Riesling-Legende Geheimrat „J“: Eine deutsche Erfolgsgeschichte

Flaschentrio Geheimrat JZu Ehren des Firmenbegründers Julius Wegeler stellte Norbert Holderrieth eine große trockene Spätlese aus den besten Riesling-Parzellen der Rheingauer Rebhänge zusammen. Das war die Geburtsstunde des legendären Geheimrat „J“. Was war der Auslöser? 1983 rangierten liebliche Weine ganz vorne auf der Beliebtheitsskala rangierten und deutsche Weine zählten zu den billigsten der Welt. Da wagte Norbert Holderrieth, der heute im Ruhestand lebende Gutsverwalter der Weingüter Wegeler, ein Experiment: Er setzte kompromisslos auf trocken – und das im ultra premium Segment.

Es dauerte nicht allzu lange, da mussten nicht nur berühmte Weinnasen bekennen, dass den Weingütern Wegeler mit dem Geheimrat „J“ ein großer Wurf gelungen war.

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Vor kurzem kam der aktuelle Jahrgang der Riesling-Legende auf den Markt. Nicht in jedem Jahr reicht die Traubenqualität aus, um diesen Spitzenwein auf die Flasche und ins Glas bringen zu können. Dann wird ausgesetzt, und die Hoffnungen aller Geheimrat „J“ Fans richten sich auf den nächsten Jahrgang. Er wird erst kurz vor Weihnachten des Folgejahres trinkreif. Auf sein Eintreffen wartet man nur allzu gerne. Wie kaum ein anderer Wein hat sich dieser finessenreiche Riesling mit dem einprägsamen Namen in den Köpfen all’ der Menschen festgesetzt, die sich blind auf eine Marke von gleich bleibender Qualität verlassen möchten. Von den Weinkarten rund um die Welt ist die große trockene Spätlese aus den besten Riesling Parzellen des Rheingaus nicht mehr wegzudenken. Und auch die Sommeliers, bekannt und geschätzt als Botschafter edler Tropfen, lieben „ihren“ Geheimrat „J“. Mindestens zwei Gründe sprechen aus ihrer Sicht für den Kultwein: Die Qualität des Weines, der aus bis zu 16 Ersten Gewächs Lagen vinifiziert wird, stimmt und der Bekanntheitsgrad auch.

Praxistipp:
Wer gerne Meeresfrüchte und weißes Fleisch genießt, ist mit der 2005 Geheimrat „J“ Spätlese trocken gut beraten. Doch mindestens ebenso spannend ist der Geheimrat „J“ aus älteren Jahrgängen. Der 2001er zum Beispiel präsentiert sich glockenrein und herzhaft fruchtig. Er passt sehr gut zu einem gebratenen Kalbsrücken, zu Steinpilz Risotto oder auch zu einem getrüffelten Püree. Circa 10 Jahre kann er spielend bei sachgemäßer Lagerung aufgehoben werden.

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