Eine Stippvisite im Nespresso Flagship Store München

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George Clooney trinkt ihn. Du sicherlich auch. Ich nicht: Kaffee. Kaffeespezialitäten aus vielen Ländern sind mittlerweile bei uns bekannt und beliebt. Die Italiener haben die Kunst der Kaffeevariationen perfektioniert. Während der deutsche Otto Normalverbraucher am liebsten seinen Filterkaffee trinkt, haben die Österreicher, Griechen, Türken, Franzosen und natürlich auch die Araber viele Geschmackskomposionen kreiert. Des Deutschen liebstes Kind: Kaffee. Das langweiligste deutsche Genussmittel: Kaffee – also Filterkaffee. Der leider nachhaltigste Trend bei der Zubereitung von Essen und Getränken: Convenience. Fertigfutter fürs Volk. Bequem und schnell soll es gehen, Kochen soll nicht lange dauern, Kaffeekochen erst recht nicht. Kein Wunder, dass ein Weltkonzern wie Nestlé bzw. seine Tochter Nespresso auch für diesen Markt eine eigene Antwort parat hat. Nespresso Stores sind nach den Kapseln ein weiterer Meilenstein, den Markt abzuschöpfen.

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Nespresso_Flagship_Store_Okt2010_011Schon in einer Marketing-Vorlesung lernt man die Grundzüge der Produktvariation und der Preisgestaltung. Nestlé bzw. Nespresso ist ein faszinierendes Beispiel, wie ein Unternehmen neue Produkte schafft (Nespresso-Kapseln und die dazugehörigen Kaffeemaschinen) und den Preis selbst festsetzt: oben.
Während viele Unternehmen immer wieder dem Fehler verfallen, sich nach den Preisen der Wettbewerber zu richten und die Preisschraube nach unten zu drehen, besitzt Nespresso die Arroganz der Macht und der Marke, den Markt zu gestalten. Nespresso hat wohl die Aluminiumkapsel mit Kaffeepulver und die dazugehörige Kaffeemaschine erfunden. Doch haben sie damit das Kaffeetrinken nicht billiger gemacht. Wohl einfacher. Wer es bequem haben will, der zahlt gerne mehr. Den weltweiten Aluminiumschrott hat der Weltkonzern auch nicht vermindert. Ein Nespresso Store könnte gut und gern auch als Aluminiumhütte bezeichnet werden.

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Nespresso_Flagship_Store_Okt2010_013Starbucks & Co. haben die Coffeeshop-Kultur geprägt und verändert. Seit einigen Jahren trinkt bzw. bestellt man im Restaurant nicht nur Kaffee oder Espresso sondern auch mal einen Latte Macchiato. Oder man nimmt sich mal eben schnell eine “Latte to go” am Imbiss um die Ecke. Wobei mich diese Sprachverwurstelung jedesmal stört. Der Trend ist klar: Heute ist alles möglich, ob kurz oder lang, mit Latte und/oder Gewürzen und/oder sonstigen Zusätzen.

Ich habe mir den Nespresso Flagship Store in München angeschaut. Vor vielen Jahren in einer derart prominenten Lage und mit dermassen grossen Fenstern noch die Edelboutique von Escada. Das war zu Zeiten, als es dem Münchner Edelschneider noch besser ging. Vor nicht allzu langer Zeit hat sich Nespresso den Laden geschnappt. Dies ist nicht etwa nur ein simpler Kaffeeladen. Dies ist keine Variation eines Tchibo-Geschäftes. Und auch kein Starbucks-Coffeeshop. Es ist eine vollkommen neue Erlebniswelt, eben der Nespresso Flagship Store. (mehr…)

Der Wiesn-Guide zum Münchner Oktoberfest für alle Preissn, Zuagroastn und andere Touristen

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Jährlich lockt das Oktoberfest über 7 Millionen Menschen nach München, die dieses Jahr zum 180. Mal mit Millionen von Bierkrügen und mehr als 500.000 Brathendln feiern wollen. Unsere Gastautorin Anika-Okje Erdmann , eine Bremerin, die derzeit in San Francisco lebt, gibt den vielen Touristen ein paar Tipps an die Hand, die auch wichtig für die eigene Gesundheit sein können. Der „Zuagroaste“, wie die Münchner alle nicht Einheimischen nennen, der dieser Gaudi das erste Mal gegenübersteht wird sich vermutlich fragen:

„Wie soll ich mich in diesem Chaos aus Feiernden, Besoffenen, Zelten, Biergärten, Hendlbuden und Karrussels zurechtfinden?“

 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat für Euch ein paar wichtige Punkte herausgefischt, mit denen es Euch, als Touristen und Nicht-Einheimischen, gelingt, gut auf dem Oktoberfest zu bestehen und nicht sofort als totaler Neuling aufzufallen. Natürlich kann das hier nur eine kleine Auswahl sein. Doch hoffen wir, dass unsere langjährige München- und Wiesn-Erfahrung Euch etwas zur Seite stehen kann.

Das richtige Outfit

  • Der Herr zieht seine Krachlederne, also die Lederhosn, und Haferlschuhe an, während die Dame in ihr Dirndl schlüpft.
  • Dirndl für die Damen gibt es von traditionell bis sexy. Leider sind die Dirndl in den letzten Jahren eher zu Mini-Röcken geschrumpft. Das mag zwar sexy aussehen – ist aber nicht typisch für die Tracht und gehört sich auch nicht unbedingt für die Wiesn. Eine kleine Anmerkung: Zu späterer Stunde tanzen viele auf den Bänken. So mancher unreifer männlicher Wiesnbesucher nutzt diese Situation aus und fotografiert mit seinem Handy von unten unter die Röcke. Ich denke, dass keine Frau dies will und mag…

Eine weitere Kunst ist, wie die Schürze gebunden wird. Es gibt einen Unterschied für vergebene und für Single-Damen! (mehr…)

Pasta mit Fenchel, Pinienkernen und Safran

Spaghetti Con Finocchio, Pinoli E Zafferano @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Freunde erweitern die Geschmackserlebnisse. Und dank Social Media gewinnen wir heute mehr Freunde aus anderen Gegenden als früher, als wir uns nur in einem eher begrenzten regionalen Umfeld bewegten. Während eines Facebook-Chats sagte mir eine Südtiroler Freundin, was sie gleich für ihre Familie kochen würde: Spaghetti con Finocchio, Pinoli e Zafferano – Spaghetti mit Fenchel, Pinien und Safran.

Ich fragte nach, was das genau sei und wie es machen würde. Sie beschrieb mir ihr Rezept, das sich wirklich sehr nach Italien, nach Sommer, nach Mittelmeer anhört. Es ist außerdem komplett vegetarisch, also auch etwas für die Veggie-Day-Befürworter. Ich bakam Appetit, das auch zu machen und fing an zu kochen. Es war so lecker, dass ich es Euch nicht länger vorenthalten möchte.

Was brauchen wir also? Klar; Fenchelknollen, Pinienkerne, Safranfäden und Spaghetti. Doch wie geht es weiter? (mehr…)

La Terrazza – Argentinisches Flair in München

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Olé Argentina heisst es auf einer der lauschigsten Terrassen Münchens. Die Asado -Lounge des Cafe Reitschule, direkt am Englischen Garten gelegen, lässt in diesem Sommer echtes Gaucho–Feeling aufkommen. Im stilvoll dekorierten Ambiente durften 150 geladene Gäste die Eröffnung von „La Terraza“ feiern. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort.

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Extra aus Argentinien angereist kam Gonzalo Carrasco, Kellermeister der berühmten Bodega Terrazas de los Andes, mit einer spannenden Auswahl an Weinen im Gepäck. Zu den Vorspeisen gab es zwei elegante Weißweine zu probieren – einen Terrazas Reserva Torrontés und einen Reserva Chardonnay 2011.

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Marcos Zabaleta, Chefkoch der Bodega Terrazas, kreierte die passenden Köstlichkeiten dazu. Ob würzige Empanada criolla, cremiges Maissüppchen, Roulade vom Flank Beef oder geschmortes Lamm-Pilz-Ragout – alles typisch argentinische Spezialitäten, zubereitet auf hohem Kochniveau. (mehr…)

Duett von Lissabon und Algarve: Zwischen Motorradtour und Cluburlaub

The Ritz Hotel Lisbon Portugal Lobby
Städtereisen oder Strandurlaub? Beides! Dass sich diese Frage mit einem “Sowohl-Als Auch” beantworten lässt, beweist Gastautor Günter Kast für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mit einem Ausflug nach Lissabon und an die Algarve. Nicht Deutschland, sondern Portugal. Nicht Carinhall, sondern Martinhal und das Ritz waren seine Ziele. Das Four Seasons Hotel Ritz ist das perfekte Hotel, um Lissabon zu erkunden. Und das Martinhal Beach Resort an der wilden Küste der Algarve der ideale Ort, um sich vom anstrengenden Sightseeing wieder zu erholen. Wer schlau ist, packt beide Hotels in eine einzige Reise und sieht so mehr vom Land.

The Ritz Hotel Lisbon Portugal Blick von oben
Anflug auf Lissabon. Die Stadt am Tejo glitzert in der Sonne. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Auch schön: TAP Portugal ist ein würdiges Mitglied der Star Alliance mit ordentlichen Fliegern und annehmbarem Service, von dem sich zum Beispiel United Airlines durchaus eine Scheibe abschneiden könnte.

The Ritz Hotel Lisbon Portugal Blick auf die Altstadt
Auf der Fahrt ins Fünf-Sterne-Haus Four Seasons Hotel Ritz , das auf einem der sieben Hügel thront und fantastische Ausblicke vom Parque Eduardo VII über die maurische Burg São Jorge bis zur Altstadt und zum Tejo bietet, steigt die Spannung. Immerhin gilt es als das eleganteste Hotel der Stadt, das wie kein anderes die Noblesse und den Charme des historischen Lissabon verkörpert. (mehr…)

Le Gourmand Gewinnspiel mit Rack & Rüther: 3 märchenhafte Wanderpakete zu gewinnen

Rack Ruether Selektion Wanderproviant mit Korb
Märchenhafte Genüsse versprechen nicht nur die Gebrüder Grimm. Sie regen mit ihren gesammelten Märchengeschichten unsere Phantasie an. Sie lassen Kinder träumen, sie lassen alte Sagengeschichten weiterleben, sie lassen sogar Hollywood-Studios eine abstruse Phantasy-Serie unter dem Namen “Grimm” in unsere Wohnzimmer bringen. Auch die Hessischen Wurstwarenspezialisten Rack & Rüther werden immer wieder von Grimms Märchen angeregt. Egal ob Schneewittchen, Die Goldkinder, Zaunkönig, Hans im Glück oder Tischlein Deck Dich – viele Märchennamen stehen Pate für die Selektionen aus dem umfangreichen und echt superleckerem Programm dieser Metzgerei. In Hessen gibt es außerdem sehr viele Wanderwege. Auch hier finden wir die Spuren der Gebrüder Grimm. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin schnürt zusammen mit Rack & Rüther für Euch ein exklusives Wurstpaket als Begleiter für Eure nächste Wanderung. Also macht mit bei diesem Gewinnspiel, schnürt Eure Wanderstiefel, ergreift die Wanderstöcke und gewinnt eines von drei Wanderpaketen von Rack & Rüther für Euren Wanderrucksack! Dieses Wanderpaket gibt es exklusiv nur hier bei Le Gourmand! Es ist nicht im Online-Shop erhältlich. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Donnerstag, 04.07.2013, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Rack & Rüther schlägt Euch folgende Wanderroute vor: Nehmt die 4.Etappe des GrimmSteiges von Wickenrode nach Oberkaufungen. Ihr wandert direkt durch das Märchenland der Brüder Grimm. Diese Familienwanderung macht Euch und Euren Kindern sicherlich richtig Appetit auf das Rack & Rüther Wanderpaket. Und so findet Ihr den Weg: (mehr…)

Top-Weine aus aller Welt: 2009er Spätburgunder Tradition vom Weingut Kiefer

2009_Spaetburgunder_Tradition_Weingut_KieferVon der Sonne verwöhnt – bei dem Spruch denken bestimmt viele an den Werbeslogan vom Badischen Wein. Derzeit sind wir in Deutschland eher vom Winter verwöhnt verkühlt, wissen kaum noch, wie der hellgelbe Stern am Firmament eigentlich aussieht. Doch wir hoffen auf den Frühling. Da wird es Zeit, sich die Sonne zumindest ins Glas einzuschenken. Für Le Gourmand hat sich Sommelier Markus A. Dilger diesmal einen Tropfen vom Weingut Kiefer gegönnt.

Dieser 2009er Spätburgunder „Tradition“ vom Weingut Kiefer aus Eichstetten hat alles, was man sich von einem roten „Kaiserstühler“ wünscht: eine glänzende rubinrote Farbe, ein Aroma von reifen Wildkirschen und roten Waldbeeren, einen saftig-frischen und samtigen Charakter am Gaumen, sowie einen würzigen, langen Nachhall. (mehr…)

Miesmuscheln in Roquefort-Weissweinsauce mit tollen Weissweinen von Johner Estate und Kiefer

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Muscheln in Käsesauce? Ja, richtig! Schmeckt sagenhaft gut! Während in diversen italienischen (und sicher auch anderen) Restaurants Miesmuscheln immer nur mit Tomatensauce oder einer Weißwein-Gemüse-Sauce serviert werden, sind unsere französischen Nachbarn etwas kreativer. Ich habe dies Gericht zum allerersten Mal bei einem Studenten-Austausch 1997 in Orléans gegessen. Die französischen Freunde schwärmten uns deutschen Studenten vor von den “Moules frîtes”. Fritierte Muscheln, verstand ich zuerst. Irrtum: Muscheln mit Pommes. Und die Stäbchenkartoffeln “à volonté”, also Nachschlag bis zum Abwinken. Auf der Speisekarte des Restaurants waren noch andere Saucen wie etwa Currysauce. Doch ich bin seitdem ein Fan der Roquefortsauce. Und die habe ich für Euch nachgekocht, dazu gab es zwei komplett verschiedene Weißweine, die beide hervorragend passten: ein 2010er Riesling von Johner Estate und ein 2010er “Mit den Wolken ziehen” vom Weingut Kiefer.

Ein zweiter Besuch in Orléans im Sommer 2009 führte meine Schritte in ein absolutes Szeneviertel der jungen Studentenstadt. Mehrere Straßen sind hier umgebaut zu Fußgängerzonen, Kneipen, Restaurants, Clubs, diverse Läden reihen sich dicht an dicht. Wer hier essen gehen will, sollte vorher reserviert haben. Oder früher oder reichlich später essen. Wir entschieden uns für die Spätvariante, reservierten in einem typisch französischen Restaurant einen Tisch für 21 Uhr und genossen das Nachtleben. Warum wir uns genau für dies Restaurant entschieden? Ich hatte auf der Speisekarte die Muscheln in Roquefort-Sauce gelesen. Die wollte ich unbedingt wieder essen, diesmal auch unter dem Aspekt, sie mal nachzukochen. Der Abend endete nach einem leckeren, reichhaltigen und langen Essen damit, dass wir uns mit dem Wirt anfreundeten, wir als letzte Gäste gingen und er mit uns in seinen zweiten Laden ging: eine angesagte Disco mit toller Bar. On s’est bien amusé! (mehr…)

Top-Weine aus aller Welt: 2009 Vall Llach – Celler Vall Llach, Priorat, Spanien

Vall Llach 2009 Priorat Foto Markus DilgerRibera del Duero, Priorat und Rioja: von hier kommen Spaniens Top-Weine. Rioja kennt mittlerweile wohl jeder, spätestens seit diese Weine bei Aldi und Lidl stehen. Doch die anderen beiden? Für Le Gourmand verkostet und bespricht ab sofort Sommelier Markus A. Dilger exzellente Weine für Euch. Zum Einstieg heute ein starker Spanier mit viel Potential: Der heiße Sommer im Jahr 2009 ermöglichte es den wirtschafts-krisengeschüttelten spanischen Weinbauern einen Top-Jahrgang zu ernten. Die Fehler aus dem “Jahrhundert-Jahrgang” 2003 wurden vermieden und der Säuregehalt wirkt ausbalanciert zu Frucht und Alkohol. Besonders in Ribera del Duero, Rioja und im Priorat wird der Jahrgang 2009 als “herausragend” bezeichnet. Heute möchte ich Ihnen einen der Top-Weine dieses Jahrgangs aus dem Priorat vorstellen: den Vall Llach vom Celler Vall Llach.

Die Trauben stammen aus der Gegend von Porrera (Tarragona), wo die über 100-jährigen Rebstöcke auf traditionellen “Trossos” – kleine Weinbergsparzellen an steilen, schieferbeladenen Steilhängen – wachsen. Diese Cuvée aus 65% Cariñena, 18% Cabernet Sauvignon und 17% Merlot wird über 14 Monate in neuen französischen Barriquefässern ausgebaut. (mehr…)

Tour Grosses Gewächs 2013: Ein Plädoyer für deutsches Winzerhandwerk

Tour Großes Gewächs 2013
Wie entwickeln sich Deutschlands Rieslinge? Pünktlich zum Jahresbeginn begaben sich Deutsche Winzer auf die große Roadshow quer durch die Republik. Im Gepäck: die besten Weine von Mosel, Nahe aus der Pfalz und Rheinhessen. Ziel der „Tour Grosses Gewächs 2013“ des Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ist es, Experten die Gelegenheit zwischen Hamburg, Berlin, Köln und München zu bieten, besonders das Entwicklungspotential der besten, trockenen Weißweine des Jahrgangs 2011 zu beurteilen. Am 04. Februar 2013 hielt der Wanderzirkus des VDP mit seinen „Ersten Lagen“ – erkennbar an der VDP Klassifizierung mit der Traube und der unterstrichen 1 auf der Kapsel – im „The Charles Rocco Forte“ in München. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hielt Hanka Paetow die Nase ins Glas und benetzte dezent ihren Gaumen.

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Ein spannender Termin und die Erwartungen waren hoch. Schließlich hatten diese Weine bereits zur Vorpremiere im August 2012 in Wiesbaden positiv überrascht. Weich, rund, samtig und fruchtig in den Aromen präsentierten sich dort die edlen Tropfen den Experten aus dem In- und Ausland. Nun ein halbes Jahr später unterstrichen die 2011er ihre hohe Komplexität. Die gleichen Weine spielten überraschend ihre Säure und Mineralität in den Vordergrund. Ein Grund für diese Veränderung: Trotz Frost, Hagel, früh einsetzender Fäulnis oder Gärproblemen sei der Herbst 2011 versöhnlich gewesen, berichteten die Topwinzer. Diese Abwechslung widerspiegle auch der Wein. Erfreulich. (mehr…)

Averna: Bittersüße Kräuter-Cocktails bringen sizilianisches Dolce Vita in die Bars

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Hustensaft ist mein erster Gedanke. Der kleine Schluck vom Cocktail, der gerade meine Zunge entlang, vorbei am Gaumen, hinunter in den Magen fliesst, erinnert mich stark an Hustensaft. Kein Wunder, ist doch das Kraut, das als Stengel im Glase steckt, der Hauptbestandteil dieses Drinks: Thymian. Der andere Hauptbestandteil ist Averna. Das sympathische kleine Familienunternehmen aus Sizilien hat zur Probierstunde gebeten. Eine kleine Journalisten-Runde hat sich im jiddischen Restaurant Schmock in München zusammengefunden und probiert insgesamt fünf Cocktails durch, die alle auf Averna basieren.

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Averna – in den Augen von Otto Normalverbraucher ist das ein Digestif. Ein Kräuterlikör, der gern nach dem Essen getrunken wird. Dabei spielt diese dunkelbraune Essenz in der gleichen Liga wie Ramazotti und Jägermeister. Ich erinnere mich an eine Blindverkostung vor fünf Jahren im Hause Averna in Caltanissetta auf Sizilien. Das kann ich Euch auch nur wärmstens ans Herz legen, das mal nachzumachen. Je ein Glas mit einem der drei Kräuterliköre. Und ohne zu wissen, was wo drin ist, erst nur riechen, dann auch schmecken. Seitdem ist meine erste und einzige Wahl: Averna. Meinen Bericht könnt Ihr hier gerne nachlesen. (mehr…)

Kitzbühel: Veuve Clicquot lädt VIPs zum Hüttenzauber

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Schampus im Schnee. Promis in Partylaune. Cooles Kitzbühel. Im Rahmen des legendären 73. Hahnenkammrennens lockte Veuve Clicquot vergangenes Wochenende wieder zahlreiche Prominente zum exklusiven “Clicqout in the snow Party warm up” nach “Kitz”. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort. Diese Einladung war auch im dritten Jahr in Folge wieder heiß begehrt: Unter dem Motto: “Hüttenzauber – die etwas andere Après Ski Party” wurde für dieses Event auf der Bichlalm extra eine originale Berghütte im rustikalen Ambiente errichtet.

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Rund 200 geladene Gäste tranken dank 300 Flaschen Champagner tapfer gegen eisige Kälte und trübes Wintergrau an. Knalliges „Veuve–Orange“ sorgte für fröhliche Farbtupfer im tief verschneiten Gelände und attraktive junge Kellner immer für ein stets gefülltes Champagnerglas. Ob Eisstockschießen oder lieber Schampus ad infinitum zum Aufwärmen – beides sorgte bei den Gästen für gute Laune gegen den dunkelgrauen und schwer verhangenen Himmel. (mehr…)

San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

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Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

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Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

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Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

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Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr…)

Mein Gruß an die Österreichische Küche: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern

Schnitzel Wiener Art Mit Vogerlsalat Und Paradeisern @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art – kennt Ihr den Unterschied? In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, was auf der Karte stehen darf. Wiener Schnitzel ist immer (!) vom Kalb. Schnitzel Wiener Art ist vom Schwein. Das eine ist also das teurere Fleisch, das andere deutlich billiger. In anderen Ländern ist das nicht so genau geregelt. Da liest der Gast auf der Speisekarte des Restaurants auch mal “Wiener Schnitzel” – und in deutlich kleinerer Schriftgröße darunter “vom Schwein”. Ok, ist ja nicht so ganz falsch. Doch es muss ja nicht immer Kalb sein, so ein Schweineschnitzel kann auch zu einer richtig leckeren Speise zelebriert werden. Ich hatte kürzlich Appetit auf so eine typisch österreichische Spezialität: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern.

Bitte was? Ihr seid Deutsche und versteht mich nicht? Ihr seid definitiv zu selten in Österreich. Unsere lieben Nachbarn haben nicht nur tolle Alpen zum skifahren, radeln, wandern und manches mehr. Sie haben auch lustige, witzige Worte in ihrem Dialekt, die für uns so total anders klingen. Also zur Aufklärung: Vogerlsalat ist in Deutschland Feldsalat. Und Paradeiser sind nix anderes als Tomaten. Schaut aufs Bild, da ist alles drauf. Das einzige, was ich gerade nicht da hatte, war Steirisches Kernöl für den Vogerlsalat. Das ist eigentlich ein Muss!

Was ist das Besondere an einem Wiener Schnitzel? Was macht es so speziell lecker? Es muss fluffig sein! Die Panade darf nicht am Fleisch kleben, sie muss Wellen schlagen und leicht abheben, leichte Blasen schlagen. Dies hinzubekommen ist keine Kunst, wird nur leider von den wenigsten richtig gemacht. Ich habe einmal den großartigen, genialen Eckart Witzigmann höchstpersönlich gefragt, wie ein richtiges Wiener Schnitzel geht. Und hier habe ich seinen Rat für Euch umgesetzt. (mehr…)

Rib-Eye Steak mit Cognac-Pfeffer-Sahnesauce und 2009er LUCE

Rib-Eye-Steak Mit Pfeffer-Cognac-Sahne-Sauce Und Grünen Bohnen @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining Guten Freunden brät Mann ein Steak! Für gute Freunde kommt ein reelles Stück Fleisch auf den Tisch.
Guten Freunden brät Mann ein Steak! Für gute Freunde kommt ein reelles Stück Fleisch auf den Tisch. Etwas Besonderes sollte es sein. Mein Metzger um die Ecke, die Metzgerei Liedl, hatte letzte Woche ein exzellentes Stück Rib Eye Steak da, lange genug abgehangen. Genau das Richtige, um eine herzhafte Sauce dafür zuzubereiten. Rib-Eye-Steak mit Cognac-Pfeffer-Sahnesauce: Eine Begleitung, für das ein Filet viel zu zart und dezent wäre. Das Rib-Eye bringt schon etwas mehr Fett mit und verspricht viel Spaß. Als Begleitung passen grüne Bohnen. Mehr braucht’s nicht. Und am Abend kam ein Freund zu Besuch. Es war extrem lecker!

Doch wie bereiten wir das nun zu? Wie machen wir Männerherzen und -mägen glücklich? Etwa wie Truthahn in Whisky? Äh nein, nicht ganz. Hier ist mein Rezept, eine schöne Abwechslung zwischen Braten, Garen und Kochen:
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Le Gourmand Gewinnspiel mit Rack & Rüther: Festlicher Weihnachtschmaus mit Selektion „Rotkäppchen“

Rack Ruether Rotkaeppchen Selection
In Brandenburg soll es wieder Wölfe geben. In Hessen vernaschen sie junge Mädchen – oder leckere Würste. Die Spezialitäten-Metzgerei Rack & Rüther hat ihren Sitz in der Heimatstadt der Gebrüder Grimm. Dort liebt man die alten Märchen besonders und dort werden sie nach wie vor gern erzählt. So heißt es beispielsweise in Kassel, dass sich das Märchen von „Rotkäppchen“ etwas anders zugetragen habe. Nämlich so: Rotkäppchen und die Großmutter waren echte Wurstliebhaber – das war bekannt. Außer Kuchen und Wein befanden sich noch fünf hessische Wurstspezialitäten im Korb. Kein Märchen hingegen ist dies: Zehn hochwertige Wurstpakete “Rotkäppchen Selection” stellt mir die hessische Metzgerei Rack & Rüther für Euch zur Verfügung. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Dienstag, 04.12.2012, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Im Korb des Rotkäppchen sollen also wohl noch diese Würste gewesen sein: Die berühmte „Ahle Wurscht“, die schmackhafte „Kaiser-Jagdwurst“, die pastetenähnliche „Kalbfleisch-Leberwurst“, die aromatische „Dürre Leberwurst“ und die bei jung und alt beliebten „Cocktail-Wiener“. Der Duft der köstlichen Wurstsorten lockte den hungrigen Wolf an. Da es reichlich von allem gab, durfte jeder kosten und alle sind satt geworden. Ein richtiges Festessen – für den Wolf, die Großmutter, den Jäger und das Rotkäppchen. Und man munkelt, es war Weihnachten … (mehr…)

225 Liter: Handverlesene Winzer präsentieren ihre aktuellsten Tropfen

225 Liter Handverlesene Weine - Konzentration zur Degustation
225 Liter – Der Name ist Programm. Genau diese Menge passt in ein schönes Barrique-Faß. Nicht mehr, nicht weniger. Die Weinfachhändler Katrin Kohl und Stefan Grote haben sich nicht nur diese Menge, sondern auch die Qualität eines edlen im Barrique-Faß ausgebauten Weines zum Motto genommen. Wein ist Poesie in Flaschen – Emotionen, Bilder im Kopf, hunderte unterschiedlicher Aromen in der Nase und im Mund. Damit Kunden und ausgewählte Fachjournalisten die neuesten Kreszenzen ausgesuchter Winzer verkosten können, hatte “225 Liter Handverlesene Weine” am gestrigen Donnerstag in die Räume des Europäischen Patentamtes in München gebeten. Le Gourmand war für Euch dabei und hat sich durch die folgenden Kreationen durchprobiert.

“Weine, die Spaß machen, deren komplexe Aromen man mit jedem Schluck neu erschmeckt, deren Charakter geprägt ist von dem Boden, auf dem sie gedeihen, von den Rebsorten und der Handschrift des Winzers, der sie geschaffen hat” – so lyrisch und lecker schildert es der Weinfachhändler selbst auf seiner Seite. Abseits der ausgetretenen Pfade und industrieller Massenproduktion suchen sie kleine Winzer, die mit absoluten Top-Qualitäten zu überzeugen wissen. Gestern also war es wieder soweit: Wir hatten die Möglichkeit nicht nur den Weinhändler kennenzulernen, sondern eben auch den persönlichen Kontakt zum Winzer, konnten uns mit ihm unterhalten, können so einen persönlichen Bezug zu der Flasche vor uns bekommen, zu dem Wein, der sich in unserem Glase befindet.

Wir verkosteten folgende Weine:

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Venez à table! Die A-Rosa Stella bittet zum Dine & Wine auf der Rhône

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Frankreich ist Kulinarik. Genuss pur ist die Provence! Vive la Gourmandise! Die Gegend zwischen Lyon und dem Mittelmeer ist nicht nur von der Sonne verwöhnt. Die Böden und die Wetterverhältnisse sorgen in vielen Ecken der Gegend für optimale mikroklimatische Bedingungen für viele leckere Spezialitäten. Eine Kreuzfahrt durch Frankreichs Süden wäre also nicht perfekt, wenn es nicht auch ein Gourmet-Dîner geben würde. Die A-Rosa Stella begeistert mich auch in diesem Punkt. Das Schiff ist ein schwimmendes 4-Sterne-Hotel. Doch zum festlichen Menü zaubert die Chefköchin Silke Holz und ihre Küchenmannschaft Qualitäten hervor, die mit jedem 5-Sterne-Haus oder Sterne-Restaurant mithalten können. Dies Menü muss allerdings vorher reserviert werden, doch für mich war das keine Frage, das “Dine & Wine” gehört zu meinem Programm.

Arosa_Stella_3_Cruise_Okt2012_007Wohlgemerkt: Das Dine & Wine-Menü ist zwar ein edles Menü und die Gäste ziehen sich auch dafür etwas eleganter an. Doch es ist kein Käptns-Dinner mit Smokingzwang. Auf der A-Rosa ist auch dies Dîner entspannt und ungezwungen. Das Dine & Wine-Menü hat, so erklärt uns die Service- und Küchencrew, den Anspruch, durch Gegensätze die Geschmacksnerven zu reizen. Die korrespondierenden Weine sollen gezielt im Spiel mit den Aromen und Gewürzen der Speisen etwas provozieren.

    Amuse Bouche:

  • Tartar von der Königskrabbe mit Pomello und Basilikum
  • Vorspeise:

  • Mediterraner Schwertfisch mariniert in nativem Olivenöl und Sojasauce mit Fenchel Confit
  • La Vieille Ferme Rosé 2011, Côtes du Ventoux
  • Fischgang:

  • Basilikum Zucchini mit Mandelmilch und gebratener Riesengarnele
  • Perrin Réserve blanc 2011, Côtes du Rhône
  • Hauptgang:

  • Lammrücken und -schulter mit Lorbeerblättern, Aubergine, und geschmorten Kartoffeln
  • Perrin “Peyre blanche” 2010, Cayranne
  • Dessert:

  • Erdbeere an “Macalong”, kristallisierter Salbei
  • Perrin Muscat de Beaumes de Venise 2010

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Champagner her! – Wir sind Kreuzfahrer auf der Rhône!

„Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“ fragt mich höflich, doch mit kokettem Augenaufschlag, der knackige, blonde Stewart an Bord der LH 2248 von München (MUC) nach Lyon St. Exupéry (LYS). Sascha K., dies verrät sein Namensschild, wäre ein süßes Leckerlie für einige meiner Freunde. Zur Einstimmung auf Frankreich bestelle ich mir nicht nur den obligatorischen Tomatensaft, sondern frage auch nach Champagner. Schließlich verbringe ich die nächsten fünf Tage auf der Rhône. Mit dem A-rosa Flussschiff Stella fahre ich diesen tollen Strom gen Süden. Neben Lyon werde ich Avignon, Arles und die Ardèche besuchen.

„Wir haben leider nur Sekt“, antwortet er und fügt schnell an „aber das ist ein sehr guter“. Ok, ich willige gerne ein. „Das ist die perfekte Einstimmung auf die Destination Frankreich“, sage ich etwas entschuldigend, (mehr…)

Risotto con Radicchio di Treviso und Papageienfisch mit Prosecco Superiore DOCG

Papageienfisch Con Risotto Di Treviso Con Radicchio E Prosecco Docg @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Dies Gericht ist (fast) Norditialien pur. Die Provinz Treviso steuert den größten Teil bei. Denn sowohl der Radicchio als auch der Prosecco stammen aus dieser Gegend nördlich von Venedig. Und es sollte auch keine Supermarkt-Schund sein. Wir genießen einen richtigen Prosecco, den Conegliano Valdobbiadene DOCG. In diesem Fall von der Scuola Enologica di Conegliano. Deren Prosecco ist hervorragend und passt bestens zu unserem heutigen Rezept.

Der Papageienfisch, der mich beim Fischhändler anlächelte, kommt zwar ursprünglich aus den Tropen, war in diesem Falle aber aus einer Aquakultur. Wie also geht das jetzt, dies Risotto con Radicchio di Treviso und Papageienfisch? (mehr…)

Hachis Parmentier: Resteverwertung nach alter französischer Tradition

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Französische Küche ist leicht und teuer? Weit gefehlt! Gerade auf dem Land ist das Essen – ähnlich wie die deutsche Küche günstig, ja, sogar billig und liegt auch gern mal verdammt schwer im Magen. Dennoch ist sie genial lecker und verführt auf ihre besondere Art und Weise. Ein traditionelles Resteessen ist das Hachis Parmentier. Ich habe es das allererste Mal damals bei meinem Tutor und Französisch-Leistungskurs-Lehrer gegessen, der seinen Kurs mal zu sich nach Hause einlud. Kürzlich hatte ich einige Kartoffeln übrig und frisches Hackfleisch. Außerdem flackten noch Zucchini im Kühlschrank rum. Mir fiel das Hachis Parmentier wieder ein und ich variierte diesen Auflauf ein wenig.

Es ist eines dieser Essen, zu dem wir nicht viel brauchen und das relativ schnell geht. Außerdem ist es extrem Geldbeutel schonend. Und ideal geeignet vor einer Party verspeist zu sein, denn es bildet eine optimale Grundlage für so manches alkoholische Getränk. Was also brauchen wir für ein Hachis Parmentier? (mehr…)

Wildschweinbraten mit Rotwein-Schokoladen-Sauce, grünen Bohnen und Vogelbeeren

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Im Herbst wird es gern wild. Es muss dabei nicht immer Hirsch oder Reh sein. Von Zeit zu Zeit ist so ein frisches Wildschwein auch etwas Feines. In Vorbereitung meiner Fahrt nach Gallien in dieser Woche passte das optimal. Dabei bin ich allerdings kein Freund der Variante “mit Pfefferminzsauce und lauwarmer Cervisia”. Das überlasse ich gern den Briten. Am vergangenen Wochenende lachte mich so ein Stück Wildschweinbraten an und ich ließ es mir nicht nehmen, das gute Tier lecker zuzubereiten. Zumal es ja auch schon eine ganze Weile her ist, dass ich hier einen Wildschweinbraten beschrieben habe. Diesmal also gab es einen Wildschweinbraten in Rotwein-Schokoladen-Sauce.

Dabei ist das Rezept zwar etwas von Alfons Schuhbeck inspiriert, aber auch von anderen Rezepten, die ich mir so erkocht habe, insbesondere mit Einflüssen der indischen und singhalesischen Ayurveda-Küche. Also eine Variation nach meiner Art. Auf dem Foto kommt das Essen nicht ganz so optimal raus. Kleine Kritik gleich vorweg: ich hatte den Braten etwa eine halbe Stunde zu lang im Ofen. Und ich bin kein Fan eines langwierigen Passier-Aufwandes. Daher die dicke, sämige Sauce. Würde die noch passiert sein, sähe sie besser aus. Dann wäre mein Essen aber inzwischen kalt – und unpassiert schmeckt sie mindestens genauso gut. Nun also zur Sache: Wie geht so ein Wildschweinbraten in Rotwein-Schokoladen-Sauce? (mehr…)

European Beer Star Award: 1.366 Biere testen auf der Suche nach dem besten Bier

European Beer Star Award
Sie halten die Gläser gegen das Licht, um den optischen Eindruck zu prüfen. Sie schwenken die Gläser, sie riechen. Und sie trinken. Ganz kleine Schlucke nur. Schließlich warten 1.366 verschiedene Biere aus aller Welt auf die Bewertung durch die 102 ausgewählten Bierexperten – zumeist Braumeister und Bier-Sommeliéres – die kürzlich in der Brauakademie Doemens in Gräfelfing zusammengekommen sind. Erst nach zwei langen Verkostungstagen stand fest, welche Biere 2012 mit Gold, Silber oder Bronze beim 9. European Beer Star dekoriert werden. Veranstalter von einem der größten und bedeutendsten Bier-Wettbewerben der Welt ist der Verband der Privaten Brauereien.

Der Verband der Privaten Brauereien setzt sich in letzter Zeit verstärkt für eine moderne Kommunikation und ein anderes Bier-Verständnis ein. So war ich kürzlich erst zu einem Bier-Menü eingeladen, bei dem Beer-and-Food-Pairing im Vordergrund stand. Mit 271 Bieren ist der Wettbewerb 2004 gestartet und verzeichnet seitdem Jahr für Jahr rund 20% mehr eingereichte Biere. Die 1.366 Biere aus 45 Ländern aller Kontinente sind ein absoluter Rekord, der selbst den Veranstalter überrascht. Die Gewinner werden am 14. November auf der Messe Brau Beviale in Nürnberg bekannt gegeben. (mehr…)

L’Art de Vivre: Gastro-Nachwuchs auf dem Weg in die Service-Oase

Preis Grosse Gastlichkeit Preistraeger 2012 Fotocopyright: L'Art de Vivre/ Dorett Auerswald
Service-Oase statt Service-Wüste: dafür setzt sich die internationale Vereinigung L’Art de Vivre ein. Zum dritten Mal fand der deutschlandweite Wettbewerb Preis für grosse Gastlichkeit statt. Es nahmen zwölf ausgewählte Teilnehmer aus den acht Bundesländern Hamburg, Berlin, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein am ganztägigen Service-Wettbewerb teil. Vor den Augen der Fachjury zeigten die jungen Restaurant- und Hotelfachleute in diesem Jahr im Schlosshotel Hugenpoet in Essen-Kettwig ihr Können. Da ich selbst Restaurantfachmann bin, finde ich das Engagement der Vereinigung und der Teilnehmer absolut toll. Der Service am Gast sollte wieder mehr in den Vordergrund rücken.

In jedem gut geführten Restaurant sind die Mitarbeiter im Service das unverzichtbare Bindeglied zwischen Koch und Gast sowie wichtige Schnittstelle aller Leistungen eines Teams. Dennoch werden dieses Berufsbild und seine Berufschancen immer noch unterschätzt. Mit dem Wettbewerb erhalten Servicemitarbeiter eine der wenigen Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen und sich zu qualifizieren.

Den Sieg sicherte sich am Abend des anspruchsvollen Wettbewerbstages Lisa Eckardt aus dem Louis C. Jacob in Hamburg. Den zweiten Platz belegte Barbara Englbrecht aus dem Dallmayr in München und den dritten Platz sicherte sich Tommy Hergenhan aus dem Landhaus Eggert in Münster. (mehr…)

Gourmet Towers of the World: Lee Bennett vom Equinox Restaurant Singapur zu Gast bei Otto Koch im Restaurant 181

Restaurant_181_Business_Equinox_Restaurant_Chef_de_Cuisine_Lee_BennettAuf höchster Ebene für höchste Genüsse sorgen: Das ist nicht nur das Motto von Otto Koch im Restaurant 181 im Münchner Olympiaturm. Weltweit sind Gourmet-Restaurants in Türmen und Hochhäusern untergebracht. Dies nimmt der Münchner Sternekoch zum Anlass und lädt sich die Kollegen aus aller Welt nach Hause ein. Und besucht sie in deren Restaurants. Im April 2011 war ich zum Auftakt der Serie schon als Gast dabei und hatte hier darüber berichtet. Jetzt ist es wieder Zeit für eine Fortsetzung: Am 20. November 2012 empfängt Otto Koch den Küchenchef des „Equinox Restaurants“ in Singapur, Lee Bennett. Gemeinsam werden sie im Rahmen der von Otto Koch ins Leben gerufenen „The Gourmet Towers of the World series“ im Restaurant 181 hinter dem Herd stehen und ihre Gäste mit erlesenen Speisen einen Abend lang verwöhnen.

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Lee Bennett, der bereits für Gordon Ramsay in dessen Restaurants in London und Dubai arbeitete, freut sich auf den Besuch in München. Er ist der jüngste Gewinner des angesehenen „Restaurant Chef of the Year“ Awards und hat sich in der internationalen Kochszene mit seiner modernen aber schlichten Küche einen Namen gemacht. „Ich bin durch meinen Beruf schon viel rumgekommen, in München war ich allerdings noch nicht. Durch diese einzigartige Aktion von Otto habe ich nun die Möglichkeit nicht nur in München zu kochen, sondern die Stadt währenddessen auch von ihrem höchsten Punkt zu betrachten.“ (mehr…)

Restaurant Schaufelspitz: Das wahrscheinlich höchste Haubenlokal der Welt steht am Stubaier Gletscher

Relais_Chateaux_Spa_Hotel_Jagdhof_Neustift_Stubaital_Feb2012_54Hauben dem Himmel so nah: David Kostner erkocht sich höchste Weihen auf 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. Der Gault Millau hat seine Hauben Restaurants 2013 für Österreich veröffentlicht – mit dabei ist auch das Restaurant Schaufelspitz auf dem Stubaier Gletscher. Anfang Februar weilte ich zur Dine & Wine Gourmetnacht mit Paula Bosch dort oben und war schon von Davids Küche begeistert. Daher freue mich mich sehr für ihn. Ich schrieb schon da in meinem Artikel: “Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Gault Millau einer Skihütte Punkte verleihen wird.” Jetzt ist es soweit. Herzlichen Glückwunsch, David!

Das Restaurant Schaufelspitz ist mit Sicherheit das höchste Haubenlokal Österreichs. Doch welche anderen Top-Restaurants liegen denn noch auf 3.000 m ü.NN? Also behaupten wir doch mal, dass es das höchste Haubenlokal der Welt sei – oder zumindest Europas. Hallo, Gault Millau, welche Eurer Top-Restaurants sind noch höher? (mehr…)

TripAdvisor präsentiert die Travellers’ Choice Wein Destinationen

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Welche Wein-Region ist die Beliebteste weltweit? Wo wächst der schönste Wein? Wo sind die besten Winzer? Welche Region ist am bezauberndsten? Millionen Reisende aus der ganzen Welt wählten die beliebtesten Wein-Regionen. TripAdvisor gibt die Gewinner des Travellers‘ Choice Awards „Wein Destinationen“ bekannt. Auf Grundlage von Millionen von Bewertungen auf TripAdvisor erhalten 32 Regionen auf der ganzen Welt die Auszeichnung. Die Regionen wurden aufgrund ihrer Popularität als Weinanbaugebiete ausgewählt.

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In die Beurteilung flossen jeweils Bewertungen und Meinungen von Reisenden über lokale Weingüter, Restaurants, Attraktionen und Unterkünfte ein. Das Ergebnis zeigt, die Favoriten in Europa sind Italien und Frankreich mit jeweils drei beziehungsweise fünf Gebieten in den Top Ten. (mehr…)

Gedankenreise durch New York auf den Spuren von Promis

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Für einen Abend nach New York reisen! Merian-Autorin Bettina Winterfeld liest aus ihrem Buch „New York – Eine Stadt in Biographien“ und stellt faszinierende New Yorker Persönlichkeiten vor. Wir lassen uns mit dem jungen Robert de Niro und seiner Gang, die „Forty Thieves“, durch Little Italy treiben. Am Beispiel Sarah Jessica Parkers hören wir von den glamourösen Seiten der Stadt. Oder wir erleben mit Milliardär John D. Rockefeller den amerikanischen Traum vom Erfolg.

Die Reisebuch-Autorin Bettina Winterfeld hat während ihrer aufregenden Recherchen in New York in Coffee Shops gearbeitet, Inspiration gesucht und entspannt. Eine unvergleichliche Atmosphäre, die an diesem Abend in einem Coffee-Shop in München nachempfunden werden kann. (mehr…)

Tenuta Ornellaia: Wenn der Winzer weiss, welchen Wein Du trinkst – dank RFID-Chip

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So wird der Kunde bis zur Weinflasche nachvollziehbar und kann identifiziert werden: Dank RFID-Chips, die unsichtbar auf Weinflaschen im Etikett versteckt sind, weiss der Winzer, welche Flasche Wein in welchem Laden verkauft wurde. Technisch wäre es möglich, sogar den Käufer und sein Kaufprofil zu ermitteln. Doch das geht noch nicht ganz – dank Datenschutz. Aber wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Doch warum treiben Winzer den Aufwand von RFID-Chips auf Weinflaschen? Der aktuelle Grund ist wirtschaftlich viel bedeutsamer für die Winzer: Der Markt wird mit Fälschungen von Markenprodukten überschwemmt. Denn mit der Krise steigt auch die Zahl der Fälschungen von Luxusgütern.

So alarmierten die französischen Zeitungen Le Monde und Le Figaro kürzlich ihre Leser, dass der chinesische Weinmarkt von gefälschten Grand Crus geradezu überschwemmt sei und empfahlen auch den europäischen Weintrinkern eine gewisse Wachsamkeit. Aber Europas Spitzenwinzer kennen das Problem und haben bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Fälschungsrisiko auszuschalten. So hat die Tenuta dell’Ornellaia aus Bolgheri (Toskana) in ein Identifikationssystem mit Mikrochip und über Radiofrequenz (RFID) investiert. (mehr…)

Duckstein “emanzipiert” Bier und lagert es in Sherryfässern

Pressebild Duckstein Braukunst 2012
Was bitte ist das nun schon wieder? Ein emanzipiertes Bier? Ist es nicht eher eine Veredlung? Eine Variation? Wie auch immer, die Brauerei Duckstein braut Biersorten mit edlem Hopfen und lässt sie in Sherry-Fässern reifen. Pünktlich zum Jahresende, wenn die Festtage zu kulinarischen Hochleistungen anspornen, präsentiert Duckstein mit der streng limitierten Braukunst Edition 2012 ein Highlight innovativer Bierveredelung – ein in Sherry-Fässern gelagertes Special Ale. Die Brauerei hat mich zu einem Aroma-Workshop eingeladen, der in zwei Tagen im Restaurant Isargold bei Martin Brau äh, Baudrexl stattfinden wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie diese Biere schmecken werden.

Das passt zeitlich ja nicht nur zum Oktoberfest, das hier in München gerade stattfindet. Sondern auch zu der Ankündigung des Verbandes der Privaten Brauereien, sich mehr dafür einzusetzen, dass Biere als Menübegleiter eingesetzt werden sollten: Beer-and-Food-Pairing, wie es auf Neusprech heisst. Da werfe ich doch gerne einen Blick auf die letzte Meldung von Duckstein. Als kleine Vorbereitung auf den Workshop. Was sollte ich über die neuen Biersorten wissen? Nach der erfolgreichen Braukunst Edition 2011 bringt die Biermarke Duckstein bereits zum zweiten Mal eine Sonderedition ihres  Luxus-Bieres auf den Markt. Gebraut aus erlesenen Malz- und Hopfensorten, entwickelte das außergewöhnliche Special Ale durch die anschließende 6-monatige Reifung in andalusischen Sherry-Fässern köstliche Duftakkorde und lässt jeden Schluck zu einem sinnlichen Geschmackserlebnis werden. (mehr…)