Gourmet-Gala im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg: 12 Monate – 12 Sterne

by Götz A. Primke
Künstlerisch angerichtetes Dessert bei der Gourmet-Gala im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

Gourmet-Gala im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg: Wenn zwölf Spitzenköche den Starnberger See zum Hotspot der Gourmetszene machen: Wenn draußen die winterliche Kälte über den Starnberger See zieht und sich die Lichter des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg im Glas der Champagnerflöten spiegeln, verwandelt sich das Haus für einen Abend in das kulinarische Zentrum Süddeutschlands. Mitte Januar war es wieder so weit: Die Gourmet-Gala Starnberg des Projekts „12 Monate 12 Sterne“ brachte zwölf Spitzenköche, hunderte Genießer und eine beeindruckende Vielfalt moderner Sterneküche unter einem Dach zusammen.

Schon beim Betreten des Hotels war spürbar, dass dies kein gewöhnlicher Gourmetabend werden würde. Aus den offenen Küchenstationen stiegen Düfte von Hummerbisque, gerösteten Gewürzen und frisch angerichteten Saucen auf, während Sommeliers die ersten Gläser Perrier-Jouët einschenkten. Köche standen nicht verborgen hinter verschlossenen Küchentüren, sondern mitten im Geschehen. Gäste flanierten neugierig von Station zu Station, beobachteten letzte Handgriffe am Pass und diskutierten über Texturen, Aromen und Weinbegleitungen.

Genau darin lag die große Stärke dieser Gourmet-Gala: Sie inszenierte Spitzengastronomie nicht als distanziertes Ritual, sondern als lebendige Küchenparty auf höchstem Niveau.

Bereits bei der exklusiven Pressekonferenz im Vorfeld im November war erkennbar gewesen, mit welcher Konsequenz und Liebe zum Detail Gastgeber Maximilian Moser, Initiator Armin Langer und das gesamte Team dieses Event vorbereiteten. Das Zusammenspiel aus Hotel, Küche und Service wirkte bemerkenswert präzise, ohne jemals geschniegelt oder künstlich zu erscheinen. Statt klassischer Hochglanz-Inszenierung entstand eine Atmosphäre, die gleichzeitig luxuriös, offen und angenehm entspannt wirkte.

Maximilian Moser, Armin Langer, Aubergine Starnberg, Gourmet-Gala Starnberg
Maximilian Moser, Bernhard Langer

Inhaltsverzeichnis

Warum die Gourmet-Gala in Starnberg längst Kultstatus besitzt

Das Konzept „12 Monate 12 Sterne“ gehört inzwischen zu den spannendsten Genussformaten Deutschlands. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie erfolgreich: Spitzenköche aus unterschiedlichen Regionen und Stilrichtungen kommen zusammen und präsentieren ihre individuelle kulinarische Handschrift in direktem Kontakt mit den Gästen. Das Ergebnis ist kein klassisches Menü mit starren Abläufen, sondern ein kulinarischer Spaziergang durch unterschiedlichste Aromawelten.

Gerade diese Offenheit unterscheidet die Gourmet-Gala von vielen vergleichbaren Veranstaltungen. Gäste erleben Sterneköche nicht aus der Distanz, sondern im persönlichen Gespräch. Man diskutiert über Produkte, beobachtet das Anrichten und erlebt unmittelbar, wie unterschiedlich moderne Spitzenküche heute interpretiert werden kann. Diese Nähe erzeugte eine Dynamik, die klassische Fine-Dining-Abende oft vermissen lassen.

Mehr als ein Kalender: Was hinter „12 Monate – 12 Sterne“ steckt

Wer die Gourmet-Gala im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg nur als Küchenparty mit einem Dutzend Spitzenköchen betrachtet, sieht lediglich den öffentlichkeitswirksamsten Teil des Projekts. Hinter „12 Monate – 12 Sterne“ steht ein Netzwerk, das junge Küchenchefs, Ein-Sterne-Köche und Talente auf dem Weg zum ersten Michelin-Stern miteinander verbinden und öffentlich sichtbarer machen will.

Bereits bei einem Vorab-Termin im November 2025 erläuterte Initiator Armin Langer, wie das Projekt funktioniert. Während Maximilian Moser und sein Team einen ersten kulinarischen Vorgeschmack auf die Gala servierten, ging es im Gespräch um die Auswahl der Köche, die Entstehung des Kalenders und die Frage, welche Aufgabe ein solches Netzwerk innerhalb der Spitzengastronomie erfüllen kann.

Langer bezeichnete „12 Monate – 12 Sterne“ dabei nicht nur als Bühne, sondern sinngemäß als eine Familie. Die beteiligten Köche treffen sich demnach nicht allein bei der großen Gourmet-Gala im Januar. Über das Jahr verteilt finden mehrere Veranstaltungen statt. Köche besuchen einander, tauschen Erfahrungen aus und arbeiten zeitweise auch in den Küchen ihrer Kollegen mit.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen kulinarischen Veranstaltungsformaten, bei denen prominente Namen für einen Abend zusammengebracht werden und danach wieder auseinandergehen. „12 Monate – 12 Sterne“ will langfristiger wirken. Der Kalender ist dabei das sichtbare Produkt, das Netzwerk dahinter aber der eigentliche Kern.

Eine Bühne für Ein-Sterne-Köche und kommende Talente

Die Ausrichtung des Projekts ist bewusst gewählt. Im Mittelpunkt stehen nicht in erster Linie die ohnehin medial stark präsenten Zwei- und Drei-Sterne-Restaurants. Aufmerksamkeit erhalten sollen vor allem Küchenchefs mit einem Michelin-Stern sowie Köche, denen der Sprung in die Sternegastronomie zugetraut wird.

Das ist nachvollziehbar. Während die bekanntesten Namen der deutschen Spitzengastronomie regelmäßig in Rankings, Fernsehsendungen, Magazinen und bei großen Branchentreffen erscheinen, geraten viele hervorragende Ein-Sterne-Restaurants außerhalb ihrer jeweiligen Region schnell aus dem Blickfeld.

Gerade hier kann ein Netzwerk wie „12 Monate – 12 Sterne“ seinen Wert entfalten. Es bietet Köchen eine überregionale Plattform, bringt sie mit Gästen, Kollegen, Partnern und Medien zusammen und ermöglicht ihnen, ihre kulinarische Handschrift außerhalb des eigenen Restaurants zu präsentieren.

Die Gourmet-Gala in Starnberg zeigte, wie gut dieser Gedanke funktionieren kann. Manche Gäste kamen wegen bereits bekannter Namen. Andere entdeckten an diesem Abend Köche und Restaurants, die sie zuvor nicht auf dem Radar hatten. Das gilt beispielsweise für Jens Madsen und seine ostafrikanisch inspirierte Küche ebenso wie für die jungen Küchenchefs aus Ravensburg, Deggendorf oder dem Berchtesgadener Land.

Wie kommt ein Koch in den Kalender?

Die zwölf Plätze im Kalender werden nicht ausschließlich durch eine anonyme Jury vergeben. Nach den Erläuterungen Armin Langers bewerben sich zahlreiche Köche selbst oder werden aus dem gastronomischen Netzwerk heraus empfohlen.

Dabei geht es offenbar nicht nur um die Frage, ob jemand technisch gut kocht. Langer und sein Team besuchen Restaurants, probieren die Küche und prüfen, ob der betreffende Koch auch menschlich und konzeptionell zum Projekt passt. „12 Monate – 12 Sterne“ versteht sich schließlich nicht als einmalige Bestenliste, sondern als Gemeinschaft, deren Mitglieder über einen längeren Zeitraum miteinander arbeiten.

Beim Vorab-Termin sprach Langer von etwa 20 bis 30 Bewerbungen für einen Jahrgang. Zwölf Köche schaffen es schließlich in den Kalender. Weitere Kandidaten, die ebenfalls geeignet gewesen wären, müssten zunächst warten. Diese Zahlen sind Angaben des Initiators und keine unabhängig überprüfte Statistik. Sie zeigen jedoch, dass die Teilnahme offenbar begehrt ist.

Die Entscheidungen fallen früh. Bereits im Frühjahr muss weitgehend feststehen, wer im folgenden Kalender vertreten sein wird. Anschließend beginnt eine aufwendige Produktionsphase.

6.500 Kilometer für zwölf Gerichte

Für den Kalender werden die Gerichte nicht in einem Fotostudio nachgebaut. Das Team reist zu den beteiligten Köchen und fotografiert die Kreationen in den jeweiligen Restaurants.

Langer berichtete von rund dreieinhalb Wochen Produktionszeit und ungefähr 6.500 gefahrenen Kilometern durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei jedem Termin muss zunächst das fotografische Set aufgebaut werden. Das Gericht wird mehrfach angerichtet, korrigiert und neu fotografiert, bevor das endgültige Kalenderbild entsteht.

Damit wird verständlich, weshalb sich die zwölf Gerichte nicht einfach an einem Tag gemeinsam verkosten lassen. Die Köche befinden sich an weit voneinander entfernten Orten, die Aufnahmen entstehen über mehrere Wochen, und der Kalender muss lange vor der Gala fertiggestellt werden.

Genau daraus ergibt sich allerdings eine ungewöhnliche Frage: Wie kann ein „Gericht des Jahres“ bestimmt werden, wenn die Jury nicht sämtliche Gerichte zur selben Zeit probiert?

Wie wird das „Gericht des Jahres“ gewählt?

Die Antwort ist ebenso pragmatisch wie diskussionswürdig: Bei der Auswahl des Gerichts des Jahres spielt der Geschmack nach Langers Darstellung zunächst keine Rolle.

Bewertet werden stattdessen die optische Präsentation, die Zusammenstellung und Herkunft der Produkte, Aspekte der Nachhaltigkeit, der Aufbau der Rezeptur, das Farbspiel und der Gesamteindruck des Tellers. Die Jury vergibt dafür Bewertungen, aus denen schließlich der Sieger hervorgeht.

Das erklärt, weshalb Hans Häges „Vitello Tonnato 2.0 Asia Style“ bereits vor der Gourmet-Gala als Gericht des Jahres feststand. Häge kehrte die Grundidee des italienischen Klassikers um: Statt aufgeschnittenem Kalbfleisch mit Thunfischsauce kombinierte er Kalbstatar mit Thunfisch in Sashimi-Qualität und einer säuerlich akzentuierten Sauce.

Als visuelle und konzeptionelle Auszeichnung ist die Wahl nachvollziehbar. Die Bezeichnung „Gericht des Jahres“ weckt allerdings die Erwartung, dass auch der Geschmack im direkten Vergleich bewertet worden sei. Das geschieht bei der Vorentscheidung ausdrücklich nicht.

Erst bei der Gala bereiten alle beteiligten Köche ihre Gerichte für die Gäste zu. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kalender bereits produziert und die Auszeichnung vergeben. Es handelt sich daher genauer betrachtet um das nach Präsentation, Produktidee und Rezepturaufbau überzeugendste Kalendergericht des Jahres.

Das schmälert Häges Leistung nicht. Sein Vitello Tonnato gehörte auch geschmacklich zu den überzeugenden Gerichten des Galaabends. Transparenz über das Auswahlverfahren ist dennoch wichtig, gerade weil der Titel einen umfassenderen Wettbewerb vermuten lässt.

Diese Auszeichnungen werden bei „12 Monate – 12 Sterne“ vergeben

Die Wahl des Gerichts des Jahres ist nur eine von mehreren Ehrungen. Mit den Preisen will das Projekt unterschiedliche Stadien und Leistungen innerhalb der Gastronomie sichtbar machen.

Gericht des Jahres

Ausgezeichnet wird eine besonders überzeugende Kreation aus dem aktuellen Kalender. Für 2026 erhielt Hans Häge vom Restaurant HOCHZWEI in Langenau den Preis für sein „Vitello Tonnato 2.0 Asia Style“.

Entdeckung des Jahres

Dieser Preis richtet sich an ein noch junges oder neu ausgerichtetes Restaurant- oder Hotelkonzept. Im Mittelpunkt steht eine Adresse, die noch nicht seit vielen Jahren etabliert ist, aber besonderes Entwicklungspotential besitzt.

Als Entdeckung des Jahres 2026 wurde Jens Madsen mit dem The Cloud by Käfer in der BMW Welt ausgezeichnet. Seine internationale, stark von Ostafrika beeinflusste Küche gehörte tatsächlich zu den eigenständigsten Eindrücken der Gala.

Aufsteiger des Jahres

Der Aufsteiger soll für ein Restaurant oder Team stehen, dem in naher Zukunft ein besonderer Durchbruch zugetraut wird. Für 2026 fiel die Wahl auf das Tortue Hamburg mit Jeffrey Hoogstraaten und Robin Trampert.

Rookie des Jahres

Mit dem Rookie wird ein junger Koch ausgezeichnet, der bereits deutliches Potential für die Sternegastronomie erkennen lässt. Der Preis ging 2026 an Kevin Leitner vom Kaisersaal in Ravensburg.

Dass Leitner anschließend tatsächlich mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, lieferte dem Projekt eine willkommene Bestätigung für seine Nachwuchsauswahl.

Grand Seigneur de la Cuisine

Mit dieser jüngeren Preiskategorie sollen erfahrene Köche geehrt werden, die über Jahrzehnte hinweg die Gastronomie geprägt haben. Sie stehen vielleicht nicht mehr täglich im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit, haben aber Wissen, Stil und Küchenkultur an mehrere Generationen weitergegeben.

2026 erhielt Bruno Reichart vom Hotel edita in Scheidegg diese Auszeichnung. Sie ergänzt den starken Nachwuchsfokus des Projekts um den Respekt vor Erfahrung und Lebensleistung.

Nachwuchsförderung mit einer auffälligen Leerstelle

So überzeugend die Idee einer Bühne für junge und noch nicht überall bekannte Spitzenköche ist, so deutlich zeigte die Gourmet-Gala 2026 auch eine Schwäche des Projekts: Unter den präsentierenden Küchenchefs befand sich keine einzige Frau.

Beim Vorab-Termin wurde Armin Langer direkt nach dem Frauenanteil gefragt. Seine knappe Antwort lautete: null. In seiner anschließenden Erklärung bezeichnete er das Netzwerk sinngemäß als männlich geprägten Bereich, in den sich Frauen möglicherweise weniger hineintrauten. Mit den Männern sei die Zusammenarbeit einfacher.

Diese Erklärung kann nicht vollständig überzeugen. Sie verschiebt die Verantwortung vor allem auf die Köchinnen, die sich angeblich nicht in das Netzwerk hineinwagten. Wer eine Bühne organisiert und Nachwuchs fördern will, kann jedoch selbst entscheiden, wen er anspricht, einlädt und sichtbar macht.

An geeigneten Küchenchefinnen fehlt es jedenfalls nicht. Allein in Bayern finden sich mit Rosina Ostler im Alois – Dallmayr Fine Dining, Sigi Schelling im Werneckhof, Nathalie Leblond im Les Deux, Sabrina Fenzl im MIND Fine Dining und Cornelia Fischer im Restaurant Überfahrt am Tegernsee mehrere naheliegende Beispiele. Dazu kommen bundesweit Alina Meissner-Bebrout in Ulm, Julia Komp in Köln, Sarah Hallmann vom Hallmann & Klee in Berlin oder die mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Douce Steiner in Sulzburg. Wer ausgezeichnete Küchenchefinnen für ein Netzwerk wie „12 Monate – 12 Sterne“ sucht, dürfte sie also finden. Die entscheidende Frage ist weniger, ob es sie gibt, sondern ob man sie gezielt anspricht und einlädt.

Der Guide Michelin Deutschland 2025 verzeichnete insgesamt 341 Sternerestaurants, darunter 282 Restaurants mit einem Stern. Frauen sind unter den verantwortlichen Küchenchefs weiterhin deutlich in der Minderheit, aber sie sind keineswegs unsichtbar oder nicht vorhanden.

Gerade ein Projekt, das sich als Talentschmiede und Unterstützernetzwerk versteht, könnte hier aktiv werden. Es müsste nicht auf Bewerbungen warten, sondern könnte Küchenchefinnen gezielt ansprechen, zu einem Kennenlernen einladen und für einen kommenden Kalenderjahrgang gewinnen.

Dabei geht es nicht um eine symbolische Einladung, mit der eine Quote erfüllt wird. Entscheidend ist dieselbe kulinarische Qualität, die auch bei den männlichen Teilnehmern vorausgesetzt wird. Diese Qualität ist bei zahlreichen Küchenchefinnen unbestreitbar vorhanden.

Eine weibliche Beteiligung würde das Projekt nicht nur repräsentativer machen. Sie könnte auch neue Perspektiven, andere Netzwerke und zusätzliche kulinarische Handschriften in die Gemeinschaft bringen. Für „12 Monate – 12 Sterne“ wäre das keine Abkehr vom bisherigen Konzept, sondern dessen konsequente Weiterentwicklung.

Vielleicht steht bei der nächsten Gourmet-Gala daher nicht mehr die Frage im Raum, weshalb keine Frau teilnimmt. Interessanter wäre die Frage, welche Küchenchefin das Publikum mit ihrer Handschrift besonders überrascht.

Ein Netzwerk zwischen Förderung und Geschäftsmodell

„12 Monate – 12 Sterne“ ist nicht nur ein ideelles Förderprojekt. Das Netzwerk ist zugleich Teil eines wirtschaftlichen Modells.

Mit beteiligten Köchen werden über das Jahr weitere Veranstaltungen und Fine-Dining-Caterings umgesetzt. Langer nannte beim Vorab-Termin unter anderem automobile Präsentationen und Veranstaltungen für Premiummarken. Die Köche gewinnen dadurch zusätzliche Aufträge, Kontakte und Sichtbarkeit. Das Projekt wiederum kann auf ein Netzwerk qualifizierter Küchenchefs zurückgreifen.

Daran ist grundsätzlich nichts Anstößiges. Professionelle Förderung benötigt Finanzierung, Organisation und verlässliche Partner. Wichtig ist lediglich, das Projekt nicht als rein selbstlosen Zusammenschluss misszuverstehen. Kalender, Gala, Sponsoren, Caterings und Netzwerk greifen wirtschaftlich ineinander.

Für die teilnehmenden Köche kann das attraktiv sein. Neben der medialen Aufmerksamkeit entstehen Kontakte zu Hotels, Unternehmen, Produzenten und potentiellen Gästen. Die große Stärke liegt darin, dass daraus nicht nur kurzfristige Reichweite, sondern im besten Fall eine längerfristige Zusammenarbeit erwächst.

Der erste kulinarische Vorgeschmack auf die Gala

Beim Vorab-Termin im November 2025 blieb es nicht bei der theoretischen Vorstellung des Projekts. Die Küche des Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg servierte einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Gäste im Januar erwarten würde.

Den Auftakt bildete ein Panipuri, gefüllt mit Tatar von der Starnberger Seenrenke, Roter Bete und Sauerrahm. Das knusprige indische Hohlgebäck traf auf einen ausgesprochen regionalen Fisch und verband damit internationale Form und bayerisches Produkt.

Daneben stand ein feines Kräuterkörbchen mit Pilzen in unterschiedlichen Texturen, Preiselbeere und Wildkräutersalat. Eine konzentrierte Ochsenschwanzessenz mit einer weiteren kleinen Zubereitung vom Ochsenschwanz sorgte schließlich für Wärme und klassische Tiefe.

Diese kleine Folge nahm bereits wesentliche Eigenschaften der späteren Gala vorweg: regionale Produkte, klassische Küchentechnik, internationale Einflüsse und Gerichte, die sich in wenigen Bissen erfassen ließen. Bei einer Küchenparty mit zahlreichen Stationen ist diese Konzentration entscheidend. Jeder Teller muss eigenständig wirken, darf den Gast aber nicht bereits zu Beginn des Abends sättigen.

Warum die Gourmet-Gala mehr als eine Küchenparty ist

Die eigentliche Gourmet-Gala funktioniert zunächst über unmittelbare Sinneseindrücke. Man probiert, vergleicht, spricht mit den Köchen und bewegt sich zwischen den Stationen. Wer sich jedoch mit der Entstehung des Kalenders und dem Netzwerk dahinter beschäftigt, erkennt eine zweite Ebene.

Die Veranstaltung ist zugleich Jahresauftakt, Preisverleihung, Branchentreffen und öffentliche Leistungsschau. Junge Köche präsentieren sich neben erfahrenen Kollegen. Restaurants aus unterschiedlichen Regionen begegnen einem Publikum, das möglicherweise noch nie von ihnen gehört hat. Partner und Produzenten können ihre Produkte in einem gastronomisch glaubwürdigen Umfeld zeigen.

Das erklärt auch, weshalb der Abend trotz Champagner, Kaviar und festlicher Inszenierung nicht nur wie ein gesellschaftliches Ereignis wirkte. In den Gesprächen an den Stationen ging es auffallend häufig um Restaurants, Regionen, Mitarbeiter, Produkte und neue Projekte.

Die Nähe zwischen Koch und Gast ist dabei der eigentliche Gewinn. In einem klassischen Sternerestaurant bleibt die Arbeit der Küche meist verborgen. Bei der Gourmet-Gala stehen die Köche unmittelbar vor ihrem Publikum, richten selbst an und erhalten eine direkte Reaktion.

Gerade für weniger bekannte Teilnehmer kann ein solcher Abend wertvoller sein als eine abstrakte Auszeichnung. Ein überzeugender Teller führt im besten Fall dazu, dass ein Gast später tatsächlich nach Ravensburg, Langenau, Deggendorf oder ins Berchtesgadener Land reist.

Für wen lohnt sich die Gourmet-Gala?

Ein Ticket für die Gourmet-Gala ist kein günstiger Abend. 2026 kostete die Teilnahme 295 Euro pro Person. Darin enthalten waren die Gerichte der Köche sowie Champagner, Wein und weitere Getränke. Wer lediglich möglichst viel essen und trinken möchte, wird den Reiz des Formats dennoch kaum vollständig erfassen.

Interessant ist die Gala vor allem für Gäste, die unterschiedliche Küchenstile an einem Abend vergleichen, neue Restaurants entdecken und mit den Köchen ins Gespräch kommen wollen. Anders als bei einem gesetzten Menü bestimmt jeder Gast seine Reihenfolge und sein Tempo selbst.

Das bringt allerdings auch typische Nachteile einer gut besuchten Küchenparty mit sich. Vor besonders gefragten Stationen können sich zeitweise Gruppen bilden. Manche Gerichte lassen sich im Stehen weniger konzentriert beurteilen als an einem ruhigen Restauranttisch. Und wer versucht, sämtliche Stationen möglichst schnell „abzuarbeiten“, nimmt sich einen Teil des Vergnügens.

Am besten funktioniert der Abend, wenn man ihn tatsächlich als kulinarischen Spaziergang versteht: zunächst einen Überblick gewinnen, zwischendurch pausieren, mit den Köchen sprechen und später zu besonders interessanten Stationen zurückkehren.

Die nächste Gourmet-Gala in Starnberg

Nach der erfolgreichen Ausgabe 2026 richtet sich der Blick bereits auf die nächste Gourmet-Gala. Der bestehende Artikel wird ergänzt, sobald Termin, teilnehmende Köche, Ticketpreis und Programm offiziell bekanntgegeben wurden.

Bis dahin bleibt die Veranstaltung des Jahres 2026 ein überzeugendes Beispiel dafür, wie lebendig und zugänglich Spitzengastronomie präsentiert werden kann. Das Projekt „12 Monate – 12 Sterne“ besitzt mit seinem Netzwerk und seinem Nachwuchsfokus eine starke Grundlage.

Für die Zukunft wäre zu wünschen, dass der Blick bei der Auswahl noch etwas weiter wird. Eine Bühne für die nächste Generation der Spitzengastronomie sollte auch jene Küchenchefinnen einbeziehen, die diese Generation längst mitprägen.

Maximilian Moser und das Aubergine als kulinarisches Herzstück

Dass die Gourmet-Gala ausgerechnet in Starnberg stattfindet, ist eng mit dem Erfolg des Gourmetrestaurants Aubergine verbunden. Unter der Leitung von Maximilian Moser hat sich das Restaurant über Jahre hinweg als feste Größe der deutschen Spitzengastronomie etabliert. Mosers Küche verbindet klassische französische Präzision mit moderner Leichtigkeit und regionalem Produktfokus. Seine Handschrift wirkt niemals laut oder effekthascherisch. Stattdessen lebt sie von Balance, Klarheit und Eleganz.

Sot-l’y-laisse | Erbse | Apfel | Senf von Maximilian Moser, Aubergine Starnberg, Gourmet-Gala Starnberg
Sot-l’y-laisse mit Erbse, Apfel und Senf

Auch bei der Gourmet-Gala zeigte sich diese Haltung eindrucksvoll. Sein Gericht Sot-l’y-laisse mit Erbse, Apfel und Senf gehörte zu den feinsten Kompositionen des Abends. Die zarte Textur des Geflügels harmonierte perfekt mit der frischen Säure des Apfels, während der Senf dem Gericht präzise Schärfe und Tiefe verlieh. Ein Teller, der exemplarisch zeigte, warum das Aubergine seit Jahren zu den besten Gourmetrestaurants Bayerns zählt. Dabei bewies Moser vor allem eines: große Gastgeberqualitäten. Die Gala wirkte niemals wie eine Bühne für Eitelkeiten, sondern wie ein echtes Treffen kulinarischer Persönlichkeiten.

Übrigens: Sot-l’y-laisse, wörtlich: „Ein Narr, der es liegen lässt“, ist eine französische Bezeichnung für zwei kleine, sehr zarte und saftige Fleischstücke vom Geflügel. Im Deutschen werden sie als Pfaffenschnittchen oder Pfaffenstückchen bezeichnet. Sie gelten als das geschmackvollste Fleisch des gesamten Vogels. Da sie bei der üblichen Portionierung oft übersehen oder weggeworfen werden, entstand der französische Name.

Brochette vom Milchkalb | Chapati | Habanero | Cashew von Jens Madsen, The Cloud München, Gourmet-Gala Starnberg
Brochette vom Milchkalb | Chapati | Habanero | Cashew
Jens Madsen, The Cloud München, Gourmet-Gala Starnberg
Jens Madsen, The Cloud München

Jens Madsen und die vielleicht spannendste Küche des Abends

Zu den größten Entdeckungen des gesamten Events gehörte ohne Zweifel Jens Madsen. Wer die Münchner Gourmetszene aufmerksam verfolgt, kennt das The Cloud by Käfer in der BMW Welt längst als eines der spannendsten Restaurantkonzepte der Stadt. Nach diesem Abend dürfte sich die Zahl jener, die Madsen als künftigen Michelin-Sternekoch sehen, nochmals deutlich vergrößert haben. Seine ostafrikanisch inspirierte Stilistik brachte eine völlig andere Aromensprache in die Gourmet-Gala. Gerade deshalb wirkte seine Küche so elektrisierend modern.

Die Brochette vom Milchkalb mit Chapati, Habanero und Cashew gehörte zu den eindrucksvollsten Gerichten des Abends. Das Chapati brachte warme, erdige Tiefe, die Cashew sorgte für cremige Balance, während die Habanero nicht durch aggressive Schärfe auffiel, sondern durch Präzision und Länge. Madsen kombiniert internationale Gewürzwelt mit französischer Technik und einer bemerkenswert souveränen Produktkontrolle. Das Ergebnis war keine plakative Fusionsküche, sondern eine stilistisch eigenständige Handschrift mit Charakter. Dass Jens Madsen im Rahmen der Gala völlig zurecht als „Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet wurde, überraschte daher kaum. Selten war ein Aufsteiger so eindeutig einer der prägenden Köche eines gesamten Abends.

Wir werden hier demnächst noch mehr auf die afrikanische Küche eingehen.

Vitello Tonnato 2.0 | Asia Style | Hans Häge, HochZwei, Gasthof zum Bad, Langenau, Gourmet-Gala Starnberg
Vitello Tonnato 2.0 | Asia Style
Vitello Tonnato 2.0 | Asia Style | Hans Häge, HochZwei, Gasthof zum Bad, Langenau, Gourmet-Gala Starnberg
Hans Häge, HochZwei, Gasthof zum Bad, Langenau

Hans Häge gewinnt mit Vitello Tonnato 2.0

Einen der offiziellen Höhepunkte des Abends lieferte Hans Häge aus dem Restaurant HOCHZWEI (Gasthof zum Bad, Langenau). Sein Vitello Tonnato 2.0 im Asia Style wurde als „Gericht des Jahres“ ausgezeichnet. Häge interpretierte den italienischen Klassiker mit fernöstlichen Einflüssen neu und verlieh ihm bemerkenswerte Leichtigkeit. Soja, Ingwer und feine asiatische Aromatik ergänzten das Kalbfleisch perfekt, ohne den Charakter des Originals zu überdecken. Gerade diese Balance machte den Teller so stark.

Bio Sellerie "Texturen", Zsolt Fodor, Solo Du, Kulturhof Stanggass, Bischofswiesen, Gourmet-Gala Starnberg
Bio Sellerie „Texturen“
Zsolt Fodor, Armin Langer, Gourmet-Gala Starnberg
Zsolt Fodor, Armin Langer

Zsolt Fodor und die alpine Avantgarde im Kulturhof Stanggass

Besondere Aufmerksamkeit verdiente auch Zsolt Fodor. Das Restaurant Solo Du im Kulturhof Stanggass bei Bischofswiesen gehört inzwischen zu den interessantesten kulinarischen Adressen im Alpenraum. Wer moderne alpine Küche liebt, sollte dieses visionäre Konzept unbedingt auf dem Radar haben.

Fodors Sellerie-Komposition zeigte eindrucksvoll, wie tiefgründig und komplex Gemüseküche heute sein kann. Unterschiedliche Texturen, feine Röstaromen und konzentrierte Produktaromatik machten aus dem Bio-Sellerie einen hochspannenden Fine-Dining-Gang. Gerade in einem Abend voller luxuriöser Produkte blieb dieser Teller besonders nachhaltig im Gedächtnis.

Zsolt Fodor bestätigte mir im Gespräch, dass das Angebot vom 2-Michelin-Sterne-Restaurant PUR im Kempinski Hotel Berchtesgaden und dem Solo Du mit 1 Stern der Region massgeblich neue Gäste bringt.

Jakobsmuscheln | Mandarinen-Vinaigrette | Kaffee-Emulsion | Pastinake, Jeffrey Hoogstraten & Robin Trampert, Chez Iami, Tortue Design Hotel Hamburg, Gourmet-Gala Starnberg
Jakobsmuscheln | Mandarinen-Vinagrette | Kaffee-Emulsion | Pastinake
Jakobsmuscheln | Mandarinen-Vinaigrette | Kaffee-Emulsion | Pastinake, Jeffrey Hoogstraten & Robin Trampert, Chez Iami, Tortue Design Hotel Hamburg, Gourmet-Gala Starnberg
Robin Trampert, Chez Iami, Tortue Design Hotel Hamburg

Hamburger Eleganz trifft Starnberger Genusskultur

Mit Jeffrey Hoogstraaten und Robin Trampert kamen auch zwei spannende Vertreter der Hamburger Gourmetszene an den Starnberger See. Die beiden Genusshandwerker aus dem weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus gefeierten Restaurant Chez l’ami im Tortue Design Hotel brachten eine grandiose Kreation mit: Ihre Jakobsmuscheln mit Mandarinen-Vinaigrette, Kaffee-Emulsion und Pastinake gehörten zu den elegantesten Kompositionen des gesamten Abends.

Die fruchtige Säure der Mandarine traf auf die feinen Röstaromen der Kaffee-Emulsion und verlieh dem Gericht enorme Spannung. Die Jakobsmuscheln waren perfekt gegart und besaßen jene glasige Konsistenz, die Spitzengastronomie von durchschnittlicher Produktküche trennt.

Fischgänge zwischen Eleganz und Aromendichte

Auch die weiteren Fischgänge zeigten eindrucksvoll die enorme Vielfalt moderner Spitzenküche. Florian Wagenbach aus der Silberdistel (Sonnenalp Resort, Ofterschwang) setzte mit confiertem Stör auf Bohnen-Cassoulet und intensiver Hummer-Bisque auf große Tiefe und klassische Aromendichte. Sein Gericht besaß Kraft, ohne schwer zu wirken.

Nicolas La Rocca aus dem Restaurant edl.eins in Deggendorf kombinierte edlen Loch Duart Lachs mit Vanille-Beurre-Blanc, grünem Apfel und Kokos. Gerade die Verbindung von klassischer französischer Sauce mit exotischen Akzenten verlieh dem Gericht eine bemerkenswerte, fast schwebende Eleganz. Kevin Leitner vom Kaisersaal Gourmet Restaurant(Hotel Kaiserhof, Ravensburg) setzte dagegen bewusst auf feine Reduktion. Sein Saibling mit gelben Linsen und Petersilienwurzel wirkte präzise, klar und angenehm fokussiert auf das Wesentliche.

Große Fleischküche mit modernem Twist

Im Fleischbereich zeigte sich eindrucksvoll, wie unterschiedlich klassische Produktküche heute interpretiert werden kann. Peter A. Strauss aus dem Ess Atelier Strauss (Alpin Lifestyle Hotel Löwen & Strauss, Oberstdorf) präsentierte butterzarte Spanferkelbäckchen mit Knollensellerie aus der bayrischen Salzkristallkruste, Kräuter-Sojacreme und Kimchischaum. Gerade der Kimchischaum verlieh dem Gericht moderne Spannung und aromatische Frische.

Ben Benasr aus Bens Weinstube Klink in Stuttgart setzte mit einer handwerklich makellosen Rehrücken-Crépinette, Gänseleber, geschmortem Spitzkohl und einer tiefen Purple-Curry-Jus auf kraftvolle Aromatik und ganz große klassische Küche. Deutlich filigraner, aber nicht minder beeindruckend wirkte dagegen Bruno Reichart vom Restaurant edita (Scheidegg) mit seinem feinen Perlhuhnbrust-Mousse-Riegel und Gewürztraminer-Gelee.

Für einen der intensivsten Momente des Abends sorgte schließlich Stefan Jäckel aus der legendären La Rôtisserie (Hotel Storchen, Zürich). Sein handgeschnittenes Rindertatar auf warmem Frenchtoast mit Wasabi und Röstschalottenverband opulente Röstaromen mit präziser Schärfe und einer enormen Tiefe, die die Gäste restlos begeisterte.

Marco Langer, Stephans Stuben by Marco Langer, Neu-Ulm: Kalamansi | Weiße Schokolade | Karotte | Melisse
Marco Langer, Stephans Stuben by Marco Langer, Neu-Ulm: Kalamansi | Weiße Schokolade | Karotte | Melisse

Ein Dessert das die Leichtigkeit zurückbrachte

Nach der Vielzahl intensiver Eindrücke setzte Marco Langer aus den bekannten Stephans Stuben in Neu-Ulm mit seinem Dessert aus Kalamansi, weißer Schokolade, Karotte und Melisse einen wunderbar frischen Schlusspunkt. Gerade die spritzigen Zitrusnoten der Kalamansi verliehen dem Dessert eine angenehme Leichtigkeit und verhinderten jede Schwere nach diesem hochkarätigen Menü-Marathon.

Bei feinen Pralinen von Clement Chococult, edlen Kaffeespezialitäten der Spitzenrösterei DINZLER aus Irschenberg und perfekt gemixten Digestifs klang der Abend langsam aus. Gäste diskutierten bis tief in die Nacht weiter mit Köchen, Sommeliers und Gastgebern, während im Hintergrund an den Stationen noch immer mit sichtbarer Freude gezaubert wurde.

Warum solche Küchenpartys die Zukunft der Spitzengastronomie sind

Die Gourmet-Gala im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg zeigte eindrucksvoll, wohin sich moderne Spitzengastronomie entwickelt. Gäste suchen heute nicht mehr nur perfekte Teller. Sie suchen Atmosphäre, den nahbaren Austausch, Persönlichkeit und ein echtes Erlebnis. Genau das gelingt diesem Format außergewöhnlich gut.

Die Köche stehen nicht verborgen hinter schweren Türen, sondern mitten im Raum. Gäste erleben unmittelbar, wie gearbeitet, angerichtet und leidenschaftlich diskutiert wird. Dadurch entsteht eine emotionale Nähe, die klassische Gourmetrestaurants im Alltag oft nur schwer erzeugen können. Gerade deshalb wirkte das Event nicht wie eine steife Gala, sondern wie ein lebendiger, inspirierender Blick in die Zukunft des Fine Dining.

Perrier-Jouet Champagner im Hotel Vier Jahreszeiten zur Gourmet-Gala in Starnberg
Perrier-Jouet Champagner-Verbrauch eines Abends im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

Die Vorfreude auf die Gourmet-Gala im Januar 2027 beginnt jetzt

Wer diesen Abend erlebt hat, versteht schnell, warum das Projekt längst weit über die Grenzen Bayerns hinaus für Furore sorgt. Es verbindet Spitzenküche, gelebte Gastfreundschaft, eine mitreißende Atmosphäre und moderne Genusskultur zu einem Format, das in Deutschland inzwischen nahezu einzigartig geworden ist. Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg positioniert sich damit endgültig als einer der wichtigsten kulinarischen Treffpunkte des Landes.

Gastgeber Maximilian Moser und das gesamte Team haben bewiesen, dass echte Spitzengastronomie heute nicht nur aus technischer Perfektion besteht – sondern vor allem aus Leidenschaft, Offenheit und einem großartigen Miteinander. Die Vorfreude auf die nächste Gourmet-Gala im Januar 2027 dürfte deshalb schon jetzt enorm sein. Denn wenn zwölf Spitzenköche gemeinsam die Küche übernehmen, entsteht weit mehr als ein normales Sterne-Event. Es entsteht ein Abend, der bleibt.


Le Gourmand Götz A. Primke, Maximilian Moser, Aubergine Starnberg

Häufige Fragen zur Gourmet-Gala in Starnberg

Was ist die Gourmet-Gala „12 Monate – 12 Sterne“?

Die Gourmet-Gala ist eine kulinarische Veranstaltung, bei der Spitzenköche ihre Gerichte an einzelnen Stationen präsentieren. Es gibt kein klassisches, gemeinsam serviertes Menü. Die Gäste bewegen sich zwischen den Küchenstationen und können unmittelbar mit den Köchen sprechen.

Wo fand die Gourmet-Gala 2026 statt?

Die Gourmet-Gala 2026 fand im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg in der Münchner Straße statt. Gastgeber waren das Hotel, Küchendirektor Maximilian Moser und das Projekt „12 Monate – 12 Sterne“.

Wann war die Gourmet-Gala 2026?

Die Veranstaltung fand am 18. Januar 2026 statt.

Was kostete das Ticket für die Gourmet-Gala 2026?

Das Ticket kostete 295 Euro pro Person. Im Preis waren die Gerichte der beteiligten Köche sowie Champagner, Wein und weitere Getränke enthalten.

Wer steckt hinter „12 Monate – 12 Sterne“?

Initiator ist der ehemalige Sternekoch Armin Langer. Das Projekt verbindet einen jährlichen Gourmetkalender mit Veranstaltungen, Auszeichnungen und einem gastronomischen Netzwerk.

Wie werden die Köche für den Kalender ausgewählt?

Köche können sich nach Angaben des Initiators bewerben oder aus dem Netzwerk empfohlen werden. Das Team besucht die Restaurants und beurteilt neben der Küche auch, ob der Koch und sein Betrieb zum Konzept der Gemeinschaft passen.

Wie wird das Gericht des Jahres bestimmt?

Bei der Vorauswahl werden unter anderem Präsentation, Produktwahl, Rezepturaufbau, Farben und Gesamteindruck bewertet. Eine gemeinsame Verkostung aller Kalendergerichte findet vor der Entscheidung nicht statt, da die Aufnahmen bei den Köchen vor Ort und über mehrere Wochen verteilt entstehen.

Gibt es bei „12 Monate – 12 Sterne“ auch Küchenchefinnen?

Bei der Gourmet-Gala 2026 war keine Küchenchefin unter den präsentierenden Köchen vertreten. Das Projekt könnte seine Nachwuchsförderung künftig erweitern, indem es ausgezeichnete Küchenchefinnen gezielt anspricht und zur Teilnahme einlädt.

Wann findet die Gourmet-Gala 2027 statt?

Ein offiziell bestätigter Termin lag zum Zeitpunkt dieser Ergänzung noch nicht vor. Sobald Veranstalter oder Hotel den nächsten Termin veröffentlichen, werden die Angaben hier aktualisiert.


Disclosure: Wir verbrachten eine kurzen, doch unvergesslich schönen Abend im Vier Jahreszeiten Starnberg. Dennoch bleibt unsere Meinung nicht käuflich. Destinationen, Hotels und Restaurants überzeugen und begeistern mit ihrer Leistung. Dafür nochmals herzlichen Dank!  

Thomas Ferro, Le Gourmand Götz A. Primke

Und einen herzlichen Dank an meinen Kollegen Thomas Ferro für die Begleitung an dem Abend.

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