Bachmair Weissach: Bayerisches Designhotel im Geniesserland Tegernsee

Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das doppelte Bachmair: Ein Hotelname, zwei Hotels. Im Geniesserland Tegernsee stehen zwei Hotels mit fast identischem Namen. Allerdings in fußläufiger Nähe zueinander. Doch repräsentieren sie nicht nur zwei unterschiedliche Hotelstile, sie entstammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, ja fast Jahrtausenden. Hier das Bachmair Weissach, dort das Bachmair am See. Jenes befindet sich in Rottach-Egern und liegt direkt am See. Einst war es der Treffpunkt der Stars und Sternchen in den 80ern und 90ern, doch ist es heute leider völlig verstaubt, lange nicht mehr renoviert und in keinem der führenden Hotelführer mehr zu finden. Die Touristen bevorzugen heute das Haus im Ortsteil Weissach.

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Bachmair Weissach: Die Anreise ins Geniesserland Tegernsee

Die Münchner zieht es am Wochenende immer gern raus aufs Land. Den größten Teil davon an den Tegernsee. Das ist kein Wunder, denn die Landschaft ist zauberhaft schön. Doch leider ist die Autobahn zwischen München und der Abfahrt Holzkirchen immer heillos verstopft, die Bundesstraße ins Geniesserland Tegernsee ist in Stoßzeiten ein Dauerstau.

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Darum ist es sehr ratsam, mit der Bayerischen Regiobahn BRB (bisher: Bayerische Oberlandbahn BOB) aus München anzureisen und am See zu übernachten. Mich zieht es dann gern in ein Hotel, das Genuss auf allen Ebenen bietet.

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Beispielsweise in das Bachmair Weissach. Da sind wir weg vom Trubel und können die Ruhe und den kleinen Bach genießen, der durch das große Grundstück fließt. Auch kulinarisch hat das Bachmair Weissach einiges zu bieten. Beispielsweise das elegante japanische Restaurant MIZU und den Gasthof zur Weissach, mit feiner bayerischer Küche, oder auch die Kreuther Stuben, das wohl einzige Fondue-Restaurant in Bayern. Das Bachmair Weissach verbindet einige Ansprüche auf höchstem Niveau: Es ist ein Familienhotel, ein Geniesserhotel, ein Wellnesshotel und auch ein Businesshotel. Ja, Firmen und Familien kommen sich hier nicht in die Quere.

Insgesamt besteht das Hotel aus vier Komplexen und einer riesigen Eventarena. Das Hauptgebäude und drei Gästehäuser bieten wunderschöne Hotelzimmer. Die Gästehäuser sind alle miteinander verbunden (Glück gehabt bei Kälte und Regen). Die Komplexe sind alle nach den Söhnen des Hoteleigentümers benannt und umgeben von einer grünen Hotelanlage mit einem kleinen Bach und sogar einer eigenen Kapelle.

Mit diesem Video erhaltet ihr einen kleinen Einblick:

Bachmair Weissach: Die Zimmer

Die Zimmer im Bachmair Weissach sind wirklich außerordentlich schön und einfallsreich. Eine moderne bayerische Interpretation:

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Mein Zimmer – oder besser: meine Suite besteht aus drei Räumen: dem Schlafzimmer, dem Wohnbereich sowie dem Bad und Anziehzimmer, die so gross geschnitten sind wie bei anderen Leuten ein normales Zimmer. Allein das ist schon Luxus und trägt zur Entspannung bei.

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Alle Räume sind aus einer Synapse von Moderne und urig bayrischem Stil. Sprich der Inhaber Korbinian Kohler hat viele Holzelemente und traditionelle Möbelstücke aber auch moderne Farben und Möbel in seinen Hotelzimmern integriert. Natürlich darf man die eingerahmten Lederhosenbilder nicht vergessen, diese findet man in jedem Zimmer im Bachmair-Weissach. Hintergrund: Korbinian Kohler sammelt Lederhosen.

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Besonders sticht die Minibar in einem urigen mit Blumen verzierten Schrank ins Auge (übrigens: die Minibar ist inklusive).

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Hinter den Türen dieses modernen Bauernschrankes verstecken sich der Flachbildschirmfernseher, der Tresor, die Minibar sowie der Wasserkocher, Tassen und Gläser.

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Diese elegante Art, nützliche, aber nicht immer schöne Hotelzimmermöbel verschwinden zu lassen, finde ich einfallsreich und praktisch.

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Und noch ein weiteres praktisches Detail finden wir im Zimmer: Unter dem grossen Schreibtisch ist eine extra Streckdose mit USB-Anschluss angebracht.

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Das sieht zwar irgendwie aus, als ob es den Technikern in Verbindung mit dem Schreibtisch nachträglich eingefallen wäre. Doch diese Lösung ist unauffällig, elegant und praktisch zugleich. Man sieht die Steckdose nicht, sie ist aber in Griffweite da, wo man sie braucht: unter dem Schreibtisch. Nur möchte man nicht allzu lange an diesem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Denn dafür ist die Holzbank ohne Lehne doch etwas zu unbequem.

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Umso bequemer sind die Couch und die Sessel. Ja, hier mag man sehr gern länger drin verweilen, lesen, TV schauen oder einfach nur entspannen.

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Auf einem kleineren Beistelltisch neben der Tür zum Schlafzimmer steht das Telefon sowie ein Hotel-Tablett. Hier kann der Gast die wichtigsten Informationen über das Hotel lesen. Gästemappe adé, so sollte es mittlerweile in jedem Hotel aussehen.

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Im Schlafzimmer steht ein extrem gemütliches Bett, aus dem man überhaupt nicht mehr aufstehen möchte. Wer kurz vor dem Einschlafen noch in die Glotze schauen möchte, der muss nicht im Wohnzimmer auf der Couch einschlafen. Gleich an der Wand gegenüber des Bettes hängt ein Flatscreen an der Wand. Die Betten sind allerdings so bequem, dass man am nächsten Morgen eigentlich nicht wirklich aufstehen möchte. Doch dann würde man einiges im Hotel verpassen.

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Allerdings wacht man in diesem schönen Bad sehr schnell auf.

Bachmair Weissach: Das Frühstücksrestaurant

Beim Frühstücksbuffet beeindruckt es mich, dass es eine Tafel im Frühstückspavillon gibt, auf der die Bauernhöfe, Bäckereien etc. draufstehen, die das Hotel beliefern. Dabei bemerkt man, dass man hier Qualität aus der Region rund um das Geniesserland Tegernsee erhält. Das schmeckt man auch! Da macht doch das morgendliche Aufstehen gleich viel mehr Spaß.

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Zum Frühstück geht es in dieses Restaurant – in das wir am Abend zuvor einen Blick zum Fotografieren geworfen haben.

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Für Familien mit kleinen Kindern stehen wirklich genügend Kinderstühle zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Bachmair Weissach Arena

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Wenn im Bachmair Weissach keine grossen Events geplant sind, dann steht die grosse Bachmair Weissach Arena auch den Kindern zur Verfügung. Die Bachmair Weissach Arena ist die größte Veranstaltungshalle im Voralpenland. Sie bietet für Events, Messen oder Produktpräsentationen eine Fläche von 2.700 Quadratmetern und Kapazitäten für bis zu 1.100 Personen. Die Arena ist dabei aufgeteilt in zwei Hallen mit 900 und 1.300 Quadratmetern.

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Bachmair Weissach: Die Kinderbetreuung

Doch wenn kein Event ansteht, dann ist die Bachmair Weissach Arena ein grossartiger, grosszügiger Kinderspielplatz.

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Für die Kinder ist eh grossartig und liebevoll gesorgt. Das Bachmair Weissach beschäftigt Kindergärtnerinnen, die professionell sich um die kleinen Racker kümmern.

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Auch für die größeren Kinder ist bestens gesorgt. Spielkonsolen, Billardtische und genügend Platz zum Abhängen ohne Eltern.

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Und zum Austoben steht eine Tischtennisplatte zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Tages- & MIZU-Bar

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Für große Kinder gibt es andere Spielplätze: Die Tages- & Mizu-Bar beispielsweise, in der die Hotelgäste einen Aperitif vor oder Digestif nach dem Essen geniessen können.

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Die Bar ist rund um die Uhr von 9 Uhr früh bis 1 Uhr früh geöffnet und daher auch ein Platz für den Kuchen am Nachmittag oder ein Tässchen Tee oder Kaffee zwischendurch. Freitags und Samstags legt der DJ ab 21.00 Uhr auf.

Kulinarisch kann das Bachmair Weissach unheimlich reizvoll und abwechslungsreich aufspielen:

Bachmair Weissach: Die Kreuther Fondue-Stuben

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Die Kreuther Fondue-Stuben sind im Winter unschlagbar. Wenn die Temperaturen sinken und eine weiße Schneedecke über dem Land liegt, gibt es nichts Besseres, als einen Abend im Fondue-Restaurant in Rottach-Egern zu verbringen. Die Gäste nehmen von Ende November bis Ende Februar Platz am offenen Kamin der Kreuther Fondue Stube, die mit tiefen Decken und hellen Holz-Vertäfelungen eine heimelige alpenländische Gemütlichkeit versprüht. Das Angebot reicht dabei von Fisch- über Fleisch- bis hin zu klassischem Käse-Fondue – in jedem Fall eine Winterverführung vom Feinsten!

Bachmair Weissach: MIZU – Sternewürdige japanische Küche

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Bei unserem Besuch gab es zwar kein Fondue – dafür aber genossen wir einen perfekten Abend im MIZU – ein unvergesslicher, grossartiger Genuss!

Bachmair Weissach: Der Gasthof zur Weissach

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Der Gasthof zur Weissach ist sozusagen der historische Nukleus dieses Hotels. Er ist das traditionsreiche Restaurant in Rottach-Egern am Tegernsee. Hier serviert das Hotel eine gehobene bayerische Küche, insbesondere für die Hausgäste mit Halbpension, aber auch für die Feinschmecker aus der Umgebung.

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Am zweiten Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz in einer Ecke neben dem Serviceschrank, der für jedes Restaurant ein Schmuckstück wäre. Hier findet wohl jedes Mise-en-place seinen Platz. Wir geniessen hier ein köstliches bayerisches Menü.

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Roastbeef | Kapernäpfel | Remouladensauce

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Kartoffelcremesuppe | Thymiancroûtons

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Lackierte Entenbrust | Blaukraut | kleine Kartoffelknödel

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Apfelstrudel | Kirschkompott

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Bachmair Weissach: Das MIZU Onsen Spa

Das MIZU Onsen Spa setzt neue Maßstäbe in Sachen Wellness im Geniesserland Tegernsee. Ein Olsen Becken mit 42 Grad, heiße Quellen, Kaltwasserbecken, Ruheräume, Körperpeelings mit Salz, ein Dampfraum… hier wird japanisches Entspannen zelebriert.

Zeitgleich mit mir waren einige Beauty-Influenza-Girlies im Bachmair Weissach. Nur wenige Minuten vor mir hat das Ex-GNTM-Model Darya Strelnikova am Pool posiert und innerhalb kürzester Zeit hunderte von Likes generiert. Ich habe mal ausprobiert, ob ich das auch schaffe: in dämlichen Posen halb bekleidet irgendwo zu sitzen und in die Gegend zu schauen… ok, ich gebe zu, mein Ergebnis auf Instagram war nicht ganz so erfolgreich wie das der Schickse. Aber hey, ich hab’s versucht.

Service:

Das schreiben die Anderen:


Disclosure: Herzlichen Dank an das Bachmair Weissach und an Herrn Korbinian Kohler für die Einladung in dieses außergewöhnlich schöne Hotel im Geniesserland Tegernsee. Meine persönliche Meinung bleibt davon unabhängig.


Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Die Lay-over-Nacht vor dem Abflug

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Top-Lage, Top-Ausblick, Top-Schallschutz: So kann man die wichtigsten Vorteile des neu eröffneten Meininger Hotel Frankfurt Airport zusammenfassen. Hinzu kommen noch: günstige Preislage, gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und Zimmer, die zwar spartanisch sind, aber keinen Wunsch offen lassen.

Das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen ist das perfekte Hotel für das Lay-over, die Nacht vor dem Abflug, die Nacht nach der Ankunft oder auch als verkehrsgünstige Location für einen Stadtbesuch in der Bankenstadt am Main. Wir waren zur Eröffnung des Hotels zu Gast- als das Viertel rund um das Hotel noch aus lauter Baulücken bestand. Das hat sich mittlerweile stark verändert: Im Neubaugebiet zwischen dem Airport Frankfurt und dem Steigenberger Airport Hotel Frankfurt im Ortsteil Unterschweinstiege sind einige Airport-Hotels hinzugekommen, die dem langjährigen Platzhirsch Sheraton Frankfurt Airport Paroli bieten. Dieses Haus war angeblich lange Zeit das wohl einzige Hotel, das an manchen Tagen eine Belegungsrate von 120% geschafft hat – Lay-over und Day-use sei Dank.

Von allen diesen Häusern dürfte das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen wohl das preislich attraktivste Haus sein. Hier unser Einblick in unser Hotelzimmer:

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Die Roomtour

Das Hotel bietet noch einige andere Annehmlichkeiten, die einen Aufenthalt hier sehr attraktiv machen.

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Das Bett garantiert einen wunderbaren Schlaf, zumal die Zimmer so exzellent schallisoliert sind, dass keinerlei Lärm von Autobahn oder Flughafen in das Zimmer dringt.

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Auf einem Tischchen hatte Meininger Hotels mir einiges bereit gestellt, das den Aufenthalt perfekt machte. Für den Abend hatten wir ein Rezept aus dem Kochhaus mitsamt den Zutaten zur Verfügung. Ausserdem die Frankfurt Card sowie Tickets für den Ebbelwoi Express. Ganz herzlichen Dank dafür!

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Die Badezimmer sind groß genug und bieten alles, was man für ein oder zwei Nächte braucht.

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Nicht die Hotelzimmer laden dazu ein, dort länger zu verweilen. Wohl aber der Lobbybereich. Hier steht unter anderem ein Billardtisch bereit, um zusammen mit anderen Gästen ein paar schöne Runden zu spielen.

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In der Küche können sich die Hotelgäste ihr Essen zubereiten. Allein oder gemeinsam. Wir haben hier unser Abendessen aus den Kochhaus-Zutaten wunderbar zubereiten können und haben dabei nichts vermisst. Wir waren allerdings die einzigen Gäste. Mit Sicherheit können hier einige nette, wenn auch kurzzeitige, Gemeinschaften entstehen, die zusammen kochen und essen.

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Wer seine Wäsche waschen will oder muss, der kann das in der bereit stehenden Waschmaschine und im Trockner auch jederzeit tun.

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Eine Fernseh-Ecke steht ebenfalls bereit für gemeinsame Fernsehabende.

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Ein kleiner Konferenzraum steht für Meetings oder auch gemeinsame Essen zur Verfügung.

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Und das Buffet ist perfekt hergerichtet für ein gemeinsames Frühstück mit Freunden oder Reisebekanntschaften.

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Im Frühstücksrestaurant finden alle Gäste genügend Platz.

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Automaten bieten 24/7 genügend Essen und Getränke an.

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Das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen ist nicht ein komplettes 3-Sterne-Hotel, es bietet auch einige Hostel-Zimmer mit mehreren Doppelstockbetten an.

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Auch spät abends können die Gäste noch an der Bar Platz finden und über die Reisen reden, über Geheimtipps in Frankfurt oder die nächsten Flugzeiten diskutieren.

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Noch ein Drink?

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Bankfurt Mainhattan – oder ein Ausblick auf die Skyline

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Wer die Möglichkeit hat, ein paar Stunden in Frankfurt zu sein, sollte auch unbedingt in die Innenstadt fahren. Ein Blick auf diese gigantische und beeindruckende Skyline ist immer wieder großartig.

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Auch der Blick auf die St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache ist erhebend.

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Ein Besuch beim wohl berühmtesten Bildnis Goethes – das mit den zwei linken Füßen in der Campagna von Tischbein – sollte natürlich auch im Programm sein. Und natürlich sind im Städelmuseum noch einige andere großartige Bilder zu bestaunen.

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Frankfurter Spezialitäten

Viele deutsche Regionen sind deutlich bekannter für exzellente kulinarische Genüsse als gerade Hessen oder vor allem Frankfurt. Doch das ist ein Irrtum. Die Frankfurter können nicht nur gut wirtschaften und wissen in Banken zu arbeiten. Sie wissen auch, ihr hart erarbeitetes Geld gut auszugeben. Das beweisen die exzellenten Michelin-Stern gekrönten Restaurants ebenso wie die grossartigen Hotels und Winzer rund um Frankfurt und das Rheingau.

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Und da sind die rustikalen Frankfurter Spezialitäten. Dazu gehört vor allem der Apfelwein. Entschuldigung, natürlich der Ebbelwoi. Für Touristen und Einsteiger als süß gespritzter mit Limo. Für Einheimische und Eingeweihte als sauer gespritzter mit Mineralwasser.

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Typische Frankfurter Spezialitäten aus der Küche gibt es ebenfalls. Und diese sind absolut köstlich. Zuallererst denke ich da an das Frankfurter Schnitzel. Ok, Wiener Schnitzel kennen wir alle. Aber was bitte ist das Frankfurter Schnitzel? Ganz einfach: Ein Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und der für diese Stadt so typischen und köstlichen Frankfurter Grünen Sauce.

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Außerdem ist das Kassler mit Sauerkraut ebenso herzhaft, rustikal und köstlich für die hessische Küche – und ist von hier in allen Regionen Deutschlands beliebt geworden.

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Und wer nur eine Kleinigkeit in Frankfurt essen mag, der gönnt sich eine Portion Frankfurter Grüne Sauce mit Ei und Brot. Noch kleiner geht nur noch der typische Handkäs mit Musik.

Fazit: Rund um den Frankfurter Flughafen stehen mittlerweile einige Hotels, die Fast-Monopolstellung von Sheraton Frankfurt und Steigenberger Frankfurt Airport ist lange schon aufgehoben. Wer eher etwas preissensibler ist oder einfach nur ein gutes und günstiges Bett braucht in der Nähe des Frankfurter Flughafens, der trifft mit dem Meininger Frankfurt/Main Flughafen sicherlich eine sehr gute Wahl.

Mehr Infos:


Disclosure: Herzlichen Dank an Meininger Hotels für die Einladung in das Meininger Hotel Frankfurt/Main Airport. Meine Meinung bleibt davon unabhängig.

Kinderhotel Harrys Home Hotel München: Erstes Kinderhotel in Innenstadtlage

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Das Hotel wird zum Lifestyle-Shoppingcenter: Am Knotenpunkt eines barrierefreien U-Bahn- und S-Bahnhofs, der Straßenbahn und dem Einkaufszentrum Meile Moosach liegt strategisch optimal das Harrys Home Hotel München. Die Lage ist genial: Nicht wirklich im Zentrum, aber gleichzeitig so gut angeschlossen, dass die Hotelgäste sehr zügig in der Stadtmitte sind. Diese Lage ist nicht nur für Businessgäste attraktiv. Sondern insbesondere auch für Familien, die einen Städtetrip nach München machen. Daher hat sich das Harrys Home Hotel München Moosach der Kooperation der Kinderhotels angeschlossen.

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Das Harrys Home Hotel München Moosach wurde vor fünf Jahren eröffnet und ist somit das erste Kinderhotel in der Innenstadt im deutschsprachigen Raum. Die Kooperation der Kinderhotels ist mit 42 Mitgliedern in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Kroatien in Europa eine der stärksten Premiummarken im Familiensegment.

Harrys Home Hotel München: Studios, Spielzimmer und Kinderecken

Was ein Kinderhotel von einem normalen Hotel unterscheidet? Familienfreundliche Studios mit 25 bis 28 Quadratmeter stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie ein extra Spielzimmer, in dem die Kleinen malen, bauen, basteln und kochen können und ein Spielhaus sowie Büchern, die für alle Gäste zur Verfügung stehen. Für Familien mit älteren oder mehreren Kindern empfiehlt sich die Buchung von einem der fünf Superior Studios mit 45 Quadratmetern oder einem der 16 Apartments mit bis zu 75 Quadratmetern inklusive einem Wohn- und bis zu zwei Schlafräumen. Im 45 Quadratmeter großen Spielzimmer kann der Nachwuchs ab drei Jahren Malen, Basteln, Kochen und im eigenen Spielhaus die Zeit verbringen.

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Darüber hinaus gibt es beim Frühstück eine extra Kinderecke mit frischem Obst, großer Müsli-Auswahl, Saftbar zum Selbstzapfen, kindgerechtem Besteck und Geschirr. Und es können Buggys, Hochstühle und Babybetten ausgeliehen werden.

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Wer mal ohne Kinder kommt, sollte ein Apartment mit integrierter Fitness-Möglichkeit buchen.

Und wenn Mama und Papa mal einen Abend alleine verbringen möchten, organisiert das Hotel auf Anfrage eine zuverlässige Kinderbetreuung.

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Dass sich Städtetrip und Familienurlaub nicht ausschließen, beweisen seit kurzem die “Kinderhotels City”, die als “ideale Basis für Ausflüge in und um Metropolen” fungieren sollen. So lautet das Konzept der österreichischen Kooperation. Ihr Debüt feierte die Idee im Martinhal Cascais Family Hotel in Lissabon; Harry’s Home München Moosach ist das zweite Hotel, das sich jetzt entsprechend positioniert hat.

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Harrys Home Hotel München: Das Unternehmen

Das Harrys Home Hotel München gehört zu einem familiengeführten Hotelunternehmen mit Sitz in Innsbruck. Gründer und Inhaber ist Harald Ultsch. Derzeit gehören sechs Hotels in München, Wien, Graz, Linz, Dornbirn und Zürich dazu, doch die Gruppe beabsichtigt in naher Zukunft auf vierzehn Standorte in der DACH-Region zu wachsen. Die Zielgruppe sind preisbewusste Städtereisende, wie Geschäftsreisende und Familien. Die Hotels befinden sich in attraktiven City- oder Randlangen mit idealer Anbindung. Außerdem gehören der Familie Ultsch noch das Schwarzer Adler Boutique Hotel Innsbruck sowie das aDLERS Design Hotel Innsbruck.

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Service:


(* Affiliate Link)

Guide Michelin Deutschland: Vom kulinarischen Aussenseiter zum Gourmet-Ziel von Rang

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Heute präsentiert der Guide Michelin Deutschland seine aktuellen Ergebnisse. In der Handelskammer der Hansestadt Hamburg treffen sich ausgewählte Köche, einige Gastronomen sowie die deutsche Medienwelt, um von diesem Ereignis zu berichten. Doch wer sich alles vor Ort – in Zeiten des um sich greifenden Corona-Virus – blicken lässt, werden wir erst vor Ort sehen. Der Guide Michelin Deutschland erscheint nun schon seit 54 Jahren und ist nach wie vor der führende Restaurant- und Hotelführer. Köche, Kellner, Gastronomen, Unternehmer, Genussmenschen, Gourmets und Gourmands sind gespannt, wer Sterne gewinnt, wer seine Sterne behält und wer sie schlimmstenfalls verliert. Um auch dem Laien und gastronomisch nicht so versierten Leser zu erklären, warum der Guide Michelin Deutschland nach wie vor der wichtigste Restaurantführer in Deutschland, in Frankreich und weltweit ist, versuchen wir eine Einordnung.

Guide Michelin Deutschland: Was bedeuten die Sterne eigentlich?

Von traditionell bis innovativ, von schlicht bis aufwendig – ganz unabhängig vom Stil erwarten die Michelin Inspektoren als Bedingung für einen Stern stets das Gleiche: beste Produktqualität, Know-how des Küchenchefs, Originalität der Gerichte sowie Beständigkeit auf Dauer und über die gesamte Speisekarte hinweg. Vor vier Jahren, pünktlich zum 50. Geburtstag, hat der Guide Michelin die Definitionen für die berühmten Sterne sprachlich aktualisiert. Diese lauten jetzt:

1 Stern: Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!

  • Produkte von ausgesuchter Qualität, unverkennbare Finesse auf dem Teller, auf den Punkt gebrachter Geschmack, ein konstant hohes Niveau bei der Zubereitung – einen Stopp wert!

2 Sterne: Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!

  • Hervorragende Produkte, von einem talentierten Küchenchef und seinem Team mit viel Know-how und Inspiration in subtilen, außergewöhnlichen und mitunter originellen Kreationen trefflich in Szene gesetzt – einen Umweg wert!

3 Sterne: Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!

  • Die Handschrift eines großen Küchenchefs! Erstklassige Spitzenprodukte, pure und intensive Aromen, harmonische Kompositionen: Hier wird das Kochen zur Kunst. Perfekt zubereitete Gerichte, die nicht selten zu Klassikern werden – eine Reise wert!

Guide Michelin Deutschland: So fing alles an

1964 erschien der erste Guide Michelin Deutschland nach dem Krieg mit 5.500 Adressen – jedoch noch ohne Sterne. Aber die Geschichte des Guide Michelin beginnt weit früher. Bereits im Jahr 1900 pünktlich zur Pariser Weltausstellung kommt der allererste Guide Michelin mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren auf den Markt. Dieses Buch enthielt die Adressen von Werkstätten und Reifenhändlern der damals ersten Automobilisten und war als kostenloses Reisehandbuch konzipiert. In Frankreich rollten im Jahr 1900 gerade einmal 3.000 Automobile.

Das Buch mit dem typischen roten Einband enthält unter anderem Ratschläge zum Umgang mit dem Fahrzeug und den Reifen sowie die Namen von Werkstätten, Batterieladestationen und Benzindepots. Dazu gibt es Hoteladressen, Karten und Stadtpläne. Bereits damals gab es Piktogramme, die seitdem ein Kennzeichen des Guides geworden sind. 1904 erschien die erste Auslandsausgabe des Guide Michelin mit dem Band Belgien. 1910 folgte dann bereits der erste deutschsprachige Guide Michelin Deutschland und Schweiz für die „Herren Automobilisten“. Diese deutsche Ausgabe hatte einen blauen Einband. Nur der französische „Guide Rouge“ war auch rot eingefasst. 1913 umfasste der rote Führer bereits acht Titel.

Nach dem Aus zum Ersten Weltkrieg kam die Neuauflage für Frankreich bereits 1919 heraus. Seit 1920 wurde der Guide Michelin kostenpflichtig. Und mit dem Jahr 1923 erscheint der Guide Michelin erstmals mit detaillierten Hotel- und Restaurant-Empfehlungen für die Autofahrer. Und 1926 folgte der erste Stern für eine gute Küche. 1931 folgten der zweite und dritte Stern für eine herausragende Küchenleistung. Mit dem zweiten Weltkrieg ist der Guide Michelin eingestellt.

Guide Michelin Deutschland: Wiederbelebung nach 51 Jahren Pause

Doch schon 1946 vergibt der Michelin erneut die ersten Sterne. 1956 folgt der Guide Michelin Norditalien, 1964 folgt der Guide Michelin Deutschland nach 51 Jahren Pause mit 5.500 Adressen. 1966 zeichnet der Guide Michelin die ersten 66 deutschen Restaurants mit Sternen aus. 1972 feierte der Guide Michelin Benelux Premiere, 1973 kamen die Ausgaben Spanien und Portugal auf den Markt, 1974 dann der Band Großbritannien und Irland.

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Seit 1982 erscheint der Guide Michelin „Main Cities of Europe“, in dem der Verlag alle die großen Städte zusammenfasst, deren jeweiligen Länder für einen eigenen Guide viel zu klein wären. Seit 1994 gibt es den Guide Michelin Schweiz. Und seit 1997 werden Restaurants mit dem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet als eine zusätzliche Empfehlung für eine regionale Küche mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Guide Michelin: Weltweite Expansion

2005 folgte die Expansion des Guide Michelin in die USA: Zuerst folgte der Guide Michelin New York City, 2006 der Band für San Francisco, Bay Area & Wine Country und 2007 dann der Guide Michelin Tokyo. 2008 der Guide Michelin Hong Kong & Macao, 2010 der Guide Michelin Chicago.

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Allerdings gingen dann im Jahr 2010 über Österreich die Sterne aus. Seitdem findet sich nur noch das beschauliche Vorarlberg im deutschen Guide wieder, die Städte Wien und Salzburg sind im Guide Michelin „Main Cities of Europe“ zusammengefasst. Restaurants, die auch nur einen Meter ausserhalb dieser Stadtgrenzen sind, können noch so gut sein, sie erhalten keinen Stern. Hier hält der Wettbewerber Gault-Millau die Stellung und vergibt seine Punkte und Kochmützen, die da Kochhauben heissen. Kein Wunder, dass in Österreich von Haubenköchen gesprochen wird.

Seit 2015 gibt es den Guide Michelin Rio de Janeiro & Sao Paulo sowie den Guide Michelin Nordic Cities und neuerdings auch den Guide Michelin Bangkok, in dem die Berliner Zwillinge Sühring mit ihrem gleichnamigen Restaurant mit zwei Sternen gekrönt sind.

Guide Michelin Deutschland: Der Sternenhimmel wächst

Aktuell gibt es 309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa.

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Viel Bewegung ist in der Berliner Spitzengastronomie, die seit Jahren für ihre innovative Küche bekannt ist. In der Bundeshauptstadt gibt es seit letztem Jahr vier neue Sternerestaurants mit ungewöhnlichem Konzept, wie beispielsweise das CODA Dessert Dining. Weitere Newcomer sind das Ernst, das auf maximal frische Produkte aus der Region setzt, das SAVU, das nordische, spanische und italienische Küche kombiniert und das Kin Dee, das für seine thailändischen Gerichte auch Zutaten aus dem Umland verwendet.

Auch Hamburg baut seinen Ruf als Destination für Liebhaber guten Essens aus. In der Hansestadt sind gleich drei Restaurants ansässig, die auf Anhieb mit einem Stern ausgezeichnet wurden. neben dem Lakeside im Hotel The Fontenay (bei dem wegen des Konzeptwechsels fraglich ist, ob es seinen Stern behält) und dem bianc in der HafenCity ist dies das 100/200 von Thomas Imbusch.

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Neues auch aus dem Süden Deutschlands. Nach Frankfurt und Berlin hat nun auch München als weitere deutsche Großstadt mit dem Tian ein vegetarisches Restaurant mit einem Stern. Das gleichnamige Restaurant in Wien hatte sich bereits 2014 mit seinem vegetarischen Konzept einen Michelin Stern erkocht. Und das supersympathische Paar Sabrina und Florian Berger lernte sich bei der Arbeit im Tantris kennen, verwirklichte den Traum vom eigenen Restaurant in Giesing und krönte die Leistung mit einem Stern für ihr Restaurant Gabelspiel.

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Guide Michelin Deutschland: Neue Gourmet-Hotspots Nürnberg und Andernach

Zusehends zum kulinarischen Hotspot entwickelt sich Nürnberg. Der Guide Michelin Deutschland krönte 2019 die Leistung der Restaurants Koch und Kellner, Der Schwarze Adler und Waidwerk gleich drei Häuser in der Frnakenmetropole neu mit einem Stern. Hinzu kommt mit dem Essigbrätlein eine bereits etablierte 2-Sterne-Adresse. Nicht weit von Nürnberg entfernt ist das Restaurant „Alexander Herrmann by Tobias Bätz“ mit zwei Sternen gekrönt.

Zum echten Gourmet-Ziel avanciert schließlich der kleine Ort Andernach am Mittelrhein. Auf Anhieberkochte sich Küchenchef Christian Eckhardt in seinem erst im Februar 2018 eröffneten Restaurant Purs zwei Michelin-Sterne. Zusammen mit dem neuen 2-Sterne-Haus weist die rheinland-pfälzische Gemeinde jetzt drei Sterne-Adressen auf.

Guide Michelin Deutschland: Die Jünger von Witzigmann und Wohlfahrt

Die Großmeister der Küche und ein großer Fan der beiden. #ikarus #hangar7 #redbull #salzburg #salzburgerland #culinaryarts #culinarytravel #geniesserreisen #genussreisen #instatravel #instafood #instager #witzigmann #wohlfahrt #grandchefs #lifeisbeautiful

Auch wenn es immer wieder Restaurants gibt, die aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder konzeptionellen Gründen geschlossen werden, so wächst die Qualität und die Quantität der deutschen Gourmet-Restaurants stetig an.

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Den Grundstein dazu legte Eckart Witzigmann 1971 im Tantris. Der gebürtige Österreicher und Schüler der 3-Sterne-Köche Paul Bocuse und Paul Haeberlin zerkochte sich sofort einen Stern und stieg 1974 in die 2-Sterne-Kategorie auf. 1978 machte er sich mit der Aubergine in München selbstständig und war 1980 der erste Küchenchef Deutschlands und der dritte Koch außerhalb Frankreichs, der die Spitzenwertung von drei Michelin Sternen erkochte.

Wenn @eckart.witzigmann , @hanspeterwodarz und @paulaboschpb sich mit Axel Bach im @blauerbockmuenchen treffen, dann liegt etwas Besonderes in der Luft. Das @kulinarikkunst Festival findet vom 17.08. - 09.09.2018 in @stantonamarlberg statt. http://bit.ly/

Die Witzigmann-Schüler Harald Wohlfahrt, Hans-Peter Wodarz, Hans Haas, Alfons Schuhbeck, Johann Lafer und Claus-Peter Lumpp bildeten ihrerseits die nächste Garde exzellenter Küchenkünstler aus.

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Neben Eckart Witzigmann, der unbestritten der Papst der deutschen Gastro-Szene und Kulinarik ist, kann die Leistung von Harald Wohlfahrt nicht hoch genug gewürdigt werden.

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Er ist der Lehrer von nicht weniger als jeweils fünf späteren 3-Sterne und 2-Sterne-Köchen. Restaurants von Wohlfahrt-Schülern halten derzeit in Deutschland insgesamt über 70 Sterne. Wohlfahrt selbst, der 35 Jahre Küchenchef der Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach war, wurde öfter als jeder andere deutsche Spitzenkoch mit der Höchstwertung von drei Michelin Sternen ausgezeichnet: insgesamt 24-mal.

Fazit: Der Trend zum Casual Fine Dining zeigt deutlich, dass sich lockere Atmosphäre und niveauvolle Küche keineswegs ausschließen. Der Guide Michelin klebt schon lange nicht mehr an alten Prämissen, präferiert schon lange nicht mehr ausschliesslich die französische Hochküche. Der rote Führer hat sich selbst modernisiert, hat die Trends erkannt und stellt die Qualität und Frische der Produkte in den Vordergrund. Nur dadurch können immer wieder neue Stilrichtungen weltweit hervorgebracht werden – wie etwa die Experimentalküche von Ferran Adrià oder die nordische Küche von René Redzepi.

Wir sind gespannt, wie sich die Spitzengastronomie in Deutschland weiter entwickelt und drücken allen Köchen die Daumen für die Gunst der Sterne.

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Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

Das sind die 11 größten Irrtümer über die Guide Michelin Sterne

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309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa. Die Guide Michelin Sterne sind die größtmögliche Auszeichnung für die Köchinnen und Köche, die täglich hinter dem Paß stehen und ihre beste Leistung geben. Doch nach wie vor ranken sich zahlreiche Gerüchte, Irrtümer und Halbwahrheiten um den roten Führer. Kann ein Koch seine Sterne zurückgeben? Wir haben für Euch die größten „urban legends“ und fehlerhaften Mythen, die auch immer wieder in anderen Medien zu lesen sind, zusammengefasst.

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Guide Michelin Sterne Mythos 1: Nur Luxus-Restaurants erhalten einen Stern

Falsch. Formvollendete Oberkellner, gestärkte Tischdecken oder poliertes Silberbesteck fließen – leider – nicht in die Sterne-Vergabe ein. Auch wenn ich persönlich, als Absolvent der Steigenberger Akademie und gelernter Restaurantfachmann, das viel besser fände, wenn der Service am Tisch des Gastes besser gewürdigt werden würde: Nein, die Kellner werden vom Guide Michelin fast vollständig ignoriert. Nur der Sommelier, der Weinkellner, ist etwas wert. Doch die „schwarze Garde“, der Service wird zum Tellertaxi degradiert. Die alte „hohe Schule“ der Kellner, wie etwa das Kochen am Tisch des Gastes, sind nicht mehr gefragt.

Auch Hummer, Kaviar oder japanisches Kobe-Rind sind keine Voraussetzung und die Weinkarte brauch kein enzyklopädisches Format. Was zählt, ist ausschließlich eine überdurchschnittlich gute Küchenleistung, egal ob mit regionalen Produkten oder den genannten Luxusprodukten gearbeitet wird. So kocht Hans Haas im 2-Sterne-Restaurant Tantris in München auf der Basis der französischen Hochküche mit vielen Produkten aus dem bayerischen und Tiroler Umland.

Die Kriterien, nach denen die Michelin Tester urteilen, ob und wie viele Sterne ein Restaurant erhält, sind die hohe Qualität und Frische der Zutaten, die persönliche Note und die Kreativität der Küche sowie die fachgerechte Zubereitung. Auch die Beständigkeit der Küchenleistung über die Dauer und die gesamte Karte hinweg sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis müssen stimmen.

Demzufolge finden sich auf der Liste der Sterne-Adressen Bistros, Landgasthäuser und trendige Gastrokonzepte ebenso wie Gourmet-Restaurants klassischen Zuschnitts. In Großbritannien hat der Guide Michelin schon wiederholt Pubs mit Sternen ausgezeichnet und in Hongkong gibt es ein Dim-Sum-Restaurant, das trotz Michelin Stern nur Preise wie ein Straßenimbiss nimmt und ganz einfachen Komfort bietet.

Für Ambiente, Servicequalität und Komfort gibt es im Guide Michelin eine eigene Kategorie, dargestellt durch das Symbol gekreuzter Bestecke. Die Wertung reicht von „Standard-Komfort“ (ein Besteck) bis hin zu „Großer Luxus und Komfort“ (fünf Bestecke). Sternen und Bestecken liegen völlig unabhängige Bewertungskriterien zugrunde. So kann ein Restaurant durchaus mit drei Sternen für seine herausragende Küche ausgezeichnet sein, aber lediglich ein Bestecksymbol für Ausstattung und Service haben.

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Le Gourmand | Hans Haas

Guide Michelin Sterne Mythos 2: Der Sternekoch

Mit den Kochshows hat sich der Begriff des „Sterne-Kochs“ in der Umgangssprache stark verbreitet, doch gibt es überhaupt so etwas wie „Sterne-Köche“? Klares Nein! Michelin zeichnet nicht einzelne Köche aus, sondern Restaurants, denn Kochen auf Sterne-Niveau ist ein Mannschaftssport. Dennoch spielt der Küchenchef als Kapitän der Mannschaft eine besondere Rolle. Wenn ein Küchenchef also von einer Sterne-Adresse in ein anderes Haus wechselt, kann er die Auszeichnung nicht mitnehmen. Ein Küchenchef ist also nur ein Sternekoch, solange er in einem Restaurant mit einem, zwei oder drei Michelin Sternen tätig ist.

Manche TV-Köche, die in den Medien als Star- oder Sterne-Köche bezeichnet werden, haben bisher keinen Michelin-Stern gehabt, wie etwa Tim Mälzer. Aber der hätte auf jeden Fall das Zeug auf dieser Qualitätsstufe zu kochen.

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Bobby Brauerei | Le Gourmand | Dirk Luther

Und manche Restaurants großartiger Küchenchefs sind mit 2 Michelin-Sternen gekrönt, wie etwa das Esszimmer von Bobby Bräuer in der BMW Welt in München und die „Meierei“ im Vitalhotel Alter Meierhof, Glücksburg, von Dirk Luther. Und beide Sterneköche stehen lieber selbst täglicham Herd und zaubern ihre kunstvollen Menüs. Allerdings sind die beiden außerhalb der deutschen Gourmet- und Gastro-Szene ziemlich unbekannt. Zu Unrecht.

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Alexander Herrmann

Andere wiederum geben nur noch die große Richtung vor und kochen kaum noch selbst, wie etwa Alexander Herrmann, der seinen Küchenchef Tobias Bätz sogar in den Namen des mit 2 Michelin-Sternen gekrönten Restaurants mit aufgenommen hat:  „Restaurant Alexander Herrmann by Tobias Bätz“. Dafür ist Alexander Herrmann mittlerweile in ganz Deutschland sehr bekannt dank diverser Kochsendungen im Fernsehen.

Guide Michelin Sterne Mythos 3: Sterne werden verliehen

Nein, die Vergabe der Sterne erfolgt nicht im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, sondern in der Regel ganz formlos und unspektakulär mit der Veröffentlichung der jeweils neuesten Guide Michelin Ausgabe. Allenfalls erhalten neu ausgezeichnete oder in eine höhere Sterne-Kategorie hochgestufte Restaurants einen Anruf vom Chefredakteur des Guide Michelin. Eine Urkunde, Plakette oder ein sonstiges Dokument gibt es aber nicht. Dies hängt auch damit zusammen, dass hinter den Sternen kein Branchenverband und keine Behörde stehen, sondern die Auszeichnung lediglich die Bewertung der anonym arbeitenden Michelin Tester wiedergibt.

Keine Regel ohne Ausnahme: In den letzten Jahren hat der Guide Michelin die neuen Sternerestaurants gerne im Rahmen einer mehr oder weniger grossen Gala bekannt gegeben.

So erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2018 im Rahmen einer großartigen Gala in Budapest. Ein paar Eindrücke davon erhaltet ihr hier in meinem Video:

Im vergangenen Jahr allerdings erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2019 in Wien angeblich nur in einer kurzen Veranstaltung, zu der nicht viele Journalisten eingeladen waren.

Die Präsentation des Guide Michelin Deutschland 2019 wiederum fand erst in Form einer Pressekonferenz statt mit anschliessender grosser Gala:

Der #Michelin verteilt heute die Sterne - und Le Gourmand ist mit dabei. Tim Raue 3 Sterne? Bobby Bräuer 2 Sterne?
Le Gourmand | Bibendum

2016 hingegen gab es nur eine kleine Pressekonferenz in der Ruine einer alten Teppichfabrik in Berlin-Alt-Stralau:

Für 2020 ist eine Pressekonferenz mit anschliessender Gala in Hamburg geplant – einen Tag vor der ITB Berlin. Blöder könnte diese Planung für Gastro-, Hotel- und Reisejournalisten nicht sein. Und angesichts der immer akuteren Bedrohung durch den Coronavirus stehen diese Großveranstaltungen eh gerade auf dem Spiel.

Edit: Wegen des Corona-Virus ist sowohl die ITB Berlin als auch die Pressekonferenz und Gala des Guide Michelin in Hamburg abgesagt. Die Sterne werden für das Jahr 2020 digital „verliehen“.

Guide Michelin Sterne Mythos 4: Die „Rückgabe von Sternen“

Immer wieder kolportiert und immer wieder falsch: Ein Restaurant kann seine Sterne nicht zurückgeben. Da die Sterne ausschließlich als Empfehlung im Guide Michelin abgedruckt sind und nicht als offizielles Zertifikat oder Urkunde vorliegen, gibt es auch keine Rückgabemöglichkeit. Veröffentlicht ist veröffentlicht – und zwar so lange, bis eine neue Ausgabe auf den Markt kommt.

Wenn ein Restaurant schließt, erlischt der Stern, und sollte ein Restaurant sein Konzept verändern, wird es für die nächste Ausgabe erneut überprüft und neu bewertet. So hat etwa das Kempinski Hotel Berchtesgaden das bisherige Gourmetrestaurant Le Ciel, das mit einem Stern gekrönt war, komplett umgebaut und mit einem komplett neuen Konzept unter dem Namen PUR neu eröffnet. Der Stern für das alte Restaurant dürfte jetzt wohl futsch

sein, das neue Restaurant bekommt aber mit größter Sicherheit einen Stern neu verliehen. Und das bei komplett gleichgebliebener Küchenmannschaft.

Guide Michelin Sterne Mythos 5: Sterne-Restaurants sind teuer

Keine Frage, Essen im Sterne-Restaurant kostet mehr als ein Besuch in der Pizzeria an der Ecke, in der Schnitzelschmiede oder beim Asia-Imbiss. Dafür bietet es ein einmaliges Genusserlebnis, ganz abgesehen von der Qualität der Speisen. Zum Preis von einmal Volltanken können sich die Gäste in der Sterne-Gastronomie ein Bild davon machen, wie sich Essen im Idealfall zubereiten lässt. Jeder, der Freude an gutem Essen hat, sollte sich diese Investition von Zeit zu Zeit gönnen. Mit Verschwendung hat dies nichts zu tun, denn die großartigen Momente, die sich beim Genuss einstellen, sind oft unvergesslich.

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Onyx **, Budapest

Zudem haben die Michelin Inspektoren in den letzten Jahren immer mehr Restaurants entdeckt, die auf Sterne-Niveau kochen und dabei alles andere als teuer sind.

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Adam Mészáros | Michael Ellis

Wer beispielsweise für unsere deutschen respektive westeuropäischen Verhältnisse verhältnismässig günstig auf Zwei-Sterne-Niveau essen gehen möchte, dem sei das Restaurant „Onyx“ von Adam Mészáros in Budapest empfohlen.

Guide Michelin Sterne Mythos 6: In Sterne-Restaurants geht es steif und formell zu

Über die Sterne-Gastronomie geistern die seltsamsten Gerüchte durch die Medien. Die schlimmsten „urban legends“ handeln von Oberkellnern, die den korrekten Umgang mit Messer und Gabel überwachen, von Chefs, die fürs Probieren vom Teller des Tischnachbarn blaue Briefe verteilen und, und und. Davon kann keine Rede sein. Spitzengastronomie hat mit Genuss zu tun und seine Gäste zu maßregeln, ist hochgradig genussfeindlich und megapeinlich. Auch im Top-Restaurant sollen sich die Gäste wohlfühlen und kein Hochamt voller Einschüchterungsrituale über sich ergehen lassen. Das wissen die selbst genussfreudig veranlagten Küchen- und Restaurantchefs am besten.

Im übrigen gibt es nicht das Sterne-Restaurant per se. Jede Art von Gasthaus kann mit Michelin-Sternen ausgezeichnet werden, sofern die Qualität der Küche stimmt. Dabei ist es völlig gleich, ob es sich um ein klassisches Restaurant mit viel Tradition oder um ein cooles Bistro handelt. Dieser Trend des sogenannten Casual Fine Dinings hält bereits seit einigen Jahren an und zeigt: Essen im Sterne-Restaurant ist alles andere als eine verkrampfte Angelegenheit.

Guide Michelin Sterne Mythos 7: Sterne-Restaurants müssen französisch kochen

Ebenfalls nicht mehr als ein Gerücht. Die Michelin Inspektoren sind offen für alle Küchenstile. Ob klassisch, innovativ, ob regional, mediterran, asiatisch oder orientalisch geprägt – alle Stilrichtungen werden nach denselben Grundkriterien bewertet.

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Dalad Kambhu

Mittlerweile hält das von den Berliner Zwillingen Sühring geführte gleichnamige Restaurant in Bangkok zwei Sterne, im Restaurant Kin Dee in Berlin kocht Dalad Kambhu (Foto) mit ihrer exzellenten Thai-Küche mit Brandenburger Produkten einen Michelin-Stern.

Guide Michelin Sterne Mythos 8: Die Michelin Tester lassen sich gratis durchfüttern

Komplett falsch. Die Michelin Inspektoren, wie die Tester offiziell heißen, sind für Gastronomen Gäste wie jeder andere. Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, zahlen sie alle Übernachtungen, Speisen und Getränke selbst. Sie sind fest angestellte Mitarbeiter und arbeiten anonym.

Außerdem steckt hinter dem Guide Michelin einer der weltgrößten Reifenhersteller. Die Straßenkarten in Frankreich sind alle aus dem Michelin-Verlag, vergleichbar zu den Falk-Plänen in Deutschland. Die Guide Michelin Bücher sind zusätzlich voll mit Werbung, die Gala-Veranstaltungen werden zusammen mit Sponsor-Partnern veranstaltet. Die Tester sind also nicht auf Einladungen angewiesen wie beispielsweise freie Journalisten oder Blogger.

Guide Michelin Sterne Mythos 9: Ein einziger Fehler kann den Stern kosten

Auf gar keinen Fall. Wenn es um die Sterne geht, fällen die Inspektoren ihr Urteil nie auf Basis eines einzigen Restaurantbesuchs, sondern erst nachdem sich mehrere Inspektoren oder der Chefredakteur einen Eindruck verschafft haben. Schließlich ist eines der Kernkriterien bei der Vergabe der Sterne die gleichbleibende Qualität – sowohl über die Zeit als auch über die komplette Speisekarte hinweg. Für Objektivität sorgt auch die Praxis bei der Vergabe und Aberkennung von Sternen. Solche für die betroffenen Gastronomen wegweisenden Entscheidungen treffen die Tester im Team gemeinsam mit dem Chefredakteur der jeweiligen Länderausgabe und dem Direktor aller Guides Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 10: Die Tester bewerten von Land zu Land unterschiedlich

Stimmt nicht. Die Leser des Guide Michelin können davon ausgehen, dass ein 1-Stern-Restaurant in München oder Berlin das gleiche Qualitätsniveau bietet wie ein Haus derselben Kategorie in London, Rom, Tokio oder New York. Dafür sorgen die überall gleichen, strengen Bewertungskriterien.

Außerdem gibt es zwischen den Ländern einen regen internationalen Austausch. So unternehmen zum Beispiel Inspektoren aus Deutschland regelmäßig Testtouren in verschiedenen Ländern Europas oder auch in Asien und Amerika. Ebenso kommen Tester aus dem Ausland nach Deutschland. Die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg gewährleistet einen einheitlichen Standard beim Guide Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 11: Der Guide Michelin empfiehlt nur Sterne-Restaurants

Ganz im Gegenteil. Die überwiegende Zahl der Restaurants sind Empfehlungen für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Nur ein Bruchteil der empfohlenen Häuser ist mit einem oder mehreren Michelin Sternen ausgezeichnet.

Seit 20 Jahren zeichnet der Guide Michelin exzellente, preiswerte Restaurants auch mit dem Bib Gourmand aus, der durch die Figur des Michelin-Maskottchens gekennzeichnet wird. Diese Restaurants sind sozusagen für die „kleineren Budgets“. Manchmal verstecken sich hierbei aber auch neue Restaurants, die sozusagen als Newcomer im Jahr drauf einen Stern erhalten könnten. Wenn man so will: die Restaurants mit Bib Gourmand könnten noch Geheimtipps sein.

Service:


Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Ungarns bestes Spa Hotel

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Budapest – stolze Donaumetropole. Die alte Regierungsstadt der Magyaren hat sich prächtig entwickelt. Zum einen unter der KuK-Monarchie. Und zum anderen seit dem Fall der Mauer. Die Jahrzehnte dazwischen waren für die Architektur der ungarischen Hauptstadt leider nicht gewinnbringend. Seit den 90er Jahren des letzten Jahrtausends steht das Kempinski Hotel Corvinus Budapest an einem der zentralsten Plätze der Stadt. Wir waren zu Gast.

Gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs baute Kempinski als erste westliche Hotelgruppe ein komplett neues und modernes Hotel und brachte den Duft der großen weiten Welt, die deutsche Luxushotellerie nach Budapest. Der Ort war offensichtlich mit Bedacht gewählt: die Shoppingmeile der Stadt auf der einen Seite, der Elisabethplatz auf der anderen Seite, in Sichtweite der St. Stephans-Basilika.

Das Haus ist somit intelligent gebaut: mit zwei Vorderseiten. Der Gast, der anreist, findet seinen Zugang per Auto oder per Bus/U-Bahn vom Elisabethplatz aus. Der flanierende Fußgänger in der Einkaufsstraße hat direkten Zugang zum Restaurant És und somit auch zum gesamten Hotel. Das Hotel umfasst 351 elegante Zimmer inklusive 35 schicke Suiten mit geräumigen Bädern und kostenfreiem Wi-Fi.

Einen kleinen Einblick gibt Euch mein Video:

Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Ein König als Namenspatron

Übrigens: Namenspate Matthias Corvinus war ungarischer König von 1458 bis zu seinem Tod im Jahr 1490. Einer Sage nach wurde Matthias während einer Jagd sein Ring von einem Raben geraubt, den er geistesgegenwärtig abschoss und so seinen Ring wiedererlangte. Eine weitere Sage berichtet, dass ihm seine Mutter, als er als Geisel in Prag war, durch einen Raben Nachrichten schickte. Matthias kaufte die Heilige Stephanskrone für 80.000 Goldforint zurück, die vorher in den Besitz der Habsburger geraten war und in Wien aufbewahrt wurde. Um Matthias Corvinus ranken sich zahlreiche Sagen. So soll er sich oft inkognito bewegt und sich unter anderem als Bettler oder Student verkleidet haben, um mehr über die Sorgen und Anliegen des Volkes zu erfahren. Diese Informationen soll er später als Gerichtsherr für eine gerechte Beurteilung verwendet haben. In Ungarn wird er heute noch Mátyás, az igazságos („Matthias, der Gerechte“) genannt (Quelle: Wikipedia).

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Natürlich muss sich jedes Hotel nach ein paar Jahren neu erfinden. Und so hatte ich die Ehre und das große Vergnügen im Kempinski Hotel Corvinus Budapest in einem Zimmer zu übernachten, das gerade ganz neu renoviert war. Ich war also der allererste Gast in dem Zimmer (angeblich, ich glaube es einfach mal). Und dieses moderne, luxuriöse Zimmer fühlte sich richtig gut an. Übrigens: Noch bis Mitte März 2020 werden die Zimmer im Hotel Etage für Etage umgebaut. Mit etwas Lärm durch Renovierungsarbeiten müsste man also tagsüber rechnen. Aber in dieser Zeit sind die meisten Gäste ja eh in der Stadt unterwegs.

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Die Betten sind super bequem und laden dazu ein, den Tag zu verkuscheln. Allerdings war ich ja auf Budapest-Entdeckungstour. Also raus aus den Federn, so schwer es auch fällt.

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Der Flatscreen-TV ist in einer Art moderner Bücherwand untergebracht. Die Fächer laden dazu ein, dort noch ein paar Bücher reinzustellen.

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Der extra Schreibtisch lädt dazu ein, hier zu arbeiten. Wer also länger und beruflich in der Stadt ist, der ist in so einem Zimmer bestens untergebracht.

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Und die Couch ist auch superbequem. Der kleine Obstteller war nicht übertrieben üppig, so dass ich das Obst auch wirklich vor Ort essen konnte. Mir tut es manchmal leid, wenn ich nicht alles von den Obsttellern essen kann, die mir ins Zimmer gestellt werden. Ich kann nicht immer die Reste mitnehmen und das, was ich stehen lasse, muss ja leider weggeworfen werden.

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Die großzügig geschnittenen Premium Grand Deluxe Zimmer und Premium Junior Suiten wurden nach den Plänen des britischen Innenarchitekten Alex Kravetz rundum neu gestaltet und bieten nun Platz für einen gemütlichen Sitzbereich. Geprägt wird das Design von einem weichen Farbenspiel aus Gold, Platin und abgeschwächtem Grau sowie warmem, dunkelbraunem Holz, während eine klug durchdachte Beleuchtung den Raum geschickt in seine Funktionsbereiche unterteilt. Die Wände zieren Werke der hoteleigenen Kunstsammlung.

Die vier weitläufigen Executive Suiten punkten zusätzlich mit einem beeindruckenden Blick auf den Erzsébet Park und das Riesenrad „Budapest Eye“. Für größere Familien können die beiden Corvinus Collection Suiten mit den benachbarten Junior Suiten verbunden werden. Insgesamt werden in die Renovierung des Kempinski Hotel Corvinus Budapest 8,5 Millionen Euro investiert.

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Wenn der Hotelgast von der Straße aus das Kempinski Hotel Corvinus Budapest betritt, dann begrüsst ihn erstmal diese üppige Blumen-Armada.

Der Wellness-Bereich des Hotels, Kempinski The Spa, für den ich leider keine Zeit hatte, hat im Jahre 2019 den Preis als bestes ungarisches Spa Hotel gewonnen. Der Preis wird ermittelt durch die Stimmen der Hotelgäste und Wellnesskunden aus aller Welt. Ungarn hat viele Thermenhotels und Heilwasserquellen – so gesehen ist dieser Preis wirklich hoch einzuschätzen.

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Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Gastronomisches Viertel als Hotspot der Donaumetropole

Küchendirektor Roland Holzer ist der Herr über die gastronomischen Outlets des Kempinski Hotel Corvinus Budapest. Das Haus nennt seine zwei Restaurants, zwei Bars, ein Kaffeehaus und eine Deli-Bar selbst „gastronomisches Viertel“. Architektonisch elegant gelöst befinden sich diese fast alle rund um den ringförmigen Umgang, der von einem Hoteleingang zum anderen führt: És Bisztró, Nobu, Blue Fox The Bar, The Living Room und És Deli.

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És Deli
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The Living Room
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És Bisztro

Im És Bisztro geniesse ich ein Abendessen – übrigens wird hier auch das Frühstück serviert. Ein äußerst köstliches und feines Frühstück, das sehr empfehlenswert ist. Das Bistro selbst hat ein legeres Ambiente, das sich über sein innovativ-kreatives Design definiert. Im És Bisztro stehen österreichische und ungarische Spezialitäten im Mittelpunkt. Und natürlich je nach Saison. Neben den ungarisch-wienerischen Leckereien stehen auf Tafeln an der Wand Spezialitäten, die sich alle 14 Tage ändern und mit frischen, saisonalen Zutaten zubereitet werden.

Auf dem Hoteldach ist ein eigener Kräutergarten angelegt, um so für das Restaurant immer frisches Gemüse und Kräuter direkt vor Ort zur Verfügung zu haben. Dieser Minigarten ist mit seiner eigenen Bewässerungsanlage und einen Sonnen- und Vogelschutz ausgestattet. Hier werden unterschiedliche Pflanzen wie Tomaten, Chili, Babyzucchini, Curry, Liebstöckel, Thymian, Estragon und mehrere Minzsorten angebaut.

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Entenleber | Apfel | Brioche

Leber von Geflügel wie Ente oder Gans ist nicht nur eine französische Spezialität. Die Ungarn kennen und lieben diese besondere Vorspeise ebenfalls.

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Bärlauchsuppe mit Entenbrust

Die saisonal-frische Bärlauchsuppe schmeckt grossartig, eine angenehme Schärfe passt ideal zur Entenbrust.

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Gulasch | Knödel | Salat

Der Klassiker, der in Ungarn sein muss: Gulasch mit Knödeln.

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Topfenknödel | Rhabarber

Ist das jetzt ungarisch oder österreichisch? Egal, es ist köstlich: Topfenknödel mit Rhabarber schmecken einfach genial.

Fazit: Das Kempinski Hotel Corvinus Budapest präsentiert die europäische Version des Luxus. Das Gebäude ist direkt neben dem Ritz-Carlton Hotel Budapest. Bei großen Veranstaltungen helfen sich die beiden Wettbewerber auch gern und selbstverständlich untereinander aus – so wie man das eben unter Kollegen macht. Der Nachbar strahlt mehr die amerikanische Version von Luxus aus, das Kempi ist eben der europäische Vertreter. Beide Häuser lassen nichts zu wünschen übrig. Beide Hotels sind exzellente 5-Sterne-Hotels. Die Lage am Elisabethplatz ist perfekt, um die Stadt zu Fuß zu erobern. Die U-Bahn und Bushaltestelle sind gleich vor der Tür, der Flughafenbus hält in unmittelbarer Nähe. Eine Fahrt mit dem Budapest Eye ist das Tüpfelchen auf dem i für die Romantik.

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Ritz-Carlton Budapest: Eleganter Luxus im Herzen der Donaumetropole

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Vom Versicherungsgebäude zum Luxushotel: Das Ritz-Carlton Budapest hat schon einige Metamorphosen durchgemacht. Im Herzen der ungarischen Hauptstadt, im Herzen des Kultur- und Shopping-Viertels und in Sichtweite der St. Stephans-Basilika gelegen, präsentiert sich dieses Haus als perfekte Symbiose aus zeitgemäßem Luxus und dezenter Interpretation des Jugendstils. Den romantischen Aspekt verleiht das Budapest Eye, das grosse Riesenrad auf dem Elisabethplatz.

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Im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, baute ein italienischer Versicherungskonzern hier sein ungarisches Verwaltungsgebäude. Die Irrungen und Wirkungen der Weltgeschichte haben in der Zwischenzeit viele Nutzer und Umbauten in das Haus gebracht. Zuletzt war es ein Hotel der Le Meridien Gruppe. Im April 2017 eröffnete das Haus als luxuriös umgebauter jüngster Sproß der Ritz-Carlton Hotels, der Luxusmarke des Marriott Konzerns, mit 170 Zimmer und 30 Suiten. Das Hotel versprüht den Charme der Vergangenheit ebenso wie zeitgenössisches Flair. So sind einige architektonische Details erhalten geblieben, wie etwa die Statuen an den Außenmauern.

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Meine Junior-Suite im achten Stockwerk lässt keinen Wunsch übrig. Der Ausblick auf die Stadt ist großartig. Das Zimmer mit seinem dezenten Luxus ist traumhaft schön, der Schrank mit der Minibar, Krups-Espressomaschine und allem möglichen ist schlicht sensationell. So ein schöner Schrank ist ein perfektes „Versteck“ für die sonst so schlichte, langweilige Minibar. Mein Video zeigt Euch meine Junior-Suite im Ritz-Carlton Budapest:

Ritz-Carlton Budapest: Vom Elisabethplatz zum Burgpalast

Vom Hotel aus sind es nur wenige Fußminuten bis zur Donau. Dabei schlendern wir durch die Fußgängerzone, das Einkaufsviertel, an dem sich das Hotel direkt befindet. Der Bus hinüber zur Burg auf die andere Donauseite ist direkt am Elisabethplatz, ebenso wie die U-Bahnstation. Und der Flughafenbus hält ganz in der Nähe des Hotels.

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Als Berliner bin ich ein Fan der Achse Berlin – Dresden – Prag – Wien – Budapest. Warum? Wahrscheinlich weil mir diese Städte, die nicht so stark vom Krieg zerstört wurden wie Berlin und Dresden, zeigen, wie Berlin noch aussehen könnte. Die imperiale Pracht, das KuK-Flair, der Stolz dieser Hauptstädte, das Zusammenspiel von Alt und Neu, von Historisch und Modern, von Tradition und Zukunft: das ist in Berlin zerstört, verloren und wird erst ganz langsam wieder aufgebaut. In Prag, Wien und Budapest spürt man diese Vibrationen noch immer. Es gibt wohl kaum eine Stadt, die soviel Geschichte in sich trägt und so schöne, majestätische Gebäude hat. Budapest gehört eindeutig zu den schönsten Städten Europas.

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Bei dem grandiosen Ausblick vom Fenster aus könnte ich noch eine ganze Weile hier oben stehen und einfach nur hinausschauen. Die Stadt ist jedoch viel zu spannend und schön, also erobern wir alles zu Fuß. Nur wenige Städte auf der Welt können es mit Budapest in Sachen Lage, Geschichte und Kultur aufnehmen. Bis 1873 waren Buda und Pest zwei getrennte Städte, und bis heute hat sich jeder Teil von Ungarns Hauptstadt eine eigene Atmosphäre und Identität bewahrt. Ob beim Flanieren durch die verschlungenen Kopfsteinpflastergassen des im Welterbe gelisteten Budaer Burgviertels; beim Entspannen in einer der vielen Thermalquellen, oder beim Genießen der hervorragenden ungarischen Küche und Weine – Budapest ist und bleibt eine der reizvollsten Städte Europas.

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Obwohl das Ritz-Carlton Budapest eigentlich ein Kettenhotel ist, ist das Design des Hauses im Allgemeinen und der einzelnen Zimmer sehr schön der Umgebung angepasst. Die blaue Donau findet sich wieder im blau-weiß gemusterten Teppich. An den Wänden hängen Werbeplakate aus den goldenen Zeiten von Budapest, eingerahmte Fotos mit historischen Straßenszenen und einige architektonische Erinnerungen an die 20er Jahre des letzten Jahrtausends.

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Meine Juniorsuite im Ritz-Carlton Budapest ist unheimlich großzügig, der kleine Kamin unter dem Flatscreen-TV sieht ziemlich echt aus – ausprobiert hab ich ihn aber nicht.

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Das Bett ist auf jeden Fall ein Traum, ich habe perfekt geschlafen. Durch meine Junior-Suite im achten Stock hatte ich außerdem Zugang zur exklusiven Club Lounge. Hier stehen jederzeit Snacks und Getränke kostenfrei zur Verfügung. Die Club Lounge ist außerdem ein perfekter Platz zum Arbeiten in Ruhe und für kleine Meetings. Es ist ein zusätzliches Refugiums, in dem sie tagsüber mit aufmerksamem Concierge-Service und einem kostenfreien kulinarischen Angebot verwöhnt werden.

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Das neue Hotel will auch die Budapester Szene um zwei neue Restaurants und eine Bar bereichern. Im Deak Street Kitchen sollen Gerichte serviert werden, die von der ungarischen Küche mit regionalen Zutaten der Saison inspiriert sind. Auf der Karte stehen zudem frisch gegrilltes Fleisch und Fisch, begleitet von einer Auswahl an einheimischen Weinen und Bieren. Seine elegante Terrasse mit Blick auf die lebhafte Geschäftsstraße mit ihren Designer-Shops und dem bunten Markt ist der perfekte Ort, um bei hervorragenden Speisen zu sehen und gesehen zu werden.

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Weitere gastronomische Einrichtungen sind die Kupola Lounge, die sich unter der bunten Glaskuppel mit einem großen Kristallleuchter befindet, und die Kupula Bar.

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In der Kupola Lounge wird das Frühstück serviert, auch dieses ist sehr empfehlenswert. Leider kann ich nichts zu der Qualität der anderen gastronomischen Outlets sagen, da ich auf Einladung von Guide Michelin in Budapest zur Präsentation des Guide „Main Cities of Europe“ eingeladen war und wir immer woanders gegessen haben. Die modern-elegante Ausstattung komplettiert die originale Säulenarchitektur und schafft ein weltstädtisches und kultiviertes Ambiente, in dem innovative Cocktails serviert werden.

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In der Lobby Bar können die Gäste auch sehr entspannt sitzen und beobachten, wie die anderen Hotelgäste kommen und gehen. Die Architektur, die Einrichtung sind zeitlos elegant.

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Abgerundet wird das Angebot des Hotels durch Spa und Fitness Center.   Seit 1934 ist Budapest als „Stadt der Spas“ bekannt und diese Bäder-Kultur reicht viele Jahrhunderte zurück bis in die römische Antike. Heutzutage bietet die Donaumetropole eine große Auswahl an SpaAngeboten, die sie zur idealen Destination für Reisende machen, die auf der Suche nach einem entspannenden Kurzurlaub sind. Mit Eröffnung des neuen Spas im The Ritz-Carlton, Budapest erreicht die Welt der Luxus-Spas in Ungarn ein neues Level.

Das The Ritz-Carlton Spa and Fitness Center befindet sich auf dem Dach des Gebäudes, ganz von natürlichem Licht durchflutet, und bietet den Gästen eine Zufluchtsstätte zum Entspannen, Auftanken oder einfach nur Abschalten. Dieser urbane Spa mit einem Innenpool und drei Behandlungsräumen offeriert die gesamte Palette an Schönheits- und Körpertherapien inklusive der typischen The Ritz-Carlton-Behandlungen, ergänzt durch ein professionell ausgestattetes Fitness-Center, das rund um die Uhr geöffnet hat.

Fazit:

The Ritz-Carlton Budapest ist ein perfektes Hotel für einen luxuriösen Aufenthalt in der ungarischen Hauptstadt. Der moderne, zeitlose Luxus lässt nicht das Gefühl aufkommen, in einem US-amerikanischen Kettenhotel zu sein. Allein die Location ist schon traumhaft, direkt gegenüber der St. Stephans-Basilika und vor dem Budapest Eye. Wer kommt mit auf eine Riesenradfahrt?

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Service:

NH Collection Milano President: Mailand vom Hotel zu Fuß erobern

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Genau im Herzen von Mailand, nur wenige Fußminuten vom Mailänder Dom entfernt, liegt das NH Collection Milano President. Äußerlich ein potthässlicher Kasten aus den 50er oder 60er Jahren, entpuppt sich das Hotel innen als stylisch hochmodernes und cooles Hotel. Es ist der perfekte Ort für einen unvergesslichen Aufenthalt in der Stadt. Insbesondere, wenn man nur zu einem kurzen Stadtbesuch vor Ort ist und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß besuchen möchte.

Die 274 elegant eingerichteten Zimmer des Hotels werden von Tageslicht durchflutet und sind in einladenden, warmen Farben gehalten. Ich habe ein schönes Standard-Doppelzimmer erhalten, das mit Designermöbeln italienischer Hersteller eingerichtet ist.

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Das muss man der NH Hotel Gruppe durchaus lassen: Sie verstehen es, aus hässlichen alten Hochhäusern edle Top-Hotels zu kreieren. Diesen Eindruck habe ich bereits im NH Collection Eurobuilding Madrid erhalten. Außerdem hat die NH Gruppe das ehemalige Hotel Deutscher Kaiser am Münchner Hauptbahnhof zum auch äußerlich sehr ansprechenden NH Collection München Bavaria verwandelt. Nun bin ich also im NH Collection Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in mein Hotelzimmer:

Mein Zimmer ist zwar nicht annähernd so groß und bietet auch nicht so einen schönen Ausblick wie jenes, das ich in Madrid hatte. Doch beide Hotels haben ein sehr aktuelles und farblich schönes Designkonzept, bieten alles, was der Gast für ein oder zwei Nächte vor Ort braucht.

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In dem Hotelzimmer könnte ich es auch gern länger aushalten, doch leider bin ich nur für eine Nacht hier abgestiegen. Ich komme von meiner dreitägigen Tour durch die Schweiz mit Relais & Châteaux von Zürich über Ascona nach Lugano. Von dort aus fährt der Regionalzug direkt nach Mailand. Die wenigen Stunden, die ich in Mailand zubrachte, habe ich eine kleine Food-Tour gemacht, über die ich hier an anderer Stelle noch berichten werde. Für den Dom blieb leider keine Zeit. Die Schlange vor der Tür war eh viel zu lang. Das nächste Mal werde ich vorher per Internet ein Ticket buchen.

Für einen Citytrip nach Mailand ist das NH Collection Milano President ein perfekter Ausgangspunkt: eine U-Bahnstation liegt nur wenige Minuten entfernt. Und fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind in absoluter Laufnähe erreichbar.

Für den Rückreise nach München bin ich am nächsten Tag von Mailand-Malpensa nach München geflogen. 

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Auch das Badezimmer ist schön hell und farbenfroh eingerichtet, das helle Holz kontrastiert sehr gut mit den dunklen Kacheln. Der beleuchtete Spiegel gibt genügend Licht für das Bad. 

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Sehr cool ist auch die Gravur in der Duschabdeckung.

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Das Frühstücksrestaurant ist wider Erwarten nicht allzu groß, die Möbel sind bequem, der Raum ist farbenfroh eingerichtet. So beginnt der Morgen schon mal bunt und Morgenmuffel wie ich bekommen gute Laune.

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Herzlichen Dank an die NH Hotels und das NH Collection Milano President für den leider kurzen, dennoch sehr angenehmen Aufenthalt.

Service:

NH Collection Eurobuilding Madrid: Das Hotel neben Real Madrid

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Zwischen Flughafen Madrid-Barajas und Innenstadt, um die Ecke des Estadio Santiago Bernabéu, liegt das NH Collection Madrid Eurobuilding. Hier erhebt sich ein hässliches Hochhaus, wie es in den 1970er Jahren wohl überall auf der Welt hingeklotzt wurde. Doch dahinter befindet sich ein hochmodernes, stylisches Hotel mit dem einzigen 3-Sterne-Restaurant von Madrid.

Das Hotelrestaurant des Hauses, DiverXO, ist mit 3 Sternen im Guide Michelin das einzige Restaurant in ganz Madrid mit der höchsten Auszeichnung des Restaurantführers. Höchstwahrscheinlich gehen hier auch die Spieler von Real Madrid essen, wenn sie aus dem Estadio Santiago Bernabéu kommen und Feierabend haben. Vergoldete Steaks gibt es hier zwar nicht. Doch die Stars des königlichen weissen Balletts der spanischen Hauptstadt sind ja generell nicht als Kostverächter bekannt. Und wir sind hier zum Dinner eingeladen. Mit Jorge Rausch, einem Sterne- und Fernsehkoch aus Bogota, Kolumbien.

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Doch zunächst zum Hotel. Das hässliche imposante Gebäude aussen versteckt, dass das NH Collection Eurobuilding Madrid ein 4-Sterne Superior oder 5-Sterne-Hotel ist mit einer richtig coolen, stylischen Einrichtung. Es thront über dem Finanzviertel Madrids und gehört nach Unternehmensangaben mit seinem integrierten Konferenzzentrum zu den führenden Geschäftshotels Europas. Die Anbindung an die Innenstadt von Madrid ist sensationell gut: Das NH Collection Madrid Eurobuilding liegt nur wenige Meter von der nächsten Metro-Haltestelle entfernt.

Hier ein Einblick in mein Hotelzimmer:

Die 412 einzigartigen Zimmer des Hotels sind geräumig, praktisch und laden zum Entspannen ein. Mein Eckzimmer hat einen spektakulären Ausblick auf die Skyline Madrids – auch wenn ich die Gebäude in der näheren Umgebung am liebsten alle abreissen lassen möchte. Aber so hat jedes Jahrzehnt, jedes Jahrhundert die typischen Baustile. Wer weiss, wie wir später über die langweiligen Stahl-Beton-Glas-Häuser reden, die aktuell überall gebaut werden. Für Gäste mit etwas mehr Budget gibt es eine VIP-Etage mit privatem Empfang, Open Bar, Lounge, kostenfreiem Bügelservice und Zugang zum Fitness- und Wellness-Center. Doch dafür hätte ich überhaupt keine Zeit gehabt.

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Mein Standardzimmer ist eingetaucht in Weiß und Lila sowie diese Schlammfarbe, mit der Ledersessel, Lederkissen auf der Kofferbank sowie die Wand hinter dem Bett bezogen sind. Diese Farben passen sehr gut zu dem Holzparkett, den vielen Spiegeln und der indirekten Beleuchtung, in die das Zimmer getaucht ist.

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In dem Schrank am Balkon versteckt sich elegant die Minibar mit Kaffeemaschine.

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Gewöhnungsbedürftig finde ich immer noch den halbwegs freien Blick in das Badezimmer. Wenn man mit seinem Partner schon lange zusammen ist, dann ist das bestimmt kein Problem. Für Leute aus anderen Kulturen könnte das aber schon ein bisschen zuviel an Intimität sein. Auf jeden Fall ist es hell und das Badezimmer ist dadurch optimal beleuchtet.

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Die Betten sind sehr kuschlig und garantieren einen guten, tiefen Schlaf.

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Der Ledersessel lädt zum reinsetzen, reinlümmeln, reinflegeln ein und ist dann sehr bequem.

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Eine besonders coole Idee ist die LED-Leichtkette unter dem Bett, die nachts den Füßen den Weg zum Klo erhellt.

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Beeindruckt hat mich der grosse Frühstücksraum. Das lange Frühstücksbuffet in der Mitte des Raumes bietet ausreichend Möglichkeiten für die vielen Gäste auch gleichzeitig sich schnellstmöglich dort zu bedienen.

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Die Köche an der Cooking-Station haben immer genügend vorbereitet und auch das Omelett ist für mich à la Minute zügig zubereitet.

Das NH Collection Madrid Eurobuilding präsentiert sich so zwar als großer Kasten mit einer Menge Hotelgäste – aber bietet alles auf 4-Sterne-Superior-Niveau.

Die NH Gruppe scheint es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit der Marke NH Collection hässliche Entchen herauszuputzen. In meiner Home Base München war ich in den letzten Monaten Zeuge, wie der hässliche Neubauklotz am Hauptbahnhof, der als Hotel Deutscher Kaiser einige Zeit zur Astron-Gruppe gehörte, bevor diese von NH aufgekauft wurde, nicht etwa abgerissen, sondern sorgsam von Grund auf saniert wurde und im letzten Jahr als NH Collection Munich Hotel neu eröffnete. Auf 5-Stern-Niveau. Auf der Rückreise meiner Tour de Suisse mit Relais & Châteaux fuhr ich mit der Bahn von Lugano nach Mailand und übernachtete vor meinem Rückflug nach München im NH Collection President Milano. Auch dies ist von aussen ein unansehnlicher Kasten, der innen jedoch sehr feine Hotelzimmer beherbergt.

Fazit: Das NH Collection Madrid Eurobuilding ist das Hotel der Wahl, wenn es darauf ankommt eine strategisch gute Location zwischen dem Flughafen und der Innenstadt von Madrid zu haben. Insbesondere, wenn man zu Spielen von Real Madrid gehen möchte, ist man hier bestens untergebracht. Alles ist fußläufig oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Mein Aufenthalt hatte jedoch nur indirekt mit dem NH Collection Madrid Eurobuilding zu tun. Ich war eingeladen zu dem kulinarischen Event „Colombia in Residence“ mit Starkoch Jorge Rausch, einem Sterne- und TV-Koch aus Bogota, Kolumbien. Mein Dank für den Flug mit Iberia, die Übernachtung im NH Collection Madrid Eurobuilding und den Aufenthalt in Madrid.

Service:

Meine Artikel in der Reihe „Colombia in Residence“:

Tour de Suisse mit Relais & Châteaux von Zürich über Ascona nach Lugano

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Rund um die Schweiz reisen, dabei in den schönsten Hotels des Landes übernachten: Wir sind unterwegs mit der luxuriösesten, elegantesten und wohl auch genussvollsten Hotelkooperation der Welt. Relais & Châteaux Schweiz zeigt uns, dass es möglich wäre, einmal die Schweiz zu umrunden – und dabei nur in den besten Häusern des Landes zu wohnen. Mit entsprechend viel Zeit und Geld ist dem solventen Touristen die grosse Tour de Suisse möglich. Wir sind allerdings nur drei wunderschöne Tage von Zürich über Ascona nach Lugano unterwegs.

Bei Ketten ist es einfach, eine Rundreise innerhalb der Hotelgruppe zu buchen. Doch die Schweiz ist glücklicherweise nicht von Hotelketten durchdrungen. Hier überwiegen private Pensionen und exzellente Familienhotels. Dafür aber gibt es genügend Hotels, die Mitglied in Hotelkooperationen sind. Einige der allerbesten Hotels sind Mitglied der Relais & Châteaux. In dieser Hotelkooperation sind weltweit die feinsten Häuser miteinander verbunden: vom traditionellen Ryokan in Japan bis zum Jules Verne Hotel im Eiffelturm. Die Relais & Châteaux Häuser haben Prestige, Charme und sind so einzigartig wie ihre Standorte und Eigentümer.

Die Mitglieder von Relais & Châteaux verbindet der Fokus auf Gastfreundschaft und Küche. Gäste werden als Freunde verstanden. So luxuriös die Hotels sind, die sich in Palästen, Schlössern oder auch ehemaligen Klöstern befinden können, so unverkrampft und locker sind die Hotelmitarbeiter, die sich als Gastgeber im besten Sinne verstehen.

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Von München aus ist Zürich nicht weit entfernt. Aber schlecht zu erreichen, die schnellste und beste Verbindung bleibt derzeit leider das Flugzeug. So fliegen wir kurzerhand das kleine Stück rüber:

Vom Flughafen Zürich-Knoten aus bringt uns die Straßenbahn zum Regionalbahnhof Glattbrugg, dort nehmen wir einen Zug bis in das Örtchen Dielsdorf. Ab hier bringt uns ein Taxi einen ordentliche Steigung hinauf. Regensberg erhebt sich über einem Weinberg und genießt eine strategische Lage mit herrlichem Blick über das Flachland bis nach Zürich und die Berge in der Ferne. Hier oben, in der ehemaligen Dorfbefestigung, ist die Krone Regensberg. Das malerische Städtchen ist trotz der Nähe zu Zürich noch relativ unbekannt.

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Das eindrucksvolle Haus ist reich an Geschichte und doch vollkommen eidgenössisch. Massivholzböden und Trockenmauern strukturieren die Räume. Die Aufmerksamkeit von Marion Ernst, die Hotelchefin, verleiht der Krone Charme und Intimität. Im Restaurant genisssen wir raffinierte Speisen und eine atemberaubende Aussicht über die Schweizer Alpen.

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Die Krone Regensberg hat eine tragische Geschichte hinter sich: mehr als einmal wurde sie von Feuer vernichtet. Im Jahr 1540 gingen zwei Drittel des Orts durch Feuer verloren. Da das Löschwasser ausging, bekämpften die Stadtbewohner das Feuer mit ihren Weinreserven.

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Nachdem das mittelalterliche Gebäude der Krone 2011 niederbrannte, entschied sich die Inhaberfamilie Schäfer, es Stein für Stein wiederaufzubauen, damit es gemäss seiner ursprünglichen Bestimmung wieder Reisende aus aller Welt willkommen heissen kann. Die Architektur ist so einzigartig wie die lediglich neun Zimmer und Suiten. Der historische Teil des Hotels zeigt freiliegende Tragbalken. Dort, wo der Holzboden zu poliertem Beton wird, beginnt das neu errichtete Gebäude.

Wir beziehen hier ein traumhaftes Zimmer. Hier ist ein kleiner Einblick:

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Innerhalb dieser Strukturen hat jedes Hotelzimmer seinen eigenen Charakter. Mein Zimmer mit Blick auf Weinberge und den Stadtturm ist einfach nur sensationell großzügig geschnitten. Der hohe Raum ist vollständig mit Lärchenholz aus der Region verkleidet.

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Vom Stadtturm aus haben wir einen großartigen Blick in die Umgebung, das Umland von Regensberg.

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Und außerdem auf den Ort selbst.

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Im Restaurant Taverne geniessen wir ein exzellentes Menü. Küchenchef Ale Mordasini glänzt auf allerhöchstem Niveau, schon fast sterneverdächtig. 15 Punkte mit drei Kochmützen im Gault-Millau, Kochweltmeister mit der Junioren-Nationalmannschaft der Schweiz, «Goldener Koch» 2019, Dritter an der Kocholympiade – Ale Mordasini ist noch nicht mal 30 und hat schon viel erreicht. Aufgewachsen nicht weit von Regensberg, ist er jetzt ins mittelalterliche Städtchen zurückgekehrt.

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 „Qualität gibt es für mich nicht nur im Gourmet-Teil“, sagt Mondrasini. Und so bietet er in der Krone vom Sonntagsbrunch bis zum 6-Gang-Gourmetmenü nur die allerbesten Produkte,  kocht kreativ ohne Firlefanz und macht ein Essen dennoch zum kulinarischen Ereignis, möglichst von Zulieferern aus der Region. Als Lieblingsgang könnte ich mich nicht entscheiden zwischen Jakobsmuschel oder Zander.

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1. Vorspeise: Spargel | Grilliert | Morcheln
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2018 Noralba, Rioja Blanco, Castillo de Mendoza
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2. Vorspeise: Jakobsmuschel | Erbsen | Kohlrabi
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2017 St. Valentin, Sauvignon Blanc, Kellerei St. Michael Eppan
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Zwischengang: Zander | Kapern | Estragon
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2016 Kuckuck Taggenberg AOC Zürich, Pinot Noir Saignée, Weingut Stephan Herder
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Hauptgang: Rinds Federstück | Geschmort | Sellerie
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2014 Chateau Le Boscq, Saint-Estèphe Cru Bourgeois, Bordeaux
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Käse: Variation | Dörraprikose | Früchtebrote – dazu 20 Years Old Tawny Niepoort Portwein
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Dessert: Rhabarber | Rose | Joghurt
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2011 Ratzenberger Bacharacher Wolfshöhle, Riesling Spätlese, Mittelrhein

Die Weinauswahl ist übrigens spannend europäisch: Spanien – Südtirol – Schweiz – Frankreich – Portugal – Deutschland

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Und als kernig-obstiger Abschluss werden uns noch klare Destillate lokaler Früchte serviert.

Besonders gefällt uns im Haus diese Tafel:

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„Trunken müssen wir alle sein! Jugend ist Trunkenheit ohne Wein. Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend, so ist es wundervolle Tugend. Für Sorgen sorgt das liebe Leben. Und Sorgenbrecher sind die Reben.“

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Nach einem wunderbaren Frühstück müssen wir dies schöne Hotel leider schon wieder verlassen und fahren mit der Schweizer Bahn bis nach Ascona.

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Castello del Sole Beach Resort & Spa in Ascona

Nach einer Fahrt mit der Schweizer Bahn, ohne jegliche Probleme, ohne Verspätungen, ohne andere Negativerfahrungen, die wir von der Deutschen Bahn kennen, nach einer sehr entspannten Bahnfahrt durch die wunderschöne Schweiz, nach vielen, vielen Tunneln kommen wir in Ascona an. Hier empfängt uns das 5 Sterne Hotel Castello del -Sole mit einem riesigen Grundstück am Lago Maggiore.

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Ein Paradies der Ruhe in einem Park von 12 Hektar auf der Sonnenseite der Schweiz: Das Castello Spa & Beauty mit 2.500 qm und Privatstrand am See ist sehr exklusiv. Italienische und französische Küche serviert Sternekoch Mattias Roock aus Mecklenburg-Vorpommern in der „Locanda Barbarossa“ und im Ristorante „Tre Staggioni“. Pianobar, Innenhöfe für die herrlichen Sommernächte und zwei luxuriöse Suitenpavillons vervollkommnen das exklusive Urlaubserlebnis.

Hier ein kleiner Einblick in dies ganz besondere Luxusresort:

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Luxus in diesem Sonnenschluss bedeutet viel Platz und damit Privatsphäre. Allein der Weg von meinem Zimmer zum Strand führt über eine sensationell große Wiese, umgeben von Weiden, Vogelschutzgebieten und den hoteleigenen Reisfeldern auf der anderen Seite. Stille, Authentizität und Natur – das ist der neue Luxus.

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Gleich zur Begrüßung gibt es ein kleines und klassisches Mittagessen. Es gibt ein Risotto. Soweit nichts Außergewöhnliches. Das Hotel hat sich allerdings etwas Besonderes einfallen lassen. Küchenchef Mattias Roock, der seit 2017 die Locanda Barbarossa hochkochte zu 1 Michelin Stern sowie 18 Punkten und 4 Kochmützen bei Gault-Millau, steht in der prallen Hitze auf der Wiese an einer kleinen Kochstation und zeigt uns, wie das perfekte Risotto gekocht wird. Er war direkt nach der Lehre 2001 Olympiasieger mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft und im selben Jahr Kochweltmeister. Danach folgten Arbeitsstationen bei Gordon Ramsay in London, bei Kempinski in St. Moritz, Shanghai und Doha. 

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In seiner Locanda Barbarossa kommt auf den Tisch, was im eigenen Garten oder auf dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb „Terreni alla Maggia“ wächst. Hier werden in direkter Nachbarschaft auf den fruchtbaren Ausläufern des Maggia-Deltas unter anderem Wein, Mehl für die Teigwaren sowie weissen, gelben und schwarzen Mais für die Polenta, Spargel, Mais, Grüntee und der «Loto Risotto Reis» angebaut. Rund ums Hotel wachsen mehr als hundert Kräuter und selbst Yuzu-Bäumchen wachsen in diesem milden Klima. Es gibt über 25 verschiedene Tomatensorten und die Beeren werden kurz vor dem Service frisch gepflückt. Was fehlt, lässt Mattias Roock anpflanzen.

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Der Chef ist stolz auf sein Konzept „Sapori del nostro orto“ = „Aromen aus unserem Garten“. Der Gault Millau Schweiz nennt ihn „Mister Farm to table“.

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In den Terreni wächst der nördlichste Reis der Welt, natürlich kommt dieser Loto in sämtlichen Restaurants des Castellos auf den Tisch. Einschränken lässt er sich aber nicht. Alles, was zugekauft wird, hat ebenfalls allerhöchste Qualität. Dank der Begrenzung des Transports von Lebensmitteln gelingt es dem Hotel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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Heute präsentiert Chef Roock sein berühmtes Spargelrisotto: Olivenöl, Zwiebeln, Weißwein, der hoteleigene Risottoreis, Spargel. Die Teller bestehen aus einheimischen Tessiner Steinen, die der Küchenchef im nahen Fluss Maggia im Alleingang gesammelt hat. Roock: „Einmal wollte ein Gast einen Teller kaufen und so musste ich zum Flussbett zurückkehren, um einen neuen Stein zu finden …“

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Das Risotto wird serviert und in dieser wunderschönen Umgebung mit Blick auf die Reisfelder kann ich jetzt buchstäblich schmecken, worum es bei dem Konzept von „Farm to Table“ geht.

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Nach dem Lunch begeben wir uns auf unsere Zimmer. Ich residiere in einer großzügigen Suite, die aus einem Wohnzimmer und Schlafzimmer besteht.

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Am Abend geniessen wir im Sternerestaurant das grandiose Menü „Sapori del nostro orto“. Er hat an der Front einen genialen Partner: Sergio Bassi führt durch den Abend. Ein Maître, der Roocks Küche bis ins letzte Detail kennt und überall Bescheid weiss: im Keller und auch im Humidor. Wenn wir uns nicht irren, dann ist der zweite Stern des Guide Michelin nicht mehr weit.

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Wunderschön eingedeckter Tisch
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Amuse Bouche
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Lucioperca del Lago Affumicato – Geräucherter Zander aus dem See | Karotte in Vielfalt | Szechuan Pfeffer | Estragon
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Essenza di Quaglia di Magadino – Magadino Wachtelessenz | Frühlingskräuter | Agnolotti | Pilze
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Fagottini di Ricotta – Ricotta Fagottini | Frühlingsgemüse | Kerbel | Spitzmorcheln
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Capretto Nero della Valle Verzasca – Gitzi aus dem Verzascatal | Bärlauch | weisse Vollkorn-Polenta | Zwiebeln
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Il nostro Limone Yuzu – Unsere Yuzu Zitrone | Joghurteis | Pistazie

Nach einem wunderschönen Abend, perfektem Schlaf in meiner Suite und einem reichhaltigen Frühstück mit einem sensationell großzügigem Frühstücksbuffet fahren wir mit der Schweizerischen Bahn weiter nach Lugano. Als Deutscher bin ich fast schon verwundert und begeistert wie pünktlich und genau und schnell hier die Züge an den Bahnhöfen ankommen.

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Hotel Villa Principe Leopoldo & Spa Lugano

Unsere letzte Gastgeberin ist Barbara Gibellini, General Managerin der Fünf-Sterne-Villa Principe Leopoldo mit Blick auf Lugano. Nur wenige Minuten nach unserem Treffen kommt es uns vor, wie bei Freunden zu Besuch zu sein. Der Empfang ist so herzlich und familiär, dass wir uns in kürzester Zeit sehr wohl fühlen.

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Die Lage am Berghang ist einfach traumhaft. Einen Einblick in dieses ganz besondere Refugium oberhalb des Lago Lugano gibt Euch dies Video.

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Die Villa Principe hat einen treffenden Namen und ist nicht weniger als die ehemalige Residenz eines Prinzen. Heute ist es ein stattliches Luxushotel, umgeben von tropischen Pflanzen.

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Mein Zimmer ist extrem großzügig und luxuriös eingerichtet. Es ist fast schon der opulente Luxus und Charme einer vergangenen Ära. Oder ist sie nur vergangen gemeint? Hier fühle ich mich wie ein Prominenter, ein VIP, ein Adliger.

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Hinter den Palmen liegt ein kleiner Weinberg, und der Sommelier des Hotels, Herr Speziale, gibt uns einen Überblick. Der Weinberg, nur wenige Schritte hinter dem Hotel, ist schön gepflegt,.

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Während einer Weindegustation spricht der Sommelier des Hauses, Herr Speziale, mit viel Leidenschaft und profundem Wissen über die Winzer und seinen Weinkeller.

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Wir verkosten einen 2016 Castello di Cantone, Merlot Riserva DOC, aus dem Tessin und einen 2016 Negromante Rosso di Ticino, ebenfalls vom Castello di Cantone.

Nicht umsonst hat das hauseigene Restaurant des Villa Principe Leopoldo so viele Positionen auf der Weinkarte. Küchenchef Dario Ranza hat seit fast 30 Jahren den Stil seiner authentischen Küche etabliert. Er bringt jede einzelne Zutat seiner Menüs zum Strahlen.

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Als Lunch und Stärkung nach der Degustation geniessen wir eine kleine Spezialität aus weissen Bohnen und grünem Spargel.

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Chef Ranza ist eine eher ruhige Person. Er spricht mit seinen Augen und durch seine Gerichte mehr als mit Worten. Kurz nach unserem Besuch übernimmt sein Nachfolger Cristian Moreschi diesen Gourmet-Tempel. Moreschi hat alles geordert, um das Erbe weiterzuführen. Dazu gehört auch die Beziehung zu lokalen Lieferanten, wie etwa dem Bio-Bauernhof La Caldera.

Bio-Bauernhof La Caldera

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Cristian Moreschi, der Metzger, die Bäuerin des Bio-Bauernhofs La Caldera, Dario Ranza
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Der Bio-Bauernhof La Caldera liegt etwas außerhalb von Lugano in Ponte Capriasca. Seit einem Jahrzehnt widmen sie sich der Erhaltung der gefährdeten Schweizer Rinderrasse (Rätisches Grauvieh „Albula“).

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Selbstverständlich wird das Vieh ausschließlich mit Gras auf den Bio-Weiden gefüttert. Unter anderen werden hier im Tessin japanische Wagyu-Rinder gezüchtet.

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Zurück im Hotel geniessen wir ein sensationell köstliches Dinner auf bestem Sterneniveau.

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Mariniertes Gemüse aus dem Piano di Magadino, Robiolino-Schaum und knusprige „Farina Bona“
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Klassischer Service mit Clochen
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Brennnesseln-Tagliolini mit Tessiner Wurst, Tomaten und Blau Käse aus dem Valle Maggia
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Grigiarind Komposition mit Schalotten und Merlot
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Hausschokolade Nero 68 mit Himbeeren, Gin Bisbino und Vanille
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Herzlichen Dank an das Relais & Châteaux Hotel Villa Principe Leopoldo, vor allem Dario Ranza, Barbara Gibellini und Cristian Moreschi und dem ganzen Team für diese perfekte, herzliche und luxuriöse Bewirtung und Gastfreundschaft.

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Benjamin Dietsche | André Jaeger

Und einen ganz großes herzliches Dankeschön an das ganze Team von Relais & Châteaux Schweiz, insbesondere Benjamin Dietsche, für die Einladung zu diesen drei extrem außergewöhnlichen und luxuriösen Vertretern der Vereinigung. Wir hatten eine wunderbare Tour de Suisse von Zürich über Ascona nach Lugano und haben uns in allen drei Hotels sehr wohl aufgehoben gefühlt. Eine außerordentlich besondere Überraschung war, dass André Jaeger sich zu unserer Runde hinzugesellte. Er ist in der Schweiz eine ähnliche Institution wie Eckart Witzigmann bei uns in Deutschland.

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Der Weg zurück nach München ging mit der Bahn nach Mailand und von dort mit dem Flugzeug zurück nach München.

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Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:

Dolce Frégate Hotel: Die Provence bei Bandol zwischen Wein, Oliven und Golf

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Bandol, Provence: Einst Zentrum des Jetset, heute nahezu vergessen. Doch die Franzosen feiern diesen Ort nach wie vor. Weinliebhaber pilgern hierher, zu den Winzern, zu den Restaurants, zu den Hotels. Zwischen der Provence und der Côte d’Azur liegt der kleine Küstenort Bandol. Der beliebte Ferienort ist nicht weit von Marseille und Toulon entfernt. Wir machen Station im Dolce Frégate Hotel und gönnen uns Wein, Oliven und eine Runde Golf.

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Bandol ist ein eleganter Ferienort. Knapp 8.000 Einwohner leben in dem Badeort. Neben noblen Villen mit gepflegten Gärten werden die Straßen und Gassen in Bandol von pastellfarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen gesäumt. An der Uferpromenade stehen Palmen und Schirmpinien.

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Wie die Fußgängerzone im Zentrum lädt die Promenade zum Flanieren ein. In Bandol gibt es einen großen Jachthafen, in dem täglich Fährschiffe zur vorgelagerten Insel Ile de Bendor ablegen. Das Eiland befindet sich im Privatbesitz des Industriellen Paul Ricard. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Insel zu einem Treffpunkt des internationalen Jetsets.

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Wir flanieren über den Markt. Ich liebe die Märkte in Südeuropa. Diese sind immer so farbenfroh, voller frischer Früchte. Obst, Gemüse und Salate werden hier deutlich mehr als bei uns von der Sonne verwöhnt – und das sieht man in den knackigeren, kräftigeren Farben.

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Auch die reichhaltige Auswahl an Fischen und Meeresfrüchten lässt mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen.

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Köstliche Austern
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Appetit auf Seeigel?

Deutlich ruhiger und angenehmer geht es im Hinterland zu. Hier liegen schöne Hotels zwischen Weinbergen und Olivenhainen. Die typische provençalische Küche verwöhnt den Gaumen, die Weine sind perfekte Begleiter.

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Ausflug von Bandol nach Cassis

Eine halbe Stunde westlich von Bandol liegt das malerische Örtchen Cassis. Es bietet sich an, hier einen Zwischenstopp einzulegen, wenn man eh auf dem Weg von oder nach Marseille ist. Von hier aus empfehlen wir unbedingt mit den Ausflugsschiffen oder Fischerbooten eine Tour zu den berühmten Calanques zu unternehmen.

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Cassis hat eine malerische, typisch provençalische Altstadt. Im Mittelalter befand sich Cassis auf einer erhöhten Stelle, die heute Château (Burg) genannt wird. Die heutige Altstadt wurde im 18. Jahrhundert am Hafen erbaut und die befestigte Siedlung auf dem Hügel wurde allmählich aufgegeben. Die Château-Siedlung verfiel – und ist heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut und im Privatbesitz.

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Besichtigenswert sind das Rathaus sowie die dreischiffige Kirche Saint-Michel, die zwischen 1859 und 1867 im neoromanischen Stil errichtet wurde. Cassis lebt heutzutage hauptsächlich vom Tourismus, da keinerlei nennenswerte Gewerbe oder Industriebetriebe in der Stadt mehr vorhanden sind. Das merkt man dem Ort an. Aber an Overtourism leidet der Ort noch nicht.

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In der Altstadt dominieren kleine Kunsthandwerksläden mit den typischen Spezialitäten der Provence wie Wein, Oliven, Knoblauch, Zwiebeln, Marmeladen und viele andere köstliche Produkte. Außerdem Schmiedeeisernes oder bemaltes Steinzeug.

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Die Weine rund um Bandol

In Bandol treffen alle Bedingungen zusammen, um große und geschmacklich eigenständige Weine entstehen zu lassen. Diese herrlich sonnige Ecke im Südosten Frankreichs zwischen Toulon und Marseille ist mit ihren dem Meer zugewandten und gegen kalte Nordwinde geschützten Hängen geradezu ideal für den Weinbau. Mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr, warme, aber nicht zu heiße Temperaturen aufgrund der Nähe zum Meer, lange, niederschlagsarme Herbste und die positiven Effekte des Mistral, der nach Regenfällen wie eine Schnelltrocknungsanlage wirkt und dadurch dem Fäulnisbefall vorbeugt, bieten selbst für den Anbau spätreifender Rebsorten außergewöhnlich günstige Voraussetzungen.

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Im Hinterland der Küste liegen die Weinberge von Bandol. Wie mit dem Lineal ausgerichtet ziehen sich die Reben schnurgerade an den Hängen einer Hügelkette entlang und sind in der Form eines natürlichen Amphitheaters angeordnet. Zu den Weinorten zählen weiterhin die Küstenstadt Sanary und im Inland die reizenden mittelalterlichen Bergstädtchen Le Castellet und La Cadière d’Azur sowie der Marktflecken Le Beausset. Tausende kleiner Parzellen ziehen sich entlang der Hügel auf durch Trockenmauern gestützten Terrassen. Restanques nennen sich diese dem steinigen Grund abgerungenen Flecken, auf denen außer Reben auch Olivenbäume, Aleppo-Kiefern, immergrüne Eichen und alle möglichen würzigen Kräuter gedeihen. Die Böden im Gebiet sind uneinheitlich, aber vor allem geprägt von Lehm, Kalk und Schotter. Die Südlage und die durchschnittliche Sonnenscheindauer von 3.000 Stunden im Jahr tragen zum Reifen exzellenter Rebsorten bei. Weine der Sorte Mourvèdre machen den Hauptanteil an der Rotweinproduktion aus. Auch der Rosé wird mehrheitlich aus der Mourvèdre-Traube hergestellt. Daneben sind noch die roten Sorten Grenache, Cinsault, Syrah und Carignan verbreitet. Vielfältiger ist das Traubenangebot für Weißwein. Hier gedeihen Bourboulenc, Clairette Blanche und Uni Blanc. In Bandol werden die Sorten Clairette Blanche, Bourboulenc und in geringem Umfang Sauvignon Blanc und Marsanne blanche angebaut.

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Keine andere französische Appellation hat dermaßen strenge Produktionsbestimmungen wie Bandol. Der maximale Ertrag ist auf 40 hl/ha begrenzt, das heißt nicht mehr als etwa zwei bis drei Trauben pro Stock. Beispiellos ist die Bestimmung, Trauben frisch gepflanzter Reben erst dann für den Bandol AOC zuzulassen, wenn die Stöcke ein Alter von acht Jahren erreicht haben. Die Pflanzdichte muss mindestens 5.000 Stöcke pro Hektar betragen und die Ernte ausschließlich per Hand erfolgen. Chaptalisierung, das heißt die Anreicherung des Mostes mit Zucker, um den Alkoholgehalt zu erhöhen, ist ebenso verboten wie alle Verfahren der Konzentration von Most und Wein. Für den Ausbau schreiben die Appellationsdisziplinarien eine Fasslagerung von mindestens achtzehn Monaten vor. Traditionell werden hierfür auch heute noch große Holzfuder verwendet. Doch einige Kellermeister haben – wie in anderen Gebieten auch – längst damit begonnen, Barriquefässer einzusetzen.

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Domaines Ott

Eines der bekanntesten Weingüter rund um Bandol ist mit Sicherheit die Domaines Ott. Insbesondere Liebhaber großer Roséweine werden die Flaschen mit der charakteristischen schlanken Amphoren-Form kennen. Die Geschichte des Weingutes und der Familie Ott geht bis auf das Jahr 1896 zurück, als Marcel Ott in Provence, in der schon seit der Antike Wein angebaut wird, Land erwarb. Heute gehören drei Lagen zum Weingut: Château de Selle, Clou Mireille und Château Romassan. Seit 2004 gehört das Weingut allerdings zum Champagnerhaus Louis Roederer, wird aber von den Cousins Christian et Jean-François Ott weiter betrieben.

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Wir besuchen das Château Romassan, das etwa 10 Kilometer vom Dolce Frégate Provence entfernt liegt und seit 1956 der Familie gehört. Wir bekommen eine Kellerführung und Degustation und sind sehr angetan von diesen Weinen, die das typische Terroir der Provence, des Bandol widerspiegeln.

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Die Familie Ott hat seit der Übernahme die alten Reben rausgerissen, die Weinberge mit besten Mourvèdre-Reben bepflanzt, außerdem einige Grenache, Cinsault und Syrah Weinstöcke gesetzt. Das alte Schloß aus dem 18. Jahrhundert wurde komplett restauriert.

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Die Weine der Domaines Ott, vor allem die aus der autochthonen Mourvèdre-Traube, präsentieren sich uns ganz typisch aus dieser Region, kraftvoll, robust, perfekt dem heissen Klima und trockenen Böden angepasst, wunderbar aromatisch – und mit einer tollen Länge sowohl am Gaumen wie auch im Keller zum lagern. Tolle Weine mit Charakter, die sensationell Spaß machen.

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Domaine de la Bégude

Vom Château Romassan aus geht es mit dem Jeep zur Domaine de la Bégude. Wir fahren eine halbe Stunde an Reben und Olivenbäumen vorbei in das Hinterland. Über 500 Hektar, davon 30 Hektar mit Reben bepflanzt, erstreckt sich diese Domaine. Hier streichelt der Mistral die Trauben. „Beguda“ ist provençalisch und bedeutet übersetzt „der Ort an dem man trinkt“. Und das tun wir sehr gern.

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Die Weine der Domaine de la Bégude sind etwas rustikaler, robuster, haben etwas weniger Eleganz als die Tropfen der Domaines Ott. Die Rosés präsentieren sich eher mit explosiven Aromen von Pfirsich, roten Früchten und Zitrusfrüchten und sind somit perfekte Begleiter zu typischen provenzalischen Gerichten. Die Weine der Domaine de la Bégude sind exzellente Weine für die Gastronomie und für sommerliche Atmosphäre.

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Bei einem Rundgang durch das Weingut sehen wir die für die Gegend typischen terrassierten Hänge, die zum Teil jahrhundertealten Weinbergmauern, deren Steine die Sonne am Tage speichern und über Nacht die Wärme an die Reben abgeben.

Dieses Weingut konzentriert alles, was für die Provence so typisch ist: Weine, Olivenöl, alte romanische Straßen, sensationelle Ausblicke auf das Mittelmeer, die spürbare Geschichte der Region und das typische „l’art de vivre provençal“.

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Die Weine der Domaine de la Bégude werden nachhaltig angebaut, ohne Einsatz von Herbiziden, Pestiziden oder sonstigen chemischen Einflüssen. Die Terrassen liegen bereits zwischen 350 und 420 m üNN und profitieren von den kälteren Winden. Im Keller werden einige Tropfen gezielt im Barriquefaß ausgebaut.

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Der größere Teil der Weine wird allerdings in den Edelstahltanks ausgebaut.

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Selbstverständlich verkosten wir die Weine sowie das Olivenöl.

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Und gönnen uns ein paar lokale Knabbereien dazu.

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Das Dolce Frégate Hotel

Das Dolce Frégate bietet seinen Gästen 133 Zimmer und Suiten, natürlich alle mit Klimaanlage. Alle Zimmer sind im Stil der Provence eingerichtet, fast alle bieten eine kleine Terrasse mit Blick aufs Meer. Es ist ein modernes, stylisches 4-Sterne-Plus-Hotel. Der Sprung zum fünften Stern wäre in so einer Lage, mit so einem Hotel und mit den Möglichkeiten nicht schwer. Doch angesichts der Ausrichtung des Hotels auf den MICE-Markt ist hier bestimmt der Blick auf die Corporate Governance Regeln entscheidend, die Unternehmen vorschreiben, nur in 4-Sterne-Hotels zu buchen.

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Dieser Blick auf Pool und Golfplatz zeigt sich mir erst am Morgen nach unserer Ankunft. Als wir am Vortag vom Flughafen Marseille aus das Hotel erreichen, ist bereits alles dunkel, so dass sich mein Zimmer nur mit künstlicher Beleuchtung etwas schummrig präsentiert:

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Blick auf den Pool bei Nacht

Am Abend geniessen wir im Restaurant des Dolce Frégate Provence ein Jakobsmuschel-Dinner. Der Küchenchef hat sich „La Noix de St. Jacques sous toutes ses formes“ auf die Fahnen geschrieben. Und so werden wir mit dieser kostbaren Muschel perfekt verwöhnt.

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Tartare de Saint Jacques mariné au citron vert
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Tartelette de Saint Jacques sur son lit de poireaux et coulis d’épinard
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Déclinaison de Saint Jacques d’Erquy, mousseline de potimarron et petits légumes du moment
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Pomme just caramélisée sur son fin sablé breton façon coquille Saint Jacques
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Wie für alle Dolce Hotels, so wendet sich auch das Dolce Frégate nicht nur an Urlauber sondern auch an den MICE-Markt. Insgesamt 13 Konferenzräume mit dem modernsten technischen Equipment geben Veranstaltern wie Unternehmen genügend Möglichkeiten hier auch im grossen Stil Events zu organisieren.

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Golf Dolce Frégate: Golf am Golf

Der spektakuläre Golfplatz hat 27 Löcher: Ein 18-Loch-Golfplatz und ein 9-Loch-Golfplatz bieten genügend Abwechslung für den Urlauber. Zumal eigentlich von fast überall der Blick auf den Golf, auf das Mittelmeer möglich ist. Wer noch etwas lernen möchte, der kann sich bei der Golf Akademie zum Unterricht anmelden.

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Und so probieren wir es ebenfalls und versuchen uns mal etwas beim Golf spielen. Wenn auch die wenigsten von uns schon mal vorher einen Golfschläger in der Hand gehalten haben. Aber mal so zwischendurch ein paar arme, kleine, weiße Bälle über eine schön gepflegte Rasenfläche zu prügeln macht schon Spaß.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Dolce Hotels für die Einladung ins Dolce Frégate in die Provence. Unsere Meinung bleibst selbstverständlich davon unabhängig.

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Service:

Valtellina: Das Geniesser-Kleinod zwischen Livigno und Sondrio

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Veltliner Weine kennt jeder. Doch das Tal Veltlin ist ein Geheimtipp. Denn das Valtellina versteckt sich in Norditalien im Dreiländereck zwischen Österreich im Norden und der Schweiz im Westen. Der Hauptort Livigno bietet dem Urlauber in einem Tal auf etwa 2.200 m üNN perfekte Voraussetzungen für Outdoor-Sport wie Wandern und Radfahren im Sommer und Skifahren im Winter. Sportler und Familien werden hier glücklich. Halligalli ist woanders. Livigno ist vor allem auch ein Shoppingparadies, im Ortskern bietet ein Laden neben dem anderen edelste Markenklamotten zu günstigsten Preisen an.

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Grüner Veltliner ist jedem bekannt, zumindest jedem Liebhaber österreichischer Weine. Was wohl die allerwenigsten wissen: Der Name der wichtigsten und verbreitetsten Rebsorte Österreichs und wichtigsten autochthonen Rebsorte aus Niederösterreich entspringt dem Veltlin – doch das liegt in Italien und ist bekannter unter dem Namen Valtellina. Hier gedeihen auch einige Weine. Doch habe ich keinen einzigen Grünen Veltliner gefunden. Der Wein des Valtellina wird in der Schweiz als Veltliner bezeichnet, der aber in keinerlei Verbindung zur gleichnamigen österreichischen weißen Rebsorte steht.

Das Valtellina ist ein kleines, schmales Tal in den Alpen, das sich von der Nordspitze des Comer Sees 40 Kilometer nach Osten erstreckt. Dort gibt es Weinbau auf steil terrassierten Terrassen. Das Valtellina ist ein wahres Kleinod in Italiens vielfältiger Weinwelt. In dem schmalen Alpental schmiegen sich die terrassierten Weinberglagen in bis zu 600 m Höhe überwiegend an die Südhänge der Alpen. Tausende von Trockenmauern schützen die Böden vor Erosion: Pittoresker kann eine Weinlandschaft kaum sein!  Der Valtellina wird überwiegend aus der Nebbiolo-Rebe gekeltert, die hier auch Chiavennasca genannt wird. Die Nebbiolo-Traube zeigt im Valtellina ganz andere Stärken. Hier fallen die Weine wesentlich feingliedriger, finessenreicher, subtiler aus als im Piemont.

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Am bekanntesten sind der Sforzato (oder Sfursat) di Valtellina – ein Strohwein, der durch Antrocknung der Trauben gewonnen wird – und der Valtellina Superiore, ein trockener Rotwein. Beide Weine besitzen DOCG-Status. Weiterhin werden in der Region der Rosso di Valtellina DOC und der Terrazze Retiche IGT produziert. Das Produktionsgebiet für den Valtellina Superiore DOCG befindet sich in den besten Lagen zwischen den Orten Buglio in Monte und Tirano. In dieser Anbaufläche sind auch die fünf besonders geschätzten Unterzonen Grumello (78 ha), Inferno (55 ha), Maroggia (25 ha), Sassella (14 ha) und Valgella (137 ha) enthalten.

Valtellina: Outdoor-Sport in Livigno

Auf dem Weg von Deutschland ins Valtellina müssen wir zwischen Österreich, der Schweiz und Italien quer durch die Berge. Der Munt-la-Schera-Tunnel ist einspurig und irgendwie abenteuerlich. Aber wer mit dem Auto vom schweizerischen Zernez nach Livigno gelangen will, muss da durch. Livigno ist ein beliebter Ort für die Sommerfrische und den Wintersport.

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Am Ende finden wir uns in einem breiten Tal wieder, durch welches das Flüsschen Spöl fließt. Noch bis in die 1950er Jahre war der Ort zwischen Herbst und Frühling fast ein halbes Jahr von der Außenwelt abgeschnitten. Längst werden die Zufahrtswege im Winter geräumt. Livigno ist also das ganze Jahr über erreichbar. Motorradfahrer und Mountainbiker kommen dennoch lieber in der warmen Jahreszeit. Dann finden Downhill– und Freeride-Fans im Bikepark Mottolino den Kick. Doch in Livigno kann man auch auf halber Höhe über Panorama-Wege wandern. Das ist dann die gemütliche Tour.

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Wir wandern auf den Crap de la Parè, einen Berg zwischen dem grossen Stausee und Livigno. Von hier aus haben wir wunderbare Aussichten in alle Richtungen.

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Natürlich ist das der perfekte Platz für einige Fotos.

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Die kleine Journalisten-Wandergruppe vor dem spektakulären Panorama.

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Der Blick von oben auf Livigno herunter ist ebenso großartig wie auf den See. Unten im Tal können wir den neuen Sportplatz sehen, der extra für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand angelegt wird.

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Die Wettkämpfe für die XXV. Olympischen Winterspiele werden teilweise auch in Livigno stattfinden. Bis dahin wird in Livigno noch einiges gebaut werden. Mit Sicherheit werden auch einige neue Hotels entstehen.

Valtellina: Herbstzeit ist Bikezeit in Livigno

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Mit dem Mountainbike geht`s auch, ist aber anstrengender, wenn es über schmale Pfade geht. Sogenannte „Ungeübte“ müssen bei so einer Tour öfters mal absteigen und schieben. Macht aber nichts.

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Wir empfehlen allerdings das Mountain e-Bike, mit dem wir einen Teil des Tals kennenlernen. Bei der Gelegenheit ist zumindest Zeit, mal die schöne Landschaft zu betrachten – samt Berggipfeln und Blick auf den Stausee.

Eine Tour bis an das andere Talende führt uns durch Kuhherden, Wälder und Wiesen und macht der ganzen Gruppe richtig viel Spaß.

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Für Mountainbiker ist der goldene Herbst wohl eine der schönsten Zeiten, um auf zwei Rädern die Livigno-Alpen am Dreiländereck von Italien, Österreich und der Schweiz zu erkunden. Bei milderen Temperaturen und weiter Fernsicht ist das Radeln in den Bergen ein herrliches Erlebnis. Unter dem tiefblauen Herbsthimmel lässt die Sonne die Lärchen in flammenden Gelbtönen aufleuchten.

Livigno gilt europaweit als eine Top-Destination für Downhill- und Freeride-Fans. Danny MacAskill, Hans Ray, Brian Lopes und Karl Platt sind einige der prominenten Biker, die sich schon von den atemberaubenden Downhills und Singletrails von Livigno begeistern ließen. 3.200 km GPS-System kartierte Routen erwarten hier die Mountainbiker. Ab besten sind sie mit den Guides von Lungolivigno MTB zu erkunden. Sie sind professionelle Lehrer für Freeriding, Downhill und Cross Country und kennen die schönsten Strecken und passenden Touren für jede Könnerstufe. Wer es hingegen ruhiger angehen lässt, kann rund um Livigno auf ruhigen Radwegen radeln.

Der Bikepark Mottolino ist einer der größten und höchstgelegenen Bikeparks in Europa. Mit seinen 600 Höhenmetern und 14 bis zu 4,5 km langen Abfahrten bietet er Trails für jedermann. Zu den leichtesten Routen gehört „Take it Easy“, ein 4.400 m Waldweg. Schwarz, steil und technisch anspruchsvoll ist dagegen die Rennstrecke der MTB-Weltmeisterschaften, auf die sich nur die erfahrensten Bikerinnen und Biker wagen.

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Valtellina: Zollfreies Shoppen bis die Kreditkarte glüht

Livigno ist zollfreie Zone. So gesehen kann man dort das ganze Jahr über preiswert einkaufen. Der Einkaufsbummel in über 1.800 Metern Höhe hat natürlich auch was Besonderes. Es gibt eine Fußgängerzone voller Fachgeschäfte, in der man sich quasi zum „Schnäppchen-Preis“ mit namhaften Mode-Marken einkleiden kann.

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Wer gerne einkauft, kann hier stundenlang verweilen, immer wieder was anprobieren und zwischendurch irgendwo einkehren.

Lungolivigno

Unter dem etablierten Namen „Lungolivigno“ betreibt die Familie Giacomelli ein ganzes Genusseldorado in Livigno. Vater Emilio Giacomelli gründete das Hotel Concordia. Und eine Familie. Aus den sieben Kindern wurden mit den Jahren junge Erwachsene, sie studierten im Ausland und kehrten anschließend nach Hause zurück, um ihren Platz im Unternehmen einzunehmen. Es entstanden weitere Hotels und Fashion-Stores im Ortskern – aus dem einstigen kleinen Familienbetrieb wurde das Aktienunternehmen Lungolivigno SPA. Mit dem Unternehmen wuchs auch die Familie: 18 Enkel und fünf Urenkel gehören mittlerweile dazu. Fabio Giacomelli führt heute die Hotelgruppe. Neben dem Hotel Lac Salin gibt es noch drei weitere Hotels und sechs Boutiquen mit außergewöhnlichen Shoppingmöglichkeiten zu Duty-free-Preisen, in denen namhafte Mode- und Sport-Labels angeboten werden. In einem „Outlet-Store“ gibt`s dann trotz zollfreier Zone nochmals Rabatt. Dennoch ist die Fußgängerzone nur ein Bruchteil des Ortes.

Valtellina: Hotel Lac Salin Livigno

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Das Hotel Lac Salin SPA & Mountain Resort, geführt von der Familie Giacomelli. Die „Luxus-Herberge“ (ein Vier-Sterne-Superior-Haus) ist der beste Beherbergungsbetrieb, den die Familie am Ort betreibt. Zum Hotel Lac Salin SPA & Mountain Ressort gehört nicht nur ein schöner Wellness-Bereich. Dieses Hotel ist der ideale Ort für eine regenerierende Pause für Körper und Geist.

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Es verfügt über 65 luxuriöse Zimmer. Es gibt auch sieben „Chakren- Zimmer“ oder auf italienisch „7 camere per 7 Chakra“. Die Restaurants bieten traditionelle einheimische Gerichte, spezielle Menüs für Sportler und Vegetarier sowie mediterrane und internationale Speisen. Für Wintersportler ist das Resort ideal gelegen, da es sich direkt an den Skipisten befindet. 

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Das Mandarin Spa des Hotel Lac Salin Spa & Mountain Resort lässt keine Wünsche offen. Mehrere Saunen, Pool, Ruheräume und eine wirklich grosse offene Bar mit Kräutern, Knabberkram und Tees stehen den Gästen zur Verfügung.

Im Winter bietet das Hotel Lac Salin etwas besonders außergewöhnliches: Wer möchte, der kann sich eine der Snow Suiten mieten und dann in seinem persönlichen „Palast“ aus Eis und Schnee übernachten.

Am Abend werden wir verwöhnt mit klassischen Valtelliner Gerichten.

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Amuse Bouche
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Traditionelle Aufschnittplattte mit „Sciatt“ Buchweizenkrapfen mit Bergkäsefüllung
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Klassische „Pizzocheri“ Buchweizenbandnudeln mit Käse, Kohl, Kartoffeln und frischem Salbei
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Rinderschmorbraten mit „Inferno“ Rotweinsauce, Polenta, Steinpilze
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Vanilleeis mit heißen Heidelbeeren
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Valtellina: Hotel Concordia Livigno

Das „Concordia“, das Emilio und Domenica Giacomelli, Eltern von sieben Kindern, im Jahr 1962 gründeten, feierte sein 50-jähriges Bestehen. Dies Hotel ist etwas kleiner und günstiger als sein „grosser Bruder“ Lac Salin und liegt mitten in der Shoppingmeile und Fußgängerzone des Ortes. Als Emilio Giacomelli das Hotel Concordia eröffnete, war er damit einer der ersten Hotelbetreiber im Ort. Es ist praktisch der Nukleus der Giacomelli-Häuser, doch ist vom alten Hotel nichts mehr übrig. Fabio Giacomelli hat das Hotel Concordia komplett top modern errichtet und eingerichtet. Wir sind zum Dinner vor Ort und geniessen wieder regionale Spezialitäten.

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Pökel-Rindfleisch aus Trentino mit Lakenkräutern, Zimt, Gewürznelke mit Salat und schwarzem Trüffel
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Burrata Ravioli mit frischen Tomaten und Basilikumsauce
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Hirschfilet Tagliata in roter Weinsauce, Waldfrüchte, Gemüse
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Naturjoghurt mit Waldbeeren und knusprigem Müsli
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Valtellina: Montivas Lodge Livigno

Die Montivas Lodge ist das jüngste und günstigste Kind der Giacomelli Familie und ihrer Lungolivigno Gruppe. Sie ist etwas besser als ein Hostel, richtet sich vornehmlich an junge Gäste sowie Familien mit Kind, die auf den Geldbeutel achten müssen. Die Zimmer sind hell, freundlich, farbenfroh eingerichtet, statt eines Schrankes steht ein grosses, offenes Regal im Schrank.

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Outdoor-Freaks werden hier glücklich, denn der grosse Kellerraum bietet reichlich Platz für Bikes aller Art oder Skier. Kleinere Reparaturen können hier sofort vorgenommen werden. Oder die Gäste hängen hier die Wäsche auf, die sie im Nachbarraum in den Waschmaschinen waschen können. Das stylishe Restaurant erinnert eher an einen Coffee-Shop oder eines der vielen coolen Metropolen-Hostels.

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Valtellina: Grand Hotel della Posta Sondrio

Wir fahren von Livigno nach Sondrio, den Hauptort des Valtellina. Mit dem Auto geht es entweder mit einem großen Umweg über Bormio – im Winter der einzig mögliche Weg – oder über die Schweiz. Die Passstrasse über den Forcola di Livigno führt uns bis auf 2.315 Meter. Hier verläuft die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, auch als Donau-Po-Wasserscheide bekannt. Er ist der einzige Pass zwischen der Schweiz und Italien, wo man aus der Alpensüdseite aus der Schweiz auf die Alpennordseite nach Italien hin wechselt. Auf der Schweizer Seite stösst die Passstrasse auf die Bernina Passstrasse bis hinunter nach Tirano, das schon wieder in Italien liegt. Wer Glück hat, der begegnet hier dem berühmten Bernina-Express, der hier einige seiner spektakulärsten Kurven zieht. Aber Vorsicht: stellenweise teilt sich der Zug mit den Autos die Straße.

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Sondrio, die Provinzhauptstadt des Valtellina, liegt malerisch schön in einem Tal, bewacht von einer kleinen Burg und umgeben von vielen Weinbergen. Hier gehört das beste Hotel der Stadt der kleinen Hotelgruppe von Fabio Giacomelli: das Grand Hotel della Posta.

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Auf dem Terrassenrestaurant geniessen wir ein kleines Mittagessen, natürlich begleitet mit bestem Wein aus dem Valtellina.

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Wir besichtigen ein Zimmer des Grand Hotel della Posta: großzügig, modern eingerichtet –

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und mit einem grossartigen Blick aus dem Fenster auf den zentralen Stadtplatz und die Berge.

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Vom Grand Hotel della Posta Sondrio sind es nur wenige Fußminuten bis zur Azienda Agricola Marsetti Alberto.

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Die Familie Marsetti produziert hier Weine in Edelstahltanks sowie im großen Holzfaß. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit zu einer Degustation. Barrique-Fässer habe ich nicht gesehen.

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Die Raritäten im Keller sehen vielversprechend aus.

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Vater Alberto Marsetti und Tochter haben ihre Reben in sensationeller Lage:

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Direkt zu Füßen des Castel Masegra wachsen die Nebbiolo-Trauben der Familie. Es ist das einzige der drei Stadtschlösser, das den Abbau aller 1639 von Graubünden angeordneten Veltliner Befestigungsanlagen überstanden hat. dies ist darauf zurückzuführen, dass es zu dieser Zeit der Wohnsitz der mächtigen Familie Graubünden Salis war.

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Alberto Marsetti versichert uns, dass die Weine nachhaltig angebaut werden. Zu gerne hätten wir noch die Weine verkostet, doch die Zeit drängt und wir müssen wieder zurück.

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Tirano: Contrada Beltramelli

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Auf halbem Wege zwischen Livigno und Sondrio liegt Tirano. Es ist die Endstation der rhätischen Bernina-Bahn und Grenzort zur Schweiz. Hier liegt die Contrada Beltramelli, ein historisches Gebäude an den rhätischen Hängen von Villa di Tirano. Die Familie Giacomelli hat das Haus übernommen und sorgsam renoviert.

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Die teilweise eingefallenen Mauern sind sorgsam geschützt, dahinter sind grosse Glasscheiben, die aus den Zimmern einen wunderschönen, romantischen Blick nach draussen geben. In diesem kleinen Refugium befinden sich wenige hochmoderne und schön eingerichtete Zimmer,

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mehrere Veranstaltungsräume sowie ein Restaurant. Der schönste Platz zum Essen ist jedoch im Innenhof.

Valtellina: La Tresenda Agriturismo Mountain Farm

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Ein weiterer Sproß der Giacomelli Familie hat 4 km außerhalb von Livigno ein Bauernhofhotel mit ein paar sehr seltenen Tieren: das La Tresenda Agriturismo Mountain Farm. Zumindest selten in Europa: Lamas und Alpakas. Ein sehr schönes, eher rustikales Hotel, ideal für Familien mit Kindern, die gern mit Tieren spielen wollen.

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Leider sind auch die schönsten Tage irgendwann mal zu Ende.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Fabio Giacomelli und die Lungolivigno-Gruppe für die wirklich außergewöhnlich schönen Tage in Livigno und im Valtellina, die wir auf Einladung geniessen konnten. Unsere persönliche Meinung bleibt dennoch unabhängig.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München – Jung, Bayerisch, Stylish

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Münchens mondänste Meile Maximilianstraße hat wider Erwarten wenig Sterne zu bieten. Nur einer glänzt, und der strahlt über dem Restaurant Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München. Schon seit einem halben Jahr ist der luxuriöse Umbau des Gourmetrestaurants vollendet. Das Schwarzreiter wird mit Maike Menzel von einer Küchenchefin geführt. Leider in Deutschland immer noch etwas Besonderes. Es ist für uns an der Zeit, dort vorbeizuschauen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die Top-Hotels in München putzen sich mehr und mehr heraus. Während die Familie Geisel kurzerhand den Königshof abgerissen hat und komplett neu baut, entkernt die Familie Schörghuber nur einen Häuserblock vom Hotel Bayerischer Hof entfernt ein ehemaliges Bankgebäude und wird dort im Jahr 2023 ein 5-Sterne-Plus Hotel unter der Marke Rosewood eröffnen. Und wie Innegrit Volkhardt ihr Juwel am Promenadeplatz renoviert und modernisiert hat, so investierte die Kempinski Gruppe 20 Millionen Euro in das HVJK, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, für umfassende Renovierungsarbeiten für die Restaurants und die Bar. Die Gastronomieflächen wurden architektonisch umgestaltet und mit einem neuen, zeitgemäßen Einrichtungs- und Lichtkonzept ausgestattet. Schliesslich feierte diese „alte Dame“ unter den Grand Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt erst kürzlich ihren 160. Geburtstag.

Der Anspruch war einen Ort des Erlebens zu schaffen, der Eleganz, Kreativität und Wohlbefinden vereint. Kempinski spricht von einem räumlichen Kaleidoskop für die Sinne. Jung, saisonal und frisch, weg vom klassisch bayerischen Image, aber trotzdem inspiriert von traditionellen Gerichten. Denn an gleicher Stelle, an der sich heute das Schwarzreiter befindet, logierte das legendäre Restaurant Walterspiel, das 1966 zu den 66 Restaurants zählte, die in der ersten deutschen Ausgabe des Guide Michelin vertreten waren.

So präsentiert sich die Young Bavarian Cuisine in der Schwarzreiter Tagesbar und dem Schwarzreiter Restaurant. Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend – abseits dessen, was man kennt und erwartet – sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Jung und Bayerisch ist nicht nur das Motto der Küche. Jung und bayerisch ist auch die Küchenchefin. Maike Menzel, Deutschlands jüngste Sterneköchin, ist ein durch und durch bayerisches, ja eigentlich Münchner Gewächs. Küche und Kochleben haben ihr schon ihr Großvater und ihr Vater vorgelebt. Sie genoss eine ganz offensichtlich herausragende Ausbildung bei einem der besten bayerischen Köche Münchens, Hans-Jörg Bachmeier. Weitere Sporen verdiente sie sich im Restaurant Emiko im Louis Hotel, im Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee sowie bei Ali Güngörmüs im Pageou. Im November 2016 wechselte sie in das Schwarzreiter, übernahm dort 2017 bereits die Souschef-Positon und erkochte unter Küchenchef Anton Pozeg mit dem Team den ersten Stern im Januar 2018. Seit dem August 2018 ist sie Küchenchefin, bestätigte den Stern im Februar 2019 und hält 15 Punkte im Gault Millau. Doch nicht nur das: Maike Menzel wurde vom Guide Michelin als jüngste Sterneköchin Deutschlands ausgezeichnet.  Maike Menzel legt höchstes Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und heimischen Herstellern, die die Frische und Saisonalität der Erzeugnisse garantiert. 

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Aber wer oder was ist eigentlich der Schwarzreiter? Der „Schwarzreiter“ (Salvelinus evasius), ein Tiefseesaibling, lebt in Wassertiefen von mehr als 40 Metern in Alpen- und Voralpenseen, z.B. dem Königsee. Er ist  sozusagen der  “Urfisch“ des Königsees und blieb Jahrhunderte von jeglichen Züchtungen unbeeinflusst. Der Schwarzreiter gehörte zu den Lieblingsfischen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., der als Feinschmecker bekannt war. 

Bei der Renovierung wurden nicht nur die publikumswirksamen Räume im Erdgeschoss renoviert, sondern auch gleich die Küche im Untergeschoß. So hat die Küchenchefin im Rahmen des Umbaus eine nigelnagelneue Küche bekommen, aus der nicht nur die Michelin-besternten Menüs kommen, sondern auch die Fleischpflanzerl für die Tagesbar.

Das Servicepersonal freut sich, dass sie für den Weg von der Küche zum Gast mit den schweren Tellern in den Händen eine Rolltreppe benutzen können. Auch hier wurde das 32 Jahre alte Vorgängermodell ausgetauscht. Die jetzige Rolltreppe ist so rasend schnell, dass dem Servicepersonal die Münchner Kaufhaus- und U-Bahn-Rolltreppen viel zu langsam vorkommen.

Verantwortlich für das edle Interieur, das einem Grandhotel durchaus gerecht wird, zeichnet Designer Colin Finnegan. Er ließ sich auch von der beeindruckenden Umgebung des Hotels, der bekannten Münchner Maximilianstraße mit ihren luxuriösen Einkaufsmöglichkeiten inspirieren. Er hat ein Faible für edle Oberflächen und helle Töne. Die Gäste sitzen zwischen verspiegelten und rautenförmigen Wandelementen sowie einem aufwändigen Fries an edlen runden Tischen, in welche extra angefertigte Bronze-Zweige mit filigranen und frühlingshaften Porzellan-Blüten eingelassen wurden. Die Reliefs aus den 1950er-Jahren, die aufpoliert wurden, sowie die neuen Deko-Elemente (käuflich zu erwerben pro Ast ab 1.500 Euro) hat die Nymphenburger Porzellan Manufaktur entworfen. 

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Ebenfalls von Nymphenburger stammen die kleinen Messerbänkchen in Form von Schwarzreiter-Fischchen aus mattweißem Biskuitporzellan (Kaufpreis: 150 Euro pro Stück) .

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Bei unserem Besuch im Schwarzreiter an einem Dienstag Mitte Januar 2020 ist das Restaurant eher schwach besetzt. Das liegt mit Sicherheit an dem Tag am Wochenanfang, mit größter Sicherheit auch an der Zeit kurz nach Jahresanfang, wenn viele potentielle Gäste noch von den festlichen Tagen zum Jahresende abnehmen wollen und das Geld sparen. Doch mit Sicherheit sollte im Restaurant Schwarzreiter immer gut im voraus reserviert werden.

Wir entschieden uns für das fischlastige Vier-Gänge-Menü, das sich nicht nur extrem köstlich liest, sondern auch für einen Tag unter der Woche leicht genug ist, so dass der Start am nächsten Morgen nicht zu schwer fällt. Wir starteten mit zwei kleinen Grüßen aus der Küche.

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Gebackener Kalbskopf mit Estragon Creme

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Schwarzreiter Fisch Macaron | Apfel Gelee | Saiblings Tatar |SaiblingskaviarRote Bete Macaron | Holunderbeer Gelee | Ziegenfrischkäse Creme | Leinsamen Chip

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Hausgebackenes Brot | Butter | Petersilienöl

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Geräucherter Aal | Weiße Bohnen Creme | glasierte breite Bohnen | Kräuter Beurre Blanc

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Forelle | Kaviar | Petersilienwurzel | Roggen | Quitte | Fenchel

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Zur Forelle mit Forellenkaviar, Forellenrogen, einem crunchy Fenchel und starker Säure durch die Quitte entspricht am besten ein 2016 Grüner Veltliner Federspiel „Im Weingebirge“ vom Nikolaihof in der Wachau. Der Nikolaihof rühmt sich das älteste Weingut Österreichs zu sein mit fast 2.000-jähirger Geschichte. Die Reben werden nach strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien kultiviert. Ein starker GV: Seine Power verleiht ihm ein halbes Jahr im grossen Tonneau. Der dezente Holzton ist sofort zu erkennen – und damit hebt er sich angenehm ab von der Masse der Grünen Veltliner. Dieser Tropfen ist mehr als nur ein dezenter Begleiter, er kann auch aromatischere Speisen begleiten.

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Bayerische Garnele | Garnelen-Fumet | Hirse | Karotte | Kumquat – Die beliebten bayerischen Garnelen werden in Freising von Crusta Nova gezüchtet. Wir kennen sie seit einem Foodblogger-Event bei Käfer. Dadurch, dass sie hier in Bayern gezüchtet werden, können Garnelen in Deutschland endlich auch roh verzehrt werden. Das Tatar von der rohen Garnele entsprach geschmacklich genau dem, das ich selbst seinerzeit zubereiten durfte. Ein zartes, leicht süssliches Fleisch und ein sagenhaft feiner Schmelz auf der Zunge. Das Heu von der Karotte, die hauchdünnen Karottenscheiben und das Karottenmousse waren knackige sowie sanfte Partner, der Tapiokachip gab den crispy Partner. Die Krustentieressenz dazu war der Hammer, für diese habe ich mir gerne extra noch einen Gourmetlöffel reichen lassen.

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Der 2012 Silvaner Alte Reben trocken vom Weingut Max Müller I aus dem schönen Volkach in Franken wird gekeltert aus den besten Lagen der Mainschleife. Auch dieser ist kein typischer Silvaner. Starke mineralische Noten, die Kraft der Tiefe aus den Wurzeln der Alten Reben verleihen diesem Silvaner ein ganz besonders intensives Aroma, so dass er hervorragend mit der intensiven Krustentieressenz und auch der Garnele korrespondiert.

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Lugeder Ente | Blaukraut | schwarzer Knoblauch | Maronen – Die Ente vom Geflügelhof Lugeder in Pleiskirchen bei Neuerding hat uns begeistert. Sie war in Ceviche-Sud gebeizt, kurz angebraten und genau auf den Punkt im Ofen gegart. So präsentierte sich die Entenbrust wunderbar rosa. Das Blaukraut als Crème und Kraut bestach durch die unterschiedliche Textur und hervorragendes intensives Aroma. Ein schöner Kontrapunkt war der schwarze Knoblauch. Die Sauce war dicht und intensiv.

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Ein wunderbarer Wein: 2015 Blaufränkisch „Am Berg“ vom Weingut Heinrich aus dem Burgenland. Ein tiefes Violett verspricht eigentlich einen kräftigeren Wein, dieser aber hält sich zurück und harmonisiert perfekt zur Ente. Der Wein besticht durch andere Werte als ein kraftstrotzender Bursche. Er überzeugt uns mit Länge und Tiefe, mit anregender Säure und fruchtiger Eleganz.

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Münchner Kaffee | Piemonteser Haselnuss | Tonkabohne | Milchschokolade | Zwetschge – Eine grossartige Kombination, die nicht wirklich viel mit Kaffee zu tun hatte. Aber mit den Aromen aus Haselnuss, Schokolade, Zwetschge und Tonkabohne spielte. Am intensivsten war das Tonkamousse. Das Zusammenspiel war perfekt. Der 2007 Rivesaltes Ambré „Chez Jau“ vom Château de Jau aus dem Langedoc-Roussillon ist ein spannender Dessertwein dazu, der locker noch weitere 10 Jahre liegen kann. Die getrockneten Rosinen dieses Naturweins verleihen ihm ein sehr intensives Aroma. Robert Parker gibt ihm 92/100 Punkten.

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Die abschliessenden Pralinen zum Espresso waren nochmal ein sehr schöner Hochgenuss.

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Herzlichen Dank an das Team des Restaurant Schwarzreiter und das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München für das unfassbar grossartige Menü sowie die exzellente Gastfreundschaft!

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:


Fotos: (c) Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, Götz A. Primke

Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Erlebnisbad als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenbad, die 35 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer, 21 davon mit Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

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Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

TE_VitalOase_Vitalpool

Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 28 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Hotel Puradies Leogang: Das pure Paradies

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Vom Embachhof zum Puradies: Edel, cool, stylish, luxuriös, doch gleichzeitig ein traditioneller Pinzgauer Bauernhof mit angeschlossenem Hotel. Ein modernes Bio-Hotel mit exquisiten Châlets für Gäste, die mehr Individualität und Ruhe geniessen möchten. Das grandiose Alpenpanorama vor den Augen, die Pisten direkt hinter dem Hotel. Das Puradies in Leogang bietet alles, was das Herz begehrt.

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Majestätisch erheben sich die Berggipfel der Salzburger Alpen im Pinzgau. Die Leoganger Steinberge und das Steinerne Meer grüßen schon von weitem mit ihren imposanten Kalksteinfelsspitzen, die höchste von ihnen ist das 2.634 Meter in die Höhe ragende Birnhorn. Die Berge sind über und über mit viel Schnee gezuckert, hier laden urige Berghütten zum genussvollen Verweilen ein. Ich bin zu Gast in der Leoganger Bergwelt im Herzen der Ostalpen, die sich winters zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mausert: Der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn bringt es auf stattliche 270 Pistenkilometer. Ein El Dorado von schier grenzenlosem Skivergnügen. 

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Inmitten der Leoganger Steinberge residiert in den Salzburger Alpen das Hideaway-Hotel Puradies. Ein Sehnsuchtsziel in atemberaubender Alleinlage auf einem unverbauten Sonnenplateau am Fuße des Asitz. Tradition und Moderne werden in dem gastlichen Haus von Familie Madreiter authentisch miteinander verwoben. 76 Hotelzimmer, Suiten und 14 Chalet-Häuser bietet das Resort insgesamt.

Puradies: Pure Puristik

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Ich geniesse den Luxus in einem der Châlets untergebracht zu sein. Mein Video gibt Euch einen kleinen Einblick in mein Chalet und die Umgebung:

Das heimelige Premium-Chaletdorf gibt es bereits seit 2007 und es besticht seit Jahr und Tag mit seiner komfortablen Ausstattung. Diese Châlets bieten alles, was das Herz begehrt, lassen keinen Wunsch offen für einen längeren Aufenthalt. In der Küche würde ich am liebsten gleich selbst mir etwas zu Essen kochen, doch das Gourmet-Restaurant des Puradies lockt mit seiner exzellenten Küche. Nach einem Skitag kann sich der Gast in der Chalet-eigenen Sauna perfekt entspannen. Die Architektur ist modern und spiegelt in allen Facetten die Naturverbundenheit der Inhaber, Michael und Philipp Madreiter, wieder. Schreitet man durch das Hotel, begleiten einen herrliche Duftnoten von Holz und das Auge wird durch die Naturmaterialien Holz und Stein und natürlich dem Blick auf die umliegende Bergwelt verwöhnt. Die Refugien sind in vollendetem Alpin-Design konzipiert und sie holen mit ihren der Natur entlehnten Materialien dieselbe in den sonnigsten Luxusplatz von Leogang hinein. Es mangelt an nichts. Der bewusst „puristisch“ gewählte Zugriff auf wenige Interieur-Essentials wie Stein, Holz, Glas und Loden trägt maßgeblich zur stimmungsvollen Bergromantik und zum hohen Wohnkomfort bei.

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Die Häuser sind alle unterschiedlich in Größe (60-120m²) und Ausstattung haben Platz für zwei bis acht Personen. Jedes ist mit finnischer und Infrarot-Sauna, Kachelofen, Fußbodenheizung, kompletter Küche und TV ausgestattet. Das Honeymoon-Chalet kann nur für zwei Personen gebucht werden. Beim Rundgang durch das Dorf ist erkennbar, dass Ruhe und die persönliche Atmosphäre gewahrt wird. In den Chalets hört und sieht man nichts von dem Hotel und keiner schaut den anderen ins Fenster das Bio-Frühstück wird in das Chalet geliefert und auf Wunsch auch aufgedeckt.

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Das Hotelresort in Leogang ist dabei aber kein gewöhnliches Berghotel. Das Puradies steht für das Pure in der Natur. So kamen für die Einrichtung viele edle Naturmaterialien zum Einsatz, die auf beeindruckende Weise in einen zeitlosen, alpinen Einrichtungsstil mit höchsten Designstandards eingebunden wurden. Das spiegelt sich sowohl in dem aufwendig renovierten historischen Hotelgebäude als auch in den beiden neuen Hotelbauten sowie den exklusiven Chalets wider.

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Puradies: Front-Cooking im 2-Hauben-Restaurant ESS:ENZ

Im Restaurant ESS:ENZ in der Embachalm im Chaletdorf des 4*S Puradies Hotel & Chalets in Leogang werden Gerichte aus lokalen Produkten und dem eigenen Bio-Bauernhof kreiert. Im Fine-Dining-Restaurant ESS:ENZ kocht Albert Dschulnigg eine formidable Genießerküche der Region. Das Küchenteam des Puradies zaubert aus feinsten Bioprodukten der hofeigenen Produktion regionale und internationale Gourmetgerichte. Das pure und innovative Konzept genügt höchsten kulinarischen Ansprüchen, die ihren Höhepunkt im Front-Cooking finden, und wurde ebenfalls zum ersten Mal mit zwei Hauben und 13 Punkten ausgezeichnet. Neben Saibling-Variationen und hauseigenem Embachhof-Kalb gibt es im ESS:ENZ monatlich wechselnde Schwerpunkte wie etwa Sushi oder Grillabende. Das ESS:ENZ ist ein Ort für besondere Genusserlebnisse und eine innovative Mischung: Die Gäste erwarten Themen-Highlights vom Fleisch, Fisch & vielem mehr. Auch Vegetarier und Veganer erleben in dem À la carte Restaurant kulinarische Hochgenüsse. 

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Puradies: Im Badhaus die Innere Mitte finden

Herzstück des Wellnessbereiches ist das Badhaus INNERE MITTE mit puradiesischem 360°-Himmelsblick. Zur Entspannung bereit stehen Ihnen im Badhaus vier große Saunen, darunter die Finnische Sauna, die Kräutersauna, die Zirbensauna und die Stollensauna. Erfrischung bieten Erlebnisduschen sowie ein Sprung in den 400 m² großen Biobadeteich. Ausspannen können Sie im Puradies aber auch beim Yoga und bei wohltuenden Massagen sowie Beautyanwendungen. Darüber hinaus können sich die Gäste im Puradies auch nach Herzenslust beim Fitness an modernsten Cardio- und Kraftgeräten auspowern.

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Leider war mein Aufenthalt viel zu kurz, um das gesamte Hotel kennenzulernen. Mit der Sauna im eigenen Chalet habe ich es nicht in den Wellnessbereich geschafft. Die Bar habe ich nur beim Einchecken und kurzen Gespräch mit Herrn Madreiter bewundern können. Das Hotel selbst bietet noch so viel mehr wie etwa eine Bibliothek, die sich meinen Blicken entzogen, da ich mich in dem Chalet wie in einem Kokon wunderbar geborgen fühlte und in den wenigen Stunden, die ich vor Ort war, sehr entspannt habe.

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Und die Pisten waren mir am Vormittag zu sehr im Nebel, so dass ich mich ganz allein nicht in ein mir noch unbekanntes Skigebiet trauen wollte. Ich war ja die zwei Tage zuvor erst in Sterzing auf dem Rosskopf Ski fahren, so dass ich mir einen Tag Ruhe mit Sauna und exzellentem Essen gönnte. Stattdessen genoss ich den Winterspaziergang hinter dem Hotel auf dem Weißen Weg, den sich Klassische und Skating-Langläufer, Winterwanderer und kreuzende Abfahrer teilen.

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Puradies: Pure Familiengeschichte

Die absolute Alleinlage des „Private Retreats“ liegt in der Familiengeschichte begründet. Die Familie Madreiter zählt zu den Pionieren des Tourismus in Leogang und war Mitbegründer der hiesigen Bergbahnen. Vater Sebastian Madreiter ist noch heute Geschäftsführer der Bergbahnen. Ursprung des imposanten Familienbesitzes sind der aus dem 17. Jahrhundert stammende Pinzgauer Bergbauernhof, die Almwirtschaft und der familieneigene Embachhof, auf dem in den frühen 1950er Jahren erstmals Gäste bewirtet wurden. Das Wohlfühlareal umfasst eine Gesamtfläche von 500.000 qm. Ein echter Familienbetrieb ist der einstige Embachhof geblieben, heute führen die Brüder Philipp und Michael Sebastian Madreiter die Geschicke der seit dem Jahr 2016 als „Puradies“ bezeichneten resortähnlichen Verwöhnadresse. Gemeinsam haben die Brüder, die in der Österreich-Ausgabe des „Bertelsmann-Guide“ zu den „Gastgebern des Jahres 2018“ gekürt wurden, mit stattlichem Investitionsvolumen das Alpinhotel zu einem perfekten stylishen Rückzugsort in den Bergen weiterentwickelt. 

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Ganz herzlichen Dank an das Puradies für die Einladung und exzellente Unterbringung sowie Verköstigung. Unsere persönliche Meinung bleibt selbstverständlich unabhängig.

Service:

Hotel Rosskopf Sterzing: Stop-over am Brennerpass

Gleich nach dem Brennerpass kommt der Reisende auf dem Weg von Österreich nach Italien an dem wunderschönen Ort Sterzing/Vipiteno vorbei. Das erste Südtiroler Städtchen grüßt nicht nur mit einer historischen und gut erhaltenen Altstadt, mit exzellenter Gastronomie und einigen Hotels. Sondern auch mit einem eigenen Skigebiet: Der Rosskopf. Wir haben in Sterzing im Hotel Rosskopf übernachtet, waren Gast bei der Einweihung des neuen Panorama-Skiliftes am Rosskopf selbst und haben die Fertigung von Leitner Ropeways besucht.

Nur wenige wissen, dass Sterzing auch der Sitz eines Weltmarktführers ist: Leitner Ropeways. Die Firma Leitner fertigt Sessellifte, Gondelbahnen, Schneekatzen und vieles mehr für Verkehrssysteme in den Bergen. Viele von uns kennen nur die Lifte und Gondeln in den Bergen. Doch schon einige südamerikanische Städte haben angefangen, Gondeln als schnelle und günstige Massentransportmittel für die Millionenstädte einzusetzen, bspw. Medellin in Kolumbien. Und in Deutschland überlegen bereits München und Berlin, wie man Gondeln einsetzen kann. Denn der Bau dieser Systeme ist allemal günstiger und schneller als ein U-Bahn-Bau. Weltweit gibt es eigentlich nur zwei nennenswerte Anbieter: Doppelmayr in Österreich und eben Leitner in Südtirol.

Südtirol glänzt mit einigen der schönsten Berge und damit auch Pisten der Alpen. Direkt vor der Tür von Leitner liegt der Rosskopf. Ein Berg, der eigentlich als Paradeparadies und Teststrecke von Leitner dienen könnte. Mit der neuen Telemix-Bahn, der neuen fünf-Kilometer-Talabfahrt, der Beschneiungsanlage und den neuen Pistenbullys wird das Skigebiet Rosskopf in Sterzing-Südtirol in ein neues und modernes Schneezeitalter katapultiert. Was jetzt noch dringend modernisiert werden sollte, ist die Gondelbahn von Sterzing hoch auf den Rosskopf. Denn die geht auch direkt über die Brennerautobahn und wäre somit eigentlich ein perfektes Aushängeschild für Leitner. Denn oben erwartet den Skifahrer ein zwar kleines, doch wunderschönes Skigebiet.

Sterzing ist geprägt von vielen Jahrhunderten Durchgangsverkehr durch die Alpen. Der Brennerpass in unmittelbarer Nähe, die Tiroler Tradition, die nahezu unzählbar vielen Völker und Stämme, die hier durchzogen, lebten und – leider – sich auch zeitweilig bekämpften, hinterliessen alle ihre Spuren. Reichverzierte Bürgerhäuser mit Erkern kennzeichnen den Charakter der Altstadt in Sterzing. In der Fußgängerzone kann man gut bummeln, in vielen kleinen Geschäften einkaufen und in Cafés und Restaurants hervorragend speisen.

Gleich in der Nähe der Aufstiegsanlagen des Rosskopf und zugleich unweit der Ortschaften Ratschings, dem Ridnauntal und dem Pfitschtal, bietet das 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf gepflegte, gemütlich eingerichtete Zimmer und Suiten und wird somit zur idealen Unterkunft für einen Aktivurlaub mit Wellness im wundervollen Eisacktal.

Einen Einblick in mein Zimmer im 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf Sterzing gibt Euch mein kleines Video:

Benannt nach dem sonnigen Bergmassiv hoch über der Stadt, lädt das familiäre Hotel in Sterzing zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt in Südtirol ein. Traditionelle Gastlichkeit, die kreative Küche im hoteleigenen Restaurant und der herzliche Charme sind die besonderen Stärken des reizvollen Hotels mit seinen 40 Zimmern, welches mit einem Relaxbereich und einem idyllischen Garten einen Ruhepunkt in der Hektik des Alltagslebens bildet.

Morgens der Blick aus dem Bett.

Hotel Rosskopf: 4 Sterne Wellness und Restaurant

Fotos in Wellnessbereichen sind immer ein Problem: Wenn Gäste drin sind, ist es heiss und dampfig.

Die Saunaanlage und vor allem die Küche haben eigentlich 4-Sterne-Niveau. Für die gute Küche spricht, dass mittags Einheimische sowie Arbeiter und Angestellte der Firma Leitner, die Seilbahnen bauen, zum Essen kommen. Die Sauna ist sehr modern, hier kann man herrlich entspannen. Es gibt eine Bio- und eine finnische Sauna, ein Dampfbad, eine Rotlichtkabine, einen Whirlpool und einen großen Ruheraum.

Nach einem erfolgreichen Skitag und dem Saunabesuch, um die Muskeln zu relaxen, ist man bereit für das Abendessen. Das Menü am Abend startet für uns mit einem Knödel Tris. Als Vorspeise ist das Tris der Renner, es besteht aus einem Spinatknödel, einer Kasnocke und den für Südtirol so typischen Schlutzkrapfen.

Tagliata di Manzo, Ruccola, Gemüse, Bratkartoffeln

Der Hauptgang ist Tagliata di Manzo auf Ruccola mit Gemüse und Bratkartoffeln, dazu passt der Merlot Black von der Winzergenossenschaft Bozen von 2015 hervorragend.

Apfelstrudel mit Vanillesauce

Und der perfekte Abschluss wird gebildet von einem Apfelstrudel mit Vanillesauce, dazu ein wunderschöner italienischer Espresso.

Hotel Rosskopf: Das Stop-over-Hotel

Das Drei-Sterne-Superior Hotel Rosskopf in Sterzing bietet sich auch perfekt als Zwischenstation an für Reisende auf dem Wege von Nord nach Süd oder umgekehrt. Das Hotel ist in Sichtweite der Brennerautobahn – und eigentlich auch in Hörweite, doch die Fenster sind glücklicherweise sehr schalldicht. Während unseres Aufenthaltes war eine größere Gesellschaft anwesend, die täglich bis nach Antholz zum Biathlon-Weltcup gefahren ist. Ja, kann man machen, aber dann muss man täglich schon sehr früh in Richtung Antholz aufbrechen, da man sonst im Stau steht.

Service:

Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau: Familienurlaub und Kinderskikurs im Galtenberg Family & Wellness Resort

Und dann bist Du in dem Alter, in dem Party und After-Ski unwichtig sind. Du kümmerst Dich viel lieber um blaue Pisten, die schwarze Buckelpiste kann warten. Familienurlaub statt Partypiste. Kinderbetreuung statt Clubbing. Du suchst das ruhige Seitental. Beispielsweise das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau statt Party-Zone Ischgl. Um die Ecke von München, vier Berge, zwei Täler, ein Skierlebnis für die ganze Familie. Ein Familienhotel mit Kinderskischule: Das Galtenberg Family & Wellness Resort. Kurze Anreise, maximales Kinder-Skivergnügen. 

Das Tal erwacht: Frühmorgens liegt das Tal noch im Schatten.

Die Koffer fürs Wochenende sind schnell gepackt. Skier nehmen wir nicht mit, die leihen wir uns vor Ort aus. Und ein Auto brauchen wir auch nicht. Von München fahren wir mit dem Eurocity in Richtung Venedig bis nach Wörgl. Papa chillt. Denn die Anreise mit der Bahn ist total tiefenentspannt, ohne Stau auf der Autobahn, ohne Mautgebühr für das kleine Stück Autobahn zahlen zu müssen. Und kinderfreundlich, da der Nachwuchs im Zug genügend Bewegung, Auslauf hat. Wir steigen um in den lokalen Regionalexpress bis nach Brixlegg. Dort wartet ein Mitarbeiter vom Kinderhotel Galtenberg, er nimmt uns dienstbeflissen die Koffer ab, mit seinem Hotelshuttle fährt er uns bis zum Hotel.

Das imposanten Bergmassiv im blau-grauen Morgenlicht.

Das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau

Das Alpbachtal ist ein Tal mit 10 kleinen Dörfern. Alpbach wurde zum schönsten Dorf Tirols gewählt sowie zum  „schönsten Blumendorf Europas“. Und auch der Spiegel empfiehlt es als eines der schönsten kleinen Skigebiete. Alle Häuser hier müssen im typischen Alpbachtaler Holzbaustil gebaut werden: ab dem ersten Stock mit Holz und Balkon, die Fenster müssen Sprossen haben und dürfen nicht groß sein. Die Dächer sind nicht grell sondern in anthrazit gedeckt, als Putz ist nur klassisches Weiß erlaubt. Die Hauptgemeinde Alpbach hat lediglich 2.700 Einwohner, im Alpbachtal insgesamt wohnen 25.000 Einwohner. Hinzu kommen etwa 8.000 Gästebetten. Das ist ein deutlich anderes, normaleres, vor allem aber gesunderes Verhältnis als in anderen touristischen Tälern.

Langsam, fast unmerklich, ändert sich das Licht im Tal.

Durch das Congress Centrum Alpbach ist das Tal zu einer Ganzjahresdestination auch für Businessgäste geworden. Im Sommer und Winter kommen die Touristen – und in der Nebensaison sind die Hotelbetten mit Geschäftsreisenden gefüllt, die zu Seminaren und Kongressen in das Alpbachtal kommen. Die Lage am Inntal zwischen München und Innsbruck ist dafür optimal. Bei der einzigartigen Kongress- und Tagungsdestination steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Durch die Einbettung des Gebäudes in den Berg blieb das einzigartige Ortsbild gänzlich unberührt. Die Green Meeting-Destination überzeugt mit einer mietbaren Gesamtfläche von 2.796m² und modernster Technik. Gestalterische Höhepunkte des hellen und freundlichen Gebäudes sind eine Spirale aus Glas, die die Foyers und Räume mit viel Tageslicht versorgt, sowie große Fensterfronten mit Blick auf die beeindruckende Alpbacher Bergwelt. 

Die Bauernhöfe und Wiesen liegen noch im Morgengrau.

Die Struktur des Tales ist noch sehr ursprünglich. Es gibt noch über 100 aktive Bauernhöfe, ein großer Teil davon sind noch Erbhöfe, die seit über 200 Jahren in Familienhand sind. Im Sommer sorgen drei große Campingplätze für Urlauber aus ganz Europa.

Plötzlich zeigt sich die Sonne, die Berggipfel erglühen im morgendlichen Rosa.

Doch die grandiosen Zeiten des Alpbachtales sind lange vorbei. Früher wurde hier richtig Geld gemacht. Die Familie Fugger hatte im Ort die Fuggerverwaltung und liess aus dem Gradlspitz nach Kupfererz schürfen. Die Geschichte dazu können die Touristen im Bergbau- und Hüttenerzmuseum in Brixlegg nachvollziehen. Und die einstige Fuggerstube gibt es heute immer noch: Sie ist integriert im Böglerhof.

Langsam wechselt das Rosa zu Weiß, das Sonnenlicht wird stärker.

Heute wird nicht mehr nach Gold, Silber oder Eisenerzen im Berg geschürft. Das Geld kommt hauptsächlich über die Touristen ins Tal. Die Zielgruppen sind Familien, Freunde und Paare ab 40 Jahren aufwärts. Das Alpbachtal bietet vieles – nur keinen Extremsport. Im Sommer bieten sich hier die besten Gelegenheiten zum Wandern, Sommerrodeln, Wildwasser-Rafting, Biking oder auch im Outdoor-Zentrum in Gramsach. Apropos Sommerrodeln: Der Alpbachtaler Lauser Sauser ist der neue Alpine Coaster am Wiedersbergerhorn. Beim nächsten Mal muss ich den unbedingt fahren!

Schließlich präsentiert sich der Berg im morgendlichen Schneeweiss.

Im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach erwarten 37 wieder errichtete Originalbauten – Bauernhöfe und Nebengebäude aus verschiedenen Talschaften – die reizvoll ins Hügelland mit imposanter Bergkulisse eingebettet sind. 

Langsam erwachen auch die Almen, Bauernhöfe und Skipisten.

Und im Winter begeistert das Alpbachtal mit Abfahrtsski, Langlauf, Rodeln, Winterwandern und Schneeschuhwandern. Im Winter 2012/2013 schlossen sich das Nachbartal Wildschönau und das Alpbachtal zusammen zum Ski Juwel. Seitdem heisst es Ski Heil! auf 109 km Pisten, 326 ha Pistenfläche bei 85% beschneiten Pisten und 45 Liftanlagen. Der nötige Einkehrschwung macht in 25 Skihütten Spaß. Doch dazu später mehr. Für die Kids gibt es 2 Snowparks und 1 Familypark. Die höchsten Bergstationen sind auf dem Wiedersbergerhorn auf 2.025m und auf dem Schatzberg auf 1.903m. Dabei können die Gäste aus ganz Europa aufatmen: Es gibt gratis WiFi im gesamten Skigebiet. Und einen kostenlosen Skibusservice im gesamten Tal.

Blick aus der Schatzbergbahn.

Seit einem Jahr gibt es nun die neue Schatzbergbahn. 18 Millionen Euro wurden in diese hochmoderne 8er-Gondelbahn investiert, die von Auffach auf den Schatzberg führt. Es ist eine Einseilumlaufbahn mit Mittelstation. Die über 4km lange Bahn befördert 2.650 Personen pro Stunde auf den Berg. Zu den Annehmlichkeiten zählen ein komfortabler, barrierefreier Zugang, Indoor-Kassen sowie ein großer Sportshop.

Galtenberg Family & Wellness Resort

Wir wachen im Galtenberg Family & Wellness Resort in unserem Zimmer auf und fühlen uns gleich sauwohl! Der Blick aus dem Fenster zeigt uns diese traumhafte Bergwelt, die sich fast minütlich verändert. Hier hätte ich mir ein Stativ zur Hand gewünscht, um den Sonnenaufgang permanent festzuhalten. Doch die Bilder oben geben Euch hoffentlich einen guten Einblick.

Unser Familienzimmer im Galtenberg, einem Mitglied der Kinderhotels, lässt keine Wünsche offen. Es gibt ein extra Kinderzimmer für drei Kinder mit einem Stockbett und einem normalen Bett. Im Badezimmer steht für die Kinder ein eigenes Set mit Zahnpasta etc. zur Verfügung. Außerdem steht ein kleiner Tritt vor dem Waschbecken, so dass die lieben Kleinen problemlos ans Waschbecken kommen. Zu gemütlichen Spielstunden zusammen lädt eine Sitzecke ein. Der Tisch ist groß genug, dass man dort auch essen könnte. Für den Wellnessbereich liegen Bademäntel und Crocks-Schuhe bereit.

Im Skikeller des Hauses finde ich eine genügende Anzahl an Schlitten. Dort steht für jedes Zimmer ein eigener Skischrank zur Verfügung, so dass wir unsere Skier, Skischuhe und Stecken dort zum Trocknen einschliessen können.

Und im betreuten Kinderparadies können die Eltern ihre lieben Kleinen mit bestem Gewissen absetzen. Die Kinder können dort spielen, toben, basteln und Sport treiben unter erfahrener Anleitung. Eine Kletterwand lädt zum Kraxeln ein. Im Wellnessbereich habe ich natürlich Kamera und iPhone nicht mitgenommen. Doch auch hier finden Kinder und Eltern genau die richtige Mischung aus Plantschen, Wasserrutschen, Sauna und Ruhebereich.

Einen kleinen Einblick bekommt ihr hier in diesem Video:

Unsere Maus muss raus! Sie will zum Skikurs! Das erste Mal auf die Bretter, die den Winter bedeuten. Bis heute stand sie noch nicht auf Skiern, im Kindergarten ist der erste Skikurs schon angemeldet. Doch wir wollen sie gern etwas vorbereiten – und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Ein Gefühl für die Latten und den Füßen entwickeln. Die Skier für die Maus und für mich haben wir in der Skischule schon am Vorabend reserviert und angepasst. Jetzt müssen wir sie nur abholen. Das geht schnell. Gleich nach dem erstklassigen Frühstück im Galtenberg schmeissen wir uns in die Skiklamotten und stapfen durch den Neuschnee hinüber zur Skischule, die gleich neben dem Hotel liegt – und auch zur Familie gehört. Rein in die Skischuhe, die Latten und Stecken nimmt der Papa und dann geht es gleich rüber zum Kinder-Skikurs.

Einen kleinen Einblick gibt Euch dieses Video:

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich erst vergewissert, dass der erste Skikurs wirklich etwas bringt und sich die kleine Maus zumindest halbwegs auf den Skiern halten kann. Dann hat es sich der Papa nach einer kleinen Weile der Beobachtung nicht nehmen lassen, das Skigebiet zwischen Alpbachtal und Wildschönau selbst zu erobern. Zuerst bin ich so ziemlich jeden Lift auf der Alpbachseite gefahren, inklusive der langen Talabfahrt, auf der nur sehr wenige andere Skifahrer anzutreffen sind.

Anschliessend bin ich mit der Schatzbergbahn hoch in Richtung Wildschönau gegondelt. Am Schatzberg in Auffach geht es eher gemütlich zu. In dem offenen Gelände fühlen sich vor allem Genuss-Skifahrer sowie Snowboarder im Funpark wohl. Über der Waldgrenze liegen breite und sonnige Abfahrten, abseits davon gibt es die eine oder andere Buckelpiste und Tiefschneeabfahrt. Der Ausblick von dort oben ist genial. Durch neue Beschneiungsanlagen am Schatzberg / Wildschönau ist die Schneesicherheit im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zu 85 % abgedeckt. Zum Mittag bin ich dort oben in die „Gipfö Hit„, die Gipfelhütte, eingekehrt. Die kulinarischen Spezialitäten sind von alten Zeiten geprägt, als die Knechte an den Höfen den ganzen Tag hart arbeiten mussten. Deftige Süßspeisen wie Kaiserschmarrn oder Melchermus sorgen dabei für die nötige Energie und sind ein süßer Hochgenuss.
 

Als Vorspeise empfehlen wir eine deftige, wärmende Leberknödelsuppe,

anschliessend bietet sich ein klassisches Tiroler Bauerngröstl an.

Und den süßen Abschluss bildet ein köstlicher Kaiserschmarren.

Mit der Schatzbergbahn am Nachmittag aus der Wildschönau zurück ins Alpbachtal.

Die tief verschneite Winterlandschaft könnte noch traumhafter sein, wenn der Himmel sich sonnig blau präsentieren würde. Doch damit es sich so schön weiss präsentiert, muss es auch schneien.

Am Nachmittag ist der Nebel zurück im Tal.

Die Pisten sind im besten Zustand und laden zu schönen Schwüngen ein. Das Ski Juwel ist einfach ein perfektes, kleines, feines und ruhiges Skigebiet. Wer die Pistengaudi sucht, der ist hier sicherlich total falsch. Wer aber Ruhe und einfach exzellente Pisten mit tollen Ausblicken liebt, der wird sich hier richtig wohl fühlen. In Österreich muss man sich in Sachen Kulinarik eh keine Sorgen machen. Ich habe – insbesondere in Tirol – noch kein einziges Mal schlecht gegessen. Und im Galtenberg Hotel fühlten wir uns als Familie richtig wohl.

Herzlichen Dank an das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau und das Galtenberg Family & Wellness Resort für das Wochenende!

Service:

Gastronomie im Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau:

Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Amuse Bouche: „Perlmutt“ Austermousse, Champagner, Algen von Jan Hartwig

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Entrée: Gefüllte Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini Aubergine, Thymian Vinaigrette

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Main Course: Rosa gebratenes Rinderfilet mit Hawaiianischem Kartoffelgratin, Gemüse aus dem Wok

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Dessertvariation: Tiramisu von der Brombeere, Bayrisch Crème mit Zwetschgen Kompott

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Churchills Dry White Port, Rotes 10 Years Infanta Isabel, Courvoisier VSOP, Hennesy XO

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

NYX Hotel München: Zu Gast bei der Göttin der Nacht

Und wieder eine neue Hotelmarke in Deutschland: Mit dem NYX Hotel München hat kürzlich das erste Haus einer neuen Hotelmarke eröffnet. Die NYX Hotels sind die neue Lifestyle Marke der Leonardo Hotels. Die Hotelgruppe von David Fattal expandiert in neue Märkte.  Wir waren bei der Hoteleröffnung dabei.

Der Stadtteil Obersendling ist mit Sicherheit nicht Münchens erste Adresse. Doch sollte die Location des neuen NYX Hotel München nicht täuschen. Genau gegenüber steht das Schwesterhotel Leonardo Hotel Munich City South. Außerdem stehen allein an dieser Straßenecke Hofmannstr./Zielstattstr. noch ein paar andere Hotels. Die Zielgruppe ist hier nicht in erster Linie der Urlauber. Rund um die Hofmannstrasse war bis vor wenigen Jahren noch ein grosses Siemens-Betriebsgelände. Mittlerweile sind dort viele andere Unternehmen entstanden, außerdem wurden neue Wohnviertel hochgezogen. Und auch die Nähe zur Innenstadt täuscht. Die Verkehrsanbindung an Bus und U-Bahn ist sehr gut. Doch warum sollte ein Gast in das NYX und nicht etwa in das Leonardo Hotel gegenüber? Was macht das Haus so speziell?

Daniel Roger,  Managing Director Fattal Hotels Europe & UK, führte uns zur Begrüßung kurz in die Geschichte der israelischen Hotelgruppe ein. Das NYX Hotel Munich ist bereits das 50. Hotel der Gruppe in Deutschland. Erst 2003 hatte David Fattal 20 Häuser der Queens Gruppe übernommen und diese Gruppe nach einem einzelnen Hotel in Nürnberg benannt. Mittlerweile haben die Leonardo Hotels schon 32.000 Zimmer weltweit. Das Ziel der Gruppe ist es, bald 200 Häuser zu betreiben.

Die Lifestyle-Marke NYX entwickeln die Leonardo Hotels zusammen mit Künstlern und Designern. In Tel Aviv, Prag und Madrid stehen bereits die ersten NYX Hotels. 

Yoram Biton, Managing Director Central Europe, führt aus, dass die Leonardo Hotels in München langsam gewachsen seien. Das erste Hotel habe die Gruppe kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Nähe vom Hauptbahnhof eröffnet. Dabei habe das Management das Potential der Stadt München erkannt. Allerdings sei es derzeit schwer, in München fähige und gute Mitarbeiter zu finden. Auch weil in den letzten Jahren etwa 20 – 30 andere Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet hätten. 

Jan Heringa, Pre-Opening Manager und Brand Manager der NYX Hotels, spricht anschliessend für das Hotel selbst. Er hat 2016 bereits das Leonardo Hotel gegenüber eröffnet. Jetzt hat die Gruppe elf Häuser in der Stadt. Damit die Münchner nicht durcheinander kommen bei so vielen Leonardo Hotels, habe man sich entschieden jetzt die Marke NYX an dieser Stelle zu positionieren. 

NYX steht dabei für die Göttin der Nacht. Das Hans im Glück, das Restaurant der Münchner Burger-Kette, das sich ebenfalls im Haus befindet, dient zur Stärkung vor der Nacht. Das NYX Hotel Munich soll Leute mit Interesse an Nightlife und Lifestyle ansprechen. Die Marke soll für Wohlfühlen stehen, für ein angenehmes Erlebnis. Das nächste Projekt ist die Umwandlung des Wyndham Hotels Mannheim zum NYX Mannheim.

Das Hans im Glück Burger-Restaurant erklärt uns Johannes Bühler, Geschäftsführer Franchise. Das Restaurant ist jetzt das 15. Hans im Glück-Lokal in München und Umgebung. Hans im Glück ist ein Münchner Unternehmen, das mittlerweile auch schon in Singapur vertreten ist. Die zwei Marken NYX und Hans im Glück passen nach Ansicht der Unternehmen sehr gut zusammen. 

Der Innenarchitekt Andreas Neudahm verdeutlicht schliesslich sein Konzept. „Wir wollten eine Atmosphäre mit einem Open Lobby Erlebnis schaffen. Der Gast soll denken, dass alles eins ist. Die Lobby ist as Wohnzimmer des Hotels. Wir haben uns deshalb mit Design im Inneren des Hotels etwas zurückgehalten. Dafür haben wir eine starke Kunst an der Fassade.“ Andreas Neudahm hat dafür ein besonderes Ambiente entwickelt, das auf gemusterte Tapeten, Street Art Werke und zeitgenössische Kunst aus der Umgebung setzt. So haben die international bekannten Street-Art-Künstler SatOne (Rafael Gerlach) und Daniel Man die Fassade in ein 600 Quadratmeter großes, abstraktes Wandgemälde verwandelt. 

Die Marke NYX muss nach Unternehmensangaben nicht immer in der Innenstadt sein. Es sei erstaunlich, wieiviel Menschen durch die Zielstattstrasse und die Hofmannstrasse laufen würden. Allerdings sind die NYX Hotels in anderen Städten sehr zentral in den Innenstädten gelegen. 

Das Thema Lifestyle und Nightlife spielt das NYX Hotel Munich nicht nur im Design und dem Burger-Restaurant durch. Das Hotel verfügt über einen sehr schön gestalteten Kinoraum, in dem auch ein DJ auflegen wird. Außerdem sollen Bands live vor Ort auftreten. 

Die Leonardo Hotels wollen bis zum Jahr 2022 noch 20 NYX Hotels eröffnen. 

Das NYX Hotel Munich verfügt über 210 Zimmer, 15 Suiten und eine große Terrasse mit 120 Plätzen. 

Besonders die Suiten sind interessant für Longstay-Gäste: Die Zimmer sind sehr großzügig und freundlich gestaltet und verfügen über eine Kitchenette. Man muss also nicht täglich Burger essen, sondern kann auch selbst kochen… 

Service:

Gourmet Skisafari: Genußvoll Skifahren in Alta Badia

Gourmet Skisafari Alta Badia Adelheid Wanninger

Bestgepflegte Pisten, stahlblauer Himmel – das ist einfach Skifahren mit Genuss. Dazu noch kulinarische Köstlichkeiten und regionale Weine, schon wird der Wintersport zum Hochgenuss! Unsere Autorin Adelheid Wanninger ging in Alta Badia auf Genussreise.

Gourmet Skisafari Alta Badia Adelheid Wanninger
Als Hot Spot für Gourmets hat sich die Region Alta Badia entwickelt, die inmitten der Dolomiten und somit im UNESCO Weltnaturerbe liegt. Bei der diesjährigen Vergabe der begehrten Michelin Sterne wurden gleich zwei Restaurants in St. Kassian mit zusätzlichen Sternen dekoriert. Norbert Niederkofler wurde für das Restaurant St. Hubertus mit dem dritten Stern dekoriert. Somit ist das einzige Südtiroler 3 Sterne Restaurant in St. Kassian in Alta Badia beheimatet. Matteo Metullio erkochte für das La Siriola den zweiten Michelin Stern. Auch für Nicola Laera vom Restaurant La Stüa im Hotel La Perla in Corvara wurde der Michelin Stern erneut bestätigt.

Aber wie kommt es zu einer so hohen Sternedichte mitten in einer Bergregion?
Genau hier hat man seit jeher mit den Zutaten gearbeitet, die es hier in der Umgebung gab. Produkte aus der Region, saisonal und unverfälscht.
Und genau das wird heute wieder geschätzt.
Dass man diese Geschmäcker, die einen an Kindertage erinnern, wiedererleben darf, ist das Konzept der diesjährigen „Gourmet Skisafari“, die heuer bereits in die sechste Saison geht. Ausgesuchte Skihütten warten nun diesen Winter mit kreativen Gerichten auf, zubereitet aus frischen Südtiroler Zutaten. Serviert selbstverständlich mit ausgewählten Südtiroler Weinen. (mehr …)

MIZU Sushi-Bar: Das edle japanische Restaurant am Tegernsee

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee
Bemerkt Ihr den Trend zum Edeljapaner? Hinter dem Namen MIZU Sushi-Bar steckt nicht etwa ein asiatischer Schnellimbiss, wie er beispielsweise in der Umgebung des Münchner Hauptbahnhofes en masse vorkommt. Das Gourmet-Restaurant des Bachmair Weissach betreibt dezentes Understatement und fasziniert uns mit einer hochklassigen japanischen Küche, die keinen Wunsch übrig lässt. Und eines war längst überfällig: Es ist das erste japanische Restaurant im Geniesserland Tegernsee.

Restaurants kommen und gehen. Manche Konzepte verschwinden schneller als das Restaurant für den Umbau brauchte. Mancher Hotelier entscheidet sich bereits nach kurzer Zeit für ein neues Thema für sein Restaurant. Vom Gourmet-Tempel zum Restaurant für Jedermann. Vom Lokal mit regionalen Spezialitäten zum Michelin-Stern gekrönten Geheimtipp. Oder der Chefkoch wechselt und damit das ganze Thema des Restaurants. Bestimmt war es eine Mischung mehrerer Gründe, warum Hotelinhaber Korbinian Kohler seinem einstmals Michelin-gekrönten Gourmetrestaurant Laulenzi schon bald nach unserem Besuch den Stecker zog. Nach einem behutsamen Umbau erfolgte die Eröffnung der Mizu Sushi-Bar.

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das MIZU ist eine perfekte Verbindung von puristisch-japanisch und bodenständig-bayerisch, zudem bringt es internationales Flair an den Tegernsee. Handschmeichelnde Tische aus Pflaumenholz bilden im Restaurant eine einladende Bühne für die raffinierten Speisen, edle sand- bzw. ochsenblutfarbene Stoffe aus Schilfleinen und die handgefertigten Lampenschirme aus Wiener Geflecht, die teils in sanftem Orange schimmern, schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und Genießen.

Als Chefkoch Mizu Sushi-Bar gewann Hotelinhaber Korbinian Kohler den renommierten japanischen Koch Mitsutoshi Sugiyama, der im ersten japanischen Restaurant der Geniesserlandregion Tegernsee seit 2015 die Vielfalt moderner japanischer Küche live im neuen Show-Cooking Bereich präsentiert.

Zum gastronomischen und gestalterischen Gesamtkonzept gehört die Verbindung fernöstlichen Einflüsse mit traditionellen Materialien und kosmopolitischem ‚Lifestyle‘ des Tegernsees: leichte, gesunde Küche mit heimischem Fisch, Schilfleinen und edlen Hölzer sowie Asian-Infused Signature Drinks von Bachmair Weissach Ambassador David Barth an der restauranteigenen MIZU-Bar. (mehr …)

500 Jahre Klosterbräu Seefeld: Vom Massentourismus zum einmaligen Luxushotel

Klosterbräu Seefeld

Josephine Baker und Andreas Gaballier, La Toya Jackson und Eros Ramazotti, von Boris und Barbara Becker bis zu den Zwillingen Julia und Nina Meise. Ja, der Schah war auch schon da: Allein die letzten fünf Jahrzehnte bergen soviel Prominente wie Anekdoten, dass bereits das Geschichtenerzählen dem geneigten Leser wie 1001 Nacht vorkommen würde. Doch das Klosterbräu Seefeld ist mehr als nur ein Promi-Hotel. Es ist ein Pilgerort, ein Ort der Entspannung, ein Kraftfeld.

Klosterbräu Seefeld
Klosterbräu Seefeld

Der Geburtsstunde des Tourismus in Seefeld ist 500 Jahre alt: Mit dem so genannten Hostienwunder fing alles an. Der berüchtigte Ritter Oswald Milser hatte sich die Frechheit, den blasphemischen Frevel herausgenommen, in der Messe eine größere Hostie zu verlangen, als ihm zustand. Kaum hatte er sie in den Mund geschoben, als der Boden unter seinen Füßen nachgab, genau wie der Altarstein, an dem er sich festzuhalten versuchte. Noch heute können Besucher seine Hand- und Fußabdrücke im Stein der Klosterkirche besichtigen. Die Hostie selbst färbte sich derweil blutrot. In den folgenden Jahren besuchten zahlreiche Pilger Seefeld, um den Ort des Wunders zu sehen. Der Massentourismus zu Seefeld war geboren.

Klosterbräu Seefeld
Klosterbräu Seefeld Die Pfarrkirche St. Oswald ist naturgemäß ein Teil des Hotel Klosterbräu, doch heute sind der geistliche und der weltliche Teil voneinander getrennt. Uns wurde die Geschichte über das Hostienwunder erzählt und die Hostienmonstranz gezeigt, die nur noch sehr selten herausgeholt wird. Angeblich ist das die originale Hostie, wie vor 500 Jahren. Doch hat sich der Keks naturgemäß leicht verändert. Es ist ja kein McDonalds-Burger, der sich über Monate oder gar Jahre unverändert halten kann…
Der Handabdruck ist im alten Altarstein deutlich erkenn- und spürbar. Meine Hand passte gut hinein. Zum Schutz des historischen Steins ist mittlerweile ein moderner Altarstein darüber gesetzt – ohne dabei den alten Stein zu berühren. Auch die Stelle, in der Ritter Oswald in den Boden versank ist sichtbar, über den weich gewordenen Stein wurde ein kleines Gitter gesetzt.

Einen Einblick über Ritter Oswald und das Hostienwunder in der Klosterkirche zu Seefeld gibt Euch mein kleines Video:

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Hotel Majestic Kuala Lumpur: Charmantes Kleinod mit Luxus und Lifestyle

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Es ist schon spät, als der Airbus A 380 von Malaysia Airlines aus London kommend uns in Kuala Lumpur absetzt. Vom Flughafen aus bringt uns ein Kleinbus direkt zum Hotel Majestic. Ich bin zu einem ganz besonderen Food-Festival, dem KL Big Kitchen, in Kuala Lumpur eingeladen. Es findet erstmalig und mit sehr großem Aufwand statt. Die Hauptstadt von Malaysia möchte sich als neue gastronomische Hauptstadt von Südostasien ins Spiel bringen. Für vier Tage bin ich in diesem besonders außergewöhnlichen Hotel untergebracht. Hier sind meine Eindrücke.

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Das Hotel gliedert sich in zwei sehr unterschiedliche Teile, den historischen Flügel und den modernen Turm. Beide Teile sind verbunden durch den neuen großzügigen Empfangsbereich. Im historischen alten Eingangsbereich, auf dem noch majestätisch der Name „Hotel Majestic“ prangt, sind jetzt eine Bar sowie ein Friseur und andere Outlets untergebracht.

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BigKitchen_Kuala_Lumpur_02_JTL_Hotel_Majestic_Mai_2015_084Von der Lobby aus geht es zu den Konferenzräumen, Bankettsälen und zum Frühstücksrestaurant. Am Empfang werde ich herzlich begrüßt. Nachdem ich meinen Namen nenne, stellt die Rezeptionistin fest, dass ich im historischen Teil untergebracht bin. Sie bringt mich zum zweiten Empfang im alten Hotelbereich. Auf dem Weg dahin erfahre ich, dass das alte Majestic Hotel früher bereits das erste Haus am Platze war. Nachdem die früheren Besitzer das Haus nicht mehr pflegten, ging es bankrott und verfiel. Angeblich wuchsen sogar Bäume aus dem Haus heraus. Der jetzige Eigentümer, die malaysische Hotelgruppe YTL übernahm das Haus und renovierte es vorsichtig mit viel Rücksicht auf den Denkmalschutz, ergänzte es allerdings mit dem neuen Zimmerturm und erhöhte so die Zimmerkapazität auf ein zeitgemässes und wirtschaftliches Niveau. So gibt es im Majestic Wing ausschliesslich Suiten im Kolonialstil, im Tower Wing Zimmer und Suiten im modernen Stil. Die Rezeptionistin vom Majestic Wing steht etwas versteckt hinter einem sehr kleinen Tresen. Ich denke mir, dass hier bestimmt nicht viele Leute gleichzeitig ein- oder auschecken können.

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Doch irre ich mich. Sie checkt meinen Namen, schnappt sich ein iPad und bittet mich zum Zimmer mitzukommen. Auf dem Weg erfahre ich, dass der Check-in für die Gäste im historischen Teil grundsätzlich auf den Zimmern gemacht wird. Außerdem teilt sie mir mit, dass der Majestic Wing ein All-Suite Bereich ist. Ich bin also in einer Suite untergebracht! WOW! So ein schönes Hotel und ich habe außerdem eine Suite! Yes! Wir betreten die Suite, und die Rezeptionistin bittet mich auf der bequemen grossen Couch Platz zu nehmen. Und dann kniet sie sich vor mich hin und beginnt mit dem Check-in via iPad. Mir ist das allerdings total unangenehm. Ich bitte sie, doch neben mir auf der Couch Platz zu nehmen. Denn ich bin es nicht gewohnt, dass Frauen vor mir knien. Doch sie lehnt ab und zieht gewohnt professionell das Check-in durch, ich muss nur wenige Details auf dem iPad ausfüllen.

Das ursprüngliche Hotel Majestic wurde von der niederländischen Architekturfirma Keyes & Dowdeswell für den Geschäftsmann Loke Wan Tho im Jahre 1932 entworfen und erbaut. In einem Hybrid aus Neoklassizismus und Art-Deco entworfen, steht das ursprüngliche 51-Zimmer-Hotel auf einer beherrschenden Hügellage, die vor dem maurischen Bahnhof, einem der anderen berühmten Wahrzeichen Kuala Lumpurs, liegt. Das Hauptgebäude zeichnet sich durch hohe weiße, klassisch proportionierte römische Säulen und detaillierte Gesimse aus. Die gebogene Zufahrt und der überdachte Eingang tragen zum prächtigen, luxuriösen Gefühl bei.

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Anschliessend habe ich etwas Zeit, mir meine Suite anzuschauen und Fotos sowie mein Video zu machen, bis mein Gepäck auf das Zimmer gebracht wird. Doch seht selbst:

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Vila Vita Marburg: Kulinarische Landpartie mit Spitzenköchen

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele

Bereits zum fünften Mal fand in diesem Sommer auf dem Hofgut Dagobertshausen in der Nähe von Marburg an der Lahn die Landpartie statt. Dem Vila Vita Marburg, Veranstalter dieses kulinarischen Stelldichein, ist es wieder einmal gelungen das Who-is-Who der bundesweiten Kulinarik für den Event zu gewinnen. Bereits seit 2013 schwingen zahlreiche berühmte Köche und Pâtissiers wie Steffen Henssler, Stefan Marquard, Frank Rosin, Tim Raue, Christian Hümbs oder Juan Amador in Dagobertshausen die Koch- und Rührlöffel und verwandeln den kleinen Ort bei Marburg im oberhessischen Bergland in eine kulinarische Metropole, in eine lukullische Hochburg. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin fuhr unser Co-Autor Jörg Bornmann in seine Geburtsstadt – nicht nur zum Durstlöschen.

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Auch in diesem Jahr war das Line-Up mit Roland Trettl, Nelson Müller, Horst Lichter, Alfons Schuhbeck, Kolja Kleeberg und Hans Neuner als Kochtopfzauberer, Volker Raumland mit seinem Spitzensekt, die italienische Weinmacher-Legende Carlo Ferrini, Elisabetta Geppetti vom Weingut Fattoria Le Pupille aus der Toskana,

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Trüffelkönig Bos, Otto Gourmet, der Initiator des neuen, deutschen Fleischtrends, dem portugiesische Winzer und Visionär Dirk Niepoort und dem österreichische Meister und Vizeweltmeister im Grillen Tom Heinzle wieder top besetzt. (mehr …)

Sporthotel Sillian Tirol: Ein Paradies nicht nur für Wellness Kids

Tirol Dolomiten Residenz Sporthotel Sillian
Das Tiroler Hoteliers ein besonderes Herz für kleine Gäste haben, lässt immer mehr Familien nicht nur den Skiurlaub im Herzen der Alpen planen. Kaum zwei Autostunden von München entfernt, liegt eines der beeindruckendsten Täler der Region – das Pustertal. Eingebettet von den schroffen Bergrücken der Dolomiten und dem Massiv des Großglockner begrüßt die Dolomiten Residenz ****S Sporthotel Sillian seine oft auch sehr jungen Besucher. Unsere Co-Autorin Hanka Paetow hat sich vor Ort für Euch überzeugt.

Hier oben rühmt sich der Ort direkt an der Grenze zum Hochpustertal in Südtirol, mit ca. 2.000 Sonnenstunden im Jahr die meisten Sonnenstunden im langjährigen Mittel Österreichs zu verzeichnen. Auf über 1.000 Metern über dem Meeresspiegel duften die Weiden ein wenig würziger, ist die Milch der Kühe etwas fetter, kommt das „Pain Paillasse“, das sogenannte Wurzelbrot, noch aus dem Holzofen. Der Genuss des Einfachen hat in Tirol eine lange Tradition. Die rauen Sonnenseite der Alpen, die manchmal so unwirklich wirken, wie eine Postkarte, schweißt die die hier leben genauso schnörkellos und herzlich zusammen wie Wetter und Natur. Wer hier geboren wird, dem scheinen Klettern und Skifahren quasi in den Genen zu stecken.

Tirol Dolomiten Residenz Sporthotel Sillian

Ebenso unprätentiös herzlich und auf höchstem Niveau begrüßt die Dolomiten Residenz ****S Sporthotel Sillian seine Gäste. Das Sporthotel ist das erste Wellness Hotel das Wohlfühlprogramme für jedes Alter anbietet, im Osten von Tirol. Wo normalerweise Kinder draußen bleiben müssen, fängt Erholung für die ganz Kleinen gerade erst an. (mehr …)

Restaurants in München: August und Maria im Brauereigasthof Hotel Aying

August und Maria
August und Maria
Gehoben – ja, überteuert – nein. So ziehen wir unser Fazit nach einem kleinen Abstecher nach Aying. Doch kündigt sich hier schon Grosses an. Die Familie Inselkammer investiert in die Zukunft, denkt dabei an neue Gäste mit einem deutlich größeren Budget – und verliert dabei die Nachbarn und Stammgäste keinesfalls aus den Augen. So findet hier jeder mit jedem Geldbeutel etwas. Der Brauereigasthof Aying mit der Kombination von beliebtem, rustikalem, klassisch-bayerischem Bräustüberl und das Hotel mit dem neuen Gourmet-Restaurant August und Maria sind die beiden starken gastronomischen Angebote der Brauerfamilie.

August und Maria
August und MariaKaum ein anderer Ort im Münchner Umland ist so stark geprägt vom Bier geprägt wie Aying. Seit fast 140 Jahren wird dort Bier gebraut und auch in München ist das Ayinger Bier in vielen Gaststätten vertreten. Das gesamte Anwesen mit Maibaum, Kirche, Brauerei, Bräustüberl, Brauereigasthof, Hotel und Biergarten kann ein Stück Bayern en miniature bieten, das Brauchtum und Tradition mit Komfort und höchsten Qualitätsansprüchen verbindet. Dazu gehören Heimatschätze wie eine historische Kegelbahn, ein denkmalgeschütztes Herrenhaus und ein alter Getreidespeicher. Doch noch Größeres kündigt sich an: Das alte und seit Ende der 1980er leerstehende Brauereigebäude soll künftig zu einem Resorthotel umgebaut werden. Das Potential wäre vorhanden, hier am Ostrand von München ein internationales Edelobjekt für eine gehobenere Klientel zu schaffen. Feine, bayerische Gastlichkeit lautet die Devise.

August und Maria
Geschäftsführerin Angela Inselkammer (58), die auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, ist im Gespräch mit uns sehr zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird. Doch die derzeitigen Prioritäten sind klar: zuerst müssen die Nachbarn und Stammgäste glücklich sein, die die Basis des Erfolgs der Ayinger Brauerei sind. Mit dem neuen Gourmetrestaurant „August und Maria“, benannt nach den Großeltern des heutigen Senior-Bräu Franz Inselkammer, August und Maria Zehentmair, und den behutsam renovierten Zimmern im Hotel wird eine etwas betuchtere Kundschaft angesprochen, oder auch Stammgäste, die sich zur Hochzeit mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

August und Maria
Das Hotel liegt im Vier-Sterne-plus-Bereich, könnte aber mit einem etwas erweiterten Angebot durchaus auch fünf Sterne erhalten, doch fehlt dafür noch etwas Hardware, wie etwa ein Wellnessbereich. Allerdings ist beispielsweise für die Suiten ein Butlerservice eine Option, die vom Hotelmanagement bereits für die Zukunft angedacht ist. Think Big – aber behutsam Schritt für Schritt vorgehen, gibt hier offensichtlich der gesunde deutsche Mittelstand den Takt vor.

August und Maria

Im offiziellen Hotelvideo schaut es so aus:

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Das Kranzbach: Das wirklich wahre Wellness-Wohlfühl-Hotel – very british

Das Kranzbach Hotel Juli_2014_070
Als Mary Isabel Portman vor 140 Jahren geboren wurde, ahnte keiner, dass sie eines Tages ein bedeutendes Kulturdenkmal in den bayerischen Alpen hinterlassen würde, weit von ihrer Heimat in London entfernt. Doch Zufall und Weltgeschichte wollten es, dass sie ihr Traumschloss nie bewohnen konnte. Dafür können wir heutzutage in einem historischen Schloss und gleichzeitig hochmodernen Hotel großartig ausspannen und das britischen Flair geniessen. Wir gönnen uns ein paar Tage im alpinen Hideaway Das Kranzbach in den bayerischen Alpen, unweit von Garmisch-Partenkirchen entfernt.

Das Kranzbach Hotel Juli_2014_130
Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_024Mary Portman wird als hübsche, feingliedrige junge Frau mit ernstem, beinahe ein wenig trotzigem Blick von Zeitzeugen und Bildern beschrieben. Doch muss die Dame auch ein wenig mehr als trotzig-störrisch gewesen sein. Die Nähe zu Persönlichkeiten wie Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf legen nahe, dass sie frauenrechtlerische und eventuell sogar radikalfeministische Theorien vertrat. Ob sie gar lesbisch war…? Und das war damals im konservativen England ein Frevel. Also wurde sie von der Familie finanziell reichlich abgefunden, so dass sie wohl keinerlei Geldmangel litt, aber enterbt und rausgeworfen wurde. Selbst heute noch ist sie auf der Wikipedia-Seite ihres Vaters Henry Berkeley Portman, 2nd Viscount Portman, nicht namentlich erwähnt. Dort steht, er habe nur acht Kinder gehabt, sie war aber sein zehntes Kind. Eine eigene Wikipedia-Seite hat ihr noch keiner gegönnt. So zog Mary Portman über Berlin und Dresden bis sie nach Krün kam.

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In Garmisch erwarb sie 1913 die Kranzbachwiese im romantischen Bergtal 15 km von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Sie war zu dem Zeitpunkt 36 Jahre jung und zweifellos mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet. Noch im gleichen Jahr lieferten ihr die englischen Architekten Detmar Blow und Fernand Billerey die Pläne für ihr „Wohnhaus in Krün“. Sie erbauten das „Englische Schloss“ mit seinen typischen Treppengiebeln ganz im Geiste der britischen „Arts and Crafts“-Bewegung, deren Mitglieder eine Renaissance der mittelalterlichen Handwerkskünste anstrebten. Kranzbachs märchenhaften Äußeres erinnert an schottische oder irische natursteingemauerte Country Houses.

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Vom Bahnhof Klais aus, Deutschlands höchstgelegenen Bahnhof auf 933m üNN, an dem sogar der ICE nach Innsbruck hält, führt eine Privatstrasse den Berg hinauf ins Elmauer Tal. Keine Nachbarn, keine Straßen – sondern rundum geschützte Buckelwiesen, Wälder der Bayerischen Staatsforste und die imposante Bergwelt mit Zugspitze, Wetterstein- und Karwendelgebirge. Die Lage kann kaum traumhafter sein.

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Im südlichen Nebengebäude ließ die künstlerisch begabte Schlossherrin eine hohe holzgetäfelte Konzerthalle einrichten, in der die besten Musiker Europas auftreten sollten. Mary Portman, Schülerin von August Wilhelm, dem Konzertmeister von Richard Wagner, war selbst eine hervorragende Geigerin, eine der besten im Europa ihrer Zeit.

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Ihre kostbare, 1735 vom Italiener Guiseppe Guarneri del Gesu erbaute Violine, befindet sich heute im Besitz der Stradivari-Gesellschaft und trägt den Namen „Mary Portman“. Gespielt wird das mittlerweile über 2 Millionen Dollar teure Instrument derzeit von der in Australien geborenen Violine-Solistin Adele Anthony.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_028Mary, die auch ein Haus in Berlin-Charlottenburg besaß, unterhielt enge Beziehungen zur deutschen und europäischen Musikszene und zu allerhand illustren Persönlichkeiten in Künstlerkreisen und der Frauenbewegung. Der Beginn des ersten Weltkrieges machte Mary Portmans Pläne zunichte. Ihr „Englisches Schloss“ wurde zwar im Großen und Ganzen fertig gestellt, aber wegen des Krieges konnte seine Erbauerin vermutlich nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Da Mary das Geld für den Bau aus England bekam, der Krieg die Auslandszahlungen stoppte und die Bauunternehmen ihr zustehendes Geld forderten, wanderte die junge Multimillionärin sogar für einige Tage ins Gefängnis. Für ihr Verhältnis des Kulturfans zum Land der Dichter und Denker war dies wenig förderlich. Nach dem Krieg kam sie nicht mehr zurück und starb 1931 im schweizerischen Montreux – ohne je ihr Traumhaus gesehen, geschweige denn ausgestattet zu haben. Dies Traumschloss wurde Filmkulisse für die Ganghofer-Verfilmung „Das Schweigen im Walde“, Bildungsstätte, Erholungsheim, Lazarett oder stand einfach leer. Nach seiner wechselvollen Geschichte kaufte 2003 der österreichische Hotelier Jakob Edinger das Hotel und liess umwandeln und eröffnete es wieder 2007 als Vier-Sterne-Superior Hotel & Wellness-Refugium Das Kranzbach nach umsichtiger Sanierung der Bestandsbauten sowie architektonischer Neukonzeption mit 131 Zimmern. Die 31 Zimmer im Haupthaus, dem steinernen Mary Portman Haus, erinnern aber von der Einrichtung her noch an ein englisches Landhaus aus dem vorigen Jahrhundert.

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In memoriam Mary Portman, die als ebenso kunstsinnig wie unkonventionell galt, wurde dabei im historischen Stammhaus ein englisch-exzentrischer Stil verfolgt, dem Stil der „Arts-and-Crafts Bewegung“ nachempfunden.

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Dafür wählte die Londoner Interieur Designerin Ilse Crawford Möbeldesign-Klassiker aus den letzten 100 Jahren, die sie mit kräftigen Farben und Mustern kombinierte.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_126Den Großteil der Einrichtungen (wie Tapeten, Teppiche, Lampen, Böden) ließ sie extra anfertigen und mixte sie dann mit Klassikern aus verschiedensten Epochen: Wie z.B. Egg Chairs von Arne Jacobsen, Chaiselongues aus den 30ern von Poltrona Frau, Thonet-Tischen und Stühlen aus den 60ern, die Midgard-Nachttischlampen aus den 80ern und Bad-Keramik von Aston Matthews von 1890. Der Rosen-Wandteppich ist ein ganz besonderes handgeknöpftes Einzelexemplar. Die Zimmer im »Mary Portman House« sind alle individuell eingerichtet – teilweise mit Hummel- oder Schmetterlingstapeten.

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Wer mag, kann im Games Room eine Runde Schach, Mühle oder Backgammon spielen.

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Die Zielgruppe dieses außergewöhnlich schönen und sehr besonderen Wellnesshotels: Mindestalter 16 Jahre, Kinder sind also unerwünscht. Was nicht gegen die Kinder geht, sondern für diese absolute Ruhe sorgt, die in dem Haus vorherrscht. Als wirklich wahres Wellnesshotel wird hier Wert gelegt auf Ruhe, Entspannung, Entschleunigung. Es gibt keinen Verkehrslärm, keine Straße führt in der Nähe vorbei, kein Flugzeug überfliegt das Tal. Das Kranzbach hat auch kein Problem, seine Gäste, die mit Kindern kommen möchten, an ein perfektes Familienhotel in der Nähe weiterzuleiten: Das Leading Family Hotel Alpenrose in Lermoos. Laut Hoteldirektor Klaus King sind Pärchen die Hauptkundschaft, dabei hat das Haus eine sehr hohe Stammkundschaft. Die Besonderheit: Das Hotel wird hauptsächlich von Frauen gebucht. Zuerst kommen die Frauen mit ihrer Mutter auf ein Mutter-Tochter-Wochenende, anschliessend kommen sie mit der besten Freundin zu einem Wellnesswochenende und erst beim dritten Mal nehmen sie den Partner mit. Von so einer aufschlussreichen Zielgruppe hatte ich bisher noch nicht gehört.

Einen kleinen Eindruck gibt Euch mein Zimmervideo:

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Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Alpenrose Lermoos: So geht Familienurlaub!

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Das Kind verwöhnt, umsorgt und voll ausgelastet – die Eltern entspannt: besser als im Hotel Alpenrose Lermoos kann kaum ein Familienurlaub gestaltet sein. Sich um nichts kümmern müssen, sportlich aktiv sein oder ausgiebig ausspannen, köstlich speisen und herrlich schlafen: Alles das ist „Programm“ bei einem All-inclusive-Luxus-Familienurlaub im Leading Family Hotel & Resort Alpenrose****S in Lermoos/Tirol. Das erklärte Ziel der Familienhoteliers Andrea und Ernst Mayer ist es, auch ihren großen Gästen maximale Vielfalt zu bieten. Denn nur, wenn sich Kinder und Eltern wohlfühlen, ist ein Familienurlaub perfekt. Und so liegt das gesamte Angebot für Kinder und Eltern deutlich über den gewohnten Standards.

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Vorweg geben wir Euch gleich eine wichtige Information: Das ist ein Hotel nur für Familien mit Kindern bzw. Singles mit Kindern. Der Schwerpunkt liegt auf Kindern. Singles und Pärchen ohne Kinder haben keine Chance, in diesem Hotel ein Zimmer zu buchen. Es kommen immer wieder Diskussionen auf, ob Hotels, die „adults only“ als Konzept haben, kinderfeindlich seien. Dazu sagen wir ganz klar: Nein! Denn jedes Hotel hat seine Zielgruppe, seine besonders passende Klientel. Die Alpenrose Lermoos hat sich den Kindern verschrieben. Und wer ein Hotel nur für Erwachsene sucht, dem empfehlen wir ganz in der Nähe Das Kranzbach. So wie es Hotels gibt, die sich insbesondere dem MICE-Geschäft widmen, widmet sich die Alpenrose eben ausschliesslich den Familien. Und das machen sie absolut herzlich und perfekt.

Die Vorfahrt und der Eingangsbereich mit der Tiefgarage sind erst 2007 erbaut worden. So ist genügend Platz für gleich mehrere ankommende Gäste, bei Regen muss auch keiner nass werden. Ein interessantes, extrem gut gelungenes Detail, das uns erst später auffiel: auf dem Dach dieses Bereiches ist ein grosser Spielplatz angelegt. Dessen Holzaufbauten sind auf diesem Foto etwas zu erkennen.

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Schon beim Betreten des Hotel Alpenrose spüren und sehen wir, wie wichtig die Kinder genommen werden. Zwischen dem modernen und grosszügigen Eingangsbereich und der Rezeption steht ein überdimensionales rundes Aquarium mit vielen bunten Fischen. Während die Eltern einchecken, sitzt der Nachwuchs mit grossen Augen staunend davor. Derweil werden wir herzlichst empfangen, bekommen die Schlüsselkarte sowie die wichtigsten Informationen über das Hotel.

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Wir werden von einer überaus herzlichen Empfangsmitarbeiterin zum Hotelzimmer geleitet und auf dem Weg über das Hotel informiert. Gleich nach der Rezeption ist die linke Wand mit verschiedenen Materialien bespannt: Eine Wand des Fühlens, auf der Kinder haptisch die unterschiedlichen Stoffe erfassen können: Kuhfell, Wildschweinfell, Gamsfell, Metall und Holz. Gleich danach passieren wir den kleinen Zauberbrunnen. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass irgendein Mitarbeiter diesen Bereich permanent beobachten könnte. Doch schnell werde ich informiert: dieser kleine Brunnen hat eine Sicherheitstechnik, die das plätschernde Wasser sofort stoppt, sobald Kinderhände zu nah herankommen. Gleichzeitig würde ein Signal an der Rezeption sowie im Restaurant erklingen und Mitarbeiter danach schauen, ob alles in Ordnung ist – oder ein Kind ins Wasser gefallen sei.

Einen schönen Einblick in das Hotel Alpenrose Lermoos gibt Euch die Steffi in diesem Video:

Alpenrose Lermoos: Unser Hotelzimmer

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Romantik Hotel Gmachl Elixhausen: Das Feinschmecker-Refugium bei Salzburg

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Salzburg, die edle Festspielstadt, ist allzuoft von Ballzuviel Touristen überlaufen. Ebenfalls allzuoft lenkt der Reisende seinen Blick nur auf die hohen Berge, den Mönchsberg und die bezaubernde Altstadt, die ihm zu Füßen liegt. Festung, Dom und die prächtigen Barockbauten verzaubern noch jeden Besucher. Wer ein Hotel in Salzburg sucht, bucht allzuoft in der überlaufenen Altstadt. Doch viel zu selten lenkt sich der Blick auf die andere Seite der Salzach und weiter gen Norden, hinaus in das sanfte Hügelland gegenüber der Mozartstadt. Dort liegt das wohl romantischste Refugium Salzburgs: Das Romantik Hotel Gmachl in Elixhausen.

Als Martin Luther 1517 seine 95 Thesen anschlug, waren sie schon da. Selbst als Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, gab es sie schon. Die Wurzeln der Familie Gmachl reichen weiter zurück. Im Jahr 1334 – zu dieser Zeit wütete in Europa die Pest – wird ein gewisser Georg als erster Wirt zu Elixhausen erwähnt, wie die Salzburger Nachrichten uns wissen lassen. Solch ein altes Gemäuer, soviel Historie will behutsam gepflegt und angemessen modernisiert sein. Die Familie Gmachl übererfüllt diese Prämisse im Vier-Sterne-Superior-Romantikhotel Gmachl in Perfektion.

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Das Gmachl, wie es unter Kennern genannt wird, hat eine geniale Lage: Vom Hotel aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf Salzburg unten im Tale, auf die Berge, die sich hinter der Stadt erheben und auf einen weiten Teil des Salzburger Landes und bis nach Oberbayern hinein. Denn die Landesgrenze liegt nicht weit entfernt. Nur 5 Kilometer von der Festspielstadt entfernt, finden Schöngeister und Feinsinnige im Romantik Hotel Gmachl in Elixhausen ein idyllisches Refugium mit kreativem Flair. Das 680 Jahre alte, familiengeführte Wellnesshotel mit Blick auf die Berge wurde in den letzten Jahren behutsam renoviert, vergrößert und ausgebaut. Neue Dimensionen reichen Alt-Bewährtem die Hand. Tradition und Moderne werden gekonnt gegenübergestellt. Fritz Hirnböck und seine Gattin Michaela Hirnböck-Gmachl führen nunmehr in der 23. Generation die Geschäfte des ältesten Familienbetriebs Österreichs. Bereits beim Eintritt in das Hotel erwartet den Gast ein farbenprächtiges, mit frischen Rosen dekoriertes Entrée. Die gekonnte Mischung aus Natur, Kultur, & Design kreiert den einzigartigen Schauplatz für entspannte Gastlichkeit in gelebter Perfektion. Die Mozartstadt Salzburg, das Trumer Seengebiet mit der idyllischen Hügellandschaft des Flachgaus sowie das benachbarte Salzkammergut ermöglichen einen einzigartigen facettenreichen Aufenthalt.

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Das Romantik Hotel Gmachl ist in Elixhausen das klassische, altbewährte erste Haus am Platze, das Gasthaus gegenüber der Kirche. Als kleiner Landgasthof entstanden, ist das heutige Vier-Sterne-Superior-Hotel mit 73 Zimmern und Suiten immer am Puls der Zeit, integriert moderne Elemente und Angebote und bewahrt dennoch den historischen Charme des Hauses. Mit Weitsicht und Innovationsgeist entstand so 2009 ein neuer Anbau mit 39 modernen Wohlfühlzimmern sowie einem Panorama-Spa mit herrlichem Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Als Kontrast finden sich im Stammhaus 34 individuelle Wohnräume im Landhausstil. Dabei kümmert sich Gastgeberin Michaela selbst um die Dekoration. Verschiedene Grün- und Lilatöne kombiniert mit effektvollen Akzenten wie Blumensträuße aus rosa Rosen verleihen Leichtigkeit und holen die Natur ins Haus. Ungestörte Atmosphäre am Abend bieten die drei gemütlichen Stuben im rustikalen Haubenrestaurant. Neben typisch österreichischen Klassikern und internationalen Gerichten, stehen auch alt überlieferte Rezepturen wie der Sonntagsbraten mit Fleisch aus der eigenen Landmetzgerei auf der Speisekarte.

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Romantik Hotel Gmachl Elixhausen: Unser Hotelzimmer

Unser Zimmer war wunderschön eingerichtet. Ein moderner, klarer alpiner Stil, ein helles Parkett statt Teppich, grüner Lodenstoff auf den Möbeln und eine Wandseite in helles Rot getunkt.

Hier erhaltet Ihr einen Einblick in unser Hotelzimmer:

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