Die 5 coolsten Orte für Berlin im Winter

Berlin ist cool. Nicht nur dann, wenn eh alle Welt es cool findet. Berlin ist die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und langsam aber sicher finden Veranstaltungen statt, die auch zu einer Hauptstadt passen. Die Provinzialität verschwindet langsam. Wir haben für Euch fünf der schönsten Plätze gefunden, in denen sich kultivierte Menschen, die zu intelligent und niveauvoll fürs Berghain sind, wohl fühlen.

Friedrichstadt-Palast Berlin

THE ONE Grand Show, ausgestattet von Jean-Paul Gaultier  ist die wohl großartigste Revue im Friedrichstadt-Palast Berlin. Ein absolutes Muss für jeden Berlin-Besucher und Berliner. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen werfen! Exklusive Backstage-Führung durch das Haus. Ein Blick in die Garderoben, ein schneller Blick auf die Kostüme – entworfen von Jean-Paul Gaultier! Wir hoffen, wir haben kein Copyright verletzt. Es war einfach großartig. Herzlichen Dank an den Friedrichstadt-Palast Berlin für diesen schönen Einblick!

Einer der ganz besonderen Momente der Shows im Friedrichstadt-Palast Berlin ist die Nummer mit den angeblich schönsten und längsten Beinen Berlins – oder Deutschlands – oder der Welt. Wahrscheinlich der Welt. Und mit 32 Tänzerinnen verfügt der Friedrichstadt-Palast Berlin über die längste „Mädchen-Reihe“ der Welt. 

Ganz besonders exklusiv können die Gäste den Abend in der Sky Lounge geniessen. Hier kosten die Karten je nach Abend und Aufführung bis zu 150 oder auch 200 Euro. 

Ich hatte die Möglichkeit einige Utensilien der THE ONE Grand Show zu sehen, die von Jean-Paul Gaultier entworfen wurden. Und die stehen unter Copyright-Schutz, so dass ich sie Euch leider nicht zeigen darf. Wie etwa die Chaise-Longue, auf der ich mich für dies Foto flätze. Doch kann ich Euch sagen, dass nicht nur die THE ONE Grand Show sondern auch jede andere Show im Friedrichstadt-Palast absolut einen Besuch wert ist. Ganz herzlichen Dank auf jeden Fall an den Friedrichstadt-Palast Berlin für die grandiose und wohl einzigartige Möglichkeit einer Backstage-Führung und des Besuchs der THE ONE Grand Show.

Mein Video gibt Euch einen kleinen Einblick:

Dinner Time Stories: Le Petit Chef

Die wohl schönste, niedlichste und mit Sicherheit genussreichste Dinner Show ist wieder zurück in der Hauptstadt. Le Petit Chef hatte bereits im vergangenen Jahr seine Liebhaber gefunden. Der kleinste Koch der Welt ist zwar nur 57 mm groß, doch in Sachen Witz, Humor, Genialität und vor allem Virtualität ist er unschlagbar groß. Le Petit Chef erzählt uns seine Dinner Time Story von seiner Reise auf der Seidenstraße. Von Frankreich über Arabien und Indien über den Himalaya bis nach China. Eine farbenfrohe, köstliche und spannende Reise. 

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Hier bekommt ihr einen Einblick in die großartige 3D-Show auf dem Tisch und das 6-Gang-Menü dazu:

Botanischer Garten Berlin: Christmas Garden

Der Botanische Garten hat seit Mitte November erneut seine Pforten in die magisch schillernde Weihnachtswelt des Christmas Garden Berlin eröffnet, um in eine einzigartig gestaltete Welt aus Licht und winterlichem Zauber zu entführen. Auf einem über zwei Kilometer langen Rundweg führt der Weg vorbei an 30 individuellen Lichtinstallationen, eingebunden in die vielfältige Natur des Gartens und geprägt von einmaligem Weihnachtsflair. 

Der Christmas Garden Berlin ist eine winterliche Oase in der Hauptstadt, in der Familien, Kinder, Freunde und Romantiker echte vorweihnachtliche Atmosphäre und besinnliche Stimmung erleben können.

Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz Palazzo

Der Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz Palazzo
geht in seine zwölfte Spielzeit: Seit 7. November feiert die beliebte Dinner-Show mit einem neuen Programm und einem köstlichen Menü seine diesjährige Premiere. Palazzo öffnet die Türen des Spiegelpalastes dann wieder für rund vier Monate – und verspricht erneut eine gelungene Kombination aus erstklassiger Unterhaltung und Haute Cuisine. 

Doch Palazzo wäre nicht Palazzo, wenn zu den kulinarischen Leckerbissen aus der Küche nicht auch künstlerische Highlights auf der Bühne geboten würden. Die neue Ensemble-Show „Glücksjäger“ entführt das Publikum in ein Casino-Hotel – in eine Welt der Spieler, der einsamen Herzen, der Durchreisenden und der Gestrandeten. Sie alle eint die Jagd nach dem, was ihnen verloren gegangen zu sein scheint: Das große Glück!

Service: 

Dinner Time Stories: Mit Le Petit Chef auf den Spuren von Marco Polo

Marco Polo war der erste Weltreisende. Sein kulinarisches Vermächtnis ist nicht nur  in der Küche Italiens vorhanden. Katharina von Medici hat die heimische Küche aus Florenz, aus der Toskana nach Frankreich mitgenommen. Nun geht der kleinste Koch der Welt auf eine Weltreise auf den Spuren von Marco Polo entlang der Seidenstraße. Wir können Zeuge werden: Mit den Dinner Time Stories von Le Petit Chef erleben wir einen Dinner-Event, ein 6-Gang-Menü und eine Reise um die Welt in nur kurzer Zeit. 

Er ist zurück. Der kleinste Koch der Welt ist zwar nur 57 mm groß, doch in Sachen Witz, Humor, Genialität und vor allem Virtualität ist er unschlagbar groß. Le Petit Chef erzählt uns seine Dinner Time Story von seiner Reise auf der Seidenstraße. Von Frankreich über Arabien und Indien über den Himalaya bis nach China. Eine farbenfrohe, künstliche und spannende Reise.

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Während der Dinner-Show sitzt jeder Gast in der ersten Reihe und vor ihm wandert “ ganz real“ nicht nur ein daumengroßer Koch in einer optischen Illusion über den Tisch, sondern es fliegen auch Drachen, Vögel und Boote über die Projektionsfläche. In den Pausen bzw. Übergangszeiten wird ein exquisites Sechs-Gänge-Menü serviert.

Das Dinner Erlebnis ist extra so konzipiert, dass flexibel Pärchen, Familien und kleine oder auch größere Gruppen zusammen essen und das Ereignis miteinander teilen können. Auch und gerade Kinder finden an der 3D Projektionsshow großen Gefallen.

Unser Dîner bestand aus folgenden Gängen:

  • Frankreich: Knusprige Pilzpolenta mit gebratenen Pfifferlingen & Tarte Nice
  • Mittlerer Osten: Kibbe gefüllt mit Lamm und Pistazien, Muhammara (Paprika-Walnusspaste), Labneh mit Olivenöl und Granatapfelkernen, Baba Ganoush zum Dippen & dünnes, knuspriges Fladenbrot
  • Indien: Tandori Masala Garnele auf indischer Tomaten-Masala Sauce, Pani Puri gefüllt mit Kichererbsen & Kartoffeln mit grünem Koriander, Minzsauce, Mango Dip & Naan Brot
  • Himalaya: Lychee-Ananassorbet mit Ingwer & Zitronengras
  • China: Wahlweise (1) Gebratene King Oyster oder (2) Seebarsch mit Pak Chai an leichter Soja & Ingwer Sauce oder (3) Sous Vide gegarte Entenkeule & Baby Spargel mit leichter Soja & Ingwer Sauce oder (4) Sous Vide gegarte Beef Short Rips mit leichter Soja & Ingwer Sauce serviert mit Soja Reis und garniert mit Shitake & Frühlingszwiebeln 

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Chefkoch Claude Trendel kreiert im Auftrag des kleinsten Kochs der Welt das begleitende 6-Gang Menü zur Show. Früher führte er das Restaurant „Le Piaf“ in Charlottenburg, in dem er 20 Jahre lang seine Gäste mit französischer Küche verwöhnte. Das Restaurant Gourmanderie im Centre Français de Berlin ist neben seinen französischen Spezialitäten für sein vielfältig kulturelles Angebot bekannt. Von Soirées über Chanson-Abende bis hin zu Kochkursen und kulinarischen Kinoevents bringt die „Gourmanderie“ französisch kulturellen Charme mit köstlichen Gerichten aus allen Regionen unseres Nachbarlandes zusammen.

Parallel findet die Show in Baden-Baden und im Hoftheater Baienfurt statt. 

Service:

Le Gourmand Gewinnspiel: Luxuriöser Advent mit Champagne De Watère zu gewinnen

Gibt es eine Champagnerfirma in München? Gibt es noch Champagnerproduzenten, die die Weinberge mit Pferden pflügen? Dies hätten für dieses Gewinnspiel meine Fragen sein können. Sind sie aber nicht. Denn bei Champagne De Watère sind sie zu einfach zu beantworten. Ja! Aber wer bitte? Champagne De Watère ist ein absolut spannender neuer Champagner auf dem Markt! Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat eine Flasche Cuvée Premier Cru Brut Blanc 0,75 l  für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit zum zweiten Adventswochenende sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 10.12.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Die Erfolgsgeschichte der De Watère GmbH mit Sitz in München beginnt 2011. Das Erfolgsgeheimnis des noch jungen Unternehmens: Champagne De Watère verbindet traditionelles Handwerk auf einzigartige Weise mit modernem Produktdesign und Marketing. So entstehen bei De Watère in präziser Handarbeit einzigartige Champagner, die den besonderen Momenten im Leben Bedeutung verleihen.

Unternehmensinhaber Martin A. Konorza wollte ein Produkt kreieren, das den besonderen Momenten im Leben die Bedeutung verleiht. Die Marke Champagne De Watère ist vor allem eine Hommage an seine Vorfahren. Die Wurzeln seiner Familie reichen weiter als die des Champagners selbst. Sein erster urkundlich erwähnter Vorfahr war ein Franzose, der im Doomsday Book erwähnt wird. Diesem besonderen Erbe möchte er gerecht werden. 

Abgefüllt wird der Champagner von Champagne De Watère im Vallée de la Marne. Dort, auf sechs Hektar, wachsen die Trauben unter perfekten Bedingungen: Das semi-kontinentale Klima in der Champagne bedingt nicht nur eine geringe jährliche Niederschlagsmenge, sondern sorgt gleichzeitig für eine hohe Sonnenscheindauer. Dadurch können die Trauben langsam den optimalen Reifungsgrad erreichen, was Frische und Feinheit des edlen Champagners fördert.

Bei der Produktion des Champagners kommen heute noch jene ursprüngliche Handwerkskunst und Anbaumethoden zum Einsatz, die bereits vor über 200 Jahren bei der Herstellung des edlen Schaumweins angewendet wurden und De Watère Champagner heute einzigartig machen. Dabei werden so viele Arbeitsschritte wie möglich von Hand erledigt: Die Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen, die Weinberge mit Pferden gepflügt. So wird der empfindliche Boden geschont und die Emission von Schadstoffen vermieden. Dies kommt nicht nur der Umwelt, sondern vor allem der Qualität und Reinheit der Trauben zugute.

Die Marke Champagne De Watère hat derzeit drei verschiedene Champagner im Angebot: Einen Champagne De Watère Cuvée Premier Cru Brut Blanc, einen Champagne De Watère Cuvée Brut Rosé sowie die „Petites“-Kollektion.

Der Cuvée Premier Cru Brut Blanc von Champagne De Watère ist komponiert aus 80 Prozent Pinot Noir- und 20 Prozent Chardonnay-Trauben. Sein vielgestaltiges Zusammenspiel aus Frische und Reife manifestiert sich in einem leuchtend-transparenten Goldton. Seine komplexen Aromen tragen Noten von Zimt und exotischen Früchten. Der Champagner reift für bis zu 45 Monate in Kreidehöhlen aus der Antike – länger als die meisten anderen Champagner. Erst diese außergewöhnlich lange Reifungszeit verleiht ihm seinen reichen Geschmack und die außerordentlich feine Perlage.

Der Cuvée Premier Cru Brut Rosé de Saignée von Champagne De Watère enthält ausschließlich Pinot Noir-Trauben. Er präsentiert sich in einem leuchtenden Rotton, kommt zugleich aber ganz ohne Tannine aus. Der Champagner zeigt elegante Himbeer- und Brombeernoten mit zarten blumigen Aromen. Der Rosé reift für bis zu 85 Monate in Kreidehöhlen aus der Antike – länger als die meisten anderen Champagner. Erst diese außergewöhnlich lange Reifungszeit verleiht ihm seinen reichen Geschmack und die außerordentlich feine Perlage. Seinen Namen verdankt dieser Champagner dem aufwändigen Saignée-Verfahren, bei der die Farbe des Rosé ohne Zusatz von Rotwein entsteht. Hier werden in der Maische, bestehend aus Most, Beerenschalen und Traubenkernen, die Farbstoffe aus den Beerenschalen extrahiert, bis der perfekte Farbton erreicht ist.

Die neuen „Petites“ von Champagne De Watère sind einzigartige 0,2 Liter Premium-„Petites“, veredeln den Alltag und machen jeden Moment zum unbezahlbaren Luxus: Sie machen das Fischbrötchen an der Isar unvergesslicher als das Austernfrühstück auf Sylt und die Jause am Herzogstand geschmackvoller als den Lunch im Drei-Sterne-Restaurant.

Zunächst sind die „Petites“ als vierteiliges Set erhältlich. Es besteht aus einer 0,2 Liter Flasche Cuvée Premier Cru Brut Blanc (komponiert aus 80 Prozent Pinot Noir und 20 Prozent Chardonnay), sowie einer 0,2 Liter Flasche Cuvée Premier Cru Brut Rosé de Saignée (ausschließlich hergestellt aus Pinot Noir-Trauben). Zwei edle Gläser in Tulpenform komplettieren das Set.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:
In welchem Jahr wurde der erste urkundlich erwähnte Ahne mit dem Namen “De Watère” im sogenannten Doomsday Book in England erwähnt?

Mein Tipp: Auf der Webseite von De Watère  wirst Du mit Sicherheit unter dem Link zum Champagner schnell fündig!

Bitte sende die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teile uns dabei Deine Anschrift und E-Mail mit, sonst können wir Dir die eine Flasche Cuvée Premier Cru Brut Blanc 0,75 l  nicht zusenden.  Achja, nach DSGVO-Regeln erklärst Du dich mit der Teilnahme natürlich einverstanden, dass im Gewinnfall Deine E-Mail und Anschrift zum Versand gespeichert werden. Alle anderen Daten verbleiben bei uns.

Und so erhöhst Du Deine Gewinnchance:  

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  • Like den Post zu diesem Gewinnspiel.
  • Verlinke unter dem Post jemanden, mit dem Du diesen Gewinn gern zusammen geniessen möchtest.

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird den Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 10.12.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen. Falls Du dann leider nicht gewonnen hast, kannst Du Dir natürlich dennoch gern noch eine schöne Flasche De Watère gönnen.

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und De Watère sagen „Prost!“.

Restaurants in München: Pfistermühle – Tradition mit Zukunft

Die Hofpfisterei ist die wohl bekannteste und beste Bäckereigruppe in München. Vom 16. Jahrhundert bis 1964 war die Bäckerei direkt im Herzen der Altstadt. Mittlerweile gehört der gesamte Block der Familie Inselkammer. Und diese hat in den letzten Jahren viel Geld investiert in die Modernisierung des Platzl Hotels und des Restaurants Pfistermühle. Wir haben das neue Konzept für Euch unter die Lupe genommen. In der Pfistermühle hat Tradition eine Zukunft.

Beeindruckend ist schon im Entrée die historische Eingangstür. Das Münchner Traditionsrestaurant eröffnete im vergangenen Jahr nach umfangreicher Renovierung und überrascht uns mit bester Küche. Bereits in dritter Generation verbinden Familie Inselkammer und ihr Team bayerische Gastlichkeit und traditionelle Stilelemente mit moderner Lebensart und neuester Technologie. Sanft und doch konsequent modernisierte die Familie zuerst die Lokale zum Platzl hin und schuf bereits im Jahr 2000 das Wirtshaus Ayinger. Dann folgte das Platzl Hotel und nun auch die Pfistermühle. Eine halbe Million Euro hat Peter Inselkammer in die Aufhübschung seiner Pfistermühle investiert. Heute steht am Platzl die Pfistermühle für gehobene bayerische Küche – Münchens einzig erhaltene Stadtmühle.

Und das Brot steht nach wie vor im Vordergrund in der Pfistermühle. Es gibt täglich frisch gebackenes Brot. Allerdings nicht mehr hausgebacken sondern von der Münchner Brotmanufaktur Schmidt. Und das ist richtig kross und köstlich! Und noch heute heißen die vier Stuben des Restaurants mit den alten Gewölbedecken deshalb „Raum Mühlstein“, „Raum Pfisterbach“, „Raum Erntekammer“ und „Raum Backstube“. Seit dem Umbau bezieht sich nun fast alles im Restaurant auf den Begriff Handwerk. Von der Inneneinrichtung und Dekoration bis hin zu den Lieferanten und der Arbeit in der Küche. 

Ein kleines Amuse Gueule zum Start in einen perfekten Abend.

Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer 

Als Vorspeise genossen wir: Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer | Zweierlei Schinken | geschrotetes Lieblingsbrot | Petersilien-Öl | Lauchkohle | Maldon Meersalz

Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter

Als Suppe kam eine Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter. 

Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano

Wir bekamen als Pastagang Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano. 

Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème |
geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce

Als Hauptgang begeisterte uns Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème | geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce. 

Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt

Wer erinnert sich noch an die Fernsehwerbung mit Joghurette? Die Pfistermühle hat ihre eigene Interpretation dieses Klassikers: Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt. 

Petit Fours

Bei der Auswahl aus der wirklich reichhaltigen und gar köstlichen Variation an Petit Fours war uns klar: Es entstand eine eine stimmige Symbiose aus Tradition und Zukunft, aus Altem und Neuem, aus echter Handwerkskunst, liebevoll gestaltete Details mit vielen Reminiszenzen an die vergangene Zeit als Getreide-Mühle. 

So wurde beispielsweise die ursprüngliche Wandvertäfelung aus alter Eiche erhalten, gelaugt und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den vier Stuben geben die kleinen Details ihren individuellen Charme: Alte Mehlsäcke wurden für die Leuchtenschirme verwendet; die Weinkühler und die dazu gehörigen Ständer aus gedengeltem Stahl sind Sonderanfertigungen von bayerischen Handwerkern. Die Holzknöpfe der aus Büffelhaut-Anilinleder bezogenen Sitzbänke sind antik, die eigens entworfenen Leuchten sind mit einem Juteband von der Decke abgehängt, das extra angefertigt und mit passenden Riemen und Haken versehen wurde.

Ein imposantes Weinregal mit edlen Kreszenzen! So eine Wand hätte ich auch gerne… 🙂 

Das Besondere bei den Weinen: Wir bekommen die edlen Weine glasweise aus der Magnum für 7 Euro. Das ist ein exzellenter Service, denn Weine reifen grundsätzlich wesentlich besser in den grossen Flaschen, wie etwa einer Magnum, als in den kleinen Flaschen. Und so bekommen die Gäste wahrlich nur allerfeinste Weine für vergleichsweise wenig Geld. So einen Service bekommt man heutzutage selten geboten. 

Fazit:

Wir haben bei unserem Menü viel Vergnügen und erkennen, dass in dem neu gestalteten Restaurant Pfistermühle die Tradition mit Zukunft wunderbar vermählt ist.

Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Restaurant Pfistermühle für die Einladung! 

Service:

Was die Anderen schreiben:

Restaurants in München: Emiko – Der feine Edel-Japaner

Sushi-Bars gibt es in München wie Sand am Meer. Asia-Imbisse gibt es vor allem rund um den Hauptbahnhof en masse. Doch mit echter japanischer Küche haben diese Läden nicht viel zu tun. Eines der besten japanischen Restaurants finden wir am Viktualienmarkt: das Emiko

In der Münchner Gastronomie gibt es ein paar wenige große Player, die mehrere zum Teil sehr unterschiedliche Lokale haben. Die ganz grossen kennt man in ganz Deutschland: Käfer und Kufler. In der Reihe dahinter kommen Rudi Kull und Albert Weinzierl, denen u.a. der Brenner Grill, die Bar Centrale, das Cortiina Hotel, die zwei Riva Pizzerias und die Grapes Weinbar gehören. Seit etwa 10 Jahren gehört auch das Louis Hotel am Viktualienmarkt dazu. In der ersten Etage des Louis Hotels hat sich seit einer kleinen Weile das Emiko etabliert. Der größte Clou des Restaurants vorab: Der Blick vom Emiko auf das gesamte Ensemble des Viktualienmarktes ist großartig. 

Die Inneneinrichtung hingegen ist wenig typisch-asiatisch. Die Atmosphäre ist ruhig, angenehm, in aller Hochwertigkeit schlicht und zurückhaltend. Warmes Licht, handgefertigte Holzsessel mit weichen Polstern, gedeckte Farben, runde Holztische, wenig Chi-chi. 

Das Emiko lebt nach dem Motto „Sharing is Caring“. In der Tradition moderner japanischer Esskultur wird Wert gelegt auf besondere Geschmackserlebnisse, perfekte handwerkliche Zubereitung und das Zusammenspiel der verschiedensten Aromen. Die Gerichte werden – ganz im Sinne des Sharing-Gedankens – in die Mitte des Tisches gestellt. Jeder kann alles probieren, zusammen diskutieren und einfach einen tollen gemeinsamen Abend zusammen feiern. Wir entschieden uns für das „Waiters Choice Menu“ für 2 Personen mit 8 Gängen und hatten einen grandiosen Abend, an dem wir Euch gern teilhaben lassen. Was hier mit Blick auf die Marktstandl an japanischer Küche geboten wird, lässt ahnen, warum Tokio inzwischen die Stadt mit den meisten Michelinsternen ist.

Die Speisekarte gliedert sich in drei Kategorien – japanische Haute Cuisine, Sushi und Sashimi sowie Steaks. Wobei gerade die Steakkarte eine Marktlücke in München füllt, denn was das Emiko an Rindfleisch aus Japan, Schottland, Argentinien und Bayern auffährt, ist doch eine ganz besondere Dimension.

Gebratene Lotuswurzel mit Cashewkernen

Schon die Vorspeisen überzeugen uns: die gebratene Lotuswurzel mit den Cashewkernen überrascht uns mit seiner köstlichen Textur… 

Gesalzene Sojabohnen = Edamame

… und auch die salzigen Edamame sind köstlich. 

Duett vom Label Rouge Lachs mit Mango und japanischem Chili

Die Kombination des Label Rouge Lachs mit der Süße der Mango und Schärfe der Chili, dazu noch ein paar Seealgen… köstlich und abwechslungsreich. 

Gegrillter Lauch im Ganzen serviert mit Miso – schwarzer Sesamsauce

Der angekokelt gegrillte Lauch mit schwarzer Miso geht voll auf die Umami-Richtung. Dieses Gericht erinnert mich sehr an die Calcotada aus Barcelona. 

Beef Tatar mir Sesam und Shiso

Ich bin ein absoluter Tatar-Fan und dieses Beef Tatar mit Sesam und Shiso war eine hervorragende, exzellente Abwechslung. 

Softshell Crab Roll auf Wasabicreme

Die anschliessende Softshell Crab Roll auf Wasabicreme war eine interessante, spannende Kombination durch das Spiel mit der feinen Schärfe des Dips, die robuste Konsistenz des Krebstieres und dem knusprig gebratenen essbaren Panzer.

Schweinebauchwürfel glasiert mit crispy Rettich Kinuta

Für Deutsche, vor allem für die Bayern ist Schweinebauch etwas alltägliches. Doch auch die Japaner können das – nur ganz anders und mit viel mehr Klasse als in Bayern. Diese Schweinebauchwürfel oder vielmehr : gleißende Fettklötzchen von einer solch buttrigen Konsistenz in Kombination mit dem Rettich sind besonders spannend.  

In Miso geschmortes Wagyu mit Rettich und japanischem Chili

Das in Miso geschmorte Wagyu ist Umami pur, ein Feuerwerk an verschiedenen Aromen. Auch wenn die Portion an Wagyu relativ klein ist, so ist es doch ein absoluter Hochgenuss dieses in Europa nach wie vor seltene Fleisch zu geniessen. 

Argentinisches Entrecôte auf dem Salzstein gegrillt, mit Ponzu und Kizami Wasabi

Als definitiver Hauptgang folgt ein wunderschön grosses Stück Argentinisches Entrecôte, perfekt rosa gegrillt und bereits vorgeschnitten, so dass es – wie sonst alles andere natürlich auch – ideal mit den Stäbchen gegessen werden kann. 

Perfekt gegrilltes Entrecôte
Dark Chocolate Brownie | Weisser Schokoladenkuchen mit Yuzu

Das Emiko ist das einzige lizensierte Restaurant in München, welches Kobe-Rind je nach Verfügbarkeit anbieten kann. Wer gerade 89 Euro für 100g übrig hat, darf das gerne mal ausprobieren. 

Das Emiko ist mittlerweile nicht nur für seine exzellente japanische Küche berühmt. Hier gibt es ebenfalls köstlichste Cocktails, sowie ein umfangreiches Frühstücksbüffet. Hier kommen auch Vegetarier und sogar Veganer durch die zahlreichen, hausgemachten veganen Köstlichkeiten vollkommen auf ihre Kosten. An der Emiko Bar werden eigens entwickelte und handwerklich hochwertige Cocktailkreationen gemixt. Die Signature Cocktails gehen auf die Aromen der asiatischen Küche ein und so werden zum Mixen der köstlichen Drinks Pflaumenwein, Mandarine, Zitronengras, Sake, Thaibasilikum, Litschi, Ingwer und Co, sowie hochwertigste Spirituosen verwendet. Und zum Lunch gibt es Bento-Boxen.

Fazit: 

Soweit wir das bisher beurteilen können ist das Emiko der beste Asiate Münchens – und wahrscheinlich auch bis zum Tegernsee. Dort kann es sich mit dem MIZU messen. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Käfer-Schänke – Der Klassiker

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Perfekter Imagewandel! Bei Käfer bekommt man alles, was aussergewöhnlich ist. So hiess es einst, so heisst es heute. Einst: Das waren alle möglichen exotischen Früchte wie Ananas, Papaya und Mango und andere Produkte von weit her. Heute: Das sind besonders gut handwerklich gemachte Lebensmittel rund um München, aus Bayern, aus dem Alpenraum. Einkaufen oder Essen – das war, ist und bleibt außergewöhnlich. 

Der Umbau? Gelungen! Seit Herbst 2013 präsentiert sich das Stammhaus des Käfer-Imperiums im zeitgeistigen Look: heller, frischer und moderner. Elegantes Grau als Leitfarbe, dazu dezente Akzente in Silbergrün und Käfer-Rot. Der Kamin und die offene Lounge schaffen eine angenehme Gemütlichkeit im grossen Restaurantraum. Moderne Kunst an den Wänden verleiht dem Traditionshaus eine urbane Note. Das Herzstück ist jedoch der offene Küchenbereich – eine appetitanregende Mischung aus heimischer Küche und dem Viktualienmarkt. In geflochtenen Körben sind Saisongemüse und frische Kräuter üppig dekoriert und animieren den Gast zum Dialog mit der Küche. Und diese Kräuter haben wir bei unserem vorigen Besuch auf der Terrasse im Innenhof gesehen. Käfer kauft nicht mehr von den Produzenten, die am Weitesten entfernt sind. Käfer kauft von denen, die gleich um die Ecke sind und ganz kleine Mengen produzieren. 

Vom Vater zum Sohn, von Gerd zu Michael, vom 20. zum 21. Jahrhundert: Ja, um weiter an der Spitze zu gehen muss man sich permanent verändern. Als ich noch – damals als Student für TST – Table Service Team – für Käfer Party Service gekellnert habe, da hat Gerd Käfer als Senior gesagt, was zu machen ist und sein Junior Michael stand daneben und hat wie ein Schulbub ausgeführt, was Papi gesagt hat. Ob das hinter den Kulissen immer so friedfertig abging, wage ich mal zu bestreiten. Sah nicht danach aus. Aber das war eben Alte Schule versus Moderne Zeiten. Und was der Papa sagt, das macht man dann eben… 

Michael Käfer hat das Imperium seines Vaters nun schon seit ein paar Jahren übernommen. Und er hat den Laden komplett umgekrempelt, seine eigene Linie entwickelt, die sehr gut zu den Modernen Zeiten passt. Früher war alles etwas Besonderes, das von ganz weit her gekommen ist und nicht wirklich alltäglich war. Heute? Da bekommen wir alles im Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, whatever. Alles ist Massenware geworden. Was ist das ganz besondere Lebensmittel? Die Prioritäten haben sich geändert. Wir empfinden heute, dass genau die Lebensmittel, die aus der Umgebung kommen, die von ganz kleinen Bauernhöfen kommen, aus einer kleinen Produktion ganz speziell, ganz besonders, und besonders edel sind. Die kleine Münchner Bäckerei, der Freisinger Garnelen-Züchter – das sind die heutigen Top-Zulieferer. Mehr darüber erzähle ich Euch im Artikel über das Käfer-Food-Blogger-Meeting

Die Farben des Restaurants? Weg von Beige und Braun, hin zu Grau und Dunkelrot. Bei Käfer will man dem Zeitgeist voraus sein. Vor allem die berühmten Stuben, aber auch das Bistro und die Fleischabteilung im Laden erstrahlen in modernem Glanz… Selbst die Fassade ist frisch geweißelt (statt wie vorher in zartem Lachston) und das neue Lieblingsgrau taucht an Fenstern, Türen und Blumenkästen auf.

Die Menükarte des klassischen Restaurants Käfer-Schänke? Bauernente, Steaks aus dem Reifeschrank oder der berühmte Hummertopf: In der Käfer-Schänke mitten in der Münchener Innenstadt sorgen Mike Emmerz und André Wöhner in der Küche für die feine Qualität der internationalen Gerichte, für die das Haus bekannt und beliebt ist. Und doch ist es typisch Bayern: Die Käfer-Schänke ist Tradition und Moderne, die Käfer-Schänke ist Laptop und Lederhosen. Warum? Das seht Ihr bei unserem Menü. 

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Der Klassiker schlechthin: Das Rindertatar. Das Moderne: Trüffelcrème und eine Kartoffelschnitte dazu. Für einen simplen Starter haben wir schon eine ordentliche Portion auf dem Teller. Geschmacklich einwandfrei. 

Hummereintopf mit ausgelöstem Hummerfleisch im Champagnersud,
Kräuter-Panaché und Blumenkohl

Der Hummereintopf war mal etwas anderes zum üblichen Hummer. Ein Töpfchen mit köstlichem Hummerfleisch in Champagnersud ist eine grossartige Kombination aus Fischgang und Süppchen. 

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g, perfekt gereift und perfekt Medium-rare auf dem Lavastein-Grill zubereitet. Und auch sonst einwandfrei. Mit Beilagen, mit Saucen, mit allem drum und dran.. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würden mir spätestens jetzt die Beine schwach werden… Dieses Kalbskarrée, diese Sauce, diese Qualität der Beilagen. Das Gemüse dazu ist köstlich und perfekt, aber hey, wir lieben das Fleisch! Saugut! 

Das Kalbskarrée ist nicht nur beim ersten optischen Anblick genau richtig. Der erste Schnitt: Das Fleisch ist perfekt rosa, saftig, genau à Point gebraten. 

Schokoladentraum von Valrhona

Göttlich leckeres Dessert: Der Schokoladentraum von Valrhona – Auf unserer Reise von Südfrankreich nach Deutschland sind wir eher durch Zufall durch den Heimatort von Valrhona gekommen. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir wohl einen oder gar zwei Tage rund um Valrhona und Hermitage zugebracht… Diese köstliche Mousse, diese herrlichen Petit Fours von Valrhona sind genau der göttlich süsse Abschluss nach einem wunderbaren Diner. Nun denn 🙂

Espresso und Petit Fours

Der edle Abschluss eines wunderbaren Abends in der Käfer-Schänke sind dann die Petit Fours und der Espresso. Alles kleine Häppchen, alles in der allerbesten Qualität, der höchsten Perfektion. Ein starker Espresso, süße Petit Fours – der perfekte Abschluss!

Die Käfer-Schänke ist nicht das moderne, hippe, coole Restaurant in München – aber es ist eines der klassischen, traditionellen und gut-münchnerischen Restaurants, die in dieser Stadt zum besseren Ton gehören. Die Käfer-Schänke ist mit Sicherheit kein Hidden Champion. Ganz im Gegenteil. Oder doch? Denn hier treffen sich die „Upper Tenthousand“ – doch in den 15  kleinen Séparées des Restaurants. Jede ist individuell dekoriert, trägt einen eigenen Namen und hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. In den kleinen und größeren Stuben, in denen Familien oder Gesellschaften ihre privaten Dinérs haben können, bleibt vieles unbeobachtet und ungehört. Perfekt also für geheime Geschäftsgespräche.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Shanes Restaurant – Überraschende Gute Laune Küche

Hidden Champion: Wenn dieser Begriff auf einen Münchner Koch zutrifft, dann auf Shane McMahon. Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland, seit 2009, also bald 10 Jahren führt er sein eigenes Restaurant. Die Location ist elegant, stylish und traumhaft gelegen: Im DERAG Living Hotel Prinzessin Elisabeth, direkt an der Isar.  Die erste Überraschung: Die Speisekarte.

Warum Shane McMahon weder im Michelin noch im Gault Millau Spitzenwertungen bekommt, erschliesst sich mir nicht. Seine Küche ist grandios, seine Lebensmittel sind von höchster Qualität und überall wird der eigene Geschmack bestens hervorgehoben. Shane ist ein Schüler von Bobby Bräuer und Hans Haas. Für ihn stehen die perfekten Zutaten im Mittelpunkt, darum herum Saucen und Zutaten, die dessen Geschmack hervorheben und umspielen, aber nicht erschlagen. 

Der doppelte Shane McMahon

Wer bei Shane einen Tisch reserviert, sollte gleich – so vorhanden – Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Wünsche bekannt geben. Denn bei Shane McMahon gibt es keine Speisekarte. Es gibt immer nur genau ein Menü. Natürlich gibt die Kühlkammer immer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten her und ein exzellenter Koch, wie Shane einer ist, der hat auch immer ein paar Alternativen zur Verfügung. Aber es gibt eben keine große Speisekarte. Ein Überraschungsmenü steht also vor uns. 

Rote Beete Mousse, Sumak Cous Cous, Tapioka Chip

Schon das Amuse Gueule stimmt uns auf den Abend ein. Shane McMahon ist bekannt für seine europäisch-asiatische Fusionküche, seine Gerichte, die er mit Raffinesse und Passion umsetzt. Für seine kulinarischen Kreationen holt er sich die Inspiration bei den täglichen Einkäufen am Markt. Die Großmarkthalle und der Schlachthof – beide liegen in unmittelbarer Nähe zum Restaurant. So haben der Küchenchef und sein Team die Chance, spontan zu sein und immer wieder Neues auszuprobieren. Was es bei Shane nicht gibt: Tiefkühlware und Konserven. Was es bei Shane gibt: nur frische Produkte, beste Qualität. Alles nach dem Motto: Just cook it!

Gepoppte Langusten, Kürbissalat, Avocado, Radicchio

Ein Spiel mit Aromen und Texturen ist dann auch schon die Vorspeise. Gemoppte Languste – einfach genial! Dazu der herbstliche, süssliche Kürbis und die leicht bittere, knackige Radicchio. Wunderbarer Einstieg! Dazu korrespondiert perfekt ein 2015er Mariana, Herdade du Rocim aus dem Alentejo.

Seeteufel unter der Blutwurstkruste, Champagnerkraut, Selleriepüree, Champagnerschaum

Auch die Kombination des schön festen Seeteufels mit dem crunchigen Blutwurst-Chip war grossartig. Im Glas brilliert dazu der 2012er Saunt-Aubin La Fontenotte von Marc Colin et ses Fils. 

Granatapfel Hagebutte Sorbet

Eine feine säuerlich-knusprige Erfrischung ist dann dieses Granatapfel-Hagebutte-Sorbet. 

Flanksteak vom Grill, Artischocken & Bohnengemüse, Pastinakenpüree

Shane ist Ire – und da darf ein Gang mit einem irischen Rind nicht fehlen. Hier ist es ein Flanksteak vom Grill mit herbstlichen Gemüsen wie Artischocken, Bohnengemüse und Pastinakenpüree. Diesen Gang flankiert ein 2013er Cascina Luisin Maggiur Barbera d’Alba. 

Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, Weisse Schokolade, marinierte Nektarinen

Der frische, fruchtige und leichte Abschluss kommt mit diesem Dessert: Einer Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, weisse Schokolade und marinierte Nektarinen. Das flüssige Gold im Glas ist die 2006er Auslese von Martin Pasler aus dem Burgenland. 

Der Weinschrank enthält einige beeindruckende Preziosen und erfüllt die Wünsche der Gäste mit Leichtigkeit.

Das Restaurant ist modern und eher nüchtern eingerichtet. Alles fokussiert sich auf die grandiose Küchenleistung, die perfekte Zubereitung der Lebensmittel. Shane McMahon hat nicht nur bei Bräuer und Haas gelernt, er hat seitdem einen grossartigen eigenen Stil entwickelt. Seine Küche macht gute Laune, jeder Gang des Überraschungsmenüs überrascht aufs Neue. Wie bereits erwähnt, Shanes Restaurant ist der wohl beste der Hidden Champions in München. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Bapas – Bayerische Küche häppchenweise geniessen

Weltweit sind Häppchen angesagt. Oder Fingerfood. Oder Sushi. Oder Tapas. Doch die deutsche Küche, vor allem die Bayerische Wirtshausküche ist berühmt für ihre großen Portionen, die mächtigen, kalorienreichen Gerichte. Fernab jeder Light-Food- oder Low-Carb-Philosophie. Im Bapas an der Münchner Leopoldstrasse geht das jetzt anders: Hier werden Bayerische Tapas serviert: eben Bapas. Der Name ist Programm. Es gibt von allem „a bissl was“.

Die Jungs vom Bapas hätten den Laden ja auch Bashi nenne können, klingt aber nicht so gut. Und Bapas klingt irgendwie lustig. Wie ein Franke, der mehrere Väter anspricht… 

Wiener Schnitzel vom Kalb, Kartoffelsalat, Preiselbeeren

Selbst der norddeutsche Fernsehkoch Steffen Henssler hat erkannt, dass „die bayerische Küche einen höheren Stellenwert als die norddeutsche“ hat.  Im Bapas werden bayerische Appetithäppchen zu Münchner Craftbier von Isarbräu kredenzt. Doch obwohl hier Wirtshausklassiker über den Tisch gehen, erinnern Konzept und Einrichtung so gar nicht an die klassischen Brauhäuser in der Innenstadt.

Lachstatar, Olivenöl, Zitrone

Das Motto des Restaurants steht auf einer Tafel über der Bar: „Liebling, ich habe das Essen geschrumpft.“ Die Idee dazu hatten die Betreiber Nicolaus Doerr (33) und Oliver Grober: Die beiden Münchner haben das ehemalige „Café Mauerer“ übernommen.

Nicolaus Doerr, Sebastian Kubary, Oliver Grober

Mit ihrer Idee wollen sie auch die etwas eingeschlafene Leopoldstraße wiederbeleben – beide haben mal zusammen in Schwabing gewohnt und wissen, dass die „Leo“ schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Lage ist genial. Das Bapas liegt zwischen Giselastraße und Münchner Freiheit. „Beim Tapasessen geht’s ums Teilen, Essen, Trinken, Reden und weil wir bayerisch am besten können, mussten es bayerische Tapas sein.“

Tafelspitzsalat, Kürbiskernöl, Mini-Brezn

„Das wichtigste am Tapas-Essen ist für uns das Kommunikative“, sagt Nicolaus. „Hier kommen Gruppen mit teilweise acht Leuten, sie teilen sich verschiedene Gerichte und reden bis zum späten Abend. Das ist schön zu sehen.“ Für das Küchenkonzept haben sich die Betreiber Unterstützung geholt: Daniel Schartner und Sebastian Kubary. Kubary bewies bereits im Berliner Hofbräuhaus sein Geschick für die bayerische Küche als er dort Küchenchef war. 

Lauwarmer Stremel-Lachs, Gurken-Spaghetti, Johannisbeer-Kren-Sahne

Sharing is Caring also. Je nach Lust, Appetit und Hunger bestellt sich jeder etwa 3 bis 8 Speisen, gleichzeitig oder nacheinander. Gerade mit Freunden zusammen ist der Tisch dann voll mit Töpfchen, Pfännchen und Schüsselchen. Und dann wird munter von allem etwas gegessen. 

Obatzter, Mini-Brezn

Das Konzept taugt nicht nur für eine Gruppe von Freunden, für verliebte Pärchen oder auch Business Meetings. Ich würde jederzeit mit ausländischen Touristen herkommen, die noch nichts von der bayerischen Küche wissen. Hier kann man mal locker eine kulinarische Rundreise durch Bayern machen. Von allem etwas und von allem nicht viel. Nach einem 8-Gänge-Menü ist man nicht vollgefressen – trotz der Kohlenhydrat-reichen bayerischen Küche. Und dann geht locker noch eine oder auch drei Portionen der Desserts rein. Meine weltbeste Mitesserin und ich teilten uns alle Gerichte partnerschaftlich – und kein einziges davon hat nicht geschmeckt, kein einziges war fehlerhaft. Im Gegenteil, sie waren alle perfekt, auf den Punkt und deutlich köstlicher als in so manchem traditionellen bayerischen Wirtshaus. 

Enten-Kroketten, rote Zwiebelmarmelade, Kerbel

Serviert wird nur beste lokale Qualität: Das Brot stammt von der Öko-Bäckerei Mauerer – die war zuvor drin, bzw. ist auch jetzt noch mit dem Bapas verbandelt – hochwertiges Fleisch von der Metzgerei Burr, die frischen Kuchen stammen von der Bäckerei Müller. Als Bier gibt es gezapftes Andechser vom Fass oder Tegernseer und Franziskaner sowie Isar Bier aus der Flasche. Dazu zahlreiche Gins und Fever Tree. 

Knusprig’s Wammerl, bayerisch Kraut, Mini-Semmelknödel

Das Bapas-Konzept kommt mit einem selbstbewussten Augenzwinkern daher. Innen gibt es in gemütlichem Ambiente 78 Plätze, auf der sonnigen Terrasse weitere 60 Außenplätze. Wer bayerisch-elegant speisen möchte, sollte hierher kommen. Schwarze Bar, bestückt mit teuer aussehenden Alkoholflaschen, dazu Designerlampen, schlichte Tische und weiche Stühle, an deren Lehnen die eine oder andere Designerhandtasche hängt. Ein Hauch von Münchner Schickeria liegt in der Luft. Allerdings nicht so, dass es unangenehm ist, nein, eher so, dass es Spaß macht.

Leberkas, Kartoffelsalat, Wachtelei

Einen kleinen Einblick gibt dies Video vom Kollegen Martin Schmitz / ganz-muenchen.de, der bei der Eröffnung dabei war – zu der wir zwar auch eingeladen, jedoch leider verhindert waren:

Bapas Salat
Daniels Buchteln …
… mit frischen Beeren
Schlosserbuam im Bierteigmantel in Rum eingelegt, Vanilleeis

Service:

Das schreiben die Anderen:

Le Gourmand Gewinnspiel: 2 Piper-Heidsieck Lipsticks zu gewinnen

Jung, stark, weiblich – und Witwe. Die Geschichte der großen Champagnerhäuser ist fast auch immer eine Geschichte der Witwen. Und auch der Erfolg von Piper-Heidsieck fußt auf der Geschichte einer jungen Witwe – und der Liebesgeschichte mit ihrem zweiten Mann. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat zwei Lipstick-Editionen mit Cuvée Brut für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit zum ersten Adventswochenende sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 03.12.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Schon immer wurde die Champagne geprägt von der Tatkraft, dem Mut und dem Erfindungsgeist der Champagnerwitwen – den so genannten „Veuves“. Zu Zeiten, wo normalerweise nur Männer das Sagen hatten, waren sie nicht nur verantwortlich für ein Heer von Angestellten und deren Familien, sondern sie förderten maßgeblich den weltweiten Ruf des berühmtesten Getränks aller Zeiten.

Wer hat nicht schon von Madame Clicquot Ponsardin, der Veuve Bollinger und der Witwe Louise Pommery gehört? Weitere berühmte Witwen waren Madame Roederer und die Veuve Perrier. Hinter jedem Namen steht nicht nur eine aufregende Frau, sondern auch eine ebenso dramatische Geschichte.

Die ruhmreiche Geschichte des Champagner-Hauses Piper-Heidsieck beginnt im Jahre 1785 mit der kühnen Vision eines gebürtigen protestantischen Westfalen. Florenz-Ludwig Heidsieck hatte nichts weniger im Sinn als einen Champagner zu keltern, der einer Königin würdig wäre. Nach Jahren unermüdlicher Arbeit hatte er sein Ziel erreicht: Frankreichs Regentin Marie-Antoinette war seiner Premium-Cuvée voll und ganz verfallen.

Als der Firmengründer Florenz-Ludwig Heidsieck 1828 starb, baute sein Neffe Christian Heidsieck gemeinsam mit Henri-Guillaume Piper, einem talentierten Mann mit enormem Geschäftssinn, die Champagner- Produktion gewaltig aus.

Christian Heidsieck verstarb unerwartet im Jahr 1835, was das Ende dieser Firma bedeutet hätte. Doch seine Witwe verliebte sich erneut – und zwar ganz unsterblich in den Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes Henri-Guillaume Piper. Und als Zeichen der Liebe vereinten sie ihre beiden Namen zu Piper-Heidsieck.

Der Strich zwischen den beiden Namen ist dabei nicht trennend sondern eben bindend. Im Französischen wird er „trait de séduction“, im Englischen „dash of seduction“ genannt. Die Franzosen lieben ja Wortspiele. Ein Bindestrich ist eigentlich ein „trait d’union“, hier wird er zum „Verführungsstrich“. Und im Englischen gibt es ein doppeltes Wortspiel, denn „dash“ kann nicht nur Strich sondern auch Spritzer bedeuten. So steht der Piper-Heidsieck im Marketingsprech also auch für den „Verführungs-Spritzer“.  Leider funktioniert diese Wortspielerei nicht im Deutschen. 

Dieses Jahr sorgt das Champagnerhaus Piper-Heidsieck zu den Feiertagen für eine Extraportion Sinnlichkeit: Die Geschenkbox in Form eines überdimensionierten Lippenstifts ist ein absoluter Eyecatcher und bringt zugleich als Champagnerkühler besonderen Glanz auf jede Dinnerparty. Die limitierte Lipstick-Edition ist in Deutschland seit Oktober im ausgesuchten Fachhandel erhältlich.

Der Lippenstift ist das ultimative Symbol für Weiblichkeit und Verführung. Ein Luxusartikel, der die Schönheit der Trägerin betont und ihre Stimmung und Persönlichkeit unterstreicht. Dieser Symbolik bedient sich das Champagnerhaus Piper-Heidsieck in diesem Jahr für einen ganz besonderen Hingucker: eine Geschenkbox in glänzender Lipstick-Optik, erhältlich in Gold und Scharlachrot oder in Gold und Pink. Der knallrote XXL-Lippenstift enthält eine Flasche Cuvée Brut, die pinkfarbene Variante eine Flasche Rosé Sauvage. Der Clou: Beide Lipsticks fungieren gleichzeitig als Kühler, die den Champagner bei bester Trinktemperatur halten! Der Lippenstift ist also nicht nur eine billige Geschenkverpackung, die anschliessend in den Müll fliegt. Sie kann beliebig oft – natürlich am besten immer mit Piper-Heidsieck – befüllt werden. So findet dieser coole Kühler bestimmt in so mancher Wohnung seinen Lieblingsplatz. 

Die Cuvée Brut, der Kern der außergewöhnlichen Champagnerhülle in Rot, ist die erfolgreiche Signature Cuvée von Piper-Heidsieck, die mit ihrer Mischung aus 100 Crus perfekt die facettenreiche Aromenvielfalt der Champagne repräsentiert. Der Rosé Sauvage, Star des pinkfarbenen Lipsticks, ist eine strukturierte Cuvée, die durch den ungewöhnlich hohen Rotwein-Anteil an großartiger Persönlichkeit gewinnt. Eine Assemblage aus mindestens fünf ausgewählten Lagen, die repräsentativ für die reiche Vielfalt der Champagne stehen.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:
In welchem Jahr haben die Witwe Heidsieck und Henri-Guillaume Piper geheiratet?

Mein Tipp: Auf der Webseite von Pieper-Heidsieck werdet Ihr mit Sicherheit unter dem Link zur Geschichte schnell fündig!

Bitte sendet die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teilt mir dabei Eure Anschrift und E-Mail mit, sonst können Euch die Lipsticks nicht zugesandt werden.  Achja, nach DSGVO-Regeln erklärt Ihr Euch mit der Teilnahme natürlich einverstanden, dass im Gewinnfall Eure E-Mail und Anschrift an die Partneragentur weitergeleitet wird. Alle anderen Daten verbleiben bei mir. Als Fan meiner Facebook-Fanpage könnte sich Deine Gewinnchance erhöhen… 

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 2 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 03.12.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls ihr dann leider nicht gewonnen habt, könnt Ihr natürlich dennoch gern Euch eine schöne Flasche Piper-Heidsieck gönnen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und Piper-Heidsieck sagen „Prost!“.

Restaurants in München: Colette – Tim Raue interpretiert Frankreich asiatisch

Ein typisch französisches Bistro – auf den ersten Blick. Eine exzellente Pariser Brasserie – auf den zweiten Blick. Doch erst beim dritten Blick, beim genaueren Hinschauen und Kosten erkennen wir die großartige Kombination von Frankreich und Asien – kreiert von Tim Raue. Ein Besuch in der Brasserie Colette in München. 

Seit Dezember 2015 ist der Berliner Sternekoch Tim Raue auch in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Lokal vertreten. Im Glockenbachviertel befindet sich die Brasserie Colette Tim Raue, ein Restaurant-­Konzept, für das Raue von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert wurde. Das Restaurant mit seinem französischen Charme hat sich mittlerweile etabliert und gilt vielen als ein gastronomischer Hotspot in der Stadt. Wir waren bereits zur Eröffnungsparty eingeladen. Alles, was in der Gastronomie Rang und Namen hat, war vor Ort und Tim Raue sprang locker auf den Tresen und hielt seine Eröffnungsrede von oben. Damals war das Lokal rappelvoll, leckere Häppchen wurden rumgereicht und ich verbrachte ein paar nette Stunden. Zeit also, die Brasserie Colette auch kulinarisch unter die Lupe zu nehmen.

Die operative Umsetzung liegt in der Hand von Raues langjährigem Begleiter Steve Karlsch. 

Tim Raue verrät uns seine Gründungsidee für die Brasserien: Für das Tertianum versieht er französische Cuisine mit seiner typischen Handschrift und etabliert eine Wohlfühlküche, die jung und alt gleichermaßen anspricht, traditionelle Elemente urban neuinterpretiert und kulinarisch einfach zu verstehen ist. Das Colette erfreut sich so gerade in den Wintermonaten einer großen Beliebtheit für Essen in familiären Runden. Tim Raue freut sich über sein Publikum: „Ich finde es schön, dass in den Brasserien verschiedenste Generationen aufeinandertreffen. Das spricht für unser ausgewogenes Konzept auf gehobenem Niveau.“

Für die Bewohnerrestaurants wird dieses Konzept leicht abgewandelt. Tim Raue und der kulinarische Direktor des Tertianums Steve Karlsch arbeiten in sehr enger Abstimmung miteinander, um den hohen kulinarischen Anspruch an die tägliche Küche zu gewährleisten. Gerade in der Weihnachtszeit legt Steve Karlsch besonderen Wert darauf, die Bewohner rundum zu verwöhnen. „Wir greifen traditionelle Themen auf und geben uns besondere Mühe, jeden Tag mit gesunden und hochwertigen Menüs kleine Highligts zu setzen.“

Entenleberterrine, Röstbrot, eingemachte Früchte, Frisée

Wer wie Gott in Frankreich speisen möchte, muss nicht zwingend nach Paris oder in die Provence fahren. Das klassische französisches Brasserie-Konzept wurde neu interpretiert und bietet eine echte Wohlfühl-Küche mit sowohl traditionellen Elementen als auch kulinarischer Leichtigkeit und ist somit der ideale Treffpunkt für all jene, die die französische Küche kennenlernen möchten. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Colette-Karte nicht nur klassische französische Gerichte wie Coq au vin oder Thunfisch Niçoise findet, sondern auch tolle neue Kreationen wie Rote Beete mit Jalapeno. Aber auch regionale Klassiker wie Spanferkel findet man auf der Karte, jedoch mit einem Hauch Extravaganz und neuen und überraschenden Kompositionen.

Salat Nizza, Thunfischsashimi, grüne Bohnen und Sardellenmayo

Doch auch die französischen Klassiker hat Tim Raue modern asiatisch interpretiert. Statt Thunfisch aus der Dose gibt es Thunfisch-Sashimi von der allerbesten Güte, das hartgekochte Ei ist von der Wachtel, die Sardellen befinden in der hausgemachten Sardellenmayonnaise, die grünen Bohnen sind knickfrisch, die Kartoffeln sind knackige Chips und auch die Mini-Tomate überrascht mit ihrer Textur. 

Pot au Feu de la Mer, Safran, Koriander, Knoblauch

Kabeljau, Vinaigrette mit Kapern und Estragon

Apfeltarte Chasseur, Karamell, Vanilleeis

Crème Brulée

Dass die Brasserie-Küche von Tim Raue außergewöhnlich gut ist, haben auch die Gourmetguides entdeckt. So gibt der Gault Millau 2018 schöne 14 Punkte und der Guide Michelin verleiht den Bib Gourmand, ein Zeichen für exzellente, sorgfältig zubereitete und preiswerte Küche. 

Wer noch Zweifel haben sollte, wird spätestens beim Betreten der Räumlichkeiten überstimmt, denn das tolle und elegante Interior-Konzept der Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek spricht für sich und lässt den Brasserie-Gedanken vollends aufleben. Das Ambiente ist sehr intim mit viel Holz und gedeckten Farben. Man sitzt auf mit Leder bezogenen Bänken, traditionellen Bistro-Stühlen oder auf Holzsitzen, die vor langer Zeit in einem französischen Zugabteil montiert waren.

Und der Name Colette? „Das ist eine Hommage an Madame Colette“, erklärt Raue. „Die hatte einen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bei Bordeaux. Dort habe ich den perfekten Crêpe gegessen: mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis. Süß, salzig und cremig zugleich, und für immer in meinem kulinarischen Gedächtnis.“ Ehrensache, dass ein solcher Crêpe Colette unter den Desserts eine Sonderstellung einnimmt.

Tim Raue expandiert. Derzeit gibt es die Brasserie Colette in Berlin, München und Konstanz – jeweils in den Häusern der Tertianum Residenzen. Doch sind Tim Raue, Steve Karlsch und das Team offen für neue Locations. Die kleine Gruppe soll also wachsen, aber langsam. 

Herzlichen Dank an die Brasserie Colette für diesen köstlichen und informativen Lunch! 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Amuse Bouche: „Perlmutt“ Austermousse, Champagner, Algen von Jan Hartwig

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Entrée: Gefüllte Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini Aubergine, Thymian Vinaigrette

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Main Course: Rosa gebratenes Rinderfilet mit Hawaiianischem Kartoffelgratin, Gemüse aus dem Wok

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Dessertvariation: Tiramisu von der Brombeere, Bayrisch Crème mit Zwetschgen Kompott

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Churchills Dry White Port, Rotes 10 Years Infanta Isabel, Courvoisier VSOP, Hennesy XO

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

Bayerischer Kartoffelkalender 2019: Die Bayerische kARToffel

Die tolle Knolle wird zum Kunstobjekt. Und zum Kalender. Zum Kartoffelkalender. Denn statt halbnackten Mädchen in aufreizenden Posen, statt des schon fast traditionellen Pin-up-Kalenders „Heiße Kartoffel“ gibt es jetzt den Kunstkalender 2019. Nach fünf Jahren „Sex Sells“ geht die Marketing-Initiative „Bayerische Kartoffel“ neue Wege. 

Der Launch des Kalenders 2019 wurde bereits mit Spannung erwartet. Während die Kalenderedition „Heiße Kartoffel“ bislang auf nackte Haut und Augenzwinkernde Erotik am Arbeitsplatz setzte, bekommen die Darsteller in der Neuauflage 2019 ein kunstvolles Gewand.

Die Marketing-Initiative hebt den Kalender mit „bayerische kARToffel“ in eine neue künstlerische Dimension. Mit Hilfe des kunstsinnigen Profi-Fotografen Dominik Parzinger und eines Beamers verschmelzen die jungen Damen und Herren förmlich mit einem Motiv aus der Kartoffelszene. Das Ergebnis, 13 künstlerisch verfremdete Bilder, lässt sich sehen. Die Models tragen mit den Motiven aus der Kartoffelbranche ihre Heimat gewissermaßen auf der Haut – und machen aus der„Heißen Kartoffel“ einen coolen Kalender mit künstlerischem Anspruch. Mit dem revolutionären Refresh „bayerische kARToffel“ beweist die Marketing-Initiative Mut zur Veränderung und zeigt, dass eine große Stärke der Knolle in ihrer Vielseitigkeit liegt.

Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir wollten einfach mal nach fünf Jahren neue Wege gehen und das Produkt neu, moderner aufziehen. Wichtig war uns bei dem Relaunch, das wir unserer Philosophie treu bleiben. Alle haben einen direkten Bezug zur Knolle oder stammen sogar von einem Hof mit Kartoffelerzeugung.“

In einem dunklen Raum werden mittels eines Beamers Fotos von Kartoffelpflanzen, von Knollen oder von einem Kartoffelacker direkt auf den Körper des Models und auf die Leinwand dahinter projiziert. Das Ziel sei „ein cooler Kalender mit künstlerischem Anspruch“, wie es in der Ankündigung heißt. Passend dazu hat die Aktion den Namen „Heiße Kartoffel“ abgelegt und firmiert nun als „bayerische kARToffel“.

Dies Video von unseren Kollegen von ganz-muenchen.de gibt einen kleinen Einblick in die Veranstaltung:

Den Spaß können wir Journalisten uns natürlich nicht nehmen lassen und haben ebenfalls die Gelegenheit, Bilder von uns zu machen, auf denen Kartoffelmotive auf uns projiziert werden. 

Die Models 2019 im Überblick:

  • Titelbild: Annika Flamensbeck (Habertshausen)
  • Januar: Ramona Glöckl (Karlshuld)
  • Februar: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • März:  Johannes Westner (Kühbach/Haslangkreit)
  • April: Martina Maurer (Pömbach)
  • Mai: Christine Karrer (Erding)
  • Juni: Christina Lanzl (Weichering)
  • Juli: Julia Feigl (Hagenhill)
  • August: Freddy Killensberger (Wortelstetten)
  • September: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • Oktober: Anna Weigelt (Pflugdorf)
  • November: Philip Killensberger (Wortelstetten)
  • Dezember: Annika Flamensbeck (Habertshausen)

Das Kunstwerk ist mit hochwertiger Spiralbindung im Format DIN A 3 zum Preis von 15 Euro erhältlich. Die „kARToffel“ ist ein Projekt der Bayerischen Kartoffelanbauer und ihrer Vermarkter.

Buchtipp:

Service:

Qube Heidelberg: Fusion-Küche zum Verlieben

Eine großartige Location für Verliebte, Verlobte, Verheiratete oder auch First Dates. Und auch für Geniesser wie uns. Natürlich auch für Geschäftsleute, denn das Qube Hotel ist für Stadturlaub wie für Businessgäste gedacht. 

Die Küche bietet eine spannende Fusion von regionalen Genüssen – bei unserem Besuch zur Spargelzeit – in Verbindung mit französischen, italienischen, spanischen und asiatischen Einflüssen. 

Wir entschieden uns für:

Bunter Spargelsalat mit Erdbeeren in Orangendressing und gegrilltem Ziegenkäse

Sous Vide gegarter Lachs, Kokos-Orangen-Chili-Salsa mit schwarzem Reis

Sorbetvariation mit Urkarotte-Guave in Ginger Beer, Erdbeer-Minz in Lavendellimonade und Zitrone in Basilikumlimonade

Der Spargelsalat mit dem warmen Ziegenkäse war ein Gedicht. Der Lachs war auf den Punkt gegart, innen noch gerade angenehm rosa – für mich persönlich hätte die Garzeit auch ein wenig kürzer sein können, aber das ist Geschmacksache. Und die Sorbetvariation war eine spannende neue Erfahrung – mal was neues. Vor allem ein Sorbet aus Urkarotte ist schon sehr speziell. 

Die Speisekarte bietet bei unserem Besuch noch einige andere köstliche Verführungen auf. Allein schon beim nachträglichen Lesen der Gerichte wie Gebratenem Oktopus, Zweierlei von der Entenleber bei den Vorspeisen oder Hummer und Jakobsmuscheln auf Krustentierbéarnaise sowie einem rosa gegrillten Lammkarree fliesst uns wieder das Wasser im Munde zusammen. 

Ein sehr schönes Restaurant, ein perfekter, zuvorkommender und sehr informativer, gut geschulter Service. Herzlichen Dank für alles, wir hatten eine wunderschöne Zeit in diesem Restaurant! Wir kommen sehr gern wieder! Das Restaurant sieht auf unserem Foto leer aus – das liegt aber an meiner bewusst gewählten Perspektive und an der späten Uhrzeit des Bildes.  

Service: 

Gault&Millau Deutschland 2019: Das sind die Gewinner

Die Feinschmecker, die Köche und Kellner, die Hoteldirektoren und auch die Investoren – denn ohne die geht es ja nicht mehr – warten auf die Sterne, Kochmützen und Punkte. In diesem Jahr liegt der Vorteil klar beim Gault & Millau, der seine Kochmützen und Punkte nächste Woche bekannt gibt. Der Guide Michelin hat seine Sternepräsentation auf den Anfang nächsten Jahres verlegt. Wir verraten Euch heute und hier exklusiv Deutschlands beste Restaurants!

Und ja, das Bild oben ist erstmal ein Platzhalter. Denn mir liegt die Ausgabe noch nicht direkt gedruckt vor und auf der Webseite von Gault&Millau gibt es auch noch keine aktuellen Bilder… Das Bild oben ist aus der BMW Welt von der Pressekonferenz des Gault&Millau Deutschland 2018. Mit Sicherheit haben die Kollegen beim Bobby Bräuer exzellent gespeist. Ich war leider nicht dabei. 

Bester Deutscher Koch im Ausland: 

  • Peter Knogl, Cheval Blanc, Basel, 19 Punkte

Gault & Millau Koch des Jahres: 

  • Johannes King und Jan Philipp Berner, Söl’ring Hof, Rantum auf Sylt, 18 Punkte

Gault & Millau Gastgeber des Jahres:

  • Nils Blümke,  Francais, Frankfurt

Gault & Millau Aufsteiger des Jahres:

  • Daniel Schimkowitsch,  L.A. Jordan, Deidesheim

Gault & Millau Sommelière 2019

  • Stephanie Hehn,  Lakeside, Hamburg

Gault & Millau Pâtissier des Jahres

  • Tatsuya Shimizu, Steinheuers, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Gault & Millau 19,5 Punkte

  • Schwarzwaldstube, Baiersbronn
  • Vendôme, Bergisch Gladbach
  •  Restaurant Tim Raue, Berlin
  •  Victor’s Fine Dining by Christian Bau, Perl
  •  Althoff Seehotel Überfahrt, Rottach-Egern
  •  GästeHaus Klaus Erfort, Saarbrücken
  •  Waldhotel Sonnora, Wittlich
  •  Aqua Restaurant, Wolfsburg

Gault & Millau 19 Punkte

  •  Hotel Bareiss im Schwarzwald, Baiersbronn
  • Restaurant Haerlin,  Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg 
  • Falco, Leipzig
  • Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“, Bad Neuenahr-Ahrweiler 

Gault & Millau 18 Punkte

  • Gourmet Restaurant Friedrich Franz, Bad Doberan
  • Restaurant FACIL, Berlin
  • Restaurant HORVÁTH, Berlin
  • Lorenz Adlon Esszimmer, Berlin
  • Restaurant reinstoff, Berlin
  • Hotel & Restaurant Ole Deele, Burgwedel
  • L.A. Jordan, Deidesheim
  • Luce d’Oro im Schloss Elmau
  • Restaurant Lafleur, Frankfurt/Main
  • Restaurant Schwarzenstein, Geisenheim
  • Meierei Dirk Luther, Glücksburg
  • The Table Kevin Fehling, Hamburg
  • Le Moissonnier, Köln
  • Restaurant Ophelia, Konstanz
  • Restaurant OPUS V, Mannheim
  • Jan Hartwig – Restaurant Atelier, München
  • EssZimmer, München
  • Hotel Königshof München by Geisel, München
  • Restaurant Tantris, München
  • Werneckhof by Geisel, München
  • Rüssels Landhaus, Naurath/Wald
  • Essigbrätlein In Nürnberg
  • hotel.restaurant.weinhaus.schanz, Piesport
  • Bodendorf’s restaurant, Sylt
  • Söl’ring Hof, Sylt
  • BECKERS Hotel & Restaurant Trier
  • Courtier Restaurant, Wangels

Gault & Millau 17 Punkte

  • La Becasse, Aachen- Gourmet, Aachen
  •  Residenz Heinz Winkler in Aschau
  • PURS Restaurant, Andernach
  • St. Andreas, Aue- Keilings, Bad Bentheim
  • Schlossberg, Baiersbronn
  • Restaurant einsunternull Berlin Mitte
  • Sonja Frühsammer, Berlin
  • Hugos Restaurant, Berlin
  • Rutz, Berlin
  • VOLT Restaurant, Berlin
  • Halbedels gasthaus, Bonn
  • Yunico, Bonn
  • Ostseelounge, Dierhagen/Darß
  • Bean & Beluga, Dresden
  • Caroussel, Dresden
  • Nagaya, Düsseldorf
  • Landhaus Feckl, Ehingen
  • Merkles, Endingen
  • Klassenzimmer, Feldberges Seenlandschaft
  • Francais, Frankfurt/Main
  • Tiger Gourmetrestaurant, Frankfurt/Main
  • Schillingshof, Friedland
  • Jacobs, Hamburg
  • Lakeside, Hamburg- Piment, Hamburg
  • Seven Seas, Hamburg
  • Die Insel, Hannover
  • Titus, Hannover
  • Le Gourmet, Heidelberg
  • Sosein, Heroldsberg
  • Kilian Stuba, Kleinwalsertal
  • Maitre, Köln
  • Maximilian Lorenz, Köln
  • Adler, Lahr
  • Stadtpfeiffer, Leipzig
  • 360°, Limburg
  • Casala, Meersburg
  • Alois, München
  • Les Deux, München
  • Restaurant Pageou, München
  • Schuhbeck Fine Dining, München
  • Obendorfers Restaurant Eisvogel, Neuburg vorm Wald
  • Zur Post, Odenthal
  • Falconera, Öhningen
  • Le Cerf, Öhringen
  • Balthasar, Paderborn
  • Gut Lärchenhof, Pulheim
  • Der Butt, Rostock
  • Ammolite, Rust
  • Eisenbahn, Schwäbisch Hall
  • Jungborn, Bad Sobernheim
  • Die Zirbelstube, Stuttgart
  • Hirschen, Sulzburg
  • Berlins Krone, Bad Teinach
  • Orangerie, Timmendorf Strand
  • Haus Stemberg anno 1864, Velbert
  • Schwarzer Adler, Vogtsburg
  • Landhaus Köpp, Xanten
  • Restaurant Apicius, Bad Zwischenahn

Gault & Millau 16 Punkte

  • Le Jardin de France, Baden-Baden
  • Bauernstube, Baiersbronn
  • Kaminstube, Baiersbronn
  • Köhlerstube, Baiersbronn
  • Le Ciel, Berchtesgaden
  • Am Steinplatz, Berlin
  • Bandol sur Mer, Berlin
  • Cookies Cream, Berlin
  • Ernst, Berlin
  • Golvet, Berlin
  • Nobelhart & Schmutzig, Berlin
  • Pauly Saal, Berlin
  • Richard, Berlin
  • Skykitchen, Berlin
  • Speiselokal „tulus lotrek“, Berlin
  • Maerz, Bietigheim-Bissingen
  • Wild X Berg, Birkenau
  • Barrique, Blieskastel
  • Kaspars, Bonn
  • Das Alte Haus, Braunschweig
  • Das kleine Lokal, Bremen
  • Landhaus Rössle, Bretzfeld
  • 17Fuffzig, Burg/Spreewald
  • Gasthaus Lege, Burgwedel
  • Navigare NSBhotel N° 4, Buxtehude
  • Palio, Celle- Sterneck, Cuxhaven
  • Schwarzer Hahn, Deidesheim
  • Rebstock Stube, Denzlingen
  • Rosin, Dorsten
  • Palmgarden, Dortmund
  • Akazienhof, Duisburg
  • Wilder Ritter, Durbach
  • Berens am Kai, Düsseldorf
  • Fritze Frau Franz, Düsseldorf
  • Im Schiffchen bei Enzo, Düsseldorf
  • Nenio, Düsseldorf
  • Tafelspitz 1876, Düsseldorf
  • Hannappel, Düsseldorf
  • La Grappa, Essen
  • Erbprinz, Ettlingen
  • Bembergs Häuschen, Euskirchen
  • Oettingers, Fellbach
  • Goldener Hahn, Finsterwalde
  • Philipp Soldan, Frankenberg
  • Carmelo Greco, Franfurt/Main
  • Ernos Bistro, Frankfurt/Main
  • Gustav, Frankfurt/Main
  • Lohninger, Frankfurt/Main
  • Villa Merton, Frankfurt/Main
  • Wolfshöhle, Freiburg
  • Genießer Stube, Friedland
  • Eckert, Grenzach-Wyhlen
  • Anna Sgroi, Hamburg
  • Bianc, Hamburg
  • Landhaus Scherrer, Hamburg
  • Trüffelschwein, Hamburg
  • Weinbasis, Hannover
  • Scharffs Schlossweinstube Im Heidelberger Schloss, Heidelberg
  • Gourmetrestaurant Dirk Maus, Heidesheim
  • St. Jacques, Heinsberg
  • L’étable, Bad Hersfeld
  • Schellers, Bad Homburg
  • Rabenstube, Horben
  • Scala, Jena
  • Helbigs Gasthaus, Johannesberg
  • Intense, Kallstadt
  • Sein, Karlsruhe
  • Christians, Kirchdorf
  • Laudensacks Parkhotel, Bad Kissingen
  • Da Vinci, Koblenz
  • Schillers, Koblenz
  • Alfredo, Köln
  • La Société, Köln
  • Ox & Klee, Köln
  • Pure White, Köln
  • Taku, Köln
  • San Martino Gourmet, Konstanz
  • Storchen, Bad Krozingen
  • Raubs Landgasthof, Kuppenheim
  • Gasthof zum Bad, Langenau
  • Keidenzeller Hof, Langenzenn
  • Buddenbrooks, Lübeck
  • Atable, Ludwigshafen
  • Favorite, Mainz
  • Dobler’s, Mannheim
  • Emma Wolf Since 1920, Mannheim
  • Le Corange, Mannheim
  • Marly, Mannheim
  • Kurlbaum, Moers
  • Amtskeller, Mulfingen
  • Am Kamin, Mühlheim an der Ruhr
  • Acetaia München
  • Restaurant Huber, München
  • JIN Restaurant, München
  • Tian München
  • experience taste
  • Landgasthof Poststuben, Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Le Temple, Neuhütten
  • Moro, Neustadt an der Weinstraße
  • Urgestein, Neustadt an der Weinstraße
  • Klostermanns Le Gourmet, Niederkassel
  • Novalis, Nörten-Hardenberg
  • Wonka, Nürnberg
  • Würzhaus, Nürnberg
  • Schlössl, Oberotterbach
  • Das Maximilians, Oberstdorf
  • Ess Atelier Strauss, Oberstdorf
  • Schaumahl, Offenbach
  • Silberdistel, Ofterschwang
  • Le Pavillon, Bad Petersthal
  • Zehners Stube, Pfaffenweiler
  • Villa Hammerschmiede, Pfinztal
  • Falkenstein, Pfronten- Huberwirt, Pleiskirchen
  • Friedrich Wilhelm, Potsdam
  • Kochzimmer, Potsdam
  • Atelier Sanssouci, Radebeul
  • Storstad, Regensburg
  • Ballebäuschen, Reichshof
  • Heldmann, Remscheid
  • Reuter, Rheda-Wiedenbrück
  • Gourmetrestaurant Dichterstub’n, Rottach-Egern
  • Freustil, Rügen
  • Louis, Saarlouis
  • Genuss-Apotheke, Bad Säckingen
  • Fallert, Sasbachwalden
  • Juwel, Schirgiswalde-Kirschgau
  • Hofstube, Schmallenberg
  • Rebers Pflug, Schwäbisch Hall
  • Weinhaus Uhle, Schwerin
  • Kaspers im Kapellenhof, Selzen
  • Philipp, Sommerhausen
  • Gourmet, St. Wendel
  • Torschreiberhaus, Stadthagen
  • Le Val d’Or, Stromberg
  • Délice, Stuttgart
  • Olivo restaurant, Stuttgart
  • Top Air, Stuttgart
  • Wielandshöhe, Stuttgart
  • Yosh, Stuttgart
  • Hardy’s, Sylt
  • JM, Sylt
  • Wein- und Tafelhaus, Trittenheim
  • Seehalde, Uhldingen-Mühlhofen
  • Siedepunkt, Ulm
  • O’Room, Usedom
  • Lamm Rosswag, Vaihingen an der Enz
  • Schwitzers, Waldbronn
  • Restaurant Johanns, Waldkirchen
  • Landwerk, Wallerfangen
  • Laurentius, Weikersheim
  • Gourmetrestaurant im Walk’schen Haus, Weingarten
  • Ente, Wiesbaden
  • Gourmetrestaurant Alexander Herrmann, Wirsberg
  • La Fontaine, Wolfsburg

Wir gratulieren allen Köchen und Kellnern, allen Beteiligen an diesem jeweils individuell großartigen Erfolg! 

Und wir wünschen allen Gastronomen und Hoteliers gut belegte Tische und gut gefüllte Zimmer, auf dass sich diese exzellente Arbeit auch lohnt!

Wir freuen uns, wenn Ihr hier gleich den Gault & Millau kauft. Das ist für Euch nicht teurer. Aber über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich ein paar Cent zur Finanzierung dieser Seite mit. Danke!

Service:

NYX Hotel München: Zu Gast bei der Göttin der Nacht

Und wieder eine neue Hotelmarke in Deutschland: Mit dem NYX Hotel München hat kürzlich das erste Haus einer neuen Hotelmarke eröffnet. Die NYX Hotels sind die neue Lifestyle Marke der Leonardo Hotels. Die Hotelgruppe von David Fattal expandiert in neue Märkte.  Wir waren bei der Hoteleröffnung dabei.

Der Stadtteil Obersendling ist mit Sicherheit nicht Münchens erste Adresse. Doch sollte die Location des neuen NYX Hotel München nicht täuschen. Genau gegenüber steht das Schwesterhotel Leonardo Hotel Munich City South. Außerdem stehen allein an dieser Straßenecke Hofmannstr./Zielstattstr. noch ein paar andere Hotels. Die Zielgruppe ist hier nicht in erster Linie der Urlauber. Rund um die Hofmannstrasse war bis vor wenigen Jahren noch ein grosses Siemens-Betriebsgelände. Mittlerweile sind dort viele andere Unternehmen entstanden, außerdem wurden neue Wohnviertel hochgezogen. Und auch die Nähe zur Innenstadt täuscht. Die Verkehrsanbindung an Bus und U-Bahn ist sehr gut. Doch warum sollte ein Gast in das NYX und nicht etwa in das Leonardo Hotel gegenüber? Was macht das Haus so speziell?

Daniel Roger,  Managing Director Fattal Hotels Europe & UK, führte uns zur Begrüßung kurz in die Geschichte der israelischen Hotelgruppe ein. Das NYX Hotel Munich ist bereits das 50. Hotel der Gruppe in Deutschland. Erst 2003 hatte David Fattal 20 Häuser der Queens Gruppe übernommen und diese Gruppe nach einem einzelnen Hotel in Nürnberg benannt. Mittlerweile haben die Leonardo Hotels schon 32.000 Zimmer weltweit. Das Ziel der Gruppe ist es, bald 200 Häuser zu betreiben.

Die Lifestyle-Marke NYX entwickeln die Leonardo Hotels zusammen mit Künstlern und Designern. In Tel Aviv, Prag und Madrid stehen bereits die ersten NYX Hotels. 

Yoram Biton, Managing Director Central Europe, führt aus, dass die Leonardo Hotels in München langsam gewachsen seien. Das erste Hotel habe die Gruppe kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Nähe vom Hauptbahnhof eröffnet. Dabei habe das Management das Potential der Stadt München erkannt. Allerdings sei es derzeit schwer, in München fähige und gute Mitarbeiter zu finden. Auch weil in den letzten Jahren etwa 20 – 30 andere Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet hätten. 

Jan Heringa, Pre-Opening Manager und Brand Manager der NYX Hotels, spricht anschliessend für das Hotel selbst. Er hat 2016 bereits das Leonardo Hotel gegenüber eröffnet. Jetzt hat die Gruppe elf Häuser in der Stadt. Damit die Münchner nicht durcheinander kommen bei so vielen Leonardo Hotels, habe man sich entschieden jetzt die Marke NYX an dieser Stelle zu positionieren. 

NYX steht dabei für die Göttin der Nacht. Das Hans im Glück, das Restaurant der Münchner Burger-Kette, das sich ebenfalls im Haus befindet, dient zur Stärkung vor der Nacht. Das NYX Hotel Munich soll Leute mit Interesse an Nightlife und Lifestyle ansprechen. Die Marke soll für Wohlfühlen stehen, für ein angenehmes Erlebnis. Das nächste Projekt ist die Umwandlung des Wyndham Hotels Mannheim zum NYX Mannheim.

Das Hans im Glück Burger-Restaurant erklärt uns Johannes Bühler, Geschäftsführer Franchise. Das Restaurant ist jetzt das 15. Hans im Glück-Lokal in München und Umgebung. Hans im Glück ist ein Münchner Unternehmen, das mittlerweile auch schon in Singapur vertreten ist. Die zwei Marken NYX und Hans im Glück passen nach Ansicht der Unternehmen sehr gut zusammen. 

Der Innenarchitekt Andreas Neudahm verdeutlicht schliesslich sein Konzept. „Wir wollten eine Atmosphäre mit einem Open Lobby Erlebnis schaffen. Der Gast soll denken, dass alles eins ist. Die Lobby ist as Wohnzimmer des Hotels. Wir haben uns deshalb mit Design im Inneren des Hotels etwas zurückgehalten. Dafür haben wir eine starke Kunst an der Fassade.“ Andreas Neudahm hat dafür ein besonderes Ambiente entwickelt, das auf gemusterte Tapeten, Street Art Werke und zeitgenössische Kunst aus der Umgebung setzt. So haben die international bekannten Street-Art-Künstler SatOne (Rafael Gerlach) und Daniel Man die Fassade in ein 600 Quadratmeter großes, abstraktes Wandgemälde verwandelt. 

Die Marke NYX muss nach Unternehmensangaben nicht immer in der Innenstadt sein. Es sei erstaunlich, wieiviel Menschen durch die Zielstattstrasse und die Hofmannstrasse laufen würden. Allerdings sind die NYX Hotels in anderen Städten sehr zentral in den Innenstädten gelegen. 

Das Thema Lifestyle und Nightlife spielt das NYX Hotel Munich nicht nur im Design und dem Burger-Restaurant durch. Das Hotel verfügt über einen sehr schön gestalteten Kinoraum, in dem auch ein DJ auflegen wird. Außerdem sollen Bands live vor Ort auftreten. 

Die Leonardo Hotels wollen bis zum Jahr 2022 noch 20 NYX Hotels eröffnen. 

Das NYX Hotel Munich verfügt über 210 Zimmer, 15 Suiten und eine große Terrasse mit 120 Plätzen. 

Besonders die Suiten sind interessant für Longstay-Gäste: Die Zimmer sind sehr großzügig und freundlich gestaltet und verfügen über eine Kitchenette. Man muss also nicht täglich Burger essen, sondern kann auch selbst kochen… 

Service:

Restaurants in München: Shimai – Moderne Tradition aus Asien

Was haben Jean-Paul Gaultier, München und die vietnamesische Küche gemeinsam? Alle kombinieren sich zum Shimai, dem derzeit wohl modernsten asiatischen Restaurant in München. 

Pan-Asiatisch heisst das wohl heute, wenn ein Restaurant eröffnet, dass die besten Gerichte aus ganz Asien zusammenstellt und mit modernen europäischen Einflüssen auf den Teller zaubert. Chinesische, Japanische, Vietnamesische und Thailändische Spezialitäten werden im Shimai modern mit europäischem Touch interpretiert und mit viel Liebe und Sorgfalt zubereitet. Das Shimai in der Theresienstraße ist eine bunte, fröhliche Welt mit modern asiatischem Design: Ein bisschen Streetfood, ein bisschen Diner und ein bisschen Bar. 

Zur Eröffnung gibt es einen roten Teppich, ein weißes Eventzelt vor dem Eingang, an dem eine große Schale voller Eis mit frischen Austern auf den Gast warten, dazu prickelnde Getränke und Cocktails. Vorne findet man einen loungeartig ausgebreiteten, roten Salon mit Bar und kleinen Tischen, eher was für die kleinen Mahlzeiten zwischendurch.

Ein Gang führt dann an der Küche vorbei zum Hinterzimmer, dem eigentlichen Restaurant. Dezente Buntheit auf den Sitzbänken, kleine Zweier- und Vierertische, eine offenbar handgeschnitzte Decke.

Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und

japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte

und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili
und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

Nicht nur die Küche ist eine überraschende Kombination aus Tradition und Moderne. Das Interieur des Shimai ist ebenso anders als andere asiatische Restaurants. Es nennt sich Chinoiserie 2.0, das  die in Münchner Gastronomiekreisen bekannte Interior-Designerin Natalie Nygen-Ton entworfen hat. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente, im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil modern und reduziert interpretiert.

Der Stil der Chinoiserie wurde übrigens in Europa geboren. Um die Sehnsucht nach fernen Ländern zu stillen findet man Elemente dieses Stils bereits am Chinesischen Turm in München und auch in Teilen der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen.

Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln,

die unter Jean Paul Gaultiers Federführung von Lelière für das Shimai gefertigt wurde. Das den hinteren Speiseraum prägende, imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar ist ein Unikat (Acryl auf Plexiglas) und bedient sich traditioneller japanischer Motive, die Dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekommen und mit intensiv leuchtenden Farben den Raum erwärmen. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus.

Das Shimai ist aber auch nicht irgendein Asiate. Und auch nicht nur ein vietnamesisches Restaurant der gehobenen Sorte, sondern eines, das auch japanische und mitteleuropäische Einflüsse zulässt. Darin ist es vergleichbar mit seinem älteren Bruder, dem Shami in der Schwabinger Marktstraße, das als eines der besten asiatischen Restaurants der Stadt gilt. In der Tat sind die beiden eng verbunden. Mitinhaber ist jeweils Viet Hai Pham, ein begnadeter Koch und Gastgeber. 

Fazit:

Das Essen im Shimai ist sehr authentisch. Am liebsten hätten wir uns einmal quer durch die Speisekarte probiert. Der Service ist freundlich und unaufdringlich. Das Shimai gilt derzeit noch als Geheimtipp und ist jetzt schon eines der besten asiatischen Restaurants in München. 

Service:


Restaurants in München: Tian – Der Griff nach den Sternen

Das Tian startet den Großangriff auf die Michelin-Sterne. Was in Wien bereits geklappt hat, soll nun auch in München funktionieren. Der Namensvetter in der österreichischen Hauptstadt ist bereits mit einem Michelin-Stern und drei Hauben gekrönt, das Tian am Münchner Viktualienmarkt erst mit einer Gault-Millau Kochmütze. Damit das klappt haben jetzt Paul Ivic, Christian Schagerl sowie Robert Stohs die Führung übernommen. Wir konnten uns bei einem Mittagessen von der Tauglichkeit für den Sternenhimmel überzeugen.  

Der Ehrgeiz kann München gut tun. Ende des Jahres 2018 wird München mindestens ein Sterne-Restaurant verlieren: Martin Fauster muss seinen Arbeitsplatz im Königshof räumen, da das Hotel abgerissen wird. Aus bisher nicht veröffentlichten Gründen hat die Geisel Gruppe bisher in keinem der zur Gruppe gehörenden Hotels oder Restaurants einen Platz für Martin Fauster finden können. 

Das Tian in München ist schon bereits seit 2014 geöffnet. Die Location im DERAG Living Hotel Das Viktualienmarkt ist exzellent, sehr zentral und bietet hochklassige, sehr schöne, moderne und großzügige Zimmer. Ein geniales Hotel für Longstay-Gäste, also Geschäftsleute oder Urlauber, die ein paar Tage mehr als sonst üblich in der Stadt weilen möchten. Doch während das Tian in Wien unter der Verantwortung von Paul Ivic bereits einen Michelin-Stern erkocht hat, lief das Tian in München unter „ferner liefen“.

Nun also die Kampfansage, die verschärfte Strategie zu einem Stern: Paul Ivic übernimmt die kulinarische Oberhoheit und die Geschäftsführung auch für das Münchner Restaurant. Da er nicht in Wien und München gleichzeitig am Herd stehen kann, hat er den Niederösterreicher Christian Schagerl als Küchenchef gewinnen können.

Wir überzeugten uns im Rahmen eines Mittagessens von der Sternetauglichkeit. Im schönen Innenhof, den sich das Tian mit dem Living Hotel Das Viktualienmarkt teilt, war die Tafel extra für uns gedeckt. Im Sommer die perfekte Location! 

Gekocht wird ausschließlich mit Bio-Produkten, die überwiegend aus dem unmittelbaren regionalen Umfeld des Restaurants stammen. Diese hochwertigen Zutaten werden so komplett wie möglich verwendet. Schließlich lebt die vegetarische Küche nicht zuletzt auch von der Qualität ihrer Produkte, die lange gereift und frisch verarbeitet nun mal am besten sind. Gastgeber Robert Stohs und Sommelier Matthias Götz sowie das komplette Serviceteam kümmern sich um die 65 Gäste, die gleichzeitig in den Genuss von Schagerls Speisen kommen können – der Gastraum ist dabei schlicht aber elegant gehalten und lässt so den farbenfrohen Speisen galant den optischen Vortritt. Die Köche verstehen vegetarische Küche als unerschöpfliche Möglichkeit kreativ zu kochen. um die Gäste Genuss erleben zu lassen. Da ist nichts dogmatisch, verkopft oder verkrampft. Es geht um Geschmack und es geht um Freude an gutem Essen. Dazu beigetragen hat auch die gut abgestimmte Weinbegleitung von Matthias Götz.

Amuse Bouche: Fingerfood

Tomatillosalat, Paprikaaufstrich, Olivenöl, Butter

Gurkengazpacho

Distel, Poverade, Estragon: Junge Artischockenherzen, die mit Estragon aromatisiert werden.

Sonnenblume, Johannisbeere, Belugalinsen: Alles Sonnenblume heißt es im zweiten Gang: Von der Wurzel über den Sprössling bis zur Saat sind beinahe alle Komponenten verarbeitet und unter einem Johannisbeergelee versteckt, das die Topinambur-Aromen der Sonnenblume abrundet.

Breite Bohnen, Knoblauch, Pepperoncini: Gang drei hält breite Bohnen bereit, die optisch ansprechend zu Spaghetti geschnitten, auf den Punkt gegart, mit einer moussierten Mandel-Sauce und reichlich Knoblauch-Bukett auf den Tisch kommen.

Ratatouille, Tomate, Aubergine, Paprika: Das vegetarische Vorzeigegericht Ratatouille, hier aus Tomate, Aubergine und Paprika zubereitet und unter einer geheimnisvollen Bronzehaube versteckt, bildet den vorläufigen Höhepunkt in diesem Menü.

Zucchiniblüte, Pfifferlinge, Petersilie

Melonenkaltschale 

Yuzu-Granite mit Kokosschaum

Weinbergpfirsich, Basilikum, Mascarpone

Der neue Chefkoch Christian Schagerl arbeitete zuvor im Restaurant Richard in Berlin und erkochte sich dort einen Michelin-Stern. Der gebürtige Niederösterreicher war unter anderem als Junior-Souschef im Gourmetrestaurant Überfahrt am Tegernsee und als Souschef bei Heinz Winkler in Aschau tätig. 

Der neue Gastgeber Robert Stohs war zuvor General Manager im Art Hotel Moskau, Food & Beverage Director im Radisson Blu in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie bei Korston Hotels & Malls und Food & Beverage Manager im Maritim Hotel Riga.

Fazit: Das TIAN München hat uns absolut davon überzeugt, dass es berechtigt nach den Sternen greift. Noch ist es ein Geheimtipp, ein hidden champion inmitten der Münchner Restaurants. Viele Gäste mögen auch immer noch abgeschreckt sein und denken: „Vegetarisch? Kann ich denn davon satt werden? Fehlt mit denn da nicht etwas?“ Unsere Antwort: Nein, es fehlt nichts und Ja, man ist glücklich gesättigt, aber ohne ein Völlegefühl. Die Produkte, die Speisen, die Zubereitungen sind perfekt und von allerhöchster Qualität. Jedes einzelne Gericht konnte für sich selbst uns überzeugen. Also unbedingt jetzt hingehen, bevor der erste Stern die Preise steigen lässt. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Tantris – Lunch mit Ferran Adrià

Hans Haas und Ferran Adrià vor dem Tantris, München

Warum hat Hans Haas noch keine drei Sterne? – Eine berechtigte Frage, doch stammt sie nicht von mir. Sie stammt aus dem Munde eines viel berufeneren Kenners der Materie: Kein Geringerer als Ferran Adrià fragte dies in die Runde bei unserem Mittagessen im Tantris.

Ferran Adrià

Und ja, der Gourmet-Tempel der Familie Eichbauer in Münchens Norden ist für seine exzellente Küche von Anfang an bekannt. Zuerst brachte Eckard Witzigmann die Nouvelle Cuisine an dieser Stelle nach Deutschland. Nicht umsonst wurde er vom Gault Millau als Koch des Jahrhunderts ausgezeichnet. Doch warum hat ihm die Bundesrepublik Deutschland noch kein Bundesverdienstkreuz verliehen? Nach Witzigmann übernahm Heinz Winkler. Hans Haas ist erst der dritte Koch im Tantris – eine Konstanz, die in der Gastronomie unüblich geworden ist. Von Anfang an wird hier täglich auf allerhöchstem Niveau gekocht. Hut ab vor dieser Leistung. Aber Hans Haas hat „nur“ zwei Sterne.

Heutzutage strahlen deutlich mehr Sterne über München als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Doch die Vergabekriterien der Tester des Guide Michelin sind zwar angeblich objektiv. Doch Geschmack ist immer subjektiv. München hat mittlerweile mit dem Atelier im Bayerischen Hof ein Drei-Sterne-Restaurant. Mit zwei Sternen hat der Guide Michelin inzwischen das Esszimmer von Bobby Bräuer in der BMW Welt, Dallmayr, Geisels Werneckhof und eben das Tantris ausgezeichnet. Doch gerade Hans Haas hätte auch den dritten Stern verdient. Bekommt er ihn nicht, weil er eher ein Vertreter der klassischen Küche ist?

Eine kleine Runde von Journalisten und Bloggern war eingeladen zum Mittagessen mit Ferran Adrià. Zuvor hatte uns dieser geniale Küchenmeister auf einer Pressekonferenz von seinen aktuellen Projekten erzählt, uns den Unterschied erklärt, warum zwar das Restaurant el Bulli geschlossen ist, nicht aber das el Bulli. Denn das el Bulli lebt weiter in der el Bulli Foundation. El Bulli ist und war mehr als nur ein Restaurant. Und er machte uns Appetit auf mehr Geschichte und Aktuelles zu seinem Restaurant und seinen Projekten mit Amazon Prime Video.

Als Beweis seiner exzellenten Küchenkunst verwöhnte uns Hans Haas mit einem exzellenten, leichten und perfekten Mittagsmenü. 

Gefüllte Sepiotine mit Eigelb und Kaviar gefüllt / 2007 Bollinger Grande Année Magnum

Gefüllte Sepiotine mit Eigelb und Kaviar gefüllt / 2007 Bollinger Grande Année Magnum

Lauwarme Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

Lauwarme Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

Medaillon vom Rehrücken mit Kaiserlichen, Pfifferlingen und Briochenockerl

Topfensoufflé mit Miere Schindler Erdbeeren und Sauerrahmeis

Topfensoufflé mit Miere Schindler Erdbeeren und Sauerrahmeis

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, ein Selfie zusammen mit einem der größten Küchenkünstler unserer Zeit zu machen. Leider habe ich  persönlich es nicht geschafft mal im el Bulli essen zu gehen. Doch natürlich wäre es eine sehr große Ehre mal bei Ferran und Albert Adrià in Barcelona zu speisen.

Herzlichen Dank an Hans Haas und das Team vom Tantris für dieses perfekte Mittagessen mit diesem ganz besonderen Gast!

Peru: Südamerikanisches Schlaraffenland

Peru kommt mir wie ein Gottes Garten Eden vor. Tischlein Deck Dich überall, wo wir hinkommen. Die Buffets biegen sich unter Avocados und Artischocken, unter Kartoffeln und Mais, Papayas und Tomaten, Maniokwurzeln und Paranüssen. Le Gourmand-Autorin Karin Lochner reist nach Peru. Neben den Inka-Kultstätten wie Machu Picchu erkundet sie die kulinarische Welt des Andenstaates. Unter Dingen, die ich nicht kenne und die ich genussvoll probiere – und von denen ich hinterher weiß, dass es Fladen aus Quinoa, Amaranth und einem weiteren südamerikanischem Getreide mit Zungenbrecher-Namen sind. 

Gastronomen haben es hier leichter als anderswo. An manchen Orten gibt es drei Ernten im Jahr. Auf diesem fruchtbaren Nährboden ist eine Küche entstanden, die ihresgleichen sucht. Zu verdanken hat sie das der Topographie des Landes, die nahezu alle Klimazonen der Erde umfasst: Der kalte Humboldt-Strom sorgt für endlose Fischgründe, im Anden-Hochland gedeihen allein 3000 verschiedene Kartoffelsorten – und der Amazonas steuert nicht nur wundersame Dschungelfrüchte, sondern auch Süsswasserfische bei, von denen man andernorts nicht mal den Namen kennt. Auch optisch stechen die Nahrungsmittel heraus: Gemüse ist viel größer als in Deutschland und reich an Geschmack.

Wenn ich die leuchtend grünen Avocados sehe, groß wie Fußbälle, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Bei anderen Zutaten nicht. Mitunter sitzen wuschelige Meerschweinchen in einem Verschlag, bereit für den Verkauf zum Festtagsessen. Das peruanische Wort für die Tiere lernt man schnell: „Cuy“ sind eine allgegenwärtige Delikatesse. „Schmeckt wunderbar zart.

Alles bio“, schwärmt der 34-jährige Ruben. In Perus Hauptstadt Lima begleitet er uns zwei Tage lang durch seine Heimat – als kulinarischer Führer. Ruben bietet er Kochkurse und kulinarische Streifzüge durch sein Land an. Mit patriotischer Feierlichkeit lotst er uns durch das Labyrinth des Marktes und in die Lokale, in denen die Einheimischen zusammensitzen. „Wollt ihr Cuy probieren?“ Ich schlage das Angebot aus – mein Haustier aus Kindertagen war ein Meerschweinchen. Die anderen aus meiner Reisegruppe wagen sich an das gegrillte Nagetier am Spieß heran. Zufrieden lächelnd sieht Ruben ihnen beim Knuspern zu.

In vorkolumbianischer Zeit – bevor die Spanier sich in Südamerika breit machten – erfüllte das Kochen vor allem den Zweck, die Sippe ordentlich satt zu machen. Die Inka-Männer brauchten Energie für ihre kräftezehrende Arbeit: Machu Picchu bauen. Terrassenkulturen anlegen, hier ein Tempel, dort ein Bewässerungssystem oder ein anderes architektonisches Meisterwerk. Die Frauen kochten mit dem, was der kleine Garten, das Meer und der Amazonas hergab – oder eben der Meerschweinchenstall hinterm Haus. Von jeher waren Nahrungsmittel im Überfuß vorhanden und begründeten die enorme Vielfalt, die heute selbst in Europa nicht mehr wegzudenken ist: Bohnen, Kakao, Kartoffeln, Chilis, Erdnüsse, Kürbisse, Avocados, Tomaten, Mais. All das wurde einst in Südamerika kultiviert und eroberte von hier aus weltweit die Küchen und Restaurants. 

Kulinarisch gesehen ist Peru Südamerikas Klassenprimus und bietet die beste Küche des Halbkontinents. Ein Grund dafür ist auch die kulinarische Vermischung in Peru selbst, die in den letzten 500 Jahren stattfand. Damals ließen sich viele Immigranten in Peru nieder; sie kamen aus Japan, China, Afrika, Spanien, Italien und der arabischen Welt. Die Neuen brachten ihre Rezepte und kulinarischen Bräuche mit. Einflüsse, die die peruanische Küche bis heute prägen. 

Ich sehe viel unbekanntes Gemüse an den Marktständen aufgeschichtet – zwischen den allgegenwärtigen Christus- und Marienstatuen. Stolz verkündet Ruben mit ausgebreiteten Armen: „Peruaner kannten Fusion Food schon lange bevor der Begriff bekannt wurde!“ Vor uns liegen Austern, Mies-, Jakobs- und Venusmuscheln, Seeigel, Tintenfische, Garnelen und Langusten. Hinter uns hängen mumifizierte Lama-Föten. Allerdings nicht zum Essen, sondern als Glücksbringer. 

Migranten sind in der Menschheitsgeschichte schon immer Träger von Veränderung gewesen, auch und gerade kulinarisch. Rubens arabische Familie ist vor Generationen aus dem Nahen Osten eingewandert. Aber schon längst peruanisiert: „Spanisch durch und durch!“ Dennoch ist er überzeugt: „Unsere Vielfalt hat unsere Speisekarte kreiert“, sagt er. „Tiere, Pflanzen, Gewürze, Kulturen, Völker und Landschaften vom Urwald über die Gipfel bis ans Meer!“ Die Speisen haben sich ergänzt und vermischt wie die Nachfahren der Inkas – Spanier, Italiener, Chinesen, Japaner, Mestizen. 

Diese Mix-Kultur hat zur neuen peruanischen Küche geführt, die in den 80er Jahren international bekannt wurde: Cocina Novoandina. Restaurantführer weltweit listen seit zwei Jahrzehnten verlässlich Gourmettempel aus Peru. Lima, die peruanische Hauptstadt mauserte sich zu einem Pilgerziel für internationale Feinschmecker. Genussvoll zu schmausen ist in Peru Mittelpunkt des Lebens und der Stolz der Nation.

Die Nationalgerichte Perus sind Ceviche (roh marinierter Fisch), Cuy (gegrilltes Meerschweinchen) und Causa (gefülltes Kartoffeltörtchen). Dazu den Cocktail Pisco Sour zu trinken, ist geradezu eine patriotische Pflicht

„Kartoffeln sind die Zutaten, die in Peru wahrscheinlich niemals ausgehen werden“, sagt Ruben und schmunzelt. „Die brauchen wir für Causa“, einem Törtchen aus kalten Kartoffeln und Püree. Wir machen unter Rubens wachsamen Augen einen Kochkurs. Peru hat Auswahl: Es gibt Tausende Kartoffelarten – „und in Lima sogar ein internationales Kartoffelinstitut!“ Wir füllen das Törtchen mit einem Püree aus Shrimps, Avocado und Ei: eine frische, wolkenleichte Delikatesse. Mit Causa versorgten die Frauen ihre Männer in den peruanischen Freiheitskämpfen. „Für die Sache!“ (Spanisch: Causa) war ihr verklausulierter Schlacht- und Essensruf, ebenso ihr Verschwörungsflüstern. Manchmal steckten in den Kartoffeltörtchen nämlich auch Geheimbotschaften für die Kämpfer.


Der nächste Gang ist Ceviche, kalt gegarter Wolfsbarsch. Der gewürfelte Fisch wird fünf bis zehn Minuten in Limettensaft mit Chili und Knoblauch mariniert – der sogenannten Tigermilch. Der Begriff Ceviche steht nicht nur für das Gericht, sondern allgemein für die Art der Zubereitung. Das Geheimnis ist, den Fisch für den Garprozess nicht zu erhitzen. Die Säure der Zitrusfrucht, so Rubens Erklärung, wirkt auf das Eiweiß fast wie Kochen. Auf den Teller kommt der roh gebeizte Fisch anschließend mit jeder Menge Chili, Knoblauch, Koriander und Mais.


Zum Abschluss greifen wir zum Pisco, einem Branntwein aus Traubenmost. Er gilt als peruanischer Grappa und ist seit dem 17. Jahrhundert beliebt. Wir befolgen Rubens Anweisungen und pressen Limetten aus für Pisco Sour, dem Nationalgetränk. „Zuckersirup, Limetten und Pisco schön rühren und das Eiweiß im Extrabecher schütteln.“ Ruben erzählt, dass sich Peru und Chile seit er denken kann juristisch in den Haaren liegen, in welchem Land der Cocktail seinen Ursprung hat. Ein echter Pisco Sour ist immer vom charakteristischen Eiweiß-Schäumchen gekrönt. Ich freue mich, wie gut ich genau das schon beim ersten Mal hinbekomme.


Ruckzuck bin ich beschwipst. Auch meine handgemachte Ceviche und die kunstvoll gestopfte Causa führen dazu, dass ich mich erhaben über das touristische Fußvolk fühle, das alle Köstlichkeiten nur aus überteuerten Restaurants kennt – Ruben rümpft über diese „Touristenfallen“ die Nasen. „Den Pisco Sour muss man einmal selbst geschüttelt haben!“ proklamiert er. Leicht lallend kommentiere ich: „Die Touristen ohne Kochkurs sind einfach die letzten in der Fresskette!“ Dummerweise kann ich den Wortwitz in meinem Zustand nicht ins Englische übersetzen, geschweige denn ins Spanische. Stattdessen stoßen wir mit einem weiteren Pisco Sour an, selbstverständlich selbst gerührt und selbst geschüttelt.

Ferran Adrià: Die wahre Geschichte von El Bulli

Ferran Adria - Story of a Dream - Amazon Prime Video
Wenn Paul Bocuse Gott war oder ist, dann ist Eckard Witzigmann sein persönlicher Kardinal. Doch der beste Koch der Welt sagt: „Witzigmann ist für mich ein Gott“. Dann wären Paul Bocuse und Escoffier was? Diese Frage – neben vielen anderen – lies Ferran Adrià, der derzeit wohl beste Koch der Welt, offen. Dafür aber gab er Einblick in sein Schaffen. Warum hat er El Bulli geschlossen? Und was macht El Bulli jetzt? Was macht Ferran Adrià jetzt? Für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte des einstmals besten Restaurants der Welt und des wohl innovativsten Kochs gibt es ein ganz besonderes Schmankerl: Amazon Prime Video veröffentlicht die 15-teilige Serie Die Geschichte eines Traums.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt haben. Ferran Adrià hingegen sagt: „Visionen sind ja auch etwas Gutes, wenn man kein Depp ist.“ Diese zwei Zitate verdeutlichen, warum in Deutschland ein Gourmet-Tempel wie das La Vie von Thomas Bühner in Osnabrück schliessen muss, weil der Investor sich plötzlich und unvermittelt „auf seine Kernbereiche konzentriert“ oder das Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“ im Kölner Hotel im Wasserturm von den neuen Hoteleigentümern geschlossen wird und in Deutschland Top-Gastronomie nur mit Investoren im Hintergrund zu finanzieren ist. In anderen Ländern aber, wie etwa Frankreich und Spanien werden ganz andere Preise für Menüs in erstklassigen Restaurants aufgerufen, die Gäste kommen und die Gastronomie floriert. Das hat alles mit der Einstellung der jeweiligen Bevölkerung zu gutem Essen zu tun und auch mit den Steuern, Gehältern und anderen Abgaben, die die Wirte zu zahlen haben.

Im Juli 2011 schloss das Restaurant El Bulli seine Türen. Für immer? Jein! Das Restaurant ist geschlossen. El Bulli aber lebt. Was macht Ferran Adrià seitdem? Ferran Adrià ist mehr als ein Koch. Er ist mehr als ein Küchenmeister. Er ist ein Genie. Er hat die Avantgarde-Küche erfunden – den Begriff Molekularküche mag er nicht. Denn seine Erfindungen sind mehr als nur „molekular“. Er spricht selbst von der Avantgarde-Küche oder auf spanisch: La Vanguardia. Dieser Begriff stammt (wie so vieles in unseren Sprachen) aus dem Militär. Die Avantgarde waren die Soldaten, die als erstes dem Feind entgegen schritten – und meist auch als erstes fielen. Die Vorhut also, die zuerst Feindberührung hat. Ferran Adrià ist mehr als ein Künstler, er ist ein Schöpfer. Er versucht seitdem, die DNA der Lebensmittel und des Essens zu entschlüsseln. Er hat das Restaurant El Bulli in die elBulli Foundation, eine Stiftung, überführt.

Das El Bulli ist jetzt ein Laboratorium. Wissenschaftler, Köche, Biologen, Philosophen, Soziologen und Historiker erforschen unsere Nahrung. Was ist eine Tomate? Verstehen wir die Tomate? Wo kommt sie her? Wieviele Sorten gibt es? Wie wird sie produziert? Wie verstehen wir die Tomate? Wir erschaffen wir eine neue Sorte? Wie verkaufen wir sie: auf Märkten oder per Internet? Wenn wir das Wissen haben, dann kochen wir auch besser. Es gibt mehr als 3.000 Sorten von Tomaten auf der Welt, wir können also nicht alles wissen. Aber wir können uns annähern. Der kreative Küchenkünstler, ehemalige Sternekoch und Erfinder der Molekularküche forscht im Bullilab und führt mit seinem Bruder Albert ein kleines Gastro-Imperium von sechs Restaurants in Barcelona.

Ferran Adrià geht mit seiner Forschung zurück bis in die Anfänge des Menschen. Diese kaum zu erfassende Menge an Daten stellt er allen zur Verfügung. Er stellt alles online auf die Seite BulliPedia. Es soll einmal die größte Ansammlung an Wissen über Nahrung und Kochen sein, eine Enzyklopädie der Küche. Sein Ziel ist es, das ganze Wissen mit der ganzen Welt zu teilen. Er hofft dadurch, neue Gerichte zu erschaffen, neue Ideen zu erhalten und neue Generationen von Köchen zu inspirieren. Auch wenn Ferran Adrià kein Restaurant mehr führt, so ist sein Einfluss auf die Köche und das Essen enorm. Er ist der „Einstein of Food“.

Wie können deutsche Köche von Adriàs Forschung profitieren? „Alle können partizipieren“, sagt er und verweist auf die von seiner Stiftung entwickelte Methodik namens „Sapiens“, die man im Internet einsehen könne, sowie auf seine zahlreichen auch auf Deutsch erschienen Bücher. 

Haben denn auch deutsche Köche Einfluss auf Adrià? „Nur Eckart Witzigmann, für mich ein Gott“, schwärmt er vom Großmeister der deutschen Küche. Was er an Deutschland zudem schätze, sie die Ernsthaftigkeit und die Professionalität bei der Arbeit. Und welches deutsche Gericht hat seiner Meinung nach Potential bis an die Spitze, wenn es gut zubereitet ist? „Sauerkraut“, sagt Adrià ohne viel Nachdenken. „Es ist etwas Geniales, weil es anders ist. Das Fermentieren des Kohls verleiht dem Kohl seine Komplexität.“ Die kulinarische Kunst der Franzosen hingegen war sehr wichtig und vielseitig, doch nicht nur für Frankreich alleine sondern für die gesamte Welt. Die Nouvelle Cuisine begann 1965, erläutert Adrià. Doch ist diese Küche nicht ausschliesslich die Küche des 20. Jahrhunderts. Die Küche ist über 2 Millionen Jahre alt. Essen zubereiten ist die erste menschliche Tätigkeit. 1903 setzte Auguste Escoffier den Grundstein für die heutige Küche. In seiner Tradition sieht sich der katalanische Küchenkünstler. Ferran Adrià hinterfragt jetzt alles in Küche und Gastronomie. 

Und wann öffnet wieder ein Restaurant mit dem Namen el Bulli? Angeblich soll es ab September 2019 auf dem Montjuic soweit sein. 

El Bulli: Die Geschichte eines Traums

Während also das Restaurant geschlossen war, blieb das elBulli nicht untätig.

Alle Episoden der Dokuserie El Bulli: Die Geschichte eines Traums gibt es exklusiv bei Amazons Video-Streaming-Service. Adrià gilt als einer der renommiertesten Köche weltweit, sein Restaurant El Bulli wurde fünfmal als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Die Dokumentation umfasst 15 Episoden mit Filmaufnahmen aus 13 Jahren und über 200 Beteiligten. Neben den zwölf bereits vorhandenen Episoden, feiern auch drei brandneue Folgen exklusive Premiere bei Prime Video. Alle 15 Episoden werden weltweit für Prime-Mitglieder in über 200 Ländern und Territorien zur Verfügung stehen. Die Serie zeigt die letzten Momente des Restaurants El Bulli und die neuen Projekte, die Ferran Adrià mit seiner Stiftung elBullifoundation ins Leben ruft.

El Bulli: Die Geschichte eines Traums erzählt die Geschichte von Ferran Adrià, seinem Partner Juli Soler und seinem Bruder Albert, angefangen bei ihren ersten Schritten und der Gründung von El Bulli. Das Restaurant gilt als der Ort, an dem die Kombination aus Gastronomie, Kunst, Design und Wissenschaft ihren Anfang fand. Im Juli 2011 hat es seine Tore geschlossen. Mit über 30 Jahren Filmmaterial und einem einzigartigen Zugang hinter die Kulissen von El Bulli, gibt diese Dokuserie nie dagewesene Einblicke in die persönliche und berufliche Erfolgsgeschichte von Ferran Adrià. Als Produzent der Serie fungiert David Pujol.

In den letzten Episoden wird eine der bedeutendsten Errungenschaften der Koch-Legende vorgestellt: Die elBullifoundation, eine gemeinnützige Stiftung, die Ferran Adrià gemeinsam mit Juli Soler gegründet hat. Ziel der Stiftung ist es, die Grenzen der Kreativität und Innovationen in der Haute Cuisine und darüber hinaus auszudehnen. Damit möchten der Starkoch und sein Team Unternehmen, Start-Ups und anderen kreativen Köpfen helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.

Wer noch etwas vom Esprit von Ferran Adrià schmecken will, dem empfehlen wir übrigens, in eines der Restaurants von Albert Adrià in Barcelona einzukehren. „Kreativität ist 20% Inspiration, 20% Wissen und 60% Intensität“ – unter diesem Motto kocht Albert Adrià seine moderne Küche auf Steroiden. Er ist ebenso wie sein Bruder am Erforschen und Ausprobieren neuer Küchentechniken, versucht neue Texturen und Geschmacksexplosionen zu erschaffen. Und viele seiner Gerichte basieren auf den Ideen seines älteren Bruders Ferran Adrià.

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Das schreiben die Anderen:
AHGZ: Was mit El Bulli passiert ist
SZ: „Witzigmann ist für mich ein Gott“

Food & Life 2018: Weinseminare für Liebhaber

Der Herbst steht in München ganz im Zeichen der Genussmessen. So startet am 28. November auf dem Messegelände München die Food & Life 2018. Bis zum 2. Dezember kann man sich über aktuelle Trends in und für die Küche informieren, Lebensmittelproduzenten treffen, verkosten und auf den zahlreichen Workshops sein Wissen erweitern.

Nach dem Erfolg ihrer Weinseminare auf der ‚Food & Life 2017‘  vermitteln Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel, Inhaber und Dozenten der European Wine Education bereits zum zweiten Mal mit Spaß den Zugang zum Weinprobieren mit System. Mehrere 45minütige Seminare finden täglich an den fünf Messetagen statt.

‚Sensorik – die Kunst der Weinverkostung‘ zeigt dem Teilnehmer einen Weg mit allen Sinnen Wein zu erfahren. Sehen, riechen, schmecken – wie sie es richtig machen zeigen die beiden anhand verschiedener Beispiele.

Italien liegt nah, nicht ohne Grund wird München oft als ‚nördlichste Stadt Italiens‘ bezeichnet. Es verwundert die meisten Münchner Weinliebhaber daher nicht, dass sich das Seminar ‚Rosso! Die Vielfalt der italienischen Rotweine‘ ausführlich mit den Rotweinen vom Stiefel beschäftigt.

Ebenso ein italienischer Klassiker ist Lambrusco. Im Seminar ‚Lambrusco – die Vielfalt des italienischen Klassikers‘ erfahren die Teilnehmer Spannendes und Überraschendes über den oft verkannten Wein aus der Emilia-Romagna. Als Aperitif oder überraschenden Speisebegleiter können hochwertige Lambruscos überzeugen.

International wird es bei ‚Weißwein international‘. In 45 Minuten treten Sie eine Reise durch die Welt der Weißweine an. Der Vergleich der wichtigsten weißen Rebsorten entführt auf eine außergewöhnliche Sinnesreise.

Wie wichtig die richtige Glaswahl ist, erfährt man bei ‚Wenn das Glas vom Wein erzählt‘. Auch ungeübte Nasen und Gaumen erkennen bei der Gegenüberstellung verschiedener Gläser die gewaltigen Unterschiede. Tom Rinser, Entwickler der Sensis Plus Gläser der Firma Eisch, zeigt mit Andrea Vestri welchen Unterschied Gläser bei der Verkostung machen. Bei einer Kostprobe von tollen Weinen zeigt es sich, wie ein Spitzenglas die Aromen vollkommen zur Geltung bringen lässt. Vorsicht! – Macht Lust die Weingläser im heimischen Schrank sofort auszutauschen.

Blubberndes ist im Glas, wenn es heißt‚ Champagner & Co. – feinste Perlen im Glas‘. Die Teilnehmer werden entführt die Welt des Champagners mit dem Rest der Schaumweinwelt zu vergleichen. Das Seminar verspricht tolle Entdeckungen.

‚Wein trifft Schokolade‘ entführt alle Süßmäulchen in die Weinwelt. Eine spannende Erfahrung erwartet den Seminarteilnehmer, wenn Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel die unterschiedlichen Aromen von Schokolade und Wein kombinieren.

Die Plätze für die Seminare sind begrenzt. Es empfiehlt sich daher bereits jetzt für die Seminare anzumelden

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten

Buchtipp: Wenn das Leben auf der Alm zur Endstadtion Sehnsucht wird

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 01
Wer durch die Berge wandert, der rastet gern an einem Wirtshaus oder einer Alm. Bei den Wirtshäusern steht die Gastronomie im Vordergrund, auf den Almen hingegen ist es das lebende Vieh. Auf den Almen leben Kühe, Ziegen, Schweine, Pferde zusammen mit den Menschen. Und der Wanderer bekommt gern ein Glas Milch, eine Käsestulle oder etwas hausgemachten Speck. Die Münchner Journalistin Karin Lochner verbrachte drei Sommer auf oberbayerischen Almen. Ihr Buch zeigt die romantischen und auch die harten Seiten des Lebens auf einer Alm. Die Fotos von Peter von Felbert erheben das Buch vom simplen Wanderführer zum großartigen Bildband. Ein absoluter Lesetipp!

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Die Autorin Karin Lochner stammt aus einem bayerischen Dorf am Rande der bayerischen Alpen. Reisen und Wandern ist sie schon seit Kindheit gewohnt. Zum Wandern gehört eine gute Brotzeit, denn Pausen sind beim Wandern immer wichtig. So manche Alm ist für den Wanderer nicht nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum Gipfel. Oft genug ist sie auch das Ziel an sich. Denn dort gibt es eine hervorragende Brotzeit und oft genug einen grossartigen Ausblick über die Berge.

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 02
Aus über 700 oberbayerischen Almen wählte Karin Lochner 20 Hütten stellvertretend aus. Mit diesen zeigt sie Einblicke in das harte Almleben, in das entbehrungsreiche Leben und Arbeiten in einfachen Hütten, die oft ohne Strom und Warmwasser ausgerüstet sind. Das Leben auf den Almen ist geprägt vom frühen Aufstehen, vom Melken der Kühe und Ziegen, vom Käsemachen, Marmeladen einkochen, Brot backen und Wiesen schneiden zum Heu machen. Für die Wanderer, die vor allem am Wochenende in die Berge einfallen wie Heuschrecken, bereiten sie köstliche Kaiserschmarren, Käsebrote, Topfenstrudel und andere Leckereien zu. Einen besonders guten Einstieg in das Leben auf den Almen erhalten wir im Freilichtmuseum Glentleiten. Hier stehen 60 historische Gebäude: Bauernhäuser, Werkstätten und Almen.

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 03
Die harte Arbeit auf der Alm ist zwar entbehrungsreich, aber zugleich erfüllend. Und eines ist sicher: Auf der Alm gewinnt jeder Abstand zum Alltagsleben und findet sich in einer Zeit wieder, die eine längst vergangene scheint. Die Sennerinnen und Almerer in diesem Buch lehren uns, wie selbstverständlich und respektvoll man mit Tieren umgehen kann. Wie man vorwitzige Ziegen in den Griff bekommt und wie gern sich Milchkühe melken lassen, wenn auch mal mit ihnen geschmust wird.

All die Erlebnisse, die Karin Lochner und Peter von Felbert in diesem Buch gesammelt haben, waren kraftzehrende Wanderungen und jeden Schweißtropfen wert.

Karin Lochner war in der Sendung Sonntagsspaziergang vom Deutschlandfunk zu Gast und erzählte über ihr Buch Sehnsucht Alm.

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Kulinarik & Kunst Festival St. Anton: Sommerliches Rendezvous der Sterneköche

Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton
Kulinarik & Kunst Wappen

Wenn Witzigmann, Wodarz, Paula Bosch und Axel Bach sich in München treffen, dann muss etwas sehr Besonderes in der Luft liegen. Genauer: Auf dem Berg. In St. Anton am Arlberg. Die Legenden der deutschen Gourmandise luden zum Presselunch in das Restaurant Blauer Bock am Viktualienmarkt in München. Das Kulinarik & Kunst Festival findet bereits zum vierten Mal vom 17. August bis zum 09. September 2018 in St. Anton am Arlberg statt.

Natürlich liess ich es mir nicht nehmen und bat Eckart Witzigmann und Hans Peter Wodarz zu einem gemeinsamen Erinnerungsbild. 40 Sterneköche, 30 Top-Winzer, 30 internationale Künstler: In der Summe sind allein das 100 gute Gründe für einen Besuch des 4. Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton am Arlberg. Von 17. August bis 9. September 2018 stehen das Tiroler Bergdorf und seine Alpenkulisse drei Wochen lang im Zeichen von kulinarischem Hochgenuss und kreativen Darbietungen aus aller Welt. So berauschen etwa beim „Gourmet Gondel Gipfelsturm“ Schirmherr Eckart Witzigmann und sechs weitere Starköche die Gaumen von Feinschmeckern in luftiger Höhe, während „PIANO on the LAKE“ Melodien auf Steinway-Flügeln mit Luftakrobatik von „Cirque du Soleil“-Artisten vereint – auf einer im Verwallsee schwimmenden Bühne.

Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton Foto: BrauerPhotos/G.Nitschke für Kulinarik &Kunst

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Restaurants in München: Cotidiano Nordbad mit Foodkonzept von Holger Stromberg

Cotidiano Nordbad Holger Stromberg
In München wächst eine kleine Restaurant-Gruppe, die – endlich mal – ein wirklich innovatives Foodkonzept hat. Und der wir daher ein Blühen, Wachsen und Gedeihen wünschen. Cotidiano ist mit nunmehr vier Restaurants am Start und hat sich vorgenommen, sukzessive über ganz Deutschland zu wachsen. Der Vater der wirklich außergewöhnlich interessanten und köstlichen Speisekarte ist kein Geringerer als Holger Stromberg, der ehemalige Koch der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft und somit einer unserer Fußball-Weltmeister.

Cotidiano Nordbad Holger Stromberg
Bis vor kurzem war ich noch kein Fan von Cotidiano. Warum? Aus Nichtwissen und Vorurteilen. Plötzlich war da eine neue Gruppe in meinem Viertel, bei der ich nur vom Namen her auf den nächsten Pizzabäcker schloss. Das nächste Vapiano, das nächste L’Osteria-Konzept. Dazu kam, dass das erste Schwabinger Cotidiano im in der Hohenzollernstraße in die Räumlichkeiten des Café Florian ging, das zu meinen Studentenzeiten ein richtig guter Jazz-Club war. Tempi passati. Ich bin wahrscheinlich viel zu wenig ins Florian gegangen. Und die Hohenzollernstraße wird mehr und mehr von Filialisten übernommen. Der Flair dieser schönen Straße hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. (mehr …)

Restaurants in München: Izakaya – Die Fusion von Japan und Peru

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Münchens wohl beste Kneipe ist nunmehr schon ein halbes Jahr alt. Ein Lokal mit dem simplen Namen „Kneipe“ würde wohl kaum viele Gäste bekommen. Auf Japanisch hört es sich gleich viel eleganter und schöner an: Izakaya. Doch das Izakaya München ist nicht nur eine schnöde Eckkneipe, es ist die wohl edelste Fusion von japanischer und peruanischer Küche. Und es ist ein Erfolgskonzept aus Amsterdam. Der Mann dahinter: Yossi Eliyahoo. Das Izakaya Asian Kitchen & Bar bringt asiatische Küche und gänzlich neue Genüsse in die bayerische Hauptstadt … und einen neuen Hot Spot im Nachtleben noch dazu.

Die Lage ist nicht unbedingt in „Münchens bester Stube“. Die Landsberger Straße ist eine große, lange Ein- und Ausfallstrasse, die vom Westen kommend in Münchens Herz führt. Entlang der Bahnstrecke, sind viele neue Wohngebäude und Unternehmen sowie einige Hotels entstanden. Doch das Izakaya Asian Kitchen & Bar ist sind so cool, dass die Gäste extra dahin fahren.

In der Lobby des Roomers Hotels öffnet sich eine Tür zum Izakaya – Hotel und Restaurant sind quasi Nachbarn. Wir stehen vor einer gigantisch großen, elliptischen Bar, ein 360°-Barvergnügen. Rund um die Bar sind Barhocker verteilt, daneben laden bequeme, kuschlige Couchgarnituren ein, sich reinzulümmeln. Und dahinter schließt das Restaurant an. Überdimensional hängt an der Decke ein Koi aus Holz und dominiert das Restaurant. „How much is the Fish?“ schießt mir in den Kopf. Über die Philosophie, seine Restaurants und die verschiedenen Marken und das Restaurantkonzept hatten wir uns schon wenige Stunden vorher mit dem Macher, dem Investor, dem Schöpfer Yossi Eliyahoo unterhalten.

Unser Dinner ist wirklich umwerfend. Ein Genuss von Anfang bis Ende. Das anspruchsvolle Menü im Izakaya ist geprägt durch das Zusammenspiel von Kochkunst und -techniken aus alten Zeiten kombiniert mit innovativen und modernen Einflüssen – daraus resultieren unkonventionelle Gerichte auf höchstem kulinarischen Niveau. So wird jeder Gang zu einer Geschmacksexplosion am Gaumen. Hier sind ein paar optische Eindrücke für Euch, die Euch Appetit machen mögen.

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel

„Momori“ Toro Tatar mit Beluga Caviar in einer Eiskugel

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Sabas Sashimi mit Olivenöl und Miso

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Spinatsalat mit gegrillten Shrimps

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Mais Tempura

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Rinder Tataki mit Zwiebel-Ponzu und Knoblauchchips

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Auster „Filo“ mit cremiger Wasabi und Beluga Kaviar

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Wagyu und Foie gras Gyoza

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Seezunge aus Dover mit Chilli Shiso Salsa

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Beef Ribeye with Chimichurri, Anti-cucho und Teriyaki Sauce

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Gegrillter Kohl mit Trüffeln

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Hausgebackene Vanille-Yuzu-Madeleines mit Fruchtmarmelade und Sahne aus weißer Schokolade

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Schokoladenschnee mit in Honig gerösteten Macadamia-Nüssen und Vanilleeis

Wie in allen Izakaya-Locations liegt der traditionelle Robata-Grill im Herzen des Restaurants und bietet den Köchen die Möglichkeit, Gerichte wie Temari Sushi, Kombujime, Corn Tempura, langsam gekochte Short Ribs und Rabata Spezialitäten zu kreieren. Daneben bietet die Speisekarte kleine Sakana-Gerichte und Kreationen, die auf der der Hibachi-Feuerschale, einer japanischen Kochplatte, zubereitet werden, sowie Sushi und Sashimi, die mit exotischen peruanischen Gewürzen einzigartig verfeinert werden. Alle Gerichte sollen am Tisch gemeinsam geteilt und vor allem zusammen erlebt werden.

Und auch Freunde des Nachtlebens finden im Izakaya München ein neues Ziel. Die 360​​° schwarz gebeizte Bar mit ihrer Onyx-Marmor-Fläche ist der perfekte Ort, um ausgewählte Weine, erstklassige Cocktails sowie seltene Sake-Sorten zu genießen. Die Barchefs kreierten eine erlesene Karte mit Drinks basierend v.a. auf Wermut, Sake und Sherry. Neben diesen Drinks steuert Izakaya den ganz gewissen Twist bei: In großen Glasballons, für alle Gäste sichtbar, werden verschiedene Tonics auf Basis des japanischen Shōchū mit ausgesuchten Zutaten infundiert – die Izakayas Shōchū Wand umfasst insgesamt 12 verschiedene Geschmacksrichtungen.

Hinter Izakaya stehen die renommierten Gastronomie-Unternehmer Yossi Eliyahoo und Liran Wizman, Gründer und Eigentümer der Amsterdamer The Entourage Group, zusammen mit ihrer Geschäftsführerin, Stephanie Pearson. Ihre kulinarische Philosophie fürs Izakaya: Moderne japanische Küche mit südamerikanischen Einflüssen – kreiert auf einzigartige Art und Weise vom Küchenteam um Chefkoch Hariprasad Shetty. Izakaya München ist das vierte Izakaya Restaurant in Europa (neben Amsterdam, Hamburg und Ibiza, das gerade in die neue Saison gestartet ist) und hat seine passende Heimat In Nachbarschaft zum Roomers Hotel von Alex Urseanu und Micky Rosen der Frankfurter Gekko Gruppe gefunden.

Izakaya München – Innovation und Design

Bei Izakaya werden authentische Elemente durch den Einsatz von kreativen Techniken modern interpretiert. Dies gilt für die Speisekarte ebenso wie für das Gesamtkonzept. Das Wesen von Izakaya ist: Authentisch, aber niemals in Tradition gefangen. Im Izakaya München spiegelt sich das klar wieder.

Das Izakaya München wurde vom preisgekrönten Amsterdamer Architektenbüro „Concrete“ geplant und entworfen, das für seinen avantgardistischen Ansatz bekannt ist. Das Restaurant ist geprägt durch das Zusammenspiel von schwarzen Elementen und kontrastierenden hellen Eichenlamellen, die sich über Decke und Wände erstrecken. Natürliche Materialien wie Holz, Leder und Marmor dominieren und schaffen eine Atmosphäre warmer Sinnlichkeit. Dunkle, erdige Töne bilden das spannendes Gegenstück zu pointiert eingesetzten polierten Kupferelementen. Verschiedene Sitzbereiche, von der Bar an der offenen Küche bis hin zu intimen Sofa-Ecken, bieten Platz für bis zu 130 Gäste.

Aber es gibt im Izakaya München noch mehr, als auf den ersten Blick gesehen werden kann. Das „RED“, ein verborgener kleiner Privatclub, ganz in Rot und mit raffinierten Spiegeln und einer ausgefeilten Licht- und Soundanlage. Dieser versteckte Raum direkt neben der Bar bringt die Gäste direkt zurück in die 1960er-Party-Szene. Ausgehen und dabei Spaß haben wird kultiviert, geladene DJs veredeln das Partyerlebnis und die legendären IZAKAYA-Events kommen nun auch im Münchener Nachtleben an – jeden Freitag und Samstag legen DJs im RED auf und sorgen für den perfekten Ausklang eines Abends im Izakaya – vom Aperitif an der Bar über das Dinnererlebnis im Restaurant bis zum Clubbing im RED.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Izakaya München

Izakaya Hamburg

Yossi Eliyahoo: Der Restaurantkonzept-Schöpfer

Yossi Eliyahoo Izakaya
Er ist Unternehmer. Nein: Er ist Investor. Nein, besser: Er ist Restaurantkonzept-Schöpfer. Yossi Eliyahoo ist 45 Jahre jung, stammt aus Tel Aviv, wohnt in Amsterdam und ruft in ganz Europa Restaurants ins Leben. Vielmehr: Er entwickelt Restaurantkonzepte. Wir trafen Yossi Eliyahoo in seinem Münchner Restaurant Izakaya Asian Kitchen & Bar.

Yossi Eliyahoo ist eine Mischung aus Visionär und hemdsärmeligem, anpackendem Macher-Typ. Ich treffe ihn an einem ruhigen Nachmittag an der Bar seines neuen Restaurants Izakaya, das sich mit dem Hotel Roomers ein Haus teilt. Das Hotel Roomers hat sich in München keine coole Location gesucht. Das Gebäude steht an einer der wichtigsten und meistbefahrensten Ausfallstraßen im Münchner Westen, an der Landsberger Straße. Doch das Restaurant Izakaya ist cool und somit zieht es junge und junggebliebene, coole Menschen mit exzellentem Geschmack an. Allein die Bar ist schon ein Hingucker. Eine 360°-Bar in elliptischer Form, die dazu einlädt, vor dem Essen hier schon mal den Aperitif zu trinken und nach einem langen Arbeitstag zu entspannen. Oder auch nach dem Dinner den Digestif, einen Cocktail zu genießen. Oder auch einfach nur, so wie Yossi Eliyahoo und ich es jetzt tun, einen Kaffee zu trinken und zu reden.

Den Namen Yossi Eliyahoo kennt man in Deutschland nicht unbedingt in der Gastro-Branche. Dieses Understatement liegt ihm. Er schaut sich den jeweiligen Markt an und setzt dann das dort am besten passende Restaurantkonzept ein. So gibt es in Hamburg und München je ein Izakaya, seine legendäre japanische-peruanische Restaurantmarke. In Berlin jedoch gibt es mit dem The Butcher im Hotel Sir Savigny in der Kantstraße „nur“ ein Burgerrestaurant – wenngleich auch ein exquisites, dessen Gerichte in Reiseführern und Szene-Guides als die besten Burger der Stadt bezeichnet werden. Vom Interior Design ganz abgesehen… Für ein Izakaya ist in Berlin zu wenig zahlungskräftiges Publikum vorhanden, gleichzeitig ist der Markt an Restaurantkonzepten in Berlin schon extrem vielfältig. Es gibt zwar auch einige exzellente Restaurants in München, jedoch noch kein japanisch-peruanisches Konzept.

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Johanna Seiler ist Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Ein Jahr lang darf sie das Bayerische Bier weltweit repräsentieren: Johanna Seiler, 26 Jahre, aus Nördlingen (Schwaben) ist die neue Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019. Sie wurde in der vergangenen Nacht in der Alten Kongresshalle in München gewählt. Der Bayerische Brauerbund unter Leitung seines Präsidenten Georg Schneider und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband unter Leitung seiner Präsidentin Angela Inselkammer präsentierten die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018 / 2019.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Die bisherige Bayerische Bierkönigin 2017 / 2018 Lena Hochstraßer verabschiedet sich nach einem Jahr Regentschaft. Auf der gestrigen Gala-Veranstaltung berichtete sie von ihren Erlebnissen zwischen Bayern, Norddeutschland und Peking. Sie präsentierte das Bayerische Bier für ein Jahr auf der ganzen Welt.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler
Für die Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019 standen als Kandidatinnen Johanna Seiler, Sandra Pichlmaier, Jana Neubert, Sarah Müller, Sabrina Mair, Barbara Berger zur Wahl. Sie hatten sich bereits gegen einen größeren Kreis an Mitbewerberinnen durchgesetzt. Aus der Runde der letzten sechs Damen durfte das Online-Publikum auf der Webseite abstimmen. Außerdem bekamen alle in der Alten Kongresshalle anwesenden Gäste ein TED-Wahlgerät und durften für ihren Favoriten stimmen. Und eine fachkundige Jury, bestehend aus Elisa Berzaghi-Freymann, Angela Inselkammer, Stephan Johannes Reinhold, Georg Schneider und Karin Schubert stellte vorab fachgebundene Fragen und stimmte mit ab.

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Guide Michelin 2018: Die Tipps der Experten

Guide Michelin 2017

Sterne, Punkte, Hauben oder Kochmützen – immer im November dreht sich bei Gourmets, Gourmands, Köchen, Gastronomen und Hoteliers alles um die Neuauflagen von Guide Michelin und Gault Millau für das kommende Jahr. Insbesondere im Vorfeld wird in der Branche spekuliert, wer die Auf- und Absteiger sein werden. Wer wird mit einem zusätzlichen Stern geadelt? Wer kann seine Leistungen vom Vorjahr bestätigten? War der Guide Michelin lange der Gralshüter der konservativen Kochkünste und der Gault Millau lobte die kreativen und jungen Wilden, so scheinen sich mittlerweile die Schwerpunkte verschoben zu haben. Der Guide Michelin lobt die Aromenspektakel und Pinzettenkreationen, der Gault Millau hängt am Bewährten. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin fragte die sechs Gastro-Kritiker, Foodjournalisten und Gourmet-Blogger Stefan Chmielewski, Wolfgang Faßbender, Derk Hoberg, Michael H. Max Ragwitz, Joachim Römer und Michael Schabacker, was für sie die potentiellen Highlights für das Jahr 2018 sein könnten.

Guide Michelin 2017
Götz A. Primke Le Gourmand - Das Geniesser-MagazinFür das Jahr 2017 standen die Sieger, die Verlierer und die Sterne des Guide Michelin 2017 seit 1. Dezember 2016 fest. Doch nicht etwa exklusiv für die anwesende Presse auf der grossen Gala in der Mercedes-Benz Niederlassung in Berlin am Salzufer. Der Guide Michelin lag deutschlandweit schon in einigen Büchereien aus. Der Verlag wurde von den Büchereien desavouiert. Die grosse Gala degradierte somit zur Show ohne Neuigkeitscharakter. Wir können davon ausgehen, dass im Verlag des Guide Michelin einige Leute nicht sehr erfreut waren. Doch die Gala war schön. (mehr …)

Heiße Kartoffel: Die dolle Knolle macht ’ne dufte Figur

Heiße Kartoffel

„Op dem Maat, op dem Maat, Stonn die Buure, Decke Eier, fuhle Prumme, Lange Muhre.“ Jeder Kölner Jeck kann das Lied von den Räubern sofort mitsingen, gehört es doch zu den absoluten Klassikern des Karnevals. Wer nicht des Kölschen mächtig ist, staunt und wundert sich, worum es eigentlich geht: Über den Einkauf auf einem Markt – natürlich! Uns fällt es wie eine heiße Kartoffel von den Augen.

Heiße Kartoffel Kartoffelkalender

Zu Hochdeutsch: „Auf dem Markt, auf dem Markt, Stehen die Bauern, Dicke Eier, faule Kartoffeln, Lange Möhren.“ Nun, faule Kartoffeln will wohl keiner von uns einkaufen. Aber die kleinen jungen oder auch die richtig grossen dicken Kartoffeln machen zu vielen Gerichten eine gute Figur als Begleiter. Und sie sind eine runde Sache: Während der typisch bayerische Kloß jeweils zur Hälfte aus rohen und gekochten Erdäpfeln besteht, kommt der „Heiße Kartoffel“-Kalender heuer auch zweiteilig daher.

Heiße Kartoffel Kartoffelkalender
Denn erstmalig standen dieses Jahr neben den jungen Damen aus der Kartoffelbranche auch männliche Models vor der Kamera. Schließlich soll – der Vielfalt der Kartoffelsorten entsprechend – für jeden Geschmack etwas dabei sein. Während also der Jungwinzerinnen-Kalender ausschliesslich mit Winzer-Nachwuchs produziert wird, besorgten sich die Kartoffelbauerinnen noch ein paar knackige männliche Models.

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Jungwinzerinnen Kalender 2018: Die 12 schärfsten Winzerinnen Österreichs

Jungwinzerinnen Kalender 2018
Es wird sehr heiß! Wenn da mal nicht der Funke überspringt und das eine oder andere Männerherz in Flammen steht… Es heisst nicht umsonst in dem bei Kindern beliebten – und vor allem bei Eltern gefürchteten – Schlauchgymnastik-Lied: „Schlauch nach rechts, Schlauch nach links, nach oben und nach unten…“ Für die 15. Auflage des Jugendprojektes Jungwinzerinnen Kalender haben es wiederum zwölf Weingüter in den Kalender geschafft, deren Nachwuchs sich bei einer Kalendergala beim Weingut Feuerwehr Wagner in Wien-Grinzing präsentierte. Die hatten wahrscheinlich auch gleich die richtigen Schläuche zur Hand, um jeden Funken zu löschen. Oder zumindest zum Wein abfüllen.

Jungwinzerinnen Kalender 2018

Dieser Winzerkalender, erklärt Dr. Ellen Ledermüller-Reiner, Herausgeberin des Jungwinzerinnen Kalenders, „soll burgenländische, niederösterreichische, steirische und Wiener Betriebe einem breiten Publikum bekannt machen und möchte auf moderne, sympathische Weise das Vermarkten der gehaltvollen Weine unterstützen. Wer wäre da besser geeignet als der eigene Winzerinnen Nachwuchs. Weinwerbung und Tourismuswerbung sind das Ziel dieser Maßnahme.“ Die Weinbotschafter im In- und Ausland sind bereits ab Anfang September erhältlich. Als „Kalender-Pate“ fungierte diesmal Richard Lugner. Die Weinkellerei Lenz Moser AG ist Premium-Sponsor. (mehr …)