Restaurant Johanns Waldkirchen: Das wohl beste Kaufhausrestaurant Deutschlands

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Kindheitserinnerungen an unser Ferienhaus im Bayerischen Wald werden wach. An unser kuschliges, kleines Nurdachhaus direkt am Waldrand. Der Bach säuselte uns nachts in den Schlaf. Am Tage spielte ich Indianer – oder so etwas ähnliches – auf der Pirsch im Wald. Mit meinem Freund Sebastian staute ich Waldbäche auf, leitete sie etwas um und lernte die Kräfte der Wasserphysik kennen. An anderen Tagen musste ich meine Eltern in das Städtchen Waldkirchen begleiten. Zum Einkaufen. Oh Gott, wie öde! Das Modehaus Garhammer war allerdings der Hammer! Besser als alle Kaufhäuser, die ich in Berlin kannte. Seit wenigen Jahren ist das Modehausrestaurant Johanns in Waldkirchen mit einem Stern vom Guide Michelin gekrönt. Der Oberhammer! Ein Besuch zum Mittagessen.

Wer das Johanns in Waldkirchen sozusagen „mal auf die Schnelle“ kennenlernen will, dem kann ich besten Gewissens empfehlen, zur Mittagszeit auf eine ausgiebige Shopping-Tour nach Waldkirchen ins Garhammer Modehaus zu geniessen und anschliessend den erstklassigen Service und das Michelin-gekrönte Essen von Küchenchef Michael Simon Reis zu geniessen.

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Waldkirchen ist ein 10.800 Einwohner Provinzstädtchen plus Erlebnisbad mit 100-Meter-Rutsche mitten im Bayerischen Wald – und die Heimat von Chefkoch Michael Simon Reis. Der Ort liegt ca 200 Kilometer von München entfernt im Dreiländereck zwischen Bayern, Österreich und Tschechien. Prag ist zwei Stunden entfernt, genau wie München und Salzburg. Man fragt sich bei der Anreise kurz, wer sich hierher eigentlich zum Essen verirrt. Oder was man hier überhaupt macht. Wohnungen gibt’s genug. Mietpreise: im Schnitt vier bis sechs Euro der Quadratmeter. Bierpreis: 2,70 Euro für die Halbe im Wirtshaus. Die Schnapsbrennerei Penninger zieht bald hierher. Sie machen hier dann Essig, Gin, Bärwurz, Blutwurz. Waldkirchen, eine Schnapsidee mit goldener Zukunft. 

Restaurant Johanns: Kaufhausrestaurant im Dachgeschoß

In diesem Örtchen mit noch mehr Traditionen als Lederhosen an Männerhintern, hat Reis es 2013 gewagt sein modernes Spitzen-Restaurant „Johanns“ zu eröffnen. Es liegt in der fünften Etage des für die Region auch außergewöhnlichen Modehauses, das Johann Garhammer im Jahr 1896 als Kolonialwarenhandlung gestartet hat. Johannes Huber, 38, der Chef in vierter Generation des traditionsreichen Modehauses Garhammer, des größten in Ostbayern, das 500 Mitarbeiter beschäftigt, hatte die Idee zum Restaurant. Er überzeugte Reis, den Menschen vor Ort zu zeigen, dass es noch eine lohnenswerte andere Küche gibt als Schweinsbraten mit Knödeln.

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Als ich in den 2000er Jahren das letzte Mal auf einem Abstecher in Waldkirchen war, sah das Modehaus Garhammer noch etwa so aus, wie ich es auch schon aus den 80ern her kannte. Während eines Umbaus 1987 gab es mal eine Art „warmen Abriß“. Der Um- und Neubau vergrößerte bereits die Verkaufsfläche gewaltig. Doch 2013 investierte die Inhaberfamilie 15 Millionen Euro in die Erweiterung des Modehauses. Das Architekturbüro Blocher Partners entwarf einen modernen Bau mit Einbindung in die denkmalgeschützte Ringmauer und in die unter Ensembleschutz stehende Altstadt. Die Verkaufsfläche vergrößerte sich von 3.000 auf 9.000 Quadratmeter. Rein flächenmäßig ist Garhammer größer als Lodenfrey in München oder Galeries Lafayette in Berlin. Unter den zahlreichen Auszeichnungen befinden sich der Titel „Store of the Year“ und eine Nominierung für den World Retail Award. Durch diesen Umbau entstand unter anderem auch das Restaurant Johanns. Seit 2014 krönt der Michelin-Stern die Küchenleistung.

Das Restaurant ist auf 250 Quadratmetern puristisch und schick durchgestylt. Der Laden, hoch oben im vierten Stock des rund 2.000 Quadratmeter großen Neubaus platziert, ist meilenweit von einem Dinea oder LeBuffet bei Kaufhof und Karstadt entfernt. Die Terrasse ein Traum, nicht nur beim Blick auf den Sonnenuntergang. Geschmackvolles Interieur mit Lounge-Charakter in erdigen Tönen. Sehr klare Linien. Die offene blitzblanke Küche erlaubt diskrete Blicke. Edel, aber zwanglos. Wer hier sitzt, kann in die einsehbare Küche schauen oder hat an der Fensterfront eine fantastische Aussicht über die Landschaft. Der Blick auf Teller und Küchenkunst nach dem Motto „Innovation & Tradition“ ist allerdings vergleichbar fantastisch.

Das Image-Video des Restaurant Johanns gibt einen kleinen Einblick:

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Dort, wo ich mit meinen Eltern nach einer Wanderung durch das Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald anschliessend gern zu Kaffee und Kuchen einkehrte, machte Michael Simon Reis seine Ausbildung: im gutbürgerlichen Romantikhotel „Die Bierhütte“ bei Freyung. Also ich hab wohl eher eine heiße Schokolade getrunken. Anschließend ging er in das Ein-Stern-Restaurant „Brandstätter“ in Salzburg. Es folgte das zwei Sterne Restaurant von Johanna Maier in Filzmoos und das Steierereck in Wien, später das drei Stern-Restaurant „Arzak“ im spanischen San Sebastian. Seine letzte Etappe auf dem Weg nach „dahoam“ war als Mitglied des Kreativteams des Wiener Steirerecks. Nebenbei schloss er in Wien ein Pädagogikstudium ab.

Wir sind bei Freunden in Waldkirchen zu Besuch, übernachten in deren wunderschönem Haus am Rande des Ortes. Und gemeinsam besichtigen wir die Stadt, die ich in den 70er und 80er Jahren jährlich besucht habe. Die Umgebung unser Ferienhauses in Erlauzwiesel bei Waldkirchen war mein Abenteuerspielplatz. Jetzt, als Erwachsener und Familienvater, bin ich wieder zurück und staune darüber, was sich alles verändert hat. Wir gehen zum Garhammer shoppen und natürlich kehren wir zum Mittagessen gemeinsam ins Johanns ein. Zu der Tageszeit ist eine Tischreservierung unnötig. Ich entscheide mich für das 3-gängige Mittagsmenü. Die Kinder werden auf einer extra Kinderkarte sehr schnell fündig. Auch hier ist Reis ein Freund der guten Küche: Die Nachwuchsgeniesser haben beispielsweise die Auswahl zwischen einer Rindssuppe mit Wurzeln und Kräuterfrittaten, kleinem Salat, gebackenem Schnitzel vom Landschwein oder Süßwasserfisch in Knusperpanade (Fischstäbchen aus der Packung wird es hier bestimmt nicht geben). Und alles zu vertretbaren Preisen. Denn die kleinen Racker essen ja eh keine riesigen Portionen. Aber auch die Gerichte für die „Großen“ haben vertretbare Preise.

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Räucherfisch: Mousse von geräucherten Süßwasserfischen mit eingelegter Gurke, „Gerolltem Salat“ & grünem Meerrettich

Die Vorspeise ist frisch, leicht und ein herrliches Beispiel, wie der Klassiker „geräucherter Fisch“ als Vorspeise heute modern und locker interpretiert sein kann.

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Forelle: In Gewürzbutter gegarte Regenbogenforelle mit bunter Tomatenvielfalt, Avocado & Frischkäse-Tascherl

Forelle mit Avocado habe ich bisher so noch nicht gegessen, eine ungewohnte, doch sehr köstliche Kombination, die durch die bayerische Interpretation der Ricotta-Ravioli eine perfekte Beilage findet.

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Kaffee heiß/kalt: Mokka-Topfen-Soufflée mit eingelegten Herzkirschen, Tahiti Vanille, Pistazien & weißem Kaffee

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Piña Colada: Maracujabiskuit mit weißer Schokolade, Ananasmarmelade, geeister Kokosnuss & Mango Lassi

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Frozen Joghurt: Griechischer Joghurt, cremig und gefroren, mit Blaubeeren, Rübenrohkost & karamellisiertem Getreide

Die Desserts überzeugen uns allesamt, wunderbare köstliche Abschlüsse des „schnellen“ Mittagessens. An so einen Lunch in einer Kaufhauskantine könnte ich mich gewöhnen.

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Landschwein: Kleines gebackenes Schnitzel vom niederbayerischen Schweinerücken

Auch das Wiener Schnitzel für die Kleinen ist perfekt ausgebacken, genau richtig fluffig, wie es sich für ein Schnitzel gehört.

Wir haben uns fest vorgenommen: Beim nächsten Besuch in Waldkirchen bleiben wir auf jeden Fall länger und reservieren rechtzeitig einen Tisch für ein Abendessen im Johanns. Vielleicht werden wir dann auch die Kreditkarte im Modehaus Garhammer zum Glühen bringen, so wie es meine Eltern damals getan haben. Die haben dafür allerdings kein einziges Mal in Berlin Klamotten eingekauft. Denn in noch keinem einzigen Kaufhaus oder Modegeschäft, in dem ich bisher war, ist die Bedienung, der Service, die persönliche Betreuung des Kunden so umfassend, so exzellent, so freundlich. An Garhammer können sich alle Kaufhäuser locker ein Beispiel nehmen. Allein dieses Shoppingerlebnis lohnt die Fahrt nach Waldkirchen.

Service:

Restaurants in München: Shimai – Revisited

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Mein Geheimtipp für Gourmetfreunde asiatischer Kochkunst in München: Das Shimai in der Maxvorstadt. Nachdem wir zur Eröffnung bereits in dem vietnamesischen Restaurant eingeladen waren, gehen wir privat hier öfter essen. Zeit, Euch von unserem Lieblings-Vietnamesen in der Nachbarschaft zu berichten.

Die asiatischen Restaurantwellen der letzten Jahrzehnte haben so manches Restaurant und somit so manche gastronomische Neuheit nach Deutschland gebracht. Nach der indonesischen Bami Goreng Welle der 70er Jahre folgte die chinesische Restaurantschwemme, darauf die indischen Restaurants, bald darauf, so in den 80er Jahren, zogen die japanischen Restaurants mit ihren Sushi-Bars hinterher, die Thai-Restaurant-Welle kam in den 90er Jahren – und seit den 00er Jahren sehen wir immer mehr vietnamesische Restaurants folgen. Jetzt in den 10er Jahren dieses Jahrtausends folgen die gehobenen vietnamesischen Restaurants. Ich persönlich liebe ja die thailändische Küche, sie ist so wunderbar frisch und scharf, säuerlich, umami und crispy – also immer in allen Bereichen ausgewogen. Vietnamesische Küche hingegen ist ähnlich frisch, aber deutlich weniger scharf – jedenfalls die Küche, die ich bisher kenne. Und leider war ich bisher noch nicht in Vietnam. Was jetzt noch fehlt? Philippinen und Malaysia?! Mein Favorit: Malaysia! Eindeutig, denn seit ich auf dem KL Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur war, liebe ich die malaysische Küche. In München gibt es bisher nur ein malaysisches Restaurant – in dem ich leider immer noch nicht war. Welche malaysischen Restaurants in Deutschland kennt ihr noch?

Jetzt also erstmal die edlen Vietnamesen. Seit Herbst 2018 gibt es im Stadtsteil Maxvorstadt in München eine Neuentdeckung. Die Augustenstraße in der Maxvorstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art kulinarischem Hotspot entwickelt. Zahlreiche Cafés und Lokale locken; darunter viel Exotisches und Neues, aber auch Klassiker wie das Café Jasmin. Seit einiger Zeit lohnt von der Augustenstraße ein Abstecher in die Theresienstraße, Hausnummer 87. Bis noch vor wenigen Jahren war an dieser Stelle ein indonesisches Restaurant, das schon von außen den Stil der 70er Jahre ausstrahlte und nicht wirklich zum Besuch einlud. Seit einem totalen Umbau locken im Shimai Asia Food Fans authentische Speisen aus Süd-Vietnam mit den besten Komponenten der asiatischen Nachbarn – und einem Hauch von Europa. Köstlich, kreativ und zu 100% hausgemacht – von der Sauce bis zum Dumpling-Teig. Dank Hai Pham und seiner Frau My, die die besten Komponenten aus fernöstlichen Ländern in ihren Gerichten kreativ neuinterpretieren. Eine Erfolgsstory, die vor 32 Jahren in Vietnam begann.

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Der „kleine Hai“ wuchs dort mit Eltern auf, die selbst gerne kochten und bekochten. Auch die Oma und Mutter von Ehefrau My sind Kochkünstler, vor allem im Mixen von Gewürzen. Hai verfeinerte diese Leidenschaft, sagt aber: „Unser Gewürz-Mix bleibt eine geheime Familien-Rezeptur!“

Und nach dem Motto „life is too short to drink bad cocktails“ verwöhnt das Shimai mit kreativen Cocktails. Neben Klassikern wie Mai Tai oder Munich Mule mixt das Shimai-Team verfeinerte Drinks wie die „Geisha Queen“ oder den „Ho Chi Minh Sling“. Und wer nicht aufs Bier verzichten möchte, kann zwischen bayerischem und vietnamesischem wählen.

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Das stylische Shimai-Interior kontrastiert zunächst zum unscheinbaren „urban look“ von außen. Es steht unter dem Motto Chinoiserie 2.0, gestaltet von Natalie Nygyen-Ton, einer in Münchner Gastronomiekreisen längst bekannten und geschätzten Interior-Designerin. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente.

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Anders als der Name vermuten lässt, entstand die Chinoiserie in Europa, geboren aus der Sehnsucht nach fernen Ländern. Ihre exotischen Elemente finden sich bis heute nicht nur in der Architektur wie dem Chinesischen Turm in München, sondern unter anderem auch in der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen. Im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil neu interpretiert – moderner, reduzierter.

Aufgeteilt in einen vorderen und durch einen schmalen Gang abgetrennten hinteren Sitzbereich, fielen mir sofort die zahlreichen Details, der asiatische Touch, die prunkvolle Holzdecke mit asiatischen Verzierungen, die asiatischen Vasen und Tapeten sowie all die stimmigen Details auf, welche dem shimai eine angenehme Atmosphäre verleihen.

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Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln, die unter Jean-Paul Gaultiers Federführung von Lelièvre für das Shimai gefertigt wurde, und das imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar an der Stirnseite des Restaurants. Das Unikat (Acryl auf Plexiglas) lehnt sich im Stil an traditionelle japanische Motive an, die dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekamen – transparent und dennoch in intensiv leuchtenden Farben. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus: Schwestern, wie der japanische Name besagt. So eine heile Welt findet man im neuen Shimai in der Theresienstraße: Eine bunte, fröhliche Welt mit modernem asiatischen Design.

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Das kulinarische Konzept ähnelt dem des bekannten Schwester-Restaurants Shami an der Münchner Freiheit: Spezialitäten aus Vietnam und Japan mit europäischem Touch – eine Mischung aus Streetkitchen, Restaurant und Bar. Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

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Küchenchef Hai Pham erklärt: „Die gesamte asiatische Küche ist ja nicht nur bei jüngeren Leuten sehr beliebt. Doch die vietnamesische ist mit ihren chinesischen und französischen Einflüssen multi-kulturell, noch feiner und daher sehr bekömmlich. Das schätzen besonders die, die auf die moderne asiatische Küche setzen, die sich dem angesagten Ernährungsbewusstsein anpasste.“ Dabei helfen ihm fünf Köche. Und trockene, säure-arme Edelweine, aber auch köstliche Cocktails!

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Jakobsmuscheln | Shimeji | Frühlingszwiebel | Pfefferkraut | Ingwer-Zitronengras-Limettensauce

Bei den Vorspeisen findet man Klassiker wie Edamame und Tempura Gemüse , aber auch vietnamesische Frühlingsrollen. Die vielen Vorspeisen begeistern uns. Bei einem Blogger-Dinner lassen wir es uns alle gut gehen und fahren die reichhaltige Menükarte nach dem Motto „sharing is caring“ und „share your love“ von vorne bis hinten auf. Rinderspieß, Jakobsmuscheln, gerösteter Butterkrebs, Maishähnchen Wings oder die klassischen vietnamesischen Reisteigrollen gefüllt mit z.B. Lachs und Avocado, Krabbe, Fisch oder Beef? Ach ja, die Dumplings wollen wir nicht vergessen. Alles ist hier hausgemacht.

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Variation von Dumplings
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Grüner Papaya Shrimps Salat

Sehr fein war der Mango & Papaya Salat mit einem würzigen Dressing aus Fischsauce. Ich liebe ja den thailändischen Som Tam-Salat, diese vietnamesische Variation ist allerdings auch sehr fein. Allerdings hätte ich persönlich mir etwas mehr Power durch die Chili-Schoten gewünscht, doch wahrscheinlich ist mein Geschmack hier zu sehr durch die exzellente Thai-Küche beeinflusst und sehnt sich nach der scharfen Komponente der Chili-Schote. Die Chilis hier sind eher dezent und kitzeln nur leicht am Gaumen.

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Surf & Turf: Angus Rinderfilet | Jumbo Garnelen | Kurkuma Kartoffeln | Zwiebeln | Karamell

Der Klassiker Surf & Turf wird ganz klassisch interpretiert mit Filet und Garnelen. Die Beilagen sind asiatisch angehaucht. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Asien, etwas weniger USA gewünscht. Geschmacklich und qualitativ allerdings ist dieser Gang ein Hammer und macht richtig Spaß.

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Pandan Crème Brulée

Übernehmt euch bei den Vor- und Hauptspeisen bitte nicht, denn es muss unbedingt noch ein Dessert Platz haben. Die Pandan Creme Brulée sind einfach ein Traum und natürlich gibt es auch gebackene Banane im herrliche knusprigen Teigmantel. Vom Ingwer-Eis brauche ich gar nicht erst anzufangen. Am besten ihr nehmt von allem etwas und teilt ein bisschen.

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Dreierlei Sorbet & Eiscreme
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Fazit:

Wer im Shimai in der Theresienstraße in München einfach nur eine Kleinigkeit essen will, dem empfehlen wir eines der günstigen und schnellen Mittagsmenüs. Oder auch die exzellente und wirklich stundenlang eingekochte Pho Bo. Wer hingegen mit Freunden und/oder Familie am Abend einkehrt, der sollte auf jeden Fall rechtzeitig einen Tisch reservieren. Die Küche kocht exzellent und auf einem hohen Niveau mit frischen, lokalen Spezialitäten und einer köstlichen Assemblage aus vietnamesischen und europäischen Einflüssen. Sicherlich ist dies kein Aspirant für einen Michelin-Stern wie etwa Deutschlands erstes thailändisches Restaurant mit dieser Auszeichnung, das Kin Dee in Berlin. Für mich persönlich ist es ein exzellentes Restaurant in der Nachbarschaft, in das ich sehr gern einfach mal so mit Familie einkehre. Vielleicht sehen wir uns ja mal hier.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Hai Pham und seine Frau My für die exzellente Gastfreundschaft und großartige Küchenkunst. Wir waren zur Eröffnung und zum Blogger-Event eingeladen. Doch waren wir bereits mehrfach auf eigene Rechnung hier im Shimai, da wir von der Küche absolut überzeugt sind und es jedes Mal wieder Spaß macht.

Service:

Welttag der Tapas: Spanien inszeniert weltweit sein Nationalgericht als Kulturgut

Gilda - Welttag der Tapas

Am 16. Juni wird bereits zum zweiten Mal weltweit der Welttag der Tapa gefeiert. Im Jahr 2016 liegt der Termin auf Wunsch der Organisatoren Turespaña und Tasting Spain in Spanien und allen anderen teilnehmenden Ländern erstmals auf demselben Datum: Morgen! Zum Welttag der Tapa werden in 29 Ländern und über 70 Städten verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisiert, um das Konzept Tapa bekannt zu machen. Denn Tapas stehen für die spanische Art des Genießens, Feierns und Zusammenlebens.

Tapas und Afterwork-Party in der Kunsthalle München
In München wird es verschiedene Aktionen zum Welttag der Tapa geben. Bereits heute, am 15. Juni 2016, steht das Afterwork-Treffen in der Kunsthalle München ganz im Zeichen der spanischen Tapas-Tradition: Wer an diesem Abend die Ausstellung „Sorolla – Spaniens Meister des Lichts“ besucht, bekommt im Anschluss eine spezielle Tapa gratis angeboten. Zusätzlich gibt es frisch geschnittenen Serrano-Schinken vom Consorcio del Jamón Serrano Español sowie Cocktails der Marke Licor 43. (mehr …)

Nightlife in Nairobi, Kenia: Top Restaurants, Bars and Clubs you have to go to

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The hottest place in town: Nairobi durchlebt einen Wandel. Leergefegte Straßen prägten vor wenigen Jahren noch das Stadtbild. Die Angst vor Kriminalität bremste das Nightlife in Nairobi, die Wirtschaft, den Rhythmus im Herzen der Kenianer. Das ist Geschichte. Nairobi kann mittlerweile als dreifache Hauptstadt angesehen werden: zum einen ist Nairobi die Hauptstadt von Kenia. Der Sitz vieler internationaler Organisationen, vieler NGO’s, beispielsweise des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, lassen es zur inoffiziellen Hauptstadt Ostafrikas, ja sogar zur Drehscheibe für ganz Afrika werden. Kenia hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, die kürzlich stark veränderte Verfassung hat den Staat zu einer föderalen Republik wie etwa Deutschland oder die USA werden lassen. Plötzlich lebt das ganze Land auf. Das spiegelt sich auch in der Hauptstadt wieder. Nairobi ist wieder eine der beliebtesten Destinationen in Afrika, die Stadt ist abwechslungsreich, vielfältig – bei Tag wie auch bei Nacht. Zu schade, hier nur einen kurzen Stop-over einzulegen auf dem Weg zur Safari oder zum Strand. Wir empfehlen, mindestens zwei Nächte zu bleiben und den Rhythmus der Stadt einzuatmen.

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Nightlife in Nairobi Afrika_Kenia_03_Nairobi_Hemingways_Hotel_Dez_2015 _045Ich hatte ein Hotelzimmer in Afrika am Fuße der Ngong-Berge. Der Einstieg kommt bekannt vor? Ja, Karen Blixen lebte hier. „Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge …“ – so beginnt auch der Film „Jenseits von Afrika“. Also ja, wir sehen von Karen Brixens Farm die Ngong-Berge. Doch die Alpen sehen wir auch von München aus, sie sind vergleichbar weit weg und dennoch schreiben wir nicht, dass München am Fuße der Alpen liegt. Oder doch? Egal, der Einstieg hat sich bei vielen eingeprägt. Karen Blixens Wohnhaus ist heute ein Museum, der grosszügige Garten lädt zum Flanieren ein – oder zu Festen aller Art. Was früher weit vor den Toren der Stadt war, ist heute ein Stadtbezirk von Nairobi. Kenia weiss, was es der Farmerin und Autorin zu verdanken hat, der Bezirk der Hauptstadt trägt ihren Namen: Karen. Es ist ein sehr reicher Vorort, grosszügige Villen liegen hinter hohen Hecken, Luxushotels, wie etwa das Hemingways Hotel, sind nahezu fußläufig.

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Für Tagesausflüge hat Nairobi noch sehr viel mehr zu bieten. In der Elephant Orphanage werden kleine Waisenelefanten liebevoll großgezogen. Es ist ein sehr kleines Waisenhaus, die Elefanten werden von den Hütern (werden sie hier auch Mahut genannt?) liebevoll betreut. Der Besuch des Waisenhauses ist nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten gestattet. Dann werden die Elefantenbabys mit Milch gefüttert, suhlen sich in Schlammpfützen und lassen sich von den Menschen auch anfassen, streicheln. Doch dann ist es wieder gut, die Karawane zieht zurück ins Dickicht, die Besuchsstunde ist vorbei. Nachhaltigkeit geht hier vor Massentourismus.

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Ähnlich verhält es sich im Giraffe Center. Hier wachsen ein paar junge Rothschild-Giraffen auf. Eine Art Hochstand bringt die Besucher nahezu auf Augenhöhe, Kraftfutter-Pellets werden am Eingang ausgegeben. Damit lassen sich die Langhälse gerne füttern. Wer mag, der steckt sich so ein Pellet zwischen die Lippen, die 50cm lange Giraffenzunge schleckt den Pellet gekonnt vom Menschenmund. Giraffenzungen sind antiseptisch, der nasse Schlabberkuß also ungefährlich. Ein Betreuer erklärt in einem Besucherraum exzellent, was es für Giraffenarten gibt, warum gerade diese Rothschild-Giraffen extrem gefährdet sind, wo sie wieder ausgewildert werden.

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Einen Abstecher wert ist das Nairobi National Museum. Hier steht ein ausgestopftes Modell und das Skelett des Elefanten mit den wohl größten Zähnen, die ein Elefant je hatte. Nahezu ein Wunder, dass der nicht darüber gestolpert ist. Außerdem ist so ziemlich jedes Tier der kenianischen Tierwelt als ausgestopftes Exemplar vorhanden. Schade um die Tiere, sicherlich kann man über die Darstellung geteilter Meinung sein. Doch wie sonst will man die Vielfalt zeigen, erklären, aufmerksam darauf machen, was wir alles verlieren können? Ganz besonders wertvoll ist die Abteilung mit unseren Vorfahren. Die ersten Menschen entstammen ja der Gegend von Äthiopien, Eritrea und Kenia. Hier sind die wohl ältesten je gefundenen Knochen, Skelette, Schädel der Urzeit-Menschen ausgestellt. Sagt also schön „Hallo“ zu unseren Verwandten!

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Wer die Nacht zum Tage machte und am nächsten Tage dringend etwas zum Aufwachen braucht, dem empfehlen wir einen Besuch auf einer der Kaffee- oder Teeplantagen. Die Karunguru Coffee Plantation ist neuerdings auch für Besucher geöffnet und glänzt durch eine sehr exzellente persönliche Führung und ausführliche Erklärung durch die Inhaberfamilie.

Und dann das Nightlife in Nairobi! Nairobi geht aus! Während anderswo nach dem Berufsverkehr die Stadt zur Ruhe kommt, geht es in Nairobi erst richtig los. Jeder wirft sich in Schale, trifft sich mit Freunden erst zum gemütlichen Abendessen, danach zieht man weiter in die Clubs. Wir haben für Euch ein paar der angesagtesten Restaurants, Bars und Clubs zusammengestellt. Wir geben Euch die besten Tipps für Nightlife in Nairobi. Zuerst unsere TOP 10, doch möchten wir Euch einige weitere coole und angesagte Plätze der Stadt, die unsere Recherche zu Tage brachte, nicht verschweigen und stellen diese alphabetisch geordnet dahinter. Von der Skylux Lounge über Vineyard, Space Lounge, Psys, Sirville, Brew Bistro, Sailors, Sankara 7th Floor, Hypnotika, Mercury und Juniper’s bis zum Artcaffé…, um nur ein paar zu nennen. Was diese Plätze so besonders macht, das sind coole Stimmung und exzellentes Essen, verbunden mit aktueller afrikanischer wie internationaler Musik und den Vibes der Party People. Nairobi hat das Potential, die Nachtschwärmer und Backpacker-Szene aus aller Welt in seinen Läden zu empfangen. Für Spontane und schnell Entschlossene: Das Food Festival der kenianischen Metropole, die Nairobi Restaurant Week findet vom 28. Januar bis 7. Februar 2016 statt. (mehr …)

Restaurants in München: Refettorio München: Das frische Frühstücks-Brunch-Buffet

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Sonntagsbrunch. Auf Italienisch. Im Refettorio München. Das war eine Idee, die uns spontan kam: Vor reichlich langer Zeit trafen wir uns oft mit Freunden zum Brunch. Tempi passati. Wir haben uns verändert. Die Freunde haben sich verändert. Und auch die Zeit des „brunchen“, die Zeit der langen Mittagsfrühstücke am Sonntag scheint vorbei. Wir erfreuten uns am Brunchbuffet des Refettorio München, das in die Räume des ehemaligen Eisbach gezogen ist.

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Ristorante Refettorio München SonntagsBrunch Mar_2015_009Wer das Eisbach von früher noch kennt, weiß: das Wochenend-Frühstück oder besser der Brunch war das Highlight der Woche. Obwohl Italiener an sich ja eigentlich mit einem Brioche und einem Espresso zufrieden sind, wird im Refettorio die Tradition des „großen Frühstücks“ des Eisbach fortgeführt. Das Refettorio war ursprünglich der Speisesaal der Mönche in einem Kloster. Wenn die Mönche so gut gefrühstückt haben, wie es das Refettorio auftischt, dann lebten sie nicht schlecht. Das Frühstücks-Brunch-Buffet an Sonn- und Feiertagen mit frischem Obst und frisch gepressten Säften, hausgemachten Fruchtaufstrichen, verschiedenen Rohmilchkäse, Prosciutti und Salami, Müsli, hausgemachtem Brot und verschiedenen Bio-Brotsorten ist durchaus beeindruckend – wie Euch das kleine Video etwas weiter unten zeigt. (mehr …)

Martell Cognac Cocktail Wettbewerb: Starke Frauen, fatale Cocktails

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Martell_Cognac_Cocktail_Competition_Muenchen_Mar_2015_297 Ramona Stenglein strahlt. Sie setzte sich durch gegen ihre Kollegen und mixte den besten Cocktail. Fatalerweise (?) nannte sie ihn „Femme fatale“. Sie gewann das Finale des Martell Cognac Cocktail Wettbewerbes im Hotel Leonardo Royal München. In Kooperation mit dem Spirituosen-Haus Pernod Ricard Deutschland und der Barschule München wurden kürzlich die Cocktail-Kreationen der neun Finalistinnen und Finalisten der Öffentlichkeit präsentiert. In drei Flights traten jeweils drei Barkeeper gegeneinander an und fochten einen Wettbewerb auf sehr hohem Niveau aus.

Unter den gespannten Blicken der 300 Gäste wurden ausgefallene Cocktails kreiert und anschließend durch eine Fachjury beurteilt: Die Siegerin des Abends war Ramona Stenglein, The Westin Grand München, mit ihrem „Femme Fatale“. Über den zweiten Platz freute sich Daniele Aresu, Hotel Victory Therme Erding, mit der Kreation “Arenada”. Den dritten Platz belegte Tobias Wismeyer, Pacific Times, mit seinem Cocktail “Avaler”. (mehr …)

Riedel Veritas: Mit dem Glas die Wahrheit aus dem Champagner kitzeln

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Wie wichtig ist das Glas? Champagner, Wein, Bier – ja so ziemlich jedes Getränk verlangt nach dem richtigen Glas. Nicht umsonst sind die Gläser für Pils, Helles und Weißbier so unterschiedlich. Und genau aus dem gleichen Grund sind die Gläser für Weißwein, Rotwein und Schaumwein unterschiedlich gestaltet. Doch auch innerhalb dieser Kategorien sind die Unterschiede der Weintrauben und der Cuvées sehr deutlich. Die Sektgläser früherer Jahrzehnte, die Sektschalen der Wirtschaftswunderzeiten bewirken vor allem eins: Der Sekt prickelt und schäumt sehr schnell und stark – und ist nach wenigen Minuten flach. Also schnell austrinken – was damals ja auch als schick galt. Heute wollen wir das Perlen, das Moussieren des Schaumweines geniessen. Dafür hat Riedel ein neues Glas entworfen: Das Champagner-Glas in der Veritas-Serie.

Optimal passend kurz vor Weihnachten erhielten wir von Riedel zwei Veritas Champagne Gläser um den Schaumweinen in diesen Festtagen optimal auf den Grund gehen zu können. Wir haben also sowohl die Gläser wie auch die Schaumweine auf Herz und Nieren getestet. Dabei standen uns ein 2008er Château de Passavant Crémant de Loire Brut, ein Champagne Dom Caudron Cuvée Cornaline sowie ein Champagne Dom Caudron Millésimé zur Seite. (mehr …)

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

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Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress „Landküche“ aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

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Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: „Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress“. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

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Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr …)

Das perfekte Weihnachts-Menü: Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln und Champagne Dom Caudron

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Weihnachten: Gans oder Ente? Ente! Bei mir ist diese Antwort gans eindeutig. Ich bevorzuge das Entenfleisch gegenüber dem der Gans, da es deutlich saftiger, feiner und wohlschmeckender ist. Das trifft übrigens auch auf die leckere Stopfleber bzw. Leber zu. Doch dazu ein anderes Mal. Ich habe zu Weihnachten 2014 wieder meine leicht-locker-leckere Ente serviert: Die Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln und diesmal gab es dazu einen edlen Champagne Dom Caudron. Ich möchte Euch gern an diesem Rezept teilhaben lassen.

Kochen_Ente_Calvadosaepfel_Champagne_Dez_2014_002Kommen wir zuerst zur Ente. Hier stellt sich oft und gern die Frage: Welche Ente nehmen wir? Generell würde ich zur Barbarie-Ente raten. Sie ist die beste, wohlschmeckendste und köstlichste Art am Markt. In diesem Fall stammte sie von meinem Lieblingshändler vom Münchner Bauernmarkt in der Zieblandstrasse, dem Egeler Hof. Ich habe vor einigen Monaten hier an dieser Stelle bereits die Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln beschrieben, doch dieses Mal ist sie mir deutlich besser gelungen. Besonders elegant passten dazu meine neuen Champagner-Gläser von Riedel aus der Serie Veritas, in denen der Dom Caudron Cuvée Cornaline besonders fein zur Geltung kam. (mehr …)

Davidoff Tour Gastronomique: Finale furioso in München mit Cigarre und Cognac

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Spiele von Panem oder Brot und Spiele? Oder in diesem Fall: Koch und Schauspieler. Das Kutchiin in München bot Sternekoch Holger Stromberg und Schauspieler Fritz Karl die adäquate Bühne für die letzte Station der Davidoff Tour Gastronomique des Jahres 2014, die als Entdeckungsreise für Genießer Spitzengastronomie, prominente Gastgeber und edle Zigarren zusammenführt. Zum siebten Mal gingen die Marken Davidoff und Jaguar Land Rover Deutschland mit ihren Gästen auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Deutschland. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mischte sich unser Gastautor und Tellerschubser Harald Scholl unter die Gäste.

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Der Mann ist ja irgendwie auch Weltmeister. Wer unsere Jungs in Brasilien Tag für Tag mit kohlehydratreicher Kost zum WM-Titel gefüttert hat, dürfte sich mit Fug und Recht den vierten Stern aufs Hemd sticken lassen. Macht Holger Stromberg aber nicht. Der Michelin-Stern, den er mit 23 als damals jüngster deutscher Küchenchef erkocht hatte, reicht ihm völlig. Aber wer weiss, vielleicht kommt da noch eine Möglichkeit sich ein Sternchen zu erobern dazu. Der österreichische Schauspieler Fritz Karl dreht aktuell die Komödie „Das beste Stück vom Braten“, und – logo – er spielt darin einen schrägen Sternekoch. (mehr …)

Wirte kochen für Kinder: Frisches Mittagessen für Schüler statt Massenabfertigung

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Frisch auf den Tisch: Das Mittagessen in der Schule ist für viele Kinder eine wichtige Mahlzeit. Je länger die Kinder in den Schulen sitzen, je weniger Eltern heute noch wirklich richtig gut kochen können und je mehr der Nachwuchs lieber zu McDreck & Co. geht, umso mehr muss die Schule darauf achten, dass die Schüler eine gute, ordentliche Mahlzeit bekommen. Doch der Kostendruck führt in den letzten Jahren eher dazu, dass große Catering-Unternehmen deutschlandweit standardisierte Billigkost verteilen. Die Schulküchen wurden zu reinen Aufwärmstationen. Der DEHOGA Bayern und der Bayerische Staatsminister für Ernährung wollen jetzt die Wirte in die Schulverpflegung einbinden.

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Es ist eine Kampfansage für Sodexo & Co.: Gemeinsam mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bayern) will das Ernährungsministerium Gastwirten im Freistaat den Einstieg in die Schulverpflegung schmackhaft machen. Ernährungminister Helmut Brunner und DEHOGA-Präsident Ulrich N. Brandl starteten dazu gestern in Gauting im Landkreis Starnberg ein Gemeinschaftsprojekt unter dem Namen „Wirte kochen für Kinder“.

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Ulrich N. Brandl sagte: „Die Wirte kochen frisch und geben der Schulverpflegung ein Gesicht. Sie schenken den Schülern wieder Heimat auf dem Teller statt standardisierter Langeweile der Großcaterer.“ Da die Gastwirte für die Kinder regional und bio kochen sollen, führt er aus, dass die „Wirte zusammen mit den Landwirten den Kindern den Zugang zu den Mitteln zum Leben bringen“ sollen.

Der DEHOGA Bayern hat zu dem Kooperationsprojekt einen extrem schönen, ziemlich coolen Film produzieren lassen. Doch sind sämtliche Textbeiträge komplett in Kleinbuchstaben geschrieben. Leute, hier geht es um Kinder, um Schüler. Die sollen doch auch lernen, richtig zu schreiben. Dazu gehört meines Erachtens auch die korrekte deutsche Rechtschreibung inklusive Groß- und Kleinschreibung…

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San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

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Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

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Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

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Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

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Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr …)

Rettet die Berliner Weisse! Berliner will Original-Traditionsgetränk brauen

Rot oder Grün – oder ganz pur? Früher wurde die Berliner Weiße gern „mit Strippe“ getrunken, mit einem Korn. Diese harte Version ist schon lange ausser Mode. Und auch pur ist nicht jedermanns Sache. Mit Himbeer- oder Waldmeistersirup sind die beliebtesten Sorten, wie Berliner Weiße getrunken wird. Doch leider sehe ich mittlerweile viel zu häufig fertig gemischte Dosen. Bah! Früher gab es in Berlin wenigstens noch Konkurrenz unter den Bierbrauern. Schultheiss genörte zur Dortmunder-Union-Schultheiss-Brauerei, Berliner Kindl zu Dr. Oetker. Seit einigen Jahren ist alles nur noch Dr. Oetker. Der Berliner Brauereimarkt ist ein Monopol, mal abgesehen von den paar kleinen Gasthausbraureien, die einen richtig leckeren Stoff brauen. Doch Berliner Weiße? Ausser der Brühe von Dr. Oetker – Fehlanzeige! Kürzlich fand ich einen Artikel, der mir diese prekäre Lage noch wesentlich deutlicher vor Augen führte, als ich es bisher befürchtete. „Berliner Weiße – Rettung eines Bieres“ schreibt Andreas Bogk auf inkubato.com.

Andreas Bogk will die Berliner Weiße wieder auf den Markt bringen. Er will sie selbst brauen. Und für sein Projekt hat er bereits 15.521 € von diversen Investoren zusammen bekommen. Doch bei diesem Projekt braucht er natürlich noch einige Finanzmittel mehr. Und bestimmt auch mehr Unterstützung. Das Projekt läuft noch bis 13.09.2012.

Was mich total überraschte, ist, dass Dr. Oetker bzw. die zur Radeberger-Gruppe gehörende Berliner Kindl-Weisse längst nicht mehr nach dem Originalrezept gebraut wird. Andreas Bogk schreibt: (mehr …)

Bayerisches Genussfestival: Alfons Schuhbeck und Frankenweine für Jedermann – Mein Rundgang

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Bayern = Bier, Brezn, Bratwurst? Nicht ganz, es ist auch Wein, Weib und Gesang, äh Milch und Käse. Und Schuhbeck sowieso. Der liess es sich richtig gut gehen auf Münchens Odeonsplatz. Das Bayerische Genussfestival fand dort am vergangenen Wochenende statt und Bayerns wohl bekanntester Sternekoch sonnte sich inmitten der Traube aus fränkischen Weinprinzessinnen und der Fränkischen Weinkönigin Melanie Dietrich. Denn gerade der feine Frankenwein stand im Mittelpunkt des Genussfestivals, schließlich war ja auch das Motto:“Feines aus Bayern genießen“.

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Bis Sonntagabend besuchten nach offiziellen Angaben 15.000 Menschen das Bayerische Genussfestival und informierten sich in den verschiedenen Zelten über den Frankenwein und seine verschiedenen Facetten. Bei schönstem Sommerwetter unter bayerisch weiß-blauem Himmel waren sich Veranstalter, Gäste und Aussteller einig: Eine solche Qualität und Kulisse, wie sie das Bayerische Genussfestival auf dem Odeonsplatz bietet, ist einzigartig in der Stadt. (mehr …)

Kochlust Pur: Rindsroulade im Speckmantel mit Erdäpfel-Selleriepüree und 2008 Raifault Chinon Blanc

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Im Wechsel liegt der Reiz. Nicht nur beim Wein. Oder (solange die Gunst der Jugend genützt wird) auch beim Partner. Roulade ist nicht gleich Roulade. Auch eine Rindsroulade kann herrlich variiert werden. Nachdem ich gestern bereits die Rindsroulade von Simon Tress aus dem Biohotel Gasthof zur Rose in Ehestetten vorstellte, gibt es heute die Rindsroulade vom Biohotel Schweitzer in Mieming. Dieses leckere Rezept fand ich im Kochbuch „Kochlust PUR – Die kulinarische Reise durch die Bio-Hotels geht weiter…“, das von der Bio-Hotels-Kooperation herausgegeben wurde. Das Rezept lautet genau: Rindsroulade im Speckmantel mit Erdäpfel-Selleriepüree und grünen Bohnen. Nun, grüne Bohnen hatte ich gerade nicht frisch zur Hand. Dafür aber als korrespondierenden Wein einen 2008er Chinon Blanc von der Domaine du Raifault im schönen Loiretal.

Zu dem Bio-Hotel Schweitzer kann ich Euch leider nichts sagen – da war ich noch nicht. Deshalb verweise ich gern auf den Artikel aus der Social-Media-Aktion der Bio-Hotels vom letzten Jahr im Rahmen der 180-Tage-Biodissey in deren Blog. Das Kochbuch Kochlust PUR2 hingegen liegt mir hier vor. Es ist ein richtig schön gemachtes Kochbuch, das zuerst einmal die Kooperation der Bio-Hotels vorstellt. Die Philosophie, die Gedanken dahinter, wo die Hotels überall sind – und die passenden Bio-Weine. Recht zügig geht es dann an das Herzstück des Kochbuches: Ausgewählte Mitgliedshäuser der Bio-Hotels stellen Gerichte vor, die für sie typisch sind. Typisch für die Region, für die Nachhaltigkeit und für das Hotel an sich. Dabei beschränken sich die Rezepte nicht nur auf ein oder zwei Beispiele. Nein, mindestens drei verschiedene Rezepte, möglichst auch als Menü präsentierbar, werden aufgezeigt. Da das Auge mit isst, sind die Rezepte mit vielen toll geschossenen Fotos versehen. Überhaupt die Bilder: die allein machen schon Lust aufs Nachkochen, Essen – ach, Reisen: Wir wollen gleich dahin, wo so meisterlich und lecker gekocht wird. Das Kochbuch Kochlust PUR2 steht in der Tradition des ersten Teils, über den ich bereits hier, hier und hier geschrieben hatte und Rezepte nachkochte. Diesmal also Rindsroulade im Speckmantel mit Erdäpfel-Selleriepüree vom Biohotel Schweitzer in Mieming. Ich verrate es schon vorweg: Es ist eine Saltimbocca alla Romana-Variation, eine echt leckere Idee. Was brauchen wir dafür? (mehr …)

Restaurants in München: Viqoy: Die Burgerbude für die LOHAS – oder vegetarische Wohlfühlküche

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VIQOY LogoInnovative, leichte, gesunde, vegetarische Küche: Viqoy heißt das neue Restaurant in München-Pasing. Das Konzept soll der Auftakt zu einer neuen Kette in Deutschland und Österreich sein. Dies versprechen uns die Inhaber des neuen Ladens. Die Inhaber, das sind Martin Kargl (32), Franziska Majer (29) und Elke Plank-Kargl (30). Die Betreiber haben es sich zum Ziel gesetzt, dass ein vegetarisches Hauptgericht gleichzusetzen ist mit ihrem Markennamen: ein „Viqoy“, ein schnell serviertes, kalorienarmes Gemüsegericht, das Ernährungswissenschaftler entwickelt haben. Genau das richtige für die LOHAS in München.

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Viqoy, das steht für: VItal Quality food to enjOY. Der andere Slogan lautet: VIQOY – Vitality, Quality, Enjoy! Die erste Location ist in den Pasinger Hofgärten an der Kaflerstraße am Pasinger S-Bahnhof, dort wo die Passanten-Frequenz fast so hoch ist wie in der Innenstadt, aber die Mieten noch erschwinglich sind. Diese Positionierung ist in meinen Augen frech und mutig: Frech, weil im gleichen Gebäudekomplex auch ein Vapiano ist. Und mutig, weil sich das neue Viqoy so gleich von den richtigen Kunden beurteilen und messen lassen kann. Außerdem liegt es in einer stark frequentierten Ecke, unweit der Pasinger Arcaden, einem der vielen ECE-Einkaufszentren.

Greenys LogoDoch halt: Kommt uns das nicht schon bekannt vor? Haben wir das nicht schon mal gehört? Ach ja, als vor drei Jahren das Greenys in der Münchner Altstadt in der Straße „Im Tal“ eröffnete – und sang- und klanglos nach nicht einmal zwei Jahren wieder verschwand. Die Lücke wurde sofort von einem Dean & David-Lokal geschlossen. Ähnliches Konzept, aber nicht vegetarisch, nicht bio, dafür gewinnorientiert. Was ist jetzt das Neue am Viqoy? (mehr …)

Falsches Osso Bucco: Die Luxusvariante mit Jakobsmuschel und Johner Cuvée Maximilian

Falsches Osso Bucco: Die Luxusvariante mit Jakobsmuschel und Johner Cuvée Maximilian Mai 2012 01Dies Gericht ist Luxus. Ist dekadent. Und ist einfach zuzubereiten. Ein Osso Bucco besteht eigentlich aus Kalbsbeinscheiben. Es ist ein Klassiker der Mailänder Küche. Doch für diese Luxusversion nehmen wir ein gutes Stück Rinderfilet oder ein Rindersteak. Außerdem brauchen wir pro Filet oder Steak eine Jakobsmuschel. Und wir üben uns in der Kunst des rückwärts Kochens. Als Begleitung reicht ein kleiner Salat, doch das ist natürlich Geschmacksache. Dazu passt dann ein exzellenter Rotwein, in diesem Fall eine Cuvée Maximilian vom Weingut Johner in Baden.

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Stefan Marquard ist immer für außergewöhnliche Ideen gut. Dieses Rezept stammt von ihm. Ich habe es auf dem Eat & Style Event im November 2011 in der Zenithhalle, München, aufgeschnappt. Leider gibt es bisher nirgendwo im Netz dieses Rezept. Ich habe es mir glücklicherweise gemerkt und fasse diese geniale Kombination hier für Euch zusammen. Es ist eine kreative Umsetzung von „Surf & Turf“, von Rind und Meeresfrüchten. Der coole Kreativkoch zeigte bei seiner Kochshow auf geniale, aber dennoch einfache Art, wie gut sich Fleisch und Fisch vertragen. Die Idee ist dabei ebenso einfach wie frech. Ein ordentliches Stück Rinderfilet wird mittig mit Jakobsmuscheln ergänzt, so dass das fertige Produkt optisch einem Osso Bucco ähnelt. Eine Idee, die in der Grillsaison das Zeug zum Hit haben könnte! Wie genau hat der geniale Küchenpunk diese Variante umgesetzt?

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Landgasthof zur krummen Linde: Dorflokal mit Luxus-Gehabe

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Brandenburg: Kulinarische Ödnis? Oder unterschätzte Gastrogenüsse? Dieser Besuch eines brandenburgischen Lokals spiegelt den Widerstreit zwischen genau diesen beiden Extremen. Ein entspanntes Essen nach der ITB kann auch mal zum Geschmacks-Flop werden. Der Landgasthof zur krummen Linde war eine Empfehlung. Angeblich soll es hier gutes Wiener Schnitzel geben. Da ich als in München lebender Berliner oft und gern bei unseren österreichischen Freunden bin bzw. in alpenländischen Restaurants esse, weiß ich, wie ein richtig gutes Wiener Schnitzel aussehen und schmecken sollte. Das Gegenteil davon serviert der Landgasthof zur krummen Linde in Hohen-Neuendorf bei Stolpe.

Ich war gern bereit, mal wieder ein Restaurant im brandenburgischen Umland meiner Spandauer Heimat zu testen. Stolpe liegt nordwestlich von Berlin. Doch sorry, das Wiener Schnitzel, das ich hier bekam, war einfach nur trocken, ziemlich geschmacksneutral – und preislich eine totale Unverschämtheit. Für 20,80 Euro steht hier das Original Wiener Schnitzel vom Kalb mit Märkischem Kartoffel-Gurken-Salat auf der Karte. Wo ist der Gasthof? Auf dem Ku’damm? Auf den Champs-Elysées? Am Stephansdom? Nein, zur Erinnerung: in Hohen-Neuendorf bei Stolpe. Auch die anderen Gerichte haben eher gesalzene Preise. Liegt das an einer Feinschmecker-Empfehlung (bei der ich mich frage, wie sie zustande kam), oder am Golfclub Stolper Heide, der in der Nähe liegt? Am zahlungskräftigen Publikum aus Frohnau, Heiligensee und Spandau?

Wenn selbst bei der Nußbaumerin, einem feinen österreichischen Restaurant am Ku’damm, ein wirklich sehr gutes Wiener Schnitzel 15,90 Euro kostet, was bitte haben die Wirte der krummen Linde bei der Kalkulation ihrer Speisekarte geraucht? Sogar im Ö1 im teuren München-Schwabing kostet das Wiener Schnitzel 16,90 Euro. (mehr …)

Flos Olei: Der neue Olivenölführer für Feinschmecker stellt sich vor

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Öl wie Wein degustieren? Zuviel Tamtam und Aufwand? Nein, zumindest nicht für Feinschmecker, die nicht nur Livio oder Mazola benutzen. Denn in den letzten Jahren haben die Produzentenländer rund um das Mittelmeer erhebliche Qualitätssprünge gemacht. Wunderbare Cuvées, sorten- oder gar lagenreine Olivenöle – es gibt mittlerweile nichts, was es nicht auch bei den Weinen gibt. Für mich ist Olivenöl nicht nur zum braten oder für das Dressing gedacht, sondern ein kleiner Schuss passt auch perfekt als Abschluss über ein Steak, die Pasta oder den Fisch. Je nach Gericht ist dann ein eher fruchtiges oder ein eher kräftigeres Olivenöl gefragt. Doch welches Öl nehme ich? Hier gibt der neue Olivenölführer Flos Olei eine gute Hilfe an die Hand – als Buch und auch als App.

Erstmals präsentierten 23 Olivenölproduzenten aus Frankreich, Italien und Spanien ihre auserlesenen extra nativen Olivenöle auf der Flos Olei Tour in München und Berlin. Sie alle sind in dem ersten internationalen Guide Flos Olei 2012 über extra native Olivenöle aus der ganzen Welt aufgeführt, bewertet und prämiert. Flos ist lateinisch und bedeutet Blume oder Blüte. Olei ist das Öl – zusammengesetzt bedeutet Flos Olei also: der beste Teil des Öls.

Flos Olei ist das einzige Nachschlagewerk, das sich den besten Olivenölen Extra Vergine aus aller Welt widmet. Er wird von dem italienischen Olivenöl-Experten und Journalisten Marco Oreggia in Zusammenarbeit mit der Journalistin Laura Marinelli herausgegeben. (mehr …)

junge frank’n: Degustation des deutschen Primeurs auf Münchens Viktualienmarkt am 09.11.2011

Junge Franken - Degustation München ViktualienmarktEs muss nicht immer Beaujolais sein. Der Primeur aus dem Frankenland nennt sich kurz und knackig „junge frank’n„. Obwohl ja „franggn“ passender wäre… Eine Woche bevor die berühmten französischen Jungweine präsentiert werden dürfen, gibt es schon erste deutsche Tropfen dieses Jahres zu degustieren. Am Mittwoch, dem 9. November, um 13 Uhr, treffen die ersten bayrischen Weine des Jahrgangs 2011 im Herzen der Landeshauptstadt ein, wo die Münchner sie gratis probieren können. Der neue Jahrgang präsentiert sich mit pikant-frischem Müller-Thurgau, fruchtigem Rotling und saftig-samtigem Rotwein.

Wo?
– im Biergarten des Pschorr vor der Schrannenhalle,
– am Tretter-Standl mitten auf dem Markt,
– bei Retters Weinschmecker, Frauenstraße 12.

Auf einem roten Traktor, in Begleitung von sechs fränkischen Weinprinzessinnen, fährt Andreas Oehm, Vorstand der Winzergemeinschaft Franken, auf dem Viktualienmarkt vor, um die ersten bayrischen Weine des Jahrgangs 2011 zu präsentieren. (mehr …)

Guide Michelin 2012: Hier strahlen die Sterne über Deutschland

cover michelin deutschland 2012Gewinner und Verlierer sowie Überraschungen – jetzt stehen sie alle fest. Der Guide Michelin gab bekannt, wer im Jahr 2012 wieviele Sterne über sein Restaurant hängen darf.
Laut Michelin Mitteilung sind dies die Gewinner eines neuen bzw. zusätzlichen Sternes:

Drei Sterne:

Zwei Sterne:

Ein Stern:
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Karven/Dickhaut: Kochbuch für Kochmuffel: Auflauf mit Huhn – gezaubert aus den Resten vom Vortag

Dickhaut_Karven_Kochbuch_Kochmuffel_2011_05Resteessen. Essen von gestern. „A Rumfordsupp’n“ wie die Münchner hier sagen. Damit meinen die Einheimischen „ois, wos rumliegt und fort muss“. Ursula Karven und Sebastian Dickhaut haben im „Kochbuch für Kochmuffel“ auch ein paar „Rumfordsuppen“ eingebaut. Allerdings auf einem ganz hohen Niveau. Diese Art von Resteverwertung macht auch Hobbyköchen Spaß und gibt ein paar Ideen, wie sparsam gekocht werden kann. Gestern habe ich hier schon die Hähnchenbrust mit Currygemüse beschrieben. Die logische Fortführung von Chefkoch Sebastian ist der Auflauf mit Huhn.

Sebastian Dickhaut hat die Rezepte für die „Yoga-Tante“ Ursula Karven entwickelt. Ich vermute mal, weil sie neben Yoga- und Schwangerschaftsbüchern für ihre Klientel noch eine Erweiterung brauchte. Gesunde, leichte Küche für jeden Tag, die nicht nach Diätbuch aussieht. Da Frau Karven zwar Schauspielerin ist, aber bisher nicht kochen konnte, bekam sie den Meisterkoch Sebastian Dickhaut an die Seite gestellt. Der kann das. Der hat schon über 40 Kochbücher geschrieben und die Basic Cooking-Reihe bei Gräfe+Unzer erfunden. Aber ich wiederhole mich, das könnt ihr im Artikel von gestern nachlesen.

Das Konzept von Sebastian Dickhaut ist dabei einfach wie genial. Er beschreibt es im Buch so: „Entdeckertage, an denen bestimmte Zutaten im Rampenlicht stehen, und Basic-Tage fürs Grundsätzliche. Mit Zauberrezepten, die Reste zum Besten verwandeln, und Wohlfühlgerichten, die einem Energie und Wärme geben.“ Den Grund für die „Zauberrezepte“ liefert er auch gleich mit: „Damit zum Einkaufen überhaupt Zeit ist, wird an Montagen und Freitagen was Gutes aus Resten gezaubert – das sind die ‚Zaubertage'“. Also endlich mal ein Kochbuch, bei dem der Koch mitgedacht hat. Ja, vor dem Kochen steht das Einkaufen. Und das braucht Zeit. Heutzutage wollen und können wir nicht alle permanent die Zeit auf dem Markt, im Supermarkt oder in der Küche verbringen. Also muss es eben manchmal schnell gehen. Dafür aber bitte auch lecker. Und dem kommt das Buch nach.

Also habe ich aus der Einsteigerwoche das Montagsrezept „Auflauf mit Huhn“ mit den Resten der „Hähnchenbrust mit Currygemüse“ zubereitet. Doch lest selbst: (mehr …)

Nespresso: Die nackte Maschine als Kunstwerk

The Heart is a Machine by Kram Weisshaar for NESPRESSO 2011Zieht sie aus! Macht sie nackig! Entblättert Eure Maschinen! Reisst ihnen die Klamotten, äh Verkleidung runter! Und verkauft das dann als Kunst, denn: Sex sells! So einfach macht es sich der Kaffeeröster Nespresso in Zusammenarbeit mit Bloggern und Künstlern. Die Event-Serie „Coffee and Conversation“ startete im letzten Jahr mit einem Fashion-Talk zwischen dem berühmten Streetstyle-Blogger Scott Schuman und der Berliner Bloggerin Mary Scherpe. In diesem Jahr stand „Coffee and Conversation“ ganz im Zeichen des Designs: Der bekannte Münchner Designer Clemens Weisshaar interpretierte und inszenierte Nespressos neueste Maschineninnovation „Pixie“ und ließ eine eindrucksvolle Installation zum Leben erwachen. Die Installation aus 36 in Reihe geschalteten und optisch veränderten Pixies bildete den Rahmen für den Design-Talk zwischen ClemensWeisshaar und dem renommierten britischen Design-Blogger Marcus Fairs.

Gemäß dem Pixie-Motto „More than you see“ zeigt Clemens Weisshaar die Kaffeemaschine ohne ihre elektrisierende äußere Hülle und blickt ihr direkt bis in ihr „pulsierendes, technisches Herz“. Zusätzlich inszeniert und demokratisiert er in seiner Installation den „perfekten Kaffee-Moment“. “Die Entwicklung der Nespresso Maschinen ist mit unglaublich viel technischer Raffinesse und Expertenwissen verbunden. Diese Technologie ist wirklich ein wahres Erlebnis“, so Clemens Weisshaar auf die Frage nach seiner Inspiration. Aber gab es so etwas ähnliches nicht schon vor zig Jahren von Swatch? Die Uhr, bei der man durch den durchsichtigen Kunststoff ins Gehäuse schauen konnte? Was jetzt anders ist? Die Maschine hat gar keine Hülle mehr. (mehr …)

S. Pellegrino World’s 50 Best Restaurants: Vendôme und Aqua unter den Top 25, Schwarzwaldstube stürzt ab

Worlds 50 Best Restaurants LogoDie mit Spannung erwartete Veröffentlichung der gastronomischen Weltrangliste „S. Pellegrino World’s 50 Best Restaurants“ gibt gleich doppelten Anlass zu großer Freude: Die besten beiden deutschen Restaurants konnten sich in der Spitze nicht nur festsetzen, sondern haben sich beide verbessert. Das Restaurant Vendôme im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, Bergisch-Gladbach, stieg um einen Rang auf Platz 21, das Restaurant Aqua im The Ritz-Carlton, Wolfsburg, verbesserte sich sogar um neun Ränge auf Platz 25. Leider finden sich keine weiteren deutschen Restaurants in dieser Liste. Das Restaurant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach, Baiersbronn, das 2010 noch auf Rang 47 stand – nachdem es im Vergleich zu 2009 schon um ganze 24 Plätze abgestürzt war – ist aus den Top 50 ausgeschieden und findet sich nunmehr nur noch auf Rang 73 wieder.

Als bestes Restaurant der Welt wurde das Noma in Kopenhagen im zweiten Jahr in Folge bestätigt. Noma-Küchenchef René Redzepi gilt als Vorreiter der skandinavischen Avantgarde und kochte bereits beim alljährlichen „International Festival of Food & Wine“ im Wolfsburger Ritz-Carlton.

Bereits im Vorjahr konnte sich das mit drei Michelin Sternen ausgezeichnete Restaurant Aqua in der Wolfsburger Autostadt den hohen Neueinstieg auf Platz 34 sichern. Die gut gewahrten Platzierungen der internationalen Spitzenköche wurden in der soeben erschienenen Mai-Ausgabe der renommierten britischen Fachzeitschrift „Restaurant Magazine“ preisgegeben. Um die vielbeachtete Ehrung persönlich entgegen zu nehmen, kamen die besten Köche der Welt zu einer feierlichen Zeremonie in London zusammen. Das Ereignis wird gern als „Oscar-Verleihung“ der weltweiten Gastronomieszene bezeichnet und findet internationale Beachtung. (mehr …)

Wer wird die 62. Deutsche Weinkönigin? Am 08.10. per Live-Ticker dabei sein!

Im Minutentakt aktuell informiert! Für alle Fans, die heute die Wahlgala nicht hautnah erleben können, hat das Deutsche Weininstitut einen Live-Ticker installiert. Ab 20 Uhr sind Andreas Kaul und Frank Schulz online, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Ab 22.00 Uhr wird die Wahlgala zeitversetzt im SWR-Fernsehen übertragen. Im Finale morgen, Samstag, 09.10.2010, in Neustadt stehen sechs Weinfachfrauen. Die Entscheidung für die ersten sechs aus dreizehn ist gefallen – die Finalistinnen zur Wahl der 62. Deutschen Weinkönigin sind: Mandy Großgarten (22) von der Ahr, Carolin Spyra (21) von der Nahe, Melanie Unsleber (24) aus Franken, Katja Bohnert (20) aus Baden, Sina Listmann (23) aus Rheinhessen und Katharina Ofken (22) von der Mosel.

Diesmal war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Wohl selten fiel der 80köpfigen Jury die Entscheidung so schwer, wer in der kommenden Woche um die Krone der 62. Deutschen Weinkönigin kämpfen darf. Und wohl selten hatten sich die mitgereisten Fangruppen so sehr ins Zeug gelegt, wie in diesem Jahr. (mehr …)

Brogsitter’s Sanct Peter: Niederlage gegen den Feinschmecker – Sieg für die Pressefreiheit

Wie das Medien-Nachrichtenportal Meedia heute meldet, hat wieder ein Gastronom gegen Pressefreiheit und Freiheit der Meinungsäußerung geklagt – und verloren. Der Feinschmecker musste seinen ersten Rechtsstreit gegen einen Restaurantbesitzer führen – und gewann ihn vor dem Landgericht Köln gegen Hans-Joachim Brogsitter. Brogsitter hatte den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen eine Kritik beantragt, mit der auch das Erscheinen des aktuellen „Der Feinschmecker Hotel- und Restaurant Guide 2011“ hätte verhindert werden können. Er sah sein Haus in dem Führer nicht angemessen gewürdigt und bewertet.

Die Gastro-Kritiker der Zeitschrift haben das Restaurant „Brogsitter’s Sanct Peter“ in ihrem Guide 2011 gegenüber dem Vorjahr von drei auf zwei Feinschmecker-Punkte herabgestuft. Ihr Test erschien zum ersten Mal am 11. August im Taschenbuch „Die 600 besten Restaurants in Deutschland 2010/2011“, das der September-Ausgabe von Der Feinschmecker beilag. In einer gekürzten Fassung sollte er auch im „Der Feinschmecker Hotel- und Restaurant Guide 2011“ abgedruckt werden. Diesen Führer veröffentlicht der Jahreszeiten-Verlag alljährlich auf der Frankfurter Buchmesse. Wie lautete nun der Text, der dem Gastronom eine Klage wert war? (mehr …)

Münchner Stockwurst: Die Rückkehr einer vergessenen leckeren Münchnerin

Muenchner StockwurstSchaut sie nicht schön aus? Eine perfekte Rundung, eine herrliche Figur. Klein, knackig, heiss – und man kann davon mehrere hintereinander geniessen, ohne dass man es hinterher bereut. Leider war sie in den letzten Jahrzehnten untergetaucht. Sie wurde verdrängt, vergessen, verschwand von den Speisekarten und aus den Metzgerangeboten Münchens. Die Rede ist von der Münchner Stockwurst. Jeder kennt die Weißwurst, München ist ohne Weißwurst fast nicht denkbar. Weißwurst und Weißbier sind ein perfektes Frühstück – äh Brotzeit, etwas süßer Senf und eine Brez’n dazu, der Tag kann beginnen. Doch die Stockwurst? Nur ältere Münchner erinnern sich noch daran, dass es da mal was gab, so bis kurz nach dem letzten Krieg. Slow Food München hat jetzt das alte Rezept wieder ausgegraben und ein paar Metzger zum Probeverwursten gebeten. Gestern nun gab es die erste Verkostung im Pschorr Bräu am Viktualienmarkt.

Slow Food München will also die Stockwurst wieder als traditionelles Schmankerl in der Münchner Gastronomie verankert wissen. In dem Wirt Jürgen Lochbihler vom Wirtshaus Der Pschorr am Viktualienmarktfand das Convivium München (so heißen bei Slow Food die einzelnen Ortsverbände) einen Förderer dieses Projekts, der die Stockwurst auf seine Speisekarte setzen und sie mit wechselnden Beilagen anbieten will. Denn bislang ist sie nur noch „Insidern“, alten Münchnern ein Begriff. Früher war sie fester Bestandteil einer richtigen Münchner Brotzeit. Ich habe die Stockwurst gestern getestet und sage Euch, wie sie am besten schmeckt und was dahintersteckt. (mehr …)


GAP

Restaurants in München: Tramin: Stilvolle Gemütlichkeit mit Witz und Spannung

Restaurant Tramin Muenchen 38Seit einem Jahr hat München einen kleinen Geheimtipp, der (noch?) nicht von den üblichen Restaurantkritikern entdeckt wurde. Im schönen Haidhausen, unweit der Kollegen vom Gastronomie-Report, haben ein paar ambitionierte Köche und Sommeliers ein gastronomisches Kleinod geschaffen. Das kleine Lokal ist eher spartanisch, doch liebevoll dekoriert, an den weissen Wänden hängen vereinzelte Bilder, die nackten Holztische sind nicht unter Tischdecken versteckt, auch die Holzstühle tragen keine Polster. Der Name ist doppeldeutig, auch mich hat er verwirrt: Tramin. Nein, nicht Südtiroler Küche und Weine dominieren hier. Die Rebsorte mit ihrer Charakteristik stand hier Pate. Patron und Sommelier Holger Baier stellt sein Restaurant unter das Motto: „Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend.“ Dabei stehen Witz, Spaß, Spannung und die Lust am Genuß deutlich im Vordergrund.

Restaurant Tramin Muenchen 04Dafür wollen Holger Baier und seine Partner Dirk Zeilmann, Daniel Schimkowitsch und Florian Wegmann ausschließlich frische und beste Zutaten zu erstklassigen Kreationen verarbeiten. Während sie auf aufwändige Garnituren verzichten, legen sie Wert auf hohe Qualität und verwenden daher überwiegend einheimische Produkte, die keine lange Reise durch verschiedene Länder oder Kontinente hinter sich haben. Die tollen Kreationen sind jeweils einzigartig komponiert und überraschen Auge und Gaumen. Die Gerichte sind nicht verspielt, dafür aber witzig komponiert und teilweise mit sonderbaren Namen versehen, eine wunderbare Komposition aus deutscher, südeuropäischer und asiatischer Küche.

Holger Baier stellte mir im Interview sein Restaurant so vor:

Wir wurden bei unserem Besuch Anfang April 2010 folgendermassen überrascht: (mehr …)

Vive-le-Käse: Facebook App für französische Käsewerbung

Pünktlich zur Fußball WM 2010 in Südafrika starten diverse Anbieter jetzt kleine Spielchen. So auch die französische Vermarktungsgesellschaft Sopexa. Für französischen Käse haben die Marketender jetzt sogar eine Facebook-Applikation erstellt. Doch mir ist es gleich, ob es französischer oder ein feiner Schweizer Käse ist, die schmecken alle sehr lecker. Die Franzosen stellen allerdings die kühne Behauptung auf, dass der schönste Liebesbeweis ein Stück Käse sei, da Liebe bekanntlich durch den Magen ginge. So soll man also einen virtuellen Käsegruß senden.

Mehrere witzige Käseliebe-Motive stehen zur Auswahl und bei der Wahl zum Lieblingsmotiv, wird als Gewinn zusätzlich ein unvergesslicher Käsekochkurs verlost! (mehr …)


GAP

Restaurants in München: Frank Heppner: Entenbruststreifen mit Gemüse aus dem Wok und Chinon Rouge

Heppner_MetabolicBalance_2010_004Metabolic Balance? Diabolic Balance? Was ist das? Diese Ernährungsmethode ist seit ein paar Jahren auf dem Markt. Dr. med. Wolf Funfack hat diese Stoffwechselkur entwickelt, mit der gesunde Ernährung, gesundes Abnehmen und ein besseres Leben erreicht werden sollen. Metabolic Balance und Genuß – geht das? Gesund und lecker abnehmen und dabei Rücksicht auf den Stoffwechsel nehmen: um dies zu erreichen hat sich Dr. Funfack einen Spitzenkoch zur Hilfe genommen. Frank Heppner führt seit 2008 in München das Restaurant Momo, direkt um die Ecke vom Rocco Forte The Charles Hotel. Aus dem Kochbuch der beiden wollte ich schon lange mal was zubereiten, vor kurzem war es dann soweit: Entenbruststreifen aus dem Wok mit Marktgemüse. Und dazu ein kräftiger Rotwein: ein 2006er Chinon Rouge „Les Allets“ von der Domaine du Raifault.

Momo Heppner Metabolic Balance Sept 2008_011„Kochen Sie mit viel Liebe, essen Sie mit Genuss und verwöhnen Sie Ihren Gaumen – so verweilen Sie direkt im Gourmethimmel, während die überflüssigen Pfunde wie Sahnewölkchen am Himmel vorüberziehen.“ So poetisch drückt Frank Heppner seine Art zu kochen und gleichzeitig den Körper zu entlasten aus. Der Spitzenkoch kombiniert in dem Kochbuch Metabolic Balance Gourmetküche seine „Lean Cuisine“ mit den ganzheitlichen Grundsätzen der Stoffwechsel-Methode. Das Kochbuch soll den Weg zum individuellen Wohlfühlgewicht erleichtern. Mit seinen professionellen Tipps und ästhetischen Farbbildern, die zwar nicht alle, so doch aber viele Gerichte begleiten, sollte das Nachkochen ein Kinderspiel sein – und der Genuß kommt schon beim kochen und bleibt beim Essen. Wie also wird meine Wok-Ente? (mehr …)