Dine & Wine: Vom Kampf mit Petrus und der Luftfeuchtigkeit am Stubaier Gletscher

Stubaier_Gletscher_4_Restaurant_Schaufelspitz_Jan_2015_037
Stubaier_Gletscher_3_Dine_Wine_Jan_2015_019Petrus der Spielverderber. Ob Hahnenkamm oder Stubaier Gletscher, ob Ski-Abfahrtsrennen oder Dine & Wine Gourmetnacht, der Wettergott spielt in diesem Winter mit gezinkten Karten und macht so manche Planung zunichte. „Ohne unser eingespieltes Team wäre das nicht möglich gewesen“, erklärt David Kostner. Der Haubenkoch vom Restaurant Schaufelspitz ist von seiner Brigade begeistert. „Wir haben uns mehrmals umentschieden. Das war zwar aufwändig. Doch es hat sich gelohnt.“ Der Wind hatte dem Restaurant-Team vom Stubaier Gletscher mehrfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir haben versucht, auf jeden Fall zumindest eine der zwei Gourmetnächte oben auf dem Gletscher stattfinden zu lassen, doch leider war das nicht möglich.“

Stubaier_Gletscher_4_Restaurant_Schaufelspitz_Jan_2015_003
Bereits zum vierten Mal fand am 9. und 10. Januar das Dine & Wine Festival statt. Insgesamt über 180 Feinschmecker freuten sich auf einen Event, der in den letzten Jahren immer im Restaurant Schaufelspitz oben auf dem Stubaier Gletscher auf über 3.000 Meter Höhe stattfinden konnte. Das Besondere: in dieser Höhe herrscht ein anderer Luftdruck, eine andere Luftfeuchtigkeit, die klimatischen Bedingungen haben entsprechend Auswirkungen auf das Kochen und auf den Geschmack der Weine. David Kostner ist der höchste Haubenkoch nicht nur Österreichs sondern der ganzen Alpen, vielleicht sogar von ganz Europa. Bisher gibt es noch kein Restaurant mit einer so exzellenten Küche, das so hoch gelegen ist. Entsprechend steigt die Nachfrage nach dem Dine & Wine Event beständig. Vor vier Jahren war es noch ein einziger Abend, jetzt sind die zwei Abende auch schon komplett ausgebucht.

Stubaier_Gletscher_3_Dine_Wine_Jan_2015_021
„Wir haben bereits eine Woche vor der Gourmetnacht angefangen zu produzieren“, erklärt David Kostner. “Wir haben den Wetterbericht regelmässig beurteilt. Bereits am Dienstag entschieden wir, dass wir die Veranstaltung nach unten legen müssen.“ Doch hielt sich das Team alle Optionen offen. Wenn schon der Freitag unten im Tal stattfinden muss, so sollte doch bitte zumindest der Samstag oben zelebriert werden. „Wir haben uns auf alles vorbereitet. Am Donnerstag hatten wir alles für den Freitag Abend sowohl unten im Tal als auch oben am Berg.“ Orkanartige Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h machten die Nachtfahrt mit der Gondelbahn allerdings unmöglich. (mehr…)

Rudolf Nährig: Geständnisse eines Oberkellners – und was Sie schon immer über ein Restaurant wissen wollten

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten 2009_17
Nicht Kitchen sondern Restaurant confidential: Hamburgs absolutes Top-Hotel zählt nicht nur exzellente Gäste. Auch die Mitarbeiter sind etwas besonderes. So mancher von ihnen bleibt auch deutlich länger. So hielt es den Wiener Rudolf Nährig ganze 35 Jahre als Oberkellner im Jahreszeiten Grill-Restaurant des Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg. Er avancierte selbst zu einer gastronomischen Legende der Stadt. Nun erfreut er uns mit seinen Aufzeichnungen, seinen Anekdoten, seinen Geschichten mit gekonntem hanseatischem Humor und Wiener Charme – und natürlich immer der gebotenen, professionellen Distanz zu seinen Gästen. “Gerne hab ich Sie bedient – Aufzeichnungen des Oberkellners im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg” ist somit ein wunderbarer Schmöker für Freunde der exzellenten Hotellerie.

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten 2009_07Rudolf Nährig gehört noch zur alten Garde der grossartigen Oberkellner. Diese Generation wusste und weiss immer noch, wie ein richtiger Service am Gast geht, wie Kochen am Tisch des Gastes zelebriert werden kann. Er ist der perfekte Diener, der Butler, der sich um jeden einzelnen Gast in seinem Restaurant so kümmert, als hätte er nur diesen einen. Rudolf Nährig hatte das unbeschreibliche Glück einen außerordentlichen Arbeitsplatz zu bekommen. Das Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg, mit seiner göttlich-genialen und traumhaft schönen Lage an der Binnenalster in Hamburg, ist nicht nur das beste Hotel in der Hansestadt. Es gehört auch zu den Top-Adressen von ganz Deutschland. Hier geben sich die Stars und Sternchen, die Promis, die Reichen und die Schönen die Klinke in die Hand. In diesem Haus ist die Zeit stehen geblieben – oder man meint es zumindest, da alte Gegenstände, die heute nicht mehr gebraucht werden, elegant in die moderne Gestaltung eingebunden werden. (mehr…)

Florenz, Venedig und Istanbul: Ein Reiseführer auf den Spuren von Dan Browns Inferno

Helena Julian Auf den Spuren von Dan Browns Inferno CoverEin Reiseführer über Florenz, Venedig und Istanbul? Wer schreibt denn sowas? Ist das sinnvoll? Ja, aber auch nur, weil Bestseller-Autor Dan Brown seinen aktuellen Thriller “Inferno” auf den Spuren von Dante Alighieri in diesen Städten spielen lässt. Und wie schon “Illuminati” die Touristenflut nach Paris noch weiter anschwellen liess, so bringt der nächste Thriller neugierige Touristen in diese drei Städte. Das Buch ist zwar schon 2013 erschienen. Doch in diesem Jahr soll der Film, natürlich wieder mit Tom Hanks in der Hauptrolle, erscheinen. Helena Julian macht sich für die Dan Brown-Fans auf die Suche nach den Original-Schauplätzen und verbindet grandios die alte Geschichte der italienischen Städte, die Biographie von Dante Alighieri, die persönliche Motivation von Dan Brown mit dem Thriller Inferno. So also entsteht ein wunderschöner Reiseführer über Florenz, Venedig und Istanbul.

Gibt es die geheimen Türen und Gänge im Palazzo Vecchio wirklich? Hatte Dante Alighieri eine Geliebte? Und hört man unter der Hagia Sophia in Istanbul tatsächlich Wasser tropfen? In diesem Buch werden alle wichtigen Fragen zu Dan Browns „Inferno“ beantwortet. Fachkundig fasst Helena Julian zusammen, was man über Dante, seine „Commedia“ und Florenz um das Jahr 1300 wissen muss, um die Hintergründe von „Inferno“ besser zu verstehen. So verfasste sie mit “Auf den Spuren von Dan Browns ‘Inferno'” nicht nur einen brandaktuellen Reiseführer, sondern auch ein Begleitbuch für alle Fans, die sich zur Lektüre auf dem heimischen Sofa Bilder und Erläuterungen zur Romanhandlung wünschen.

Hätte sich Dan Brown an die Öffnungszeiten der Florentiner Sehenswürdigkeiten gehalten, sein Held säße schon auf Seite 22 in der Falle. Die meisten der geheimen Gänge, Türchen und Treppchen, die der allwissende Professor auftut, bleiben dem gemeinen Besucher verborgen. Der legendäre Vasari-Korridor, der sich über die Ponte Vecchio streckt und den Palazzo Pitti mit den Uffizien und dem Palazzo Vecchio verbindet – man kann ihn heute nur noch von den Uffizien aus betreten. Langdon aber kommt von der anderen Seite. Oder die Zauberformel Cerca trova, die Langdon auf einer winzigen Flagge in der Ecke des riesigen Freskos im Saal der Fünfhundert entdeckt haben will – sie ist von seinem Standpunkt aus nicht zu erkennen. Und Vayenthas tödlicher Sturz durch die Leinwanddecke im Saal – unmöglich, weil die Kassetten vollständig auf Holz gemalt sind. Und die gefilmte Entwendung von Dantes Totenmaske – es gibt überhaupt keine Videoüberwachung in dem Raum. Noch nicht mal vom Badia-Turm kann man springen wie der Attentäter Zobrist. Das Gebäude ist zu jeder Tages- und Nachtzeit verschlossen. Soviel also zu der dichterischen Freiheit des Autors und den nackten Tatsachen.

Doch macht der Thriller Appetit auf diese drei Städte, auch wenn Dan Brown mit seinen Protagonisten eher durch die wunderschönen Gegenden rennt als flaniert. Allerdings kann auch das Buch von Helena Julian den Appetit auf die drei Städte wie auch auf den Thriller anregen. Man muss den Thriller nicht zuerst gelesen haben, um Helena Julian zu verstehen. Auch wer erst nach Italien kommt und dieses Buch vor Ort liest, kann ebenso motiviert sein, die Schauplätze zuerst zu besuchen und dann das Original, den echten Dan Brown lesen. Im besten Sinne ist dies also eine Vorbereitung für den Roman wie auch ein Nachbereiten.

In Helena Julians Buch lernt man dann auch noch einen anderen Dante kennen, als den aus der Literatur- und Kunstgeschichte (wegen der Illustrationen von Botticelli) bekannten Dichter. Wie eminent politisch auch Dante war, ist weniger bekannt und gehört zu den wichtigen Informationen im Buch über Dan Browns Roman hinaus. Als politisch den “Weißen” zugehörig und in Florenz in Amt und Würden, mußte Dante die Stadt sofort verlassen, als die “Schwarzen” ans Ruder kamen: „ein einsames Leben in Verstecken, aber auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Welt.“

Auch über Dantes Comedia erfährt man mehr, als Dan Brown ahnen läßt, wobei die Autorin eindeutig wird: „Man muß die Commedia nicht gelesen haben, um Dan Browns Inferno zu verstehen.“ Das ist völlig richtig, verhält sich aber in etwas so, wie mit diesem Buch. Man muß Dan Browns Inferno nicht gelesen haben, um auch an Helena Julians Reiseführer seine Freude zu haben und seine Wißbegierde zu stillen.

Wer also Florenz, Venedig und Istanbul mal von einer anderen Seite kennenlernen möchte, einige Geheimtipps, schöne Hotels, stille Parks und Geheimgänge kennenlernen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Es ist außerdem eine interessante Vorbereitung auf den Film mit Tom Hanks, der angeblich im Dezember 2015 in die Kinos kommen soll. Dann können wir einmal mehr feststellen, was im Buch zwar vorkommt, im Film aber weggelassen wurde.

Helena Julian: “Auf den Spuren von Dan Browns ‘Inferno'”
Thriller-Schauplätze in Florenz, Venedig & Istanbul
books&friends, Essen

Den Krimi “Inferno” von Dan Brown könnt Ihr hier bestellen:

Air Dolomiti

Wer nach der Lektüre von Dan Browns Inferno und diesem spannenden Reiseführer von Helena Julian Lust bekommen hat, sich selbst auf die Spurensuche zu begeben, dem sei der Flug mit Air Dolomiti empfohlen, die aus Deutschland sowohl Florenz wie auch Venedig anfliegen.

Air Dolomiti Trient_Trentino_Vini_nextgeneration_01_Trient_Nov_2014_063

Übrigens hat die FAZ hier eine schöne Buchrezension geschrieben.

Francois Loeb: Sternenzimmer und andere gruselige Hotelgeschichten

Francois Loeb Sternenzimmer Allitera Verlag Cover
Ein Buch für Klo oder Nachttisch: Dies ist mein kurzes, knappes Fazit nach der Lektüre des aktuellen Buches von Francois Loeb: “Sternenzimmer und andere Hotelgeschichten”. Wer angesichts des Titels eine leichte Lektüre erwartet, der wird schnell eines Besseren belehrt. Das Cover des Buches allerdings zeigt schon die Richtung. Es geht nicht um schöne, leichte, lustige Geschichten und Anekdoten aus den schönsten Hotels dieser Welt, gar aus den Luxushotels. Es geht eher um die triste, trübe, depressive Seite. Mit schummrig, düster und eher unheimlich mag es noch freundlich umschrieben sein, ich würde sogar sagen, dass es teilweise kafkaesk ist. Ich weiß nicht, was der Autor vor dem Schreiben seiner Kurzgeschichten eingenommen hat, ich würde ihm allerdings raten, damit aufzuhören. Es sei denn, seine Leser mögen Albträume.

Wer dies Buch Freunden schenkt, sollte wissen, dass diese einen sonderbaren Humor haben. Sonst könnte sich der Freundeskreis lichten. Denn nach der Lektüre so mancher Geschichte kurz vor dem Schlafengehen könnten die Träume ähnlich schräg werden. Weil nachdenklich, skurril, hintersinnig, verstörend, überraschend und manchmal gar mit einem leisen Hauch von Horror bestückt, kann Sternenzimmer von Francois Loeb schlecht in eine Kategorie gestellt werden. (mehr…)

Höhepunkte Sowjetischer Kochkunst: Asiatischer Palow aus einem autobiographischen Kochbuch

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_002Puren Widerspruch in sich trägt der Titel: Höhepunkte und Sowjetisch? Sowjetisch und Kochkunst? Das ist schon sehr seltsam. Die Sowjetunion verbinden wir mit vielem, nur nicht Kochkunst. Wir verbinden sie mit viel negativem und bestimmt nicht lukullischen Leckerbissen. Früher, ja früher widmeten Tschechow, Puschkin, Tolstoi und Gogol einige ihrer fesselndsten Passagen dem Essen. Kulinarische Schwärmereien über die Gerichte der Zarenzeit, so verrät es uns Anya von Bremzen in ihrem autobiographischen Kochbuchroman, liess dem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch dieses Russland ging mit der bolschewistischen Revolution 1917 unter und ward nicht mehr gesehen. Die Sowjetzeit, die Zeit hinter dem Eisernen Vorhang verbindet jeder mit Mangel an allem. Wie kann da also eine Kochkunst entstehen?

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_005
Sicherlich hat in der Sowjetunion fast jeder gekocht, fast jeder hat etwas zu essen gehabt. Aber was kann es da für Höhepunkte geben? Die russischstämmige New Yorkerin Anya von Bremzen kocht sich gemeinsam mit ihrer Mutter zurück in ihre Moskauer Kindheit. Dabei geht die amerikanische Kochbuchautorin nicht nur in ihre Kindheit sondern sogar in die ihrer Großeltern zurück und erzählt und verkocht jedes Jahrzehnt für sich.

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_001Das Buch orientiert sich an der Geschichte der Familie ihrer Mutter Larissa, beginnt mit jüdischen Rezepten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Hafenstadt Odessa. Wir erleben Leningrad, Moskau, die Zeit der Familie im Krieg in Lenins Geburtsort Uljanowsk, wir reisen über Aserbaidschan schlussendlich wieder nach Moskau, wo das Mädchen Anya Anfang der 1960er Jahre geboren wird. Und so geht es weiter, die Geschichte der Familie und die Geschichte der Sowjetunion sind eng miteinander verwoben. Sozusagen ein Parforce-Ritt durch die russische Geschichte vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart bei dem die Entwicklung der russischen Küche als Leitfaden dient. Dabei ist die Familiengeschichte wahrlich spannend, denn eigentlich sind von der Großmutter über die Mutter bis zur Tochter hier vor allem die Frauen der Familie die Heroen. Es ist also auch ein Buch über starke Frauen, ein Frauenbuch, ein Frauenroman. So stehen am Ende zehn Kapitel für die zehn Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Und am Ende gibt es zehn Rezepte, für jedes Jahrzehnt eins. Eine spannende, interessante und köstliche Autobiographie. Das wohl opulenteste, spektakulärste, exotischste und anspruchsvollste Rezept ist sicherlich die Kulebjaka, eine Terrine aus der Zarenzeit, gefüllt mit zweierlei Fisch und Waldpilzen. Im vorderen Buchteil kochen Mutter und Tochter ein wahres Festmahl, im Rezept hinten empfiehlt Anya von Bremzen dann eine deutlich leichtere Variante. Wir konnten es natürlich nicht lassen und versuchten anschliessend das Gericht, das für die 1990er Jahre stehen soll, nachzukochen: Palow – Mittelasiatischer Pilaw mit Reis, Lamm und Karotten.

(mehr…)

Leckere Landküche: Entenbrust mit Rosmarin-Honig

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_020
Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_015
Ente gut, alles gut. Ok, Kalauer. Aber immer wieder lecker. Die Ente, nicht der Kalauer. Dass ich ein Liebhaber der Ente bin, habe ich ja hier kürzlich erst geschrieben. Diesmal gab es nicht gleich eine ganze Ente. Allerdings eine richtig schöne große Entenbrust. Und da noch etwas Entensauce mit Rosinen und Apfelstückchen in der Tiefkühle lag, habe ich ein Rezept von Simon Tress aus seinem Buch “Landküche” mit meiner Sauce ergänzt. Extrem lecker! Diese Sauce kann süchtig machen! Doch bei diesem Rezept habe ich ein paar Tipps, die der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten leider nicht gibt. Diese Tipps helfen Euch, dass Euer Ofen deutlich sauberer bleibt…

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_006Wie schon bei meiner Rezension vom ersten Buch von Simon Tress, so sind mir auch diesmal ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich bei Kochrezepten optimieren würde. Manchmal würde ein unbeteiligter Verlagsmitarbeiter, der die Rezepte selbst kocht, einem Kochbuch gut tun. Das reine, klassische Rezept aufzuschreiben hält zwar das Buch schön schlank. Es produziert keine langen Rezepte. Doch freut sich der Koch, die Köchin daheim am Herd schon, wenn ein paar handwerkliche Tipps kommen, die auch dazu beitragen, dass man nicht nach der Fressorgie eine Putzorgie vor sich hat. Außerdem finde ich dies Originalrezept doch etwas zu fetthaltig – doch dazu am Ende etwas mehr. Zuerst also das originale Rezept meiner mit Rosmarin-Honig gebratenen Entenbrust.

(mehr…)

Kalte Tomatensuppe: Die noch schnellere Gazpacho von Simon Tress

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_009Erfrischend, leicht, gesund: Eine deutsche Gazpacho. Jedenfalls nach der Interpretation von Simon Tress in seinem Kochbuch “Landküche”. Der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten verzichtet auf ein paar typische Zutaten der andalusischen Suppe und zeigt uns, wie wir in weniger als einer halben Stunde eine erfrischende Tomatensuppe auf den Tisch gezaubert haben, die gerade in heißen Sommertagen sehr gut tut. Oder auch mit wenigen Handgriffen Gemüse zu einem wohlschmeckenden Gericht zusammenbringt, die sonst im Kühlschrank vergammelt wären.

Biodyssey_1_BioHotel_Rose_2011_011
“Wanderer, kehr ein zur Rast / wenn Du recht Durst und Hunger hast. / Wir Wirtsleut sind bei Tag und Nacht / stets auf Dein leiblich Wohl bedacht. / Der Speisen viel, auch Wein und Bier, / sogar ein Bett bekommst Du hier.” So steht es nicht ohne Grund an der Hauswand des Bio-Hotel Rose in Ehestetten. Die Familie hat nicht nur Ahnung vom Stillen von Hunger und Durst. Die Qualität des Hauses ist schon besonders gut. Noch als gesundes, regionales Bio-Essen als Spinnerei verspottet wurde, hat die Familie auf diese Richtung gesetzt. Mit grossem Erfolg, denn mittlerweile gehört der Mutter und den drei Söhnen ein kleines Gastro-Imperium auf der Schwäbischen Alb. Erfrischen wir uns also an der Kalten Tomatensuppe, die als Vorspeise oder auch als schnelles Mittagessen eine besonders gute Figur macht. (mehr…)

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_003
Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_001
Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress “Landküche” aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

Biodyssey_1_BioHotel_Rose_2011_009
Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: “Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress”. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

Kochbuch_Simon_Tress_Schwaebische_Landkueche_002
Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr…)

Holger Stromberg: Der iss(t) einfach gut: Reispfanne mit Hackfleisch und Koriander

Kochbuch_Holger_Stromberg_Basmatireispfanne_002
Erst die Basics, dann das Kochvergnügen! Das ist das Motto des aktuellen Buchs des Kochs der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Vor dem Vergnügen, vor dem Kochen und Essen stellt Holger Stromberg das nahezu gesamte, komplexe Wissen über unsere Ernährung, über unsere Lebensmittel, unseren Körper und die Wechselwirkungen. Und am Ende so mancher Kapitel gibt es ein paar kleine, sehr leicht und schnell zuzubereitende Rezepte. Das Buch wendet sich besonders an Kochneulinge sowie jene, die gerade eine Küche neu einrichten möchten wie auch an jene, die gerne mehr über Ernährung erfahren möchten. Wir haben uns aus den Rezepten die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander ausgesucht und für Euch nachgekocht.

Der Titel beinhaltet gleich zwei Ausrichtungen des Buches: Zum einen das einfache Essen. Einfach zubereiten: also mit wenigen Handgriffen in kurzer Zeit. Für Leute, die nicht lange in der Küche stehen wollen, für Leute, die nicht kochen können oder wollen, es aber müssen. Für Leute, die noch nicht viel über Lebensmittel wissen, die keine Rezepte “daheim” gelernt haben und jetzt in in ihrer eigenen Bude allein vor Herd und Kühlschrank stehen. Auf der anderen Seite: das gute Essen. Gesund, nachhaltig, köstlich, lecker, gut verdaulich, gut verträglich. Kurzum: mit Genuss. Für viele ist genau das die größte Herausforderung, an der sie scheitern. Einfach wird leider mit Fast Food gleichgesetzt, mit gut wird das teure Nobelrestaurant, der Gourmet-Tempel identifiziert. Doch der Fußball-Weltmeister-Koch zeigt uns, dass es auch anders geht. Nämlich kombiniert, eben einfach und gut. Doch damit wir wissen, was einfach und was gut ist, müssen wir einiges über unser Essen lernen. So ist das Buch eben nicht zuerst ein Kochbuch sondern vor allem ein Ernährungsberater. Zum durchlesen, zum nachlesen, zum hin- und herblättern, zum nochmal reinschauen und zum Rezepte nachkochen. Und vor allem zum Lernen. Doch damit wir bei diesem Artikel nicht verhungern, kommt jetzt das Rezept: die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander. (mehr…)

Die letzte Praline: Schaurig-schöne Schokoladenmorde in Brügge

Carsten Sebastian Henn - Die letzte Praline Buchcover
Für was würdest Du eher morden? Für Schokolade, für die Liebe oder für die Ehre? Ein schokoladig-lecker-lustiger Krimi lag in den letzten Tagen auf meinem Nachttisch. Und ward in kürzester Zeit ausgelesen. Kurzweilig-unterhaltsam, doch auch belehrend-naseweis und zeitweilig allzu professoral-dozierend: dies fällt mir an Stichworten ein zu dem Krimi “Die letzte Praline” von Carsten Sebastian Henn aus dem Pendo-Verlag. Das Buch macht nicht nur Appetit auf Schokolade – sondern auch auf eine Fahrt nach Flandern ins schöne Brügge.

“Die letzte Praline” ist ein kulinarischer Krimi. Ein lecker-lustiger, schaurig schoko-süßer kurzweiliger Krimi. Den norddeutsch drögen Professor Adalbert Bietigheim hat es nach Brügge, die selbsternannte Hauptstadt der Schokolade verschlagen. Gleich die erste Leiche wird in bester James-Bond-Manier zwar nicht à la Goldfinger vergoldet, so doch komplett mit Schokolade überzogen. Es findet gerade die Weltmeisterschaft der Chocolatiers statt, der deutsche Professor, den ich mir mit einer Gerd Fröbe-Figur vorstelle, ist als Vorsitzender der Jury geladen – und klärt nebenbei noch eine kleine Mordserie auf. Nebenbei erfahren wir alles, was wir über Schokolade wissen wollten – oder auch nicht. Herkunft, Technik, Arten, Verfeinerungen, gesundheitliche wie auch medizinische Aspekte – so ziemlich alles. (mehr…)

Das perfekte Wirtshaus: Gibt es das noch?

Juergen Roth Das perfekte Wirthshaus Oktober VerlagEin Denkmal der Wirtshauskultur! Mit Sicherheit war das nicht die eigentliche Intention, die Jürgen Roth hatte, als er sich daran machte, für die Frankfurter Rundschau über Wirtshäuser und Kneipen zu philosophieren. Doch wollte er auch keinen Reiseführer schreiben, keinen weiteren Restaurantführer erschaffen. Der Autor war eher auf der Suche nach der Antwort auf Fragen wie: Was macht ein gutes Wirtshaus aus? Das gute Bier, das schmackhafte Essen, das gesellige Beisammensein? Ist es der Ort, an dem die Zeit stehenbleibt? Herausgekommen ist eine Sammlung von literarischen Feuilletons, von Anekdoten, Geschichten, Glossen, Essays. Sie beschreiben die Eigentümlichkeiten unterschiedlicher Trinkorte, wie der Autor es selbst darstellt. Er wollte sich vor allem mit dem Niedergang der Wirtshauskultur beschäftigen und so wird so manche Kneipe, die in diesem Buch beschrieben wird, heute nicht mehr existieren. Wir haben uns das Buch von Jürgen Roth: Das perfekte Wirtshaus, erschienen im Oktober Verlag, mal genauer durchgelesen.

Wenn Linksintellektuelle einen trinken gehen, dann muss das gleich etwas mit Kultur zu tun haben. Der gewöhnliche Normalo, der Spießbürger, der Prolet geht nur in die Kneipe. Der intellektuelle Anspruch verlangt nach dem Feuilleton, nach der Kultur. Da der Autor in Franken geboren ist und in Frankfurt wohnt, ist sein Bedarf an Bier schier unermesslich und unerschöpflich. Genauso allerdings sein Händchen immer in den komischsten, merkwürdigsten, interessantesten Spelunken zu versacken. Hier wird eher die Kneipe um die Ecke als das gehobene Gasthaus beschrieben. Bei so manchem Lokal kann man sich denken, ob der Wirt nicht sein bester Gast ist. (mehr…)

Lachsfilet mit Senf-Estragon-Sauce und Champagne Dom Caudron Millésimé

KOCHEN_Lax_Senf_Estragon_Sauce_004
WEIN_Champagne_Dom_Codron_001
Food and Wine Paring macht Spaß. Vor allem in den Festtagen, den Feiertagen, in denen wir uns etwas mehr dem guten Essen widmen können und gern auch zu den edlen Getränken greifen. So fand ich bei meinem Fischhändler wunderschönes Bio-Lachsfilet, gönnte mir eine gute Scheibe davon und servierte sie fast pur – nur mit einer köstlich-genialen Sauce dazu. Und einem Champagner: dem Dom Caudron Millésimé. Der Lachs wird dabei schonend bei niedriger Temperatur im Ofen gegart, die Senf-Estragon-Sauce ist etwas schwerer und gibt eine schöne Kräuter-Nuance zum Lachs hinzu. Diese Sauce ist eine eigene Interpretation aus einem reichlich alten Kochbuch von Alfons Schuhbeck, das mich schon seit Studentenzeiten begleitet: “Feine leichte Küche”.

Kochschule_Alfons_Schuhbeck_Lux_Hotels_Okt_2014_015
Kürzlich erst hatte ich bei einem Termin das Vergnügen mich kurz mit Alfons Schuhbeck, dem derzeit leider etwas zu sehr omnipräsenten Sterne- und Fernsehkoch unterhalten zu können. Ich fragte ihn dabei, ob er nicht seine ganzen alten Kochbücher komplett umschreiben müsste, angesichts seiner vielen neuen Erkenntnisse über Lebensmittel, Gewürze und Kochstile in anderen Ländern. Er gab mir durchaus Recht. Während in seinen früheren Kochbüchern das “Lorbeerbladdl” niemals fehlen durfte, so ist es heute der Ingwer, der so ziemlich überall drin ist. Die Estragon-Senf-Sauce aus dem Kochbuch “Feine leichte Küche” gehört noch zur Lorbeerblatt-Zeit. Im Rezept nimmt Schuhbeck Rotbarschfilets. Habe ich schon ausprobiert, finde ich nicht so toll. Die Sauce ist schon sehr intensiv, da muss der Fisch mithalten können. Also lieber ein schonend gegarter Lachs. (mehr…)

Oktopus mit Sellerie: Vorspeise für Singles oder die es werden wollen…

KOCHEN_Oktopus_Sellerie_Salat_003
Die No Kiss-Garantie! Oder Knofi-Liebhaber-Vorspeise. Wer das Rezept zu dem Oktopus mit Sellerie entwickelt hat, der hat echt keine Schmerzen, keinen Partner oder einen, der ebenso gern Knoblauch liebt. Wir haben als Neujahrs-Mittagssnack etwas leichtes, feines und schnelles gesucht. Wir meinten, es in dem schnell und einfach zuzubereitenden Salat gefunden zu haben. Doch wir kamen zu dem Schluss, soviel sei hier schon verraten, dass dies eher ein Gericht für Singles ist. Oder für diejenigen, die den Rest des Tages nicht mehr geküsst werden wollen. Zu einer Party sollte man diesen Oktopussalat gegebenenfalls nicht reichen, mitbringen schon gar nicht, wenn man wieder eingeladen werden möchte. Wir haben das Rezept im GU Küchenratgeber “Antipasti und Tapas – kleine Klassiker im Trend” gefunden.

Besonders merkwürdig im besten Sinne finde ich, dass die Autorin Cornelia Schinharl dieses Salat noch mit dem Teaser “macht was her” versieht. Ja, er macht was her. Ja, der Salat schmeckt sehr köstlich. Und ja, ich habe es sehr gern gegessen. Doch selbst ich, der ich Knoblauch liebe – wie ihr hier in diesem Rezept zum thailändischen Papaya-Salat nachlesen könnt – würde beim nächsten Mal die Anzahl der Knoblauchzehen deutlich reduzieren. Die Autorin hat den Salat unter der Rubrik “Locker vorbereitet” platziert und ja, das passt perfekt. Er muss eine gewisse Zeit im Kühlschrank marinieren und ist somit ein schöner Vertreter der Gerichte, die man vorbereiten kann, wenn man Freunde zum Essen einladen möchte und nichts mehr hasst als in der Küche zu stehen, während die Gäste da sind. Doch wenn es Freunde bleiben sollen, dann empfehle ich bei diesem Salat eine kleine Vorwarnung zu geben. Oder zu variieren. Kommen wir also zu dem leckeren Rezept: (mehr…)

Riedel Veritas: Mit dem Glas die Wahrheit aus dem Champagner kitzeln

KOCHEN_Silvester_2014_Hirschfilet_Schokosauce_Dez_2014_008
Wie wichtig ist das Glas? Champagner, Wein, Bier – ja so ziemlich jedes Getränk verlangt nach dem richtigen Glas. Nicht umsonst sind die Gläser für Pils, Helles und Weißbier so unterschiedlich. Und genau aus dem gleichen Grund sind die Gläser für Weißwein, Rotwein und Schaumwein unterschiedlich gestaltet. Doch auch innerhalb dieser Kategorien sind die Unterschiede der Weintrauben und der Cuvées sehr deutlich. Die Sektgläser früherer Jahrzehnte, die Sektschalen der Wirtschaftswunderzeiten bewirken vor allem eins: Der Sekt prickelt und schäumt sehr schnell und stark – und ist nach wenigen Minuten flach. Also schnell austrinken – was damals ja auch als schick galt. Heute wollen wir das Perlen, das Moussieren des Schaumweines geniessen. Dafür hat Riedel ein neues Glas entworfen: Das Champagner-Glas in der Veritas-Serie.

Optimal passend kurz vor Weihnachten erhielten wir von Riedel zwei Veritas Champagne Gläser um den Schaumweinen in diesen Festtagen optimal auf den Grund gehen zu können. Wir haben also sowohl die Gläser wie auch die Schaumweine auf Herz und Nieren getestet. Dabei standen uns ein 2008er Château de Passavant Crémant de Loire Brut, ein Champagne Dom Caudron Cuvée Cornaline sowie ein Champagne Dom Caudron Millésimé zur Seite. (mehr…)

Das perfekte Weihnachts-Menü: Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln und Champagne Dom Caudron

Kochen_Ente_Calvadosaepfel_Champagne_Dez_2014_001
Weihnachten: Gans oder Ente? Ente! Bei mir ist diese Antwort gans eindeutig. Ich bevorzuge das Entenfleisch gegenüber dem der Gans, da es deutlich saftiger, feiner und wohlschmeckender ist. Das trifft übrigens auch auf die leckere Stopfleber bzw. Leber zu. Doch dazu ein anderes Mal. Ich habe zu Weihnachten 2014 wieder meine leicht-locker-leckere Ente serviert: Die Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln und diesmal gab es dazu einen edlen Champagne Dom Caudron. Ich möchte Euch gern an diesem Rezept teilhaben lassen.

Kochen_Ente_Calvadosaepfel_Champagne_Dez_2014_002Kommen wir zuerst zur Ente. Hier stellt sich oft und gern die Frage: Welche Ente nehmen wir? Generell würde ich zur Barbarie-Ente raten. Sie ist die beste, wohlschmeckendste und köstlichste Art am Markt. In diesem Fall stammte sie von meinem Lieblingshändler vom Münchner Bauernmarkt in der Zieblandstrasse, dem Egeler Hof. Ich habe vor einigen Monaten hier an dieser Stelle bereits die Gefüllte Ente mit Calvados-Äpfeln beschrieben, doch dieses Mal ist sie mir deutlich besser gelungen. Besonders elegant passten dazu meine neuen Champagner-Gläser von Riedel aus der Serie Veritas, in denen der Dom Caudron Cuvée Cornaline besonders fein zur Geltung kam. (mehr…)

Rosa gebratenes Hirschfilet mit Kräuterkruste, Schoko-Preiselbeer-Sauce, grünen Bohnen und Sellerie-Erdäpfelstampf mit 2012 Lageder Lagrein

KOCHEN_Silvester_2014_Hirschfilet_Schokosauce_Dez_2014_004
Das Geniesser-Menü zu Silvester 2014: Ein wahrer Genuss, relativ schnell und mit wenig Vorkenntnissen zuzubereiten und lässt sich auch gut vorbereiten: Das waren meine Anforderungen an das Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin Silvester-Menü 2014: Rosa gebratenes Hirschfilet mit Kräuterkruste, Schoko-Preisselbeer-Sauce, grünen Bohnen und Sellerie-Erdäpfelstampf. Dabei griff ich auf ein paar Anregungen im Netz zurück, vor allem, was die Zubereitungszeit des Hirschfilets angeht. Die Sauce ist meine klassische Bratensauce mit leichten Abwandlungen. Der Herbst und Winter ist die perfekte Zeit für frisches Wildbret. Mein Metzger auf dem Wochenmarkt hatte ein feines Hirschfilet da. Beim Geflügelhändler gab es zur Weihnachtsente ein Glas Preiselbeer-Gelee dazu. So entstand dieser wunderschöne Hauptgang zu Silvester.

KOCHEN_Silvester_2014_Hirschfilet_Schokosauce_Dez_2014_001An dieser Stelle möchte ich gern ganz herzlich den Erzeugern auf dem Münchner Bauernmarkt in der Zieblandstrasse danken für die frischen Produkte, die exzellente Qualität, die herzlichen und freundlichen Leute an den Marktständen und -wagen und ich freue mich darauf, auch im Jahr 2015 bei Euch immer wieder gern einzukaufen. Dabei habe ich drei Anbieter, bei denen ich mich regelmässig mit allen frischen Produkten aus dem bayerischen Umland eindecke: Beim Sonnenhof bekomme ich meine Wurst- und Fleischwaren, wie etwa hier auch dies Hirschfilet. Der Egeler-Hof ist dafür verantwortlich, dass ich über die Woche komme mit frischen Eiern, Butter, Brot, Hühnerfleisch – und zu Weihnachten die Ente. Für Obst, Salat und Gemüse ist der Stand von Kreilingers aus Hallbergmoos zuständig. Widmen wir uns also heute unserem Silvester-Menü für das wir mal kein Kochbuch benutzt haben. Und das, obwohl hier neben mir zig Kochbücher liegen, die von mir hier rezensiert werden wollen. Lasset uns nun also zu den Taten schreiten und das Hirschfilet geniessen. Besonders fein gelingt so ein edles Wildbret bei Niedrigtemperatur. (mehr…)

Le Gourmand Gewinnspiel mit Pacari: 10 Tafeln hochwertige Ecuador-Schokolade zu gewinnen

Flavonoide, Tryptophan und Serotonin in edelster Reinstform: Das verspricht die sehr hochwertige Schokolade aus Ecuador. Pünktlich zu Weihnachten erhielt ich ein Päckchen Schokolade von Pacari. Ich konnte es nicht lassen und probierte gleich die “Raw Chocolate”: das ist eine Tafel mit 100% Cacao. Ohne irgendeinen Zusatz. Purer Cacao in eine 50g Tafel Schokolade gepresst. Genial! Köstlich! Herb! Und: es klebt den Mund zusammen. Es liegt auf der Hand, dass dies keine Schokolade ist, die man mal so eben hintereinander weg aufisst. Die demeter-zertifizierte Pacari-Schokolade ist etwas für absolute Schoko-Fans oder als extrem edle Basis für einen Schokoladenkuchen gedacht. 10 Tafeln dieser Schokolade von Pacari habe ich hier zu verlosen. Ihr müsst nur eine Frage beantworten.

Denn Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Der Edelkakao, der für die Herstellung besonders hochwertiger Sorten verwendet wird, kommt vornehmlich aus Ecuador. Das lateinamerikanische Land ist in diesem Segment der international größte Produzent und deckt etwa 70 Prozent des weltweiten Bedarfs ab. Schokolade fasziniert wie kaum ein anderes Lebens- und Genussmittel, doch nur fünf Prozent aller Kakaobohnen sind Gourmetbohnen. Etwa 60 Prozent davon wachsen in ecuadorianischen Regionen, die den extrem
anspruchsvollen Kakaobäumen durch feuchtwarmes Klima und nährstoffreiche Böden optimale Lebensbedingungen bieten. Die Sorte Arriba, auch Cacao Nacional genannt, gilt als wertvollste Sorte und steht nicht nur bei Genussmenschen, sondern auch bei Köchen hoch im Kurs. (mehr…)

German Delicacy: Der Online-Shop für deutsche Produkte in Asien

German_Delicacy_Gift_Set_with_German_and_European_Organic_Product_003
German_Delicacy_Beer_Giesinger_and_Paulaner_001
Christstollen und Giesinger Bier in Hongkong: Da geht so manchem Deutschen das Herz auf. Vor allem Münchner staunen. Denn selbst in München gibt’s das sehr beliebte Giesinger Bier nicht an jeder Ecke zu kaufen. Ein kleiner Online-Shop mit Sitz in Hongkong macht das Unmögliche möglich: Peter Kieras eröffnete im April 2014  seinen kleinen Webladen German Delicacy . Der pensionierte Lufthansa-Pilot hat sich in seinem zweiten Frühling einen Traum erfüllen wollen: ein deutsches Restaurant in China. Doch daraus wurde (bisher) nichts. Stattdessen hat er eine Marktlücke entdeckt: Deutsche Produkte in Asien, vor allem in China, per Online-Shop zu verkaufen. Ein Start-up mit Potential. Wir finden diese Idee so cool, dass wir Euch diesen Laden gern kurz vorstellen möchten.

German_Delicacy_logo
Deutsche Weihnachtsgeschenke in Asien? So mancher deutsche Expat, der irgendwo in Peking, Shanghai, Hongkong, Changchun, Macau, Singapur oder Bangkok oder in einer der anderen vielen Millionenstädte Asiens arbeitet, wünscht sich, seinen chinesischen Freunden etwas aus seiner deutschen Heimat zu schenken. Doch ist es nicht immer besonders einfach, Lebensmittel via Flugzeug einzuführen. Ein Bayer hilft. Peter Kieras stammt aus Fürstenfeldbruck und liebt nicht nur bayerische, sondern generell typisch deutsche Spezialitäten. Eigentlich wollte er mit seiner Piloten-Rente von der Lufthansa ein Restaurant in China eröffnen. Doch stellte er sehr schnell fest, dass es sehr schwierig sein kann, wenn eine westliche Langnase in China ein Unternehmen gründen möchte.

German_Delicacy_Potato_Sissi_001
Und es gibt vor Ort keine deutschen Kartoffeln. Eine Beratungsfirma riet ihm, er möge doch erstmal einen Wurstladen in Hongkong gründen. Mit dieser Basis und dem dann aufgebauten Wissen könnte er sehr schnell den chinesischen Markt mit einem deutschen Restaurant oder einer eigenen Restaurantkette erobern. Die Idee war geboren. (mehr…)

Brenner München: Advent feiern auf Italienisch

Bauli_Panettone_Brenner_Muenchen_Nov_2014_002
Monaco di Baviera: Nördlichste Stadt Italiens – diesen Titel trägt München nicht ganz unberechtigt. So manch edles italienisches Restaurant kann sich schon sehr lange in München halten. Und so manches Restaurant lässt zwar die italienische Lebensart, die Ausrichtung nicht auf den ersten Blick erkennen, ist aber in der Küche stark italienisch geprägt. So ein Restaurant versteckt sich hinter der teuersten Strasse Münchens: Der Brenner Grill in der Maximilianstrasse. Der ideale Ort, um stilgerecht italienisch das erste Adventswochenende einzuläuten.

“Ja wir sind schon über’n Brenner…” Das Brenner, wie der Münchner nur sagt, ist eigentlich schon von Anfang an ein angesagter Szene-Treffpunkt. In bester Nachbarschaft von Münchner Residenztheater, Bayerischer Staatsoper und dem Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten, doch vornehm zurückgenommen nicht direkt an der Strasse, sondern im Hinterhof. Naja, die moderne Art eines Münchner Hinterhofs, den Maximilianhöfen eben. Reservierung ist also absolut Pflicht. Wobei sich das Brenner in drei verschiedene Bereiche aufteilt, die nur wenig voneinander getrennt sind. Im vorderen Bereich, gleich nach der Eingangstür, ist die Lounge. Hier sitzen die Gäste ungezwungen für einen Drink, für den Aperitif, den Digestif – oder sind auf der Warteliste für einen Tisch im Restaurant. Mittig in diesem Lounge-Bereich ist ein Grill, dort sitzen auch einige Gäste und geniessen Steaks und Loup de Mer direkt vom Holzkohlengrill. Hinter einem kleinen Raumteiler dann das eigentliche Restaurant. Selbstverständlich mit kleinem Empfang, damit die Gäste auch ihren richtigen Tisch zugewiesen bekommen. (mehr…)

Jungwinzerinnen Kalender 2015: Köstlich-knackig-sexy Verführung zu Österreichs Wein

Jungwinzerinnenkalender 2015 Cover
Junges Österreich, köstliches Österreich: Wein, Weib und sicherlich auch der Gesang so manch’ schöner Sirenen erscheinen, erklingen in unserer Phantasie: Der Jungwinzerinnen Kalender 2015 ist wieder erhältlich. Österreichs Töchter, insbesondere die schönen Winzertöchter und Angestellten der Weingüter, verführen uns in wunderschönen Dessous und einem sexy, erotisch-frivolen Lächeln zu den guten Tropfen, die die Alpenrepublik zu bieten hat. In die nunmehr zwölfte Auflage des Jungwinzerinnen Kalender haben es wiederum zwölf Weingüter geschafft. Diesmal kommen drei aus dem Burgenland, sechs aus Niederösterreich, zwei aus der Steiermark und auch ein Wiener Weingut ist dabei.

Jungwinzerinnenkalender 2015 Oktober

“Dieser Winzerkalender”, erklärt Dr. Ellen Ledermüller-Reiner, Herausgeberin des Jungwinzerinnen Kalenders, „soll burgenländische, niederösterreichische, steirische und Wiener Betriebe einem breiten Publikum bekannt machen. Er möchte auf moderne, sympathische Weise das Vermarkten der gehaltvollen Weine unterstützen. Wer wäre da besser geeignet als der eigene Winzerinnen-Nachwuchs. Weinwerbung und Tourismuswerbung sind das Ziel dieser Maßnahme.“ Heuer werden wieder ca. 4.000 Exemplare dieses Kalenders aufgelegt und sind bereits erhältlich. (mehr…)

LMIV: Neue Allergeninformationen für die Gastronomie ab 13.12.2014

Rewe frei von... #3
Allergien: Krankheit, Übel, Last. Nervenaufreibend, gesundheitsgefährdend, tödlich. Eine Strafe Gottes? Ein Umweltrisiko? Eine Zivilisationskrankheit? Wer von einer Allergie betroffen ist, wird wohl zu fast jedem dieser Punkte JA sagen. Mich selbst traf es während des Studiums. Eines Tages, zum Frühlingsanfang und mitten im Klausurstress, war mein Körper über und über mit juckenden Pusteln übersät. Der Hausarzt schickte mich zum Hautarzt, dieser machte einen Allergietest und stellte fest, dass ich an einer Frühblüher-Allergie leide. Aha. Neuerdings, dachte ich mir. Bisher war ich gegen nichts allergisch. Und auf einmal gegen Pollen von Birke, Hasel und Erle. Seitdem “freue” ich mich auf jedes Frühjahr mit leicht tränenden, geschwollenen Augen und einer dicken, triefenden Nase. Doch damit nicht genug. Ich lernte, dass es Kreuzallergien gibt. Und diese sind bei Frühblühern die Karotten und Sojasprossen. Dies erklärte mir, warum ich plötzlich bei rohen Möhren ein Jucken im Rachen verspürte. Seitdem esse ich nur noch zubereitete Karotten: also mariniert, gekocht, gebraten. Die Möhre mal eben roh in den Mund gesteckt, wie ich es als Kind geliebt habe: vorbei. Auf einen anaphylaktischen Schock habe ich keine Lust. Doch viele andere, die von zig anderen Allergien betroffen sind und wesentlich stärker als ich darunter leiden, müssen mit dieser Gefahr leben. Was essen sie? Was ist in den Lebensmitteln drin, die wir kaufen? Warum steht nicht immer alles klar gekennzeichnet auf dem Essen drauf, was an Produkten alles verarbeitet wurde. Jetzt verspricht der Gesetzgeber Besserung mit dem vorgelegten Entwurf einer Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln.

Bei vielen fertig abgepackten Produkten in den Supermärkten stehen die meisten und wichtigsten Inhaltsangaben ja mittlerweile glücklicherweise drauf. Doch schon im Restaurant wird es schwierig. Nicht immer weiss der Kellner, was alles im Essen ist. Und an fast jeder Suppe sind Zwiebeln und Lauch als Mirepoix, Wurzelgemüse oder auch Suppengrün dabei. Viele Gerichte werden noch mit etwas Zitrone oder Zitronenabrieb verfeinert, um einen Schuss Säure zu gewinnen. Ich kenne das permanente Aufpassen auf Allergie-auslösende Lebensmittel. Zumal auch eine ganz besondere Mitesserin in diesem Haushalt gleich auf soviel verschiedene Lebensmittel allergisch reagiert, dass das Kochen zu einer regelmässigen Denksportaufgabe wird. Für die gute Küche so wichtige Produkte wie Zwiebeln, Knoblauch und alle anderen Laucharten, jegliche Zitrusfrüchte, Nüsse, Kohlsorten etc. wollen umgangen sein.
Was also verspricht uns die neue Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV)? Und was müssen Gastronomen nun tun? (mehr…)

Davidoff Tour Gastronomique: Finale furioso in München mit Cigarre und Cognac

Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 097
Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 037
Spiele von Panem oder Brot und Spiele? Oder in diesem Fall: Koch und Schauspieler. Das Kutchiin in München bot Sternekoch Holger Stromberg und Schauspieler Fritz Karl die adäquate Bühne für die letzte Station der Davidoff Tour Gastronomique des Jahres 2014, die als Entdeckungsreise für Genießer Spitzengastronomie, prominente Gastgeber und edle Zigarren zusammenführt. Zum siebten Mal gingen die Marken Davidoff und Jaguar Land Rover Deutschland mit ihren Gästen auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Deutschland. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mischte sich unser Gastautor und Tellerschubser Harald Scholl unter die Gäste.

Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 012
Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 069
Der Mann ist ja irgendwie auch Weltmeister. Wer unsere Jungs in Brasilien Tag für Tag mit kohlehydratreicher Kost zum WM-Titel gefüttert hat, dürfte sich mit Fug und Recht den vierten Stern aufs Hemd sticken lassen. Macht Holger Stromberg aber nicht. Der Michelin-Stern, den er mit 23 als damals jüngster deutscher Küchenchef erkocht hatte, reicht ihm völlig. Aber wer weiss, vielleicht kommt da noch eine Möglichkeit sich ein Sternchen zu erobern dazu. Der österreichische Schauspieler Fritz Karl dreht aktuell die Komödie „Das beste Stück vom Braten“, und – logo – er spielt darin einen schrägen Sternekoch. (mehr…)

Kochen wie die Profis: Tipps und Tricks von Sternekoch Bobby Bräuer

Restaurant_ESSzimmer_Bobby_Braeuer_AllClad_Juli_2014_002
Profis kochen anders. Profis kochen schnell, gut, präzise. Aber wo liegen die Unterschiede zwischen dem, was wir zu Hause machen, und der Küche in der Sternegastronomie? Und welche Tricks und Kniffe bekommt man am heimischen Herd ebenso gut hin? Sternekoch Bobby Bräuer trat an, einer kleinen Runde von Journalisten zu zeigen, dass es oft nur eine Frage des richtigen Produkts und des perfekten Werkzeugs ist. Und natürlich des „Gewusst wie“.

Wir waren vom Premiumkochgeschirrhersteller All-Clad zu einem Champagnerempfang mit anschließender Koch-Demonstration und mehrgängigem Menü in das Restaurant EssZimmer in der BMW Welt eingeladen.

Restaurant_ESSzimmer_Bobby_Braeuer_AllClad_Juli_2014_004
Nicht nur das Können, die Ausbildung, die Erfahrung machen den Meister, so erfuhren wir in der kleinen Showküche bei einem feinen Piper-Heidsieck Brut. Für das letztlich absolut perfekte Produkt, das genau richtig bei optimaler Temperatur gebratene Fleisch ist auch das Werkzeug elementar wichtig. So kocht die Elite der Köche fast nur noch auf Induktionsherden. Des Kochs liebste Energiequelle, das Gas, ist out. Die Köche lieben es zwar immer noch. Es garantiert die optimale Regelung der Energiezufuhr. Doch strahlt so ein Gasherd enorm Hitze ab. Es wird einfach viel zu heiß in der Küche. Der Koch ist permanent im kalt-heißen Umfeld, wenn er vor sich den Herd und im Rücken die kalten Küchenmöbel hat. Dieser permanente Temperaturunterschied, den ich ja selbst oft genug kennengelernt habe, führt viel zu oft zu Erkältungen. Daher ist der Magnetinduktionsherd einfach ideal. Das Essen kocht, gart, brät – es tut, das, was es soll. Und das Umfeld bleibt kalt, es wird keine Hitze abgestrahlt. Es geht keine Energie verloren, der Stromverbrauch und mithin also die Kosten sinken.

Natürlich gibt es für diese – mittlerweile nicht mehr ganz so neuen – Herde auch neues, optimiertes Kochgeschirr. Töpfe und Pfannen, die für Gas- und Elektroherde gedacht sind, funktionieren nicht sinnvoll auf Induktionsherden. Umgekehrt aber geht es: Das neue Kochgeschirr, das für Induktion geschaffen wurde, kann auch auf dem Gasherd eingesetzt werden. (mehr…)

Südtirols Weinwelt: Alpin-frisch bis kraftvoll-elegante Entdeckungen

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_4_KlosterNeustift_Okt2013_016
Deutsche Perfektion, italienische Nonchalance: Südtirols Weine sind die sympathische Symbiose aus den typischen Charaktereigenschaften oder auch Vorurteilen über uns Deutsche und unsere italienischen Freunde. Wunderbare Weine wachsen in den Höhenlagen der Alpen und in den sanft gewellten Ebenen von Südtirols Süden. In Südtirol werden exzellente Weine in hoher Dichte produziert. Le Gourmand hatte schon vor langer Zeit eine eigene Seite dafür eingerichtet, mit der wir auf ein paar besondere Weingüter aufmerksam machen wollten. Nun haben wir diese Seite aktualisiert und möchten Eure Augen, Nase und Geschmacksnerven darauf richten.

Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_3_Radltour_Okt2013_027
Unter der Vielzahl hochklassiger Weine Südtirols überrascht die Region besonders mit der hohen Qualität und Vielalt ihrer kraftvollen und eleganten Weißweine. Wurde Südtiroler Wein früher in erster Linie mit roten Rebsorten, allen voran Vernatsch, in Verbindung gebracht, so sind dort inzwischen die Weißweine auf der Überholspur. Schon seit einiger Zeit genießen Südtirols fruchtig-mineralische Weißweine einen hervorragenden Ruf und erfreuen sich reger Nachfrage. Unsere Seite über Südtirols Weinwelt nennt Euch einige exzellente Weingüter, deren Kreszenzen es unbedingt zu verkosten gilt. (mehr…)

Wanderungen zu Köstlichkeiten: Der kulinarische Jakobsweg verbindet Sterneküche mit Almhütten

Kulinarischer_Jakobsweg_Karin_Lochner_Foto_Bettina_Theisinger_1_Alfio_Ghezzi
Der Weg ist das Ziel? Nicht ganz. Für Feinschmecker ist das Ziel entscheidend, um sich auf den Weg zu machen. Ab sofort lockt das Paznaun den ganzen Sommer lang auf den Kulinarischen Jakobsweg. Hier gibt es Gipfel, die anzusteuern sich lukullisch lohnen. Zu Fuß, mit dem Rad oder einem E-Bike. Bis einschließlich 21.9.2014 nämlich bringen vier Sterneköche aus Deutschland, Italien, Belgien und England ihre eigens entworfenen Gerichte aus regionalen Produkten in Tiroler Berghütten. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin erwanderte sich Karin Lochner die Gaumenfreuden.

Das Konzept ist bereits das sechste Jahr erfolgreich. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war vor drei Jahren bereits zur Präsentation dabei. Internationale Sterneköche kreieren jeweils ein Sommergericht für Alpenvereinshütten zu einem moderaten Preis. Das Besondere: die Spezialitäten aus der Region Paznaun werden in die Menüs eingebaut. Wie Wildkräuter, Schinkenspeck, Pasta, Kartoffeln; allesamt Zutaten, die auf die Speisekarte einer Berghütte passen. Also rein in die Bergstiefel, hochgewandert und gekostet, was sich Dieter Müller aus Deutschland, Giovani Oosters aus Belgien, Russell Brown aus England sowie Alfio Ghezzi aus Italien für die hungrigen Wanderer haben einfallen lassen. (mehr…)

Ist das Canis Resort München auf den Hund gekommen?

Canis Resort Muenchen Opening Dez2008_019
“Wir sind erstes Haus einer Kette” – Ich kann den Satz nicht mehr hören. In den letzten Jahren war ich bei mehreren Eröffnungen von Hotels und Restaurants. Und bei einigen stellten sich die Inhaber breitbeinig hin und verkündeten grossspurig, dass sie schnellstmöglich expandieren wollen. Nur, um wenig später mehr oder weniger spur- und vor allem sprachlos zu verschwinden. Allerdings lesen wir bei den Kollegen der Printpresse selten vom Abgang. Wohl aber vorher von der lauten Eröffnung. Zeit wird’s also hier mal nachzufragen. Sozusagen eine Mini-Rubrik unter dem Motto “Was wurde eigentlich aus …?”. Das erste Mal, dass ich die “Konzerneröffnung” hörte, war im Dezember 2008. Da eröffnete Deutschlands erstes Hunde-Hotel, das Canis Resort in Freising bei München. Und kündigte für das Frühjahr 2009 den Ableger für den Münchner Süden an. Denkste Puppe, nischt is’ – wie der Berliner sagt.

Canis Resort Muenchen Opening Dez2008_052
Im Vorfeld hatten wir bereits hier über das neue Hundehotel berichtet. Bei klirrender Kälte eröffneten die Gründer das Canis Resort, das Geschwisterpaar Sabine und Dr. Thomas Gerteis, mit richtig viel TamTam und B-Promis wie etwa Lisa Fitz. Doch für die Paparazzi war letztlich nicht Lisa Fitz der Hingucker – sondern der wunderbare Bernhardiner Nemo, der sich die Kabarettistin gerade als Streichelopfer ausgesucht hatte. Kaum hatte sich die Ulknudel zu dem kuschligen Wollknäuel hinuntergebeugt und mit Streicheln angefangen, riefen alle Fotografen “Lisa, schau mal hierher” und das Blitzlichtgewitter ging los. (mehr…)

Spargel liebt Silvaner – Zwei, die zusammengehören, werden vermählt

Spargel_liebt_Silvaner_Restaurant_AlterHof_Frankenwein_2014_27
Spargel_liebt_Silvaner_Restaurant_AlterHof_Frankenwein_2014_16Kulinarischer Frühlingsbeginn. Spargelzeit. Silvanerzeit. In München kooperieren erstmals Weinhandlungen, Restaurants und Wirtshäuser unter dem Motto “Spargel liebt Silvaner”. Bis Ende Mai dürfen sich Gäste und Kunden auf interessante Sonderverkostungen und besondere Spargelmenüs freuen. Alle Spielorte der Liebesgeschichte von Spargel und Silvaner stehen auf der Webseite von Spargel liebt Silvaner.

Der Aperitif war schon ein schöner Start in den Abend im Münchner Restaurant Alter Wirt in der Residenz. Doch warum der Cremant Silvaner Sekt Brut vom Winzer Sommerach den französischen Namen Crémant und nicht Sekt trägt, das habe ich immer noch nicht verstanden. Culinarium Bavaricum hatte zusammen mit den fränkischen Winzern und Schrobenhauser Spargel eingeladen, um einen vergnüglichen und informativen Abend mit viel Spargel und noch viel mehr Silvaner zu geniessen. Die lieblichste Begleitung des Abends war allerdings die aktuelle Fränkische Weinkönigin. (mehr…)

Forte Village Sardinien: Sterneküche mit Alfons Schuhbeck

Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_04
Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_09Schuhbeck im Urlaub geniessen: Der ubiquitäre Koch kann in diesem Jahr auch in Eurem Hotel am Herd stehen. Vorausgesetzt, Ihr bucht den Urlaub im Forte Village Hotel auf Sardinien. Und das im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni 2014. Denn dann kocht einer der bekanntesten deutschen Sterneköche als Gastkoch für die Gäste des Fünf-Sterne-Resorts. Der deutsche Sternekoch wird im Sternerestaurant La Cantina seine berühmte Küche präsentieren.

Zu diesem Anlass luden kürzlich das Hotel und Alfons Schubeck in die Südtiroler Stuben am Platzl in München. “Wir freuen uns außerordentlich mit Alfons Schuhbeck einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur ein Meiste rseines Fachs ist sondern zudem eine Leidenschaft ausstrahlt, die Gäste einfach überzeugt”, erklärte Lorenzo Giannuzi, General Manager des Forte Village der versammelten Münchner Gastro-Presse. “Mit Alfons Schuhbeck haben wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe geschaffen, die dem Gast das Beste aus beiden Welten präsentiert.” (mehr…)

Warum nicht mal den Osterhasen zu Ostern servieren?

I Killed The Easter Bunny: Kaninchen À La Crème Mit Backpflaumen Und Rosmarinkartoffeln @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
I killed the easter bunny! Frischer geht es kaum. Draussen aus dem bayerischen Schwabenland, von einem kleinen Hof, bei dem ich mir hin und wieder Kaninchen, Honig, Marmeladen und so manches andere leckere Gedöns hole, da habe ich mir diesen Osterhasen geschnappt. Der Osterhase hier auf dem Bild hatte seine Pflicht und Schuldigkeit für das Jahr getan. Die Eier hatte er gebracht und versteckt. Es war also Zeit, ihm das Fell über die Ohren zu ziehen. Meister Lampe sah das auch ein, zumal wir ihm die Aussicht gaben, von uns besonders lecker zubereitet zu werden. Wir entschieden uns also für Kaninchenschlegel mit Backpflaumen und Rosmarinkartoffeln.

Die Karzeit ist vorbei. Wer bisher gefastet hat, der möchte sicherlich nicht gleich mit einer Schweinshaxn loslegen. Kaninchenfleisch ist leicht und mager. Zudem enthält das Fleisch wenig Cholesterin und versorgt den Körper mit ungesättigten Fettsäuren. Es eignet sich daher besonders für die fettreduzierte Küche. Zusammen mit frischen Kräutern und Backpflaumen wollen wir dieses Karnickel also zu einem wunderbaren Ostersonntagsbraten werden lassen. (mehr…)

Nationalfahnen kochen: Lachsfilet, Estragonsauce, Blattspinat = Italien oder Irland?

Lachsfilet_Spinat_Hofstaetter_Chardonnay_Okt_2013_04
Lachsfilet_Spinat_Hofstaetter_Chardonnay_Okt_2013_05Malen nach Zahlen, Kochen nach Farben: Habt Ihr so eine Spielerei schon mal gemacht? Ich bekam die Idee durch eine Diskussion in meiner Facebook-Timeline. Da fiel mir auf, dass viele Gerichte von drei Hauptzutaten leben, von einer Farbtrilogie angeführt werden. Der beliebte Insalata Caprese, auch als To-Ba-Mo bekannt, also Tomaten-Basilikum-Mozzarella, lebt von der rot-weiss-grünen Kombination. Beim Anrichten meines Lachs mit einer Senf-Estragon-Sauce und Blattspinat dachte ich zuerst an Italien oder Irland. Welche Gerichte fallen Euch ein, die Landesfarben bzw. Nationalfahnen ergeben?

Dies Gericht passt optimal zu einem Karfreitag. Es ist nicht nur ein Fischgericht, sondern hier verzichten wir im Sinne einer Low Carb Diät auch mal auf die Kohlenhydrate als Beilage. Glaubt mir, ein ordentliches Stück Fisch und diese Kombination gibt Euch genügend Glücksgefühle, so dass Ihr keinen Reis, Kartoffeln oder gar Nudeln mehr braucht. Als Wein assistiert uns ein 2011 Chardonnay vom Weingut J. Hofstaetter aus dem Weinort Tramin in Südtirol. (mehr…)