Freunde erweitern die Geschmackserlebnisse. Und dank Social Media gewinnen wir heute mehr Freunde aus anderen Gegenden als früher, als wir uns nur in einem eher begrenzten regionalen Umfeld bewegten. Während eines Facebook-Chats sagte mir eine Südtiroler Freundin, was sie gleich für ihre Familie kochen würde: Spaghetti con Finocchio, Pinoli e Zafferano: Pasta mit Fenchel, Pinienkernen und Safran .
Ich fragte nach, was das genau sei und wie es machen würde. Sie beschrieb mir ihr Rezept, das sich wirklich sehr nach Italien, nach Sommer, nach Mittelmeer anhört. Es ist außerdem komplett vegetarisch, also auch etwas für die Veggie-Day-Befürworter. Ich bakam Appetit, das auch zu machen und fing an zu kochen. Es war so lecker, dass ich es Euch nicht länger vorenthalten möchte.
Was brauchen wir also? Klar; Fenchelknollen, Pinienkerne, Safranfäden und Spaghetti. Doch wie geht es weiter?
Pasta mit Fenchel, Pinienkernen und Safran: wenige Zutaten, viel Aroma
Fenchel und Safran sind eine ausgesprochen feine Kombination. Der Fenchel bringt seine leicht süßliche, anisartige Würze mit, der Safran eine warme, herbe Aromatik. Dazu kommen die gerösteten Pinienkerne mit ihrem nussigen Geschmack. Viel mehr braucht diese Pasta eigentlich nicht. Gerade bei solchen Gerichten zeigt sich, daß eine lange Zutatenliste noch lange kein besseres Essen macht.
Der Weißwein sorgt für etwas Frische, Parmesan kann am Ende zusätzliche Würze geben. Ich würde ihn aber nicht so großzügig einsetzen, daß Fenchel und Safran darunter verschwinden. Die beiden sollen schließlich die Hauptrolle spielen.
Rezept: Spaghetti con Finocchio, Pinoli e Zafferano
Spaghetti con Finocchio, Pinoli e Zafferano
Zutaten:
- Spaghetti oder Spaghettini
- Fenchelknollen
- Pinienkerne
- Safranfäden
- Olivenöl
- 1 Zwiebel oder Schalotte
- etwas Weißwein
- Salz, Pfeffer, Parmesan
- ggf. Gemüse- oder Hühnerbrühe statt Wasser für Fenchel und Nudeln
Tiefer eintauchen: Kochen, Rezepte & Kochwissen
Dieses Rezept ist Teil meiner großen Sammlung für Genießer. Wenn du mehr über Techniken, saisonale Zutaten und fundiertes Kochwissen erfahren möchtest, besuche mein zentrales Hub für alles rund um die kulinarische Welt.
Zum Kochen, Rezepte & Kochwissen-HubZubereitung:
- Zuerst die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne, also ohne Fett, anrösten, beiseite stellen
- Safranfäden in Wasser oder ggf. etwas Weißwein auflösen
- Fenchel achteln, in etwas Wasser oder (für etwas mehr Geschmack) Gemüse- bzw. Hühnerbrühe andünsten, Fenchel herausnehmen
- Wasser bzw. Brühe aufbewahren
- Spaghettini in Fenchelwasser bzw. -brühe (evtl. muss noch etwas heißes Wasser hinzugefügt werden) al dente kochen
- Zwiebel würfeln und in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten
- Fenchel dazugeben und mitbraten
- Safran in die Pfanne geben
- Die Pfanne mit etwas Nudelbrühe ablöschen, einreduzieren lassen
- Die Pasta abgiessen, in die Pfanne zum Fenchel hinzugeben, kurz durchschwenken
- Mit Salz und Pfeffer würzen, nach Geschmack etwas Parmesan drüber
- Geröstete Pinienkerne darübergeben, gut durchmischen, schnell servieren.
Warum die Pinienkerne ohne Fett geröstet werden
Pinienkerne brauchen für dieses Gericht kein zusätzliches Fett. In der trockenen Pfanne entwickeln sie genügend Röstaromen und bekommen eine schöne goldene Farbe. Dabei sollte man allerdings dabeibleiben: Zwischen angenehm geröstet und verbrannt liegen bei Pinienkernen gefühlt nur wenige Sekunden. Danach kommen sie erst ganz zum Schluß über die Pasta, damit sie ihren Biß behalten.
Das Fenchelwasser gehört zur Pasta
Ein kleiner, aber wichtiger Kniff ist das Wasser beziehungsweise die Brühe, in der der Fenchel gegart wurde. Statt sie wegzugießen, wird darin die Pasta gekocht und später noch etwas davon zum Ablöschen verwendet. So bleibt das Fenchelaroma im Gericht. Gleichzeitig hilft die stärkehaltige Flüssigkeit dabei, Pasta, Olivenöl, Safran und Fenchel miteinander zu verbinden.
Spaghetti oder Spaghettini?
Beides funktioniert. Spaghettini sind etwas feiner und passen für meinen Geschmack besonders gut zu dieser leichten Kombination. Wer lieber etwas mehr Biß auf der Gabel hat, nimmt Spaghetti. Entscheidend ist ohnehin, daß die Pasta al dente bleibt und anschließend nur kurz mit Fenchel und Safran in der Pfanne durchgeschwenkt wird.
Pasta mit Fenchel, Pinienkernen und Safran
Zutaten
Methode
- Zuerst die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne, also ohne Fett, anrösten, beiseite stellen
- Safranfäden in Wasser oder ggf. etwas Weißwein auflösen
- Fenchel achteln, in etwas Wasser oder (für etwas mehr Geschmack) Gemüse- bzw. Hühnerbrühe andünsten, Fenchel herausnehmen
- Wasser bzw. Brühe aufbewahren
- Spaghettini in Fenchelwasser bzw. -brühe (evtl. muss noch etwas heißes Wasser hinzugefügt werden) al dente kochen
- Zwiebel würfeln und in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten
- Fenchel dazugeben und mitbraten
- Safran in die Pfanne geben
- Die Pfanne mit etwas Nudelbrühe ablöschen, einreduzieren lassen
- Die Pasta abgiessen, in die Pfanne zum Fenchel hinzugeben, kurz durchschwenken
- Mit Salz und Pfeffer würzen, nach Geschmack etwas Parmesan drüber
- Geröstete Pinienkerne darübergeben, gut durchmischen, schnell servieren.
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Dieser Artikel ist Teil unserer exklusiven Serie über die Spitzenkulinarik und den Weinbau in Deutschland. Suchen Sie nach tiefergehenden Informationen zu den besten Lagen, Terroirs und sensorischen Geheimnissen? Finden Sie alle Facetten des Genusses gebündelt auf unserer zentralen Hub-Page: Grosse Gewächse – Erste Lagen: Der ultimative Wein-Guide.
Welcher Wein passt zu Pasta mit Fenchel, Pinienkernen und Safran?

Als Wein passt hier ein sommerlicher, trockener Weißwein dazu. Ich schlage vor, mal geschmacklich nach Südfrankreich, genauer: in die Gascogne zu „greifen“: ein frischer 2012er Colombelle Côtes de Gascogne von der Winzergenossenschaft Plaimont. Alternativ dieser frische, leichte Sommerwein vom Weingut Kiefer „Mit den Wolken ziehen“. Oder auch ein Südtiroler Grauburgunder, ein Traminer oder ein Grüner Veltliner DAC aus Österreich würden passen.
Plaimont: Colombelle Côtes de Gascogne
Die Colombelle ist einer der Weine, mit denen Plaimont den eigenständigen Charakter der Gascogne ziemlich unkompliziert ins Glas bringt. Im Mittelpunkt steht Colombard, jene für die Region so typische Rebsorte, die für Frische, lebendige Säure und eine ausgeprägte Frucht sorgt. Plaimont begann bereits 1984, das Potential des Colombard für diese Art frischer Weißweine zu nutzen; die Colombelle entwickelte sich danach zu einer der prägenden Cuvées des Hauses.
Mein 2012er paßt mit seiner frischen Art sehr schön zur Pasta: Fenchel und Safran verlangen keinen schweren Wein, sondern einen, der das Gericht begleitet und ihm Frische entgegensetzt. Auch der Jahrgang 2012 zeigt sich bei der Colombelle ausgesprochen lebendig, mit Zitrus, Grapefruit und Zitrone sowie einem frischen, eher lebhaften als üppigen Charakter. Genau diese Richtung funktioniert für mich zu Fenchel, Safran und Pinienkernen.
Weingut Kiefer: „Mit den Wolken ziehen“
Ganz anders, aber ebenfalls passend, ist „Mit den Wolken ziehen“ vom Weingut Kiefer in Eichstetten am Kaiserstuhl. Der trockene Weißwein gehört bei Kiefer zur Linie der „Jungen Poeten“ – schon der Name verrät, daß man hier Wein nicht unnötig ehrfürchtig behandeln möchte. Kiefer verbindet Rivaner, Riesling, Sauvignon Blanc und Cabernet Blanc und beschreibt den Wein mit frischer Mineralik, Kiwi, noch leicht grüner Banane sowie Anklängen von Minze, Eukalyptus und Heu. Die Idee: ein frischer, unkomplizierter Kaiserstühler Weißwein für Frühlings- und Sommergerichte. Und genau deshalb paßt „Mit den Wolken ziehen“ so schön zu dieser leichten Pasta mit Fenchel und Safran.
Ich freue mich, wenn Ihr hier Eure Kommentare, Eure Meinung zu diesem Rezept hinterlasst. Hat es Euch Appetit gemacht? Habt Ihr es nachgekocht?
Guten Appetit!




