Wenn vieles nicht mehr hilft, die Medikamente eh nur noch lindern und man sich fragt, was einem jetzt noch Kraft gibt – da besinnt man sich auf die Rezepte der Altvorderen. Ich hab schon als Kind gelernt, dass Frauen in der Küche nix zu suchen haben – mein Papi ist der weltbeste Koch! :) Also hat er mir letztens das Rezept seiner Hühnersuppe zugemailt. Ich hab es etwas nach meinen eigenen Gedanken verändert. Herausgekommen ist dabei folgendes Rezept von Papis Hühnersuppe gegen Erkältungen, das schon unsere Großeltern und Urgroßeltern gegen Erkältungen gekocht haben:
Warum Hühnersuppe gegen Erkältung so gut tut
Hühnersuppe gehört zu den Klassikern, wenn die Nase läuft, der Hals kratzt und man sich am liebsten wieder ins Bett verkriechen möchte. Sie ist heiß, kräftig, bringt Flüssigkeit und etwas Ordentliches in den Magen. Vor allem aber hat sie etwas Tröstliches. Schon der Duft, der langsam durch die Küche zieht, gehört für mich zu diesen kulinarischen Versprechen, bei denen man sich einbildet, daß es einem gleich ein wenig besser gehen muß.
Und wenn nicht, hat man wenigstens etwas Vernünftiges gegessen. Eine gute Hühnersuppe gegen Erkältung braucht für mich deshalb auch keinen komplizierten Überbau. Sie braucht ein gutes Huhn, reichlich Gemüse, kräftige Gewürze und vor allem Zeit.
Röstaromen für eine kräftige Hühnersuppe
Das Anbraten des Hühnchens und der halbierten Gemüsezwiebel gibt der späteren Brühe zusätzliche Tiefe. Die Zwiebel darf dabei ruhig ordentlich Farbe bekommen. Genau diese Röstaromen unterscheiden meine Hühnersuppe von einer sehr hellen, ausschließlich gekochten Hühnerbrühe. Hier darf es kräftig schmecken.

Zutaten:
- Brathuhn
- Gemüsezwiebel
- Möhren
- Sellerie
- Lauch
- Petersilie
- Zwiebeln bzw. Schalotten
- Ingwer
- Champignons bzw. Egerlinge
- Kartoffeln
- Gewürze: Korianderkörner, Wacholderbeeren, Pimentkörner, Curry, Lorbeerblatt, Muskat, Petersilie, Schnittlauch, Curry, Paprika, Pfeffer, Salz, Zitronenblätter, Stängel Zitronengras

Tiefer eintauchen: Kochen, Rezepte & Kochwissen
Dieses Rezept ist Teil meiner großen Sammlung für Genießer. Wenn du mehr über Techniken, saisonale Zutaten und fundiertes Kochwissen erfahren möchtest, besuche mein zentrales Hub für alles rund um die kulinarische Welt.
Zum Kochen, Rezepte & Kochwissen-HubZubereitung:
- In einer Bratpfanne, am besten aus Gußeisen, wird erst ein Brathühnchen scharf rundum angebraten, am besten mit einer nicht geschälten, halbierten Gemüsezwiebel.
- So schließen sich die Poren des Hühnchens am schnellsten, innen bleibt es zart. Die Zwiebel gibt etwas Farbe und Röststoffe ab.
- In einem großen Kochtopf werden Wurzelgemüse, also Suppengrün (Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilie – möglichst vom Wochenmarkt), 2 Zwiebeln, etwas Ingwer, eine Handvoll Champignons oder besser Egerlinge (weil „gschmackiger“ wie der Schuhbeck sagt), ein paar Kartoffeln für eine sämige Bindung sowie das Brathühnchen mit Wasser aufgegossen und das ganze langsam aufgekocht.
- In einem Mörser werden Korianderkörner, Wacholderbeeren und Pimentkörner zerstößelt, diese dann zur Suppe gegeben.
- Außerdem kann man würzen mit Curry, Lorbeerblatt, etwas Muskat, Petersilie und Schnittlauch, Pfeffer und Salz.
- In meiner letzten Variation habe ich Curry und Paprika weggelassen, dafür zwei Zitronenblätter sowie einen Stängel Zitronengras hinzugegeben.
- Nachdem die Hühnersuppe gut durchgekocht ist, wird je nach Geschmack die Brühe abgegossen durch ein feines Sieb.
- Oder aber man nimmt nur das Huhn heraus und zerlegt es, trennt die Knochen und gibt das Fleisch (und die Haut) wieder in die Suppe hinein.
- Das Gemüse ist zwar zerkocht, doch wer was essen will, etwas zwischen den Zähnen haben will, der brauchts nicht wegzuschmeissen, sondern kann es mitessen.
- Oder man geht mit dem Zauberstab durch die Hühnersuppe hindurch und püriert das Gemüse, passiert es durch ein feines Tuch und hat eine hochfeine, hochkonzentrierte, leckere Suppe.
Papis Hühnersuppe gegen Erkältungen
Zutaten
Methode
- In einer Bratpfanne, am besten aus Gußeisen, wird erst ein Brathühnchen scharf rundum angebraten, am besten mit einer nicht geschälten, halbierten Gemüsezwiebel.
- So schließen sich die Poren des Hühnchens am schnellsten, innen bleibt es zart. Die Zwiebel gibt etwas Farbe und Röststoffe ab.
- In einem großen Kochtopf werden Wurzelgemüse, also Suppengrün (Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilie – möglichst vom Wochenmarkt), 2 Zwiebeln, etwas Ingwer, eine Handvoll Champignons oder besser Egerlinge (weil „gschmackiger“ wie der Schuhbeck sagt), ein paar Kartoffeln für eine sämige Bindung sowie das Brathühnchen mit Wasser aufgegossen und das ganze langsam aufgekocht.
- In einem Mörser werden Korianderkörner, Wacholderbeeren und Pimentkörner zerstößelt, diese dann zur Suppe gegeben.
- Außerdem kann man würzen mit Curry, Lorbeerblatt, etwas Muskat, Petersilie und Schnittlauch, Pfeffer und Salz.
- In meiner letzten Variation habe ich Curry und Paprika weggelassen, dafür zwei Zitronenblätter sowie einen Stängel Zitronengras hinzugegeben.
- Nachdem die Hühnersuppe gut durchgekocht ist, wird je nach Geschmack die Brühe abgegossen durch ein feines Sieb.
- Oder aber man nimmt nur das Huhn heraus und zerlegt es, trennt die Knochen und gibt das Fleisch (und die Haut) wieder in die Suppe hinein.
- Das Gemüse ist zwar zerkocht, doch wer was essen will, etwas zwischen den Zähnen haben will, der brauchts nicht wegzuschmeissen, sondern kann es mitessen.
- Oder man geht mit dem Zauberstab durch die Hühnersuppe hindurch und püriert das Gemüse, passiert es durch ein feines Tuch und hat eine hochfeine, hochkonzentrierte, leckere Suppe.
Ingwer, Wacholder und Zitronengras: Gewürze mit Charakter
Koriander, Wacholder und Piment geben der Suppe eine Würze, die deutlich über das klassische Suppengrün hinausgeht. Besonders gerne mag ich Ingwer darin. Seine frische Schärfe paßt ausgezeichnet zum kräftigen Hühnergeschmack und bringt noch eine ganz andere Aromatik in den Topf.
Mit Zitronenblättern und Zitronengras verändert sich der Charakter noch einmal. Die Suppe bekommt eine frische, zitronige Note, ohne deshalb gleich zur asiatischen Hühnersuppe zu werden. Genau das mag ich an solchen Gerichten: Ein gutes Grundrezept verträgt Veränderungen. Man kann mit Gewürzen spielen, ohne den Charakter des Gerichts zu verlieren.
Klare Hühnerbrühe oder kräftige Suppe?
Am Ende gibt es bei dieser Hühnersuppe gleich mehrere Möglichkeiten. Wer eine klare Brühe möchte, gießt den Inhalt des Topfes durch ein feines Sieb. Das Huhn wird zerlegt, das Fleisch von den Knochen gelöst und kann anschließend wieder in die Brühe gegeben werden.
Ich sehe allerdings keinen zwingenden Grund, das lange mitgekochte Gemüse wegzuwerfen. Es sieht vielleicht nicht mehr besonders spektakulär aus und besitzt keinen Biß mehr, schmeckt aber immer noch. Wer es kräftiger und sämiger mag, geht mit dem Zauberstab durch die Suppe und passiert sie anschließend. Die Kartoffeln helfen dabei und geben zusätzliche Bindung.
Was besser ist? Das hängt davon ab, wonach einem gerade ist. Mit Schnupfen, dickem Kopf und einer Decke auf dem Sofa stelle ich jedenfalls selten ästhetische Anforderungen an meine Möhren.
Hühnersuppe auf Vorrat kochen
Wenn man schon Hühnersuppe kocht, lohnt sich ein großer Topf. Der Arbeitsaufwand wird schließlich kaum größer, nur weil ein paar Portionen mehr darin schwimmen. Einen Teil kann man sofort essen, einen weiteren kaltstellen und den Rest portionsweise einfrieren. Gerade in der Erkältungszeit ist ein Vorrat an selbstgekochter Hühnersuppe ausgesprochen praktisch.
Zum Einfrieren fülle ich die Suppe am liebsten portionsweise ab. Dann muß später nicht der halbe Suppentopf aufgetaut werden, nur weil einem nach einer Schüssel heißer Hühnersuppe ist. Wer lieber klare Brühe auf Vorrat hat, kann Fleisch und Brühe auch getrennt einfrieren und beim Aufwärmen wieder zusammenbringen.
So, servieren, fertig! Und dann heißt es: Gesund werden! Bruttosozialprodukt steigern! Guten Appetit!
