfel schneiden.
  • Spargel schälen und in Stücke schneiden. Spargelköpfe beiseite legen.
  • In einem Topf etwas Butter erhitzen.
  • Darin Schalottenwürfel und Spargelstücke – also nicht die Köpfe! – andünsten, bis sie glasig sind, leicht Farbe ziehen lassen, aber nicht viel.
  • Dann den Reis glasig anschwitzen.
  • Anschliessend Karotten hinzufügen, immer wieder gut durchrühren und alles gut anschwitzen lassen.
  • Den Reis mit soviel Weißwein ablöschen bis der Reis und die Spargelstücke bedeckt sind.
  • Die Safranfäden in etwas Weißwein einweichen lassen, zusammen mit dem Weißwein hinzufügen.
  • Wenn der Wein eingekocht ist, eine Kelle heißen Spargelsud auffüllen.
  • Wenn der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, den Vorgang wiederholen.
  • So lange umrühren und Flüssigkeit hinzufügen, bis der Reis weich aber trotzdem noch al’ dente ist. Das kann etwa 20 Minuten in Anspruch nehmen.
  • Fünf Minuten vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen dazu geben. Sie sind so zart, dass sie nur ganz kurz garen müssen.
  • Mit Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat würzen.
  • Abschließend Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren, bis alles eine sämige Masse ist.
  • Nach Belieben mit etwas Zitronensaft abschmecken.
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Das Weingut Tscheppe befindet sich in der Südsteiermark in Österreich. Der Sauvignon Blanc kommt vom Pössnitzberg. Seit mehr als 150 Jahren kultiviert die Familie Tscheppe in der Südsteiermark Wein. Das heute stattliche 46 ha Weingärten umfassende Weingut Eduard Tscheppe war stets ein Zugpferd für den steirischen Wein. Die Weingärten umfassen insgesamt 32 Hektar Rebfläche in den Rieden Czamillonberg (10 Hektar) und Pössnitzberg. Sie sind zu 80% mit den Weißweinsorten Sauvignon Blanc, Morillon, Pinot Gris, Gelber Muskateller und Gewürztraminer, sowie zu 20% mit den Rotweinsorten Cabernet Sauvignon, Zweigelt und St. Laurent bestockt. Die Weine vom Pössnitzberg werden duftig, fruchtig und sortentypisch ausgebaut. Die Lagenweine vom Czamillonberg reifen zum Teil in Barriques. Jährlich werden rund 200.000 Flaschen Wein erzeugt. Es können Weine bis zurück zum Jahrgang 1949 erworben werden. Der Pössnitzberg ist der ideale Ort für wunderbare Tage im Sinne der Genusskultur. Im äußersten Süden des Naturparks Südsteirisches Weinland gelegen, bietet er seinen Gästen außerordentliche Ruhe abseits stark frequentierter Routen und ist doch eine Location, von der aus eine Vielzahl an kulinarischen, kulturellen und naturgegebenen Attraktionen nach nur kurzer Fahrt erreichbar ist. Der Sauvignon blanc stammte ursprünglich aus Frankreich. In den letzten Jahren gelangten Sauvignon ́s aus der Stei- ermark zu Weltruhm. Internationale Verkostungserfolge machen diese Rebsorte zum Shootingstar unter den steirischen Reben.
Sauvignon blanc zählt zu den spät austreibenden Rebsorten. Die Traube ist klein, zylindrisch und dichtbeerig. Die Beeren sind länglich und dick- schalig. Der Sauvignon blanc verlangt warme, frühe Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit sowie fruchtbare Böden mit guter Wasserführung. Für das Spargel-Möhren-Risotto ist der Sauvignon blanc ein erstaunlich perfekter Wein. Der vorliegende Wein ist eigentlich ein perfekter Dessertwein, er ergänzt mit seiner Süße, seiner Frucht jedes gute Dessert. Doch zum trockenen Spargel gibt er seine Aromen als toller Begleiter, seine Süße tritt stark in den Hintergrund. So ist er ein schönes Beispiel für ein Food- & Wine-Pairing, das nicht selbstverständlich ist. Zum Spargel pur würde er mit Sicherheit nicht so gut passen, zu diesem Risotto hingegen perfekt.

Guten Appetit!

Chinesisches Wok-Huhn, Avocado-Gurken-Salat, Lisa Bunn Fleissiges Lieschen

Der Januar ist ein idealer Monat für leichte asiatische Kost. Viele Vitamine, Mineralien und Energie. Das Rezept ist etwas chinesisch, etwas lateinamerikanisch – und vor allem sehr köstlich. Zarte asiatische Nudeln, frisch sautiertes Gemüse, leichtes Huhn, eine Und es ist in 30 Minuten fertig.

Dieses Rezept hat das Zeug eines Deiner Lieblingsrezepte zu werden, wenn sich plötzlich und spontan Freunde zu Besuch ansagen und Du eigentlich nichts vorbereitet hast. Denn das Rezept ist supereinfach zu kochen und die meisten Zutaten haben wir eh fast immer im Kühlschrank. Und es lässt sich leicht interpretieren, variieren. Nudeln mögen fast alle Menschen auf der ganzen Welt. Wir entscheiden uns heute für asiatische Mie-Nudeln.

Der kleine Avocado-Gurken-Salat dazu bringt frische Aromen und stärkt noch den Vitamin-Haushalt. Und unsere Wein-Auswahl fiel heute auf den 2015er Riesling Fleissiges Lieschen von Lisa Bunn. Ein toller trockener Tropfen aus Rheinhessen, der genau den richtigen Charakter mitbringt.

Chinesisches Wok-Huhn

Zutaten:

  • Mie-Nudeln, ich habe Bio-Mie-Nudeln gefunden, die in Deutschland hergestellt sind, eine gute Wahl
  • Gemüse: Sellerie, Pak Choi/Chinakohl o.ä., Möhren, Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer – was der Kühlschrank an passenden Gemüsen hergibt
  • Sauce: Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Öl, Zucker
  • Hühnerbrust – gewürfelt

Zubereitung:

  • Die Nudeln nach Anweisung auf der Packung kochen .
  • In einer kleinen Schüssel die Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Zugar und Öl vermischen. Beiseite stellen.
  • In einem Wok Öl erhitzen.
  • gewürfelte Hühnerbrust hinzugeben und unter Rühren für 3-4 Minuten braten lassen. Auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Die Hitze im Wok etwas reduzieren. Nochmal einen kleinen Schuss Öl hinzufügen.
  • Nun das Gemüse hinzufügen. Zuerst den Sellerie, anschliessend den Kohl oder Pak Choi, dann die Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer. Alles gut vermischen und anbraten.
  • Dann die Nudeln hinzufügen und unterrühren.
  • Zum Schluss noch die anfangs angerührte Sauce unterrühren und das ganze gut vermischen.
  • Warm servieren.

Das Gericht kann man natürlich auch mit Spaghetti oder anderen italienischen Nudeln machen. Außerdem lassen sich eigentlich alle möglichen Gemüse hier verarbeiten. Auch Sojabohnensprossen oder Muscheln passen hier dazu, ebenso wie Paprikaschoten, Bohnen, Erbsen oder sogar Maronen. Eben das, was man da hat. Und wer nicht alle Zutaten für diese Sauce dahat, der kann ggf. auch zur Fertigsauce, wie etwa einer Hoisin-Sauce greifen. Das schmeckt zwar anders, aber bestimmt auch sehr gut.

Avocado-Gurken-Salat

Zutaten:

  • 1 Gurke
  • 1 Avocado
  • frischer Koriander
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Zitronensaft, etwas Limettensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  • Gurke der Länge nach halbieren und vierteln, dann die Viertel in Würfel schneiden.
  • Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, mit Löffel aus der Schale holen. Die Avocado dann in Würfel schneiden.
  • In einer großen Schüssel die Gurkenwürfel, Avocadowürfel und Koriander vermengen.
  • Die gehackte Knoblauchzehe und den Saft von Limette und Zitrone über die Würfel geben und gut vermengen.
  • Etwa 30 Minuten ziehen lassen vor dem Servieren.

2015er Lisa Bunn Fleissiges Lieschen Riesling

Wer sich diesen 2015er Lisa Bunn Fleissiges Lieschen Riesling im Keller zurückgelegt hat, der erlebt jetzt einen Riesling mit richtig Power. Seine Lage: Rotliegendes Nierstein, der Weinanbau sind 26 Jahre alte Reben, 100 % Riesling. Der Weinausbau sind handgelese Trauben, Spontangärung im Edelstahltank, um seine Frische zu erhalten, und Vollhefelager bis Ende Januar. Sein wunderbar ausbalanciertes Süße-Säure-Verhältnis macht ihn recht trinkfreudig. Wir haben eine von Zitrusfrüchten dominierte Nase, geriebene Zitronenschale. Am Gaumen lebendige Säure, Zitrus und Granny Smith mit einer Note von getrockneter Aprikose und  weißem Pfirsich. Der 2015er hat jetzt auch ein paar Reifenoten, die ihn zu einem starken Begleiter aromatischer Speisen, insbesondere auch leicht scharfer asiatischer Gerichte machen.

Lisa Bunn war 2008/2009 Rheinhessische Weinkönigin. Nach ihrem Studium und Auslandsaufenthalt übernahm sie 2011 das Familien Weingut Bunn/Margarethenhof von ihren Eltern. Nun war sie die Kellermeisterin und zeigte ihr ganzes Können im Keller und in den Weinbergen.

Im Jahre 2013 erfolgte die  Umstellung bemerkenswert konsequent. Das 10 Hektar-Gut wurde von „Margarethenhof“ in „Weingut Lisa Bunn“ umbenannt, die Etiketten vollkommen neu gestaltet, sind nun modern und ganz witzig. Bis heute kann sie sich und mit ihrem Mann zusammen, mit tollen Erfolgen rühmen. Sie wurde nicht umsonst 2016 zur „Deutschlands beste Jungwinzerin“ ernannt.

Lisa Bunn hat ihre Weine auf mehrere Linien aufgeteilt. Die Einsteigerlinie wendet sich offensichtlich eher an ein junges Publikum mit kleinem Budget und Lust auf leichte Weine mit witzigen Namen. Diese Flaschen erkennen wir am blauen Drehkapselverschluss und an lustigen Namen auf weissem Etikett. Neben dem Fleißigen Lieschen können wir noch den Scheu und den Gewürzschlawiner empfehlen. Feine, leichte, unkomplizierte, gut trinkbare Weine, die harmonisch und trocken ausgebaut sind. Sie geben einen guten Eindruck von Riesling, Scheurebe und Gewürztraminer, man sollte aber nichts großes erwarten. Das ist bei dieser Linie ja auch nicht gedacht. Außerdem bietet das Weingut Lisa Bunn Gutsweine, Ortsweine, Lagenweine und Reserven an. Die feschen Wortspiele werden nur bei den Gutsweinen angewendet, bei den Orts- und Lagenweinen findet sich dann ganz klassisch Rebsorte und Lage auf dem Label. Ab den Ortsweinen sind die Flaschen mit klassischem Kork verschlossen. Orts- und Lagenweine sind mit hellblauem Etikett ausgestattet, Lagenweine haben ein lila Etikett mit goldener Umrandung, die Reserven verfügen über ein rein lila Etikett. Eine klare Differenzierung der Qualitäten. Und wer ein Fan von Hipping, Oelberg oder Orbel ist, sollte bei den Rieslings unbedingt zugreifen.

Lisa Bunn hat Power. Ihre Weine haben Power. Wer nach Weinen von einem exzellenten Weingut aus Rheinhessen sucht, der sollte hier unbedingt zugreifen. Zu meinem asiatischen Wok-Huhn und dem Avocado-Gurken-Salat war der Wein genial – doch merkte ich sehr wohl, dass er auch ganz andere Kaliber an Gerichten locker begleiten könnte. Zum Wohl!

Entenbrust mit Portwein-Maronen und Kartoffelstampf, Maritavora No. 2 Grande Reserva Douro DOC

Wild und Wildgeflügel hat im Herbst und Winter Saison. Auf meinem Münchner Bauernmarkt bekomme ich dann immer wunderschöne Stücke Entenbrust. Ein paar Ideen fügten sich zusammen und dieses köstliche Gericht entstand: Entenbrust mit Portwein-Maronen und Kartoffelstampf. Mein Weinkeller lieferte dazu einen eleganten Tropfen: einen 2014er Maritavora No. 2 Grande Reserva Douro DOC. 

Winter-Grillen ist seit ein paar Jahren schon im Trend. Wer keinen Grill hat, dem empfehle ich meine Lösung: es gibt wunderbare Grillpfannen oder Grillplatten, bspw. von Le Creuset. Ich habe beispielsweise diese Le Creuset Grillpfanne ohne Stil. Die passt nämlich hervorragend in den Ofen hinein. Während die Ente im Ofen gart, ist Zeit genug für die Portwein-Maronen und den Kartoffelstampf à la Robouchon. 

Zutaten:

  • Entenbrust, je eine pro Person
  • 200g Maronen
  • 1 Schalotte 
  • 1 EL Zucker
  • Portwein
  • 1 kg mehlige Kartoffeln
  • 250g Butter
  • 100 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuß

Zubereitung:

  • Die Entenbrüste kalt abspülen, die Hautseite mit einem Messer schräg einritzen. Anschliessend salzen. Auf einer trockenen Grillpfanne auf dem Feuer zuerst auf der Hautseite scharf anbraten bis die Haut kräftig braun und das Fett ausgebraten ist. Dann die Brüste umdrehen und auf der Fleischseite liegend in den Ofen bei 160°C für etwa 15-20 Minuten schieben. Je nach Größe der Entenbrust kann das variieren. Die Ente sollte innen möglichst noch schön rosa sein. 

  • Für die Portwein-Maronen die Schalotte schälen, würfeln und in einer kleinen Pfanne oder Topf mit etwas Butter erhitzen, schwenken. Die Maronen hinzufügen. Mit dem Zucker bestreuen. Pfanneninhalt dabei immer wieder schwenken, bis der Zucker geschmolzen und die Maronen geschmolzen sind. Mit Portwein ablöschen und eindampfen lassen. Mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zum Schluß nochmal mit etwas Butterstückchen unterziehen und schön glasieren. 
  • Für den Kartoffelstampf zuerst die Kartoffeln kalt abspülen und kochen, abdampfen und schälen. Dann mit einer Kartoffelpresse oder einem Stampfer die Kartoffeln zu Kartoffelbrei machen. 100 ml Milch hinzufügen. In kleinen Stückchen die 250g Butter unterziehen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 

Zum Schluss alles schön auf den Tellern anrichten. Bei mir überwiegt dann nach dem schönen Kochen immer die Lust aufs Essen und ich verwende keine Zeit mehr aufs schöne Anrichten… Ich weiss, das Auge ißt mit. Aber bei mir knurrt dann der Magen. Denn dieses Gericht ist absolut köstlich und genial. Insbesondere der Kartoffelbrei à la Robouchon mit einem kompletten Stück Butter dran… 

Dazu holten wir einen portugiesischen Wein aus dem Keller. Denn wenn wir schon die Maronen in Portwein garen, dann sollten wir auch beim korrespondierenden Wein im Lande bleiben. Wir genossen den 2014er  Maritavora No. 2 Grande Reserva Douro DOC. Damit er vor dem Ausschenken noch genügend Luft bekommt, haben wir den Menu Dekantierungsausgießer genutzt. Dieser Wein ist eines der Flaggschiffe des Weingutes Maritavora aus dem Douro-Tal. Er ist eine Cuvée aus den Rebsorten Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca. Einige der Rebstöcke sind über 100 Jahre alt und wurzeln entsprechend tief im Boden. Er reift 18 Monate in neuen Barrique-Fässern aus französischer Eiche. Er präsentiert sich uns mit einem tollen Bouquet von reifen schwarzen Früchten und reifen Beerenaromen. 

Guten Appetit! 

Disclosure: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon. Dadurch werden die Artikel nicht teurer – aber wenn Du sie kaufst, bekomme ich ein paar Cent zur Finanzierung dieses Blogazines ab. 

Spaghetti mit Avocado-Spinat-Pesto

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Pasta con Pesto – immer lecker, immer köstlich und vor allem schnell zubereitet. Während die Pasta kocht, wirft man schnell die Pesto-Zutaten in den Mixer oder Mörser und fertig. Doch Pesto geht nicht nur klassisch mit Basilikum. Wie wäre es mal mit etwas Abwechslung. Heute: Avocado-Spinat-Pesto. Absolut köstlich!

Auf dieses Pesto hat mich ein Beitrag von Sabine im Omoxx Blog gebracht. Das Grundprinzip für ein gutes Pesto ist ganz einfach: Etwas Gemüse oder Salat, etwas Nüsse und etwas harter Käse, dazu viel Olivenöl. Neben dem klassischen ligurischen Pesto à la Genovese ist vor allem noch das rote Pesto auf Basis von getrockneten Tomaten bekannt. 

Das Avocado-Spinat-Pesto ist mal etwas ganz anderes und eine grossartige Kombination von knackigem Spinat und cremiger Avocado. Ich habe dazu Walnusskerne angeröstet, die den Geschmack nochmal kerniger machen. Als Käse habe ich alten sardischen Pecorino genommen. 

Und wie kochen wir das jetzt?

Spaghetti mit Avocado-Spinat-Pesto

Die Zutaten:

  • Spaghetti
  • 1 Avocado
  • 200g Spinat
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 halbe Limette
  • Pecorino oder Parmesan
  • 100g Walnüsse
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die Zubereitung:

  • Spinat gründlich waschen. 
  • Walnusskerne in einer Pfanne ohne Öl trocken rösten, etwas abkühlen lassen. 
  • Spaghetti kochen
  • Avocado halbieren, Kern entfernen
  • Spinat, Avocado, Walnüsse, Pecorino, Limettensaft, Knoblauchzehen in einem klassischen Handmörser oder in einem modernen Mixer zu einer cremigen Masse mixen. Während des Mixens Olivenöl dazugiessen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 
  • Wenn die Masse zu fest wird, etwas warmes Nudelwasser hinzugeben. 
  • Die Spaghetti abgiessen, in den Topf zurück geben, nicht mehr weiter erwärmen. Das Pesto unter die Pasta unterziehen. 
  • Sofort servieren. 

Guten Appetit!

Ferran Adrià: Die wahre Geschichte von El Bulli

Ferran Adria - Story of a Dream - Amazon Prime Video
Wenn Paul Bocuse Gott war oder ist, dann ist Eckard Witzigmann sein persönlicher Kardinal. Doch der beste Koch der Welt sagt: „Witzigmann ist für mich ein Gott“. Dann wären Paul Bocuse und Escoffier was? Diese Frage – neben vielen anderen – lies Ferran Adrià, der derzeit wohl beste Koch der Welt, offen. Dafür aber gab er Einblick in sein Schaffen. Warum hat er El Bulli geschlossen? Und was macht El Bulli jetzt? Was macht Ferran Adrià jetzt? Für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte des einstmals besten Restaurants der Welt und des wohl innovativsten Kochs gibt es ein ganz besonderes Schmankerl: Amazon Prime Video veröffentlicht die 15-teilige Serie Die Geschichte eines Traums.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt haben. Ferran Adrià hingegen sagt: „Visionen sind ja auch etwas Gutes, wenn man kein Depp ist.“ Diese zwei Zitate verdeutlichen, warum in Deutschland ein Gourmet-Tempel wie das La Vie von Thomas Bühner in Osnabrück schliessen muss, weil der Investor sich plötzlich und unvermittelt „auf seine Kernbereiche konzentriert“ oder das Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“ im Kölner Hotel im Wasserturm von den neuen Hoteleigentümern geschlossen wird und in Deutschland Top-Gastronomie nur mit Investoren im Hintergrund zu finanzieren ist. In anderen Ländern aber, wie etwa Frankreich und Spanien werden ganz andere Preise für Menüs in erstklassigen Restaurants aufgerufen, die Gäste kommen und die Gastronomie floriert. Das hat alles mit der Einstellung der jeweiligen Bevölkerung zu gutem Essen zu tun und auch mit den Steuern, Gehältern und anderen Abgaben, die die Wirte zu zahlen haben.

Im Juli 2011 schloss das Restaurant El Bulli seine Türen. Für immer? Jein! Das Restaurant ist geschlossen. El Bulli aber lebt. Was macht Ferran Adrià seitdem? Ferran Adrià ist mehr als ein Koch. Er ist mehr als ein Küchenmeister. Er ist ein Genie. Er hat die Avantgarde-Küche erfunden – den Begriff Molekularküche mag er nicht. Denn seine Erfindungen sind mehr als nur „molekular“. Er spricht selbst von der Avantgarde-Küche oder auf spanisch: La Vanguardia. Dieser Begriff stammt (wie so vieles in unseren Sprachen) aus dem Militär. Die Avantgarde waren die Soldaten, die als erstes dem Feind entgegen schritten – und meist auch als erstes fielen. Die Vorhut also, die zuerst Feindberührung hat. Ferran Adrià ist mehr als ein Künstler, er ist ein Schöpfer. Er versucht seitdem, die DNA der Lebensmittel und des Essens zu entschlüsseln. Er hat das Restaurant El Bulli in die elBulli Foundation, eine Stiftung, überführt.

Das El Bulli ist jetzt ein Laboratorium. Wissenschaftler, Köche, Biologen, Philosophen, Soziologen und Historiker erforschen unsere Nahrung. Was ist eine Tomate? Verstehen wir die Tomate? Wo kommt sie her? Wieviele Sorten gibt es? Wie wird sie produziert? Wie verstehen wir die Tomate? Wir erschaffen wir eine neue Sorte? Wie verkaufen wir sie: auf Märkten oder per Internet? Wenn wir das Wissen haben, dann kochen wir auch besser. Es gibt mehr als 3.000 Sorten von Tomaten auf der Welt, wir können also nicht alles wissen. Aber wir können uns annähern. Der kreative Küchenkünstler, ehemalige Sternekoch und Erfinder der Molekularküche forscht im Bullilab und führt mit seinem Bruder Albert ein kleines Gastro-Imperium von sechs Restaurants in Barcelona.

Ferran Adrià geht mit seiner Forschung zurück bis in die Anfänge des Menschen. Diese kaum zu erfassende Menge an Daten stellt er allen zur Verfügung. Er stellt alles online auf die Seite BulliPedia. Es soll einmal die größte Ansammlung an Wissen über Nahrung und Kochen sein, eine Enzyklopädie der Küche. Sein Ziel ist es, das ganze Wissen mit der ganzen Welt zu teilen. Er hofft dadurch, neue Gerichte zu erschaffen, neue Ideen zu erhalten und neue Generationen von Köchen zu inspirieren. Auch wenn Ferran Adrià kein Restaurant mehr führt, so ist sein Einfluss auf die Köche und das Essen enorm. Er ist der „Einstein of Food“.

Wie können deutsche Köche von Adriàs Forschung profitieren? „Alle können partizipieren“, sagt er und verweist auf die von seiner Stiftung entwickelte Methodik namens „Sapiens“, die man im Internet einsehen könne, sowie auf seine zahlreichen auch auf Deutsch erschienen Bücher. 

Haben denn auch deutsche Köche Einfluss auf Adrià? „Nur Eckart Witzigmann, für mich ein Gott“, schwärmt er vom Großmeister der deutschen Küche. Was er an Deutschland zudem schätze, sie die Ernsthaftigkeit und die Professionalität bei der Arbeit. Und welches deutsche Gericht hat seiner Meinung nach Potential bis an die Spitze, wenn es gut zubereitet ist? „Sauerkraut“, sagt Adrià ohne viel Nachdenken. „Es ist etwas Geniales, weil es anders ist. Das Fermentieren des Kohls verleiht dem Kohl seine Komplexität.“ Die kulinarische Kunst der Franzosen hingegen war sehr wichtig und vielseitig, doch nicht nur für Frankreich alleine sondern für die gesamte Welt. Die Nouvelle Cuisine begann 1965, erläutert Adrià. Doch ist diese Küche nicht ausschliesslich die Küche des 20. Jahrhunderts. Die Küche ist über 2 Millionen Jahre alt. Essen zubereiten ist die erste menschliche Tätigkeit. 1903 setzte Auguste Escoffier den Grundstein für die heutige Küche. In seiner Tradition sieht sich der katalanische Küchenkünstler. Ferran Adrià hinterfragt jetzt alles in Küche und Gastronomie. 

Und wann öffnet wieder ein Restaurant mit dem Namen el Bulli? Angeblich soll es ab September 2019 auf dem Montjuic soweit sein. 

El Bulli: Die Geschichte eines Traums

Während also das Restaurant geschlossen war, blieb das elBulli nicht untätig.

Alle Episoden der Dokuserie El Bulli: Die Geschichte eines Traums gibt es exklusiv bei Amazons Video-Streaming-Service. Adrià gilt als einer der renommiertesten Köche weltweit, sein Restaurant El Bulli wurde fünfmal als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Die Dokumentation umfasst 15 Episoden mit Filmaufnahmen aus 13 Jahren und über 200 Beteiligten. Neben den zwölf bereits vorhandenen Episoden, feiern auch drei brandneue Folgen exklusive Premiere bei Prime Video. Alle 15 Episoden werden weltweit für Prime-Mitglieder in über 200 Ländern und Territorien zur Verfügung stehen. Die Serie zeigt die letzten Momente des Restaurants El Bulli und die neuen Projekte, die Ferran Adrià mit seiner Stiftung elBullifoundation ins Leben ruft.

El Bulli: Die Geschichte eines Traums erzählt die Geschichte von Ferran Adrià, seinem Partner Juli Soler und seinem Bruder Albert, angefangen bei ihren ersten Schritten und der Gründung von El Bulli. Das Restaurant gilt als der Ort, an dem die Kombination aus Gastronomie, Kunst, Design und Wissenschaft ihren Anfang fand. Im Juli 2011 hat es seine Tore geschlossen. Mit über 30 Jahren Filmmaterial und einem einzigartigen Zugang hinter die Kulissen von El Bulli, gibt diese Dokuserie nie dagewesene Einblicke in die persönliche und berufliche Erfolgsgeschichte von Ferran Adrià. Als Produzent der Serie fungiert David Pujol.

In den letzten Episoden wird eine der bedeutendsten Errungenschaften der Koch-Legende vorgestellt: Die elBullifoundation, eine gemeinnützige Stiftung, die Ferran Adrià gemeinsam mit Juli Soler gegründet hat. Ziel der Stiftung ist es, die Grenzen der Kreativität und Innovationen in der Haute Cuisine und darüber hinaus auszudehnen. Damit möchten der Starkoch und sein Team Unternehmen, Start-Ups und anderen kreativen Köpfen helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.

Wer noch etwas vom Esprit von Ferran Adrià schmecken will, dem empfehlen wir übrigens, in eines der Restaurants von Albert Adrià in Barcelona einzukehren. „Kreativität ist 20% Inspiration, 20% Wissen und 60% Intensität“ – unter diesem Motto kocht Albert Adrià seine moderne Küche auf Steroiden. Er ist ebenso wie sein Bruder am Erforschen und Ausprobieren neuer Küchentechniken, versucht neue Texturen und Geschmacksexplosionen zu erschaffen. Und viele seiner Gerichte basieren auf den Ideen seines älteren Bruders Ferran Adrià.

Service:

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:
AHGZ: Was mit El Bulli passiert ist
SZ: „Witzigmann ist für mich ein Gott“

Unkrautknödel von der Kräuterhexe Johanna

Unkrautknödel 2 (©iStock.com_ALLEKO)
Verhexte Wintergerichte für die Gesundheit: Die Kräuterhexe Johanna von Leutasch weiss uns mit einem Unkrautknödel gut einzuheizen. In der kalten Jahreszeit steigt der Appetit auf herzhafte Schmankerln. Die Olympiaregion Seefeld in Tirol, bekannt für ihre traditionelle Küche und Lebensart, bringt mit dem Buch „Leutasch tut mir gut“ das Leutascher Lebensgefühl sowie die seit Generationen überlieferten Rezepte auf die Teller der Leser.

Wenn die Tage kälter werden und wir uns nach der Wärme von knisterndem, lauschigem Kaminfeuer sehnen, sorgen Köstlichkeiten wie Frittatensuppe, Schweinsbraten mit Semmelknödel oder Kaiserschmarrn für ein wohliges Gefühl im Magen und für gute Laune in der kalten Jahreszeit.

Unkrautknödel Kräuterhexe Johanna Krug Leutasch
Kräuterpädagogin Johanna Krug (54) kennt Leutasch und jedes noch so kleine vermeintliche Kraut bestens. Die Tirolerin kreiert ihre eigenen kontrolliert-biologischen Produkte aus den Kräutern und Wildpflanzen der Region und ihrem Garten. Ihre pikanten Wildkräuterknödel sind gesunde und wohltuende Begleiter durch die Herbst- und Winterzeit und präsentieren die Geschmacksvielfalt der Region. (mehr …)

Ischgl: 20. Jubiläum des Sterne-Cup der Köche

Sterne-Cup der Köche

Sterne-Cup der KöcheDer Traum für Sternefresser, Gourmands, Gourmets, Gastrofreaks, Foodies und andere Liebhaber exzellenter Küche: Die besten Küchenchefs aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol kamen zur großen Jubiläumsveranstaltung, dem 20. Sterne-Cup der Köche Anfang April auf die Idalp. Das Kultevent von Ischgl und Champagne Laurent-Perrier lockte diesmal 64 Kochgrößen mit mehr als 50 Michelin-Sternen und über 600 Gault-Millau Punkten an. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Co-Autorin Adelheid Wanninger vor Ort.

Sterne-Cup der Köche Ralf Jakumeit
Einmal im Jahr glänzen daher in Ischgl „etwas mehr“ Sterne als anderswo. Das hat einen guten Grund: Denn im berühmten Szene-Hotspot in dem ein Event den anderen jagt, treffen sich alljährlich prominente Küchenchefs beim Sterne-Cup der Köche von Champagne Laurent-Perrier – einer Veranstaltung, die bereits Kultcharakter hat.

Sterne-Cup der Köche Gerhard Wieser
Hier dürfen die Köche zeigen, dass sie nicht nur in der Küche schnell sein müssen – hier geht es um die Schnelligkeit auf der Piste und somit um die Ehre. Weg mit dem Kochlöffel und ran an die Slalomstangen ist dann das Motto. Zum bereits 20. Mal trafen sich die besten Küchenchefs zum Riesenslalom auf der Idjoch-Piste. Und die zeigte sich auch Anfang April bei strahlendem Frühlingswetter noch so, wie es für die Paznauner selbstverständlich ist: von ihrer bestgepflegtesten Seite! (mehr …)

Crêpes Suzette flambieren: Kochen am Tisch des Gastes

Crêpes Suzette Alpenhof Murnau 3 Hofmanns Juni_2011_12
Eine Kunst verkommt: Das Kochen am Tisch des Gastes. Welcher Kellner kann heute noch eine Crêpes Suzette vor den Augen des Gastes richtig zubereiten und flambieren? Wer lernt heute noch einen Hummer-Cocktail im Restaurant anzurichten? Welcher Kellner kann heute noch ohne weiteres eine Seezunge filettieren? Oder ein Zürcher Geschnetzeltes oder Boeuf Stroganoff kochen oder gar einen Obstsalat vor dem Gast schneiden? In einer Zeit, in der immer mehr ungelernte Hilfskräfte zum Hungerlohn in Hotellerie und Gastronomie an den Herd und auf den Gast gehetzt werden, geraten klassische Zubereitungen und Künste in Vergessenheit. Dabei ist es ein Trugschluss zu denken, der Gast lege keinen Wert mehr darauf. Im Gegenteil, er ist bereit, mehr Geld dafür auszugeben, wenn er erstklassig beraten und bewirtet wird. Wir liessen uns im Alpenhof Murnau eine Crêpes Suzette am Tisch zubereiten. Sie war perfekt.

Und ja, das ist ein Plädoyer für meinen Berufsstand. Ich bin gelernter Restaurantfachmann und auch wenn ich schon seit einigen Jahren nicht mehr in diesem Beruf arbeite, so fühle ich doch nach wie vor so etwas wie eine Kellnerehre. Ich persönlich habe in meiner Ausbildungszeit an der Steigenberger Hotelberufsfachschule Bad Reichenhall und im Steigenberger Berlin gelernt, wie Tatar oder Hummercocktail anrichten, Seezunge filettieren, Zürcher Geschnetzeltes kochen, Crêpes Suzette flambieren oder auch einen Irish Coffee zubereiten geht. Und mit mir alle anderen Azubis in diesen Berufen. Jahr für Jahr mühen sich viele Auszubildende in den Ausbildungsberufen der Hotellerie und Gastronomie ab. Sie lernen viele Sachen, die sie dann später kaum oder gar nicht mehr brauchen. Akademikern kommt das bekannt vor, denn auch im Studium lernt man viele Dinge, die später überhaupt nicht mehr relevant sind. So könnte man achselzuckend darüber hinweg gehen und sagen: „Tja, das ist halt so.“ Doch in diesem Fall, in der Hotellerie und Gastronomie, im Service am Gast und in der Küche, führt es zu immer weniger Qualität, zu immer weniger Dienstleistungsbereitschaft, zu immer weniger Selbstbewusstsein des Kellners und des Wirtes. Die Servicekraft wird zur Tellerschleuder, zum Tellertaxi und braucht dementsprechend keine Ausbildung mehr. Also wird sie auch geringer entlohnt – und die innere Kündigung des Angestellten ist perfekt. Schleuderservice für den Gast, der eh nicht bereit ist, gutes Geld für gute, ehrliche und auch körperlich harte Arbeit zu entrichten.

Crêpes Suzette Alpenhof Murnau 3 Hofmanns 2011_09
Doch ist es nach wie vor ein Trugschluss der zahlengeilen und auf „cost-cutting“ fixierten Geschäftsführer, die keine Wirtsehre im Herzen haben, wenn sie denken, dass das Kochen am Tisch des Gastes nichts bringen würde. Im Gegenteil: Der Gast ist bereit, für die Show, die er persönlich am Tisch bekommt, mehr Geld auszugeben. Ja natürlich, Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten kostet Zeit. Der Kellner braucht die entsprechende Ausbildung und kostet entsprechend mehr Gehalt als ein Student, der nebenbei etwas jobbt. Der Kellner steht die ganze Zeit an dem einen Tisch und kann sich nicht um die anderen Gäste kümmern. Es müssen also weitere Kellner im Restaurant arbeiten. In einem kleinen Restaurant mit nur einer Servicekraft geht das nicht. Außerdem muss bei vielen Gerichten, die vor dem Gast zubereitet werden, ein Commis parat stehen, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Zutaten aus der Küche abruft und seinem Kollegen, der gerade das Essen zubereitet, bringt. Ja, das ist alles zeit- und kostenintensiv.

Doch auf der anderen Seite möchte jeder von uns ein wenig verwöhnt werden. Ein wenig Bauchmiezelei. Ein wenig Angeberei mag es auch sein. Es ist die kleine, private Show, die im Restaurant für genau nur den einen Gast oder den einen Tisch gemacht wird. Es ist das Gefühl des individuellen Gastes, den anderen zu zeigen: „Seht her, ich kann mir das leisten“ oder auch „Schaut, was ich für ein geiler Typ bin“ – und ja, von dieser Sorte gibt es viele Gäste. Und ein bisschen davon mag in jedem von uns stecken. Es ist durchaus ein interessantes Gefühl, wenn plötzlich alle Augen der anderen Restaurantgäste auf einen selbst gerichtet sind. Dabei sind sie es nicht, die anderen Gäste schauen den Gast, der das Gericht bestellt hat, nicht an, sie schauen auf den Kellner und seine Show vor dem Gast. Sie schauen auf das Essen. Und dann, und dieses ist empirisch bestätigt, bestellen fast automatisch weitere zwei oder drei Tische an dem Abend genau dieses Gericht oder ein anderes, das vor dem Gast zubereitet wird. Es ist ein kleines Gesetz der Serie: entweder an dem Abend bestellt kein einziger das Flambée-Gericht – oder es wird drei- oder viermal flambiert. Und mit Fug und Recht kostet jedes Gericht, das vor dem Gast flambiert, gekocht oder zubereitet wird, mehr Geld als das andere Essen. Die Gäste zahlen auch sehr gern etwas mehr für das bisschen Privatshow, das sie bekommen. Denn das köstliche Ergebnis ist genau nur für sie. Und jeder wird gern verwöhnt.

Da ich im Rahmen meiner Restaurantrezensionen auch hin und wieder gern die Qualität der Servicekräfte auf die Probe stelle, habe ich mir im Alpenhof Murnau sehr gerne eine Crêpes Suzette zum Dessert bestellt. Die Zubereitung, die Show war perfekt, der Teller erstklassig angerichtet, es war ein Gedicht! Herzlichen Dank daher nochmal an Küche und Service, es war alles absolut perfekt. Daher möchte ich es Euch nicht vorenthalten und bringe hiermit als Nachtrag für Euch das Video und das Rezept für die Crêpes Suzette am Tisch des Gastes flambiert.

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Kochkurs III: 4-Gang-Menü Thunfisch-Duo, Kürbissuppe, Confierte Gans, Lebkuchen-Pudding

Es gibt Kochkurse für Einsteiger. Und Kochkurse für Könner. Dieser Kochkurs erfordert nicht nur schon grundlegendes Wissen und handwerkliches Kochgeschick. Er bedarf ausserdem einiger Tage Vorbereitung. Denn das Flemings Hotel München Schwabing verwöhnte uns nicht nur mit einem grossartigen Menü sondern auch mit einem reichlich aufwändigen Kochspaß. Es war so gut, dass ich dieses Menü seitdem nicht vergessen habe. Und es war so arbeitsaufwändig, dass ich nicht zum Fotografieren gekommen bin. Daher müsst Ihr diesmal wohl doch Eure Phantasie anstrengen und einen Artikel ohne Bilder geniessen.

Mit Sicherheit passt hier jeder dieser Gänge zu meinen Festtagsrezepten. Dieser Kochkurs in der Adventszeit war für uns alle eine optimale Vorbereitung auf die Weihnachtszeit. Doch wie gesagt: Bei diesem Menü müsst Ihr ein paar Tage vorher anfangen und ein paar Freunde bzw. die liebe Familie einladen. Dieses Ganserlessen der Touristischen Runde München war mit Sicherheit ein grossartiges Erlebnis.

Unser Viergang-Menü bestand aus:

  • Duo vom Thunfisch, gebeizt und als Tatar, mit eingelegtem Ingwer und Wasabi
  • Kürbis-Suppe vom Butternut-Squash
  • Confierte Gans, Brust und Keule, Beifussjus, Apfelrotkohl, Kartoffelknödel, glasierte Maronen
  • Lebkuchen-Pudding mit Glühwein-Birnen

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Kochkurs II: 4-Gang-Menü mit Tatar, Currycapuccino, Gänsebrust, Apfel-Birnen-Crumble

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Kochkurse kitzeln kulinarische Kreativität aus uns heraus. Ein Kochkurs im Advent bewirkt da nahezu weihnachtliche Wunder. Wir bekommen Kenntnisse vermittelt und erhalten Inspirationen, die unsere künftigen Kochkünste verbessern kann. Bei diesem Weihnachtsmenü einer Runde Münchner Reisejournalisten im Flemings Hotel München Schwabing kochten wir ein exzellentes Vier-Gänge-Menü, das auch für einen Abend mit Freunden gut vorzubereiten und zu kochen ist.

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Dieses Weihnachtsmenü lässt sich alternativ natürlich auch mit einer Entenbrust zubereiten. Optisch macht jeder Gang etwas her, geschmacklich ist das Menü durchgängig richtig fein. Die Köche im Flemings Hotel München-Schwabing haben uns perfekt zur Seite gestanden und so manchen Trick verraten. Das gute „hands on“, das selbst machen, das anpacken ist in der Küche immer noch das Wichtigste. Und wer über Küche und Keller, über Kochen und Weine viel schreibt und es sich erlaubt Profis, die ihr Handwerk über viele Jahre hart erlernt und ihr Können erarbeitet haben, zu kritisieren, der sollte auch selbst immer wieder in der Küche stehen und die Hände an die Ware legen. Daher war dieser Kochkurs im Flemings Hotel München-Schwabing eine willkommene Erweiterung, Ergänzung und Auffrischung meiner Kenntnisse. Diese Gerichte gehören ab sofort auch zu meinen Festtagsrezepten.

Unser Viergang-Menü bestand aus:

  • Tatar-Variation vom Rinderfilet mit Mango, Avocado und Garnele
  • Capuccino von Curry und Kürbis mit pochierter Jakobsmuschel
  • Lackierte Gänsebrust mit Rosinen-Pfeffer-Sauce, gedünstetem Rosenkohl und bebrütetem Polenta-Baguette
  • Ofenfrischer Apfel-Birnen-Crumble mit Vanille-Zimt-Sauce

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Kochkurs I: 3-Gang-Menü mit Carpaccio, Skrei und Crème Brûlée

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Reisejournalisten kochen zusammen ein Neujahrsmenü: Dieser Kochkurs bringt uns auf ein paar neue, erfrischende Ideen, wie wir schnell, leicht und unkompliziert ein Drei-Gänge-Menü auch daheim für Freunde zaubern können. Wir trafen uns im Flemings Hotel München-Schwabing und kochten zusammen ein Diner aus: Rinder-Carpaccio, Gratiniertem Schrei und einer Creme Brûlée. Hier verrate ich Euch die Rezepte zu diesen drei edlen Gängen.

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Touristische_Runde_Neujahrsessen _Jan_2014_030Wie Ihr an den Bildern erkennt haben wir alle viel Spaß gemeinsam gehabt. Wir haben uns gleich am Anfang auf drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für einen Gang zuständig. Innerhalb der Gruppen bekam jeder wiederum seine Teilaufgabe für den jeweiligen Gang. Ich war in der Gruppe für den Hauptgang. Es gab Fisch: Skrei. Wikipedia weiß zum Skrei: „Der (Atlantische) Kabeljau oder Dorsch (Gadus morhua) ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nordpolarmeers verbreitet ist. Als „Dorsch“ bezeichnet man junge Kabeljaue vor der Geschlechtsreife sowie die in der Ostsee lebenden, kleineren Kabeljaue.“ Für mich war der Skrei bislang eher unbekannt, daher hatte ich mich für diesen Gang gemeldet. Außerdem sind Carpaccio und Crème Brûlée eher gängige Gerichte. Eine Piccaata-Saltimbocca mit Fisch hingegen hatte ich bisher noch nicht gekocht.

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Hans-Werner Rodrian holt sich Tipps beim Küchenchef ab.

Unser Dreigang-Menü bestand aus:

  • Carpaccio vom Argentinischen Rinderfilet, Frühlingszwiebeln, Kichererbsen, Spinatsalat
  • Piccata-Saltimbocca vom Skrei mit Pistou-Risotto, glasierte Rote Beete
  • Vanille-Zitronen Crème Brûlée

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Meine 11 liebsten Festtagsrezepte zu Weihnachten

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Ente oder Gans: Zu Weihnachten stellt sich bei vielen die Frage immer wieder, welches der vielen Festtagsrezepte uns assistiert. Die Gans ist ein komischer Vogel: sie ist oft für zwei Personen zu viel, für vier aber wieder zu wenig. Eine Ente ist für zwei Personen als alleinstehender Hauptgang oft genau richtig. Mit einer Vorspeise oder vielleicht noch einer Suppe vorweg für vier Personen geradezu optimal. Mir persönlich schmeckt die Ente auch viel besser als die Gans. Denn gerade bei der Gans wird das Fleisch oft sehr schnell zu trocken, während die Ente noch schön saftig bleibt. Und schliesslich: für eine Ente hat man eher den passenden Topf als für eine grosse Gans. Darum also liebe ich die Ente als Weihnachtsbraten. Und wer kein Geflügel zu Weihnachten mag, dem lege ich meine Rezepte mit Steaks ans Herz.

Doch wie soll man die Ente zubereiten? Die klassische deutsche Art, die man traditionell spätestens ab dem Martinstag in allen Gasthäusern bekommt, kann jeder. Dazu findet Ihr im Netz auch überall viele klassische Rezepte. Laaaangweilig! Die könnt Ihr selbst machen. Oder geht dafür in ein gutes Gasthaus. Oder einen bayerischen Biergarten. Meine Lieblingsrezepte mit Ente sind in den letzten Jahren ganz klar die Ente in Calvados und die Malaysische Ente mit Zitronengras.

Meine Weihnachtsente ist übrigens absolut frisch. Ich bekomme sie in diesem Jahr genau am 24.12.2016 um 8 Uhr früh vom Egeler Hof auf dem Münchner Bauernmarkt am Josephsplatz überreicht. Ich habe sie bereits vor ein paar Monaten bestellt. Diese Ente erfüllt also die Ansprüche nachhaltig, regional und frisch.
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Guide Michelin: Der Stolz der Köche – der oft ein Traum bleibt

Michelin 2016 Kevin Fehling
Guide Michelin 2016 BibendumKevin Fehling erfüllte sich seinen Traum: Vor einem Jahr erhielt sein neu eröffnetes Restaurant „The Table Kevin Fehling“ in der HafenCity Hamburg das höchste Prädikat von den Testern des Guide Michelin: 3 Sterne. Er kehrte damit zurück in die Liga der besten Restaurants in Deutschland. Der Guide Michelin feierte sein Jubiläum: 50 Jahre zuvor erschien der erste Restaurantführer des französischen Reifenherstellers auch in Deutschland. Mit 66 1-Stern-Restaurants ging die erste Ausgabe 1966 an den Start. Im Jahr 2016 sind es insgesamt 290 Sterne, darunter zehn 3-Sterne-Restaurants, 39 2-Sterne-Restaurants und 241 1-Stern-Restaurants. Nur einmal wurden drei Sterne neu vergeben, eben an Kevin Fehling.

Guide Michelin 2016 Bibendum
Guide Michelin 2016 Götz A. Primke GAP Bibendum
Der ist allerdings den Stolz und Ruhm der drei Sterne schon fast „gewöhnt“, schliesslich war er bereits in Travemünde mit dem Restaurant „La Belle Epoque“ in die kulinarische Top-Liga aufgestiegen. Doch sein neues Restaurant ist komplett sein eigenes Konzept. Beim Eckart-Witzigmann-Symposium hatte uns Kevin Fehling bereits sein neues Restaurant präsentiert. Ein Tisch, der genau für 10 Personen reicht, direkt an der Küche. Der Küchenpass wird zum Tisch. Die Gäste können den Köchen über die Schulter schauen oder aber sich miteinander oder nur unter sich unterhalten. Die Tischform spricht für sich. Ein genial kleines, intimes und anspruchsvolles Restaurantkonzept. (mehr …)

Basilikum-Spargel und 2012 Rheinhessen Silvaner trocken Weingut Steigerhof

Spargel mit Basilikum Rheinhessen Silvaner 2014_07
Basilikum-Spargel Rheinhessen Silvaner 2014_06
Spargel und Silvaner sind ein unschlagbares Team. Wir wollten wissen, wie sich dieses Team schlägt, wenn wir den Spargel in Alufolie zubereiten, mit frischem Basilikum aromatisieren und Fisch dazugeben. Der Silvaner kam diesmal nicht aus Franken, sondern vom Weingut Steigerhof in Rheinhessen.

Basilikum-Spargel Rheinhessen Silvaner 2014_02Wir sind viel zu selten in Rheinland-Pfalz! Dabei bietet dieses Bundesland ganz im Westen unseres Landes eine Vielfalt an Weinen, an Weinanbaugebieten sowie prachtvolle Natur und spannende Ausflugsziele. Als Preusse fühle ich mich in Koblenz und auf der Feste Ehrenbreitstein unter dem Preussenadler Friedrichs des Grossen und am Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. schnell sehr heimisch. Die romantisch verschlungenen Flüsse, die vielen kleinen Weingüter, die faszinierenden Steillagen… – dieser irre Reichtum macht dieses Bundesland extrem spannend. Rheinhessen stand lange Zeit nicht wirklich für spannende Weine. Die Winzer haben zu sehr auf Masse statt Klasse gesetzt. Doch der Wandel hat schon längst eingesetzt. Der Rheingau stand und steht schon immer für extrem viel Spaß im Glas. Rheinhessen folgt. Der Rheinhessen Silvaner ist mittlerweile ein Herkunftswein mit geschützter Ursprungsbezeichnung – ein moderner Klassiker mit typischer, wiedererkennbarer Stilistik, aber mit der individuellen Handschrift des jeweiligen Winzers. Wenn Ihr mehr erfahren wollt über das „Weinreich Rheinland-Pfalz“ folgt diesem Link. Spargel und Silvaner sind das beliebte Traumpaar. Doch statt des Franken darf es diesmal ein Rheinhesse sein.

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Spargel in Alufolie mit 2012 Rosé Luise von Karl H. Johner

Spargel in Alufolie Johner Mai_2014_25
Wine and Food Pairing ist immer wieder spannend. Wie Ihr bemerkt, spielen wir jetzt zur besten Spargelzeit ein paar Variationen durch. Diesmal probieren wir, wie ein Spargel in Alufolie, der schonend im Ofen gegart wurde, zu einem Roséweine passt. Wir probierten den 2012 Rosé Luise vom Weingut Karl H. Johner aus dem schönen Baden dazu.

Spargel immer nur auf die gleiche Art und Weise zuzubereiten, das ist definitiv langweilig. Wir wollen Abwechslung in das Spargel-Einerlei bringen. Allzu oft wird der Spargel im Wasser verkocht, schmeckt labbrig, hat jegliche Energie und Würze verloren. Und aus Zeitersparnis, Unkenntnis, Unerfahrenheit oder schlicht Unvermögen wird die Sauce Hollandaise aus der Fertigpackung dazu serviert. Nö, Leute, das braucht echt keiner. Es ist nicht nur günstiger sondern auch viel leckerer und frischer, wenn Ihr die Sauce Hollandaise selbst zubereitet. Das einzige, was Ihr da investieren müsst, sind eben etwas Zeit und Übung. Doch das Ergebnis, der Unterschied zu den Fertigsaucen mit diversen Zutaten aus der Chemie-Küche, die da nicht hineingehören, ist immer wieder verblüffend. Also probiert mal selbst so ein Wine & Food Pairing, die Kombination aus Wein und Essen. Und kocht selbst!

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Spargel-Frisotto und 2011 Chardonnay SJ von Karl H. Johner

Spargel-Frisotto Johner Weine Mai_2014_23
Ein Klassiker unter den Spargelgerichten: Zu einem Frikassee gehört auch Spargel. Zur Spargelsaison natürlich frischer Spargel, jegliche Dosenspargel lehnen wir ab. Doch seit unserem ersten Frisotto-Test sind wir ein Fan von der italienisch-deutschen Kombination aus Frikassee und Risotto. Diesmal begleitete uns ein 2011 Chardonnay SJ vom Weingut Karl H. Johner.

Spargel-Frisotto Johner Weine Mai_2014_21Unsere erste Frisotto-Kombination war schon ein grosser Erfolg. Doch sind natürlich Fenchel und Karotten nicht die ganz klassischen Begleiter eines Frikassees, es ist schon die sehr italienische Variante. Diesmal also hatten wir die klassischen Erbsen dabei. Als korrespondierenden Weißwein servierten wir einen sehr aussergewöhnlichen Wein: Der 2011 Chardonnay SJ vom Weingut Karl H. Johner ist schon gut trinkbar, kann aber auch noch etwas länger lagern. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Weine der Familie Johner vom Kaiserstuhl in Baden perfekt zu Spargel passen. (mehr …)

Spargel-Bärlauch-Duett: Spargel in Alufolie mit Bärlauch-Pesto

Spargel-Bärlauch-Duett  Alufolie_Wuerzburger_Pfaffenberg_Mai_2014_007
Spargel und Bärlauch haben im Frühjahr Saison, der Bärlauch etwas früher, der Spargel später und länger. Doch deren beste Zeit überschneidet sich um einige Wochen. Bärlauchgerichte finden sich ebenso auf allen Speisekarten wie Spargelgerichte. Bisher aber haben wir noch nirgendwo ein Gericht gesehen, bei dem Bärlauch und Spargel zusammen auftreten. Aus gutem Grund? Wie stark ist Spargel? Wie funktioniert das extreme Knoblauch-Aroma des Barlauchs mit dem Spargel? Wir stellen uns dem Test. Dazu kombinieren wir einen 2009 Würzburger Pfaffenberg Silvaner Spätlese vom Staatlichen Hofkeller Würzburg.

Wer im Netz die Paarung von Bärlauch und Spargel sucht, wird schnell fündig. Doch sind auf den ersten Blick die vielen Spargel-Bärlauch-Rezepte etwa bei Chefkoch.de hauptsächlich mit grünem Spargel gemacht. Bei Küchengötter.de zieht der Spargel in einer Bärlauch-Marinade. Wir haben es uns allerdings einfach gemacht. Zum Testen, ob die Geschmäcker, die Aromen gut miteinander zusammenpassen, haben wir den Spargel in unserer Lieblingsvariante zubereitet: in Alufolie im Ofen. Den Bärlauch haben wir zu einem klassischen Pesto à la Genovese verarbeitet und dies dann zum Spargel auf dem Teller hinzugegeben. Das eigentliche Pesto Genovese wird mit Basilikum gemacht, doch die Variation mit Bärlauch oder auch Radieschen-Grün ist genial. Wie wird das jetzt gemacht? (mehr …)

Frisotto: Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust und 2007 Randersackerer Pfülben Riesling GG

Kochen Frisotto Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust Randersacker Pfuelben Mai 2014_003
Frisotto – unsere Eigenkreation aus Frikassee und Risotto. Die leichte Alternative zum Frikassee, die etwas opulentere Erweiterung des klassischen Risotto. Mit diesem Gericht stellten wir uns der Frage, wie stark der Spargel eigentlich ist. Hält er starke Begleiter aus? Besteht er auch neben dem Weißwein, der ebenfalls ein gewichtiger Bursche ist? Der 2007 Randersacker Pfülben Riesling Grosses Gewächs vom Staatlichen Hofkeller Würzburg war ein extrem starker Begleiter. Probiert es mal aus!

Frisotto Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust Randersacker Pfuelben. - Test: wie stark ist Spargel? Bestanden! Tolle Kombination. #food #foodspotting
Das klassische Risotto ist für den Italiener, ebenso wie alle Pasta-Gerichte, ein Zwischengang zwischen der Vorspeise und dem Hauptgericht. Pasta und Reisgerichte sind sehr simpel gehalten, sie kommen nur mit wenigen Zutaten aus. Oft sind es lediglich drei Hauptingredienzien, die ein tolles Nudel- oder Reisgericht ausmachen. Das klassische Risotto besteht aus Reis, Zwiebel, Wein, Brühe, Parmesan und kann noch leicht verfeinert werden, mit Safran etwa. Außerdem sind die Portionen eher klein, so dass der Fisch- oder Fleischgang noch Platz im Magen findet. Schon die Variation mit Prosecco ist etwas ambitionierter, die rote Variante mit Radicchio und Rotwein schon sehr aussergewöhlich. Als Deutscher übertreiben wir es ja gern immer mal etwas. Und wir lieben unser klassisches deutsches Frikassee. Probieren wir also mal aus, wie die Fusion von Frikassee und Risotto gelingt: das Frisotto. (mehr …)

Spargel in Alufolie mit Schinken und 2011 Grüner Veltliner vom Weingut Norbert Bauer

Spargel in Alufolie mit Schinken und 2011 Grüner Veltliner vom Weingut Norbert Bauer Mai_2014_07
Spargel in Alufolie mit Schinken und 2011 Grüner Veltliner vom Weingut Norbert Bauer Mai_2014_03Veronika, der Spargel wächst! Von April bis 24. Juni gibt es wieder überall frischen weissen Spargel. Ich esse Spargel am liebsten so unverfälscht wie möglich, mit allen seinen Aromen. Ganz besonders gut passt dazu Schinken. Roh, gekocht oder auch als sogenannter „Spargelschinken“, die Kombination ist immer wieder klasse. Der perfekte Begleiter ist für uns in Deutschland oft ein Silvaner oder ein Riesling. Unsere österreichischen Freunde bevorzugen Grünen Veltliner. Wir kredenzen heute einen 2011 Grüner Veltliner Alte Rebe Diermannsee DAC vom Weingut Norbert Bauer.

Spargel in Alufolie mit Schinken und 2011 Grüner Veltliner vom Weingut Norbert Bauer Mai_2014_06
Spargel_Norbert_Bauer_Gruener_Veltliner_Mai_2014_01Wenn der Spargel auf die gute, alte, klassische Art im Wassersud gekocht wird, dann entfleuchen alle guten Inhaltsstoffe in das Kochwasser. Der Spargel wird nur noch zur weissen Stange, zwar noch mit etwas Geschmack, aber dennoch deutlich weniger, als er eigentlich hätte. Seit ich das erste Mal Spargel in Alufolie ausprobiert habe, bin ich ein absoluter Fan von dieser Variante. Der Grüner Veltliner Alte Rebe Diermannsee DAC aus dem Weinviertel vom Weingut Norbert Bauer passte auch hervorragend dazu.

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Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: Dinner mit Anton

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Ein Bloggerevent als Einstand: Diese moderne Version, sich in einer Stadt bekannt zu machen, seine Qualität zu zeigen, seine Visitenkarte abzugeben ist kreativ, neu und sehr sympathisch. Anton Gschwendtner hat vor mittlerweile bald schon einem Jahr den Posten als Chef de Cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost übernommen und gleich ein paar Blogger zum mitkochen eingeladen. Wir waren dabei und nehmen Euch gern auf diese Genussreise mit.

Warum erst jetzt so spät? Weil ich im letzten Jahr im April, Mai und Juni fast unentwegt auf Recherchereisen für Euch war. Und ich all‘ diese Themen, die ich da so angesammelt habe, Euch noch berichten möchte. Schliesslich war jede Reise, jedes Essen davon ein sehr spezielles Erlebnis. Und ist es wert, hier erzählt zu werden. Insbesondere dieses „Dinner mit Anton“ in der Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost mit Anton Gschwendner. (mehr …)

Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck - my Christmas duck according to @chefnormanmusa #weihnachten #christmas2015 #malaysian #foodporn #igersmuc #igersfood @klbigkitchenfestival2015
Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

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Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

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Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

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Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

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Seehotel Überfahrt Rottach-Egern: Kochkurs mit Christian Jürgens im Geniesserland Tegernsee

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Kochen mit 3-Sterne-Koch Christian Jürgens. Kochen mit dem besten Koch Bayerns. Einem von lediglich elf Drei-Sterne-Köchen laut Guide Michelin 2015. In idyllischer Lage direkt am Tegernsee. Im Pavillon des Seehotel Überfahrt der Althoff Hotel Gruppe. Hier bekommt der Begriff Geniesserland Tegernsee Hand und Fuß. Oder vielmehr Fisch und Fleisch. Es ist heiß, hochsommerliche Temperaturen bringen uns zum Schwitzen. Gönnen wir uns also einen Kochkurs „Leichtes in der Hitze: Fisch, Fleisch, Dessert – alles, nur nicht schwer“.

So ein Kochkurs bei Christian Jürgens ist keine exklusive Veranstaltung. Jeder kann sie über die Webseite des Hotels direkt buchen. Einmalig sind nur die Themen. Denn hier denkt sich der kreative Küchenkünstler immer neue Schwerpunkte aus. Mal richtet er sich nach der Jahreszeit, mal geht er auf die Küche einer Region ein, ein anderes Mal vertieft er das Wissen seiner Gäste in puncto Federvieh oder Fisch. Eine muntere Runde von etwa 10 Teilnehmern ist an diesem Morgen zusammengekommen.

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Das Seehotel Überfahrt ist sehr idyllisch zu erreichen: Von Bahnhof Tegernsee ist es nicht weit bis zum Anleger der Tegernsee-Schifffahrt, die Fähre bringt den Gast sicher über den See direkt vor das Hotel. UntitledAlternativ hat das Hotel auch die richtigen Fahrzeuge zur Verfügung, um die Gäste vom Bahnhof Tegernsee, Hauptbahnhof München oder den Flughäfen München oder Salzburg abzuholen. Natürlich könnte man auch mit dem Auto zum Tegernsee fahren. Aber an manchen Tagen wollen das alle – und das verlängert die Anreise etwas. Da die Kochkurse bei Christian Jürgens um 10.30 Uhr beginnen, ist genügend Zeit, aus München umweltfreundlich anzureisen – oder gleich im Hotel zu übernachten.

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Der Pavillon ist eine schwebend-leichte Konstruktion aus Stahl und Glas und steht etwas abseits vom Hotel. Eine grosszügige Terrasse umgibt ihn. Kochkurse oder andere Veranstaltungen können hier ungestört stattfinden. Standesgemäß werden die Kochkurs-Teilnehmer von den dienstbaren Geistern des Seehotel Überfahrt mit einem Glas Champagner in der Genusswerkstatt, so der Name des Pavillons, begrüßt.

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Eckart Witzigmann Symposium: Neue Gastrokonzepte mischen die Welt der Restaurants auf

Symposium der Eckart Witzigmann Akademie: Deutsche Gastronomie am Scheideweg? - Eine spannende Frage!
Demokratisches versus Fokussiertes Konzept sind laut Eckart Witzigmann die interessantesten Entwicklungen in der Gastronomie. Anlässlich des Eckart Witzigmann Symposiums in der BMW Welt im Vorfeld der ECKART 2015 Preisverleihung diskutierten prominente Vertreter der Branche über die neuesten Restaurant-Eröffnungen in Europa. Das eine Konzept wird dabei insbesondere von der neuen Tapas-Bar von Albert Adria in Barcelona verkörpert, das andere Extrem wird in Kürze von Sternekoch Kevin Fehling in Hamburg eröffnet. Wir sind gespannt auf Tickets Bar und The Table.

Demokratisch ist für Eckart Witzigmann das Konzept von Albert und Ferran Adria in Barcelona. Das „Tickets“ ist schlicht und einfach eine Neuerfindung der Tapas-Bar. Die beiden zelebrieren die Hochküche aus Spanien, garniert mit Zirkus und Erlebnis. Es ist, so schildert Eckart Witzigmann seine eigenen Erlebnisse, ein Genuss mit allen Sinnen, die Speisen haben Spitzenqualität. „Mit allen Sinnen geniessen“ wird hier direkt erlebbar gemacht. Hier findet man in einzigartiger Atmosphäre ein Update traditioneller katalanischer Tapas in experimenteller kulinarischer Technik. Das Dekor ist der Liebe zum Kino entlehnt. Blanke Tische, lebhafte Atmosphäre – „aber alles, was auf den Teller kommt, hat allerhöchste Klasse“. Also der beste Schinken, die besten Oliven, schlicht „alles perfekt zubereitet und pfiffig angerichtet.“ Das sei ein „demokratischer Ansatz“ ergänzt Otto Geisel. „Die kleinen Teller kosten ab vier Euro, man kann das Menü kurz halten, ein Bier dazu trinken, beliebig erweitern, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Aber für 60 Euro kann man ein echtes kulinarisches Erlebnis haben.“

Fokussiert ist hingegen das Konzept von Kevin Fehling für sein neues Restaurant „The Table“ in Hamburg. Der Sternekoch, der bis vor kurzem noch seine Gäste im Belle Epoque in Travemünde zu begeistern wusste, eröffnet in Kürze in der Hansestadt ein Restaurant, in dem es nur einen langen, schmalen, Tresen-ähnlichen Tisch gibt. Kevin Fehling erklärt, wie er sein neues Restaurant versteht: (mehr …)

Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: 3-Sterne-Koch Christophe Muller eröffnet „The Link“

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Ein 3-Sterne-Menü: Für viele ein Traum. Denn allzu oft ist ein Menü in einem Restaurant, das vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet wurde, nahezu unerschwinglich. Zudem gibt es nicht allzuviele Restaurants, die mit der höchsten Ehre der Feinschmeckerbibel ausgezeichnet sind. Keine deutsche Großstadt verfügt über einen derartig edlen Gourmet-Tempel; die elf Restaurants, die der Michelin Deutschland für das Jahr 2015 mit drei Sternen krönte, sind fast alle in Kleinstädten zu finden. Und bis zu Paul Bocuse schaffen es extrem wenige. Doch das Sofitel München Bayerpost bringt die exzellenteste Küche in die bayerische Landeshauptstadt: Bocuse-Nachfolger Christophe Muller kochte bis zum 19. Juli im Restaurant Délice La Brasserie zusammen mit Küchenchef Anton Gschwendtner. Das sechsgängige 3-Sterne-Menü kostete dabei nur 129 Euro, die Weinbegleitung zusätzlich 79 Euro. So wird auch diese geniale Küche erschwinglich. Wir durften das Menü geniessen – dazu gehörte auch die berühmte V.G.E. Suppe.

Sofitel_Muenchen_Delice_Juli_2015_004Der Franzose Christophe Muller leitet seit Oktober 2011 als Executive Chef das Restaurant von Paul BocuseL’Auberge du Pont de Collonges“ bei Lyon. Anton Gschwendtner, seit April 2015 Chef de cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost, hat sich einen Herzenswunsch erfüllt. Er kochte gemeinsam mit Christophe Muller vom 13.-19. Juli ein 7-Gänge-Menü. Dies ist der Grundstein einer künftigen Kulinarikserie im Sofitel München. Unter dem Titel „The Link“ werden weitere, international bekannte Spitzenköche zusammen mit Anton Gschwender in München am Herd stehen. Somit kommen wieder ein paar hervorragende Sterneköche zu Gast nach München. Denn seit Otto Koch nicht mehr im Restaurant 181 First kocht, gibt es dort auch die Kulinarikserie „Gourmet Towers of the World“ nicht mehr. Nach dem Motto „Beginne mit einem Erdbeben und dann steigere Dich langsam“ ist Mitte Juli also gleich kein Geringerer als 3-Sterne-Koch und Bocuse-Nachfolger Christophe Muller zu Gast. So durften wir am gestrigen Tage folgende Köstlichkeiten geniessen: (mehr …)

10 typische Ernährungsfehler: Was machen wir beim Kochen und Essen falsch?

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Ich esse, was mir schmeckt. Und das ist auch gut so. Doch essen wir immer alles, was gut für unseren Körper ist? Werden wir zu dick? Oder erliegen wir einem Schlankheitswahn? Was braucht unser Körper? Wenn wir jung sind, denken wir nur ans Ausgehen, ans Feiern, an den Spaß. Später auch an die Familie und die Arbeit. Doch irgendwann denken wir auch an das Essen. Spätestens, wenn wir alleine leben und uns selbst versorgen müssen. Doch kochen und essen wir dann immer das Richtige. Wir haben uns überlegt, welche typischen Fehler junge Erwachsene bei ihrer Ernährung begehen. Wo vernachlässigen wir unseren Körper? Was können wir uns selbst gutes tun? Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin zeigt Euch die 10 beliebtesten Fehler, die wir beim Kochen und Essen machen – und wie wir sie vermeiden.

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Wir haben unsere Top Ten mal ganz unspektakulär und unwissenschaftlich nach eigener Methodik und eigenen Präferenzen geordnet. Wir sind gespannt, wie Ihr das seht. Wie sind Eure Erfahrungen? Wie habt Ihr damals im Studentenwohnheim, in der Azubi-Bude, in der ersten eigenen Wohnung, mit der ersten Beziehung gekocht und gegessen? Was habt Ihr eingekauft? Tütensuppen und Pizza-Taxi? Der Imbiss um die Ecke? Oder habt Ihr die Tupperdosen von Muttern am Wochenende bekommen und unter der Woche leer gefuttert? Oder habt Ihr in der Firmenkantine soviel gegessen, dass Ihr abends nur noch eine Kleinigkeit vor der Glotze genascht habt? Folgende zehn Ernährungsfehler haben wir für Euch aufgeschlüsselt:

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  • Getreide
  • Eisen
  • Herz
  • Ballaststoffe
  • Kalorien
  • „Freie“ Mode-Trends
  • Zu wenig Zeit
  • Vitamin D
  • Getränke
  • Google

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