Hachis Parmentier: Resteverwertung nach alter französischer Tradition

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Französische Küche ist leicht und teuer? Weit gefehlt! Gerade auf dem Land ist das Essen – ähnlich wie die deutsche Küche günstig, ja, sogar billig und liegt auch gern mal verdammt schwer im Magen. Dennoch ist sie genial lecker und verführt auf ihre besondere Art und Weise. Ein traditionelles Resteessen ist das Hachis Parmentier. Ich habe es das allererste Mal damals bei meinem Tutor und Französisch-Leistungskurs-Lehrer gegessen, der seinen Kurs mal zu sich nach Hause einlud. Kürzlich hatte ich einige Kartoffeln übrig und frisches Hackfleisch. Außerdem flackten noch Zucchini im Kühlschrank rum. Mir fiel das Hachis Parmentier wieder ein und ich variierte diesen Auflauf ein wenig.

Es ist eines dieser Essen, zu dem wir nicht viel brauchen und das relativ schnell geht. Außerdem ist es extrem Geldbeutel schonend. Und ideal geeignet vor einer Party verspeist zu sein, denn es bildet eine optimale Grundlage für so manches alkoholische Getränk. Was also brauchen wir für ein Hachis Parmentier?

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Hachis_Parmentier_Sept2012_05Hachis Parmentier

Zutaten:

  • 500g Hackfleisch
  • 1kg Kartoffeln (mehlig)
  • Kirschtomaten
  • 1-2 Zucchini
  • 1 Zwiebel oder Schalotte
  • Olivenöl
  • 100ml Weißwein
  • 2 Knoblauchzehen
  • Butter
  • 200ml Sahne
  • 1 Ei
  • 100g geriebener Käse, hier: Peccorino

Hachis_Parmentier_Sept2012_06Zubereitung:

  • Kartoffeln waschen, pellen, 30min kochen
  • Zwiebeln bzw. Schalotten fein würfeln und mit 1 EL Butter dünsten.
  • In einer Schüssel Hackfleisch, Zwiebeln, und Ei gut miteinander vermischen, salzen und pfeffern.
  • Den Ofen auf 220°C vorheizen.
  • Etwas Olivenöl in einer tiefen beschichteten Pfanne erhitzen und das Hack krümelig braten. Dann Zucchini und Knoblauch untermischen und einige Minuten mitbraten. Kirschtomaten halbieren und zugeben. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und mit Weißwein ablöschen. Die Hackfleischmischung dann 20min auf kleiner Flamme köcheln lassen.
  • Kartoffeln zu Brei stampfen, ein bisschen Kochwasser oder etwas Milch nehmen, damit der Kartoffelbrei streichfähig ist.
  • Den Brei salzen und pfeffern, Muskatnuss zugeben, etwas Butter untermischen und sehr gut verrühren.
  • Die Kartoffelmasse in eine mit etwas Olivenöl gefettete Auflaufform geben und glatt streichen.
  • Danach das Hackfleisch darauf geben.
  • Ganz zum Schluss mit dem geriebenen Käse abschliessen.
  • Das Ganze kommt dann in den Backofen, bis der Käse goldbraun ist.

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Dann jeweils schöne Portionen aus dem Bräter bzw. der Auflaufform herausstechen und auf Tellern anrichten.

Zu diesem Essen passten zwei Weine hervorragend: zum einen der 2010er Gayda Figure Libre Freestyle. Zum anderen der 2009er Nipozzano Reserva Chianti Rufina von den Marchesi di Frescobaldi.

Guten Appetit!

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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